Mi) ^^■ii ■'- ABHANDLUNGEN DER K. K. ZOOL-BOTAN. GESELLSCHAFT IN WIEN. BAND VIII, HEFT 1. (Herausgegeben mit Unterstützung des k k. Ministeriums kür Kultus und Unterricht.) DIE ARTEN DER PLATYSTOMINEN. VON FRIEDRICH HENDEL. WIEN. MIT 4 TAFELN. EINGELANGT AM l. JULI 1912. — AUSGEGEBEN AM 15. JUNI 1914. WIEN, 1914. VEKLAG DER K. K. ZOOL.-BOTAN. GESELLSCHAFT. Einleitung. Als Fortsetzimg meiner bisherigen Studien über die Ortalidinen im weiteren Sinne, von denen ich die Subfamilien Pyrgotinae 1908, PterocaUinae 1909, VUdiinae 1910 und EichardVmae 1911 bereits in den „Genera Insectorum", sowie die Pterocallinen und Richardiinen auch nach allen bekannten Arten in den Jahrgängen 1909 und 1911 der „Deutschen Entomologischen Zeitschrift" einer Revision unterzog und zum größten Teile abbildete, erscheint nun diese Untersuchung über die Arten der Platystominae, welchen ich aus systematischen Gründen auch die Cephalinen Loews anschloß. Es bleiben also nur noch die Ortalidinae im engeren Sinne zur künftigen Sichtung übrig. Weitere Auseinandersetzungen allgemeiner Natur will ich hier nicht bringen, da ich dieselben ja später in den „Genera" wiederholen müßte. Der Leser möge also darüber dort nachsehen und zum besseren Verständnis der folgenden Beschreibungen und Tabellen auch noch die Tafeln des Wytsmanschen Werkes zu Rate ziehen, auf denen ich unsere schönen und vielfach bizarren Fliegen, so gut es mir möglich war, zur Anschauung brachte.^) Einige interessante Zusammenstellungen über die geographische Verbreitung der Tiere möchte ich mir aber doch nicht versagen. Während die Richardiinae zum Beispiel durchwegs, die PterocaUinae mit Ausnahme von drei paläarktischen Arten auch nur amerikanische, und zwar wie die ersteren vorwiegend neotropische Formen enthalten, die Ulidiinae fast zu 70 "/o Amerikaner sind und nur 3 orientalische Formen einschließen, sehen wir unter den 486 Arten der Platystominen 291 der indo-australischen, 107 der äthiopischen, 45 der amerikanischen (23 nearktische und 22 neotropische Arten) und 43 der paläarktischen Region, also einen großen Reichtum an indischen, papuanischen, austra- lischen und äthiopischen Formen. Mit Ausnahme der artenreichsten, über die ganze Welt verbreiteten Gattung der Subfamilie des Genus Ri- vellia R. D., hat Amerika keine einzige Gattung mit einem anderen Gebiete gemein; ebenso die paläarktische Region mit der nur auf sie beschränkten Gattung Platystoma Meigen. Die äthiopische Region be- 1) Die Bearbeitung der paläarktischen Gattung Platystoma siehe in den Zool. Jahrbuch., Vol. 35, p. 55—126, 3 Tafeln (1913). Abhandl. d. k. k. zool.-botan. Ges. Bd. Vm, Heft 1. ^ 2 Friedrich Hendel. sitzt einige Formen der indisch-papiianischen Gattungen Plagiostefiopte- rina, Elassogaster, Naupoda und Pseudepicausta. Die wichtigsten ende- mischen Genera sind für Amerika Stenopterina (9 Sp.), Delphinia und Tritoxa, für Afrika Peltacanthina (27 Sp.), Engistoneura (6 Sp.), Paryphodes (7 Sp.), für das indische Gebiet Xenaspis (8 Sp.), Loxoneura (7 Sp.), Xiria (6 Sp,), für das papuanische Gebiet Cleitamia (12 Sp.) und Achias (12 Sp.), für das australische Gebiet Duomyia (12 Sp.) und Celetor (2 Sp.). Polynesisch ist Pseudorichardia, madagassisch Oede- machüus. Die großen Gattungen Lamprogaster, Pterogenia und Eupro- sopia sind indisch-papuanisch mit australischem Einschlag. Ich habe die Mühe und Zeit nicht gescheut, die alten Autoren gewissenhaft zu studieren, ihre Arten und Gattungen einer genauen Kritik zu unterziehen und dieselben neu zu definieren, und ich glaube zahlreiche, bisher davon unbekannt gebliebene von Macquart, Walker, Thomson wieder erkannt und richtig gedeutet zu haben. Gleichgiltig, ob mir dies auch immer gelungen sein mag, halte ich diesen Weg für den richtigen, weil er allein eine wissenschaftliche Grundlage für die weitere Forschung schafft. Leichter wäre es freilich gewesen, über die zahlreichen Walker sehen Arten zur Tagesordnung überzugehen und einfach neu zu beschreiben, nutzbringend allein jedoch schien mir die Arbeit der Interpretationen. In vielen anderen Fällen wurde die Identi- fizierung durch die Untersuchung typischer Exemplare selbst gesichert, die ich aus den öffentlichen Museen in Berlin, Budapest, Genua und Wien sowie von den Herren Kollegen Baurat Th. Becker, Professor de Meijere und Herrn Verrall erhielt. Daß ich meine Arbeit auf eine so breite Basis stellen und unsere Kenntnis außerdem noch fast um 200 neue Arten vermehren konnte, verdanke ich namentlich dem British Museum in London und dem Ungarischen Nationalmuseum in Budapest, die mir in der entgegen- kommendsten Weise auf lange Zeit hinaus ihre reichen Vorräte an Exoten zur Bearbeitung anvertrauten. Weitere, sehr wichtige Hilfe durch Material leisteten mir das Deutsche entomologische Museum in Berlin-Dahlem, das Zoologische Museum in Cambridge (Herr C. G. Lamb), das United States National Museum in W^ashington, die Herren Prof. Bezzi, Abt Czerny, Prof. Herrmann und Kollege Lichtwardt. Allen sei für diese Förderung unserer Sache der herzlichste Dank ausgesprochen. P. S. In der langen Zeit, die seit der Vollendung meines Manu- skriptes verstrich, wurden viele Platystominen bekannt gemacht, von denen ich schon einen großen Teil beschrieben hatte. Die entsprechen- den Korrekturen mußten nun so gut wie möglich während der Druck- legung vorgenommen werden. Analytische Übersicht der Gattungen. Myrmecomyina. Fliegen von ameisenartigem Habitus. Oberer Hinter- kopf nur bei einer Gattung konkav, sonst mehr weniger oder selbst stark konvex vorgewölbt. Wurzelz eilen des Flügels auf- fallend klein. Hinterleib schlank, mehrfach länger als breit, und selbst gestielt. Schüppchen auffallend kurz und klein. Epistom nie konvex vorgewölbt. Bleibt in der Determination ein Zweifel, so zeigen die Gattungen zugleich eine lange und stark entwickelte Sternopleuralborste A. — Habitus nie ameisenartig. Oberer Hinterkopf nie konvex vor- tretend. Wurzelzellen des Flügels immer groß, oft außerordent- lich groß. Ist der Hinterleib schlank, so kommt gleich- zeitig keine Sternopleuralborste vor 1 1. Trapherina. Epistom oberhalb des Mundrandes konvex vorge- wölbt B- — Epistom niemals konvex vortretend 2 2. Ste?iopterinma. Fliegen von langem, schlankem Baue. Hinterleib schlank, mehrfach länger als breit, meist seitlich kompreß. Frontorliitalborsten höchstens eine und diese nur schwach ent- wickelt. Drittes Fühlerglied lang streifenförmig, vielfach länger als breit. Fühler ungefähr von Gesichtslänge oder darüber hinaus. Arista nie lang gefiedert, höchstens in der Wurzel- hälfte länger behaart, am Ende aber nackt. Fühlergruben lang und scharf abgesetzt. Sternopleuralborste fehlt stets . . . . C. — Plumpere Arten. Hinterleib elliptisch bis kurz eiförmig. Ist er schlanker, so ist die Arista bis zur Spitze lang gefiedert oder sind die Fühler kürzer oder zwei Frontorbitalborsten vorhanden . 3 3. BivelWna, Cleitamiina und ähnliche Formen. Hinterleib spindel- förmig, gegen die Wurzel hin ebenso verjüngt wie gegen das Ende hin, in der Mitte oder hinter derselben am brei- testen ^• — Hinterleib breit eiförmig, in der Basisnähe am breitesten, bis sehr kurz und dem Thorax eng angeschlossen. Lamprogastrina und Platystomina ^• 1* 4 Friedrich Hendel. A. Myrrnecoinylna» Sternopleiiralborste fehlt. Der gestielte Hinterleib am Ende des ersten und zweiten Tergits knopfig erweitert. Schulterlappen und Alula fehlen. 2. Myrmecothea Hendel (typ. myrmecoides Loew). — Sternopleurale vorhanden. Hinterleib ohne Verdickungen. Schulter- lappen und Alula vorhanden 1 1. Erste Hinterrandzelle gegen die Mündung hin stark erweitert. Discal- zelle kurz, viel kürzer als der letzte Abschnitt der Discoidalis. Kleine Querader weit vor der Flügelmitte. 5. Schnusimyia n. g. (typ. parvula n. sp). — Dritte und vierte Längsader gegen die Mündung hin nicht diver- gierend; Discalzelle nicht verkürzt. Kleine Querader hinter der Flügelmitte, wenigstens nie vor derselben 2 2. Analzellenquerader stark ausgebaucht. Die beiden Queradern ein- ander genähert, höchstens die Länge der hinteren voneinander entfernt 3 — Analzellenquerader fast gerade, unten mit der Analis einen kurzen spitzen Zipfel bildend. Queradern entfernt voneinander. 1. Myrmecomyia Rob. Desv. (typ. rufipes Meig.). 3. Flügelvorderrand vor der kurzen Subkostalzelle konvex ausgebaucht. Radialis stark wellig gebogen. Flügel breit und stumpf. 3. Delphinia Rob. Desv. (typ. picta Fab.). — Flügelvorderrand und Radialis fast gerade. Subkostalzelle länger. Flügel schlank. 4. Tritoxa Loew (typ. flexa Wiedem.). B. Trapherina.^) Die Analis erreicht den Flügelhinterrand nicht. Die Querader der spitzenwärts erweiterten, großen, zweiten Basalzelle ist stark schief gestellt und sehr lang. Oberhalb der Zelle sind die Längsadern 1 — 3 eng gegen die Kosta hin zusammengedrängt. Praelabrum deutlich vorstehend 1 — Zweite Basalzelle von normaler Gestalt; Praelabrum versteckt 4 1. Trapherina s. str. Subkostalzelle sehr klein, wie verkümmert; Mediastina und Subkosta münden eng nebeneinander. Kleine Quer- ader weit vor der Mitte der Discalzelle. 6. Piara Loew (typ. cyanea n. sp.). — Subkostalzelle wohl entwickelt; Mediastina und Subkosta entfernt voneinander mündend. Queradern einander genähert oder die kleine mindestens jenseits der Mitte der Discalzelle .... 2 *) Vielleicht ist hieher auch die mir imbekannt gebliebene Phasiamyia metallica Walker, List Dipt. Brit. Mus., Vol. 4, p. 1062 (1849), die ohne Vaterlands- angabe ist, zu stellen. Siehe ihre Beschreibung in den „Genera Platystomin.". Die Arten der Platystominen. 5 2. Die Ozellen lieg-en an der Scheitelkante. Stirne manchmal ranli be- haart, ohne deutlich reihenweise geordnete untere Frontorbital- borsten. Afrikanische Arten 3 — Ozellen von der Scheitelkante entfernt, weiter nach vorne gerückt. Außer der rauhen Stirnliehaarung sind reihig geordnete, nach ein- wärts gebogene untere Frontorbitalborsten unterscheidbaj. Indische Arten. 9. Poecilotraphera n. g. (typ. taenkiia Macqu.). 3. Radialis in der Endhälfte sanft nach abwärts gebogen. Kleine Querader aber etwas jenseits der Discalzellenmitte. Die Querader der zweiten Basalzelle ist viel kürzer als der Basalabschnitt der Discoidalis. 7. Traphera Loew (typ. chalybea Wied.). — Radialis am Ende aufwärts gebogen. Kleine Querader der hinteren Querader genähert, weniger als die Länge der letzteren entfernt. Die Querader der zweiten Basalzelle ist so lang wie der Basal- abschnitt der Discoidalis. 8. Lide Speiser (typ. corioptera Speiser). 4. Erster Abschnitt der Posticalis lang beborstet. Thoraxrücken länger als breit. Flügel lang und am Ende verschmälert. Kopf normal. Analis bis zum Flügelrand (Xiriina) 5 — Erster Abschnitt der Posticalis nackt. Thoraxrücken breiter als lang. Flügel groß und breit und am Ende rund abgestumpft. Die Backen des cf sind flügelartig erweitert. Analis abgekürzt. 10. Pterogenomyia n. g. (typ. paradoxa n. sp.). 5. Augen nackt. Stirne nicht auffällig verengt. Queradern genähert. Epistom stark vorspringend; Schild sechsborstig. 11. Xiria Walker (typ. ant'ica Walker). — Augen dicht und lang behaart. Stirne oben auffällig verengt. Kleine Querader vor der Mitte der Discalzelle. Epistom nur schwach konvex. Schild vierborstig. 12. Lasioxiria n. g. (typ. hirsuta n. sp.). C. Sfenopteriuina. Die Stirne und das stark zurückweichende Gesicht bilden einen spitzig vor die Augen vortretenden Kegel. 13. Comcipithea n. g. (typ. addens Walker). — Stirne nicht konisch vortretend 1 1. Fühler und Arista außerordentlich lang; erstere länger als das Unter- gesicht, letztere durch weißliche und dichte Behaarung wie verdickt erscheinend; Humerale fehlt 2 — Fühler meist nur so lang wie das Gesicht; Arista kürzer und nie dicht weiß behaart; Humerale vorhanden oder fehlt .... 3 2. Discoidalis jenseits der hinteren Querader winkelig herabgebogen. 14. Philocotnpus Ost.-Sack. (typ. cupidus O.-S.). I Friedrich Hendel. — Discoidalis beiderseits der hinteren Qiierader eine Gerade bildend. 15. Antineura Ost.-Saek. (typ. stolata O.-S.). 3. Die vorne die zweite Basalzelle abschließende Querader ist außer- ordentlich schief gestellt und bildet eine Fortsetzung der Posticalis. Humerale fehlt 4 — Die Querader der zweiten Basalzelle ist von der Posticalis winkelig abgebrochen; Humerale vorhanden 5 4. Arista mit Ausnahme der Spitze gefiedert. Fühler kürzer als die Medianlinie des Gesichtes. Hinterleib flaschenartig gestielt. Augen- randeck des Gesichtes unterhalb der Fühlerwurzeln. 16. Xenaspis Ost.-Sack. (typ. vespoides O.-S.). — Arista nackt. Fühler Länger als das Gesicht. Hinterleib an der Basis nur verengt, nicht gestielt. Augenrandeck des Gesichtes in der Höhe der Fühlerwurzeln. 17. Lamprophthalma Portsch. (typ. metalUca Portsch.). 5. Erste Hinterrandzelle an der Mündung nicht verengt .... 13 — Erste Hinterrandzelle an der Mündung verengt 6 6. Kopf sehr groß und breit, dem Thorax dicht ansitzend; Thorakal- schüppchen groß, die Flügelschüppchen weit überragend. 23. Duomyia Walker (typ. ohscura Walker). — Kopf von proportionaler Größe, dem Thorax nicht enge ange- schlossen. Thorakalschüppchen relativ klein 7 7. Thoraxrücken so lange wie breit. Jederseits zwei Frontorbitalborsten. Mundöffnung sehr groß, cf mit langem Borstenbackenbart. 39. PogonortoUs n. g. (typ. barbata n. sp.). — Thoraxrücken länger als breit. Keine oder nur eine Frontorbital- borste 8 8. Alle Schenkel stark spindelig verdickt. Thoraxrücken vorne erheb- lich verschmälert. 21. Scelostenopterina n. g. (typ. femorata n. sp.). — Schenkel nicht verdickt. Thoraxrücken vorne nicht verengt . 9 9. Der vorletzte Discoidalisabschnitt ist zirka ein Fünftel des letzten lang und nur so lang wie die hintere Querader; diese so lang wie der letzte Posticalisabschnitt. Stirnstrieme runzelig. 20. Microepicausfa n. g. (typ. gracilis n. sp.). — Die hintere Querader ist dem Hinterrande und der Spitze des Flügels weitaus näher gerückt als oben angegeben. Stirne glatt . . 10 10. Stirne am Vorderrande wulstig, oben mit je einer Frontorbital- borste. Erste Hinterrandzelle an der Mündung wenig verengt, fast gleichbreit. Arten der neuen Welt. 24. Stenopterina Macquart (typ. brevipes Fabr.). — Stirne vorne nicht wulstig, oben ohne Frontorbitalborste; erste Hinterrandzelle an der Mündung deutlich verengt . . . . 11 Die Arten der Platystominen. 11. Kleine Querader schief gestellt.^) 18. Plagiostenopterina n. g. (typ. aenea Wiedem.). — Kleine Qiierader senkrecht gestellt 1^ 12. Alle Schenkel ventral in der Spitzenhälfte bedornt. Thorax rotgelb. 22. Icteracantha n. g. (typ. chalybeiventris Wiedem.). — Schenkel ventral nicht bedornt; Thorax metallisch grün. 19. Elassogaster Bigot (typ. metalUcus Big.). 13. Oberer Hinterkopf in Form einer nach oben gerichteten, tiefen Mulde auffüllig ausgehöhlt. Stirne dadurch verkürzt, breiter als lang. Die beiden Queradern stehen in einer Geraden übereinander. 73. Lambia^) n. g. (typ. coelocephala n. sp.). — Alle diese Merkmale fehlen 14. Stirnstrieme grubig punktiert. 27. Rhytidortalis n. g. (typ. cribrata n. sp.). — Stirne glatt, nicht runzelig und grubig 15 15. Fühler kürzer als das Gesicht. 2G. Scotinosoma Loew (typ. bisfrigatum n. sp.). — Fühler so lang wie das Gesicht ^^ IG. Flügel der Länge nach faltbar. Keine Mesopleuralborste. Kleine Querader sehr schief. 24. Stenopterina Macquart (typ. brevipes Fab.). — Flügel nicht faltbar. Eine Mesopleuralborste vorhanden. Kleine Querader nur etwas schief oder senkrecht gestellt. 25. Pseudepicausta n. g. (typ. chalybea Dolesch.). D. Cleitamiina, Bivelliina und älmllclie Formen. Sternopleuralborste gut entwickelt, deutlich sichtbar 1 — Sternopleuralborste fehlt Analzelle unten in einen langen, schlanken Zipfel ausgezogen; ihre 1 Querader gebrochen. 29. Diacrita Gerstäcker {tj^. costalis Gerst.). — Analzelle abgerundet, ohne Zipfel. 28. Idana Loew (typ. marginata Say). 2. Analzelle ähnlich wie bei Loxoneura in eine lange Spitze ausge- zogen, deren Querader nicht gebrochen ist. Kopf balanziercnd. 43. CUtodoca^) Loew (typ. fenestralis Macqu.). o — Analzelle anders gestaltet 1) Hieher geliört auch Charax planidorsum Walker, Trans. Ent. Soc. Lond., p. 325 (1860), aus Burmali. 2) Gehört systematisch zu Sphenoprosopa Loew, riatystomina. =>) ClUodoca und Achiosoma sind eigentlich Lamprogastrinen, erstere Loxo- neura, letztere Achias nahestehend; sie haben aber ein schlanlveres Abdomen und liurze Thoraxschüppchen. 8 Friedrich Hendel. 3. Arista sehr lang gefiedert, die Fiederstrahlen wellig gebogen . 4 — Arista nicht gefiedert, Rivellima 10 4. Queradern einander stark genähert. Letztes Abdominaltergit am Hinterrande lang beborstet. Schüppchen klein. CleitamUna . 5 — Qiieradern entfernt voneinander 7 5. Analzelle durch eine winkelig gebrochene Querader abgeschlossen, unten in einen kurzen spitzen Zipfel ausgezogen. 33. Loriomyiü Kertesz (typ. guttipennis Kertesz). — Analzelle vorne durch eine spitzbogige Querader, ohne Zipfel ab- geschlossen 6 6. Die Radialis und Subkosta sind an einer Stelle vor der Mündung fast oder ganz bis zur Berührung genähert, cf oft mit verbreitertem Kopfe, nie aber mit gestielten Augen. 30. Cleifamia Macquart (typ. Astrolabei Boisd.). — Radialis und Subkosta bleiben voneinander entfernt. cS ""^it lang- gestielten Augen wie bei Achias F. 31. Laglaisia Bigot (typ. caloptera Bigot). 7. Augen deutlich vorgequollen, kurz gestielt. Schüppchen kurz. Hinter- leib an der Basis deutlich gestielt, keulig. 46. Achiosoma n. g. (typ. dacoides Walk.). — Augen und Hinterleib nicht gestielt 8 8. Analzelle unten in einen spitzen Zipfel ausgezogen 9 — Analzelle vorne nicht durch eine winkelig gebrochene, sondern durch eine bauchige Querader begrenzt. 71. Engistoneura^) Loew (typ. maerens Fab.). 9.2) Erste Hinterrandzelle an der Mündung stark erweitert. 34. Icteroptera V. d. Wulp (typ. Uinbipennis V. d. Wulp). — Erste Hinterrandzelle an der Mündung erheblich verengt. 32. Neosophira n. g. (typ. dlstorta Walk.). 10. Discoidalis vor der kleinen Querader bauchig in die Discoidalis hineingebogen H — Discoidalis dort gerade 13 11. Wurzelzellen ^5 der Discalzelle lang. Kopf balanzierend. 36. Loxoneuroides n. g. (typ. varipennis n. sp.). — Wurzelzellen klein. Der Hals ist nicht auffallend tief am Kopfe an- gesetzt 12 12. Der lotrechte Kopfdurchmesser merklich länger als der wagrechte. Backen schmal, aber deutlich sichtbar. Augen oben stumpfer als unten gerundet. Epistom nur wenig vorstehend. Mundöffnung und Rüssel mittelgroß. Radialis lang. 40. RivelUa Rob. Desv. (typ. syngenesiae Fab.). ^) Systematisch zu Peltacanthina gehörig! 2) Neosophira ist eine aberrante Form der Tephritinen und keine Platysto- raine. Das o-leiche scheint bei der mir nicht bekannten Icteroptera der Fall zu sein. Die Arten der Platystominen. 9 — Der wagrechte Kopfdiirchmesser ist so lang oder länger als der lotrechte. Backen völlig fehlend; die unten stumpfer als oben ge- rundeten Augen bilden den Unterrand des Kopfes. Epistom rüssel- artig, weiter als die Fühler wurzeln vorspringend. Mund Öffnung, Praelabrum und Rüssel auffallend groß. 41. Neoepidesma^) n. g. (typ. thoracalis n. sp.). 13. Queradern einander stark genähert 14 — Queradern voneinander weiter entfernt 15 14. Fühler kürzer als das Gesicht; je zwei starke Frontorbitalborsten jederseits. Erzgrüne, Euxesta-'älmliche Arten. 42. Euxestomoea n. g. (typ. prompta Walk.). — Fühler länger als das Gesicht; nur eine Frontorbitalborste jederseits. Niehtmetallische, Loarocera-ähnliche Art. 35. Loxocero?nyia n. g. (typ. longicornis n. sp.), 15. Erste Hinterrandzelle an der Mündung durch Zusammenbiegen der dritten und vierten Längsader verengt, cf mit langem Borstenbart am Unterrande der Backen. 39. Pogonorfalis n. g. (typ. harbifera n. sp.). — Erste Hinterrandzelle parallelrandig. ^f ohne Borstenbart . . 16 16. Quernaht in der Rückenmitte durchgehend. Marginalzelle sehr schmal, Radialis und Kosta einander stark genähert. Hintere Querader mit einer Verlängerung in der ersten Hinterrandzelle. 38. Eimer oessa Loew (typ. pretiosa Loew). — Quernahtäste in der Rückenmitte getrennt voneinander. Radialis und Kosta einander nicht mehr als normal genähert . . . . 17 17. Analzelle unten mit einer kurzen Spitze versehen. Stirnseiten und Hinterleib grob gekörnt. 37. Acrostictella n. g. (typ. parallela n. sp.). — Analzelle ohne Spitze. Stirne und Hinterleib glatt 18 18. Schildchen am Rande mit sechs Borsten. Die Flügelzeichnung be- steht aus einem braunen Vorderrande und solcher Spitze, 27. Scotlnosoma Loew (typ. bistngatwn n. sp.). — Schild mit vier Borsten. Die Flügelzeichnung besteht aus dunklen Querbinden und Flecken. 42. Neoardelio n. g. (typ. Uneato-coUis Thoms.). E. Lantprof/astrhia und JPJafifstonilua. Alle Schenkel von gleicher Stärke 1 — Mittelschenkel außergewöhnlich verdickt und verlängert, ventral bedornt. 59. Brea Walker (typ. contraria Walk.). ^) Syn. Epidesma Macquart, präokkupiert durch ead. Hübner, 1816, Catal. Lepid., p. 336, 10 Friedrich Hendel. — Hinterschenkel außerordentlich verdickt, imten bedornt. 58. Pseudorichardia Hendel (typ. flavUarsis Macqii.). — Vorderschenkel stärker als die anderen, ventral bedornt. Erste Hinterrandzelle gegen die Mündung erweitert. Kopf des cf er- weitert; zwei Frontorbitalborsten. Ozellenhöcker nach vorne ver- rückt. 57. Agrochira Enderlein (typ. achiodes Enderlein). 1. Eine Sternopleuralborste deutlich vorhanden 2 — Sternopleuralborsten fehlen vollkommen 5 2. Erste Hinterrandzelle gegen die Mündung hin verengt; Radialis näher der Cubitalis als der Kosta gelegen. Kopf von vorne ge- sehen höher als breit oder so hoch wie breit. 51. Celetor Loew (typ. dentipes Macqu.). — Erste Hinterrandzelle parallelrandig oder gegen die Mündung hin divergierend. Radialis näher der Kosta als der Cubitalis gelegen. Kopf von vorne gesehen breiter als hoch 3 3. Ozellen von der Scheitelkante entfernt, im oberen, stark verengten Stirndrittel gelegen. Jederseits zwei Frontorbitalborsten. 54. ParardeUo n. g. (typ. pilosa n. sp.). — Ozellen nahe am Scheitelrande. Stirne nicht verengt. Nur eine Frontorbitalborste Jederseits 4 4. Arista lang gefiedert. Stirne vorne mit einer scharfen Querleiste. Die letzten Abschnitte der dritten und vierten Längsader deutlich nach abwärts gebogen. 52. Sckohistes Loew (typ. cinctus Guer.). - — Arista nur pubesziert. Stirne ohne Querleiste. Die Endabschnitte der dritten und vierten Längsader gerade oder fast gerade. 53. Paryphodes Speiser (typ. omega Speis.). 5. Analzelle unten in eine Spitze ausgezogen 6 — Analzelle unten ohne Spitze 9 6. Die Querader der Analzellenspitze ist gerade. Hals auffällig weit unterhalb der Kopf mitte angewachsen^) 7 — Die Querader der Analzellenspitze ist winkelig gebrochen; Kopf nicht balanzierend 8 7. Discoidalis jenseits der hinteren Querader aufgebogen. 44. Loxoneura Macquart (typ. decora Fabr.). — Discoidalis jenseits der hinteren Querader gerade, nicht aufgebogen. 45. Mezona Speiser (typ. proxenus Speis.). 8. Flügelvorderrand gerade. Schulterlappen mit einer scharfen Ecke vorspringend. 56. Goniaeola Hendel, *) Ist es eine kurze, sehr gedrungene Fliege mit der Quere nach gefalteten Flügeln, so liegt eine Asyntona-Art A^or. Die Arten der Platystominen. H — Flügelvorderrand vor der Subkostalzelle ausgebaucht, konvex vor- tretend. Schenkel und Schienen etwas verdickt. 55. Ostracocoelia Giglio-Tos. (typ. mirabilis Gigl.-Tos.). 9. Augen dicht liell behaart. Jederseits zwei starke Frontorbitalborsten. G2. Dasyortalis n. g. (typ. complens Walk.). — Augen nackt 10 10. Queradern stark einander genähert, fast übereinanderstehend . 11 — Queradern voneinander entfernt ^^ 11. Das Gesicht tritt im Profile um Augenlänge vor die Augen vor. Die zweite Basalzelle ist länger als die vorne gerade abgeschnittene Analzelle. 74. Sphenoprosopa Loew (typ. fascipennis Macqu.). — Gesicht nicht derart vortretend. Die zweite Basalzelle ist nur so lang wie die vorne konvex begrenzte Analzelle 12 12. Keine Frontorbitalborste. Fühlergruben tief und scharfrandig. 49. Montrouziera Bigot (typ. lifua Big.). — Zwei Frontorbitalborsten. Fühlergruben seicht, mit abgerundeten Rändern. 50. Oedemachüus Bigot (typ. Coquereli Big.). 13. Zwei starke, seitwärts gebogene Ozellarborsten neben den bis zum obersten Stirndrittel vorgerückten Ozellen vorhanden. Oberer Hinterkopf auffällig stark ausgebildet. Gesicht ohne Längsrücken. 63. Oeciotypa n. g. (typ. paraUelomma n. sp.). — Ozellare fehlen oder sind rudimentär. Ozellen in der Nähe der Scheitelkante gelegen 14 14. Fühler linear, länger als das Gesicht im Profile 15 — Fühler weitaus kürzer als das Gesicht 16 15. Fühler an den Wurzeln einander genähert. Wangen linear. Anal- zelle konvex abgeschlossen. Abdomen ohne Dorsalkiel. 64. Amphicnephes Loew (typ. pullus Wiedem.). — Fühler an der Basis weit entfernt voneinander. Wangen und Stirne sehr breit. Analzelle gerade abgeschlossen. Abdomen mit hohem und scharfem Dorsalkiel. 65. TropidogastreUa n. g. (typ. tropida n. sp.). 16. Augen nicht kugelig und auch nicht am Kopfe vorgequollen . 18 — Augen vorgequollen bis gestielt 1'^ 17. Augen bei cf und 9 mindestens immer wie abgeschnürt, häufig aber mehr oder weniger deutlich bis lang gestielt. Backen und Wangen sehr breit. Thoraxschüppchen sehr groß. 47. Achias Fabricius (typ. oculatus Fab.). — Die kugeligen Augen sind nur über die eingesattelte Stirne vor- geciuollen, nicht allseits abgeschnürt. Thoraxschüppchen klein. 60. Coelocephala Karsch (typ. strUßlis Karsch). 18. Schild am Hinterrande mit vier dornartigen, borstentragenden Warzen. Vorderschenkel ventral bedornt. Hinterleib metallisch 12 Friedrich Hendel. glänzend. Der Thorax verbreitert sich auffällig- gegen die Flügel- wiirzeln hin. 72. Peltacanthina Enderl. (typ. magnifica Walk.). — Schild nnd Vorderschenkel unbewaffnet; sind letztere bedornt, dann ist der Hinterleib mattgrau, gefleckt. Rücken nach hinten zu nicht verbreitert 19 19. Sehr kurze, gedrungene Fliegen, deren drei Körperabschnitte eng aneinanderschließen. Thorax und Hinterleib außerordentlich kurz, breiter als lang. Erste Hinterrandzelle parallelrandig oder am Ende erweitert 20 — Die drei Körperabschnitte nicht so eng zusammengedrängt. Thorax und Hinterleib länger als breit. Erste Hinterrandzelle an der Mün- dung häufig verengt 24 20. Hintere Basalzelle länger und größer als die Discalzelle. Flügel der Länge und Quere nach mehr oder weniger vollkommen faltbar . 21 ■ — ■ Hintere Basalzelle kürzer und überhaupt kleiner als die Discal- zelle. Flügel der Quere nach nicht faltbar 22 21. Fühler an der Wurzel entfernt. Keine Frontorbitalborsten. Die Discoidalis mündet in die Flügelspitze. Analzelle unten spitz. 66. Asyntona Ost.-Sack. (typ. tetyroides Walk.). — Fühler an der Basis einander genähert. Eine Frontorbitalborste. Die Discoidalis mündet unterhalb der Flügelspitze. Backen sehr niedrig. 68. Naupoda Ost.-Sack. (typ. plafessa O.-S.). 22. Eine starke Frontorbitalborste. Stirne am Scheitel auf die Hälfte der vorderen Breite verjüngt. Fühler der Augenmitte gegenüber inseriert. Letzter Discoidalisabschnitt bis zur Mündung sanft nach abwärts gebogen. Thorax und Hinterleib glänzend, metallisch ge- färbt. 61. Chaetorivellia de Meijere (typ. trifasciata Dolesch.). — Keine Frontorbitalborste. Stirne oben nicht derart verengt. Fühler unterhalb der Augenmitte inseriert. Letzter Discoidalisabschnitt gerade oder fast gerade, nie gegen die Mündung hin nach abwärts gebogen. Kolorit nie metallisch glänzend 23 23. Fühler an der Wurzel voneinander entfernt. Discalzelle wurzelwärts von einer Querader begrenzt, die so lange oder nur wenig kürzer als die hintere Querader ist. 67. Zygaenula Doleschall (typ. paradoxa Dolesch.). — Fühler an den Wurzeln genähert. Discalzelle an der Basis weitaus schmäler als die hintere Querader lang ist. 69. Pterogenia Bigot (typ. singularis Big.). 24. Hinterleib glatt poliert, metallisch glänzend 25 — Hinterleib nie glänzend metallisch und glatt 26 25. Kopf wie aufgeblasen, mit relativ kleinen Augen, breiter Stirne und hohen Backen. Die sehr kurzen Fühler sind in tiefe, durch einen Die Arten der Platystominen. 13 breiten Längsrücken weit voneinander getrennte Gruben voll- kommen zurückziehbar. 78, Bromophüa Loew (typ. caffra Macqu.). — Kopf nicht aufgeblasen. Fühler an der Basis einander genähert. Augen groß. 48. Lamprogasfer'^) Macquart (typ. flavipennis Macqu.). 26. Kopf dem Thorax eng ansitzend, hinten flachmuldig ausgehöhlt, ohne Halsstufe. Fühler in tiefen Gruben, welche durch einen breiten, flachen und scharfrandigen Längsrücken getrennt werden. Kopf von vorne gesehen so hoch wie breit. Frontorbitalborsten fehlen stets. 70. Euprosopia Macquart (typ. temäcornis Macqu.). — Kopf durch die gepolsterten Backen vom Thorax abstehend, hinten mit deutlicher Halsstufe. Fühler in seichteren Gruben, die in der Regel nur durch einen abgerundeten Längsrücken getrennt werden. Kopf von vorne gesehen breiter als hoch 27 27. Arista gefiedert 28 — Arista nackt oder höchstens pubeszent 30 28. Radialis am Ende auffällig zur Kosta aufgebogen. Erste Hinter- randzelle an der Mündung nicht verengt oder sogar erweitert. Indo-malaiische Arten 29 — Radialis bis zur Mündung sanft nach abwärts gebogen. Erste Hinter- randzelle an der Mündung stark verengt. Afrikanische Arten. 75. Lophoplaty Stoma n. g. (typ. acarigerum Speiser). 29. Schildchen aufgeblasen, hinten abgerundet, mit vier Borsten. Letzter Abschnitt der Cubitalis jenseits der kleinen Querader stark gebogen; zweite Basalzelle spitzenwärts nicht erweitert. Viertes Abdominaltergit bei cf und 9 verschmälert. 77. Valonia Walker (typ. complicata Walk.). — Schild oben flach, hinten kantig, mit sechs Borsten. Letzter Ab- schnitt der Cubitalis gerade; zweite Basalzelle spitzenwärts er- weitert. 76. Euthyplaty Stoma n. g. (typ. rigidum Walk.). 30. Schild vierborstig, wie aufgeblasen. Augen am Scheitel vor- gequollen. Keine Frontorbitalborste. Größtenteils glänzende, un- bestäubte Arten der äthiopischen Region. 79. Palpomyiella n. g. (typ. asphaltina Wiedem.). — Schild sechsborstig, nicht auffällig gewölbt. Augen nicht vor- gequollen. Eine Frontorbitalborste vorhanden. Nicht glänzende, mattbestäubte, nur paläarktische Arten. 80. Platy Stoma Meigen (typ. seminationis Linn.). ^) Ich kann die mir unbekannte Gattung Cryphiocera Macquart (1843) nicht von Lamprogaster trennen. 14 Friedrich Hendel. 1. Genus Myrmecomyia Robin.-Desvoidy. Essai sur les Myodaires, p. 721 (1830). 1. 3Iyrinecomyia riifipes Meigen. Cephalia rufipes Meigen, System. Beschr. zweifl. Ins., Vol. 5, p. 294. 1. Taf. 47, Fig. 15 (1826). — Macquart, Suites ä Buffon, Vol. 2, p. 483. 1. (1835). — Schiner, Fauna Austr., Vol. 2, p. 177 (1864). — Williston, Trans. Americ. Ent. Soc, Vol. 13, p. 307 (1886). — Pandelle, Revue d'Entomol. Caen, Sep., p. 490 (1902). — Becker, Katal. paläarkt. Dipt., Vol. 4, p. 102 (1905). — Hendel, Gen. Plat., Taf. 2, Fig. 36 Flügel, Fig. 37 Kopf. Syn. Myrmecomyia formicaria Robineau-Desvoidy, Essai sur 1. Myod., p. 722. 1. (1830). — Cephalia nigripes Meigen, 1. c. Vol. 5, p. 294. 2. Taf. 47, Fig. 16 (1826). — Macquart, 1. c, p. 483. 2. (1835). — Schiner, 1. c, p. 177 (1864). — Rondani, Tanypez., Bull. Soc. Ent. ItaL, Vol. 6, p. 6 (1874). — Becker, Zeitschr. f. Hymenopt. u. Dipt., Vol. 2, p. 230. 2. (1902). cf 9 ^us Süd- und Mitteleuropa. Nach Willis ton auch in Nord- amerika, Virginia, was noch der Bestätigung bedarf. Kopf samt Anhängen, Thorax, Schild und Beine rostrot bis rot- braun. Kopf glänzend; Stirnstrieme in der Längsmitte matt. Drittes Fühlerglied verdunkelt bis schwarzbraun; ebenso die Taster und der Rüssel. Zwischen Fühlerwurzel und Auge ein silberiger Querfleck, an den sich nach oben hin ein kurzer und schmaler Augenrandsaum an- schließt. Thorax und Schild glänzend. Thoraxrücken mit zwei hinten etwas weiter entfernten und abgekürzten matt schwarzbraunen Längsstriemen in der Mitte, die in gewisser Richtung weißlichgrau schimmern. Pleuren oben schwach weißlich überhaucht; Sternopleuren und Vorderhüften silberig schimmernd. Hinterleib schwarz, nur wachsglänzend, in gewisser Beleuchtung äußerst zart weißlich angehaucht. Füße und die Hinterschienen schwarz. An den vier vorderen Füßen sind die Fersen an der Wurzel rötlich. Mittelschienen, Hinter- und Mittelschenkel in verschiedenem Grade verdunkelt oder geschwärzt. Der Flügel ist glasig und zeigt nur in der Mitte eine zart bräun- lichgelbe Tingierung. Die Kostalzelle ist in der Wurzelhälfte bis über die Schulterquerader hinaus hellbraun. Subkostalzelle schwarzbraun. Die zusammenhängende schwarzbraune Zeichnung der Flügelspitze be- steht aus einem Fleckchen in der Spitze der Marginalzelle, einem oben schmalen, unten sich erweiternden Kostalsaum der Submarginalzelle und einem größeren Flecke, der das Spitzenfünftel der ersten Hinter- randzelle einnimmt und an der Mündung der Cubitalis am intensivsten und breitesten ist. Schüppchen und Schwinger weißlichgelb. Körper 8 — 9 mm, Flügel 7 — 8mm lang. Die Arten der Platystominen. lö 2. Myrmecomyia ßavoscutellata Becker. Acta Soc. Scient. Fennic, Vol. 26, Nr. 9, p. 60 (1900) (Cepholia). 1 9 a^is Diidinka, Nordsibirien (Sahlberg). „Thorax glänzend schwarz, in der Gegend der Schulterbculen dunkel rostrot. Schildchen gelb mit zwei Borsten. Kopf rostrot; Stirn verdunkelt, auf der Mitte eine etwas flache Längsrinne, die von dunkler Bestäubung etwas matt ist. Die Fühler haben ein braun be- stäubtes drittes Glied, die beiden ersten Glieder sind gelb; Borste ziem- lich lang, nackt. Das gewölbte Untergesicht glänzend rotbraun mit schmalen, etwas weiß bereiften Wangen. Hinterrücken und Hinterleib glänzend schwarz, die zerstreute kurze schwarze Behaarung ist kaum zu erkennen; Legeröhre glänzend schwarz. Schwinger gelb. Beine schwarz mit roten Hüftgelenken, auch die äußerste Wurzel und Spitze der Schenkel und Knie sind rostgelb. Die Flügel haben an der Spitze einen großen schwarzbraunen Fleck; er beginnt an der Spitze der Randzelle, deren äußerste Ecke auch noch braun gefärbt ist, und ver- läuft allmählich verblassend hinter der Mündung der vierten Längsader; innere Begrenzung buchtig. 4o mm lang." Im Anhange zur Gattung Myrmecomyia wären folgende Cephalia- Arten zu erwähnen. 1. Cephalia fenestrata Coquillett. Journ. N.-York Ent. Soc, Vol. 8, p. 24 (1900). 1 9? Nordamerika, Kansas. „Reddish yellow, sides of front marked with brown, 3. antennal Joint except its base brown, a brown vitta extends from each humerus nearly to base of wing, then crosses the pleura obliquely to bind coxa; abdomen, except the base and ovipositor, dark brown, apices of tarsi brown; wings gray, the base, costal and marginal cells brown, a whitish hyaline fascia extends from costa a shorte distance before apex of 2. vein transversely to slightly below the 4. vein. Length 7 mm." Ist mir unbekannt geblieben. 2. Cephalia? fidvicornis Bigot. Ann. Soc. Ent. France, Ser. 6, tom. 6, p. 386 (1886). 1 cf aus Kalifornien. „D'un chätain fonce et luisant. La tete et les antennes entiere- ment fauves; palpes chatains; abdomen ä base roussätre; balanciers blancs; pieds fauves, tibias un peu brunnätres, principalement les anterieurs, tarses plus fonces, les posterieurs largement fauves a la base; alles hyalines, une assez grande macule ä l'extremite, le bord externe, ä la base et jusqu'a l'extremite de la deuxieme nervure longit., large- ment, noirätres." Gehört sicher nicht in dieselbe Gattung mit Cephalia rufipes Meigen. Wahrscheinlich liegt eine Odotitofnera-Art vor (Eichardiinae). C 16 Friedrich Hendel. 3. Cephalia? maculipennis Bigot. Ann. Soc. Ent. France, Ser. 6, tom. 6, p. 385 (1886). 1 cf, Nordamerika (Rockey-Moimt.). „Les 2 Premiers segments des antennes faiives (troisieme manque); tete et palpes noires, orbites finement bordes de grisätre; thorax d'im noir luisant ainsi que Fecusson, tergum d'im nuance broncee obscure; balanciers noirs; abdomen d'im noir luisant avec des reflects metalliques obscures; pieds fauves; ailes hyalines, nervure costale, les 2 trans- versales et deux petites lignes transverse situees exterieurement vers la base, enfin, une macule de mediocre dimension, s'anastomosant en arriere avec la nuance que borde la nervure costale, noiratres." — Mir unbekannt. 4. Cephalia quadnpunctata Gimmerthal. Bull. Soc. Imper. d. Natural, de Moscou, Vol. 15, p. 684 (1842). „Thorace griseo, abdomine testacea, punctis quatuor; pedibus testaceae." „Kopf, Fühler und Mundteile rotgelb; Augen mit einer feinen weißen Linie umzogen. Mittelleib aschgrau. Schildchen und Hinterleib rostgelb, auf dem dritten und vierten Leibringe je zwei kleine, erhabene schwarze Punkte oder Wärzchen. Beine rostgelb, Schenkel außen grau schillernd. Flügel etwas gelblich getrübt, besonders am Vorderrande. Stark 2'". Ein 9." Aus dem Verzeichnis der Zweiflügler von Lief- und Kurland ohne nähere Fundortsangabe. Diese Art ist meiner Ansicht nach eine Lauxania- (Sapromyza-) Art aus der Verwandtschaft der quadnpunctata Linne. 5. Cephalia bicolor Bigot, Ann. Soc. Ent. Frange, p. 385, 2 (1886), ist identisch mit Euphranta connexa Fabricius. 2. Genus Myrmecothea Hendel. Wien. Ent. Zeit., p. 310 (1910). Myrrtiecothea mymiecoides Loew. Cephalia myrmecoides Loew, Wien. Ent. Monatsch., Vol. 4, p. 83 (1860). — Monogr. Dipt. N.-Amer., Vol. 3, p. 100 (Myrmecomyia) (1874). — Hendel, Gen. Plat., Taf. 2, Fig. 35, ganze Figur. Cf 9 ^us Nordamerika. Kopf glänzend schwarz; Gesicht, Vorderstirne, Halsstelle, Prä- labrum und Backen teilweise rotbraun. In der Längsmitte der Stirne von den Ozellen bis zum Vorderrande eine samtechwarze, schmale Strieme, vorne zugespitzt. Stirnseiten flach quergerunzelt. Augenrand der Stirne, Wangen und des Hinterkopfes schmal silberig gesäumt. Die ersten zwei Fühlerglieder und die Wurzel des sonst schwarzbraunen dritten rot- braun. Taster schwarzbraun. Die Arten der Platystominen. ^ ' Thorax, Scliild und Hinterleib glänzend pechschwarz, oben dnrch einen sehr zarten graulichen Duft im Glänze gemildert. Vorderhüften und Sternopleuren silberig schimmernd. Hüften rot, vordere rotgelb. Vorne sind die Schienen gelbrot, die Füße schwarzbraun und die Schenkel pechbraun, an beiden Enden heller. Die vier hinteren Beine pechschwarz; Knie und Fußwurzeln rotbraun. Flügel glashell, an der Wurzel in der Kostalzelle bis über die Schulterquerader hinaus und in der ersten Basalzelle braun. Der braune Fleck an der Flügelspitze hat die größte Breite an der Mündung der Cubitalis, reicht unten kaum etwas über die Discoidalis hinab und zieht sich oben, innen stark ausgebuchtet, als Kostalsaum fast bis zur Radialis- mündung hinauf. Schwingerkopf schwarzbraun. Körper 7 mm, Flügel 6 mm lang. 3. Genus Delphinia Robiii.-Desvoidy. Essai sur les Myod., p. 719, 13 (1830). Delphiiiia j^icta Fabricius. Fabricius, Ent. Syst., Vol. 4, p. 355 (Musca) (1775). — Syst. Antliat., p. 330 (Dictya) (1805). — Wiedemann, Außereur. zweitl. Ins., Vol. 2, p. 489 (Trypeta) (1830). — Macquart, Dipt. exot., Vol. 2/3, p. 301, PI. 27, Fig. 4 (Camptoneum) (1845). — Loew, Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 109, Taf. 8, Fig. 13 (Campto- neum) (1873). — Hendel, Gen., Plat., Taf. 3, Fig. 43 Flügel. Tephritis conica Fabricius, Syst. Antliat., p. 318 (1805). Delphinia thoracica Rob.-Desvoidy, Essai sur 1. Myod., p. 720 (1830). Urophora nigriventris Macquart, Dipt. exot., Suppl. 5, p. 124 (1855). Nordamerika. Gemein. Siehe Loews Beschreibung. 4. Genus Tritoxa. Loew. Monogr. North-Americ. Dipt., Vol. 3, p. 102 (1873). Tabelle der Arten. Dritte hyaline Flügelquerbinde gebogen, unmittelbar jenseits der Sub- kostamündung beginnend 1 — Dritte hyaline Flügelquerbinde gerade, weit jenseits der Subkosta- mündung beginnend. 3. Tr. cuneata Loew. 1. Thorax pechschwarz. Hintere Querader mit der Posticalis einen etwas spitzen Winkel bildend. 1. Tr. flexa Wiedemann. — Thorax rotbraun. Hintere Querader mit der Posticalis einen stumpfen Winkel bildend. 2. Tr. incurua Loew. 1. Tritoxa flexa Wiedemann. Wiedemann, Außereur. zweifl. Ins., Vol. 2, p. 384, 11 (Trypeta) (1830). — Loew, Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 1, p. 57, und Vol. 3, p. 102, Taf. 8, Fig. 10 (1873). — Shimer, Practical Entomologist, Vol. 1, p. 4, und Americ. Entomologist, Abhandl. d. k. k. zool.-boUn. Ges. Bd. VIII, Heft 1. 2 18 Friedrich Hendel. Vol. 2 p. 110 (Biologie). — Johnson, Rep. New-Jersey Stat. Museum 1909, p. 799, Fig. 332. Trypeta arcuata Walker, Ins. Saunders., Part 4, p. 383, Taf. 8, Fig. 3 (1852). Nordamerika. Der ausführlichen Beschreibung Loews habe ich nichts hin- zuzufügen. Da ich Trit. incurva Loew nicht kenne, kann ich auch über ihr Artreclit kein Urteil fällen. Shimer hält sie für eine Varietät von Trit. flexa Wiedemann. 2. Tritoxa hicnrt^a LoeAv. Loew, Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 104, PI. 8, Fig. 12 (1873). Nordamerika. 3. TritOQca cuneata Loew. Loew, Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 107, PI. 8, Fig. 11 (1873). Nach Loew aus Nordamerika, Nebraska. Ich besitze die Art aus Südkolorado. 5. Genus Schnusimyia n. g. Schuusiniyia parvula n. sp. 3 9 aus Peru (Ucayalifluß, 20./X.; Pichis, lO./XIL) und Bolivia (Mapiri; Sarampioni, 23./L), leg. Schnuse, im königlichen Museum in Dresden. Das ganze Tier ist rostgelb. Stirnstrieme matt, in gewisser Rich- tung wie die Gesichtsseiten weiß schimmernd. Augenrand fein weiß ein- gefaßt. Drittes Fühlerglied dunkler, bräunlich. Arista dunkel gefiedert. Thorax zart weißlich bereift, auf dem Rücken dichter. Dort läßt die Bereifung den Vorderteil und eine Medianlinie frei. Hinterleib von der Wurzel an in größerer Ausdehnung verdunkelt, pechbraun, glänzend. Die Behaarung des Leibes ist rot, die Beborstung schwarz. An den Schenkeln, besonders den vier hinteren, treten ventral zwei unvollständige, schmale, braune Querringe auf, die auch fehlen können. Ebenso Ringe vor den Schienenspitzen. Bei einem Stücke sind die hinteren Schienen braun. Flügel dunkelbraun, mit einer ganz Aciura-äimlichen Zeichnung. Das Braun der Flügelwurzel ist durch eine schmale weiße Querbinde vom Fleck der Subkostalzelle herab von dem Braun der Flügelspitze getrennt. Unmittelbar jenseits der Subkostamündung eine kurze, weiße Bogenbinde in der Marginalzelle. Ein innen unregelmäßig begrenzter Spitzenrandsaum bleibt weiß. Gleich jenseits der hinteren Quer- ader ein weißer ovaler Fleck in der ersten Hinterrandzelle. Im übrigen siehe die Abbildung des Flügels in Genera Insectorum, Subfamilie Pterocallinae, Taf. 1, Fig. 14, und Genera Platyst., Taf. 2, Fig. 38, 39 Kopf, Fig. 40 Flügel. Schüppchen und Schwinger gelblich. Körper und Flügel 3 mm lang. Die Arten der Platystominen. 1" 6. Genus Piara Loew. Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 50 (1873). Piara cyanea n. sp. Hendel, Gen. Plat., Taf. 3, Fig. 55 Kopf, Fig. 56 Flügel. 1 9 aus Afrika, ohue nähere Angabe, Wiener Hofmuseum. Stirnstrieme samtartig, schwärzlicli rotbraun, borstlich und lang schwarz behaart. Augenrand, Wangen und Scheitel glänzend hellgelb, mit Hohlpunkten versehen. Gesicht und Hinterkopf glänzend schwarz. Die ersten zwei Fühlerglieder schwarzbraun, das dritte hellrot. Arista lang, schwarz gefiedert. Der hintere Augenrand bildet eine scharf ab- gesetzte, unbehaarte, matt gelblichweiß schimmernde Strieme. Taster schwarzbraun, am Ende rot. Thorax, Schild und Hinterleib glänzend grünblau, lebhaft me- tallisch schimmernd, teilweise mit violettem Schiller. Auf dem Thorax- rücken und Schilde zeigt sich in gewisser Beleuchtung ein rötlicher, zarter Reif. Grundbehaarung kurz, schwarz, am Hinterleibe rot schim- mernd. Alle Borsten sehr lang, stark und schwarz. Erstes Glied des Ovipositors glänzend schwarz. Füße gelb, die letzten 2 — 3 Glieder braun. Beine sonst pechbraun. Flügel wurzelwärts einer geraden und senkrechten Linie von der fast punktförmig reduzierten Subkostalzelle bis zur Anaiismündung schwarzbraun, mit Ausnahme eines eiförmigen milchweißen Fleckes, der den größten Teil der Analzelle und den hinteren Teil des Schulter- lappens einnimmt. Innerhalb der Grenze dieses Wurzelbraunen liegt auch die kleine Querader. Durch einen schmalen w^eißen Zwischenraum ge- trennt sind drei breite, am Vorderrande des Flügels sich vereinigende Querbinden von schwarzbrauner Farbe. Die erste ist senkrecht und läuft über die hintere Querader zum Hinterrande; die zweite durchkreuzt die Mitte der ersten Hinterrandzelle und mündet gerade unter der Dis- coidalis; die dritte säumt den Vorderrand des Flügels bis zur Mitte der ersten Hinterrandzelle. Die Zwischenräume milchweiß. Schwinger hellgelb. Körper und Flügel 5 mm lang. 7. Genus Traphera Loew. Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 51 (1873). Traphera chalyhea Wiedemaun. Wiedemann, Außereur. zweifl. Ins., Vol. 2, p. 464, 12 (Ortalis) (1830). Hendel, Gen. Plat., Taf. 3, Fig. 50, 51 Kopf, Fig. 52 Flügel. Kapland. „Chalybea; capite antennisque rubidis; alis nigris: fasciis 2, gutta- que albis. Stahlblau, mit rötlichem Kopfe und Fühlern, schwarzen Flügeln mit zwei weißen Binden und einem Tropfen. — 2^/o Linien. 2* 20 Friedrich Hendel. „Untergesicht gelbrot, mit breiter schwarzer Strieme. Stirn gelbrot. Mittel- und Hinterleib schön nnd stark glänzend stahlblau. Flügel bräunlichschwarz, mit zwei schräg vom Innenrande vorwärts laufenden, am äußeren Ende abgekürzten Binden, zwischen welche noch ein kleiner Ausschnitt vom Innenrande tritt, und einem Tropfen am vordersten Teile des Innenrandes, alles von wirklich weißer Farbe. Beine tiefblau; Füße mit weißer Wurzel. — Im Berliner Museum." Ich habe seinerzeit die Type Wiedemanns vor mir gehabt und nebst einer Zeichnung für die Genera Insectorum eine ausführliche Gattungsbeschreibung angefertigt. 8. Genus Lule Speiser. Sjöstedts Kilimandjaro-Meni-Exped., Part. 10, Diptera, p. 179 (1910). — Enderlein, Zool. Jahrb., 1912, p. 376. 1. Lule corio2)tera Speiser. Sjöstedts Kilimandjaro-Meru-Exped., Part. 10, Diptera, p. 180 (1910). — Hendel, Gen. Plat., Taf. 3, Fig. 46 Flügel. Zahlreiche cf 9 vom Kilimandjaro, leg. Dr. Sjöstedt, von Chi- rinda-Forest, leg. Marshall, im Museum in Cambridge, und aus Ost- afrika, Arusha-Ju, im Ungarischen Nationalmuseum. Kopf samt Anhängen rotgelb, Stirne, Gesicht und Hinterkopf glänzend. Stirne am Augenrande seicht quergerunzelt; Strieme zerstreut schwarz behaart. Vom unteren Ende der Fühlergruben laufen zum Mundrande zwei etwas konvergierende rotbraune Linien, die sich auch auf das Prälabrum fortsetzen. Ozellenfleck schwarzbraun, punktförmig. Hinterkopf mit zwei breiten braunen Striemen, die gegen den Hals zu- sammenlaufen. Der ganze Körper ist glänzend metallisch blaugrün oder grünlich- blau, auf dem Rücken und Schilde nur kaum merklich nadelrissig, fast glatt, überall kurz schwarz behaart. — Beine metallisch schwarz. Füße rotgelb; vorne nur die Ferse, der Rest braun. Flügel in den zwei Wurzeldritteln schwarzbraun, am Hinterrande heller. Die schwarze distale Grenze des Braunen ist konvex, schief und läuft von der Mündung der Subkosta, die hintere Querader gerade noch mit einschließend, zur Mündung der Posticalis. Die Flügelspitze ist gelblichgrau tingiert, mit Ausnahme eines breiten weiß schimmernden Bandes, welches der Grenze des Braunen unmittelbar anliegt. In der Spitze der Marginalzelle liegt ein braungelber, runder Fleck, unter der schwarzen Subkostalzelle manchmal ein weißer Punkt und unter diesem noch einige heller braune Punkte in schiefer Reihe. — Schwingerkopf schwarz. Körper und Flügel 5 — 6 mm lang. Die Arten der Platystominen. 21 2. TAile cyanea Enderlein. Zool. Jahrl)., 1912, p. 377, Fig. H Flügel. Cf 9 ^^is Madagaskar. Unterscheidet sieh nach der Beschreibung durch mattes Schildchen und einen braunen Punkt an der Cubitalismündung von voriger Art. 3. Lule Braunsi n. sp. Hendel, Gen. Plat., Taf. 3, Fig. 44 Kopf, Fig. 45 Flügel. Cf 9 aus dem Kaplande, Algoabai, leg. Dr. H. Brauns. Wiener Hofmuseum. Durch Folgendes von L. coriopterd verschieden. — Die Kopf- färbung ist orangerot. Die zwei Gesichtsstriemen fehlen. Die Stirnstrieme ist viel dichter, länger und rauher schwarz behaart und in der Mitte auch matt. Das Gesicht ist stärker konvex. Der ganze Körper ist lebhaft stahlblau, glatt und stark glänzend. Beine violettschwarz. Vorderferse und die ersten zwei Glieder der vier hinteren Füße rotgelb, der Rest dunkelbraun. Die zwei Wurzeldrittel des Flügels ebenfalls tief schwarzbraun, hinten viel weniger ausgehellt als bei corioptera. Einige verwaschene helle Punkte bilden durch die Spitze der Discalzelle hindurch eine schiefe Querreihe. Außerdem sieht man im Braunen hie und da ein helleres Fleckchen. Jenseits der weißen Bogenquerbinde ist aber die Flügel- spitze nicht gelblich, sondern ebenfalls wieder schwarzbraun. An der Mündung der ersten Hinterrandzelle liegt ein breiterer weißer Pvand- fleck, unter jener der Radialis zwei weiße Punkte untereinander, die manchmal zusammenfließen. Die Radialis ist bei corioptera stark auf- gebogen und mündet der Subkosta weitaus näher als der Cubitalis; bei Braunsi ist sie flacher und mündet näher der Flügelspitze. Alles übrige, auch die Größe, wie bei L. corioptera. 9. Genus Poecilotraphera n. g. Poecilotraphera taeniaUi Maequart. Urophora taeniata Macquart, Dipt. exot., Vol. 2/3, p. 222, 3, PI. 30, Fig. 6 (1843). — Hendel, Gen. Plat., Taf. 3, Fig. 53 Kopf, Fig. 54 Flügel. 3 cf 9 aus Vorderindien, Bengalen, Berhampur, Murshidabad in der Sammlung Prof. M. Bezzi, und aus Java, Semarang, leg. Jakobson, im Amsterdamer J\Iuseum. Stirne, Cerebrale, Wangen und der hintere Augenrand glänzend wachsgelb. Eine schmale Älittellängsstrieme der Stirne und die Fühler sind orangerot und matt, erstere borstlich schwarz behaart. Das kon- vexe Gesicht und das Prälabrum sind violettschwarz, stark glänzend, mit zwei wachsgelben Längsstreifen in der Verlängerung der Wangen 22 Friedrich Hendel. zum Mimclrande. Hinterkopf glänzend scliwarz, Taster rot. Arista sehr lang braun gefiedert. Thorax und Schild glänzend metallisch blaugrün, von vorne be- sehen zart weiß überhaucht, auf den Sternopleuren dichter weißlich bereift. Hinterleib glänzend stahlblau, mit Ausnahme des letzten Tergites ebenfalls zart weißlich überreift. Ovipositor glänzend schwarz. Behaarung und Beborstung des ganzen Körpers schwarz. Vorderränder der Ter- gite 3 — 5 schwach weißlich gesäumt. Hüften und Beine pechschwarz, an den Gelenken schmal rot. Die vier hinteren Füße sind rotgelb, am Ende etwas verdunkelt, die vorderen rotbraun. Flügel schwarzbraun. Unter der Discoidalis ist die Basalhälfte des Flügels braun und weißfleckig marmoriert. Unmittelbar jenseits der Mündungen der Mediastina, Subkosta und Radialis je ein schmales weißes Dreieck am Vorderrande, deren Spitzen nach unten bis zur zweiten, dritten oder vierten Längsader vordringen. Unterhalb der Cubi- talis ist auch der Spitzenrand des Flügels weiß, an dieser Ader selbst stufig abgegrenzt. Endlich noch ein weißer Keilfleck, vom Hinterrande der zweiten Hinterrandzelle nach aufwärts gerichtet, welcher bei zwei Exemplaren, die ich spezifisch für nicht verschieden halte, mit dem von der Subkostamündung nach abwärts ziehenden Aveißen Keilfleck eine einzige, den Flügel vollkommen durchquerende gleich- breite Bogen binde bildet. — Schwinger gelblich weiß. Schwinger- kopf schwarz; Stiel rostrot. Körper 4 mm, Flügel 4 mm lang. JPoecilotra^yUera Cojtiperei Coquillett. Ortalis comperei Coqiüllett, Proc. Ent. Soc. Washingt., Vol. 6, p. 138 (1904). „Head narrow, much higher than wide, whitish-yellow, center of occiput, a large spot on each check and a broad stripe in middle of face extending its entire length and crossing the clypeus, black, frontal vitta very narrow, yellow; front much longer than wide, narrowing towards the Vertex, three pairs of frontal bristles and two rows of hairs between the two rows; antennae one-half as long as the face, orange-yellow, the third Joint slightly longer than the second, arista long-plumose; proboscis and palpi dark brown. Body short and broad, bluish green, rather thinly gray pruinose, mesonotum bearing one pair of acrostichal bristles, two dorsocentrals, one supra-alar and two humeral, scutellum bearing six bristles. Wings whitish hyaline, costa broadly bordered with a brown stripe from base to apex of the auxiliary vein where the stripe narrows and in the first basal cell terminates in a broad brown cross-band which passes over the small and posterior cross-veins; the posterior basal por- Die Arten der Platystominen. 23 tion of tlie wing- is marked witli several brown Spots, of which one is in the second basal cell, two in the discal, two in tlie anal, one large and five small ones in the third posterior, foiir in the axillary and one on the alula; in the apical portion of the wing beyond the brown cross-band are two more brown cross-bands, the first of which begins on the costa just before apex of the second vein and reaches a point half way across the first posterior cell, the second fills the apex of the submarginal cell and extends to the bind margin of the wing at the middle of the bind edge of the second posterior cell; small cross-vein at three-fourths of the length of the discal cell, lower outer angle of the anal cell obtuse. Legs black, the front ones excepts apices of their tibiae, the middle tibiae and their tarsi, also the bind tarsi yellowish, the last two tarsal joints brown. Length 4 mm." Bangalore, India. Two male specimens bred from guavas by Mr. George Comp er e, for whom this fine species is named. 10. Genus Pterogenomyia n. g. Pterogenomyia paradoxa n. sp. Hendel, Gen. Plat., Taf. 3, Fig. 47, 48 Kopf, Fig. 49 Flügel. 1 cf aus West-Afrika, Fernando-Po, St. Isabel, leg. Conradt. — Meine S. Stirnaugenrand, Gesicht, Prälabrum und die geflügelten Backen bleichgelb. Die matte Stirnstrieme und der glänzende Scheitel und obere Hinterkopf gesättigter rotgelb. Ein Fleck um die Ozellen herum, sowie die Innenkante der Backenflügel sepiabraun. Fühler samt der lang- gefiederten Arista grell rotgelb; drittes Glied weißschimmernd. Thorax samt Schild, Beine und Hinterleib glänzend orangegelb, die Oberseite des ganzen Leibes intensiver gefärbt, mehr orangerot. Die Behaarung ist überall leuchtend goldgelb bis goldigrot, nur an den dunkelbraunen Schienen schwärzlich. Die Vorderfüße und die Enden der anderen Füße sind etwas dunkler rotgelb. Flügel an der Wurzel, längs der Basalhälfte der Posticalis und am Vorderrande zwischen Kosta und Cubitalis lebhaft rotgelb. Subkostal- zelle schwarzbraun. Die erste Basal- und erste Hinterrandzelle werden von einem sepiabraunen Längsschweif ausgefüllt, der sich gegen die Flügelspitze hin noch etwas über die Cubitalis hinauf verbreitert. Der ganze Flügelhinterrand ist breit heller sepiabraun gerandet. Hyalin bleiben die Discalzelle mit Ausnahme des äußeren Untereckes, die obere Hälfte der zweiten Hinterrandzelle und ein Längswisch in der Endhälfte der Submarginalzelle. — Schüppchen und Schwinger rostfarben. Erstere braun gerandet. Körper 9 mm, Flügel 10 mm lang. 24 Friedrich Hendel. 11. Genus Xiria. Walker. Proc. Linn. Soc. London, Vol. 1, p. 36 (1857). Tabelle der Arten. Die duiikelbraime Querbinde von der Mündung der Subkosta bis an die kleine Querader endet an der Discoidalis und ist isoliert ... 1 — Obige Querbinde hängt unten mit dem Braun des Flügelhinterrandes zusammen 2 1. Die Flügelspitze ist nur jenseits der hinteren Querader und deren gerader Verlängerung bis zur Kosta schwarzbraun, 1. X. antica Walker. — Das Braun der Flügelspitze wird von dem großen, fleckenartigen braunen Saum der hinteren Querader durch eine glashelle Bogen- binde quer durch die zweite Hinterrandzelle getrennt. 4. X. liolacea Wiedem. 2. Zweite Hinterrandzelle mit einer glashellen Bogenbinde, welche jen- seits der hinteren Querader vom Hinterrande des Flügels bis zur Discoidalis aufbiegt, den Apikaifleck hier aber nicht abtrennt; Vorderfüße an der Wurzel bleichgelb 3 — Zweite Hinterrandzelle ganz schwarzbraun; Vorderfüße ganz schwarz. 2. X. obliqua Osten-Sacken. 3. Beine rotgelb, auch die Schienen. 3. X. Lavinia V. d. Wulp. — Schienen schwarz 4 4. Mittelschenkel schwarz. Die Behaarung des ganzen Körpers rauh und schwarz. 6. X. cholobaphes n. sp. — Mittelschenkel gelb. Dicht blaßgelb behaarte Art. 5. X. canfJioiricha n. sp. Anmerkung: Als fragliche Xiria- Art füge ich hier an: Daciis latifascia Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 3, p. 114, 131 (1859). 1. Xiria antica Walker. Proc. Linn. Soc. London, Vol. 1. p. 36, 115, Taf. 2, Fig. 2 (1856). — Van der Wulp, Tijdschr. v. Entomol.. Vol. 41, p. 210, Taf. 10, Fig. 6 (1898). — Enderlein, Zool. Jahrb., 1912, p. 361. Cf. Berg Ophir bei Malacca, Hinterindien. — Sumatra. „Purple. Head and appendages black. Third Joint of the antennae ferruginous. Legs testaceous; tibiae black; fore tarsi ferruginous; posterior tarsi white, with brown tips. Wings nearly iimpid, with two white and two blackish spots on the costa; tips blackish; veins black, testaceous along the costa. Halteres whitish. Length of the body 4 lines; of the wings 8 lines." Die Alten der Platystominen. '^^ 2. Xiria ohiiqua Osten-Sacken. Osten-Sacken, Ann. Mus. Genov., Vol. 16, p. 463 (1881). — Enderlein, Zool. Jaliib., 1912, p. 362. — Hendel, Gen. Plat., Taf. 3, Fig. 60, 61 Kopf, Fig. 62 Flügel. 1 cf aus Sumatra, Mont Singalang, Juli (leg. Beecari), die Type Osten -Sackens aus dem Museum in Genua. Stirne schwarz, wachsglänzend, fein schwarz behaart. Ozellen-, Scheitelplatten, Cerebrale glänzend schwarzblau, der übrige Kopf glän- zend schwarz. Fühler schwarz, nur das dritte Glied blaß rötlich- gelb. Arista dunkel gefiedert. Taster schwarz, spateiförmig, dicht schwarz beborstet. Die Konvexität des Untergesichtes ist von vorne ge- sehen ein einziger Querwulst, mit einer deutlichen Stufe am Mundrande, im Profile oberhalb der Stufe stark gekrümmt und nicht stumpf gewölbt wie bei cholobaphes. Die Hinterhauptstufe ist kleiner und weniger vor- tretend als bei dieser Art. Fühlergruben silberweiß bereift. Thorax, Schild und Hinterleib glänzend metallisch schwarzblau, chagriniert, erstere mit geringerem, letzterer mit lebhafterem rot- violetten Schimmer. Die Behaarung ist überall sehr fein und dicht, mittellang und schwarz. Die Pleuren des Thorax schimmern infolge einer sehr kurzen Pubeszenz weiß; ebenso die Unterseite des Schildchens. Hüften, Schenkel und Füße blaßgelb; die Schenkel sind an der Spitze braun. Schienen, die Vorderfüße und die letzten drei Glieder der vier hinteren Füße schwarz. Die Flügelspitze, eine schiefe Querbinde von der ]\lündung der Subkosta über die schiefe kleine Querader und mit beiden zusammen- hängend der breite Flügelhinterrand, und zwar die erste und zweite Hinterrandzelle, das Spitzenviertel der Discalzelle und der bis zur Analis auslaufende Hinterrand der dritten Hinterrandzelle sind dunkelbraun. Der glashelle Zwischenraum zwischen der Querbinde über die kleine Querader und der braunen Flügelspitze ist streifenförmig, ungefähr so breit wie erstere, schief und erreicht unten vor der Mitte der ersten Hinterrandzelle die Discoidalis nicht. Die Analis, die Queradern der Basalzellen und die Mitte der ersten Basalzelle sind rauchig umwölkt. Der Flügelvorderrand jenseits der Mediastina ist gelb tingiert. Die zweite Basalzelle ist kürzer als die Discalzelle. Erste Hinterrandzelle parallelrandig. Schüppchen schneeweiß. Schwinger gelbweiß. Körper 10 mm, Flügel 95 mm lang. 3. Xh'ici Lavinia Van der Wulp. Van der Wulp, Tijdschr. v. Entomol.. Vol. 41. p. 210, 6 (1898), Taf. 10, Fig. 8 und 9. — Enderlein, Zool. Jahrb. 1912, p. 362. 1 9 ^^is Java (leg. Fruhstorfer) im Wiener llofmuseum. — Su- matra. 26 Friedrich Hendel. Mit folgenden Unterschieden der X. xanthotricha gleichend. Die Stirne glänzt auch vorne an den Seiten und ist schwarz behaart. Auch die Behaarung der Endhälfte des Hinterleibes ist nicht gelb, son- dern dunkelrot bis schwärzlich. Übrigens ist die ganze Behaarung weit- aus kürzer, nirgends fast zottig und anliegend, nicht derart abstehend wie bei der genannten Art. Erstes Glied des Ovipositors groß und lang, l^/omal so lang wie vorne breit. Hüften und Beine blaßgelb. Die Schenkelspitzen und die vier hinteren Schienen an der Wurzel etwas intensiver gefärbt, mehr gelbrot. Die letzten zwei Fußglieder schwärzlich. Schienen gelb, nicht schwarz behaart. Auch das Van der Wulpsche 9 stammt aus Java, gesammelt von Frtihstorfer. In dessen Flügelabbildung, 1. c, ist die helle Binde der dritten und namentlich jene der zweiten Hinterrand zelle jenseits der Querader etwas verdunkelt. 4. Xiria violacea Wiedemann. Trypeta violacea Wiedemann, Außereur. zweifl. Ins., Vol. 2, p. 476, 1 (1830). — Osten-Sacken, Ann. Mus. Nat. Genova, Vol. 16, p. 464 (1881). — Van der Wulp, Tijdschr. v. Entomol., Vol. 41, p. 208, Taf. 10, Fig. 4 und 5 (1908). — Enderlein, Zool. Jahrb., 1912, p. 361. Java. Sumatra. „Stahlbläulich, mit an der Wurzel weißen Füßen, schwärzlich- brauner Spitze, Binde und Wisch der Flügel. — Vier Linien ohne den umgeschlagenen Griffel. 9- — Kopf überall glänzend schwarz, am Unter- gesichte ins Veilchenbläuliche, oben an den Stirnseiten ins Stahlblaue fallend. Fühlerwurzel schwarz, Endglied kurz, unten gerundet, gelblich, in gewisser Richtung schneeweiß, mit gefiederter Borste. Untergesicht unten stark konvex; Taster schwarz, länger als der Rüssel, wagrecht vorragend. Mittel- und Hinterleib überall stahlblau, mehr weniger ins Veilchenblaue fallend. Flügel an der Rippe mit dicht stehenden kurzen gelblichen Borsten oder Dörnchen; Spitzenviertel satt schwarzbraun, eine Binde von der Rippe bis zur Hälfte der Breite, welche die mittlere Querader einschließt und ein mit dem Ende dieser Binde ein wenig zu- sammenhängender, die gewöhnliche Querader einschließender und hier satterer, von da etwas am Innenrande aufsteigender und hier lichterer Wisch, unter der Rippe an der vorderen Flügelhälfte schwärzlichbraun. Schenkel gelb; Schienen und Füße schwärzlichbraun, die beiden ersten Fußglieder aber fast schneeweiß, in gewisser Richtung bleich gelblich. Legegriffel des Hinterleibes breit umgeschlagen, schwarz, das stumpfe Endglied? gelblich." — Im Leydener Museum, wo auch Van der Wulp die Art später untersuchte und abbildete. Die Arten der Platystominen. ^' 5. Xiria xanthofricha n. sp. 1 9 aus Burma, Rangoon, März (leg. Bingham), im Britischen Mu- seum in London. Stirne scliwarz, fast matt. Scheitelplatten glänzend erzfarbig. Ozellendreieck und Cerebrale rot; der übrige Kopf glänzend schwarz. Fühlergruben weißlich. Das erste Fühlerglied und die Wurzel des zweiten braun, der Rest blaß rotgelb. Arista dunkel gefiedert. Taster, Gesichts- und Hinterkopfbildung wie bei X. ohliqua. Thorax schwarzgrün, Rücken und Schild heller, fast goldiggrün, chagriniert. Die Behaarung des ganzen Tieres auf Stirne, Kopf. Thorax, Hinterleib und Schenkel ist lang, fein und dicht blaßgelb, stellenweise fast zottig. Hinterleib violettschwarz, glänzend, deutlich fein punktiert. Erstes Glied des Ovipositors schwarz, kurz, deutlich breiter als lang. Die anderen Glieder rot. Schenkel und Füße rotgelb. Mittelschenkel vorne im Spitzendrittel mit einem braunen Fleck. Schienen und die letzten drei Fußglieder schwarzbraun. Hüften gebräunt. Der Flügel ist wie bei X. cholobaphes gezeichnet. Die braune Querbinde erscheint etwas schmäler, der glashelle Zwischenraum jen- seits derselben etwas breiter. In der Discalzelle ist kaum das Spitzen- viertel braun, der glashelle Teil derselben reicht spitzenwärts über die kleine Querader hinaus, so daß die braune Binde über die kleine Quer- ader mit dem Braun, das sich über die hintere Querader breit in die dritte Hinterrandzelle hineinzieht, nur schwach an der Discoidalis zusammen- hängt. Schwinger blaßgelb, Schüppchen weiß. Körper 9 mm, Flügel 8 mm lang. Anmerkung: Da Wiedemann von seiner Trypeta violacea sagt: „Mittel- und Hinterleib überall stahlblau, mehr weniger ins Veilchenblaue fallend", er auch die auffallende gelbe Behaarung obiger Fliege nicht erwähnt, so kann ich beide Arten nicht für identisch halten. 6. Xiria cholohaplies n. sp. Hendel, Gen. Plat., Taf. 3, Fig. 63 Flügel. 1 9 aus Assam, Khasi Hills, im Britischen Museum in London. Stirne schwarz, mit langen, rauhen und schwarzen Haaren bedeckt. Ozellen- und Scheitelplatten sowie das Cerebrale glänzend schwarzblau. Von gleicher Farbe, aber geringerem Glänze ist das Gesicht. Backen, Rüssel und Hinterkopf glänzend schwarz. Fühler an der Basis braun; das zweite und dritte Glied sind rotgelb. Arista dunkelrot ge- fiedert. Taster schwarz, spateiförmig, dicht schwarz beborstet. Die Ge- sichtskonvexität ist von vorne gesehen dreiteilig; die Seitenhöcker sind etwas kleiner als der mittlere, dieser aber stumpfer; von der Seite ge- 28 Friedrich Hendel. sehen ist die unten vortretende Gesichtskonvexität ziemlich gleichmäßig gewölbt, am Mundrande in der Mitte ohne Stufe. Dagegen ist die Hinter- hauptstufe oberhalb des Halses außerordentlich scharf ausgeprägt, recht- winkelig. Rücken und Schild glänzend stahlgrün, chagriniert; die Pleuren sind dunkler gefärbt, fast schwarz. Die dichte und ziemlich lange Be- haarung des Rückens und Schildchens ist schwarz. Pleuren ohne weiße Pubeszenz. Hinterleib glänzend, glatt, schwärzlich violett, lang und dicht schwarz behaart. Ovipositor schwarz. Vorder- und Hinterschenkel sowie die Füße gelb. Die ersteren mit brauner dorsaler Längsstrieme und ebensolcher Spitze, die Hinter- schenkel nur mit brauner Spitze, die aber etwas breiter als vorne ist. Mittelschenkel, alle Schienen und die letzten drei Tarsenglieder schwarz- braun. Hüften rotbraun. Am Flügel ist schwarzbraun: die ganze Spitze — die innere, gerade Grenze des Braunen geht parallel zur schiefen kleinen Querader vom oberen Ende der hinteren bis zur Kosta und schneidet das erste Viertel der ersten Hinterrandzelle — , die zweite und dritte Hinterrandzelle, die Spitzenhälfte der Discalzelle, und damit zusammenhängend eine schiefe gerade Querbinde über die kleine Querader zur Mündung der Subkosta. Charakteristisch für die Art ist eine glashelle schmale Binde, die zu- nächst die zweite Hinterrandzelle am Flügelrande säumt und dann in der ersten jenseits der hinteren Querader, parallel mit dieser, aufbiegt und an der Discoidalis fast mit dem glashellen Zwischenraum des Vorder- randes zwischen Flügelspitze und der Querbinde der kleinen Querader zusammenfließt. Die Querader der Analzelle, die Analis und die Ra- dialisgabel sind dunkelbraun gesäumt oder umwölkt. Die zweite Basal- zelle ist so lang wie die Discalzelle. Die erste Hinterrandzelle ist parallel- randig. Analzelle unten etwas spitz. Schüppchen schneeweiß, Schwinger gelbweiß. Körper und Flügel 10 mm lang. 12. Genus Lasioxiria n. g. Lasiojctria Inrsuta n. sp. Hendel, Gen. Plat., Taf. 4, Fig. 65, 66 Kopf, Fig. 67 Flügel. 1 cf aus Neuguinea, Sattelberg, Huongolf (leg. Birö), im Ungari- schen Nationalmuseum. Kopf, Hüften und Beine blaßgelb. Drittes Fühlerglied, Gesicht und Backengruben gelblichweiß. Die breitlanzettlichen Taster silberweiß. Arista samt Fiederstrahlen sowie alle Borsten und Haare des Tieres hellgelb. Scheitel- und Ozellenplatten sowie der Hinterkopf mit Ausnahme des Augen- und Unterrandes schwarz. Die Arten der Platystominen. ^^ Thorax und Hinterleib glänzend pechschwarz, dicht goldschim- mernd behaart. Pleuren unter der Notopleuralnaht mit einer breiten gelbweißen Längsbinde vor den Flügelwurzeln. An den Vorderfüßen sind drei, an den vier hinteren zwei End- glieder dunkelbraun gefärbt. Flügel gelblich hyalin, vorne zwischen den zwei senkrechten schmalen braunen Querbinden und dem Apikalfleck weißlich schim- mernd. Die erste Querbinde beginnt an der Kosta gleich hinter der Me- diastina, läuft über die Radialisgabel und die Querader der zweiten Basalzelle und endet dort an der Posticalis. Die zweite Querbinde zieht von der Subkostamündung über die kleine Querader bis an die Dis- coidalis. Die ganze breite Flügelspitze jenseits einer fast geraden Linie, die etwas vor der hinteren Querader den ganzen Flügel durchschneidet, braun, vorne dunkler, hinten weniger intensiv gefärbt. Adern der Wurzel- hälfte des Flügels gelb, sonst braun. Schüppchen und Schwinger rotgelb. Körper 6 mm, Flügel 5 mm lang. 13. Genus Conicipithea n. g. Comcipithea addens Walker. Dacus addens Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 4, p. 149, 177 (1860). Hendel, Gen. Plat., Taf. 4, Fig. 71, 72 Kopf, Fig. 73 Flügel. 1 Exemplar von der Molukkeninsel Amboina im kaiserlichen Mu- seum in Wien (leg. D oleschall). — Nach Walker aus Celebes. Kopf schwarzblau; Gesichtsrücken, Lunula und die Gelenke an den Fühlern dunkel rotbraun. Stirne wachsglänzend, zart und zerstreut weißlich pubesziert. Ein Querstreif am Scheitel, der Stirnaugenrand, die unteren Wangen, die Backengruben und der Hinterkopf mit Ausnahme des Cerebrales silberig schimmernd. Das ganze Gesicht samt den Fühler- rinnen dicht weißlich bestäubt. Fühler schwarzbraun. Arista rot, kurz dunkel pubeszent. Körper metallisch grünblau, glänzend. Thoraxrücken etwas grau- lich bereift, daher schwächer als die Pleuren glänzend, in der Noto- pleuralnaht, den Quernahtästen und über den Schulterbeulen weiß- schimmernd, in der Längsmitte mit einer graulichen Strieme. Behaarung des Rückens und Schildes kurz geschoren, schwarz. Prothorakalgegend, Vorderhüften, ein Band vor der Mesopleuralnaht, die Sternopleuren und die hinteren Pleuren weißschimmernd. — Hinterleib unvollständig. Das basale Doppelsegment weiß behaart, die Tergite 3 und 4 rot durch- scheinend und rot behaart. Hüften und Beine schwarz; Schenkel blau- schimmernd, weißlich behaart. Flügel graulich hyalin, am Vorderrande von der Schulterquerader an gelbbraun gesäumt: der Saum erweitert sich an der Flügelspitze, schließt die zwei Endfünftel der ersten Hinterrandzelle ein und endet 30 Friedrich Hendel. unterhalb der Discoidalis. Hintere Querader fleckenartig breit braun gesäumt. Kleine Querader und die der Analzelle schmäler braun um- randet. — Schüppchen weißlich, Schwinger rotbraun. Körper 13mm, Flügel llomm lang. 14. Genus Philocompus Osten-Sacken. Bull. Soc. Ent. France, p. 134 (1881). 1. JPMlocompiis cujndus Osten-Sacken. Berlin. Ent. Zeitschr., Bd. XXVI, p. 217, Fig. 4 (1882). Cf 9 5 Philippinen. „Reddish-yellow; frontal bump black, with violet reflections; facial and frontal orbits sericeous-golden; 3. antennal Joint brown, arista white, yellowish at base. Thorax with the middle of the dorsum black, with metallic violet reflections; this black dorsal color shows on each side a broad Interruption at the thoracic suture; it gradually disappears in front of the scutellum; a more or less large greenish-black spot on the Pleura. I have a pale-colored specimen in which the black on the thorax is replaced by faint indication of 2 longitudinal brownish stripes. Ab- domen metallic greenish-black, reddish at the base, beset with a fine golden pubescence. Front tarsi and 4 last joints of the other tarsi, dark brown. Kälteres reddish. Wings tinged with brownish-yellow; 2 dark brown crossbands cover the anterior and posterior crossveins; both become evanescent posteriorly and merged into a broad, gray, ill defined shadow along the posterior margin. The anterior margin has a border of more intense yellow, which encroaches a little beyond the 3. vein; about the middle of the wing it is abruptly ent off; between the apex and the tip of the second vein there is a brown margin, the proximal end of which comes in contact with the anterior end of the brown cross- band that passes over the posterior crossvein. In some specimens this apical brown margin, as well as the crossband connected with it, are much paler than in others; the other crossband, or dark brown elongated spot, upon the anterior crossvein is usually much darker. — Length 11 — 17 mm. Six specimens. — The eyes, revived on wet sand, appeared purplish-grenn, without stripes." 2. Philocompus aeneus de Meijere. Ann. Mus. Nat. Hung., Vol. 4, p. 187, Taf. 2, Fig. 16 (1906). — Hendel, Gen. Plat., Taf. 5, Fig. 91 Kopf, Fig. 92 Flügel. 2 9 von der Insel Bali bei Java, leg. Fruhstorffer, im Un- garischen Nationalmuseum, Typen. Kopf glänzend blau- oder violettschwarz. Stirnaugenrand schmal, Wangen breit silberig gesäumt. Auch die Backengruben und der rauh Q1 Die Arten der Platystominen. «^^ schwarzhaarige Hinterrand mit Ausnahme des Cerebrales sind silberig bereift. Fühlergruben matt weißlich bestäubt. Gesichtskiel in der Mitte mit einem rötlichen Fleckchen. — Fühler schwarzbraun, die ersten zwei Glieder rot. Arista länger als die ganzen Fühler, durch die anliegende weiße Fubeszenz dick erscheinend. Taster schwarz, am Spitzenrande rot. Thorax und Schild metallisch schwarzblau, etwas violett schim- mernd. Thoraxrücken fein chagriniert und kurz geschoren, schwarz be- haart. Vorderhüften, Metanotum und eine sehr breite, nicht scharf ab- gegrenzte lotrechte Binde über die Mitte der Pleuren weiß tomentiert. Mesopleuren oben und Hinterleib an der Wurzel fast zottig, der übrige Hinterleib kurz gelblichweiß behaart. Erstes Glied des Ovipositors schwarz. Hüften und Beine rotbraun, Schenkel rotgelb. Schienenwurzeln, Tarsenenden und fast die ganzen Vorderfüße dunkler, fast schwarzbraun. Flügel gelbbräunlich hyalin. Vordere Basalzelle gelbbraun. Sub- kostalzelle, ein Saum der kleinen Querader, eine durchgehende Quer- binde über die hintere Querader und ein mit dieser zusammenhängender Spitzenrandsaum zwischen den Mündungen der zweiten bis vierten Längs- ader dunkelbraun. Auch die Spitze der Marginalzelle und die Posticalis sind bräunlichgelb tingiert. — Schüppchen weiß. Schwinger rostfarbig. Körper 12 mm, Flügel 11 mm lang. 3. Phüocominis divergefis Walker. Dacus divergens Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 4, p. 149, 176 (1860). Cf, Celebes, Makassar. „Bluish purple, long, slender; head whitish about the eyes; front tumid, convex; face keeled, with a large elongated tawny spot; palpi tawny; antennae piceous, reaching the epistoma, tawny at the base; 3. Joint linear, conical at the tip, six times the length of the 2.; arista white, minutely pubescent, very much longer than the 3. Joint; thorax slightly compressed, with 3 cinereous stripes; pectus cinereous; abdomen fusiform, cylindrical, and mostly blue towards the tip, very much longer than the thorax; legs piceous black; femora tawny; hind tarsi redish except at the tips; wings cinereous, brown on the fore part towards the tips and about the transverse veins, the brown part including a curved cinereous streak between the cubital and praebrachial veins; veins black; praebrachial vein very slightly undulating; discal transverse vein curved outward, parted by one-furth of its length from the border, and by much more than its length from the oblique praebrachial transverse; halteres whitish yellow. Length of the body 7 lines; of the wings 12 lines." o 32 Friedrich Hendel. 15. Genus Antineura. Osten-Sacken. Bull. Soc. Ent. France, p. 134 (1881). Tabelle der Arten. Beide Queraclern unmittelbar übereinander stehend, eine Gerade bil- dend 1 — Beide Queradern etwas voneinander entfernt; die kleine wellig ge- schwungen und schief stehend. Subgen. Adantineura ... 2 1. Gesicht schwarz; Bestcäubung von Kopf, Thorax und Hinterleib weiß oder grau. Schenkel braun und rot. 1. Ant. stolata Ost.-Sacken. — Gesicht braun; Bestäubung goldgelb. Schenkel gelb, 2. Ant. sericata Ost.-Sacken. 2. Flügel mit einem braunen Längsschweif unter der Radialisgabel; Radialis fast gerade 3 — Flügel ohne einen solchen Längsschweif. Die Radialis ist wellig ge- schwungen und berührt vor ihrer Mündung fast die Subkosta. 3. Ant. Biroi de Meijere. 3. Epistom glänzend metallischschwarz. 4. Ant. Kerteszi de Meijere. — Epistom gelb, dicht silberweiß bereift. 5. Ant. grandis Doleschall. Anmerkung: Die drei Walker sehen Arten gehören sicher in dieses Genus, konnten aber in der Analyse nicht mit berücksichtigt werden. 1. Antineura stolata Osten-Sacken. Berlin. Ent. Zeitschr., Bd. XXVI, p. 215, Fig. 3 (1882). Cf 9? Philippinen. „Metallic greenish-blue, thorax with faint gray stripes; femora brown, mixed with red; length 13 — 16 mm. Metallic greenish-blue, moderately shining on the thorax, more so on the abdomen; face black, facial and frontal orbits white; occiput whitish-pollinose below, black above. Antennae: second Joint reddish, third brown; arista white, yellowish at base; bottom of the antennal foveae grayish-pollinose. Thorax with 3 faint grayish-pollinose stripes; the middle one often hardly perceptible; the lateral ones, placed imme- diately above the torso-pleural suture, have on the inner side, an irre- gulär outlinie; pleurae grayish-pollinose and tomentose, scutellum and metathorax likewise, but slightly. Abdomen with a short, delicate, moderately dense, whitish pubescence. Halteres reddish. Front coxae with a dense silvery-gray sericeousness; front legs brown, femora more or less reddish above; similarly the other legs are brown, but the femora more or less mixed with reddish. Wings almost hyaline; a brown cross- band runs across the two crossveins and its continued along the costa to the apex; between the Stigma and the fourth vein there ist a large brownish-yellow spot, which, gradually attenuating, runs towards the root of the wing." Die Arten der Platystominen. ^^ 2. Äntinetira (Adantineura) sericata Osten-Sacken. Berlin. Ent. Zeitschr., Bd. XXVI, p. 216 (1882). Cf 9 5 Philippinen. „Metallic-green, thorax with three golden-yellow sericeoiis stripes; femora yellow; length 8 — 15 mm. Front metallic-violet above the antennae, blue towards the vertex; facial and frontal orbits golden-yellow; antennal grooves with a golden- yellow bottom; between them the facial triangle brown. Antennae reddish at base; third Joint brown; arista white, yellowish as base. Occi- put golden-yellowish sericeous below, with a golden-yellow down; black above. Thorax with 3 golden-yellow, sericeous stripes; the intermediate one is a little expanded before then scutelliim; a similar stripe crosses the Pleura and invades the mesosternum. Abdomen with a delicate, Short, not very dense golden-yellow pubescence; the 4. segment is a little reddish at tip. Front coxae and all the femora yellow; tibiae brownish, tarsi brown. The pattern of the wings is like that of the pre- ceding species, only the brown crossband is less dark; the costal margin (between the crossband and the apex) is yellowish-brown. — One male, 2 females. The specimens of this, as well as of the precedings species Vary very much in size." 3. Antineura (Adantineura) Biroi de Meijere. Ann. Mus. Nat. Hung., Vol. 4, p. 188, Taf. 2, Fig. 17 (1906). 1 cf aus Neuguinea, Huongolf, Simbang, leg. Biro, im Ungarischen Nationalmuseum, TyjDe. Stirnstrieme glänzend stahlblau, hinter der beuligen Vorderstirne durch einspringende Zipfel des roten, weißbestäubten Augenrandes er- heblich verengt. Scheitel und die Mitte des Cerebrales rot. Wangen, Fühlergruben, Backengruben und unterer Hinterkopf rotgelb, weiß be- reift. Oberer Hinterkopf jederseits breit glänzend schwarz. Lunula, die ersten zwei Fühlerglieder, die Taster und der oberste Teil des Gesichtes rot. Gesichtsrücken und drittes Fühlerglied schwarz, ersterer glänzend. Arista gelb, dicht weiß behaart; ebenso der untere Hinterkopf. Thorax und Schild von glänzend dunkel rotbrauner Grundfarbe, die aber nur in der durch eine lotrechte Gerade scharf abgegrenzten vor- deren Hälfte der Pleuren und dem vordersten, dem Kopfe zugekehrten Teil des Rückens sichtbar wird. Der übrige Körper ist sehr dicht grau- gelb, hell bestäubt. Auf dem Rücken sieht man zwei sehr breite, hinten etwas abgekürzte, matt sepiabraune Längsstriemen, die nur einen schmalen Mittel- und ebensolche Seitenstriemen der oben erwähnten hell graugelben Bestäubung übrig lassen. Die kurze, dichte und anliegende Behaarung ist auf dem Rücken goldigrot, an den Pleuren hellgelb. Abhandl. d. k. k. zool.-botan. üos. Bd. VUI, Heft 1 3 34 Friedrich Hendel. Am Hinterleibe ist nur der letzte Ring rot; dessen Längsmitte und die übrigen Ringe dunkel rotbraun, mit schwachem Erzschimmer. Glanz gemildert. Behaarung dicht und weißlichgelb. Hüften und Vorderschenkel rotgelb. Hinterhüften schwärzlich. An den Schenkeln sieht man an den Spitzen einen braunen Längswisch, Torne dorsal, an den vier hinteren ventral. Schienen und Füße rotbraun letztere gegen die Spitze hin schwärzlich. Flügel glashell. Marginal-, Subkostal- und Wurzel der Kostalzelle gelb. Vom Flügelvorderrand läuft eine breite braune Querbinde über die „kleine" Querader, die aber hier sehr lang ist, und zieht sich dann an der hinteren zu einem schmäleren Saum zusammen. Die innere Grenze derselben ist aber scharf und stark konvex, die äußere konkav und weniger scharf. An der Kosta ist diese Querbinde mit einem braunen Spitzenrandsaum verbunden, der bis zur Discoidalismündung reicht und unten von der Cubitalis begrenzt wird. Radialis stark wellig ge- schwungen und vor ihrer Mündung fast mit der Subkosta zusammen- stoßend. — Schwinger rostfarbig. Körper 12 mm, Flügel 10 mm lang. 4. Antineura (Adantineura) Kertesxi de Meijere. Ann. Mus. Nat. Hung., Vol. 4, p. 189, Taf. 2, Fig. 18 (1906). — Hendel, Gen. Platyst., Taf. 5, Fig. 89. Cf 9 aus Neuguinea, Huongolf, Sattelberg, Simbang, leg. Birö, im Ungarischen Nationalmuseum. Steht der Ant. Biroi sehr nahe und unterscheidet sich durch Fol- gendes. Scheitel und Hinterkopf oft ganz blauschwarz. Die Taster sind schwarz und nur an der Spitze breit rot. Der Gesichtsrücken ist in ge- ringerer Ausdehnung violettschwarz, oben und an den Seiten breiter gelb. Hinter der glänzenden Vorderhälfte der Pleuren liegt an der Grenze eine lotrechte Strieme aus silberigem Tomente, das nach hinten zu dünner wird. Der Thoraxrücken ist nicht ganz matt, sondern zeigt auf fein chagriniertem Grunde deutlichen Glanz und metallisch violetten Schimmer. Er ist mit drei zarten weißgrauen Längsstriemen versehen, die zwischen sich zwei etwas breitere unbestäubte schwarzviolette Längs- striemen freilassen. An diese schließt sich von außen vor der Quer- naht je ein noch dunklerer eiförmiger Fleck, der außen von einem silberig tomentierten Mondfleck umrandet wird. Der letztere hängt sowohl mit dem weißen Tomente der Schulterbeulen, wie auch durch die Quernahtäste mit jenem der Pleuralbinde zusammen. Schild oben matt. Hinterleib glänzend schwarzblau, metallisch, teilweise violett schimmernd, an der Wurzel rot, fein chagriniert, dicht weißlich behaart. Die Farbe des Thorax und Hinterleibes variiert, indem der erstere heller rotbraun, ja auch in der ganzen Lateralgegend des Rückens samt Die Arten der Platystominen. '^'^ Schultern und Schildchen rot, der letztere mit Ausnahme einer dunkleren, violetten Dorsalstrieme ganz rotbraun sein kann. Vorderhüften, Schenkel und Füße rotgelb, letztere an den zwei oder drei Endgliedern gebräunt. Schienen rotbraun. Hinterhüften dunkel. An den Schenkeln ist entweder nur der braune Dorsalwisch der Vorderschenkelspitzen vorhanden oder es sind auch die A^entralwische der vier hinteren Schenkel sichtbar. Im Flügel ist nur die Subkostalzelle gelbbraun. Ein brauner Längs- schweif beginnt an der gemeinsamen Wurzel der zweiten und dritten Längsader, zieht sich längs derselben und durch die Gabelung hinab bis über die Mitte der Discalzelle, wo er verbreitert endet. Die Zeichnung an der Flügelspitze unterscheidet sich dadurch, daß der Saum der hinteren Querader breiter und verwaschener, die äußere Grenze des breiten oberen Teiles dieser Querbinde jenseits der kleinen Querader gerade ist und daß der Kostalsaum der Flügelspitze zunächst unten die Cubitalis nicht vollständig erreicht. Die Radialis ist im Endteile ziem- lich gerade und der Subkosta nicht bis zur Berührung genähert. Körper 11 — 12 mm, Flügel 9 — 10 mm lang. 5. Antineura (Adantineura) grtinilis Doleschall. Herina grandis Doleschall, Naturk. Tijcischr. v. Nederl.-Indie, Vol. 17, p. 126, 86 (1858). — Hendel, Gen. Platyst., Taf. 5, Fig. 90, Flügel. 1 cf aus Amboina, Molukken, im Wiener Hofmuseum. Durch Folgendes von Ant. Biroi verschieden: der Gesichts rücken ist gelb und schimmert wie die benachbarten dunkelbraunen Fühler- gruben und die Wangen lebhaft silberweiß. Taster schwärzlich, nur am Ende rot. Die Thoraxfärbung und -Zeichnung gleicht der der dunklen Exem- plare von A?it. Kerteszi, ist aber wegen teilweiser Verletzung des Thorax durch die Nadel nicht mehr gut erkennbar. Hinterleib dunkel erzfarbig, glänzend, fein punktiert; das basale Doppelsegment und das fünfte Tergit violett schimmernd und weiß be- haart, während das dritte und vierte Tergit rot behaart sind. Beine und Vorderhüften hell rotgelb. An den Vorderbeinen sind ein dorsaler Wisch an den Schenkelspitzen und die Füße schwarzbraun. Die Mittelschenkel haben an der Spitze einen ventralen Wisch, die Hinter- schenkel die ganze Spitze von schwarzbrauner Farbe. Die Schienen und die vier hinteren Füße sind rot; die ersteren sind ventral an der Basis dunkelbraun, die letzteren gegen die Spitze hin verdunkelt. Flügel wie bei Ant. Kerteszi. Der große braune Fleck vor der Flügelspitze ist aber noch größer, fast kreisrund, breiter als der folgende hyaline Zwischenraum, reicht unten an die Posticalis und schließt bei scharfer und stark konvexer äußerer und innerer Begrenzung beide Quer- adern ein. Bei Ant. Biroi und Kerteszi kann man sagen, daß sich der 3* 36 Friedrich Hendel. oben rundliche Fleck an der hinteren Qiierader mehr oder weniger zu einem Saume verengt. Der bei letzterer Art erwähnte braune L<ängs- schweif an der Radialisgabel berührt aber hier die Discoidalis nicht und endet schon über dem ersten Drittel der Discalzelle. — Schwinger hellgelb. Körper 10 mm, Flügel 8 mm lang. 6. Äntineura devia Walker. Dacus devius Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 5, p. 250, 67 (1861). cf 9 ^us Neuguinea, Dorey. „Piceous black, with slight cinereous tomentum; head blue, whitish about the eyes, ferruginous and with a short broad testaceous stripe in front; antennae reaching the epistoma; 3. Joint slender, linear, füll six times the length of the 2.; arista whitish pubescent, much longer than the 3. Joint; thorax with 3 cinereous stripes; pectus pale cinereous; fore tibiae ferruginous; posterior tibiae whitish, with black tips; posterior tarsi testaceous; wings cinereous; exterior part of the costa and transverse veins irregulary clouded with brown; veins black; cubital vein hardly angular; praebrachial transverse vein long, very oblique; halteres whitish. — Male. Abdomen cylindrical, testaceous towards the tip, longer than of the female; praebrachial transverse vein curved, parted by one- fourth of its length from the border and by much less than its length from the discal transverse. Female. Abdomen slightly attenuated at each end; praebrachial transverse vein nearly straight, parted by hardly more than half its length from the discal transverse. Length of the body 5 — 5^2 lines; of the wings 9 — 10 lines." 7. Aiitineura ^:>iföt«e^a Walker. Dacus pubiseta Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 5, p. 294, 86 (1861). Cf von der Insel Batjan, Molukken. „Blue elongate. Head with silvery-white tomentum behind, in front and about the eyes; disk of the face tawny, its grooves for the antennae alongside of the eyes. Palpi black, with tawny tips. Antennae tawny, a long as the face; 3. Joint slender, six times the length of the 2. slightly broader towards the tip which is rounted; arista white, much longer than the 3. Joint, densely pubescent except towards the tip. Thorax with 3 cinereous stripes; pectus silvery whitish; scutellum with 2 long apical bristles. Abdomen compressed, cupreous-purple, varied with blue, much longer and narower than the thorax. Legs purplish black, with silvery- whitish tomentum; femora white, except towards the tip. Wings slightly cinerous, with 2 black bands; 1. band incomplete; 2. broad, emitting a costal stripe to the tip of the wing; veins black; discal transverse vein upright, sligiitly curved outward, parted by about one-furth of its length Die Alten der Platystominen. 37 from the border, and by rather less than its length from the praebrachial transverse vein, whicli is long and very oblique; halteres white. Length of the body 6 lines; of the wings 10 lines." 8. Antlneura strigifer Walker. Dacus strigifer Walker, Proc. Linn. Soc. Loncl., Vol. 6, p. 13, 45 (1862). — Djilolo, Molukken. „Bliiish black; head silvery, hoary behind and aboiit the eyes; face triangulär, with a reddish streak which is abbreviated towards the pe- ristoma; palpi with reddish tips; antennae black, reddish towards the base: 3. Joint slender, very long, extending to the peristoma; arista white, pubescent, bare towards the tip, much longer than the 3. Joint; thorax with 3 cinereous stripes, which are united hindward; pectus cinereous; abdomen wanting: legs black; femora white, black towards the tips; fore coxae white; posterior tarsi white, with black tips; wings limpid, black along the Costa; a black discal streak extending from the base to one-third of the length: a black broad irregulär oblique band beyond the middle; veins black; discal transverse vein straight, parted by less than half its length from the border, and by about its length from the very oblique prae- brachial transverse vein, which equals it in length; halteres white. Length of the body 6 lines; of the wings 10 lines." IG. Genus Xenaspis Osten-Sacken. Bull. Soc. Ent. France, p. 134 (1881). Syn. PoUstomima Enderlein, Zoolog. Jahrb. 1912, p, 349. Tabelle der Arten. Am Scheitel zu beiden Seiten des Ozellendreieckes je ein dunkel- brauner Fleck " — Scheitel ungefleckt ^ 1. Große, robuste Art (25 mm lang), mit dunklen Flügeln und schwarz- braunen Schenkeln. Wangen glänzend. Hinterleib 1^2 mal so lang wie der Thorax. 2. X. pictipennis Walker. — Kleinere, schlanke Art (14 mm), mit rundem braunen Apikaifleck auf den gelblichen Flügeln, gelben Schenkeln und bereiften Wangen. Hinterleib zweimal so lang wie der Thorax. 9. X. loMjiventns n. sp. 2. Letzter Abschnitt der Discoidalis weitaus kürzer als der vorletzte. 1. X. polistes Osten-Sacken. — Letzter Abschnitt der Discoidalis so lang oder länger als der vor- letzte ^ 38 Friedrich Hendel. 3. Die Endliälfte der Discoidalis liegt deutlich oberhalb der Längs- mitte des Flügels. Erste Hinterrandzelle an der Mündung stark verengt. 8. X. stenoptera n. sp. — Die Endhälfte der Discoidalis liegt in oder unterhalb der Flügel- längsmitte. Erste Hinterrandzelle parallelrandig oder nur wenig verengt . 4 4. Vorderfüße am Ende heller als an der Wurzel 5 — Vorderfüße am Ende dunkler oder ganz dunkelbraun .... 6 5. Hintere Querader dunkelgrau gesäumt. 3. X. formosae n. sp. — Hintere Querader nicht dunkler gesäumt. 7. X. sijnnephes n. sp. G. Stirne in der Längsmitte mit kräftigem Höcker. Gesicht oben unter den Fühlerwurzeln braun, sonst gelb. Hinterleib metallisch schwarz, am Ende rot. 7. X. stigma Enderl. — Stirne ohne Höcker '7 7. Hinterleib mit Ausnahme der Wurzel ganz gleichmäßig violett- schwarz. Gesicht ohne schwarze Längs- oder Querbinde. 5. X. coccymela n. sp. — Hinterleib rot, in der Mitte der Quere nach schwarzbraun. Mund- rand schwarzbraun. Schenkel in der Endhälfte ventral mit dunkel- braunem Längswisch. 4. X. homicJüodes n. sp. ^ Hinterleib ockergelb, in der Medianlinie in der hinteren Hälfte ein brauner Längsstreif. Gesicht mit schwarzbrauner Medianlinie. Schenkel ungefleckt. 6. X. Walken Enderlein. 1. Xenaspis polistes Osten-Sacken. Berlin. Ent. Zeitschr., Bd. XXVI, p. 220, Fig. 5 (1882). ö' 9? Philippinen. „General coloring brownish-yellow, with some brown markings on head and thorax and a longitudinal brown stripe on the abdomen; wings with a pale yellowish-brown tinge, more saturate on the anterior side. Length 12 — 14 mm. Head reddish-yellow; a more or less well-marked brown stripe in the middle of the face, does not reach the base of the antennae; bottom of antennal furrows brown: an illdefined subtriangular brown spot on the front, above the yellowish lunule; a brownish shade on each side of the ocelli; antennae reddish-yellow; palpi brown, reddish at tip. Thoracic dorsum clothed with a short and dense golden pubescence; brown mar- kings in the shape stripes, are more or less distinct in different spe- cimens; scutellum vellow. Abdomen denselv clothed with a golden- yellow pubescence, with an irregulär black longitudinal stripe in the middle an more or less distinct lateral stripes of the same color. Coxae brownish, femora reddish-yellow, usually with a brown spot on the under- side of the distal half; tibiae and tarsi reddish-brown, the former with Die Arten der Platystominen. ^^ some irregulär dark-brown lines and marks. Kälteres reddish. Whigs with a pale brownish tinge, more saturate yellow between the costa and the 4. vem, darker brownish on the distal half, especially along the 3. vein. — Two males and 5 females." 2. Xenasjns pictipennis Walker. Oxijcephala? pictipennis Walker, List. Dipt. Brit. Mus., Vol. 4, p. 1162 (1849); Hendel Wien. Ent. Zeitschr., Vol. 27, p. 150 (1908). — Xewa5/?w t^es;;oi(Zes de Meijere, Bijdrag. tot Dierk., 17. en 18. Aflev., p. 107, Fig. 19, 20 (1904). - Polistomima fjigantea Enderlein, Zoolog. Jahrb. 1912, p. 353, Fig. C. 3 cT ans Darjeeling, aus Yunan (J. W. Oliver) und aus „Ost- indien" (Felder). Wiener Hofmuseum, British Museum und Samm- lung B. Lichtwardt. Sikkim (Enderlein). Stirne doppelt so breit wie ein x\uge. Der ganze Kopf ist hell bräunlichrot, glänzend; Backengruben matt. Linienartige Augenrand- säume an der Stirne, ein Querstrichlein unter der Wulst der Vorderstirne an den Wangen zwischen Fühler und Auge, die Fühlergruben und der Augenrand des Hinterkopfes weißlichgelb bereift. Stirne ohne dunkle Flecke, fast unbehaart. Das untere Ende der Fühlergruben glänzend schwarz. Klypeusrücken unter den Fühlern fein längsfaltig. Epistom fast winkelig vortretend, mehr als Vs des ganzen Untergesichtes hoch. Fühler leuchtend rotgelb. Ai-ista mit Ausnahme der nackten Spitze lang abstehend, fein und dicht behaart. Die Fiederfläche ist fast doppelt so breit wie das dritte Fühlerglied. Prälabrum, Taster und Kinn mit dem Kopfe gleich gefärbt. Thorax vorherrschend dunkel rotbraun, schwarzbraun und gelb ge- fleckt. Rotgelb ist der Metapleuralcallus und die dreieckige hintere Oberecke der Mesopleuren. Rot das Schildchen, die Seiten des Meta- notums, der Humeralcallus. Der Thoraxrücken ist undeutlich heller und dunkler rotbraun bis schwarzbraun der Länge nach gestreift. Vor der Quernaht kann man eine dunkle Mittelstrieme und seitlich davon zwei schmälere, nach vorne divergierende Striemchen sehen, welche sich mit den schmalen, um den Humeralcallus herumbiegenden Ausläufern der breiten Strieme der Notopleuraldepression vereinigen. — Manchmal ist der Rest der Pleuren ganz schwarzbraun. Die feine Behaarung des Thorax ist gelb bis rot, oben nicht auffallend. Schild nackt, mit acht Randborsten. Thoraxrücken fein chagriniert. Hinterleib 1^2 mal so lang wie der Thorax, an der Basis teilweise rotbraun, sonst pechschwarz, mit einem eigentümlichen zarten bläulich- grauen Hauch, vorne leuchtend rot, hinten anliegend schwarz behaart. Hüften und Schenkel im allgemeinen pechschwarz, das Ende der letzteren und der Rest der Beine rotbraun. Am hellsten rot sind die Hinterfüße. Die Verteilung von Hell und Dunkel ist variabel. 40 Friedrich Heudel. Flügelvorderrand bis zur Ciibitalis bräunlich gelbrot oder hell rotbraun; ein Längswisch am Ende der Cubitalis, der die Spitze der Sub- marginalzelle und den darunterliegenden Oberrand der ersten Hinter- randzelle ausfüllt, schwarzbraun. Die vordere Basalzelle, die Längs- räume an der vierten und fünften Längsader und die Subkostalzelle dunkel rotbraun. Die zwei Wurzelzellen hellgelb, der Rest des Flügels rauchbraun. Körper 25 mm, Flügel 22 mm lang. 3. Xenaspis formosae n. sp. Über 100 cT 9 ^^^s Formosa, Kosempo (leg. Sauter, April), im Deutschen und Ungarischen Xationalmuseum. Die nackte Stirne doppelt so breit wie ein Auge. Kopf glänzend hell rotgelb. Wangengruben seitlich unter der Vorderstirnwulst und die obere Hälfte der Fühlergruben silberweiß schimmernd. Backengruben mattgelb. Zwei breit pfeilförmige Flecke am Scheitel neben dem Ozellen- dreieck und die Oberseite der sonst rotbraunen Vorderstirnbeule schwarz- braun. Die untere Hälfte der Fühlergruben glänzend schwarz. Klypeus- rücken ohne Längsfalten, aber zart chagriniert; oben, seitlich unter den Fühlern (aber nicht in den Gruben), je ein mehr oder weniger deutlicher braunvioletter Fleck. Epistom manchmal etwas gebräunt, winkelig vor- tretend, ^/3 des ganzen Untergesichtes hoch. Fühler, Rüssel und Taster wie bei X. pictipennis Walker. Thorax glänzend rotgelb. Schulterbeulen, Schild und untere Pleuren heller, Rücken dunkler gefärbt. Metapleuralcallus und Seiten der Metasternums, dann der Ober- und Hinterrand der Mesopleuren bein- weiß. In dem so gebildeten weißlichen Winkel der letzteren, dann vor dem Metapleuralcallus auf den Pteropleuren und oben vor der Mitte der Sternopleuren liegt je ein schwarzer Fleck. Thoraxrücken fein chagri- niert. Thoraxrücken mit einer durchgehenden schmalen schwarzen Längsstrieme, welche sich vor dem Schilde keilförmig verbreitert. Vor der Quernaht an den Rückenseiten eine breite schwarze Strieme, die, sich verschmälernd, oben um die Schulterbeule herumzieht. Die Behaarung ist golbgelb und fällt auf dem Rücken durch leuchtenden Schimmer auf. Schild nackt, mit sechs Borsten. Hinterleib 1^/2 mal so lang wie der Thorax, glänzend gelbrot. Jedes Tergit mit einer schwarzen Längsbinde, welche aber nicht zu einer ein- zigen zusammenfließen. Auch auf dem Metanotum eine Fortsetzung der- selben. Am Seitenrande der Tergite 2 — 4 liegt je ein schwarzer Fleck, welcher aber nur am dritten und vierten Tergit mit der Längsbinde zu einer kreuzförmigen Zeichnung verbunden ist. Behaarung leuchtend rotgelb, namentlich am Ende der Keule dicht anliegend und auffallend. Beine und Hüften rotgelb. Vorderschienen und -ferse mit Aus- nahme der Oberseite schwarz. Die vier hinteren Schienen nur ventral Die Arten der Platystominen. ^^ bis zur Mitte mit einem schwarzen Längsfleck, aber auch dorsal an der Wurzel deutlich verdunkelt. Vorderschenkel dorsal an der Spitze mit einem schwarzen Längsstrich. Spitze der vier hinteren Füße schwärz- lich, Vorderfüße hellgelb, Behaarung rotgelb. Flügel gelblich hyalin. Vorderrand bis zur Cubitalis und die erste Basalzelle intensiv rotgelb. Subkostalzelle braun. Flügelspitze schwärz- lichgrau, intensiv fleckenartig am Ende der Radialis; die innere Grenze dieses Apikaifleckes ist ungefähr eine Senkrechte durch die Mitte des letzten Discoidalisabschnittes. Dieses Grau der Flügelspitze setzt sich am ganzen Hinterrande des Flügels fort und erlischt erst im Axillar- lappen. Ein breiter Saum von gleicher Farbe umgibt die hintere Quer- ader. Adern rot. Dritte bis fünfte Längsader schwarz. Körper 17—18 mm, Flügel 14—15 mm lang. 4. Xenaspis homicMocles n. sp. 2 cf 9 aus Nordwestborneo, Spitang, im British Museum in London. Stirne nur etwas breiter als ein Auge, kurz und sehr zerstreut behaart. Kopf bräunlichrot. Die Wulst der Vorderstirne und zwei Flecke neben dem Ozellendreieck dunkel rotbraun. Lineare Augenrandsäume und ein Querstrich zwischen Fühlerwurzeln und Augen, das oberste Drittel der Fühlergruben und der Hinterrand der Augen weiß bereift. Klypeus oben matt, ohne Längsfalten, in der Mitte mit einer Querfurche, unter der das Epistom ziemlich stark vortritt. Der Mundrand ist breit schwarzbraun. Wangen nur sehr schmal und auch die Backen nur 1/4 eines Auges hoch. Fühler, Prälabrum und Taster rot, drittes Fühler- glied teilweise rotbraun. Die Fiederbreite der Arista ist fast doppelt so groß wie die Breite des dritten Antennengliedes. Thorax hell rotbraun, matt chagriniert. Hinterrand der Meso- pleuren, die Metapleuren samt dem Callus und das Schildchen gelb. Die Zentralregion des Rückens undeutlich abgegrenzt dunkelbraun, der Länge nach gestriemt, goldgelb behaart. Sternopleuren weiß tomentiert. Schild nackt, vierborstig. Hinterleib mit einer vom Stiele scharf abgesetzten eiförmigen Keule. Der Stiel, die Endhälfte der Keule und der Hinterrand des dritten Ter- gits rotbraun, der Rest schwarzbraun. Der Stiel ist weißlich, die roten Stellen der Keule sind leuchtend rotgoldig behaart. Hüften, Schenkelwurzeln, mehr oder weniger intensiv die Schienen, die Vorderfüße und ein scharf abgegrenzter Fleck ventral in der Endhälfte der Schenkel, der nur die Dorsalseite freiläßt, dunkel rotbraun bis schwarzbraun. Die vier hinteren Füße hellgelb, weißlich schimmernd be- haart. Flügel ziemlich gleichmäßig gelblichgrau tingiert; vorne herrscht das Gelb, hinten das Grau vor. Subkostalzelle dunkel rotbraun. Am 42 Friedrich Hendel. Ende der Cubitalis ein breiter rotbrauner Längswisch, der wiirzelwärts schon vor der hinteren Querader beginnt, in der Submarginalzelle nur einen schmalen Saum biklet und in der ersten Hinterrandzelle unten verwaschen endet. Doch ist auch noch die zweite Hinterrandzelle um einen Hauch dunkler als die Diskalzelle. Die erste Hinterrandzelle ist am Ende deutlich verengt; die oben begrenzende Cubitalis ist nämlich gleichmäßig, aber ziemlich stark gebogen. Körper 14 mm, Flügel ll'Smm lang. 5. Xenaspis coccyniela n. sp, 1 (J aus Assam, Lower Ranges, N.-Khasi Hills (leg. Chennell), im British Museum in London. Kopf und seine Anhänge wie bei X. picUpennis beschrieben. Neben dem gelben Ozellendreieck befinden sich aber dunkel rotbraune Flecke. Der Thorax ist im allgemeinen wie bei X. formosae gefärbt und be- haart, jedoch ist die Zeichnung eigentlich nur angedeutet und wegen der Kontrastlosigkeit der Farben sehr undeutlich. Auf dem Rücken ist nur die Medianlinie noch gut erkennbar; die bei X. formosae vorhan- denen breiten Lateralstriemen vor der Quernaht des Rückens sowie die schwärzlichen Flecke der Pleuren sind hier durch intensivere Bräu- nung kaum angedeutet. Schild sechsborstig. Am Hinterleibe, der l'^jovcvsii so lang wie der Thorax ist, ist das erste Segment rot, die Dorsallinie desselben und das übrige Abdomen ist schwarz, mit einem pflaumenartig blauen Duft überhaucht. Die feine und dichte Behaarung ist bis zum vierten Ringe zuerst gelb, dann fast weiß- lich, das vierte und fünfte Tergit sind schwärzlich rotbraun behaart. Vorderhüften, Schenkel und Füße rotgelb, die Spitzen der letzteren dunkelbraun. Vorderfüße überhaupt dunkler als die vier hinteren. Schienen rotbraun, an der Wurzel noch dunkler. Flügel wie bei X. synnephes gezeichnet. Der schwarzbraune Fleck am Ende der Radialis ist aber nicht bloß die Hälfte des letzten Dis- coidalisabschnittes gleich, wie bei der genannten Art, sondern drei Viertel desselben. Die erste Hinterrandzelle ist parallelraadig; selbst an der Mündung sind die begrenzenden Längsadern nicht gegeneinander gebogen. Körper 19 mm, Flügel 16 mm lang. 6. Xenasjns Walkevi (Enderlein). Zoolog. Jahrbuch. 1912, p. 350, Fig. A (PoUstomima). Cf 9- Sumatra. 7. Xenasin.s sth/ma (Enderlein). Zoolog. Jahrbuch. 1912, p. 352, Fig. B (Pollstuvihna). Cf. Sumatra. Die Arten der Platystominen. 43 8. Xenasjtis synnephes n. sp. 4 Cf 9 aus Karo Hill, Simla am Himalaja, im British Museum in London. Der X. formosae bis auf folgende Unterschiede gleich. Die schwarzen Flecke auf der Stirne sind größer. Wangen und Untergesicht bei einigen Stücken ganz verdunkelt, fast schwarzbraun, bei den anderen ist wenigstens der Klypeus gelb. Backengruben dunkel- braun. — Auch der Thorax und der Hinterleib zeigt die gleiche Anlage der Zeichnung und dieselbe Färbung, nur sind auch hier die dunklen Stellen weitaus ausgebreiteter und ihre Grenzen verschwommener, nicht so scharf wie bei X. formosae. Metanotum in der Mitte ganz dunkel- braun. Schildchenspitze gebräunt. Auf den Pleuren zwei dunkelbraune schiefe Querbinden: eine von dem Prothorakalstigma zur Mittelhüfte, die zweite von der Flügelwurzel zur Hinterhüfte. Auch das fünfte Tergit ist seitlich braun. — Alle sechs Schienen schwarzbraun. Die wesentlichsten Unterschiede liegen jedoch im Flügel. Der Apikaifleck ist nur an der Radialis intensiv und verliert sich schon in der unteren Hälfte der ersten Hinterrandzelle. Weder der Flügelhinter- rand noch die hintere Querader sind dunkelgrau gesäumt. Dagegen heb't sich die dunklere Färbung der ersten Basalzelle und in ihrer Fortsetzung der Saum der Discoidalis bis zur hinteren Querader recht deutlich ab. Körper 12 — 14 mm, Flügel 11 — 13 mm lang. 9. Xenaspis stenoptem n. sp. Ein defektes Exemplar aus Sikkim, Indien, im British Museum in London. Wenn ich diese Art dennoch beschreibe, so geschieht es des cha- rakteristischen Flügelgeäders halber, welches diese Spezies leicht von den anderen unterscheidet. Kopf wie bei X, formosae. Vorderstirne jedoch nicht gebräunt, wohl aber das Epistom in der Mitte. Klypeusprofil sehr flach konkav, fast gerade; bei fortnosae stark konkav, fast winkelig gebrochen. Die schwarze Rückenmittelstrieme verbreitert sich gleich von vorne an stark, so daß sie hinter der Quernaht so breit wie der halbe Rücken ist. Die schwarze Strieme der Lateralgegend fehlt. Schild vierborstig. Vorderhüften und Schienen braun, desgleichen die Spitze der Vorderfüße. Vorder- und Hinterschenkel sowie die Vorderfüße gelb. Die übrigen Beinteile fehlen der Type. — Auch der Hinterleib fehlt. Flügel lang und schmal, namentlich der Schulterlappen ver- schmälert. Die letzten zwei Abschnitte der in der Flügelspitze münden- den Discoidalis sind gerade und liegen erheblich weit über der Mitte der Flügel breite. Die erste Hinterrandzelle ist nur durch den einfachen Bogen der Cubitalis an der Mündung fast bis auf die Hälfte 44 Friedrich Hendel. ihrer größten Breite verengt. Die Radialis mündet nur etwas jen- seits der liinteren Querader. Die l^leine Querader steht viel weiter jen- seits der Mitte der Discalzelle als bei den anderen Arten, fast im letzten Drittel. Bei den anderen Arten liegt die Discoidalis in der Endhälfte in oder sogar deutlich unter der Flügelmitte, die erste Hinterrandzelle ist am Ende nur mäßig verengt, der letzte Discoidalabschnitt wellig gebogen und mündet di« Radialis weiter spitzenwärts. Der Flügel von X. sfenopfera ist im allgemeinen wie bei X. syn- nephes gefärbt. Der schwarzbraune Apikalfleck ist aber größer, dehnt sich an der Radialis und Cubitalis, wo er am intensivsten ist, wurzelwärts bis vor die hintere Querader aus, tritt dann in der ersten Hinterrandzelle nach außen zurück, so daß er nur die Endhälfte derselben mit schon hellerem Braun ausfüllt, das die Querader nicht mehr berührt, und erfüllt endlich verwaschen den größten Teil der zweiten Hinterrandzelle. Quer- adern nicht gesäumt. Adern rot. Flügel 11 mm lang. 10. Xenaspis longiventris n. sp. 3 cf 9 ^^is Burma, Ataran Valley Jenasserim (leg. Col. Bing- ham), im British Museum in London. Stirne zirka 1^2 mal so breit wie ein Auge, dicht und fein kurz bräunlich behaart. Kopf glänzend gelbrot. Die ganzen Wangen und der untere Hinterkopf hinter den Augen breit goldgelb bereift. Antennen- gruben unten dunkelbraun; oben schimmern sie weiß. Untergesicht im Profile nur seicht konkav, Rücken des Klypeus ohne Längsfalten, oben nur zart chagriniert. In der Mitte der Vorderstirne ein brauner Fleck. Scheitel jedoch ungefleckt. Fühler rotgelb. Arista gefiedert. Die Fieder- fläche ist kaum breiter als das dritte Fühlerglied. Spitze nackt. — Prä- labrum, Taster und Kinn gelbrot. Am Thorax sind Schulterbeulen und Schild rotgelb, der Rücken hell rotbraun, die Lateralgegend von der Quernaht bis an die Schultern schwarzbraun. Die Mesopleuren hinter der Diagonale, der Metapleural- callus und die Seiten des Metanotums hellgelb, der Rest der Pleuren und der Metathorax schwarzbraun. Die Behaarung ist auf der Brust weißlich, auf dem Rücken goldgelb und glänzend. Auf letzterem sieht man außer diesen kurzen und anliegenden Härchen längere und mehr abstehende von gelber Farbe, besonders im hinteren Teile. Schild nackt, mit nur zwei Borsten. Rücken fein gekörnelt. Hinterleib besonders lang und schlank, zweimal so lang als der Thorax, wovon fast die Hälfte auf den dünnen Stiel und der Rest auf die Keule kommt. Das basale Doppelsegment und die Wurzel des dritten sind glänzend rotgelb, die Keule glänzend violett. Die äußerste Basis des Abdomens ist braun. Die Behaarung ist überall leuchtend hellgelb, Die Arten der Platystominen. ^^ auch hinten länger und abstehender als es gewöhnlich der Fall ist. Erstes Glied des Ovipositors konisch. Beine lang und dünn, rotgelb. Alle Schienen von der Basis her in verschiedener Ausdehnung dunkelbraun, oft bis auf die Spitze ganz braun. Füße hellgelb, die vordersten bräunlich. Vorderhälfte des Flügels bis zur Discoidalis gelb. Die Kostalzelle und das Ende der ersten Hinterrandzelle lichter gefärbt. Subkostalzelle intensiver gelb. Genau an der Flügelspitze liegt ein fast runder schwarz- brauner Fleck, der von der ersten Hinterrandzelle ein Stück von der Länge des halben letzten Discoidalisabschnittes ausfüllt, in dieser Zelle einen weißen keilförmigen Fleck einschließt und an der Cubitalismün- dung am dunkelsten ist. In der Mitte des Kostalabschnittes der Sub- marginalzelle wird er oben durch ein weißes Fleckchen begrenzt. Der übrige Flügel graulich hyalin. Queradern nicht gesäumt. Die erste Hinterrandzelle ist parallelrandig, am Ende nicht verengt. Cubitalis nur sehr wenig gebogen. Körper 14 mm, Flügel 10 mm lang. . . 17. Genus Lamprophthalma Portschinsky. Horae Soc. Entomol. Rossicae, Vol. 26, p. 225 (1892). Tabelle der Arten. Thoraxrücken rotgelb bis rotbraun; Schildchen gekörnelt .... 1 — Thoraxrücken metallisch blau oder grün 3 1. Vorderstirne scharf punktiert. Untergesicht mit einer deutlichen Querfurche über die Mitte . . .' . ' . .'.. . . . . 2 2. Thorax und Schild rotgelb. Hinterleib ganz blauviolett. Randmal rutimentär. 1. Hinterrandzelle in der Mitte erweitert. L. Meijereana Enderl. — Thorax rotbraun, Hinterleibsspitze rot. Randmal deutlich aus- gebildet. 1. Hinterrandzelle nicht erweitert. L. anuulacu n. sp. 3. Kleine Querader erheblich vor der Mitte der Discalzelle stehend. Vorderstirne punktiert. Thorax samt Schultern violettschwarz, rauhmatt chagriniert. Schild gelb. L. Doleschalli Enderl. ■ — Kleine Querader auf oder jenseits der Mitte der Discalzelle . . 4 — Vorderstirne ohne Hohlpunkte. Gesichtsprofil fast gerade. 5. L. Felden n. sp. 4. Thorax samt Schild stahlblau oder grün. Queradern entfernt von- einander. Schildchen außer den Borsten nackt 5 — Thorax stahlblau; Schild und Schulterbeulen gelb G 46 Friedrich Hendel. 5. Der schwarzbraune Spitzenrandfleck des Flügels zieht sich nach unten als breiter Saum der hinteren Querader herab .... 7 — Der Spitzenrandfleck überschreitet unten die Cubitalis nicht. Quer- adern ohne dunklen Saum. 1. L. metaUica Portschinsky. (). Dunkle Säume beider Queradern, des dazwischenliegenden Teiles der Discoidalis und der anliegenden Abschnitte der Cubitalis oben und der Porticalis unten bilden eine S-förmige Figur. Schild behaart. 3. L. sigma n. sp. — Nur die hintere Querader allein dunkel gesäumt. Schild nackt. 2. L. rufoscutellata n. sp. 7. Über dem Mundrande ein schwarzes Querband. Erste Basalzelle rot- braun, 6. L. rhomalea n. sp. — Mundrand ohne Querband. Erste Basalzelle gelblich hyalin. 7. L. striata n. sp. 1. Lamprophthaltna tiietallica Portschinsky. Horae Soc. Ent. Rossicae, Vol. 26, p. 226, Taf. 1, Fig. 7 et 7a (1892). Cf, Persia (Schahrud). „Splendide viridis; capite fere toto cum antennis pedibusque flavo; articulo tertio antennarum femoribusque posticis apice fuscioribus; proboscide, fronte verticeque fusco-nigris; oculis viridibus, fascia ellip- tica maculisque duabis mediis fusco-purpureis. Alis flavicantibus; costa flava, maculis duadus (in medio et apice) fuscis. — Long, ö^s'"." Rest der Beschreibung russisch. 2. Laniproj)ht1ialnia rufoscutellata n. sp. 2 9 aus Ostafrika, Zomba (Kamerun), April, im zoologischen Mu- seum Cambridge. Vorderstirne konvex, mit Hohlpunkten dicht besetzt. In der Stirnmitte eine längliche Beule. Stirne und Scheitel glänzend rot, auch die obere Hälfte des Cerebrales. Augenränder schmal, Wangen breit gelblich schimmernd. Gesicht heller rot als die Stirne, matt. Die unten schwarzgefleckten Fühlergruben und der oben erzfarbige, unten rot- braune Hinterkopf weißlich bereift. Fühler, Prälabrum und Taster rot. Drittes Fühlerglied dunkler, mehr rotbraun. Arista nur an der äußersten Wurzel verdickt, sonst haardünn; nackt. Durch die konvexe Vorderstirne, die nackte Arista, die ^/g des wag- rechten Augendurchmessers vorstehende Stirne, das schief nach unten hin abfallende gerade Gesicht und durch Backen, die ^4 eines Auges hoch sind, unterscheidet sich diese Art von den ähnlichen Formen der Gattung Plagiostenopterina. Thorax und Hinterleib mit Ausnahme der Sternopleuralnaht, der Schultern und des Schildes, die rot sind, metallisch dunkel blaugrün, AI Die Arten der Platystommen. durch eine sehr rauhe Chagrinierung und eine dichte, anliegende weiß- lichgelbe Pubenszenz, namentlich an den Pleuren, ziemlich matt erschei- nend. Quernaht in der Mitte ganz durchlaufend. Hüften, Schenkel und Schienen rotbraun, Füße schwarzbraun. Schienen in der Mitte breit gebräunt, Hinterschenkel mit Ausnahme der Spitze dunkelbraun. Schenkel unbeborstet. Flügel schwach bräunlich hyalin. Marginal- und Submarginalzelle gelb. Subkostalzelle und ein großer Apikaifleck, der sich längs und ober- halb der Cubitalis jenseits der Verlängerung der hinteren Querader bis zur Flügelspitze ausdehnt, schwarzbraun. Letzterer Fleck zieht sich an der Kosta dünn bis zur Kubkosta aus, reicht unten verwaschen bis zur Längsmitte der ersten Hinterrandzelle und an deren Mündung bis an die Discoidalis herab. Auch die Marginalzelle ist unter der glashellen Kostal- zelle braun. Die hintere Querader bildet mit der Posticalis einen stumpfen Winkel und ist breit braun gesäumt. — Schüppchen weißlich, Schwinger braun. Körper ohne Ovipositor 10 mm, Flügel 75 mm lang. 3. Laniprophtlialma signia n. sp. 1 9 aus der indischen Region. Sammlung Prof. Herrmann. Stirne vorne nur so breit wie ein Auge, am Scheitel auffällig ver- schmälert. Augenränder der Wangen und Gesichtsprofil ganz gerad- linig. Auf einer flachen Konvexität der Stirnmitte ist eine zirka Vs der Stirne lange, scharfe Längsleiste sichtbar. Stirne und Scheitel, Zentral- region des Rückens und der Hinterleib metallisch glänzend schwarzblau. Feine Stirnaugenränder und die ganzen Wangen goldgelb schimmernd. Diese, das ganze Untergesicht und der Hinterkopf sowie Prälabrum und Taster gelbrot. Fühlergruben nur oben glänzend, ganz gelb. Fühler wie bei X. rhomalea. Schild gelb, oben etwas bläulich und deutlich behaart, nicht ge- körnelt; am Rande mit zwei starken und einigen (?) schwachen Borsten. Schulterbeulen, Supraalargegend, die Mesopleuren hinter der Diagonale und die Metapleuren hellgelb. Der Rest rotbraun. Sternopleuren hinten weiß bereift. Die kurze Behaarung des ganzen Thorax ist überall gelb- lich. Metanotum erzfarbig. Der Hinterleib ist schwächer als der Thorax gekörnelt und glänzt deshalb auch stärker als dieser. Vorderhüften rotbraun. Beine rotgelb. Die vier hinteren Schenkel ventral an der Spitze mit einem gut abgegrenzten rotbraunen Fleck. An den Hinterschienen ist die Fleckung bei dem einzigen Stücke nicht gut erkennbar. Füße schwarzbraun, Metatarsus mit Ausnahme der Spitze gelblichweiß. Flügel hyalin, am ganzen Vorderrande dunkel rotbraun, von der Kosta an bis unter die Cubitalis herab. In der Wurzelhälfte der ersten 48 Friedrich Hendel. Basalzelle und an der äußersten Spitze der ersten Hinterrandzelle berührt das Braun die Discoidalis. Die Kostalzelle ist heller braun. Die Sub- marginalzelle enthält über der kleinen Querader einen schmalen gelb- lichen Längsschweif und unter der Radialismündung einen gelben Punkt. Die beiden Queradern, der Verbindungsteil der Discoidalis und ein gleich- langer, an die hintere Querader anschließender Teil der Posticalis breit rotbraun gesäumt, wodurch eine S-förmige Zeichnung entsteht. Die Queradern der Basalzellen und die Posticalis schwächer rotbraun ge- säumt. Über dem Ende der Analis liegt ein mit der Öffnung nach hinten gerichteter kleiner brauner Bogen. — Die Entfernung der beiden Quer- adern voneinander ist etwas kürzer als die hintere Querader. Erste Hinterrandzelle am Ende erheblich verengt. Die darüberliegende Cu- bitalis ist nämlich stark und gleichmäßig gebogen, die Discoidalis dar- unter aber fast gerade. Körper 9 mm, Flügel 10 mm lang. 4. Lani2Jrophthahna anaulaca n. sp. 1 cS aus Indien, Himalayas (Coli. Cameron), im British Museum in London. Stirne doppelt so breit wie ein Auge. Augenränder der sehr breiten Wangen stark konkav. Stirne vor den Ozellen mit einem stumpfkegeligen Höcker. Ozellen- und Scheitelplatten, der obere Rand des Hinterkopfes und die Kante des Stirnkegels rot, die übrige Stirne schwärzlich rotbraun, etwas violett angehaucht. Behaarung kurz und zerstreut gelb. Die wulstige Vorderstirne ist dicht mit scharf einge- drückten Hohlpunkten versehen. Wangen glänzend hellgelb, quer- runzelig, oben mit dem weißbereiften Fleckchen zwischen Fühler und Auge. Backengruben matt rotbraun, gelblich bestäubt. Fühlergruben schwarz, durch die Bestäubung mattgrau erscheinend. Klypeus rotgelb, unten braunfleckig, nadelrissig, mit einer Querfurche im obersten Drittel der Höhe; darüber mit einem Längskiel, darunter flach und gerade im Profile. Prälabrum gelb, Taster braun, an der Spitze rot. Die Fühler fehlen dem Stücke, die Antennengruben reichen aber bis zum Mundrande, so daß ich diese Art mit Sicherheit zu Lcmprophtalma stellen kann. — Der Hinterkopf ist rot, aber nicht glänzend wie bei allen Xenaspis-Arteii s. str., sondern mit Ausnahme, des Oberrandes dicht weißlich bereift. Thorax rotbraun, Supraalargegend und Schild rotgelb. Der Rücken und das nackte Schildchen dicht gekörnelt, matt. Die Zentral- region des Rückens ist ausgedehnt mit schwarzbraunen, zusammen- fließenden Längsstriemen bedeckt, die an den Quernahtästen rot unter- brochen sind. Auch die Pleuren sind stellenweise verdunkelt. Sterno- pleuren weiß tomentiert. Rücken kurz rot behaart. Schild sechsborstig, die vier basalen Borsten sehr schwach. Die Arten der Platystominen. ^^ Das basale Doppelsegment des Hinterleibes metallisch erzgrün, am zweiten Tergit etwas rötlich durchscheinend, stark glänzend und ab- stehend hellgelb behaart. Das dritte und vierte Tergit ist violettschwarz, matt chagriniert und dunkel behaart. Das konische verlängerte fünfte Tergit wird gegen die Spitze liin rot, glänzender und ist mit leuchtend roten Haaren bedeckt. Hüften braun, Beine intensiv rot. Ein ventraler Fleck an der Spitze der Hinterschenkel, die Dorsalkante der Schienen, je ein Fleck posterior und anterior am Ende der Hinterschienen und die Fußspitzen schwarz- braun. Am Flügel sind die Subkostal-, der Oberrand der Kostal-, die Mar- ginal- und Submarginalzelle sowie die erste Basalzelle und in ihrer Fort- setzung ein Längswisch an der Discoidalis bräunlich gelbrot, am inten- sivsten in der Radialisgabel. Flügelspitze braun, und zwar: mehr als die Endhälfte der ersten Hinterrandzelle und der darüberliegende Teil der Submarginalzelle bilden einen großen Fleck, der an und über der Cu- bitalis am dunkelsten und innen scharf konvex begrenzt ist. Der Grenz- bogen verbindet die Radialismündung mit dem oberen Ende der hinteren Querader. Im Braunen der ersten Hinterrandzelle ein weißer Längsstrich. Daranschließend ist die ganze zweite Hinterrandzelle, das Spitzenviertel der Discalzelle und ein breiter, wurzelwärts sich verjüngender Längssaum der Posticalis braun. Der Rest des Flügels ist gelblichgrau hyalin. Die kleine Querader steht vor der Mitte der Discalzelle. Die Cubitalis ist am Ende gerade und hat an der Mündung sogar Neigung zum Aufwärts- biegen. Der letzte Abschnitt der Discoidalis ist stark wellig gebogen. Körper 17 mm, Flügel 14 mm lang. 5. LaniptoplithaUnd ^lefjereana Enderlein. Stenopterina meijereana Enderlein, Zoolog. Jahr)). 1912, p. 356. 1 cf Sumatra. Durch Folgendes von anaulaca verschieden: Stirne ganz schwarz- blau. Wangen glatt. Fühlergruben und Taster gelb. Thorax und Schild lebhaft rotgelb. Rücken mit einer deutlichen violetten Längsstrieme. Schild achtborstig. Hinterleib ganz lebhaft blauviolett. Im Flügel ist die 1. Hinterrandzelle in der Mitte erheblich erweitert, die 2 Längsadern der- selben jenseits der kleinen Querader stark ausgebraucht. Subkostalzelle äußerst schmal, kaum siclitlmr. Humeralborste vorhanden! G. Lamproplithalma T)ol('S('haUi Enderlein. Stenopterina doIeschaUi Enderlein, Zoolog. Jahrb. 1912, p. 357. 9- Sumatra. Abhandl. d. k k. zool.-botan. Ges. Bd. Vm, Heft 1. 4 50 Friedrich Hendel. 7. Lamprophthalma FeUlevi n. sp. 1 9 aus Ceylon (leg. Felder) im Wiener Hofmuseiim. Stirne vorne Vj^va^^ so breit wie ein Auge. Augenränder der Wangen fast gerade, "stirnhöcker vor den Ozellen sehr flach, aber mit einer deutliehen kurzen Lcängsleiste. Stirne gLänzend rot; der Wulst der unpunktierten Vorderstirne und zwei Flecke beiderseits des Ozellen- dreieckes schwarzbraun. Schmale Stirnaugenränder, die ganzen Wangen und der Augenrand des rotgelben Hinterkopfes dicht goldgelb bereift. Behaarung der Stirne sehr zerstreut und kurz, gelb. Untergesicht und Lunula rotgelb, matt. Fühlergruben schwarz, nur ganz oben gelb. Kly- peusrücken in den Seitenmitten etwas gebräunt; sein Frofü ist fast ge- rade. Fühler an der Wurzel rot. Drittes Glied fast ganz schwarzbraun, in der Endhälfte etwas verbreitert. Prälabrum, Rüssel und Taster rot. Am Hinterkopfe glänzt nur der obere Teil, der Rest ist zart gelblich bereift. Thorax im allgemeinen gelblich rotbraun; der Rücken und das nackte Schildchen stark gekörnelt, von geringem Glänze. Schulter- beulen, Supraalargegend, Schildseiten und Metanotum heller gefärbt; letzteres weiß bereift. Metapleuralcallus ausnahmsweise gerade dunkler als die Umgebung. Die kurze Behaarung des Thorax ist gelb, am Rücken rotgelb. Stellenweise Verdunkelungen der Färbung lassen sich nicht scharf abgrenzen. Schild sechsborstig. Hinterleib an der Wurzel rotbraun, in der Mitte schwarzbraun und am Ende orangerot. Die Mitte und die Seiten des dritten sowie das ganze vierte und fünfte Tergit sind anliegend goldgelb behaart. Ovi- positor rot. Hüften und Schenkelringe dunkelbraun, Schenkel hell rotgelb. Schienen dunkel rotbraun, Vorderfüße schwarz, die vier hinteren rot, mit dunklem Ende. Kostalzelle am Oberrande und an der Wurzel gelblich, Subkostal- zelle dunkler, fast braun. Marginal-, Submarginal- und vordere Basal- zelle rotgelb, in und über der Radialisgabel hell rötlichbraun. Die äußerste Spitze der Submarginalzelle und damit zusammenhängend ein Längssaum der Mündung der Cubitalis, ferner ein gleicher Längssaum der beiden letzten Abschnitte der Discoidalis, der jenseits der Querader breit wird, aber dennoch vom Braun der Cubitalis durch den hyalinen Längsschweif der Mitte der ersten Hinterrandzelle getrennt bleibt, braun. Die hintere Querader ist undeutlich und verwaschen bräunlich, die Posticalis gelb gesäumt. Kleine Querader ungefähr auf der Mitte der Discalzelle. Cubitalis im letzten Abschnitt gleichmäßig gebogen, die erste Hinterrandzelle daher ein wenig verengt. Mündung der Discoidalis etwas aufgebogen. Körper 13 mm, Flügel 125 mm lang. Die Arten der Platystominen. ^^ 8. Lamproj^hthaJ uKi rJtontalea n. sp. 2 cf 9 aus China, Hong-Kong (Walker und BoAvring), im Bri- tish Museum in London. Stirne vorne fast doppelt so breit wie ein Auge. Die Augenränder der Backen sind wie bei anaulaca konkav. Stirne in der Mitte mit einem stumpfen Höcker, glänzend rot, vorne und beiderseits des Ozellendrei- eckes rotbraun. Schmale Stirnaugenränder, die ganzen Wangen und die Augenränder des Hinterkopfes dicht silberschimmernd, letzterer selbst mit Ausnahme des glänzenden Oberrandes schütter weißlich bereift. Untergesicht und Hinterkopf gelbrot. Fühlergruben ganz ungefleckt, gelb, glänzend. Parallel über dem Mundrande hat das Epistom ein even- tuell in der Mitte unterbrochenes schwarzes Querbändchen. Das Ge- sichtsprofll zeigt unter der Mitte eine deutliche Querfurche, unter welcher das Epistom mäßig vortritt. Fühler dunkelrot, an der Basis heller. Drittes Glied ebenfalls in der Endhälfte breiter als an der Wurzel, manchmal schwarzbraun. Prälabrum. Kinn und Taster gelbrot. Der ganze Thorax und der Hinterleib glänzend metallisch grünlich- blau, der letztere in der Mitte tiefblau, hinten violett schimmernd. Thorax und Schild fein gekörnelt, ersterer fein hell gelblichgrau behaart, durch die Behaarung schimmernd, letzteres nackt, sechsborstig. Hinterleib feiner chagriniert, daher stärker glänzend, gleichfarbig wie der Thorax kurz und unauffällig behaart. Vorderhüften und Schenkel gelbrot, die Schienen gesättigter ge- färbt, namentlich die hintersten, desgleichen die am Ende dunkelbraunen Füße. Die vier hinteren Hüften erzfarbig. Kostal-, Marginal!- und Submarginalzelle rötlichgelb. Die erste Basalzelle, die Subkostalzelle und der Raum dazwischen dunkel rot- braun. Ein Saum über die hintere Querader, fast so breit wie die Ader lang ist, unten über die Posticalis hinaus fast bis zum Hinterende des Flügels fortgesetzt, dunkelbraun. Die Querader selbst liegt hinter der Mitte des Saumes. Dieser hängt in der ersten Hinterrandzelle vollständig mit dem dunkelbraunen Flügelapikalfleck zusammen, dessen innere Grenze die zweite und dritte Längsader in der Verlängerung der hinteren Querader senkrecht schneidet und welcher den an die Discoidalis gren- zenden Teil der ersten Hinterrandzellenspitze nicht mit ausfüllt. Die kleine Querader steht ungefähr auf der Mitte der Discalzelle. Die erste Hinterrandzelle ist an der Mündung nur etwas verengt. Die Cubitalis ist darüber gleichmäßig gebogen, die Discoidalis darunter wellig. Körper 10 — 12 mm, Flügel 8 — 9 mm lang, 9. LamprojphthaJnia striata n. sp. Ein Exemplar aus Assam, Khasi Hills (leg. Cheunell), im British Museum in London. 4* 52 Friedrich Hendel. Durch Folgendes von X. rhomalea verschieden. Stirne nur 1^2™^! so breit wie ein Auge, mit violettem Scheine. Ozellen-, Scheitelplatten und die Seiten des oberen Hinterkopfes violettschwarz. Die unteren ^/^ des Innenrandes der Fühlergruben glänzend schwarz. Klypeus ohne schwarzes Querband über dem Mundrande. Thorax und Schild violett. — Am Flügel ist die erste Basalzelle nicht mit in den dunkel rotbraunen Fleck, der sich von der Subkostal- zelle nach unten hin ausdehnt, eingeschlossen, sondern hell, gelblich hyalin. 18. Genus Plagiostenopterina. n. g. Tabelle der Arten. Flügel mit einem dunklen Mittellängsstreifen in der ersten Basalzelle oder selbst darüber hinaus; Quernaht in der Thoraxmitte durch- laufend; Vorderschenkel unten unbeborstet 1 — Die erste Basalzelle ohne dunklen Längswisch; die Quernaht des Thoraxrückens ist in der Mitte unterbrochen. Vorderschenkel unten beborstet 8 1. Flügelvorderrand von der Mediastinamündung bis zur Flügelspitze dunkel gesäumt 2 — Flügelrandsaum nicht zusammenhängend. Der Apikaifleck ist vom Randmale getrennt, isoliert ^ 2. Stirnfläche in der Mitte völlig eben; außerdem ohne Hohlpünktchen (asiatische Formen) 3 — Stirnfläche in der Mitte vor den Ozellen mit einer deutlichen, wenn auch flachen Konvexität und mit zarten Hohlpünktchen (afrikani- sche Formen) • ^' 3. Hintere Querader breit dunkel gesäumt. Stirne ganz und gar fettig glänzend. 4. PL fasciata n. sp. — Hintere Querader nicht oder nur sehr schmal und zart dunkel ge- säumt. Stirne nie in ganzer Ausdehnung glänzend 4 4.^) Stirne fettig glänzend, in der Mitte samtartig matt .... 5 5. Arista an der Wurzel kurz und zerstreut behaart, beim cT am Ende mit einer Palette. Thoraxrücken oben gelbweiß pubeszent. cf : 5. Tergit l'/ain-'^l so lang wie das 4. 1. PI. aenea Wiedem. — (3f Arista ohne Endpalette. 5. Tergit so lange wie das 4. 2. PI. Enderlerm n. sp. ^) /'/. loncßvitta Walker (Dacus), Proc. Linn. Soc, Vol. 4, p. 150 (186U), aus Makassar, hat zum Unterschiede von den zwei sub Punkt 4 genannten Arten, deren Schenkel schwarz und nur vorni^ etwa rotbraun sind, alle Schenkel rostfarben. — PI. imitans Walker (Dacus), Proc. Linn. Soc, Vol. 3, p. 114 (1859), Aruinseln, würde sich nach der P.cschreibung nur durch die nackte Arista unterscheiden. Die Arten der Platystominen. 5'5 — Stirne ganz und gar matt. Arista an der Wurzel kurz gefiedert, beim cf am Ende ohne Palette. Thoraxrücken goldrot pubeszent. 3. PI. formosae n. sp. 0. Hintere Querader schmal linienartig dunkel gesäumt; Arista dicht und kurz behaart, beim cf "^it Palette. Cerebrale schwarz. 5. PI. submetallica Loew. — Hintere Querader von einem großen eiförmigen braunen Fleck um- geben. Arista fast nackt, beim cf ohne Palette. Cerebrale rot oder rotbraun 6. PI. Westermanni n. sp. 7. Schildchen und Schultern rotgelb. Rücken olivengrün, graulich be- reift. 7. PL ruficeps n. sp. — Schild und Schultern wie der ganze Rücken glänzend metallisch blau. 8. PI. cyanosoma n. sp. 8. Thorax und Hinterleibsspitze grell rotgelb 9 — Thorax und Hinterleib erzfarbig oder höchstens ersterer dunkler rotbraun 10 9. Flügel ohne braunem Apicaltleck. 9. PL riitllu n. sp. — Flügel mit braunem Apikaifleck. 10. PL rufa n. sp. 10. Flügelvorderrand von der Wurzel an oder von der Mediastina- mündung bis zur Flügelspitze braun gesäumt 11 — Der Kostalsaum ist nicht kontinuierlich, sondern jenseits der Sub- kostalzelle unterbrochen; beide Queradern ungesäumt ... 16 11. Beide Queradern breit, fleckenartig dunkel gesäumt. Leib glänzend stahlblau 12 — Beide Queradern ungesäumt 13 12. Der Kostalsaum des Flügels geht von der Wurzel bis zur Spitze. Beine dunkelbraun, metallisch schimmernd. 11. PL calcarata Macquart. — Der Kostalsaum beginnt erst hinter der Wurzel; Beine rostfarbig. 12. PL basalis Walker. 13. Thoraxrücken mit drei deutlichen goldlockerigen Längsstriemen. Hüften und Schenkel rotgelb. 13. PL trirlttata^) Walker. — Rücken nicht so oder nur undeutlich gestriemt 14 14. Hüften und Schenkel rotgelb 17 ■ — Hüften und Schenkel schwarzbraun. Kostalzelle ganz braun . . 15 15. Thoraxrücken mit Abdominaltergite goldlockerig bereift. Die vier hinteren Fersen rotbraun. 17. PL farinosa n. sp. — Thorax und Hinterleib oben nicht so bereift. Die vier hinteren Fersen schwarz. 14. PL marginata V. d. Wulp. IG. Thorax rotbraun, Schultern und Schildchen rot. 18. PL teres n. sp. — Thorax dunkel erzfarben. 20. PL hebes n .sp. ^) Durch ganz schwarze Beine und Fühler würde sich nach der Beschreibung Charax planiclorsum Walker, Trans. Ent. Soc. Lond., n. s., Vol. 5, p. 325 (1860), aus Burmah unterscheiden, wenn es überhaupt generell hieher gehört. 54 Friedrich Hendel. 17.1) Kostalzelle mit Ausnahme der Wurzel glashell. Rücken nicht längsgestreift. 16. PI dncfaria n. sp. — Kostalzelle ganz braun. Rücken mit zwei schwärzlichen Längs- linien. 15. PI. oUvacea n. sp. 1. I*Ia{/iostenopteriiHi aenea Wieclem. Dacus aeneus Wiedemann, Zool. Magaz.. Vol. 3, p. 29, 44 (1819) und Außereur. zweifl. Ins., Vol. 2, p. 512, 2 (1830). — Maccpiart, Dipt. exot., Suppl. 3, p. 61, PI. 7, Fig. 5 (1847) (Senopt.). — Walker. Proc. Linn. Soc, Vol. 1, p. 133, 153 (Dacus). — Van der Wulp, Dipt. Sumatr. Exped., p. 50 (1881). — Osten-Säcken, Berl. Ent. Zcitschr., Vol. XXVI, p. 213 (1882). — de Meijere, Tijdschr. v. Entomol., Vol. 54. p. 367 (1911). bambusariHm Dol. (Michogaster), Nat. Tijdschr. Ned.-Ind., Vol. X, p. 413, 42, PL 8, Fig. 3 (1856). abrupta Thomson (Senoptenna), Dipt. Freg. Eugen. Resa, p. 578, 250 (1868). eques Schiner, Novar., Dipteren, p. 288, 170 (1868) (Senopterina). — Van der Wnlp, Tijdschr. v. Entom., Vol. XXIII, p. 179, 39 (1880). — Osten- Sacken, Ann. Mus. Gen., Vol. XVI, p. 465 (1881). — de Meijere, Tijdschr. v. Entom., Vol. 51, p. 123 (1908) und Vol. 53, p. 115 (1910). — Enderlein, Zoolog. Jnhrl). 1912, p. 356. labialis Rondani, Ann. Mus. Gen., Vol. VII, p. 430 (1875). Zitiert aus Java, Krakatau, Sumatra, Borneo, Philippinen. — Mir liegen zahlreiche Stücke aus Java, Borneo, Singapore, Ceylon, Amboina, Neuguinea, Queensland (Townsville), Formosa und von den Stuarts- inseln vor. Darunter sah ich die Typen von Dacus aeneus Wied., Stenopt. eques Schin., hibialis Rond. und Michog. bambusariim Dol. Die Art ist in Bezug auf Größe, Flügelzeichnung, Stirn- und Rückentomentierung gewissen Schwankungen unterworfen, die aber nach meinen Untersuchungen an zirka 50 Stücken eine Trennung in Arten absolut nicht begründen. So wollen Schiner und Osten-Sacken jene Exemplare, bei welchen der die vordere Basalzelle einnehmende braune Mittellängs- streifen des Flügels die kleine Querader nur etwas überschreitet, als zu Sten. aenea Wied. gehörig betrachten, während sie andere Stücke, bei welchen sich dieser Schweif längs der Discoidalis distalwärts bis zur hinteren Querader erstreckt, als eine eigene Art, St. eques Schin., auf- fassen. Die Typen von St. bamhusanum Dol. im Wiener Museum stellen dieselbe Varietät vor. Meine Serie bewies mir, daß die Länge der die Querader über- ragenden Schweifspitze sehr variiert. Sie kann kurz sein oder im Maxi- mum die hintere Querader erreichen. Im letzteren Falle ist auch manch- ^) Hieher gehört wahrscheinlich auch die Herina nigrocostata Doleschall, siehe Nr. 18. Die Arten der Platystominen. 5o mal diese Querader deutlich, weun auch schmal braun j^esäumt, ja es gibt Stücke, bei denen man sogar längs der Posticalis einen schwachen Schatten bemerken kann. Eine besondere Art kann ich auch darin nicht erblicken, weil vollständige Übergänge stattfinden. Die Flügelfläche ist normal gelblichgrau hyalin, die Kostalzelle und Flügelwurzel deutlich gelblich, die erstere an der Basis mehr oder weniger intensiv braun. Die ganze Subkostalzelle und ein mit ihr zu- sammenhängender schmaler und ziemlich gleichbreiter Kostalsaum, spitzenwärts bis zur Mündung der Discoidalis reichend, braun. Manchmal ist dieser Saum durch Verwaschung stellenAveise schmäler. Die dunklen Zeichnungen können rötlichbraun bis fast schAvarz sein. Hinterkopf, Thorax und Hinterleib, also weitaus der größte Teil des Körpers dunkel erzgrün oder bläulichgrün bis blau- oder grünlich- schwarz, selbst an den nicht tomentierten oder bereiften Stellen ohne starken Glanz, weil die Oberfläche zart, aber deutlich chagriniert ist. Stellenweise schwarze oder violette Reflexe. Die Augen sind fast rund herum schmal weiß gerandet. Die Stirn- strieme glänzt fettig und ist nur in der Mitte matt. Der Glanz breitet sich am Vorderrande, dann auch seitlich am Augenrande und endlich auch vor dem Scheitel mehr und mehr aus, so daß nur in der Mitte der sonst aber ganz ebenen Stirne ein größerer und immer deutlich vor- handener samtschwarzer Fleck übrig bleibt. Die glänzenden Teile haben die Erzfarbe des übrigen Körpers, manchmal aber auch, namentlich nach vorne hin, einen roten, durchscheinenden Grund. Die Lunula, die Wangen, Backengruben, die ersten zwei Fühlerglieder sowie der seit- liche Mundrand sind gewöhnlich rot. In weiterer Ausdehnung können auch ein Teil der Vorderstirne, die Wurzel des dritten Antennengliedes, das Epistom in verschiedenem Ausmaße, das Prälabrum und die Taster- wurzeln rot gefärbt erscheinen. Eine rötliche Färbung am ül)rigen Körper konnte ich nur an unausgereiften Stücken wahrnehmen. Seltener ist aucli der Spitzenrand der Taster rötlich. Die schwarzen Fühlergruben sind weißlich bereift, Hinterkopf, wie auch Ozellen- und Scheitelplatten, mehr oder we- niger stark glänzend. Drittes Fühlerglied sonst schwarzbraun, Arista basal rot, sonst schwarz, etwas hinter der Wurzel im ersten Drittel spär- lich und nur sehr kurz behaart, dann weiter spitzenwärts nackt. Das cT trägt am Ende der Arista eine Palette. Auf dem Thoraxrücken sieht man, nicht immer ohne Müiie, vier hellere, von dunkleren Linien getrennte, hinten abgekürzte Längs- striemen, von denen die zwei mittleren stark genähert, die zwei äußeren oft wieder durch eine dunkle Linie gespalten erscheinen. Rückenmitte mit tiefer Querfurche, Vorderhüften, Unterseite des Thorax und Sterno- pleuren dicht weiß schimmernd. Die kurze Behaarung der Stirnstrieme des Rückens und des Schildes gelblichweiß, nicht auffallend: die der Pleuren 56 Friedrich Hendel. weiß, die der Pteropleiiren schwarz und zottig. AmHinterleibe ist die feine Behaarung nur am zweiten Tergit dichter und länger, also auffallend und wie die kurze und anliegende der folgenden Tergite von weißlicher bis gelblicher Farbe. Das erste Tergit glänzt relativ stark. Die erzgrüne Farbe der Tergite wird gegen den Hinterrand derselben zu gesättigter und mehr blau oder violett. Am deutlichsten sieht man dies am dritten Tergit, das lateral oft tief violett gefärbt ist. Manche Stücke haben einen ganz l)lau- oder violettschwarzen Hinterleib. Häufig ist auch nur die Abdominalspitze dunkler als der vordere Teil. Erstes Glied des Ovipositors violettschwarz. Sternite dunkel erzfarbig, cf: Tergit 4 iVomal so lang als 5. 9= Tergit 4 zirka zweimal so lang wie 5. Beine schwarz. Vorderhüften und Schenkel entweder wirklich rot- braun {P. lomjivitta Walk.?) oder nur rötlich durchscheinend mit Erz- glanz bis dunkel erzfarbig. Im letzterem Falle aber die Spitzen der Schenkel immer deutlich rotbraun. Schienen und Füße schwarz. Nur die hintersten Tarsen unten hell behaart. A^orderschenkel unbeborstet. Osten -Sacken schreibt von seiner St. aenea Wied., Berl. Ent. Zeitschr., Vol. 26, p. 218 (1882): „On each side of the first abdominal Segment three erect bristles." Ich habe dies bei keiner einzigen Art be- merken können! Desgleichen schreibt er St. eques eine Occipitoorbital- borste zu, die ich nicht finden kann. Körper 7—11 mm, Flügel 5 — 7 mm lang. 2. Bhif/iosfcitoj/teHna Bnderleini u sp. Cf 9- Stenopterina aenea Enderlein, Zool. Jahrbuch. 1912, p. 356. Diese Art unterscheidet sich im cf leicht durch das Fehlen einer Aristapalette und durch die gleiche Länge des 4. und 5. Tergits von P. aenea. — Das Untergesicht ist mehr gerade, der Rücken dunkler und matter und weniger pubesziert als bei der 1. Art. 3. Plagiostenoptevina formosae u. sp. 7 cf 9 ^^is Formosa (Kosempo; April, Mai, leg. Sauter) im Un- garischen Nationalmuseum und Deutsch. Ent. Mus. Die Art ist mit St. aenea Wied. leicht zu verwechseln, durch fol- gende Merkmale jedoch konstant von dieser Ai't verschieden. Die Stirnstrieme ist ganz und gar matt blauschwarz, nur am äußersten Vorderrande etwas wachsglänzend, sonst geradeso eben wie bei der genannten Art. Die Scheitelgegend, wie auch Ozellen- und Scheitelplatten sind nicht glänzend und unbestäubt, sondern mehr weniger dicht ockergelb bereift. Die Arista ist in der Wurzelhälfte dicht kurz gefiedert. Die Fieder chen werden allmählich kürzer und erst die Endhälfte der Borste ist dann nackt. Das cf hat am Spitzenende keine Palette. p>7 Die Arten der Platystominen. Thoraxrücken und Schild sind mit auffallender, g-oldroter Pube- szenz bedeckt. Am Hinterleibe sind das dritte und fünfte Tergit dunkel und nur die anderen mit weißlicher Behaarung bedeckt. Diese zwei Tergite heben sich auch durch die violettschwarze Färbung stärker hervor als es bei aenea der Fall ist. Hüften und Beine tiefschwarz, kaum die äußersten Kniespitzen etwas rot. Die Hinterschienen und Hinterfüße allseits auffällig rotgelb behaart, die vier vorderen schwarz, zum Unterschiede von St. aenea W. In der Flügelzeichnung gleicht die Art vollkommen der Wiede- m an n sehen. Auch hier reicht die Spitze des Braunen der ersten Basal- zelle in verschiedener Länge über die kleine Querader hinaus, die erste Hälfte bis die ganze Länge des Discoidalisabschnittes zwischen den beiden Queradern begleitend. Auch die hintere Querader kann schmal und fein dunkler gesäumt sein. Die Farbe des Kostalsaumes und des Mittelschweifes ist immer schwarzbraun und nie so hell rotbraun wie bei manchen Stücken der aenea Wied. Diese Art ist auch beträchtlich größer als die Wiedemannsche. Körper 10— 14 mm. Flügel 65— 10 mm lang. 4. MafjiostenopteruHt fasciata n. sp 1 9 aus Ceylon, Colombo (leg. Yerbury), im British Museum in London. Das minder gut konservierte Stück läßt sich dennoch als einer distingierten Art angehörig erkennen. Von St. aenea Wied., der sie sonst gleicht, wie folgt verschieden. Die ganze Stirnstrieme wachsartig glänzend, ohne samtschwarzen Mittel- fleck, aber auch ohne die Unebenheiten wie bei St. subnietallica Loew und ohne Hohlpunkte. Die zwei genäherten weißen Mittelstriemen des Thorax sind hier sehr scharf ausgeprägt. Rückenmitte mit Quereindruck. 9: viertes Tergit l\/.^mal so lang wie das fünfte. Alle Schenkel im Spitzendrittel scharf abgesetzt gelbrot, wurzel- wärts davon dunkel erzfarbig. Vorderschenkel unbeborstet. Am Flügel fällt die intensiv und in gleicher, beträchtlicher Breite gesäumte hintere Querader auf, deren oberes Ende von der Spitze des braunen Schweifes der ersten Basalzelle voll erreicht wird. Dieser Schweif beginnt aber erst jenseits der zweiten Basalzelle. Bei aenea und formosae ist die hintere Querader höchstens zart und sehr schmal dunkler gerandet und die erste Basalzelle auch wurzel- wärts schwarzbraun. Körper 9 mm, Flügel 7 mm lang. 58 Friedrich Hendel. 5. Maffiostcnoptevina sahntetaUira Loew. Stenopteri?ia sidymetallica Loew, Sitzungsber. d. Akad. Berlin, 1852, p. 660, 29, und Peters Reise, Mosamb. ZooL, Vol. 5, p. 29 (1862). — Speiser, Dipt. der Exped. Prof. Sjöstedt, 1910, p. 179. Zitiert aus Mosambiqiie und dem Kilimandscharogebiete. Mir liegen zahlreiche Exemplare aus Ostafrika (Ukami, Ugando und Katona) des Ungarischen Nationalmuseiims, aus Westafrika, Ashanti (Obuasi) und aus Port-Natal vom British Museum, sowie aus Durban, Südafrika, vom Zoologischen Museum Cambridge vor. Stirne und Scheitel ganz glänzend schwarzblau, besonders vorne mit einem die Gesamtfärbung aber keineswegs beeinflußenden rot- braunen Schimmer; die Strieme ist deutlich dicht mit seichten Hohl- punkten besetzt. Etwas über der Stirnmitte, vor den Ozellen, eine rund- liche, flache Konvexität. Augenrandsäume schmal weiß. Der ganze Hinterkopf blauschw^arz, seitlich des Cerebrales dichter graulich bereift. Fühlerwurzeln, die seitlichen Mundrandlappen und die Tasterspitzen hellrot. Das bereifte Epistom, das sich gegen das Ende hin immer mehr verdunkelnde dritte Fühlerglied und das Prälabrum rotbraun, die Fühler- gruben und meist auch die Lunula ganz dunkel. Antennengruben aber dicht weiß bestäubt. Arista nicht ganz bis zur Mitte hin an der lichteren Wurzel dicht und kurz behaart, beim cf am Ende mit einer schwarzen, weißschimmernden Palette. Thorax und Hinterleib schwärzlich erzgrün, sehr dunkel, chagri- niert, fast matt und nur am Hinterleibe etwas glänzend. Durch die Be- stäubung sieht man auf dem Thoraxrücken die gleiche unvollkommene Längsstriemung wie bei St. aenea Wied. Die kurze helle Pubeszenz ist auch hier wenig sichtbar. Die Pleuren sind dichter hell behaart und be- stäubt. Pteropleuren schwarzzottig. Rückenmitte mit Querfurche. Am Hinterleibe sind die Tergite gegen den Hinterrand zu dunkler, mehr ins Violette neigend, gefärbt und mit Ausnahme des dritten, das ganz dunkel behaart ist, hell Aveißlichgelb behaart, am längsten am zweiten, cf: Tergit 4 etwas > als 5. 9- Tergit 4 zirka zweimal so lang wie Tergit 5. Spitzen der dicht weißbereiften Vorderhüften, die Vorderschenkel, das Enddrittel der mittleren Schenkel und die hinteren Knie rotbraun, der Rest der Beine pechschwarz. Hinterfüße und -schienen rötlich be- haart. Flügel in Aderung und Zeichnung genau wie bei den Exemplaren der St. aenea Wied., die Schiner als eques beschrieb. Der linienartige dunkle Saum der hinteren Querader ist stets deutlich, aber sehr schmal und gleichbreit, nie fleckenartig. — Schüppchen weiß, Schwinger rostgelb. Körper 8 — 10 mm, Flügel 6 — 7 mm. Die Arten der Platystominen. 59 Anmerkung. Loews Art ist, weil er die Wester mann sehen Stücke aus Guinea, die zur folgenden Art gehören, hier mit einbezieht, eine Mischart. Da die Beschreibung von 1862 aber auf die hier beschriebene Spezies paßt, soll dieser der Loewsche Name bleiben. 6. I*la 5. Hüften, Schenkel und die vier hinteren Füße rotgelb bis rotbraun, Schienen, Vorderfüße und Fußenden der hinteren Beine braun bis schwarz. Die hintersten Schienen sind am hellsten und dafür die Hinter- schenkel gewöhnlich von der Wurzel her in größerer Ausdehnung ge- bräunt. Vorderschenkel postero-dorsal und -ventral beborstet. Die Basis der Kostalzelle, die ganze Subkostalzelle und die Flügel- spitze, etwas jenseits der Radialismündung beginnend und bis unter die Discoidalis hinunter braun. Die innere Grenze dieses Apikalfleckes ist fast gerade und senkrecht, aber auch verwaschen und nicht scharf. Außerdem ist die erste Basalzelle, ausgenommen die äußerste Wurzel derselben, und damit zusammenfließend ein großer runder Fleck, der die kleine Querader einschließt und mit seiner unteren Hälfte in die Di'^cal- zelle eindringt, gleichfalls braun. Die Marginal- und die Submarginal- zelle distal bis zur kleinen Querader gelb fingiert. Der größte Teil der Kostalzelle ist nur gelblich hyalin. Die Discoidalis ist am Ende stärker als normal, ungefähr so stark wie bei der Gattung Elassogaster Big. (= Epicaiistu Loew) aufgebogen. — Schüppchen weiß, Schwinger gelb. Körper 8^9 mm, Flügel 6 — G'5 mm lang. 8. PlafiiosteiiopterhHi cf/anosoma Hendel. Wien. Ent. Zeitschr., Vol. 31. p. 4 (1912). 5 cf 9 von den Seychellen, Sans-Souci (leg. P. R. Dupont) im British Museum in London. Von allen Arten sofort durch die glänzend blaue Farbe unterscheid- bar, während sonst der Thorax immer matt und dunkler gefärbt ist. Die ganze Stirne blauschwarz, wachsglänzend, mit flachen Hohl- piinkten, die besonders auf der etwas rötlich schinnnernden Vorderstirne fil Die Arten der Platystominen. "^ deutlich sind. Vor den Ozellen in der Stirnmitte eine sehr flache Kon- vexität, die vorne eine kurze Läng-slinie eingedrückt hat. Augen weiß gerandet. Ozellen- und Scheitelplatten unbestäubt, wie der Hinterkopf schwarzblau. Lunula, Wangen, Backengruben, Untergesicht und Prälabrum hell rotbraun. Fühlergruben schwarz, aber wie teilweise auch der trennende Längsrücken dicht weiß bereift. Die ersten zwei Fühlerglieder und die Taster rot. Drittes Antennenglied dunkel rotbraun. Arista an der Wurzel rot und dort, nicht ganz bis zur Mitte, kurz und zerstreut be- haart, cf ohne Palette an der Spitze. Thorax und Hinterleib metallisch grünblau, weit heller als bei den anderen Arten und trotz feiner nadelrissiger Skulptur der Oberfläche viel stärker als sonst glänzend. Auf dem Thoraxrücken, dem Schilde und den Hinterrändern der Tergite herrscht ausgesprochen blauer Schimmer vor. Eine Bereifung oder Bestäubung fehlt. Rückenmitte des Thorax mit Querfurche. Die kurze Behaarung des Thoraxrückens und Schildes ist schwarz, die des Hinterleibes hell, gelblich, am zweiten Tergit am längsten. Pleuren wie bei .S^ aenea Wied. behaart, cf: Tergit 5 = 4. 9: Tergit 4 = l^omal 5. Hüften schwarzbraun, vordere dicht weiß bereift. Schenkel hell gelbrot. An den vordersten die äußerste AVurzel und je ein Längswisch dorsal und ventral vor der Spitze schwarz. Schienen und Tarsen schwarz. Vorderschenkel unbeborstet. Flügel graulich hyalin. Von der Wurzel an längs der ganzen Kosta und der Discoidalis, namentlich in der ersten Basalzelle, gelb tingiert. Subkostalzelle und ein innen konvex begrenzter Apikaifleck, der die Spitze der ersten Hinterrandzelle und noch das untere Eck der Sub- marginalzelle einnimmt, schwarzbraun. Radialisgabel und kleine Quer- ader dick und tiefschwarz. Unter ersterer in der vorderen Basalzelle ein dunkelbrauner Längswisch, der wurzel- und spitzenwärts heller wird und an den begrenzenden Längsadern am dunkelsten ist. Kleine Querader intensiv und auffallend, hintere schwächer und verwaschen, aber doch relativ breit braun gesäumt. Auch zwischen beiden Queradern an der Discoidalis ein verwaschener Saum. — Schüppchen weiß, Schwinger- kopf dunkelbraun. Körper 8 — 8'5 mm, Flügel 7 mm und etwas mehr. 9. JPJaf/iosteiioptcriua ruHIa n. sp. 2 cf 9 von der Insel Lombok, Sundasee (Sapit, 2000 Fuß), Juni: leg. H. Fruhstorfer). Sammlung B. Lichtwardt in Berlin. Der ganze Kopf glänzend blauschwarz, nur Fühler, Backen und Kinn gelbrot. Stirne mit violettem Schimmer, vorne und seitlicii nm schmalen Augenrande nur fettig, am Scheitel stark glänzend, in der Mitte mit einem großen, mit der Spitze nach vorne gerichteten samt- 62 Friedrich Hendel. schwarzen Fleck von der Gestalt des bekannten Schwalbenscliwanz- zwillings des Gipses. Augenränder der Stirne und Wangen nur sehr schmal und undeutlich, die des Hinterkopfes unten breit und stark silber- schimmernd. Klypeus und Prälabrum stark glänzend, Fühlergruben weißschimmernd. Fühler so lange wie das Untergesicht, bis zum Mund- rand reichend. Arista nur im Wurzeldrittel zerstreut und kurz gefiedert. Taster schwarz. Hinterkopf oben konkav. Thorax samt Schild, Beine und Hinterleib mit Ausnahme des zweiten Ringes und des Hinterrandes des ersten, die tiefschwarz sind, feurig rotgelb, fast matt oder nur wenig glänzend und gleichfarbig dicht und fein, lang behaart. Thoraxrücken ohne Querfurche, matt bestäubt, nur die Schultern glänzen, mit vier hinten abgekürzten Längsstriemen von dunkler, rostbrauner Farbe. Pleuren, Schild und Hinterleib zeigen nur mäßigen Glanz. Vorderschienen und -fuße tiefschwarz. Die vier hinteren Schienen, namentlich aber die mittleren am Ende gebräunt. Fuß- spitzen braun. Vorderschenkel beborstet. Erstes Glied des Ovipositors schwarz, c? und 9^ Tergit 4 — 5. Flügel glasig hyalin, mit roten Adern, am Vorderrande intensiv rotgelb. Das Gelb reicht vor der kleinen Querader bis zur Discoidalis herab, verschwindet jenseits derselben in der ersten Hinterrandzelle und reicht nur an der Kosta bis zur Mündung der Discoidalis herab. Die ge- bogene Radialis konvergiert gegen die Mündung hin mit der Discoidalis. Der Winkel der hinteren Querader mit der Posticalis ist zirka ein rechter, eher kleiner. Die Flügel sind in der Ruhe immer nach der Falte der Discalzelle der Länge nach zusammengefaltet. — Schüppchen und Schwinger hell rotgelb. Körper 10 mm, Flügel 8 mm lang. 10. Plagiostenoptei'inu rufa n. sp. 1 cf aus Ceylon im Wiener Hofmuseum. Kopf und Thorax samt Schild glänzend rotgelb. Stirne rotbraun, vorne dunkelbraun, etwas glänzend, am Scheitel merklich verengt, aber auch schon vorne deutlich schmäler als ein Auge. Gesichtsrücken in der Mitte mit einem braunen Fleck. Fühler dunkelrot, etwas kürzer als das Gesicht; Arista nackt. Taster rotgelb, am Ende etwas gebräunt, wagrecht über den Mundrand hinaus vorstehend. Ein breiter Querstreifen unter- halb der Scheitelkante am Hinterkopf rotbraun. Fühlergruben und Augenränder weiß bereift. — Thoraxrücken dunkler, mehr rot, Pleuren gelb behaart; Schild nackt, vierborstig. Rückenmitte ohne Quer- fiirche. Hinterleib glänzend schwärzlich rotbraun, an der Basis und am Ende heller, mehr rot; ebenso gelb bis dunkelrot und relativ lang be- Die Arten der Platystominen. "** haart. Fünftes Tergit des cT so lange wie das dritte und vierte zu- sammengenommen. Hüften und Beine rotgelb. Die nur vorhandenen Vorder- und Mittelschienen und Füße etwas dunkler, hell rotbraun. Flügel etwas gelblichgrau hyalin. Subkostalzelle, schmale, aber scharfbegrenzte Säume beider Queradern und ein grußer Apikaifleck, dessen Innengrenze die erste Hinterrandzelle halbiert, unten von der Discoidalis begrenzt wird, die äußerste Spitze der genannten Zelle aber frei läßt, dunkelbraun. Subkosta und Cubitalis sehr lang und auffällig beborstet. Der Winkel zwischen Fosticalis und hinterer Querader ist ein spitzer. Die fast gerade Radialis divergiert stark mit der Discoidalis. — Schüppchen und Schwinger hellgelb. Körper und Flügel 8 mm lang. 11. PhKjiostenopterina calcarata Macquart. Herina calcarata Macquart, Dipt. exot., Vol. 2 (3), p. 207, PL 28, Fig. 3 (1843). — Loew, MonogT. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 47 (1873). — Osten-Sacken, Berlin. Ent. Zeitschr., Vol. 26, p. 212 (1882). Zitiert aus Ostindien und den Philippinen. Mir liegt nur 1 9 '^"^ Mailum Negros, Philippinen (Juni: leg. C. S. Banks), vom British Mu- seum vor. Stirnstrieme ziemlich matt und gleichmäßig violettschwarz. Scheitel, Cerebrale und oberer Hinterkopf glänzend violettschwarz, seitlich mit blauem Schiller; unterer Hinterkopf weißlich bestäubt, am Augenrande dichter. Stirne und Wangen am Augenrande schmal silberweiß einge- säumt. Wangen, Backengruben und Untergesicht ganz dunkel rotbraun, fast schwarz und matt. Fühlergruben und Prälabrum schwarz, erstere weiß bereift. Taster dunkelbraun; desgleichen die Fühler. Die Arista ist fast bis zur Mitte kurz und ziemlich dicht gefiedert. Das dritte Fühler- glied ist relativ viel kürzer als bei den anderen Arten und endet mit der Spitze deutlich über dem Mundrande. Occipito-Orbitalborste entgegen Osten -Sackens Bemerkung vorhanden. Thorax, Schild und Hinterleib metallisch und stark glänzend hell- blau oder grünlichblau bis blaugrün. Chitin glatt und nur auf dem Thoraxrücken zart punktiert. Pleuren allein zart weißlich bereift und behaart, nach unten zu länger und dichter. Prothorax und die Gegend neben und unter dem Schildchen teilweise rot. Thoraxmitte ohne Querfurche. Hinterleib am zweiten Tergit länger weißlich behaart; eine ähnliche abstehende Behaarung zeigen die Schulterbeulen. Fünftes Tergit (9) länger als das dritte und vierte zusammen; sechstes kaum sichtbar. Erstes Glied des Ovipositors stumpf trapezförmig, glänzend 64 Friedrich Hendel. schwarz. Hüften und Beine dunkel rotbraun, Schenkel mit violettem Schiller. Vorderhüften vorne graulich bereift. Vorderschenkel unbe- borstet. Flügel zart bräunlich hyalin, am Vorderrande von der Wurzel bis zur Mündung' der Discoidalis schmal schwarzbraun gesäumt. Der Saum ^fe reicht nicht unter die Subkosta herab und verbreitert sich erst allmählich etwas gegen die Flügelspitze hin. Beide Queradern sind fleckenartig breit, intensiv und abgegrenzt schwarzbraun umsäumt; desgleichen die Gabel der Radialis und nur schwach die Querader der zweiten Basal- zelle. Erste Hinterrandzelle durch ein Zusammenbiegen beider I^ängs- adern an der Mündung deutlich verengt. Schüppchen weiß, Flügel- schüppchen braun gerandet. Schwingerkopf braun. Körper 10 mm, Flügel 9 mm lang. Anmerkung: Das S ist mir nicht bekannt geworden. Macquart hat nach ihm die Art calcarata benannt. „Hauches {$) posterieures munies d'une longue epine en-dessous." Osten-Sacken, 1. c, schreibt: „the large spine-like processes on the hind trochanters of tlu^ male are a peculiar feature; they are not found in tlie female." 12. PlagiostenopteriHCi hasalis Walk. Dacus hasalis Walker, List Dipt. Brit. Mus., Vol. 4, p. 1072 (1849). Port Essington, Nordaustralien. „Body bluish-green: head tawny, black beneath and on the crown; a white stripe along each eye; face white, its sides without bristles; epistoma prominent: eyes pitchy; fore part tlat, its facets much larger than those elsewhere: sucker black, clothed with tawny hairs; palpi tawny, rather large, beset with black bristles: feelers ferruginous, füll as long as the face; third Joint linear, slender, pitchy towards the tip, more than four times the length of the second; bristle slender, black, bare, tawny towards the base, much longer than the third Joint: ehest covered with whitish bloom: abdomen linear, tawny towards the base beneath, much longer and narrower than the ehest: legs ferruginous, clothed with very short black hairs; feet pitchy towards the tips; claws black; foot- cushions tawny: wings slightly gray, brown along the fore border from iiear one-third of the length to the tip; middle and lower cross-veins clouded with brown, wliich has the darkest hue on the former; wingribs ferruginous; veins pitchy, ferruginous towards the base; longitudinal veins nearly straight; middle cross-vein very oblique; lower cross-vein nearly u])right, parted by little less than its lengtli from the middle cross- vein, by much more than its length from the tip of the wing, and by little more than one-fourtli of its length from the hind border; poisers pale tawny. Length of the body 2^/^ lines; of the wings 5 lines." Die Arten der Platystominen. "5 13. Platfioiitenopterina frlviitata Walk. Dacus Mvittatiis Walker, List. Dipt. Brit. Mus., Vol. 4, p. 1072 (1849j. — Hciidcl, Gen. Plat., Tal). 4, Fig. 80. Syn. Senopterlna zonalis Rond., Ann. Mus. Nat. Genov., Vol. 7, p. 430 (1875). 12 cf 9 i^"^ ►Sinji'apore, Malacca luid Hong-kong (leg. Ridley) und von Manila, den Philippinen (Juli) im British Museum in London. Die Typen Rondan is, 9? ^"s dem Mus. Civ. Stör. Nat. Genova. Stirnstrieme ganz und gar matt rötlich schwarzbraun. Dieselbe Farbe hat der obere Hinterkopf, der, wie die schwarzen Ozellen- und Scheitelplatten, ockerig bestäubt ist. Cerebrale, Lunula, Wangen und der ganze übrige Kopf rotgelb. Fühlergruben schwarzbraun, wie der schmale Augenrandsaum weiß oder gelblich bereift. Fühler und Taster gelbrot, drittes Antennenglied dunkler braun. Arista basal gelb, im Wurzeldrittel kurz und zerstreut behaart. Thorax von rotbrauner Grundfarbe, die auf dem Schilde, in der Schulter- und Flügelgegend der Pleuren vorherrscht, sonst aber durch metallisch blaue oder violette dunkle Färbung übertönt wird und nur stellenweise durchbricht. Rückenmitte ohne Querfurche. Thoraxrücken und Oberseite des Schildchens dicht goldockerig tomentiert; frei sind die Schultern und die Lateralstreifen des Rückens sowie zwei mit den da- durch entstehenden drei ockerigen Längsstreifen gleichbreite dunkle und mäßig glänzende Längszwischenräume beiderseits der Medianlinie. Hinterleib am 1.. 2. und 5. Segment heller grün und teilweise rötlich durchscheinend, am 3. und 4. Segment aber dunkel metallisch blau- violettschwarz, chagriniert und wenig glänzend; am Vorderrande der Tergite 3 — 5 in Form einer Querbinde weißgrau bis ockergelb bestäubt. Der hintere Teil der Tergite 3 und 4 ist dunkelrot, der übrige Hinterleil) gelblich behaart. Erstes Glied des Ovipositors glänzend violettschwarz. cf: Fünftes Tergit fast zweimal so lang wie das vierte. 9= Fünftes Tergit ungefähr gleich dem vierten. Flügel gelblich tingiert mit rotbraunen Adern. Längs des Kostal- randes bis etwas unter die Radialis intensiv rotgelb, an der Wurzel der Kostalzelle, diese Zelle selbst in der Mitte kaum heller, dann die schmale Subkostalzelle und anschließend ein sich ziemlich verbreitender Saum bis zur Discoidalis dunkel rotbraun. Unten erreicht der Saum die Ra- dialis nie ganz. Queradern ungesäumt. Schüppchen weißlich, Schwinger rotbraun. Hüften und Schenkel rotgelb. Schenkelspitzen gebräunt. Schienen und Füße schwarzbraun. Mittelfüße an der Basis rotbraun. IIinterfüß(^ zum größten Teile gelbrot. Manchmal auch die Hinterschenkel in der Mitte mit einem braunen Wisch. Yorderschenkel beborstet. Körper 8 mm, Flügel 7 mm lang. AbhaniU. d. k. k. zooL-ljotan. Cios. L.l VIH, Heft 1. ^ 66 Friedrich Hendel. Anmerkung: Ein $ aus Zentral-Tonkin (Chiem-Hoa), von H. Fruhstorfer gesammelt, gleicht bis auf die Rückenfärbung vollkommen der St. triviUota Walk. Bei dem S ist aber der Rücken des Thorax gleichmäßig bläulich erzgrün und nur in der Längsmitte, zirka ein Drittel des Rückens breit, zieht sich eine undeutlich sichtbare grauliche Längsstrieme hin. Jenseits der Radialismündung verbreitert sich der Kostalsaum stärker und rascher als bei den typischen Stücken. 14. Plagiostenoitterino, inarginata V. d. Wulp. Senopterina marginata Van der Wulp, Tijdschr. v. Entom., Vol. 23, p. 179 (1880), PI. 10, Fig. 13. — de Meijere, ibidem. Vol. 51, p. 124 (1908). 4 cT 9 aus Java (leg. Fruhstorfer) und aus China (Swatow) im British Museum. Stirne ganz matt, samtartig dunkel rotbraun, stellenweise, wie am Rande und vor dem Scheitel, schwarz. Augenrandsaum sclmial weiß. Cerebrale rot. Hinterkopf dunkel erzgrün, wie der Scheitel ockerig be- stcäubt. Lunula, Wangen, Backengruben, das ganze Untergesicht, das Prälabrum, die ersten zwei Fühlerglieder und die Tasterspitzen gelbrot oder rot. Fühlergruben meist etwas dunkelbraun, dichter als der Klypeus weiß bereift. Drittes Fühlerglied größtenteils schwarzbraun. Arista an der Wurzel gelb, in der Wurzelhälfte dicht und kurz, gegen die Mitte hin immer kürzer behaart, in der Spitzenhälfte nackt. nioraxrücken und Schild dunkel erzgrün mit blauem Schimmer; die feine chagrinierte Skulptur der St. aenea Wied. hier weniger deut- lich, Rücken und Schild aber ziemlich auffällig goldockerig bestäubt (bei PI. formosae ist das Toment rötlich, hier auch die Bestäubung). Das kurze Toment ist zerstreut, rotgelb. Pleuren weißlich bereift, Vorder- hüften und untere Sternopleuren dicht weiß. Rückenmitte ohne Quer- furche. Hinterleib von der Farbe des Thorax. Die Tergite sind gegen den Hinterrand zu dunkler, mehr blaugrün gefärbt. Die kurze Behaarung ist am 3. — 5. Tergit nicht ausschließlich hell, sondern mit dunklen Haaren gemischt. Der Hinterleib zeigt daher auch den durch das helle Toment bei PI. aenea und formosae hervorgerufenen, seidenartigen Schimmer in geringerem Grade, cf : Fünftes Tergit fast zweimal so lang wie das vierte. 9: Fünftes Tergit größer als das vierte. Hüften und die ganzen Beine schwarz. Schenkel mit etwas Metall- glanz. Knie schmal rotbraun. Füße tiefschwarz. Vorderschenkel be- borstet. Flügel ziemlich glashell. Ein schmaler Kostalsaum des Flügels von der Wurzel bis um die Mündung der Discoidalis, beim cf unten durch die Radialis begrenzt, in der ersten Hinterrandzelle nur mäßig verbreitert, gleichmäßig und tief schwarzbraun. Beim cf erreicht dieser Kostalsaum, soweit meine drei Exemplare zeigen, unten nicht überall die Radialis und bleibt der größte Teil der Marginalzelle in der Mitte Die Arten der Platystominen. 67 glashell. Adern rotbraun, alle Queradern ungesäumt. Radialis schon weiter von der Wurzel an und in größerer Ausdehnung gebogen als bei St. aenea. Auch die Discoidalis ist vor der Münduug stärker als bei dieser Art aufgebogen. .Schüjjpchen weiß. Schwinger schwarzbraun. Die zwei 9 ^^'^'^ Swatow in China, sie tragen den Namen Stenopt. Streichi v. Röder, weichen dadurch etwas ab, daß die Arista in der Wurzelhälfte länger behaart, fast kurz gefiedert ist, daß die Schultern, teilweise auch die Pleuren und die vier hinteren Schenkel fast ganz, die vorderen an der Spitze rotbraun sind. Die Füße sind aber auch hier ganz schwarz. Körper 8 mm, Flügel 7 mm lang. 15. Plagiosteuopterina oHvacea n. sp. 4 9 ^^is Formosa (leg. H. Saut er) im Deutschen Entomologischen Nationalmuseum. Der PL tnarfjhiata Van der Wulp ähnlich und durch folgendes ver- schieden. Stirne matt rotbraun, mit einer etwas helleren Medianlinie. Cerebrale etwas rötlich schimmernd: Hinterkopf mehr weißlich bereift. Fühlergruben nicht verdunkelt. Arista in der Wurzelhälfte etwas länger gefiedert: die Fiederbreite fast der Breite des dritten Fühlergliedes gleich. Thorax und Schild glänzend erzgrün, mehr ins Olivengrüne neigend, schwach chagriniert, überall mehr weißlich bereift und nament- lich auf dem Rücken mit einer dichten, hell weißlichgelb schimmernden Pubeszenz bedeckt. Schild aber wie bei PL marginata Van der Wulp mit Ausnahme der vier Randborsten nackt. Jederseits zwischen diesen langen Borsten noch ein kurzes, haarartiges Börstchen. Wie bei PL mar- ginata, aber noch deutlicher sind auch hier manchmal die Schulter- beulen und teilweise auch das Schildchen rötlich gefärbt. Auf dem Rücken sieht man zwei sehr deutliche, hinten abgekürzte, an der Quernaht unterbrochene schwärzliche Längslinien in der Linie der Dorsozentralborsten. Der Hinterleib ist ziemlich gleichmäßig dunkel olivengrün gefärbt, zart bereift und hell schimmernd behaart. Ovipositor glänzend schwarz. 9: Fünftes Tergit IV^nial so lang wie das vierte. Hüften und Beine hell rotgelb. Schienen und Füße schwarz. Flügel fast glaslielL mit einem schmalen dunkelbraunen Kostal- saum von der Wurzel bis um die Münduug der Discoidalis. Derselbe er- reicht unten die Radialis nicht ganz und ist jenseits deren Mündung, an jener der Cubitalis, etwas fleckartig erweitert. Schüppchen weiß, Schwinger dunkelbraun. Alles übrige, auch die Größe wie bei P. marginata Van der Wulp. 68 Friedrich Hendel. 16. MaffiostenopteHna clnctaria n. sp. 2 cT 9 aus Ceylon (leg. Col. Yerbiiry) im British Museum in London. Der St. margmata Van der Wulp durch die Zeichnung der Flügel sehr ähnlich. Die Kostalzelle ist aber mit Ausnahme der Wurzel glashell und nicht schwarz und auch in der Marginalzelle reicht das Braun des Flügelvorderrandes nicht bis zur Radialis herab wie bei mar(/inafa, son- dern diese Zelle ist ganz glashell und nur am Kostalabschnitte braun gesäumt, im übrigen unter der Subkosta nur schwach bräunlichgelb tingiert. Ferner hat diese Art alle Hüften und Schenkel hell rotgelb. Stirne matt rot- bis kaffeebraun, nur die Medianlinie etwas glän- zend. Augenränder weiß schimmernd. Scheitel und Cerebrale rot, etwas glänzend. Hinterkopf dunkelbraun. Arista bis zur Mitte deutlich behaart, viel länger als bei marijinata. Thorax und Schild von rotbrauner Grundfarbe, mit metallisch blauem Schiller und zarter weißlicher Bereifung; auch das kurze Toment ist von heller, weißlicher Färbung, aber nur an den Pleuren gut sichtbar. Rücken undeutlich der Länge nach gestriemt. Hinterleib von gleicher Färbung wie der Thorax, nur ist der Metall- schimmer dunkler und intensiver, namentlich an den Hinterrändern der Tergite. Das Hinterleibsende und das Hypopyg sind rot. Die zarte Grund- behaarung ist weißlich und gibt dem Abdomen einen hellen Schimmer. Das erste Glied des Ovipositors ist glänzend schwarzbraun. Der Glanz des Thorax und Hinterleibes wird wie bei St. mar- gmata Van der Wulp durch die Chagrinierung, Bereifung und die Haar- wurzelpünktchen bedeutend gemildert. Schienen und Füße dunkelbraun, etwas rötlich durchscheinend. Kostalzelle an der Wurzel bis über die Schulterquerader, dann die Subkostalzelle und ein sich linienartig schmal ansetzender und sich all- mählich bis in die erste Hinterrandzelle verbreitender Kostalsaum dunkel- braun. Der letztere endet an der Mündung der Discoidalis, wo er wieder etwas schmäler geworden ist. Die Flügeladerung, namentlich die stärkere Verengung der ersten Hinterrandzelle hat diese Art mit margmata Van der Wulp gemein; der letzte Abschnitt der Discoidalis ist aber länger, bei clnctaria gut lV2ii^al so lang als der vorletzte, bei marginata etwas kürzer. — Schüppchen weiß, Schwinger hell rotgelb. Alles übrige wie bei der Art Van der Wulps angegeben. Körper — 05 mm, Flügel 5—6 mm lang. 17. I*ki(fiostcno2)terin€i farinosa u. sp. 1 cf von der Molukkeninsel Amboina (leg. Dr. Doleschall), im Wiener Hofmuseum. Die Alten der Platvstominen. 69 Der Sf. marfjlnata Van der Wiilp bis auf Folgendes gleich. Die Stirnstrieme ist ganz sclnvarz. Nicht nur der Thoraxrücken, sondern auch die Hinterleibstergite sind mit Ausnahme der dunkleren Hinter- ränder auffällig goldockerig bereift, was dem ganzen Tier einen schwach lehmfarbigen Schimmer verleiht. Bei St. marginata zeigt sich gegen die Vorderränder der Tergite hin nur ein wenig auffallender, graulicher Reif. An den Beinen sind die vier hinteren Fersen deutlich rotbraun und nicht schwarz. Endlich ist die kleine Querader deutlich braun gesäumt. Körper 10 mm. Flügel 8 mm lang. IS. Flaifiostenoi^terina feres Hendel. Hendel, Gen. Plat., Tab. 4, Fig. 83. 2 cT 9 a"s Assam. Indien (P. Camer on). im British Museum in London. Stirne ganz matt, dunkel rotbraun, Augenrand schmal gelblich be- stäubt. Scheitel und oberer Hinterkopf glänzend pechbraun. Cerebrale, unterer Hinterkopf, Wangen, Backen, Untergesicht und Fühler rot. Klypeus matt, Antennengruben weiß bereift. Drittes Fühlerglied gegen das Ende hin dunkler braun, so lang wie das Untergesicht. Arista in der Wurzelhälfte kurz gefiedert. Prälabrum, Taster und Kinn rot. Thorax von rotbrauner Grundfarbe. Ausgesprochen rot sind die Schulterbeulen, die Prothorakalgegend, das Schildchen und teilweise die Pleuren unter den Flügelwurzeln. Ganz dunkel, mit etwas blau- metallischem Schimmer, aber geringem Glänze ist die Zentralregion des Rückens. Schwach nur ist der Metallschimmer auf den sonst dunkel- braunen Pleuren. Rückenmitte ohne Querfurche. Hinterleib glänzend dunkel blauviolett, mit kurzer und dichter heller Behaarung. Das erste Glied des Ovipositors glänzend schwarz. Cj": Fünftes Tergit fast gleich dem vierten + dritten. 9= Viertes Tergit am längsten, länger als das fünfte und auch als das dritte allein. Hüften und Schenkel rotgelb. Letztere dorsal und ventral mit undeutlichen braunen Wischen in der Mitte. Schienen und Füße rot- liraun, die vier hinteren Füße an der Wurzel etwas heller. Vorder- schenkel beborstet. Flügel gelblichgrau hyalin. Kostalzelle hellbraun, an der Wurzel aber, wie auch die Subkostalzelle und ein schiefliegender Fleck an der Flügelspitze, der an der Mündung der ersten Hinterrandzelle liegt, an der Kosta aber beide begrenzenden Längsadern, namentlich aber die Cubitalis deutlich überschreitet, dunkelbraun. Die kleine Querader steht etwas schief und auf der Mitte der Discoidalzelle. Der untere, äußere Winkel dieser Zelle ist hier spitz. Die erste Hinterrandzelle ist weitaus länger als die Discoidalzelle. Durch diese Eigenheiten im Geäder hat 70 Friedrich Hendel. unsere Art eine etwas abgesonderte Stellung-. — Schüppchen gelblich- weiß, Schwingerkopf braun. Körper 9 mm, Flügel 8 mm lang. 19. I*la3i. f-inii 51 Ä\'' f03 o f^-^:0 96 Friedrich Hendel. Teile rotbraun behaart. Auf dem Thoraxrücken sieht man aber außer- dem noch längere, abstehende schwarze Haare. Schildchen nackt. Hüften und Beine rot; die vier hinteren Füße am Ende braun. Vorderschenkel mit Ausnahme der Kniespitze und manchmal auch der Wurzelhälfte an der Vorderseite, die rot bleiben, metallisch schwarz- e-rün gewöhnlich auch die Vorderhüften von dieser Farbe. Vorder- und Hinterschienen mit braunem Fleck am Ende. Vorderfüße ganz dunkel- braun, Behaarung der Beine hellgelb. Flügel bräunlichgelb tingiert; die Adern sind rot oder rotbraun, alle Queradern aber dunkelbraun und auch deutlich braun gesäumt, be- sonders die kleine und die hintere Querader. Auch die Flügelspitze ist im Ende der Marginal-, Submarginal- und ersten Hinterrandzelle merk- lich, wenn auch wurzelwärts verwaschen braun getrübt, zum Teil in Form von Längsschweifen. Die letzten zwei Abschnitte der Discoidalis liegen fast ganz in einer Geraden, nur das an der Flügelspitze selbst mündende Ende dieser Längsader biegt ein wenig auf, wodurch eine geringe Verengung der Mündung der ersten Hinterrandzelle entsteht. Die Radialis mündet weiter vor der Cubitalis als bei anderen Arten. Die zweite Basalzelle ist sehr lang, ^/^ der Discalzelle messend. Subkostal- zelle intensiv gelb. Die kleine Querader ist der Mitte der Discalzelle genähert. — Schüppchen gelblichweiß, hell gerandet. Schwingerkopf rotbraun. Körper 6—8 mm, Flügel 45— 55 mm lang. 6. Duomyki laeta Walker. Lamprogaster laeta^) Walker, List Dipt. Brit. Mus., Vol. IV, p. 805 (1849). Australien. „Head ferruginous, pitchy and roughly punctured on the crown, tawny in front, thinly clothed with tawny hairs; a few black bristles on the crown: eyes pitchy: sucker black, clothed with tawny hairs; palpi black, beset with tawny hairs: feelers ferruginous, nearly as long as the face; third Joint black, about thrice the length of the second: ehest and breast bluish green , clothed with short tawny hairs: ehest sha- greened; sides of the hinder part an the scutcheon beset with a few black bristles: abdomen obconical, green, shagreened, not longer than the ehest, clothed with short tawny hairs; legs ferruginous; feet darker; claws black; foot-cushions pale tawny; fore thighs green; fore shanks dark ferruginous; fore feet black: wings slightly gray, with a tawny tinge at the base and along the fore borders; wing-ribs tawny; veins black, tawny towards the base; cross-veins clouded with brown; fourth longit. vein nearly straight, but slightly beut at its junction with the ^) Nom. bis lect. wegen Lamprogaster laeta Macquart. Die Arten der Platystominen. "• cross-vein, joining the border at the tip of the wi)ig; lower cross-vein straight for half the length, very slightly ciirved outward from thence to the tip; scales somewhat tawny. Length of the body 2^/2 lines; of the wings 5 lines." T. Dtfoinyta axurea n. sp. 2 cj" 9 ^"S Westaustralien (Swan River) im Wiener Hofmuseum. Stirne vorne nur sehr wenig verbreitert, zirka P/o mal so breit wie ein Auge. Strieme rotbraun, wachsglänzend, dicht mit kräftigen kleinen Hohlpunkten besetzt. Ozellenfleck schwarz. Ozellendreieck, Scheitel- platten und Cerebrale glänzend rotgelb. Frontorbital- und Ozellar- borsten fehlen. Augenränder der Stirne und Wangen schmal, dicht silberschimmernd, an der Spitze zwischen Fühler und Auge nicht unter- brochen. Die kurze Behaarung der Stirne schimmert goldgelb. Das ganze llntergesicht und der untere Hinterkopf rotgelb, dieses und die Fühlergruben weiß bereift, der übrige Teil fettglänzend, stärker noch die Wangen. Klypeusrücken ohne Längsfalten. Wangen kaum breiter als das dritte Fühlerglied. Backengruben ohne Querrunzeln. Oberer Hinterkopf seitlich glänzend schwarz. Die silberige Bestäubung über dem Halse ist oben ausgeschnitten und hängt seitlich mit der des Augen- randes zusammen. Mundrand stark hinaufgezogen, halbkreisförmig ausgeschnitten. Bis zu seinem obersten Rande reichen fast die Fühlerspitzen. Fühler gelbrot. Arista nackt. Prälabrum breit, groß, stark vortretend, wie die außerordentlich breiten Taster rotgelb. Rüssel schwarz. Der ganze Körper metallisch grünblau, unbestäubt, daher stark glänzend. Thoraxrücken fein punktiert, kurz schwarz behaart. Schild- chen nackt, achtborstig, Pleuren gelb behaart. Hinterleib an der Basis hell, sonst ganz dunkel behaart, zart punk- tiert. Fünftes Tergit so lang wie das dritte und vierte zusammen- genommen. Hüften und Beine metallisch schwarzviolett, an allen Gelenks- stellen schmal rotbraun, auch zwischen den Fußgliedern. Behaarung und Beborstung der Schenkel vorherrschend schwarz; die kurze Pubeszenz der Schienen und Füße rötlich. Die Schenkel sind hier nicht verdickt. Flügel glasig, an der Wurzel, in der Mitte des Vorderrandes und besonders intensiv in der Subkostalzelle gelb. Adern gelbrot; nur das Ende der Kosta schwärzlich. Die kleine (^uerader steht auf der Mitte der Discalzelle und zeigt die Spur einer hellbraunen Säumung. Die Dis- coidalis bildet mit ihren letzten zwei Abschnitten fast eine Gerade und mündet, am Ende etwas zur Cubitalis aufgebogen, ein wenig über der Flügelspitze. Die erste Hinterrandzelle ist relativ wenig verengt. Die A.bhandl, d k. k zoul -botau. Gcs. Bd VUI, Holt 1. '^ 98 Friedrich Hendel. hintere Querader ist gerade und steht fast senkrecht. — Schüppchen gelblichweiß, ockerig gerandet. Schwingerkopf dunkelbraun. Körper 8"5 mm, Flügel 75 mm lang. H. Duomyia anmilipes n. sp. 1 cf aus Westaustralien (Swan River) im Wiener Hofmuseum. Der ganze Kopf mit Ausnahme des rotbraunen oberen Hinterkopfes seitlich vom Cerebrale matt hell rötlichgelb, die Stirne intensiver, das Untergesicht lichter. Scheitel, Cerebrale und Wangen glänzen mehr oder weniger. Die Augenränder sind nur an den Wangen und am Hinter- kopfe deutlich weiß gesäumt, an der Stirne glänzen sie. Die Stirne ist doppelt so breit wie ein Auge und fast vollkommen eben, das heißt olme grobe Falten und Furchen, nur am Augenrande und seitlich gegen die Fühler hin zart punktiert. Ozellenfleck schwärzlich. Jederseits eine schwache, aber deutliche Frontorbitalborste auf den gelben Scheitelplatten, deren geradlinige Fortsetzungen nach vorne konver- gieren und durch dunkle Färbung sich abheben. Fühler und Arista orangegelb, so lange wie das Untergesicht. Stirne schw^arz behaart. Ozellarborsten nur rudimentär. Die Silberbinde des oberen Hinterkopfes wie bei Diiom. obscura Walk. Prälabrum sehr klein, gelb. Taster dunkel rotbraun, an der Spitze wie der Rüssel schwarzbraun. Klypeuskiel ohne Längsfalten. Wangen breit, 1^2 mal so breit wie das ebenfalls sehr breite dritte Fühlerglied. Backen runzelig. Thorax rot, nur die Zentralregion des Rückens, die Brust und der Metathorax metallisch glänzend schwarzgrün. Pleuren zart weißlich bestäubt. Am Prothorax, dann vorne die Sternopleuralnaht und die Lateralgegend des Rückens über der Dorsopleuralnaht dicht weiß bereift. Schild nackt, glänzend rotgelb, auf der Mitte der Oberseite mit einem runden dunkel rotbraunen Fleck. Der Rücken ist dicht mit Hohlpunkten besetzt; außer der kurzen anliegenden goldig schimmernden Behaarung sieht man auch eine schwarze, längere und abstehende. Pleuren hell behaart. Pteropleuren mit einer starken schwarzen Borste. Hinterleib glänzend rot, am Ende rotgelb. Die Tergite der Vorder- hälfte, namentlich in der Mitte, metallischgrün. Die Behaarung ist vorne weißlichgelb und abstehend, nach hinten kürzer, anliegend und mehr rötlichgelb. Das fünfte Tergit ist so lange wie das dritte und vierte zu- sammen. • Hüften rot, Beine heller, gelbrot. Schenkel dick, ventral an der Spitze mit einer Längsfurche zum Einklappen der Schienen. Hinter- schenkel ventral in der Wurzelhälfte der Länge nach konkav einge- drückt. Alle Schenkel in der Mitte breit schwärzlich rotbraun, am ausge- dehntesten die vordersten. Die äußersten Kniespitzen der vier hinteren Die Arten der Platystominen. "^^ Beine, alle Schienenspitzen und zwei dorsal nicht g-eschlossene Ringe der Schienen ebenfalls dunkel rotbraun. Beine hell behaart, nur die posterodorsale Borstenreihe der Vorderschcnkel schwarz. Flügel fast glashell, nur schwach bräunlichgelb tingiert; am deut- lichsten ist dies im Endteile der Marginal- und Submarginalzelle zu sehen. Subkostalzelle rotgelb. Alle Adern gelb, die Queradern jedoch dunkler, rotbraun. Die kleine Querader ist sehr deutlich, die hintere nur undeutlich bräunlich gesäumt. Die erste Hinterrandzelle ist nur mäßig verengt und mündet derart, daß die Discoidalis die Flügelspitze trifft. Der letzte Abschnitt der Discoidalis liegt mit dem vorletzten fast in einer Geraden und ist schwach wellig geschwungen. Hintere Quer- ader mäßig schief gestellt. — Scliüppchen weiß; Flügelschüppchen braun gerandet. Schwingerkopf hellgelb. Körper 9 mm. Flügel 85 mm lang. y. DHO)Hf/kf serirea n. sp. 2 9 aus Südqueensland, Burpengary (leg. Dr. Bancroft), im British Museum in London, Stirne vorne nur wenig verbreitert und dort nur IVsnial so breit wie ein Auge, matt rotbraun, vornehin allmählich fast schwarzbraun werdend: die Fläche derselben ist eben und mit zahlreichen seichten Hohlpunkten bedeckt, die kurze Behaarung schimmert abstechend hell, weißlich. Ozellar- und Frontorbitalborsten fehlen. Schmale x\ugenränder an Stirne und Wangen, zwischen Fühlerwurzeln und Auge durch ein glänzendes rot- oder schwarzbraunes Dreieck unterbrochen, schimmern silberig. Cerebrale rot, Scheitel und oberer Hinterkopf glänzend schwarz. Die hinteren Augenränder und ein davon isolierter, oben gegabelter Fleck über dem Halse am Hinterkopf dicht silberweiß. Untergesicht und unterer Hinterkopf ockergelb, weißlich bereift, die Ränder der nicht querru.nzeligen Backengruben rotbraun. Klypeus in der Mitte mit zwei bräunlichen, nicht sehr deutlichen Querstriemchen in einer Linie. Die ersten zwei Fühlerglieder, die Arista und auch noch die Wurzel des dritten Gliedes rot, der Rest fast schwarzbraun. Klypeuskiel mit vielen Längsfalten. Wangen nur etwas breiter als das dritte Fühlerglied. Rüssel und Taster schwarz, Prälabrum versteckt. Mundrand ein sehr flacher Bogen, nicht hinaufgezogen. Thorax und Schild metallisch schwarzgrün, mit Hohlpunkten diclit übersät, daher mit gemildertem Glänze, beide mit anliegenden gelben Härchen von seidenartigem Glänze dicht l)edeckt. Pteropleuren länger behaart. Hinterleib dunkel goldgrün mit Purpurschimmer, glänzend, fein punktiert. Am äußersten Seitenrande der Tergite liegen Dreiecke von silberweißem Tomente, deren Spitzen am Vorderrande der einzelnen 100 Friedrich Hendel. Tergite liegen und Sägezähne bilden. Auch die sonstige Behaarung des Hinterleibes schimmert hell. Das fünfte Tergit ist deutlich kürzer als das dritte und vierte zusammengenommen. Hüften und Schenkel dunkel metallischgrün, die hinteren etwas rötlich durchscheinend, Knie schmal rot. Schienen an der Wurzel und in der Mitte rot, sonst vorherrschend metallisch grün. Füße rot, die vor- dersten dunkel rotbraun, am Ende schwärzlich. Behaarung gelblichweiß. Schenkel dick, ventral an der Spitze abgeflacht, nur schwach furchig vertieft. Flügel gleichmäßig und nur schwach bräunlich hyalin, fast wie glashell. Adern rot. Subkostalzelle gelb. Aderung wie bei Diiom. obscura Walk., nur ist die kleine Querader der Mitte der Discalzelle sehr genähert. — Schüppchen weiß, gelb gerandet. Schwingerkopf hellgelb. Körper 6 mm, Flügel 5 mm lang. 10. DuoiHi/ia totnentosa n. sp. 1 9 aus Nordqueensland, Townsville (leg. F. P. Dodd), im British Museum in London. Stirne vorne an ihrer größten Breite doppelt so breit wie ein Auge, auf ihrer Fläche eben und undeutlich punktiert; nur am Augenrande und vorne an den Seiten mit deutlich sichtbaren feinen Hohlpunkten besetzt. Der Farbe nach ist sie matt rotgelb, seitlich am Rande hellgelb. Augen- ränder bloß mit einem linienartigen weißen Saume. Die Behaarung der Stirne ist gelb und außerordentlich kurz. Ozellenfleck schwarz. Keine Ozellar- und Frontorbitalborsten. Das obere Cerebrale und die hinteren Augenränder gelb, der mittlere Hinterkopf schwärzlich. Der ganze Hinterkopf ist mit Ausnahme des obersten Randes weiß bereift. Unter- gesicht und unterer Hinterkopf hell wachsgelb, an den Wangen und den feingerunzelten Backengruben von geringem Glänze, sonst weiß schim- mernd. Klypeuskiel mit vielen Längsfalten. Wangen mehr als doppelt so breit wie das dritte Fühlerglied. Fühler erheblich kürzer als das lange Untergesicht, wie die nackte Arista gelbrot. Fühlerwurzeln außerordentlich weit vonein- ander entfernt. Thorax und Hinterleib olivengrün, durch diciite ockerige Bestäu- bung und gelbe, anliegende Pubeszenz wie matt erscheinend. Die Chitin- haut ist fein und zart punktiert, auch das Schildchen. Dieses ist hell rotbraun und ebenfalls mit gelber Pubeszenz bedeckt. Am Hinterleibe ist das fünfte Tergit vorherrschend rötlich ocker- gelb und so lange wie das dritte und vierte Tergit zusammon. Der Hinterleib ist noch matter als der Thorax. Hüften und die hell behaarten Beine einfarbig rotgelb. Die Arten der PLatystominen. ^^1 Flügel g-('ll)li('h tingiert. mit rotgelben Adern, wie bei Duom. nbscura. Walk, verlaufend. Subkostalzclle intensiv gelb. Submarginal- zelle verwaschen gelb. Die hintere Qiierader und der letzte Abschnitt der Discoidalis sind wellig gebogen und haben fast dieselbe Richtung. — Schüppchen weiß, hell gerandet. Schwinger rostfarbig. Körper fast 11 nun, Flügel 8 mm lang. 11. JJuomffki f/randis Schiner. Stenopterina grandis Schiner, Novara-Dipt., p. 289, 172 (1868). 1 cf angeblich aus Chile, gesammelt auf der Novarareise, im Wiener Hofmuseum. Die Stirne ist relativ schmal, vorne nur so breit wie ein Auge, von allen Arten am schmälsten; eben und glatt, unpunktiert, matt rot- braun, vor den Ozellen rotgelb, am Augenrande schmal weiß eingefaßt. Ozellen- und Scheitelplatten sowie der obere Rand des Hinterkopfes rot, deutlich glänzend. Die kurze Behaarung der Strieme der Stirne schimmert weißlich. Die Frontorbitalborsten (jederseits 1—2) und die Ozellenborste sind durch Haare angedeutet. ZwiK^hen Fühlerwurzeln inid Augen liegt je ein dunklerer Fleck. Wangen schmal, nur Va ^^^ dritten Fühlergliedes breit. Backengruben fein gerunzelt. Untergesicht und unterer Hinterkopf matt wachsgelb; Klypeus in der Mitte mit einem kleinen braunen Fleck von Hufeisengestalt, oben mit vielen feinen Längsfalten und zwischen den Fühlerwurzeln so schmal, daß sich diese beinahe berühren. Fühlergruben weiß, sehr groß und tief, ganz bis zum Mundrande herabreichend. Oberer Hinterkopf seitlich schwarz- braun, wie bei D. maculipennis weiß bereift. Fühler rot, so lang wie das Untergesicht, das dritte Glied nicht nur so lang, sondern auch ziemlich breit. Arista nackt. Prälabrum sehr niedrig, kaum sichtbar. Taster und Rüssel schwarzbraun. Thorax und Schild rot, Zentralregion des Rückens fein punktiert, metallisch blaugrün. Überall ist der Glanz durch einen zarten weißlichen Reif stark gemildert, auf dem Rücken überdies noch durch eine dichte gelbe Pubeszenz verringert. Auch das Schildchen ist hell behaart. Die feinen Haare der oberen Mesopleuren und ein paar Borsten auf den Pteropleuren schwarz; sonst ist die Behaarung der Pleuren weißlich. Metathorax schwarzbraun. Hinterleib glänzend gell)rot, an den Hinterrändern der Tergite 2—4 undeutlich begrenzt, blaugrün. Behaarung vorne weißlich, an den Seiten gelb, oben und hinten schwärzlich. Fünftes Tergit etwas kürzer als das dritte und vierte zusammengenommen. Beine rotgelb, mit den bei D. ohscura angegebenen schwarzen Borsten, sonst hell behaart. Vorderhüften dunkelbraun. 102 Friedrich Hendel. Flügel schwach gelblichgrau hyalin, mit hellgelben Adern. Sub- kostalzelle gelb. Die Discoidalis mündet ein wenig über der Flügelspitze: ihr letzter Abschnitt weicht nicht stark von der Richtung des vorher- gehenden ab, ist nur schwach wellig gebogen und verengt mit der Cu- bitalis die Mündung der ersten Hinterrandzelle deutlich aber nur mäßig. Die kleine Querader steht fast auf der Mitte der Discalzelle, die hintere nicht sehr schief. — Schüppchen weißlich, ockerig gerandet. Schwinger rostgelb. Körper 9 mm, Flügel 8 mm lang. 12. Duoniyia nuft'lpes IMacquart. Dipteres exot., Suppl. 4, p. 283, PI. 26, Fig. 6 (1850) (Senopterina). Cf, Tasmanien. „Viridis nitida. Pedibus nigris. Alis flavidis macula costali apice- que fuscis. Long. 2^/_j lin. Palpes, face, front et antennes testaces. Thorax ä leger duvet blanchätre; cotes testaces. Abdomen ovale; armure copula- trice munie de deux long« fllaments testaces. Pieds noirs, ä metatarse d'un testace obscur. Cuillerons jaunes. Ailes jaunätre; base et bord exterieur d'un jaune fauve; une petite tache brune au bord exterier, ä la hauteur de la premiere nervure transversale qui est bordee de brun; extremite bordee de brun; nervure externo-mediaire arquee au-delä de la 2. transversale: celle-ci oblique, situee en-degä du milieu entre la pre- miere et Fextremite." 13. Diiomykt scuteUaHs Macquart. Dipteres exot., Suppl. 4. p. 282, PI. 26, Fig. 5 (1850) (Senopterina). 9, Tasmanien. „Viridis nitita. Scutello testaceo. Abdomine apice testaceo. Pe- dibus rufis. Alis immaculatis. Long. 3 lin. Trompe noire; palpes fauves. Face fauve, ä leger duvet blanchätre. Front d'un l)run noirätre; un peu de duvet blan- chätre sur les bords; vertex testace. Antennes fauves; un peu de brunätre ä Fextremite du troisieme article. Thorax ä leger duvet blanchätre et bandes d'un vert obscur; cotes et poitrine d'un testace fonce; ecusson testace. Abdomen d'un vert obscur; dernier segment testace; avant- dernier ä cötes testaces. Cuillerons blanchätres. Ailes un peu jaunätre ä la base et au bord exterieur: ner^ ure externo-mediaire droite au-delä de la 2. transversale; celle-ci situee au tiers entre la premiere et Fextremite." Die Arten der Platystominen. 103 24. Genus Stenopterina Macqiiart. (Senopterina) Suites ti Buffon, Vol. 2, p. 543 (1835). Tabelle der Arten. Flügel mit einem isolierten dunkelbraunen Längsschweif nur in der ersten Basalzelle, der weder an der Wurzel, noch an der Spitze an der kleinen Querader mit dem Braun des Flügelvorderrandes zu- sammenhängt. Thoraxrücken zwischen den Flügel wurzeln beson- ders stark zusammengedrückt 1 — Flügel ohne den isolierten, charakteristischen braunen Längswisch in der ersten Basalzelle. Ist diese braun, so ist es auch die Marginal- und Submarginalzelle darüber oder der braune Saum der kleinen Querader hängt mit dem Vorderrande zusammen .... 2 1. Flügelvorderrand von der braunen Subkostalzelle bis zur Discoidalis zusammenhängend dunkelbraun. Klypeus und Prälabrum rotgelb. Hintere Querader schmal gesäumt. 1. S. brevipes Fabricius. — Der braune Flügelapikalsaum ist von der dunklen Subkostalzelle deutlich getrennt. Klypeus und Prälabrum braunschwarz gefleckt. Hintere Querader breit fleckenartig gesäumt. 2. S. hifuscata n. sp. 2. Der Flügel ist vor der kleinen Querader zwischen Kosta und Dis- coidalis, hinter derselben nur im oberen Teile und an der Spitze der ersten Hinterrandzelle ziemlich gleichmäßig braun fingiert . 3 — Flügel ohne einen zusammenhängenden braunen Kostalsaum, der von der Mediastina- bis zur Discoidalismündung reicht 4 3. Der letzte Abschnitt der Discoidalis ist wenig kürzer als der vor- letzte. Viertes Tergit des 9 ohne Warzen. 4. S. fuscicosta n. sp. — Der letzte Abschnitt der Discoidalis ist beinahe doppelt so lang wie der vorletzte. Viertes Tergit des Q ^^it zAvei Warzen. 3. S. verrucosa n. sp. 4. Stirne mit zwei samtbraunen Flecken. Flügel mit drei schwarz- braunen Flecken: einer an und oberhalb der kleinen Querader, der zweite an der hinteren Querader und der dritte an der Flügelspitze. 5. S. macularis Fabricius. — Stirne ohne samtartige Flecke. Flügel ohne solche Flecke . . 5 5. Thorax blaugrün, die Seiten- und Hinterränder sowie das Schildchen gelb. 7. S. varia Coquillett. — Thorax blau oder schwarz 6 6. Flügel längs der Kosta und an der Spitze bleichgelb. Die sclnvarz- braune Längsstrieme des Flügels verläuft längs der Discoidalis bis zur hinteren Querader und biegt dann an dieser winkelig herab. 8. S. flexivitta Walker. — Flügel mit einem isolierten braunen Apikaifleck 7 104 Friedrich Hendel. 7. Thoraxrücken glänzend blau; Siibkostalzelle wie der Kostalrand bleichgelb. 6. S. cyanea Giglio-Tos. — Thoraxrücken schwarz, nicht metallisch. Siibkostalzelle dunkel- braun, mit dem braunen Längsschweif des Flügels zusammen- hängend. 9. S. alligata Van der Wiilp. 1. Stenopterina brevipes Fabricius. Dacus breripes Fabricius, Syst. Antl., p. 272, 2 (1805). — Wiedemann, Außereur. zweifl. Ins., Vol. 2, p. 513, 1 (1830). — Macquart, Suit. ä Buff., Vol. 2, p. 454, 1, PI. 19, Fig. 14 (Senopterina) (183.5). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 108. Herina mexicana Macquart, Dipt. exot, Vol. 2/3, p. 208, Fl. 19, Fig. 2 (1843). — Van der Wulp, Biol. Centn Amer. Dipt., Vol. 2, p. 380, Fl. 10, Fig. 6 (Steno- pterina) (1897). — Cresson, Trans. Amer. Ent. Soc, Vol. 32, p. 279 (1906). Herina splendens Macquart, Dipt. exot., Suppl. 1, p. 209, Fl. 18, Fig. 8 (1846). Ortalis angusta Walker, Dipt. Saunders., Vol. 4, p. 374 (1852). Stenopterina caerulescens Loew, Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 97, 1 (1873). Zitiert ans Nordamerika, Mexiko, Kolumbien, Südamerika. — Ich habe die Typen Wiedemann s vor mir, dann Stücke aus Bolivia (Siiapi, Songo, Mapiri), Mexiko, Peru (Callanga, Urubambafluß), Brasilien (Rio Grande, Ypanema) und Paraguay. Die Art ist in bezug auf Größe und Färbung des Körpers und der Flügel ziemlichen Schwankungen unterworfen. Im allgemeinen sind jedoch die dunkleren Formen häufiger als die hellen. Kopf glänzend rotgelb. Stirne selten ganz rotgelb oder rot, wachs- glänzend, meist die konvexe Vorderstirne, die immer stärker glänzt, rot- braun bis schwarzbraun. Scheitelplatten und Ozellenfleck gewöhnlich glänzend dunkelbraun, Augenränder schmal silberschimmernd. Der obere Hinterkopf glänzt, der untere ist weiß bereift. Untergesicht am hellsten gefärbt. Fühlergruben braun, aber weiß schimmernd. Prä- labrum, Taster und Kinn rot; Rüssel schwarzbraun. Fühler rot, drittes Glied in der Regel dunkel rotbraun. Arista nackt. Der Klypeiis ist ober- halb der Mitte im Profile winkelig gebrochen. Stirne länger als breit. Thorax und Schild von roter, rotbrauner bis endlich ganz tief dunkler Grundfarbe, aber mit lebhaftem und vorherrschend blau- violettem Metallschimmer. Die hellsten Stücke sind direkt rot zu nennen. Auch Beine und Hinterleib sind dann rot. Bei anderen sind nur mehr die unteren Pleuren, das Schildchen usw. rot. Bei den dunkelsten endlich ist das Rot oder Rotbraun ganz verschwunden. Die zarte und feine Behaarung des Rückens und des Hinterleibes ist gelblich bis goldgelb und schimmert auffallend hell. Seitlich am Rücken zieht von den Schultern bis in die Suturaldepression eine breite, weiß bereifte Binde, biegt dann schief auf die Pleuren herab und überzieht die obere Ecke der Meso- Die Arten der Platystominen. lOo Pleuren und die ganzen Ptero- und Metapleuren. Die vorderen Pleuren dagegen glänzen stark; nur die Sternopleuralnaht schimmert vorne silber- weiß. Rücken fein punktiert, ohne merkliche Längsstriemung, deutlich länger als breit, in der Mitte mit einer durchgehenden Querfurche. Schildchen mit vier Borsten. Hinterleib selten vorherrschend rotbraun, häufiger ist dies noch beim cS als beim 9 der Fall, meist metallisch dunkelblau, stark violett schimmernd. Ovipositor gleichfarbig. Beim 9 sind die Tergite 3—5 un- gefähr gleich lang, beim cT ist das fünfte weitaus länger als das dritte und vierte zusammen. Hüften und Schenkel rot bis rotbraun, letztere meist vor der Spitze in verschiedener Ausdehnung und Intensität verdunkelt, manchmal sogar mit metallischem Schimmer. Schienen und Füße rotbraun bis schwarz- braun, die vordersten immer am dunkelsten. Die Borsten der Vorder- schenkel nur schwach; diese und die anterodorsale Reihe an der Spitze der Hinterschenkel schwarz. Alle übrige Behaarung hellgelb. Flügel glashell. Die Subkostalzelle und daranschließend ein Randsaum, der gegen die Flügelspitze etwas breiter wird und an der Mündung der Discoidalis endet, schwarzbraun. Seine untere Grenze überschreitet der kleinen Querader gegenüber die Radialis und läuft dann unter ihr weiter, der Kosta fast parallel, um etwas vor der Mün- dung der Discoidalis diese Ader zu schneiden. Das SchAvarzbraun, das die ganze erste Basalzelle erfüllt, umsäumt auch noch die kleine Quer- ader und setzt sich an der Discoidalis als kurze Spitze fort. Auch der ganze Raum in und bei der Radialisgabel ist bis gegenüber der Media- stinamündung in das Schwarze der Basalzelle eingeschlossen. Endlich ist noch die hintere Querader mit einem gleichbreiten, dunkelbraunen Saum umgeben, der zirka V3 dieser Queracler breit ist. Die zweite Basal- zelle und die Basis der Discalzelle sind nur schwach angehaucht: ebenso die Wurzel der Kostalzelle. Schüppchen weiß. Schwingerkopf rost- braun bis dunkelbraun. Die intensivst gefärbten Stücke (aus Paraguay und Brasilien) haben folgendes Aussehen: Stirne vorne ausgedehnt dunkel: Thorax ohne Rot: Schenkel dunkel und metallischblau oder violett schimmernd. Saum des Flügelrandes und der hinteren Querader dunkler und breiter: der schwarze Längsschweif der ersten Basalzelle verlängert sich jenseits der kleinen Querader längs der Discoidalis bis zur hinteren Querader. Die ganze zweite Basalzelle und die Wurzelhälfte der Discalzelle sind in- tensiv geschwärzt und endlich auf der Oberstirne zeigen sich äluilich wie bei Stenopt. macularis Fab. zwei matte Flecke. Diese extreme A^arietät wird aber durcli Übergänge vollkommen mit den normalen und den hellen Stücken verbunden. Die Größe des Körpers und Flügels variiert zwischen 4"5— lU nun. 106 Friedrich Hendel. 2. SteuopteHna infuscata n. sp. 4 9 aus Bolivia (Songo) von der Firma Bangliaas & Stauding-er. Bis auf folgende Unterschiede gleichen diese Stücke der Stenopt. brevipes Fab. ganz. Der Mundrand und die Mitte des Klypeus in Form eines Dreieckes glänzend braunschwarz. Hinterleib goldiggrün, nur wenig blau schim- mernd; bei St. brevipes Fab. immer blau mit violettem Schimmer, der hier stets fehlt. Flügel nicht glashell, sondern in der Kostal-, der Marginal- und Submarginalzelle jenseits der kleinen Querader sowie längs der vierten und fünften Längsader intensiv bräunlichgelb tingiert. Subkostalzelle schwarzbraun. Der gleichfarbige Apikaifleck des Flügels ist viel breiter: seine innere Grenze liegt bei weitem nicht so schief in der ersten Hinter- randzelle, so daß er unten fast mit der Mündung der Discoidalis zu- sammenfällt, sondern steht fast auf den Längsadern 3 und 4 senkrecht. Der Fleck schließt mehr als das Enddrittel des letzten Discoidalader- abschnittes in sich ein, überschreitet die Ader aber nur als schmaler, ver- waschener Saum, Li der ersten Hinterrandzelle dringt der hyaline Teil der Zelle etwas in den braunen Fleck hinein, so daß er hier heller er- scheint. Oben hängt derselbe mit dem Braun der Subkostal- zelle jedoch nicht zusammen, sondern bleibt die ganze Breite der Marginalzelle frei. Die hintere Querader ist viel breiter als bei St. brevipes Fab. braun gesäumt: der Saum ist ungefähr -/.. der Länge dieser Querader breit. Unter der kleinen Querader tritt das Braun der Basalzelle ein wenig und nur verwischt unter die Discoidalis herab. Körper und Flügel 9 — 10 mm lang. 3. Stenopterina verruco.sa n. sp. 3 9 ^^^s Bolivia (Songo) im Ungarischen Nationalmuseum und aus Yungas de la Paz im British Museum. In der Form des Kopfprofiles und des Thorax sowie der Schildchen- beborstung der St. macularis Fab. gleichend. Kopf mit Ausnahme der unteren Wangen, der Backengruben, des seitlichen Mundrandes und der Tasterspitzen und des zweiten Fühler- gliedes, die rot sind, schwärzlich rotbraun, mit schwachem dunkel- violetten Schimmer. Stirne oberhalb der Querfurche mit zwei großen schwarzen samtartigen Flecken, wie bei St. macularis Fab. angegeben. Fühlergruben, ein Längsmittelstrich in der Oberhälfte des Klypeus und die Augenränder weiß schimmernd. Arista nackt. Profil des Gesichtes gerade. Thorax entweder der Gänze nach mit dem Kopfe gleichfarbig oder schon auf dem Rücken, an den Schultern und dem Schildrande, dann Die Arten der Platystominen. ^07 aber besonders an den Pleuren, namentlich nach unten hin, deutlich bis vorherrschend rot gefärbt. Der Rücken ist durch Punktierung- matter und schimmert schwarzviolett, Schultern und Schildchen jedoch sowie die Pleuren glänzen blaugrün. Die kurze Behaarung des Rückens ist fuchsrot, die Zeichnung desselben besteht aus drei grauen Längsstriemen, von denen aber nur die mittlere gut sichtbar ist. Der Hinterleib ist am basalen Doppelsegment von der Wurzel her mehr weniger ausgedehnt rotgelb, sonst an diesem Ringe dunkler gefärbt, mit grünem Metallschimmer. Die Tergite der Ringe 8—5 sind violett- schwarz; alle Ringe leuchtend hellrot behaart. Das dritte Tergit ist so lange wie das vierte und fünfte zusammen. Das vierte Tergit hat jeder- seits am Vorderrande einen großen, stumpfen, warzenartigen Höcker, der mit der dicht goldgelb behaarten Spitze nach hinten gerichtet ist. Bei zwei Stücken sind Hüften und Beine hell rotgelb und nur die Fußenden 1)räunlich gefärbt. Das dritte Stück mit dem ganz dunklen Thorax stellt anscheinend das andere Extrem vor, da seine Beine mit Ausnahme der roten Fersen der vier hinteren Beine und der rotbraunen Wurzeln der hinteren Schenkel ganz schwarzbraun sind. Die Behaarung der Beine bleil>t aber immer hellgelb. Am Flügel ist der ganze Vorderrand intensiv bräunlichgelb tingiert und zwar vor der kleinen Querader von der Kosta bis zur Discalis, jenseits derselben zunächst nur von der Kosta bis etwas über die Cu- bitalis hinaus und dann gegen die Spitze der ersten Hinterrandzelle hin allmählich wieder bis zur Discoidalis herabreichend. Schwächer gelb sind die zwei Wurzelzellen und die Basis der Discalzelle gefärbt. Gelb gesäumt ist auch die Posticalis. Gesättigter braun ist die Subkostalzelle. Graubraun mit verwaschenen Grenzen ein Fleck um die kleine Querader herum, der sich längs der Discoidalis bis zur hinteren hinzieht und mit dem schmäleren, aber deutlicher abgegrenzten Saum dieser Querader zu- sammenstößt. Auch der Endabschnitt der Cubitalis ist intensiver ver- waschen graubraun und die Radialisgabel schwärzlich umsäumt. Der übrige Flügel ist graulich hyalin. — • Schüppchen rostgelb, Schwinger- kopf braun. Körper fast 12 mm, Flügel 11 mm lang. 4. Stenopferiua fusclcosta n. sp. 1 9 ^^is Yungas de la Paz, Bolivia, von Herrn B. Li cht war dt. Bis auf die folgenden Angaben ganz mit der Beschreibung des dunklen Stückes der St. verrucosa übereinstimmend. Längsmitte des Klypeus rotgelb, nicht schwarz, Thorax ganz tief schwarzbraun, auch an den Pleuren. Hinterleib im ganzen dunkler, von geringem Glänze, stark punktiert, vorherrschend einen einfach schwarzen Eindruck machend. Behaarung von der Mitte an dunkelrot bis schwärz- 108 Friedrich Hendel. lieh, nur an der Basis hellor. Das dritte Tergit ist nur etwas länger als das vierte und fünfte allein genommen. Das vierte Tergit ist normal, ohne Warzen. Die Basis der Vorderschenkel und die AVurzelhälfte der hinteren Schenkel sind rot. Die Anlage der Flügelzeichnung ist die gleiche wie bei St. verru- cosa, nur ist die Farbe derselben nicht bräunlichgelb, sondern rotbraun und in der Flügelmitte stark verdunkelt, um die Radialisgabel herum sogar schwarzbraun. Die Adern sind hier schwarz, dort rot. Hier ist der Abstand der beiden Queradern an der Discoidalis wenig kürzer als der erste oder der letzte Abschnitt der Discoidalis, bei St. verrucosa jedoch ist er nur etwas länger als die Hälfte eines dieser zwei Abschnitte. 5. Stenopteriiia macularis Fab. Dacus macularis Fabricius, Syst. Ant., p. 275, 11 (1805). — Wiedeinann, Außereur. zweitl. Ins., Vol. 2, p. 465, 14 (Ortalis) (1830). — Loew, Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 47 (Stenopterina) (1873). — Hendel, Gen. Plat. Fig. 109—110. Herina violacea Maequart, Dipt. e.'cot., Vol. 2/3. p. 207, PI. 29, Fig. 1 (1843). Orfalis violacea Maequart, Dipt. exot., Suppl. 3, p. 62, PI. 7, Fig. 3 (1847). Chromatomyia bicolor Walker, List. Dipt. Brit. Mus., Vol. 4, p. 805 (1849), aus Para. Zitiert aus Brasilien und Fdo Negro. — Ich habe Stücke vor mir aus Rio Grande do Sul und Itaituba in Brasilien, aus Vilcanota und vom Urubambafluß in Peru und aus Songo, St. Antonio und Mapiri in Bolivien. Die beiden Scheitelplatten, ein schlankdreieckiger Medianstreifen der Oberstirne, auf dem oben in einem dunklen Flecke die Ozellen liegen, die schmalen Stirnaugenränder und der obere Hinterkopf glänzend rotgelb bis rotbraun. Die konvexe Vorderstirne vor der Quer- furche glänzend schwarzbraun, oft mit violettem Schimmer. Über der Querfurche jederseits eine samtartig matte, dunkel rotbraune Makel, oben durch die eindringende Scheitelplatte zweizackig. Stirne so lang wie breit. Der übrige Kopf, eingeschlossen Fühler, Lunula, Prälabrum und Taster rotgelb. Am hellsten gelb ist der Klypeus, wenig glänzend. Die Fühlergruben sind liäufig gebräunt, aber silberig bereift. Augenränder weiß bis goldgelb schimmernd; desgleichen der ganze untere Hinterkopf. Rüssel mit Ausnahme der vorderen Spitze und Tasterwurzeln schwarz- braun. Drittes Fühlerglied dunkler als die Basis, mehr rotbraun. Arista nackt. Klypeus im Profile gerade oder nur schwach konkav. Thorax, Schild und Hinterleib metallisch glänzend, schwarz, mit lebhaften violetten und blauen Reflexen. Tlioraxrücken nur wenig länger als breit, fein punktiert, kurz schwarz behaart, mit einer aus grauen Striemen zusammengesetzten Zeichnung: eine gleichbreite durch- gehende Mittellängsstrieme, seitlich je zwei schnjälere Striemen, die in der Naht breit verbunden sind. Die äußere derselben bildet hinter der Die Arten der Platvstominen. 109 .Schulterbeule einen feinen Haken. Pleuren stark glänzend, unbestcäubt, Sternopleuralnaht vorne silberschinimernd. Rückenniitte ohne durch- laufende Querfurche. Schildclien mit sechs Borsten. Hinterleib stark glänzend, die feine Behaarung desselben hell gelb- lich schimmernd. Beim cf ist das basale Doppelsegment und das fünfte sehr lang, letzteres weitaus, fast doppelt so lang als das dritte und vierte zusammengenommen. Beim 9 ist das dritte bis fünfte Tergit in der Länge nur wenig verschieden; das fünfte erscheint oft durch Einziehen kürzer. Erstes Glied des Ovipositors schwarz. Hüften und Beine glänzend dunkel rotbraun bis schwarzbraun; Schenkel an der Wurzel und Schienenspitze rotbraun, Füße rot. Mittel- schenkel posterior der ganzen Länge nach, Hinterschenkel anterodorsal an der Spitze mit langen Borstenhaaren gewimpert. Vorderschenkel posterodorsal und posteroventral mit einer Borstenreihe. Borsten und Behaarung der Schenkel schwarz. In der Körperfärbung beobachtet man einige Schwankungen. Die Schultern und die Pleuren, besonders nach unten hin, sind häufig mehr oder weniger deutlich rotbraun bis rot. Ebenso kann das Rot an den Beinen sich soweit ausdehnen, daß dieselben ganz oder fast ganz rot sind. Auch in der Intensität und Ausdehnung der Zeichnung des Flügels zeigt sich eine ziemliche Variabilität, welche in Verbindung mit jener der Leibesfärbung als Endglieder zwei Varietäten erzeugt, die ich mit Stenopt. macularis Fab. und Stenopt. violacea Macqu. bezeichnen möchte. Die Stücke mit dunklerer Leibesfärbung haben auch dunklere Flecke am Flügel. Diese typische Form hat folgende Zeichnung. Ein großer schwarzbrauner und scharf umgrenzter Fleck in der Flügelmitte umgibt zunächst noch unter der Cubitalis fast halbkreisartig die kleine Querader: über der Cubitalis ist er innen geradlinig und etwas schief bis zur Subkosta hinauf begrenzt, außen jedoch erweitert er sich in der Submarginal- und Marginalzelle bis gegenüber der Verlängerung der hinteren Querader, wo er eine Stufe bildet und nur noch durch die Marginalzelle mit dem Braun des schief oben an der Flügelspitze liegen- den Fleckes zusammenhängt. Der Apikaifleck geht unten nur sehr ver- waschen über die Discoidalis hinaus. Die hintere Querader wird von einem sehr großen und breiten schwarzbraunen Fleck umgeben, dessen Breite zirka ^/o der Länge dieser Querader mißt. Die Basishälfte der Kostal-, die ganze Subkostalzelle, der ganze Raum zwischen der dritten und fünften Längsader von der Flügelwurzel bis zur kleinen Querader, gegen diese hin schon verwaschen rotbraun gefärbt. Radialisgabel und die Querader der zweiten Basalzelle geschwärzt. Der hintere Flügel- saum graubräunlich tingiert. Der Raum vor und hinter dem schwarzen Fleck der Flügelmitte glashell. 110 Friedrich Hendel. Bei der Varietät St. violacea Macqii., mit fast ganz roten Beinen, ist die Grenze des schwarzbraunen Zentralfleckes gegen die Kosta hinauf verwaschen und wird derselbe dort rot bis rotgelb. Auch hängt er mit dem Apikaltleck nicht mehr zusammen. Der Fleck an der hinteren Querader hat sich auf einen bloßen Saum reduziert. Chroinafomyia bicolor Walker halte ich für eine Varietät dieser Art mit dunklen Beinen. 6, Stenoi)tet'hia eyanea Giglio-Tos. Boll. Mus. Zool. Univ. Torino, Vol. 8, Nr. 158, p. 163, 3 (BricinnieUa), (1893) und Ditteri del Mess. P. 4, p. 45, 22 (189.5). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 111. (J 9 ^^^^ Mexiko, Orizaba, 5. Mai, leg. Bilimek, im Wiener Hof- museum. „,^?. — Corpo di color azzuro metallico con riflessi violacei. — Capo di color giallo-miele; esclusi la proboscide, la parte apicale delle antenne e la parte bassa del fronte che sono neri. — Piedi picei; il primo articolo di tutti i tarsi giallo-bianchiccio e gli altri gradatamento piü bruni; uncini neri, pulvilli giallicei. — Ali gialle: piü intensamente lungo la Costa; nere all' apice e in uno spazio compreso tra la l^i e la 5a Vena longitudinale, e la base e la vena trasversa posteriore; nel resto quasi limpide. — Bilancieri giallici a capocchia bruna. — Lungh. 10 mm. — Hab.: Cuernavaca, Messieo.'' Kopf samt Anhängen rotgelb, die konvexe Vorderstirne oberhalb der Lunula und die unteren Enden der Fühlergruben schwarzbraun. Drittes Fühlerglied dunkler braun. Arista rot, nackt, an der Basis zart pubeszent. Klypeus in der Mitte winkelig gebrochen. Stirne länger als breit. Die Behaarung der Stirne, des Hinterkopfes und des Leibes ist hell goldgelb, namentlich auf dem Thoraxrücken auffällig sich ab- hebend. Körper lebhaft metallisch glänzend, blau, mit violettem Schimmer. Thorax zwischen den Flügeln nicht zusammengedrückt. Schild von normaler Größe, nackt, sechsborstig. Hüften und Beine dunkel rotbraun, Schienenenden heller, Füße rot- gelb, an der Spitze etwas gesättigter gefärbt. Beborstung und Behaarung der Beine lang und zart. Flügel graulich hyalin, am Vorderrande rotgelb, gegen dunklen Hintergrund goldig schimmernd. Ein breiter Längsstreifen und ein Apikaifleck dunkelbraun. Ersterer zieht von der Wurzel bis zur hinteren Querader, wird unten durch die Posticalis, oben durch die Subkosta bis zur Mediastinamündung und dann von hier durch eine Gerade bis zum oberen Ende der hinteren Querader begrenzt. Der Apikaifleck erfüllt die Spitzen der ersten Hinterrand- und der Submarginalzelle. Die Adern des Vorderrandes sind gelb, die übrigen dunkelbraun. — Schwinger braun. Körper 10 — 11mm, Flügel 8 — ^9 mm. Die Arten der Platystominen. m 7. Stenoptei'ina varia Coquillett. Journ. N.-York Entom. Soc, Vol. 8, p. 25 (Stenoptenna) (1900). 1 cf, Floridca. Nr. 4521. „Head yellow, middle of front brownish, a polished black vitta each side of middle of face, outside of each, and tlie orbits white pruinose, antennale yellow, toward the apex brown, palpi yellow, proboscis black: thorax bluish green, the lateral and bind margins, botli ends of pleura and the scutellum yellow, the latter bearing- six bristles: abdomen green, base of 2. segment yellow, last segment dark brown: halteres and legs yellow; wings brown, the bind margin, 2. posterior, and middle of first posterior cell subhyaline, base tinged with yellow, costal cell and a elongated spot on third vein beyond the small cross vein, yellow. Length 12 mm." 8. Stenopterlna fleorivitta Walker. Bricinnia flexivitta Walker, Trans. Ent. Soc. Lond., N. S., \'ol. 5, p. 324 (1860;. — Giglio-Tos, Ditteri del Messico, P. 4, p. 45 (1895). — Loew, Monogr. N.-Aiiicr. Dipl.. Vol. 3, p. 203 (1873). Mexiko. 9. Nigra, capide apud oculos albo, vitta antica albida, antennis ferrugineis basi fulvis, thorace vittis tribus albidis, pectore purpureo- cyaneo, abdomine ciipreo, femoribiis posticis basi flavis, tarsis fulvis, alis sub-cinereis, Costa apiceque luridis, vitta discali angulata nigra, vena discali transversa vix arcuata. 9- Black, head wählte about the eyes and with a wiiitish facial stripe, which is dilated towards the epistoma; antennae ferruginoiis, tawny tow^ards the base; thorax with three whitish stripes; pectus blue, varied with purple; abdomen cupreous; vagina of the oviduct attenu- ated; bind femora yellow^ towards the base: tarsi sawny; wings greyish, lurid along the costa and at the sips, and with a blackish stripe which extends from the base to and along the discal transverse vein; the latter is upright and hardly curved, and is parted by four times its length from the border, and by a little less than its length from the praebrachial transverse vein, w^hich is oblique. Length of the body 5 lines; of the wings 10 lines. 9. Stenoptcrhia uUiijata Van d. Wulp. Biolog. Centr.-Amer., Dipt., Vol. 2. p. 381, 2, Tab. X, Fig. 7 (1899). 9, Mexico, Paso del Macho. Steel-bhie: thoracic dorsum black, with indistinct grey stripes: legs brow^nisch-red; halteres black; wings sul)hyaline, an apical border and a large space, connected with the border of the posterior cross-vein, brown. — Length 9 mm. 112 Friedrich Hendel. Closely allied to St. mexicana Macqu., and agreeing with it in most of its Charakters, The thoracic dorsum, however, is not metallic, but black, with indication of greyish stripes. Wings with a large brown l)atc]i extending from the base to beyond the small cross-vein, including the mediastinal cell, the first and second basal cells, and the greater ])art of the discal cell, and connected with the brown border of the posterior cross-vein; there is no continuous costal border, but a separate- brown apieal Spot; the mediastinal cell is longer than in .SY. mexicana" 2"). Genus Pseudepicausta n. g. Tabelle der Arten. ^) Flügel ohne braune Zeichnung („alis limpidis"). 7. P. limpkUpennis Doleschall. — Flügel mit braunen Binden oder Zeichnungen 1 1. Die ganze Flügelspitze jenseits der hinteren Querader schwarz- braun, nur mit einer schiefen weißen Bogenbinde vor dem braunen Spitzenrandsaum versehen. Vorderschenkel des cf ventral mit lanzettförmigen Borsten besetzt. 9. P. lagarosia n. sp. — Flügelspitze nicht derart gezeichnet. Vorderschenkel des cf ohne lanzettliche Anhänge 2 2. Nur die divergierenden äußeren Vertikalborsten vorhanden. Rücken dunkel, rotschimmernd behaart. Beide Queradern dunkler gesäumt. 1. P. chalyhea Doleschall. — Auch die inneren gekreuzten oder doch konvergierenden Scheitel- borsten vorhanden 3 3. Zwei Schildchenborsten. Afrikanische Arten 9 — Vier bis sechs Schildchenborsten. Indo-malaiische Arten . . 4 4. Erzfarbige, blaue oder grüne Arten 5 — Braune, grau bestäubte Art 5. P. mutilloides Walker. 5. Die dunklen Säume der beiden Flügelqueradern sind fleckenartig breit und hängen längs der Discoidalis zusammen .... 8 — Der dunkle Saum der kleinen Querader ist isoliert oder fehlt ganz, jener der hinteren Querader ist schmal und nie fleckenartig breit 6 0. Grundbehaarung des Rückens schwarz. Kleine Querader dunkel ge- säumt 7 — Grundbehaarung des Rückens gelblich. Kleine Querader ganz un- gesäumt. 2. P. genicidata v. d. Wulp. 7. Sechs fast gleichstarke Schild chenborsten. 3. P. bataviensts Schiner. — Vier Schildchenborsten. 4. P. quadrisetosa de Meijere. ^) Fraglich hiehergehörig ist: OrtaJis Bigotii Macquart, Dipt. exot., Suppl. 4. p. 283, Taf. 26, Fig. 7 (1850), Insel Bourbon. Die Arton dor Platystominon. 11^ 8. Die braune breite Zickzaekquerbinde des Flügels hängt mit dem Braun des Vorderrandes zusammen. 8. P. angulata n. sp. — Obig-e Zickzackbinde ist oberhalb der kleinen Querader abgebrochen. 0. P. WaUacei n. sp. 9. Vorderschenkel und Gesichtsrücken gelb. 10. P. recta n. sp. — Beine und (iesichtsrücken schwarz. 11. P. Andreinü Bezzi. Anmerkung: Folgende Dacus-Avten Walkers gehören nach nin noirätre. 9. De memes nuances, si ce n'est: macule frontale plus grande. plus foncee, s'etendant plus bas en dessous, oü eile est fortement echan- cree; base de l'abdomen lateralement teintee de brunätre, dernier Seg- ment noirätre, ainsi que la base de Toviducte, ce dernier testace." — An den Typen zeigen die Stirne, der Thorax und der Hinterleib violette Reflexe. Erstes Glied des Ovipositors dunkelbraun. 2. Laf/Iafsia Kochi de Meijere. Tijdschr. v. Entomol., Vol. 51. p. 120, Taf. 4. Fig. 1 (1008): Nova Guinea, Vol. 0. Livr. .3. p. 374 (1913). 1 cf aus Neu-Guinea, Etna-Bai, leg. Koch. (1908.) „Ganz rotliraun, etwas glänzend. Kopf kurz, jederseits lang stabförmig erweitert, bedeutend breiter als der Körper lang, auf der Stirne finden sich sechs Borsten, von welchen die beiden hinteren die fast parallelen Postvertikalborsten darstellen; alle Borsten stehen dem auf der Stirnmitte befindliclien Ozellendreieck ziemlich genähert. Fühler viel kürzer als das Untergesicht, ganz braunrot, das dritte Glied schmäler als das zweite, zirka viermal so lang wie breit. Borste jeder- seits lang gefiedert. Untergesicht flach, senkrecht, mit sehr deutlichen Fühlergruben. Backen mit einigen gelblichen Haaren und ein Paar Börstchen. Ober- lippe sichtbar, die Taster von gewöhnlicher Bildung, braungelb. Der untere Teil des Kopfes etwas heller, mehr braungelb als der rotbraune obere Teil. Thorax und Schildchen rotbraun, etwas purpurn schimmernd, kurz schwarz behaart. — Beborstung: 1 Humeral-, 2 Xotopleural-, 3 Supra- alar-, Praesutural-, 1 Mesopleural-, Sternopleuralborsten. Jede Hüfte träs't zAvei Borsten. Schildchen mit sechs Borsten. Alle Borsten sind schwarz. Hinterleib fünfringelig. die Ringe alle fast gleich lang, der letzte etwas länger, am Hinterrande mit sechs schwarzen Borsten, welche etwas kürzer als das betreffende Segment sind. Hinterleib mit heller, größtenteils anliegender Behaarung. Hypopyg klein, rotgelb, unter dem letzten Ringe verborgen. Beine braungelb, die Tarsen schwarz, wie die ganzen Beine mit sehr kurzer, anliegender rotgelber Behaarung; Vorder- schenkel oben und unten in der Nähe der Spitze mit einigen kurzen Börstchen, sonst keine auffallenden Borsten an den Beinen. An den Mittelschienen der eine Endsporn groß, schwarz, sonstige Sporne sehr winzig. Flügel an der Wurzel schmal, das Flügelläppchen wenig vor- 136 Friedrich Hendel. ragend, die Flügelspitze breit. Untere Basal- und Analzelle lang nnd schmal, letztere durch eine in der Mitte spitz vorragende Querader ge- schlossen. Kleine Querader dem Ende der Discalzelle genähert, schief nach außen gestellt, wenig kürzer als die Entfernung der Queradern. Discoidalzelle sehr lang, wenig vom Flügelrande entfernt bleibend, die hintere Querader deswegen lang, nach innen vorgebuchtet. Vorderrand und erste Längsader mit sehr kurzen, dicht gelagerten schwarzen Börstchen. an der dritten ebensolche, aber viel weniger dicht gelagerte. Hilfsader etwas jenseits der Basis der Discoidalzelle in den Vorderrand mündend, die darauf folgenden Abschnitte des Vorderrandes alle fast von gleicher Länge. Flügel großenteils braungelb, hin und wieder, namentlich in der Nähe des Vorderrandes, dunkler gewölkt. Von der Spitze bis jenseits der Mitte des Hinterrandes findet sich ein schwarzbrauner Saum, welcher sich nach unten hin allmählich ver- schmälert. Schwinger rotbraun. Körperlänge 12 mm; Flügellänge 12 mm; Breite des Kopfes IG mm." 1913 ergänzt Meijere die Maße: Kopf c? 6'5 — 18 mm breit, also mit sehr verschieden langen Augenstielen. 3. Laylaisia Biröl n. sp. Hendel, Gen. Plat., Fig. 142. Cf aus Neu-Guinea, Huon-Golf, Simbang, leg. B i r 6, im Ungar. Nationalmuseum. Kopf beim cf mit lang gestielten Augen, l^/omal so breit wie der ganze Körper lang. Von oben gesehen sind die von oben her zusammen- gedrückten Stiele nur sehr wenig nach vorne geneigt, liegen also fast in einer Geraden. Kopf glänzend rotgelb, Stirne dunkler, mehr rostrot; Scheitel und Oberseite der Augenstiele rotbraun, etwas metallisch violett schimmernd. Auch der A'^orderrand der Stirne ist dunkler liraun, aber matt. Fühler und Taster gelbrot. Thorax und Schild rotbraun, graulich bereift und daher im Glänze gemildert. Auf dem Thoraxrücken ist der dem Kopfe zugekehrte Vorder- teil samt den Schultern, ein breites Querband gleich hinter der Quernaht und ein schmäleres vor dem Schildchen lebhaft matt rotbraun; die da- zwischen liegenden zwei Querbinden sind metallisch günblau und gleich- falls matt bereift. Das Schildchen zeigt violetten Schimmer. Der hintere Teil der Pleuren, das Metanotum und der glänzende Hinterleib sind me- tallisch schwärzlich grünblau; letzterer fein chagriniert und kurz rot- schimmernd behaart. Vorderhüften und Schenkel rotgelb; Schienen dunkel rotbraun, Füße schwarz. Schenkelspitzen etwas gebräunt. Flügel am Vorderrande von der Wurzel bis zur Subkostamündung rotgelb und darunter schwarzbraun. Die untere Grenze des Schwarz- Die Arten der Platystominen. 137 braunen ist die Posticalis (über der Analzelle) und die Längsfalte der dritten Hinterrandzelle, die äußere Grenze ist eine senkrechte Gerade von der Subkostamündung abwärts bis zur Posticalis. Über beide Quer- adern läuft eine braune Querbinde, die oben mit dem bis zur Mitte der ersten Hinterrandzelle reichenden braunen Spitzenrandsaum. unten in der dritten Hinterrandzelle mit dem Braun der Flügelwurzel zusammen- hängt. In der ersten Basalzelle liegt unter der Radialisgabel ein länglich- elliptischer hyaliner Fleck. Dieser, die Analzelle und der Zwischenraum vor der Querbinde sind glashell, der Rest ist bräunlich tingiert. Schüppchen weißlich, Schwingerkopf dunkelbraun. Körper 8 mm, Kopfbreite 12 mm, Flügel 8 mm lang. 32. Genus Loriomyia Kertesz. Ann. Mus. Nat. GenoVa, Vol. 39, p. 567 (1899). Zoriom yia {/ u ttix>enn /»• Kertesz . Ann. Mus. Genova, Vol. 19, p. 567, Tal. 7, Fig. 9 (1899). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 137—138. 2 cf aus Neu-Guinea, Moroka, leg. L o r i a, Typen. Hinterkopf, Rüssel und Scheitel sowie Thorax, Schild und Beine glänzend, Stirnstrieme matt rotgelb: letztere zart rötlich pubesziert und am Vorderrande in wechselnder Ausdehnung verdunkelt. Gesicht und Praelabrum glänzend, Backengruben matt dunkelrot- bis sepiabraun. Fühler und Taster rotbraun. Thoraxrücken mit fünf schwarzbraunen Längslinien: die mediane setzt sich über das Schildchen fort, das nächste Paar läuft ül>er die Quernahtäste und endet an den obersten Supraalarborsten. das äußerste Paar liegt auf der Notopleuralnaht, läßt aber die Schulterbeulen frei. Vorderhüften und die ganze vordere Hälfte der Pleuren bis zur Meso- pleuralnaht schwarzbraun, glänzend. Nach Kertesz hat das 9 S^^"^ rotgelbe Pleuren. Die Schenkel sind an der Wurzel etwas gesättigter gefärbt. Hinter- leib glänzend braunschwarz, das basale Doppelsegment rotgelb, mit einer dunkelbraunen Medianlinie. Flügel gesättigt schwarzbraun, hinten wenig heller. In der Flügel- mitte liegen vier fast kreisrunde weiße Flecke an den Ecken eines Rhom- bus: zwei durch die kleine Querader getrennt nebeneinander, zwei über- einander in der Discal-, respektive der Marginalzelle. Außerdem gibt es noch weiße Flecke: in der Kostalzelle einen, in der ersten Hinterrandzclle noch einen kleineren weiter außen, in der zweiten einen größeren und mehrere kleinere weiter innen, in der dritten zwei große nebeneinander unter der Posticalis, die sich nach hinten erweitern und am Hinterrande des Flügels zusammenfließen. 138 Friedrich Hendel. Schüppchen schwarzbraun gerandet. Schwingerkopf dunkelbraun, Stiel rot. Körper und FlügeP) 10 — 12 mm lang. 33. Genus Neosophira-) n. g. 1. Neosophira fcrruginea n. sp. Hendel, Gen. Plat., Fig. 64. 1 9 von der Molukkeninsel Amboina von der Firma Staudinger und Bang-Haas. Das ganze Tier ist lebhaft rotgelb; Thoraxrücken und Schild kurz- geschoren schwarz, Hinterleib länger und dichter goldiggelb behaart. Die schwarze Längsmittelstrieme der Stirne beschränkt sich hier aber nur auf das glänzende Ozellendreieck, das den Vorderrand ganz erreicht. Daneben ist nur ein schmaler Außensaum desselben und der breiten Scheitelplatten auf der matten Strieme schwarzbraun. Bei A. distorta Walker sind die Scheitelplatten am Innenrande neben dem Ozellendreieck schwarz, außen auf der Strieme aber nicht. Auf dem Epistom sieht man nur ein kleines glänzend schwarzes Trapez, dessen Schmalseite d e m Mundrande aufsitzt und dessen Seiten die Fühlergruben nicht be- rühren. Fühler und Taster hell rotgelb. Auf dem Thoraxrücken jederseits über und hinter dem Schultercal- lus ein hinten konkaver schwarzbrauner Fleck, an den sich hinten eine kurze gleichfarbige Linie, die weit vor dem Schilde abbricht, anschließt. Pleuren ganz gelb. — Flügel wie bei A. distorta gelbhyalin, am Vorder- rande und der Wurzel rotgelb. Unten an der Flügelspitze liegt ein großer abgerundeter schwarzbrauner Fleck, der oben durch eine hellgelbe Bogen- binde begrenzt wird. Die Enden derselben liegen an den Mündungen der vierten und fünften Längsader, der Scheitel berührt oben die Ra- dalis. Vor der kleinen Querader vereinigt sich mit ihr eine zweite quere hellgelbe Bogenbinde, die oben von der Subkostamündung herabzieht. Von der Vereinigungsstelle beider in der Discalzelle zieht ein hellgelber Längsschweif wurzelwärts. Am Spitzenvorderrande des Flügels liegt eine schwarzbraune schmälere, fast halbkreisförmige Binde, die sich wurzelwärts zwischen die zwei genannten hellgelben Bogenbinden ein- schiebt, spitzenwärts die Kosta bis zur Discoidalismündung säumt. Im Braunen der ersten und zweiten Hinterrandzelle liegt noch je ein kleiner gelber Fleck. Körper ohne Ovipositor ll'ömm, dieser fast 3 mm, Flügel 11mm lang. ^) Die von Dr. Kertesz notierten Flüi;elmaßo ))oruhen auf einem Druckfelilcr. ') Diese Gattung ist keine Platj^stomine, sondern gehört zu den Tepliritinen. Die Arten der Platystominen. 1«^^ 2. JVeosoijJiira distorta Walker. Sophira distorta Walker, Trans. Ent. Soo. Lond., n. ser., Vol. IV. p. 230 (1857). — Osten-Sacken, Ann. Mus. Genov., Vol. 16. p. 481 (1881). — Hondel, Gen. Plat., Fij;. 57—59. Syn. Enicoptera pictipennis Walker, Proc. Linn. Soc, Vol. 4, p. 155 (1860). 9 aus Celebes (Kandiri, April; leg. Beccari) im Museo Civico in Genua. Die außen konvex begrenzte Längsmittelstrieme der Stirne schwarz, die schmäleren Seitenteile am Auge rotgelb. Strieme samtartig matt, das fast den Vorderrand erreichende Ozellendreieck und die ebenfalls scharf abgesetzten großen und breiten Ozellenplatten dagegen stark glänzend; erstere schwarz, letztere gelb. Der ganze Kopf rotgelb und nur noch ein trapezförmiger Fleck auf dem Längsrücken des Unter- gesichtes zwischen den Fühlergruben, unmittelbar über der Querfurche desselben, mattschwarz. Fühler rotbraun, die Wurzelglieder fast zottig behaart. Taster noch dunkler braun. Thorax und Hinterleili glänzend rotgelb oder gelbrot, sehr dicht und fein mittellang behaart, auch am Schilde. Die Behaarung ist rot- braun und nur auf dem Thoraxrücken dunkler. Das Chitin der Rücken- seite beider ist nicht glatt, sondern fein punktiert und teils zart rissig. Etwas vor der Mesopleuralnaht und parallel mit ihr in einem Eindruck ein keilförmiger schwarzbrauner Fleck. Beine ganz rotgelb. Die Flügelzeichnung kann nur gut im Bilde wiedergegeben werden. Rotgelb ist die Wurzel, die Kostalzelle und die Marginalzelle in der Mitte, blaßgelb der größte Teil der Discalzelle und Kerne in der Sub- marginal- und ersten Hinterrandzelle. Der größte Teil des Flügels aber, so auch die ganze Subkostalzelle, ist dunkelbraun. Schüppchen und Schwinger rotgelb. Körper ohne Ovipositor 13 mm, dieser 3 mm, Flügel 13 mm lang. Genus Icteroptera') Van der Wiilp. Tijdschr. v. Ent., Vol. 41, p. 212 (1898). Tabelle der Arten. Thorax van voren met twee zwarte stippen; vleugels met een bruinen Zoom aan voor- en achterrand. 1. /. Jimbipennis Wulp. — Thorax en achterlijf met verscheidene zwarte stippen en strepen; vleugels met een bruin vlekje in t"midden. 2. /. macuhtfd Wulp. ^) Mir unbekannt und wahrscheinlich ein Tephritinen-Genus. 140 Friedrich Hendel. 1. Icterojytera limhix^ennis Van der Wulp. Tijdsehr. v. Ent., A^ol. 41, p. 213, Taf. Ifl und 11 (1898). 1 9 aus West-Java. „Roodgeel, ook de sprieten, mond deelen, pooten en kolfjes; thorax en sehildje eenigszins glanzig; thorax van voren met een paar zwarte vlekjes, op den rug met zeer körte, bleekgele beharing; achterlijf onge- vlekt: eierbuis roestkleurig, zoo lang als de beide laatste lijfsringen te zamen, langwerpig driehvekig; het eerste lid breed en plat, in 't midden iets ingedrukt; het tweede lid smal, met eene langsgroef; het derde eene kleine, donkere spits. Vlengels geel; aan den voorand een bruine zoom, van de uitmonding der hulpader tot een weinig voorbij het eind der tweede langsader; aan den achterrand een dergelijke, bree- dere zoom, die de achter dwarsader insluit, doch de wartelcellen niet be- dekt; tweede en derde langsaderen flamo gebogen naar den voorrand loopende; middeldwarsader duidelijk voorbij het midden der discoidaal- cel; achterdwarsader recht. — Lengte 6'5 mm." 2. Ictero2)teva niaculata Van der Wulp. Tijdsehr. v. Ent., Vol. 41, p. 213, Taf. 10, Fig. 12 (1898). 1 cf von Hili Madjedja, Nias. „Gelijkt in grootte, gedaante en kleur geheel op de voorgaande. De beide zwarte vletkjes voor op den thorax zijn als een paar langs- strepen tot aan den dwarsnaad voortgezet en hangen daar samen met een zwarten dwarsband in de borstzijden, die eerst een weinig naar voren buigt en dan, rechtstandig en zieh versmallende, tot tusschen de voor- en middenheupen is doorgetrokken; een zoom längs den achterrand van den thorax, en het grootste gedeelte van den achterrug zijn mede zwart. De ringen van het achterlijf hebben een zwarten voorzoom, die den zij- naad niet bereikt en op de laatste ringen in 't midden breed is afgebroken, zoodat slechts een paar zijvlekken overblijven. AI deze zwarte teekening op thorax en achterlijf s is zeer glanzig. Vlengels geel, vooral intensief op de voorste helft; de bruine randzoomen outbreken, doch in t'midden, op de vierde langsader, tusschen de beide dwarsaderen, is een bruin, niet scherp begrensd vlekje; het aderbeloop verschilt niet van dat van /. lim- bipennis. 34. Genus Loxoceromyia n. g. Loxocei'oniyki lonf/leornis n. sp. Hendel, Gen. Plat., Fig. 146—148. 1 cf aus West-Afrika, Aschanti, Obuasi (leg. Dr. (4 r a h n m am 21./VI.), im Britischen Museum in London. Die Arten der Platystominen. 1^^ Koi)f pechschwarz: Stirne wachsglänzend. Untergesicht matt, Hinterkopf stark glänzend. Stirne fast nackt. Fühlergriiben weißlich be- reift. Backengruben rot. Die ersten zwei Fühlerglieder gelbrot, das dritte dunkelbraun, aber hell bereift. Arista nackt, an der Basis rot. Rüssel. Taster und Praelabrum pechschwarz. Die Augen glänzen wie poliert. Thorax glänzend schwarz. Rücken und Schild mit zartem dunkel- grünen Schimmer und in der etwas matten Mitte mit einer grünlichen Läne-slinie. Pleuren stellenweise bläulichweiß schimmernd. Die Borsten und die Grundbehaarung des ganzen Körpers schwarz. Hinterleib glänzend blutrot, das vierte und fünfte Tergit dunkel, mit schwarzblauem Scheine, das fünfte zart silberig bereift. Hüften, Schenkel und Knie rötlich gelbbraun, die vier hinteren Schenkel ventral von der Wurzel her zum größten Teil gebräunt, nur an der Spitze gelbbraun. Schienen und Füße rotbraun: die Schienenspitzen und die Fußwurzeln heller. Flügel glashell. Kostal-, namentlich aber die Subkostalzelle, dann auch die Gegend um die Radialisgabel gelb gefärbt. Die einander auf die Länge der kleinen Querader genäherten Queradern sind von einer gemeinsamen dunkelbraunen Querbinde eingeschlossen. Diese beginnt schmal vor der Spitze der Marginalzelle, verbreitert sich beträchtlich bis zur Discoidalis und wird endlich unter dieser verwaschen, namentlich nach innen in die Discalzelle hinein, von wo sich das Braun wie ein be- rauchter Saum des Flügelhinterrandes bis an die Analis fortsetzt. Schüppchen grau, Schwinger blutrot. Körper und Flügel 5 mm lang. 35. Genus Loxoneuroides n. g. Loxoneuroides varipennis n. sp. Hendel, Gen. Plat., Fig. 149—151. 5 cT 9 aus Australien, N.-S.-Wales, im Ungar. Nationalmuseum und aus St. Queensland, Burpengary (leg. Dr. B a n c r o f t), im Brit. Mus. in London. Stirne leuchtend samtartig orangegelb, deren Augenränder und die oberen Wangen silberweiß schimmernd. Ozellen- und Scheitelplatten, sowie der übrige Kopf glänzend rotgelb. Stirnbehaarung schwarz, rauh. Fühlergruben, ein breites lotrechtes Band hinten an den dunkelrotcn Backengruben dicht weißschimmernd, der konvexe untere Hinterkopf zarter weißlich bereift. Fühler, Taster und Praelabrum rotgelb. Von gleicher Farbe wie der Kopf, nur wenig gesättigter, aber stark glänzend ist der Thorax. Das Schildchen, der Hinterrücken, der Vorderrand der Meso- und meist auch der Sternopleuren sowie eine breite, streifenförmige, hinten abgekürzte und meist median gespaltene 142 Friedrich Hendel. Mittclläiig-sstrieme des Rückens g'länzend erzgTÜn. Die lange und feine Behaarung der Pleuren und des größten Teiles des Vorderrückens ist gelb. Der hintere Teil des Rückens und das Schild sind schwarz behaart. Hinterleib wie der Thorax glänzend rotgelb, aber mit etwas me- tallischem Schimmer, entweder nur an der Wurzel oben etwas erzgrün verdunkelt oder fast bis zur Mitte in verschiedener Ausdehnung und in wechselndem Grade dunkel metallischgrün. Die Behaarung ist an den grünen Stellen dunkel, sonst rotgelb. Hüften und Beine glänzend gelbrot. Vorderhüften und alle Schenkel rotbraun bis pechbraun, desgleichen die Enden der Schienen. Flügel schwach bräunlich glasig, am Vorderrande von der Wurzel bis zur Mündung der Subkosta dunkelbraun und von hier aus zwei nach hinten sich verjüngende Querbinden bis zum Hinterrande des Flügels aussendend. Die erste bildet eine Fortsetzung der mit Ausnahme der Analzelle braunen Flügelwurzel und läuft über die Wurzelqueradern vorne an der Analis herab. Die zweite zieht über die kleine Querader, durchkreuzt die Discalzelle und mündet mit der Posticalis. Eine kurze braune Querbinde liegt ungefähr oberhalb der hinteren Querader und reicht von der Kosta bis zur Cubitalis. Endlich die ganze Flügelspitze symmetrisch und innen konvex abgegrenzt dunkelbraun; dahinein fällt zirka das Enddrittel der ersten Hinterrandzelle. Beim 9 ist der braune Querfleck an der Kosta, in der Verlängerung der hinteren Querader nicht isoliert, sondern mit dem Apikaisaume längs der Kosta verbunden. Dieser Randsaum beginnt mit der Breite der Marginalzelle und endet, etwas verbreitert, knapp unter der Mündung der Discoidalis. Bei einem helleren 9 ist der Thoraxrücken ungestriemt, sind die Schenkel größtenteils rotbraun und ist die Analzelle unten fast spitz. (Queensland, Mackay, leg. G. Turner, im British Museum.) Schüppchen schneeweiß, Schwinger rotgelb. Körper und Flügel zirka 8 mm lang. 36. Genus Acrostictella n. g. Acrostlctella paraUela n. sp. Hendel, Gen. Plat., Fig. 74—75. 1 9 ^^'s Paraguay, Asuncion, im Ungar. Nationalmuseum. Die schmale Stirnstrieme samtartig dunkelrot, nach vorne wie die Lunula schwarz. Die breiten Stirnseiten glänzend rotbraun, grob gekörnt. Beide dicht und rauh, wie borstlich schwarz behaart. Der übrige Kopf und seine Anhänge rotbraun, unbestäubt. Hinterkopf oben an den Seiten breit schwarzbraun. Taster mit breitem schwarzen Spitzenrand. Rüssel schwarzbraun. Arista rot, wie nackt. Gesicht glänzend. ■IAO Die Arten der PUttystominen. ^^'^ Thorax und Schild pechschwarz, an den Pleuren glänzend und nur unter dem Prothoraxstig-ma weißlich bereift; Rücken und KSchild matt bestäubt; in gewisser Richtung zeigt sich ein rötlicher Reif. In der Längs- mitte des Rückens zwei bleigraue Striemen, durch einen gleichbrciten Zwischenraum voneinander getrennt. Hinterleib glänzend metallisch blauschwarz, grob und dicht ge- körnt. Behaarung am ganzen Körper schwarz. Hüften und Beine pechschwarz, Schenkel etwas blau schimmernd. Füße rötlichgelb, vorne 4, hinten 3 oder 2 Endglieder schwärzlich. Flügel glashell. Wurzel samt Alula schwarzbraun, außen scharf begrenzt. Gleichlaufend mit dieser geraden Grenzlinie läuft ein streifen- förmiges schwarzbraunes Band von der Kosta über die Radialisgabel und die Queradern der Wurzelzellen in den Axillarlappen hinein. Spitze der Subkostalzelle schwarz. Die Mündung der Mediastina dagegen liegt in einem glashellen Viereck. An der Spitze der Submarginalzelle ein dreieckiger, innen genau rechtwinkelig begrenzter schwarzbrauner Fleck, dessen unterster Rand noch oben in die erste Hinterrandzelle hinabragt. Kleine Querader verdickt. Schüppchen schwärzlich. Schwinger rotgelb. Körper und Flügel fast 5 mm lang. 37. Genus Himeroessa Loew. Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 85 (1873). Himeroessa pretiosa Loew. Loew, Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 8.5, Taf. 8, Fig. 2 (1873). — Hendel. Gen. Plat., Fig. 153—154. Cuba. 1 cf im Wiener Hot -Museum von demselben Fundorte. Der ausführlichen Beschreibung Loews möchte ich nur hinzu- fügen, daß Thorax und Hinterleib, letzterer ziemlich dicht und lang Avcißliciigelb behaart sind. 38. Genus Pogonortalis n. g. Tabelle der Arten. In der Verlängerung der hinteren Querader eine rechteckige dunkel- braune Querstrieme zwischen der Spitze der Subkostalzelle und der Cubitalis. Leib pechbraun i — Obige kurze Querstrieme fehlt. Leib erzgrün. 3. P. similis n. sp. 1. Der schwarzbraune Flügelapikaifleck erreicht oben die Radialis- mündung nicht. 1. P. barbifera n. sp. 144 Friedrich Hendel. — Der schwarzbraune Apikaifleck erreicht oben die Radialismündung:, ist dort etwas erweitert und läuft bis gegen das Randmal hin aus. 2. P. uncinata de Meijere. 1 . l^offonortaliH barhifera n. sp. Hendel, Gen. Plat., Fig. 155—156. Cf 9 aus Australien. N.-S.-Wales, Sidney (leg. B i r ö), im Ungar. Nationalmuseum, aus S. Queensland (leg. B u r p e n g a r y) im Brit. Mus., London, und aus Ost-Java, Montes Tengger (leg. F r u h s t o r f e r) im Wiener Hofmuseum. Stirne ungefähr IV^mal so lang wie breit. Strieme dunkel samt- artig rotbraun, die Mittellängslinie heller gefärbt, die zarte und kurze Behaarung derselben gelb; der Augenrand rund herum schmal silber- weiß. Ozellen- und Scheitelplatten sowie der Hinterkopf glänzend braun- schwarz; letzterer unten graulich bereift. Untergesicht, Wangen, Backen- gruben, Praelabrum rotbraun, Taster und Fühler etwas heller. Fühler- gruben weißlich bereift. Arista fast der ganzen Länge nach sehr kurz und zart pubeszent. Fühler etwas kürzer als das Gesicht. Beim cf ist die Mundöffnung besonders erweitert und tragen die Backen am Unter- rande jederseits einen aus langen und schwach S-förmig nach unten und einwärts gebogenen Borsten bestehenden schwarzen Bart. Thorax pechschwarz, auf der Mitte der Pleuren und das Schild rotbraun. Der Thoraxrücken ist mit einem dichten olivengrauen, wie filzigen Überzug versehen, der auch das Schild etwas bedeckt. Die kurze Behaarung ist oben rotgelb, auf den glänzenden Pleuren weißgelb. Hinterleib pechschwarz, dicht und fein chagriniert und dicht weiß- lich behaart, der Glanz gemildert, aber deutlich wahrnehmbar. • Hüften, Schenkel und Füße rot. An den vier hinteren Schenkeln ist die Mitte in verschiedener Ausdehnung dunkelbraun. Füße in der Endhälfte schwärzlich. Flügel zart gelblichgrau hyalin. Vordere Basalzelle von der Wurzel bis etwas über die kleine Querader hinaus braunschwarz, ähnlich wie bei PUigiostenoptenna. Auch die Radialiswurzel wird davon einge- schlossen. Von gleicher Farbe ist die Subkostalzelle und ein rechteckiger Streifen zwischen der Mündung dieser Zelle und der Cubtalis oberhalb der hinteren Querader, die selbst zart und schmal bräunlich gesäumt ist. Der braune Apikaifleck des Flügels hat die Gestalt eines rechtwinkeli- gen Dreieckes und liegt an der Cubitalismündung; selten ist derselbe nach unten verschmälert bis zur Mündung der Discoidalis, nie aber hinauf bis an die der Radialis ausgezogen. Auch die Querader der zweiten Basalzelle ist braun gesäumt. Die kleine Querader liegt ober- halb des ersten Drittels der Discalzelle. Schüppchen weißlich, Schwinger braun. Körper 5 — 6 mm. Flügel 4 — 5 mm lang. Die Arten der Platystominen. ''*'^ 2. Po(/onorfafi\s uurlnata de Meijere. Tijdschr. v. Ent., Vol. 54, p. 370 (1911). 1 9 aus Wonosoba, Java, leg. Jacobson. Diese Art gleicht bis auf folgende Unterschiede ganz der F. barhi- feru. Die Stirne ist schmäler, zirka zweimal so lang wie l)reit. Die Behie sind pechschwarz und nur die Schenkelspitzen rotbraun. Die kleine Querader steht oberhalb der ersten zwei Fünftel der Discalzelle. Der schwarze Spitzenrandsaum des Flügels geht oben schmal bis zur Radialis- mündung, ist dort etwas erweitert und läuft als Linie bis zur Sub- kostalzelle hin aus; unten reicht er bis an die Discoidalis herab. Die Pleuren sind ganz pechschwarz. 3. I*of/ofiortafls slntlfis n. sp. 1 aus Neu-(nnnea, Friedricli Wilhelmshafen (leg. B i r ö), im Ungar. Nationalmuseum. Die Art würde durch ihre Kopfbeborstung — sie besitzt jederseits zwei schwache Frontorbitalborsten und ein deutliches, wenn auch sehr kurzes Ozellarborstenpaar — sowohl in der Gattung Elassogaster, wie auch unter den südasiatischen Steuopterina-Avten ganz vereinzelt da- stehen. Ihren Namen erhielt sie, weil sie sowohl durch die Flügel- zeichnung als auch durch die ganze Körperfärbung der Stenopt. aenae Wied. außerordentlich ähnlich sieht und bei oberflächlicher Betrachtung auch leicht mit ihr verwechselt werden kann. Stirne matt schwärzlich rotbraun, vorne rotbraun und schwach glänzend, Scheitel und oberer Hinterkopf glänzend schwarz. Ein schmaler Augenrand und der untere Hinterkopf weiß bereift. Lunula, Fühler. Backengruben und seitlicher Mundrand rot; Klypeus, Praelabrum und Taster schwarz. Fühlergruben, der obere Klypeus, Taster und das dunklere dritte Antennenglied schimmern weißlich. Fühler merklicli kürzer als das Untergesicht, drittes Glied nur zirka dreimal so lang wie breit. Arista in der Wurzelhälfte dicht kurz behaart. Thorax und Schild schwärzlich erzgrün, Rücken zart rotbraun be- reift; auch das kurze Toment von rötlicher Farbe. Pleuren unten weißlich bereift. Thorax gedrungen, im Profil nicht viel länger als hoch, vorne nicht so schlank wie bei Stenopt. aenea Wied. Quernaht in der Mitte des Rückens breit getrennt. Schildchen oben unbehaart, am Rande mit vier Borsten. Bei den Stenopterina- Arten dieser Region ist das Schildchen oben behaart. Hinterleib glänzend schwarz mit grünem Scheine, weißschimmern- der kurzer Behaarung und gelbem Hinterrande an den Seiten des zweiten Tergits. Dritter und vierter Tergit von gleicher Länge, fünfter kürzer. Hüften und Beine glänzend schwarz. Hinterfüße hell behaart. AbhaiuU. d. k. k. zoul.-butm. Ges. üd. VIII, lli ft 1. 1'^ 146 Friedrich Hendel. Flügel relativ kurz, etwas bräunlich grau hyalin, genau wie bei Stenopt. aenea Wied. gezeichnet. Also Subkostalzelle und anschließend daran ein allmählich sich schwach verbreiternder Kostalsaum bis zur Mündung: der vierten Längsader schwarzbraun. Der schwarzbraune Längsmittelschweif der Wurzelhälfte des Flügels wird unten durch die Discoidalis begrenzt, oben erfüllt er die Basalhälfte der Kostalzelle, über- deckt er die Radialisgabel und erfüllt dann nur mehr die erste Basalzelle bis etwas über die kleine Querader hinaus. Diese hinaustretende Spitze des Braunen zieht sich an der Discoidalis als schwacher Schatten bis zur hinteren Querader. Auch diese wird von einem breiteren braunen Schatten eingehüllt. Die kleine Querader steht senkrecht und deutlich jenseits der Mitte der Discoidalzelle. Die Mediastina mündet näher der Basalzellen- querader als der kleinen, die Radialis der Mitte des letzten Discoidalis- abschnittes gegenüber. Schüppchen weiß, Schwinger rostgelb. Körper 6 mm, Flügel 4 mm lang. 39. Genus Rivellia Robin. -Des voidy. Essai sur les Myodaires, p. 729, 21 (1830). I. Die Arten der indo-malaiischen und australischen Ke2:ion. Nur ein Apikaisaum des Flügels von der Radialismündung bis zu der der Discoidalis schwarzbraun. 3. R. cladis n. sp. — Nur ein Apikalfleck an und über der Cubitalismündung und die Subkostalzelle braun 1 — Außer einem Apikalfleck ist die Subkostal- und die Marginal- zelle braun 2 — Flügel mit deutlichen Querbinden versehen 3 1. Der ganze Körper glänzend metallisch grün; Hinterleibsrücken fein gekörnt (Fig. 13). 1. R. connata Thoms. 2. Apikalfleck und Kostalsaum schmal verbunden; 4'5 mm (Fig. 24). 5. R. costalis n. sp. — Apikalfleck deutlich isoliert; 3*5 mm lang (Fig. 28). 6. R. herinella n. sp. 3. Beide Queradern werden von einer gemeinsamen Querbinde über- laufen (Fig. 11). 4. Ä. eximia V, d. Wulp. — Über jede der zwei Queradern geht eine besondere Querbinde . 4 4. Die Spitzenquerbinde des Flügels ist an der Kosta mit der vorher- gehenden Binde deutlich verbunden oder berührt dieselbe wenig- stens 7 — Die Spitzenquerbinde ist isoliert 5 5. Die Spitzenquerbinde erreicht unten die Discoidalis (Fig. 25). 26. R. virgo n. sp. 147 Die Arten der Platystominen. — Die auf einen Apiluüfleck reduzierte Spitzenquerbinde erreicht unten die Discoidalis nicht 6. Flügelwurzel glashell; die zwei Querbinden über die Queradern linienartig schmal (Fig. 12 und 15). 2. R. viridis n. sp. — Flügel an der Wurzel längs der Kosta breit braun, mit der sehr breiten Querbinde über die kleine Querader verbunden (Fig. 5). 23. R. anfjulata n. sp. 7. Die über die Queradern laufenden Querbinden sind am Hinterrande des Flügels miteinander verbunden ^ — Obige Querbinden hinten nicht zusammenhängend 11 8. Die in Punkt 7 genannten Querbinden sind unten bis zur Discoidalis hinauf miteinander verbunden -^ — Obige Querbinden^) sind nur an und unter der Posticalis ver- bunden • • " 1). Hintere Basalzelle l)raun. Thorax, Schild und Schenkel rotgelb (Ylo- 4) 21. R. connexa n. s]). — Hintere Basalzelle glashell ^" 10. Die über die kleine Querader gehende Binde ist von der Discoidalis an abwärts mit dem Braun der Flügelwurzel verbunden. 22. R. dimidiata de Meijer. — Obige Querbinde ist vom Braun der Flügelwurzel fast ganz getrennt und nur am Flügelhinterrande verwaschen verbunden (Fig. 6). 24. R. lavata n. sp. 11. Die Querbinde über die kleine Querader ist in der vorderen Basalzelle mit dem Braun der Flügelwurzel verschmolzen 12 — Obige Querbinde isoliert ^^^ 12.2) Subkostalzelle ganz braun, ohne glashelles Dreieck (Fig. 9). 26. R. impimctata n. sp. — Subkostalzelle von einem glashellen Dreieck durchbrochen . . 13 13. Discoidal- und dritte Hinterrandzelle an der Wurzel, sowie die ganze zweite Basalzelle glashell. Hinterleib ganz oder teilweise gelbrot 24 — Die gleichen Flügelstellen braun. Hinterleib blauschwarz ... 14 14. Die Querbinde der kleinen Querader erreicht den Flügelhinterrand (Fig. 2), 16.* R- radiata n. sp. — Obige Querbinde erreicht nur die Posticalis (Fig. 1). 15. R. pidchra n. sp. 15. Kostalzelle ganz braun, mit der unter der Mediastinamündung liegenden kurzen Binde zusammenhängend Iß — Kostalzelle nur an der Wurzel braun; obige Querbinde an der Kosta nicht verbunden ^^ *) Man vergleiche hier auch U. radiata (Fig. 2). -) Hier wäre auch noch Riv. Isara Walker (1849) zu vergleichen. 10* 148 Friedrich Hendel. 16. Thorax und Schild rotgelb (Fig. 7). 12. R. ferniginea n. sp. — Thorax und Schild pechschwarz (Fig. 19). 27. E. macilenta Wiedem. 17. Die über die kleine Querader gehende Binde errreicht den Flügel- Hinterrand ^^ — Obige Querbinde erreicht den Hintcrrrand des Flügels nicht . . 19 18. Hinterleibstergite auffällig gelb weiß behaart (Fig. 23). 14. R. albopilosa n. sp. — Abdominalrücken schwarz behaart. 11. ß. furcata n. sp. 19. Die kleine Querbinde unter der Mediastinamündung ist von der Kosta bis zur Discoidalis mit dem Braun der Flügelwurzel verschmolzen. Hinterleib schwarzblau. 9. R. swiiUs n. sp. — Obige Querbinde ist nur in der ersten Basalzelle mit dem Braun der Flügelwurzel verbunden. Hinterleib schwarz. 10. R. Sauten n. sp. — Obige Querbinde ist ganz isoliert 20 20. Alle Schenkel und der Thorax schwarz 22 — Schenkel und Thorax rotgelb 21 21. Hinterleib einfarbig gelb. 7. R. basUaris var. flaviventris m. — Hinterleib glänzend schwarz, nur seitlich an der Basis rotgelb ' (Fig. 10). 7. R. basUaris Wiedemann. 22. Thorax grünlich, Hinterleib bläulich metallisch schimmernd. 13. R. frufjalis Coquillett. — Thorax und Hinterleib pechschwarz, letzterer seitlich an der Basis rotgelb (Fig. 8). 8. R. fusca Thomson. 23. In dem braunen Ende der Discalzelle kein glasheller Fleck. Hinter- leib violett schimmernd (Fig. 3). 19. R. sinuosa Coquillett. — In das Braun des Discalzellenendes dringt von der Posticalis her ein glasheller Fleck ein. Hinterleib grün schimmernd. 20. R. gamma n. sp. 24. Flügelquerbinden schmal. Der glashelle Zwischenraum zwischen den zwei Queradern höchstens so breit wie eine Binde: jene über die kleine Querader überschreitet die Posticalis nicht. Hinterleib ganz roto-elb. l'''- ß- affinis n. sp. — Flügelquerbinden breit, viel breiter als obiger hyaliner Zwischenraum. Die Querbinde über die kleine Querader erreicht fast den Flügel- hinterrand. Hinterleib pechbraun, nur in der Rückenmitte rot (Fig. 32). 18. R. tomentosa n. sp. II. Die Arten der äthiopischen Region. Ein ockergelber und brauner Kostalsaum geht ununterbrochen von der Flügelwurzel bis zur vierten Längsader. Die verwaschene Quer- binde der kleinen Querader überschreitet unten die Discoidalis nicht (Fig. 17). 28. 7?. iiiaior Adams. — Flügel ohne zusammenhängenden Kostalsaum. Die Querbinde der kleinen Querader geht unter die Discoidalis hinab .... 1 Die Alten der Platystominen. ^4" 1. Flügel ohne getrennte Querbinden, sondern mit einem großen un- regelmäßig braunen Zentralileck, der beide Queradern einschließt (Fig. 29), 41. R. anomala n. sp. — Flügel mit deutlichen Querbinden 2 2. An der Posticalismündung stoßen drei durchgehende ockergelbe Querbinden zusammen. Je eine über die beiden Queradern und die dritte über die Posticalis laufend. Ganz rotgelbe Art (Fig. 18). 40. R. succinata Wiedemann. — Obige Querbinden nicht vorhanden 3 B. Die Querbinde über die kleine Querader ist unten mit dem Braun der Flügelwurzel verbunden. 21), R. albitarsis Macquart. — Obige Querbinde ist an der Kosta breit mit der schiefen Querbinde unter der Mediastina zu einem einzigen hakenförmigen Fleck ver- bunden (Fig. 22). 30. R. rectangula n. sp. — Obige Querbinde ist oben und unten völlig isoliert 4 4. Die Querbinde der kleinen Querader ist streifenförmig, parallel- randig 5 — Obige Querbinde dreieckig, unten zugespitzt 11 5. Körper ganz schwarz 6 — Körper teilweise rotgelb 7 G. Die Querbinde der kleinen Querader ist etwas schmäler als einer der sie begrenzenden glashellen Zwischenräume oder höchstens so breit , 9 — Obige Querbinde doppelt so breit als einer der begrenzenden hyalinen Zwischenräume (Fig. 30). 36. R. laüfascia n. sp. 7. Thorax ganz rostgelb . . . . , 8 — Thorax rotgelb, die Zentralscheibe des Rückens scharf abgesetzt metallisch blaugrün. Hinterleib mit Ausnahme der Wurzel eben- falls blaugrün (Fig. 21). 33. R. discalis n. sp. 8. Die Querbinde der kleinen Querader ist fast breiter als der folgende glashelle Zwischenraum. Hinterleib an der Wurzel gelb. 31. R. parallela n. sp. — Obige Querbinde ist nur die Hälfte des folgenden glashellen Zwischen- raumes breit. Hinterleib ganz schwarz. 33. R. gracilis n. sp. 9. Kopf braunschwarz. Drittes Fühlerglied vorne spitz. 34. R. quadrivittata Macquart. — Kopf rot. Drittes Fühlergiied vorne nicht spitzig 10 10. Thorax und Hinterleib pechbraun. Flügelzeichnung und Beine rot- braun. 35. R. mediocris n. sp. — Leib metallisch schwarzgrün. Flügelzeichnung und Beine schwarz- braun (Fig. 31). 37. R. euxestoides n. sp. 11. Flügelwurzel, inklusive Kostalzelle und ein Fleck herab bis in die Discalzelle schwarzbraun. Schenkel pechbraun (Fig. 14). 38. R. tricjona n. sp. 150 Friedrich Hendel. — Flügelwurzel g'lashell, nur die äußerste Basis der Kostalzelle und ein Fleck über der hinteren Basalzelle gelbbraun. Schenkel rotbraun. 39. R. brunifascia n. sp. III. Die amerikanischen Arten. Mindestens die zweite und dritte der dunklen Flügelquerbinden ver- einigen sich nach hinten zu 1 — Diese Flügelquerbinden bleiben hinten voneinander getrennt . 6 1. Thorax und Schild rotgelb; die zweite und dritte Flügelquerbinde laufen an oder etwas unter der Discoidalis zusammen. 42. E. floridana Johnson. — Thorax und Schild schwarz oder grün; obige zwei Querbinden ver- einigen sich erst am Hinterrande des Flügels ...... 2 2. Die Querbinde über die kleine Querader ist in der Discalzelle vom Braun der Flügelwurzel getrennt. 43. R. flexuosa V. d. Wulp. — Obige Querbinde hängt in der Discalzelle mit dem Braun der Flügel- wurzel zusammen 3 3. Beine gelbrot. 44. R. siibmetallica V. d. Wulp. — Beine schwarz oder dunkelbraun 4 4. Die Querbinden über die zwei Queradern linienartig schmal. In der Radialisgabel ein glasiger Fleck. 45. R. püosula V. d. Wulp. • — Obige Querbinden breit. Das Braun der Flügelwurzel ohne glasigen Fleck 5 5. Discalzelle an der Wurzel glashell. Das hyaline Subkostaldreieck reicht mit der Spitze nur bis zur Cubitalis. 46. R. Wulpiana n. sp. ■ — Discalzelle auch an der Wurzel braun. Das hyaline Subkostaldreieck reicht mit der Spitze fast bis zur Discoidalis. 47. R. conjuncta Loew. B. Die Querbinde über die kleine Querader hängt in der ersten Basal- zelle mit dem Braun der Flügelwurzel zusammen .... 7 — Obige Querbinde bleibt in der angegebenen Zelle getrennt . . 8 7. Hinterleib ganz schwarz. Beine schwarz, nur die Füße an der Wurzel gelb. 48. R. connecta V. d. Wulp. — Hinterleib erzgrün, an der Basis rötlich. Schenkel mit Ausnahme der braunen Spitze gelb (Fig. 26). 55. R. Coquilletti n. sp. 8. Thorax und Schild gelbrot 17 — Thorax und Schild schwarz oder erzgrün 9 9. Hinterleib ganz oder teilweise gelb oder gelbrot ..... 10 — Hinterleib wie der Thorax schwarz oder grün^). .11 10, Hinterleib ganz gelb bis rot, hinten verdunkelt braun. Thorax grün- schwarz. Subkostalzelle auch in der Mitte braun. Der Zwischen- ^) Man vergleiche hier auch in zweifelhaften Fällen den Punkt 10. Die Arten rler Platvstominen. 151 räum zwischen der ersten und zweiten Querbinde ist in der ersten Basalzelle kaum breiter als eine der zwei Binden. 56. R. quadrifasciata Macquart. — Hinterleib zum größten Teile, wie auch der Thorax, lebhaft gold- grün. Subkostalzelle in der Mitte hyalin. Der Zwischenraum der ersten und zweiten Querbinde ist ungefähr doppelt so breit wie eine Binde. 57. E. micans Loew. 11. Die Kostal- oder die erste Basalzelle oder beide sind an der Wurzel ganz oder fast ganz glashell 12 — Beide, die Kostalzelle und der Wurzelteil der ersten Basalzelle sind braun 1^ 12. Die Flügelquerbinden unscharf; die erste ist auf einen braunen Punkt oberhalb der Radialisgabel reduziert; die zweite und dritte über- schreiten unten die Discoidalis nicht. 4{).R.brerifasciafa Johnson. — Erste Querbinde gut entwickelt: zweite und dritte weiter nach unten reichend; die dritte säumt die hintere Querader 13 13. Kostalzelle braun, erste Basalzelle hyalin. Die drei Queibinden der Flügelmitte sind gerade und konvergieren stark nach hinten zu. Querader der zweiten Basalzelle nicht braun gesäumt. Körper dunkel metallischgrün, glänzend. 50. R. flavimana Loew. — Kostalzelle hyalin, erste Basalzelle oberhalb der zweiten braun. Die ersten zwei Querbinden des Flügels sind an der Posticalis wurzel- wärts eingebogen. Querader der zAveiten Basalzelle braun gesäumt. Körper schwarz, Hinterleib wenig glänzend (Fig. 33). 52. R. occulta V. d. Wulp. — Kostal- und erste Basalzelle hyalin. Sonst wie flavimana, nur daß die dritte und vierte Querbinde vorne nicht miteinander verbunden sind (Fig. 34). 51. R. metallica V. d. Wulp. 14. Ein oben und unten glashell begrenztes braunes Längsband beginnt in der Wurzel der ersten Basalzelle und krümmt sich dann in einen hakenförmigen Bogen durch das Wurzeldrittel der Discal- zelle bis an die Analis hinab. Die Querader der zweiten Basalzelle ist schwarz gefleckt (Fig. 27). 53. R. curvata n. sp. — Obige Bogenbinde fehlt 15 15. Die erste Flügelquerbinde ist wurzelwärts durch die ganze erste Ba- salzelle und durch die Kostalzelle mit dem Braun der Flügelwurzel verbunden; dadurch wird ein glasheller Fleck in der Mitte einge- schlossen. 54. R. longlcornis V. d. Wulp. — Die erste Flügelbinde hängt wohl vorne, aber nicht durch die erste Basalzelle mit dem Braun des Flügelgrundes zusammen . . 16 16.^) Körper erzfarbig bis stahlblau. Schenkel braun bis schwarz. 58. R. liriduhms Rob.-Desv. *) Man vergleiche liier aucli die kleine, lebhaft erzgrüne R. micans Loew, (leren Beiiie ganz gelb sind. 152 Friedrich Hendel. — Körper pechbrann, Schenkel gelb. 59. R. variabüis Loew. 17. Hinterleib rotgelb; 3"5 mm lang. 60. R. pallida Loew. — Hinterleib blauschwarz; 5 mm lang. 61. R. atrivenfris n. sp. IV. Die Arten der palaarktischcn Region. Der ganze Leib metallisch schwarzgrün; Schenkel schwarz. Flügel mit großem, isoliertem Apikalfleck. 62. R. syngenesiae Fabr. — Thorax, Schild, Hinterleibswurzel und Schenkel gelb bis gelbrot. Flügel mit einer schmalen Apikalquerbinde. 7. R. basüaris Wiedemann. 1. Rivellia connata Thomson (Fig. 13). Herina connata Tliomson, Dipt. Eng. Resa, p. 575, 244 (1868). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 13. 2 cf 9 ''^"^ Paramatta, N.-S.-Wales, Australien (leg. B i r 6), im Ungar. Nationalmuseum. Stirnstrieme, Fühler, Wangen und Backengrube hefl rotbraun. Die Spitze des dritten Fühlergliedes und die Oberstirne verdunkelt. Augenrand der Stirne, der Wangen und des unteren Hinterkopfes silber- weiß. Ozellen- und Scheitelplatten, der Hinterkopf, der Klypeus und das Praelabrum glänzend schwarz, grünlich oder bläulich schimmernd. Klyi)eus unter den Fühlern weißlich bereift. Rüssel und Taster braun- schwarz. Der ganze Thorax und Hinterleib glänzend goldgrün, teilweise bläulich schimmernd. Rücken nur zart tomentiert, im Glänze wenig be- einträchtigt. Die Oberseite des Abdomens dicht mit feinen Hohlpunkten versehen. Beine und Hüften schwarz mit Erzschimmer. Vorderhüften rötlich durchscheinend. Alle Kniespitzen und die vier hinteren Tarsen mit Aus- nahme der Spitze rotbraun. Flügel (Fig. 18, Taf. 1) glashell. Ein dreieckiger Fleck an der Mündung der Cubitalis und die Subkostalzelle schwarzbraun. Kostal- zelle nur an der Wurzel verwaschen gebräunt. Kleine Querader kaum merkbar dunkel gesäumt. Schwinger hellgelb, Schüppchen schneeweiß. Drittes Fühlerglied am Oberrande fast gerade, nur sehr schwach konkav, vorne aber mit scharfer Oberecke. Arista wie nackt. Körper 3'5 mm, Flügel 3'5 mm lang. 2. Hivellia viridis n. sp. (Fig. 12 und 15). ? Ortalis Mentissa Walker, List. Dipt. Brit. Mus., Vol. 4, p. 991 (1849). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 12 und 15. 6 cf 9 ^"s Sj^dney, S.-Wales, Australia (leg. B i r ö)? im Ungar. Xntionalmuseum. — Die Art Walkers aus West-Australien. Die Arten der Platystominen. ^^^ Die Färbung genau wie bei R. connata Thoms. beschrieben. Auch die Klypeusseiten. der Mundrand und das Praelabrum sind hier mehr oder weniger rotbraun. Die Stirne ist im allgemeinen heller rot. Die Spitzen der Vorderhüften sind deutlich rot. Die Knie sind aus- gedehnter und wie die Tarsen lebhafter rot als bei der Art connata Th. Auch die Yordertarsen sind merklich gerötet. Flügel mit derselben Zeichnung wie bei connata, außerdem aber noch mit zwei linienförmigen Querbinden über den beiden Queradern, senkrecht auf den Längsadern. Die eine hängt oben mit dem Braun der Subkostalzelle zusammen und reicht unten bis an die Discoidalis, selten etwas darunter als leichter Schatten fortgesetzt. Die andere ist unten ein schmaler, wenig auffallender Saum der hinteren Querader und setzt sich, etwas stärker und intensiver werdend, nach oben nur bis an die- Radialis fort. Die erste Hinterrandzelle ist an der Mündung deutlich verbreitert, bei B. connata parallelrandig. Alles übrige wie bei R. connata Thoms. Körper und Flügel 80— 4 mm lang. 3. mvellia cladis n. sp. 1 9 aus Tsu-shima, Straße von Korea, im Brit. Mus., London. Stirne fast ganz matt schwärzlich rotbraun; der übrige Kopf me- tallisch schwarzgrün. Augenränder der Stirne schmal gelbweiß. Fühler hellrot; drittes Glied nach vorne hin verjüngt, schlank, am Ende ohne scharfe Ecke, am Oberrande etwas konkav. Arista sehr deutlich kurz behaart. Taster dunkelbraun. Thorax und Schild dunkel blaugrün, glänzend. Hinterleib dunkler goldgrün; Tergite mit Querrunzeln bedeckt. Behaarung dunkel, etw^as rot schimmernd. Hüften und Beine orangerot. Flügel glashell, nur mit einem braunen Apikaisaum, dessen innere Grenze fast geradlinig von einem Punkte etwas jenseits der Radialis- mündung bis zu der der Discoidalis verläuft. Alle Adern rotgelb. Die zwei Queradern sind kaum merklich dunkler gesäumt. Die Subkostal- zelle ist etwas gesättigter gelb gefärbt. Schüppchen gelblichweiß, Schwinger rotbraun. Körper 5 mm, Flügel 4 mm lang. 4. Hiuellia exirnia Van d. Wulp (Fig. H). RivelHa eximia Van der Wulp, Termesz. Füzetek, Vol. XX, p. 140 (1897). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 11. 1 9 (nec cf)' Type V. d. Wulps, aus Ceylon (leg. Madaräsz), im Ungar. Nationalmuseum; ein zweites 9 ^'on Fruhstorfer in meiner Sammlung. s ,'03 154 Friedrich Hendel. Stirne matt, nur oben etwas glänzend, am Augenrande dicht silber- weiß schimmernd. Der ganze Kopf hell rotbraun, die Fühler an der Basis heller. Der Hinterkopf mit Ausnahme des Cerebrales sowie Thorax und Hinterleib glänzend pechschwarz. Drittes Fühlerglied oben gerad- randig, vorne mit scharfer Oberecke; Arista pubeszent. Thoraxrücken ziemlich dicht bräunlichgrau tomentiert. Hinterleib glatt. Die Behaarung schimmert rot. Hüften und Beine rot, Füße rotgelb. Schenkel mit Ausnahme des Spitzenviertels pechschwarz. Flügel wie die Fig. 11, Taf. 1 zeigt. Schüppchen gelblichweiß, Schwinger rostgelb. Körper fast 4 mm, Flügel 3'5 mm lang. Das zweite 9 hat Schenkel und Schienen pechschwarz, nur die Knie schmal rot. Im Flügel ist der helle Fleck der Subkostalzelle kaum etwas angedeutet und liegt die Spitze des glashellen Zwischenraumes zwischen den beiden Querbinden der äußeren Flügelhälfte nicht dem weißen Fleckchen der Subkostamtindung gegenüber, sondern weiter spitzenwärts an der Radialis. Durch eine Falte am Flügel der Type ist die Marginalzelle in meiner Figur 11 etwas zu schmal ausgefallen. 5. RivelUa costalis n. sp. (Fig. 24). Hendel, Gen. Plat., Fig. 24. 1 9 aus Ceylon, Pundaluoya (leg. E. E. Green), im Brit. Mus. in London. Stirne rotbraun, auf der ganzen Strieme von feinen, schräg nach vorne konvergierenden Querrunzeln durchzogen, am Augenrande schmal weißlich. Fühlerwurzeln, Wangen und Backengruben rot, das dritte Fühlerglied und das oben graulich bereifte Untergesicht pechbraun. Drittes Fühlerglied besonders lang, vor der Spitze konkav, sonst oben geradrandig, am Ende mit einer deutlichen Spitze versehen. Arista kurz- haarig. Praelabrum, Rüssel und Taster pechbraun. Thorax und Hinterleib metallisch dunkelgrün, ersterer am Rücken etwas weißlich bereift, letzterer nur mit angedeuteter Chagrinierung versehen. Erstes Glied des Ovipositors rot. Hüften und Beine pechschwarz, auch die Füße. Schenkel mit schwachem grünlichen Schimmer. Gelenke etwas rot. Flügel nur mit einem schwarzbraunen Kostalsaume von der Wurzel bis etwas über die Mündung der Cubitalis hinaus, unten von der Radialis begrenzt und hinter derselben bis zum Ende allmählich ver- breitert. Gegenüber der hinteren Querader überschreitet das Braun der Marginalzelle ein wenig die Radialis, welche denselben, von den anderen Arten abweichenden Verlauf und das Genähertsein an die Kosta zeigt Die Arten der Platystominen. 155 wie R. eximia V. d. Wiüp, der sie ja auch am nächsten steht. Flügel wie Fig. 24, Taf. 1. Schüppchen weiß, Schwinger weißlichgelb. Körper und Flügel 4*5 mm lang. 6. JUvei/fa hcrfnelhi n. sp. (Fig. 28). Hendel, Gen. Plat.. Fig. 28. 1 o' aus Ceylon, Colombo, Juni (leg. Dr. U z e 1), im Wiener Hof- museum. Stirne glänzend rotbraun, vor dem Scheitel mit seichter Querfurche, vorne etwas punktiert. Scheitelplatten, der Hinterkopf sowie der ganze Körper glänzend schwärzlich erzfarben. Wangen und Fühler rotbraun. Drittes Fühlerglied am Ende verdunkelt, wie bei R. costalis geformt. Klypeus schwärzlichbraun. Taster dunkel rotbraun. Fühler so lange wie das Gesicht. Arista deutlich pubeszent. Gesichtsprofil schwach konkav. Thoraxrücken und Schild mehr blaugrün. Beine schwarz, alle Füße und die vier vordersten Kniespitzen rot- braun. Flügel (Fig. 28) glashell. Die Radialis verläuft eng neben der Subkosta und mündet der hinteren Querader gegenüber. Bis dorthin — also die Kostal-, Subkostal- und Marginalzelle einschließend — ist der Flügelvorderrand schmal schwarzbraun. An der Mündung der Cubitalis liegt ein dunkelbrauner, dreieckiger Fleck, der nach unten bis zur Mitte der parallelrandigen ersten Hinterrandzelle, oben bis zur Mitte des Kostal- abschnittes der Submarginalzelle reicht und am Innenrande merklich konkav ist. Die kleine Querader steht etwas schief, auf der Mitte der Discalzelle. Die Spitze und die W^irzel der Marginalzelle ist hyalin. Schüppchen weiß, Schwinger rotgelb. Körper 3'5 mm, Flügel 2'5 mm lang. 7. Rivellia basilaris^) Wiedem. (Fig. 10). Tri/peto basilaris Wiedemann, Außereur. zweifl. Ins., Vol. II, p. 510 (1880). — Loew, Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. III, p. 44 (Rivellia) (1873). — de Meijcre, Tijdschr. v. Ent., Vol. 51, p. 123 (1908). — Coquillett, Proc. Unit. St. Nat. Mu«., Vol. XXI, p. 338 (1899). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 10. Bekannt aus Sumatra, Japan, Java. 22 cf 9 ^^^s Formosa (leg. Sauter), im Ungar. Nationalmuseum. — 3 9 ^"^ Singapore (leg. Birö) der var. flaviventris. Bei den typischen Stücken ist der ganze Kopf mit seinen Anhängen, der Thorax samt Schild und die Beine hell rotgelb, der Hinterleib mit Ausnahme zweier großer gelber Flecke an der Wurzel glänzend schwarzbraun bis schwarz. *) Für Rivellia basilaris Coquill., .Journ. N. Y. Ent. Soc, Vol. VUI. p. 21 (1900) schlage ich den Namen Riv. CoquiUetfi vor. 156 Friedrich Hendel. Bei anderen Exemplaren sind entweder nur die hintersten Schie- nen oder auch die mittleren oder selbst alle sechs gebräunt bis selbst schwarzbraun. Dann ist gewöhnlich auch der Thorax und Kopf ge- sättigter und dunkler rot. Die Größe der lateralen gelben Basalflecke des Abdomens schwankt. Im Maximum können dieselben sich fast in der Mittellinie berühren und nach hinten auch das dritte Tergit ganz ein- nehmen. Selten fehlen sie ganz. Bei var. flaviventris ist der ganze Hinterleib rotgelb. Allen Ab- änderungen ist aber folgendes gemeinsam: Die Stirne ist auf der Strieme nicht matt, sondern fett- oder wachsglänzend; noch stärker glänzen die nur ganz undeutlich oder gar nicht bestäubten Augenränder, die sonst silberweiß schimmern. Auch auf den Wangen und am Hinterkopfe ist dieser sonst auffallende weiße Schimmer nur sehr schwach. Klypeus unter den Fühlern etwas weißlich. Das dritte Fühlerglied ist gegen das Ende hin etwas schmäler, dort meist mehr oder weniger gebräunt, oben schwach konkav gerandet und hat oben eine scharfe Vorderecke. Die Arista ist der ganzen Länge nacli deutlich kurz behaart. Hinterleib oben glatt, ohne Hohlpunkte und Runzeln. Der Thoraxrücken und das Schildchen sind zart weißlich bis ockerfarbig bereift, aber dennoch glänzend. Flügel wie die Fig. 10, Taf. 1 zeigt, mit schmalen, scharf be- grenzten dunkelbraunen Querbinden. Die apikale Binde berührt die vor- hergehende nur an der Kosta. Die zwei Binden über die Queradern konvergieren schwach nach hinten zu und enden an der Posticalis. Die kurze Binde unter der Mediastinamündung ist vollständig isoliert und grenzt unten höchstens an die Discoidalis. Schwinger und Schüppchen rostgelb. Körper und Flügel 2"5 — 4 mm lang. 8. Hivellia fusca Thomson (Fig. 8). Herina fusca Thomson, Dipt. Eng. Resa, p. 575, 245 (1868). BivelUa fusca Osten-Sacken, Berl. ent. Zeitsohr., 1882, p. 211 und de Meijere, Tijdschr. v. Ent., 1908, p. 123, Taf. 4. Fig. 3. — Hendel, Gen. Plat., Fig. 8. 4 Cf 9 aus Formosa (leg. S a u t e r), im Ungar. Nationalmuseum. Zitiert aus Java (Manilla und Semarang). Thomsons Beschreibung stimmt auf die mir vorliegenden Stücke vollständig, nur sind bei letzteren die Vorderhüften und Vorderschenkel dunkler als Thomson angibt. Daß diesem Umstände wenig Bedeutung zukommt, beweist die Variabilität der mit R. fusca Thoms. äußerst nahe verwandten R. basüaris Wiedem. Stirnstrieme und Scheitelplatten, oft auch das Cerebrale, dunkel rotbraun. Die Medianlinie der Stirne heller, diese selbst mit Wachsglanz und an den Augenrändern nur sehr fein und nur in gewisser Richtung silberweiß schimmernd. Fühler, mit Ausnahme der gebräunten Spitze des Die Arten der Platystominen. •'^* dritten Gliedes, Wangen, Backengruben und Mundrand heller rotbraun. Die übrigen Teile des Kopfes, dann der Thorax und Hinterleib sind glänzend braunschwarz. Die Taster scheinen etwas rötlich durch. Der Klypeus ist unter den Fühlern weißlich bereift. Die Ecke des dritten Fülllergliedes ist nicht so scharf wie bei /?. basUmis Wiedem., die Arista deutlich kurz behaart. Die Hüften und teilweise der Prothorax heller und dunkler rot- braun. Thoraxrücken und Schildchen auffallend, Pleuren oben dagegen nur schwach bräunlichgrau tomentiert. Am Hinterleibe ist der Bauch und je ein mehr oder weniger deut- licher Seitenfleck der Rückenbasis wie bei R. basilaris Wied. rotgelb ge- färbt. Die Tergite haben aber eine deutliche, aus zahlreichen kleinen Holilpunkten und feinen Querrunzeln bestehende Skulptur und sind nicht glatt wie bei der genannten Art. Flügel, wie Fig. 8, Taf. 1 zeigt, dem der R. busüuris Wied. außer- ordentlich ähnlich, nur sind die Querbinden etwas breiter, auch dunkler gefärbt und reicht die Querbinde unter der Mediastinamündung an oder fast an die Posticalis heran. Schüppchen schneeweiß, Schwinger rotgelb. Schenkel und Schienen schwarzbraun. Knie etwas rötlich. Füße hell rotgelb, an den Enden gebräunt. Körper 3*5 — 4'5 mm, Flügel 3 — 4 mm lang. Anmerkung: de Meijere bildet 1. c. auohi den Flügel von R. fusca Thoms. ab; doch ist die Querbinde unter der Mediastina bei meinen Stücken, wie gesagt, länger. Diese Zeichnung paßt auf Riv. basilaris Wiedem. 9. HiveUia similis n. sp. 7 cj' 9 aus der Ins. Gerrit Denys (leg. B ir 6), im Ungar. National- museum und aus Neu-Pommern, Gazellen-Halbins. (leg. Rechinger), im Wiener Hofmuseum. Kopf bis auf den pechschwarzen Rüssel und Hinterkopf ziemlich hell gelbrot, am hellsten Fühler und Taster, intensiver rot die Stirne. Diese wachsglänzend, am Augenrand wie gewöhnlich silberschimmernd. Klypeus unter den Fühlern weißlich. Drittes Fühlerglied nicht ver- dunkelt, am Ende ohne Ecke, abgerundet; Arista wie nackt. Thorax glänzend pechschwarz, auf dem Rücken und Schildchen wie bei R. fusca Tlioms. bräunlichgrau bereift. Hinterleib ganz sclnvarz- blau, stark glänzend, mit kaum bemerkbaren feinen Querrunzeln auf den Tergiten und je einem seitlichen Basalfleck von roter Farbe und wechselnder Größe, der auch wohl ganz fehlen kann. Hüften und Beine wie bei R. fusca Thoms., nur sind hier auch die Vorderfüße dunkelbraun. Flügel sonst genau wie bei R. fusca Thoms., Fig. 8, Taf. 1, nur mit dem Unterschiede, daß die Querbinde an der Mediastina von der Kosta bis zur Discoidalis vollständig mit dem hier ausgedehnteren Braun 158 Friedrich Hendel. der Flügelwurzel verschmolzen ist. Es ist also auch die ganze Kostal- zelle dunkelbraun. Schüppchen gelblichweiß, Schwinger rostbraun. Körper und Flügel 4 — 5 mm lang. 10. mveUia Sautevi n. sp. 1 9 aus Formosa (leg. S a u t e r), im Ungar. Nationalmuseum. Der Ä. simUis sehr nahestehend und durch Folgendes verschieden: Die Flügelquerbinde an der Mediastinamündung ist mit dem Braun der Flügelwurzel nur durch die vordere Basalzelle verbunden. Die Kostal- zelle ist gelblich glashell und nur an der Wurzel gebräunt. Die über die kleine Querader laufende Querbinde ist nicht ebenso breit wie die über die hintere Querader, wie es bei R. simüis der Fall ist, sondern deutlich breiter und ebenso breit wie der unmittelbar folgende glas- helle Zwischenraum in seiner unteren Hälfte. Die Stirne glänzt nur sehr wenig und ist fast ganz matt. Das dritte Fühlerglied ist oben gerade, vorne aber schief abgeschnitten und oben mit einer spitzwinkeligen Ecke versehen. Arista der ganzen Länge nach deutlich, aber sehr kurz und fein behaart. Hinterleib glänzend tiefschwarz, mit deutlicher Hohlpunktskulptur und roten Lateralflecken an der Rückenwurzel. Bei dem Stücke sind alle Hüften hell rotgelb, die Knie breit gelb- rot und die Tarsen lichtgelb. Vorderbeine fehlen. Schüppchen schneeweiß, Schwinger hellgelb. Körper und Flügel 4'5 mm lang. 11. Jiivellia furcata n. sp. 3 9 aus Ceylon, Pundaluoya (leg. E. E. G r e e n), im British Mu- seum in London. Stirne matt rotbraun, manchmal ziemlich dunkel, am Augenrande schmal weiß schimmernd. Ozellen- und Scheitelplatten, wie auch das Zerebrale glänzend rot, Hinterkopf pechschwarz, zum größten Teile matt bereift. Fühler dunkelbraun, an der Basis rot. Drittes Glied oben geradrandig. vorne mit mäßig scharfer Ecke. Arista dicht und kurz be- haart. Taster an der Spitze rot. Thorax und Hinterleib glänzend pechschwarz. Schultern, Schild und Pleuren unter der Flügelwurzel mehr oder weniger deutlich rot. Thoraxrücken ziemlich dicht olivengrau bereift. Hinterleib deutlich cha- griniert, durch die weißlichgelbe kurze Behaarung auffallend. Hüften, die äußersten Schenkelwurzeln, die Knie und Füße rot- gelb, der Rest der Beine pechschwarz. Die schwarzbraune Flügelzeichnung ähnelt sehr jener von R. fusca Thoms., siehe Fig. 8, Taf. 1. Die Querbinde über die kleine Querader erreicht jedoch vollständig den Flügelhinterrand und die Binde an der Mediastinamündung hängt unten an und unter der Discoidalis mit dem Die Arten der Platystomiiien. 159 Braun der ersten Basalzelle deutlich zusammen, eine zweizinkige Gabel bildend. Die erste Basalzelle ist an der ganzen Wurzel dunkelbraun. Schüppchen weiß, Schwinger braun. Körper und Flügel 4*5 mm und etwas darüber lang. 12. Bivcllia fevt'ughtea n. sp. 9 cf 9 aus Seleo, Berlinerhafen, Neu-Guinea (leg. Birö), im Ungar. Nationalmuseum. Kopf und seine Teile, Thorax, Hinterleib und Beine rotgelb. Stirne matt rotgelb, am Augenrande, den Wangen und Hinterkopf wie gewöhn- lich silberweiß eingefaßt. Klypeus unter den Augen weiß bereift. Thoraxrücken mit zwei oder vier undeutlichen, dunkleren Längsstriemen und einer licht ockerigen Bestäubung, die aber den Glanz nur wenig schwächt und auch auf die Pleuren etwas herabgreift. Hinterleib glänzend, unbestäubt, mit feinen Hohlpunkten dicht be- setzt. Ovipositor dunkler braun, oft schwarzbraun. Schienen und Tarsenenden etwas dunkler braun. Flügel. Fig. 7, Taf. 1, mit gelbbrauner Wurzel und vier ebensolchen Querbinden, die unten die Posticalis nicht überschreiten. Die Querbinde von der Mediastina abwärts hängt basal vollständig mit dem Braun der Flügelwurzel zusammen. Die beiden Binden über die Queradern sind von mittlerer gleichmäßiger Breite und konvergieren nach unten hin etwas. Die Apikaibinde hängt mit der vorhergehenden an der Kosta zu- sammen und reicht bis an die Discoidalis. Der glashelle Zwischenraum vor der Mittelquerbinde ist so breit wie dieser, derjenige hinter ihr nur wenig breiter. Schüppchen hellgelb, Schwinger rostfarbig. Drittes Fühlerglied am Ende nicht verdunkelt, oben geradrandig und vorne oben nur mit einer undeutlich scharfen Ecke, mehr abge- rundet als eckig. Körper und Flügel 3'5 — 5 mm lang. 13. mveUia fruf/alis Coqu. RiveUia fmgalis Coc|uillett, Proc. Ent. Soc. Washingt., Vol. ü. p. 131) (1004). ., Black, the front aud middle of upper part of the occiput reddish- brown, first two joints of antennae and the tarsi yellow, apices of the tarsi brown, thorax tinged with greenish, the abdomen with bluish. Anten- nae nearly as long as the face, the third Joint nearly four times as long as the second, the lower anterior corner rather acute, arista bare. Thorax and scutelhim thinly grayish pruinose, scutellum bearing four bristles. Abdomen not pruinose, somewhat rugose. Wings hyaline, marked with four brown, ratiier narrow cross-bands: the flrst begins at apex of auxiliary vein and extends to the fourth vein; the second extcnds from apex of first vein to the fifth vein, passing over the middle of the 160 Friedrich Hendel. distance between apices of the first and second veins and passes over the bind cross veins, stopping at tbe fiftb vein; tbe last band begins at the costal end of the third and borders the wing to apex of the fourth vein; small cross A'^ein near middle of the discal cell; Length 3 mm." — „Colombo, Ceylon. A female specimen." 14. Rivellia alhopUosa n. sp. (Fig. 23). Hendel, Gen. Plat., Fig 23. 1 9 aus S.-Indien, Nilgiris (leg. G. J. Hampson), im British Museum in London. Das Stück ist nur schlecht konserviert, aber durch die charakte- ristische Flügelzeichnung leicht kenntlich. Kopf vorherrschend dunkelbraun, hinten schwarz. Fühler an der Wurzel rotbraun. Thorax, Schild und Hinterleib glänzend pechschwarz; letzterer cha- griniert und gelbweiß behaart. Hüften und Beine dunkel pechbraun, an den Gelenken etwas rötlich. Die vier hinteren Füße an der Wurzelhälfte rot. Flügel wie Fig. 23, Taf. 1. Die Querbinde unter der Mediastina geht bis an die Posticalis hinab und ist unter dieser durch einen an derselben verlaufenden braunen Längsschweif mit der Binde über die kleine Querader, ferner an der Discoidalis auch mit dem Braun der ersten Basalzelle verbunden. Schüppchen weiß, Schwinger braun. Körper und Flügel zirka 4 mm lang. 15. Hivellia indchra n. sp. 1 9 aus Matheran, Indien (leg. Biro), im Ungar. Nationalnniseum. Stirne dunkelbraun, vorne etwas heller, nicht ganz matt, sondern etwas glänzend, am Augenrande schmal weiß schimmernd. Fühler und Wangen gelbrot, die übrigen Kopfteile schwarzbraun. Klypeus unter den Fühlern weißlich bereift. Spitzenrand der breiten Taster hell gefärbt. Thorax, Schildchen und Hinterleib glänzend metallisch schwarz- blau, ohne Bestäubung. Hinterleib dicht mit Hohlpunkten und feinen Runzeln bedeckt. Schildchen hier besonders groß und breit, fast die Hälfte des Kückens lang und oben ziemlich eben. Hüften und Beine dunkel pechbraun, teilweise rötlich durchschei- nend, Schenkel mit blauem Schimmer, die vier hinteren Füße mit Aus- nahme der dunkleren Spitze hell rotgelb. Flügel mit schwarzl)rauner Zeichnung nach Fig. 1, Taf. 1. Die Apikaibinde ist mit der vorhergehenden in der Breite der Randzelle ver- bunden, letztere Binde aber von der über der kleinen Querader, welche nur bis zur Posticalis reicht, getrennt. Das Braun der Flügelwurzel grenzt Die Arten der Platystominen. 16l unten an die Discoidalis und ist an der Kosta durch ein glashelles Dreieck, dessen Spitze unten die Radialis berührt, von der folgenden Querbinde, mit der es sonst zwischen der zweiten bis vierten Längsader zusammen- hängt, getrennt. In den sogenannten zwei Wurzelzellen und hinter den- selben, im Basisteile der Discal- und dritten Hinterrandzelle sieht man eine unregelmäßige und verwaschene braune Fleckung. Schüppchen braun, Schwinger schwarzbraun. Drittes Fühlerglied oben fast gerade, vorne mit einer ziemlich deut- lichen Oberecke. Arista sehr kurz pubeszent. Körper und Flügel 3'5 mm lang. !'>. IklrelUa radiata n. sj> 4 cT 9 ^^is Stephansort, Astrolabebay und Berlinerhafen in Xeu- Guinea (leg. Biro), im Ungar. Nationalmuseum. Der ganze Kopf glänzend schwarzbraun mit bläulichem Schimmer, seFrist die nur weniger glänzende Stirnstrieme. Fühler dunkel rotbraun. Drittes Fühlerglied noch dunkler, mit mäßig scharfer, vorderer Oberecke. Arista deutlich kurz behaart. Die silberigen Augenränder nur am unteren Hinterkopf auffallend, an der Stirne und den Wangen nur von hinten be- trachtet bemerkbar. Thorax, Schild und Hinterleib stark glänzend blauschwarz. Rücken ohne jene Bestäubung, Hinterleib oben ganz glatt, ohne Hohl- punkte und Runzeln. Hüften und Beine peciil)raun, etwas rötlich. Die vier hinteren Füße mit Ausnahme der dunkleren Spitzen rotgelb. Flügel wie Fig. 2, Taf. 1 zeigt. Beide Querbinden über die Quer- adern reichen bis zum Flügelhinterrand und berühren sich dort, ohne zu verschmelzen. Das Braun der Flügelwurzel zwischen Kosta und Analis schließt vier glashelle Flecke ein: in der Kostalzelle: in der Subkostal- zelle, in der Analzelle und ein Fleck über der Mündung der Analis. Schwinger schwarz, Schüppchen dunkelbraun. Körper und Flügel 8 mm lang. 17. Jtivellia affiiiis n. sp. 1 cf von Friedrich Wilholmshafen in Neu-Ouinea (leg. Birö), im Ungar. Nationalmuseum. Nur der obere und mittlere Hinterkoi)f schwarzbraun, das Cerebrale und der ganze übrige Kopf mit seinen Anhängen hell gelbrot. Strieme matt, Augenränder dicht silberweiß, Klypeus unter den Fühlern etwas weiß bereift. Drittes Fühlerglied nicht verdunkelt, vorne stumpf abge- rundet, Arista wie nackt. Thorax dunkel erzfarbig, grünblau schimmernd, auf dem Rücken etwas ockerig bestäubt. Hinterleib glänzend rotgelb, mit wenig auffälli- gen Querrunzeln auf den Tergiten. Abhandl. d. k. k. zool.-bot.in. Ges. Bd. VUl, Ilefi l. 11 162 Friedrich Hendel. Beine dimkelbraiin, Hüften teilweise heller rot, Kniespitzen röt- lich, Füße, namentlich die vier hinteren von der Wurzel an breit gelbrot. Die dunkelbraune Flügel Zeichnung ähnelt am meisten der Fig. 1, Taf. 1. Der glashelle Fleck in der Subkostalzelle aber ist kleiner, reicht unten nicht in die Marginalzelle hinein und ist auch verwaschener. Die Flügelwurzel unter der Discoidalis ist ganz glashell und entbehrt der liraunen Wolken in und neben den Wurzelzellen. Die über die kleine Querader laufende Binde ist distal gerade begrenzt und in der vorderen Basalzelle von dem Braun der Flügelwurzel durch einen schmalen glas- hellen Fleck getrennt. Der glashelle Zwischenraum zwischen den Quer- adern ist geradrandig und unten nur wenig verschmälert. Die Verbin- dungsstelle des Apikaisaumes mit der Querbinde über die hintere Quer- ader ist schmäler als die Randzelle. Schüppchen weiß, Schwinger gelb. Körper und Flügel 3'5 mm lang. 18. Hivellia tonientosa n. sp. (Fig. 32). Hendel, Gen. Plat., Fig. 32. 1 9 ^^^s Indien, Calcutta, Oktober, in der Sammlung Prof. Bezzi. Kopf und seine Anhänge ganz rotgelb; Gesicht heller. Die untersten Enden der Fühlergruben gebräunt. Stirne matt. Drittes Fühlerglied am Ende stumpf abgerundet. Arista deutlich kurz behaart. Thorax vorne rotbraun, nach hinten zu und das Schildchen pech- schwarz. Schultergegend rot. Der Rücken, die Oberseite des Schildchens und die Pleuren sind mit einer nach hinten zu an Dichte abnehmenden ockergelben Bestäubung bedeckt. Schildrand und Metanotum glänzend schwarz. Hinterleib und Ovipositor glänzend pechbraun, fast schwarz, auf der Mitte des Rückens etwas rotbraun, fein chagriniert, an der Wurzel hell gelblich pubesziert, sonst mit rotschimmernden Haaren bedeckt. Hüften und Beine rotgelb. Die vier hinteren Schenkel sind mit Aus- nahme von Wurzel und Spitze dunkelbraun. Die Schienen sind etwas, namentlich an der Spitze merklich gebräunt. Füße heller gelb, am Ende verdunkelt. Flügel nach Fig. 32, Taf. 2, also der R. afflnis sehr ähnlich. Die Querbinden sind aber viel breiter. Die Verbindungsstelle des Apikai- saumes mit der Querbinde über die hintere Querader nimmt fast die ganze Breite der Marginal- und Submarginalzelle ein. Die mittlere Quer- binde überschreitet breit die Posticalis und erreicht verwaschen den Flügelhinterrand. Der ganze Basalraum zwischen Kosta und Discoidalis ist dunkelbraun, das glashelle Fleckchen in der ersten Basalzelle bei R. affinis fehlt hier. Dagegen zeigt aber die Subkostalzelle das hyaline Dreieck. Schüppchen weißlich, Schwinger rotgelb. Körper ohne Ovipositor und Flügel 4*5 mm lang. Die Arten der Platystominen. loö 19. lUvelUa siiniosa (Joquillett (Fig. 3). RiveUia sinuosa Coquillett, Proc. Ent. Soc. Washingt., Vol. 6, p. 139 (1904). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 3. Bang-alore, Indien. Mir liegen 5 cf 9 ^us Bombay (leg. Birö) des Ungar. Nationalmuseums vor. Stirne, Wangen und Backengruben rotbraun. Fühler heller, mehr gelbrot. Stirnstrieme matt, am Augenrande, wie auch an den Wangen und am Hinterkopf rande diclit silberweiß schimmernd. Die übrigen Kopf- teile, wie auch Ozellen- und Scheitelplatten, glänzend schwarz. Taster am Spitzenrande rötlich. Drittes Fühlerglied oben geradrandig, vorne mit sehr scharfer Ecke und hier manchmal auch verdunkelt. Arista der ganzeuLänge nach kurz l)ehaart. Klypeus unter den Fühlern weiß bestäubt. Thorax samt Schildchen und Hinterleib glänzend schwarzblau. Rücken etwas grünlich, Schild und Abdomen deutlich violett schimmernd. Der Rücken hat auch ein deutlich fuchsrotes, zartes Toment. Wie bei R. pulchra ist auch hier das Schildchen größer als gewöhnlich. Die Hinter- leibstergite sind ziemlich stark von feinen Querrunzeln durchfurcht, also von merklich rauher Skulptur. Auch die zarten Härchen des Hinterleibes haben einen fuchsroten Schimmer. Hüften und Beine pechschwarz. Kniespitzen rot, Füße hell rotgelb, nur an der Spitze etwas dunkler. Flügel mit tief schwarzbrauner Zeichnung nach Fig. 3, Taf. 1. Die Zickzackbinde kommt sonst bei keiner anderen Art vor. Die hintere Basalzelle enthält in der Spitze zwei braune Flecke. Schüppchen schneeweiß, Schwinger schwarz. Körper und Flügel 3 — 3*5 mm lang. 20. llivellia yaninia n. sp. 2 cf 9 a^is Bombay, Indien (leg. Birö), im Ungar. Nationalmuseum. Diese Art gleicht bis auf folgende Unterschiede ganz der R. sinuosa Coquill. Der Hinterleib hat ausgesprochen grünen, nicht blauvioletten Schimmer. Im Flügel ist die Apikaibinde schmäler, reicht nur etwas über die Cubitalis hinunter und ist oben nur in der Breite der Marginalzelle mit der vorhergehenden Binde verbunden. Die Vereinigungsstelle der beiden über die Queradern laufenden Binden enthält in der Spitze der Discalzelle einen der Posticalis anliegenden glashellen Fleck. Größe wie bei R. sinuosa Coqu. 21. HiveUia connexa n. sp. (Fig. 4). Hendel, Gen. Plat., Fig. 4. 3 9 ^us Stephansort, Astrolabe-Bai, Neu-Guinea (leg. B i r ö). im Ungar. Nationalmuseum. 11* 164 Friedrich Hendel. Kopf und seine Teile, Thorax und Beine rostgelb. Hinterleib braun bis schwarz, stark glänzend, glatt, unpunktiert, nur seitlich an der Basis immer mehr oder weniger deutlich rotbraun. Stirne matt rotgelb oder gelbrot, an den Augenrcändern wie gewöhnlich schmal weiß schimmernd. Ebenso ist der Klypeus unter den Fühlern weiß bereift. Thoraxrücken unbestäubt, vor dem Schildchen, dem Hinterrande des letzteren, der Metathorax, sowie teilweise die Pleuren ins Rotbraune verdunkelt. Bei einem Stücke herrscht diese rotbraune Färbung in Strie- men und Flecken sogar auf dem ganzen Thorax vor. Hinterschienen an der Spitze mehr oder weniger deutlich braun. Fußwurzeln heller gelb. Flügel mit dunkelbrauner Zeichnung nach Fig. 4, Taf. 1. Die Spitzenquerbinde hängt bis zur Mitte der Submarginalzelle mit der breiten Binde über die hintere .Querader, diese wieder unter der Posticalis mit der zum größten Teile mit dem Braun der Flügelwurzel, das unten von der Posticalis erst begrenzt wird, verschmolzenen Binde über die kleine Querader zusammen. In der Submarginalzelle ein glashelles Dreieck, das mit der Spitze die Cubitalis berührt. Schüppchen schneeweiß, Schwinger hell rostbraun. Drittes Fühlerglied oben geradrandig, vorne oben mit einer nur un- deutlichen Ecke. Arista der ganzen Länge nach deutlich behaart, Fieder- breite gleich der Hälfte des dritten Antennengliedes. Körper 4*5—5 mm, Flügel 4 — 4"5 mm lang. Anmerkung: Die Art ist der R. dimidiata de Meij. sehr ähnlicli. Siehe dort die Angaben! 22. lUvellki dimidiata de I\Ieij. Rivellm dimidiafa de Meijere, Tijdschr. v. Entom., Vol. 51, p. 122, PI. 4, Fig. 2 (1908). Genaue Vaterlandsangabe fehlt; wahrscheinlich aus Java. „Stirne matt rostrot, Fühler an der Wurzel glänzend rotbraun, das dritte Glied dunkler braun, matt mit einigem weißlichen Schimmer, Borste schwarzbraun. Untergesicht und Oberlippe glänzend braun. Taster braungelb, Hinterkopf desgleichen, der hintere Augenrand mit Ausnahme des oberen Teiles weiß gesäumt. Thorax vorne rotgelb, was nach hinten in schwarz übergeht, gell)lich bestäubt; Schildchen, Hinterrücken und Hinterleib glänzend schwarz, ersterer oben mit geringer Bestäubung. Brustseiten glänzend schwarz, nur unmittelbar vorne gelb. Beine braungelb, an den beiden hinteren Beinpaaren die Hüften und die Schen- kel bis auf die Spitze schwarz. Flügel an der Wurzel mit großem drei- eckigen Fleck, welcher sicli bis jenseits der kleinen Qiierader erstreckt und unten die fünfte Längsader nur am Ende etwas überschreitet, am Yorderrandc liegt in demselben, über der kleinen Querader, ein dreieckiges Die Arten der Platystominen, 16^ glashelles Fleckchen, überdies eine Binde über die hintere Qiierader vom Vorder- bis zum Hinterrande; dieselbe trifft vorne mit einem dunklen Vorderrandsaume zusammen, welcher sich bis zur Spitze der vierten Läng'sader erstreckt." Flügellänge 4 mm. 23. mvcllia anf/uJata n. sp. (Fig. 5). Hendel, Gen. Plat., Fig. 5. 8 cT 9 ^^^^ Bombay (leg. B i r 6), im Ungar. Xatioiialmuseum. Stirne, Wangen, Backengruben und Fühler rotbraun: Stirne vorne sowie Fühlerwurzeln meist heller rot. Klypeus schwarzbraun, unter den Fühlern weißlich bestäubt. Praelabrum und Hinterkopf glänzend schwarz- braun. Drittes Fühlerglied oben nur flach konkav, vorne mit scharfer, fast wie aufgebogener Spitze. Arista deutlich kurz behaart. Augenränder deut- lich silberschimmernd. Thorax und Hinterleib lebhaft metallisch blaugrün glänzend, der erstere vorherrschend grünlich, letzterer mehr blau schimmernd. Thorax- rücken zart weißlich bereift. Hinterleib oben durch feine Querrunzeln und Hohlpunkte rauh. Ovipositor glänzend schwarz. Schild fast so groß wie bei R. sinuosa Coqu. Hüften und Beine pechschwarz, die äußersten Kniespitzen rot, die vier hinteren Füße mit Ausnahme der dunkleren Enden rotgelb. Flügel wie Fig. 5, Taf. 1, mit schwarzbrauner Zeichnung. Der Apikalfleck und die vorhergehende Querbinde sind völlig isoliert. Die über die kleine Querader gehende Binde doppelt so breit wie die über die hintere Querader, erreicht den Flügelhinterrand nicht und ist von der Kosta bis zur Discoidalis herab mit dem Braun der Flügelwurzcl verbunden. Nur in der Subkostalzelle liegt ein spitzes glashelles Drei- eck. Charakteristisch ist auch ein verwaschener brauner Fleck in der dritten Hinterrandzelle, gleich jenseits der Analzelle. Scliüppchen weiß, Schwinger schwarz. Körper und Flügel 3 — 3'5 mm lang. 24. Mlrellki lavafa n. sp. (Fig. 6). Hendel, Gen. Plat., Fig. 6. 1 9 "^on den Samoa-Inseln im Wiener Hofmuseum. Stirne matt rotbraun, Augenränder dicht silberweiß schimmernd. Hinterkopf mit Ausnahme des roten Cerebrales schwarz. Die übrigen Teile des Kopfes gelbrot. Drittes Fühlerglied vorne dunkler und stumpf abgerundet, Arista fein und dicht, länger als bei den anderen Arten behaart, Klypeus weiß bestäubt. Rüssel und Praelabrum teilweise ver- dunkelt. 166 Friedrich Hendel. Thorax und Hinterleib metallisch dunkelblau, glänzend, grünlich und violett schimmernd. Rücken kaum merklich bestäubt. Hinterleib oben durch Runzeln und Punkte rauh. Hüften und Beine dunkel rotbraun, Kniespitzen etwas heller, die vier hinteren Füße gelbrot, am Ende dunkler. Vorderfüße fehlen dem Stücke. Die Flügelzeichnung nach Fig. 6, Taf. 1 ist braun. Die drei mittleren, breiten Querbinden sind am Hinterrande des Flügels ver- waschen verbunden. Wesentlich für diese Art ist die (bei dem einen Stücke in der Mitte unterbrochene, also aus zwei Flecken gebildete) schiefe Binde, welche parallel mit der Spitzenquerbinde die erste und zweite Hinterrandzelle durchquert und an der Cubitalis die Querbinde über die hintere Querader erreicht. Kostalzelle gelblich. Die an der Me- diastina liegende Querbinde ist nur durch die vordere Basalzelle mit dem Braun der Flügelwurzel verbunden. Schüppchen gelblichweiß, Schwinger rotgelb. Körper 4"5 mm, Flügel 4 mm lang. 25. mvellia hn2ninctata n. sp. (Fig. 9). Hendel, Gen. Plat., Fig. 9. 8 cf 9 ''^"S Bombay, Indien (leg. Birö), im Ungar. Nationalmuseum. Stirne, Wangen, Backengruben und Fühler^ mit Ausnahme der heller roten Wurzelglieder, dunkel rotbraun. Strieme matt, am Augen- rande dicht weiß schimmernd. Drittes Fühlerglied oben gerade oder fast gerade, vorne mit einer nur etwas scharfen Ecke. Arista deutlich kurz behaart. Klypeus unter den Fühlern merklich weiß bereift. Die übrigen Teile des Kopfes glänzend schwarz, am Scheitel und Hinterkopfe mit grünlichem Metallschimmer. Taster ganz schwarz. Der Thorax samt Schildchen und der Hinterleib sind glänzend metallisch schwarzblau. Der Thoraxrücken schimmert meist grünlich und ist deutlich graulich oder weißlich tomentiert. Das Abdomen ist oben mit feinen Hohlpunkten dicht besetzt und im allgemeinen etwas dunkler als der Brustkorb gefärbt, bald jedoch mehr bläulich, bald mehr grünlich schimmernd. Die zarte Behaarung der Tergite hat roten Schein. Hüften und Beine schwarzbraun, oft auch nur dunkel rotbraun, Kniespitzen kaum lichter. Die vier hinteren Füße sind gelbrot, am Ende gebräunt. Die schwarzbraune Flügelzeiehnung zeigt die Fig. 9, Taf. 1. Bei einigen Stücken zeigt sich aber auch in der Mitte der Subkostalzelle und unmittelbar darunter in der Marginalzelle ein verwaschenes, helleres Fleckchen, bei anderen wieder überschreitet die über die kleine Quer- ader ziehende Binde unten die Posticalis nicht. Sehr charakteristisch ist, daß die kleine Querader deutlich vor der Mitte der Discalzelle steht und Die Arten der Platystominen. 1"* die Discoiclalis vor derselben gerade ist. Es felilt liier die sonst für die Rivellien so charakteristische Einbauchung in die Discalzelle ganz oder fast ganz. Schüppchen schneeweiß, Schwinger rotgelb. Körper und Flügel 2'5— 3 mm lang. 26. Bivellia virgo n. sp. (Fig. 25). Hendel, Gen. Plat., Fig. 25. 2 9 aus Queensland (leg. Dr. Bancroft), im Brit. Mus. in London. Stirnstrieme, Wangen, Backengruben, Untergesicht, Praelabrnm und Taster gelbrot. Fühler rotgelb. Drittes Glied derselben oben fast gerade, vorne abgerundet. Arista wie nackt. Die weißliche Säumung und Bestäubung am Kopfe wie gewöhnlich vorhanden. Ozellen- und Scheitelplatten und der ganze Hinterkopf glänzend schwarz. Thorax und Schild metallisch schwarzgrün, am Ptücken zart weiß- lichgrau bereift. Hinterleib glänzend erzgrün, stark, aber fein querge- runzelt, wie der Hinterrand des Schildchens teilweise mit violettem Schimmer. Hüften und Beine gelbrot. Schenkel in der Mitte gebräunt; die vorderen wenig, die hinteren am ausgedehntesten. Flügel (Fig. 25, Taf. 1), glashell, mit vier braunen, voneinander isolierten Striemen. Die erste ist eine Längsstrieme, erfüllt die erste Basalzelle an der Wurzel und biegt dann jenseits der zweiten in die Discalzelle hinab. Auch die Basalhälfte der Kostalzelle ist braun. — Die zweite bis vierte Strieme sind Querstriemen. Die zweite ist die breiteste und geht aus der Subkostalzelle heraus über die kleine Quer- ader bis zur Posticalis. Die dritte, senkrecht, ist durchgehend, vorne und hinten abgerundet und bedeckt die hintere Querader. Die vierte zieht als Spitzensaum von der Mündung der Radialis zu der der Dis- coidalis. Die äußerste Spitze der Marginalzelle ist braun. Schüppchen weiß, Schwinger zitronengelb. Körper und Flügel 3'5 mm lang. 27. Bivellia macilenta Wicd. Dacus macüentus Wiedemann. Aiißereur. zweitl. Ins., Vol. 2, p. 525, 18 (1830). 1 9 aus Indien (Zettel mit ?), Type im Wiener Hofmuseum. 7aiy Ergänzung der Wiedemannschen Beschreibung habe ich fol- gendes zu sagen: Stirne matt, Untergesicht unter den Fühlern weißlich bestäubt. Drittes Fühlerglied oben gerade, vorne nur etwas eckig, ziemlich abgerundet. Arista nicht „nackt", sondern der ganzen Länge nach deutlich kurz behaart. Taster rotgelb. Thorax und Schild glänzend pechschwarz, Rücken bräunlichgrau bereift. Hinterleib gelbrot, glänzend, oben etwas von feinen Querrunzeln rauh. Hüften und Beine rotgelb, Fußenden braun. 168 Friedrich Hendel. Flügel nach Fig-. 19, Taf. 1 mit brauner Zeichnung-, die in der Radialisg-abel am intensivsten ist. Schüppchen rotgelb, Schwinger rot- braun. Körper ohne Ovipositor 5 mm, Flügel 4*5 mm lang. 28. Hivellia major Adams (Ficr. 17). RiveUia major Adams, Kans. Univ. Sei. Bull., Vol. 3, p. 168 (1905). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 17. 4 cf 9 aus Katona (Skirati), Ostafrika, im Ungar. National- museum. Zur oben zitierten Beschreibung füge ich hinzu, daß das dritte Antennenglied oben seicht konkav, gegen die Spitze hin verschmälert ist und dort selbst oben eine fast spitze Ecke hat. Die Arista ist zart pubeszent. Die sonst hellgelbe Stirne hat vorne in der Mitte einen rot- braunen Fleck. Am Flügel ist der ganze Vorderrand rotgelb gefärbt. Ein breiter Apikaifleck, ein breiter Saum der hinteren und ein schmälerer der kleinen Querader schwarzbraun. Die beiden letztgenannten Säume hängen nur durch eine schmale und sehr verwaschene Verbindung mit braunen ' Wolkenflecken, in ihrer Verlängerung an der Kosta gelegen, zusammen. Auch Kostal- und Subkostalzelle können braun sein und sind wie die distal folgenden braunen Flecke mit dem Rotgelb des Kostalsaumes verwaschen. Schüppchen weißlich, Schwinger hellgelb. Körper und Flügel 5 — 5'5 mm lang. 29. ItiveUia albUavsis Macqu. Ceroxj/s alhitarsis Macquart, Dipt. exot., Vol. 2/3, p. 209, PI. 29, Fig. 3 (1843). „Caerulea nitens." „Long. 1 lin. cf. Face, front et los 2 premiers articles des antennes testaces; 3. noirätre, ä base testacee. Thorax et abdomen d'un bleu me- tallique fonce, ä reflets verts. Pieds bruns; tarses d'un blanc jaunätre. Alles hyalines; 2 bandes transversales brunes, ainsi que le bord exterieur. — Du Senegal." 30. HiveUki rectanif lila n. sp. (Fig. 22). Hendel, Gen. Plat., Fig. 22. 1 9 a^^s Forcados, S. Nigeria (leg. J. J. Simpson), Entomol. Research Committee, London. Stirne matt kaffeebraun, am Augenrande ziemlich breit weiß schimmernd. Ozellen, Scheitelplatten und der ganze Hinterkopf glän- zend rot. Untergesicht wie die Stirne gefärbt, ganz und gar matt, grau- lich bereift. Fühler, Praelabrum und Taster rotbraun; drittes Fühlerglied Die Arten der Platystominen. 169 fast schwarz, oben geradrandig, vorne mit stumpfer Ecke. Arista deut- lich kurz behaart. Thorax glänzend kaffeebraun, Pleuren unten dunkler; Rücken vorne hinter dem Kopfe glänzend rot, sonst graubräunlich tomentiert, fast ganz matt. Schild, Hinterrücken und der Hinterleib mit Ausnahme der rotgelben Basis pechschwarz, glänzend. Tergite deutlich chagriniert. Alle Schienen und die Vorderschenkel pechbraun, die vier hinteren Schenkel gegen die Wurzel hin heller, mehr rotbraun. Noch heller die Hüften. Füße rotgelb, am Ende dunkler. Flügel wie Fig. 22, Taf. 1. Die Zeichnung ist schwarzbraun. Die Kostalzelle jenseits der Schulterquerader und der proximale Teil der ersten Basalzelle sind gelb tingiert. Schüppchen weiß, Schwinger braun. Körper und Flügel 4 mm lang. ol. üivellia i^arallela n. sp. 1 ö' aus Kamerun, Viktoria, in der Sammlung des Herrn B. Licht- wardt in Berlin. Kopf samt Anhängern, Thorax, Schild und Beine sowie das Basal- drittel des Hinterleibes rotgelb; der Rest des letzteren glänzend pech- braun, fast vollkommen glatt, nur kaum merklich mit feinen Querrunzeln bedeckt. Stirnstrieme matt, feine Augenränder glänzend gelb, nur von hinten betrachtet undeutlich weiß schimmernd. Untergesicht oben weiß- lich bereift. Drittes Fühlerglied gegen das Ende zu gebräunt, oben gerad- randig, vorne mit scharfer Oberecke. Arista deutlich kurz behaart. Thoraxrücken in der Mitte nur schmal ockerig bestäubt, ziemlich glänzend. Schienen und Vorderfüße etwas dunkler gelb als die Schenkel. Flügel wie bei R. discaUs, Fig. 21, die Binden auch von rotbrauner Farbe. Die Querbinde über die kleine Querader endet aber an der Posticalis und ist fast breiter als der folgende glashelle Zwischenraum. Der vorhergehende farblose Raum verbreitert sich nach unten, weil die wurzelwärts begrenzte Querbinde schief liegt. Schüppchen weiß, Schwinger braun. Körper über 4 mm, Flügel 4 mm lang. •')2. JRlvellia f/racllis n. sp. 1 9 a^is Südafrika, Durban (leg Muir), im Zoolog. Museum von Cambridge. Sehr ähnlich der R. parallela und durch folgendes verschieden: Hinterleib ganz glänzend schwarz, nur sehr fein quergerunzelt. Stirnstrieme glänzend. Auf dem zart graulich bereiften Thorax- rücken sieht man eine durchgehende dunkelbraune Medianlinie und 170 Friedrich Hendel. jeclerseits eine breitere, in zwei mehr fleckenartige Teile durch die Qiier- naht zerlegte Seitenstrieme. Drittes Fühlerglied rot, vorne abgerundet. Arista so kurz pubeszent, daß sie wie nackt erscheint. Der Flügel gleicht dem von R. basilaris Wiedem., siehe Fig. 10, fast vollkommen. Die Querbinden sind sehr schmal und von hellbrauner Farbe. — Alles übrige wie bei R. paraUela. Schüppchen weiß, Schwinger braun. Körper und Flügel 3*5 mm lang. 33. BivelUa discaUs n. sp. (Fig. 21). Hendel, Gen. Plat., Fig. 21. 1 cT -^iis Madagaskar (Fort Dauphin) im Wiener Hofmuseum. Kopf samt Anhängern, Thorax mit Ausnahme des Zentralschildes des Rückens, Schildchen, Wurzeldrittel des Abdomens, Hüften und Beine hell rotgelb. Thoraxrücken, ausgenommen den Vorderrand und die Lateralgegend über der Notopleuralnaht, sowie der übrige Hinterleib hell glänzend metallisch blaugrün, ohne Bestäubung und ohne Skulptur. Stirnstrieme matt, am Auge nur sehr schmal weiß gesäumt. Drittes Fühlerglied hell gefärbt, an der Spitze breit abgerundet. Arista nur kurz pubeszent. Spitzenhälfte der Füße braun. Die rotbraune Flügelzeichnung nach der Fig. 21, Taf. 1 ist durch die geraden und parallelen Streifen und Zwischenräume charakterisiert. Schüppchen und Schwinger gelb. Körper und Flügel zirka 3 mm lang, 34. JtiveUia quadrivUtata Macqu. Ceroxys 4-vittata Macquart, Dipt.. exot.. Vol. 2/3, p. 209, PI. 28, Fig. 6 (1843). „Nigra, nitida. Pedibus rufus. Alis quadrivittatis." „Long. 1^/4 lin. 9- Face et front d'un brun noirätre. Antennes testacees; 3. article ä l'extremite brune, pointue en-dessus; style brieve- ment velu. Thorax noir, ä epaules testacees. Abdomen noir, ä legers re- flets vert; base jaunatre, transparente. Pieds: hanches anterieures et posterieures jaunes; intermediaires brunes; cuisses anterieures jaunes; intermediaires et posterieures brunes; un peu de brun ä la base des poste- rieures; jambes brunes; tarses jaune. Alles hyalines, ii quatre bandes transversales brunes, ainsi que le bord exterieur. — Du Senegal. 35. Mivellia niediocris n. sp. 1 ö' aus Port Natal, Süd- Afrika (leg. G. W. Plant), im British Museum in London. Diese Art scheint der mir unbekannten Macquart sehen sehr nahe zu stehen. Es ist aber der ganze Kopf gelbrot, das Untergesicht heller, der obere Hinterkopf dunkler. Die Stirne ist nur in der Mitte matt, die 171 Die Arten der Platystominen. ^'^ Seiten und der Scheitel glänzen; erstere zeigen einen sehr schmalen weißen Saum an den Augenrändern. Das dritte Fühlerglied ist oben gerade, vorne abgerundet und dort nicht verdunkelt. Die Arista ist deutlich kurz behaart. Thorax und Hinterleib glänzend pechbraun; Rücken des ersteren wenig tomentiert, von beträchtlichem Glänze; der des letzteren durch Querrunzeln stark rauh. Hüften und Beine rotbraun, Schienen dunkler; Füße rot, am Ende braun. Flügel so ziemlich der Fig. 21, Taf. 1 gleichend, mit rotbrauner Zeichnung. Die Querbinde über die kleine Querader überschreitet auch hier die Posticalis unten, ist aber nicht vollkommen parallelrandig und gerade wie dort; sie ist deutlich breiter als die Binde über die hintere Querader. Der glashelle Zwischenraum zwischen diesen beiden Quer- binden ist oben an der Kosta breiter als unten in der Discalzelle. Schüppchen weiß, Schwinger braun. Körper und Flügel ungefähr 4 mm lang. 36. lUvelUa latlfascia n. sp. (Fig. 30). Hendel, Gen. Plat., Fig. 30. 1 9 aus Südafrika, Chirinda Forest (leg. Marshall), im Zool. Museum von Cambridge. Große Art. Stirne samt Scheitelplatten, Gesicht, Fühler, Taster und Cerebrale hell rotbraun. Stirne seitlich wachsglänzend. Augenrand der Stirne, Wangen und des unteren Hinterkopfes silberweiß. Hinter- kopf sowie der ganze Leib metallisch blau- oder grünschwarz. Fühler- gruben weißlich bereift. Drittes Fühlergiied fehlt leider. Rücken zart graulich bereift. Hinterleib dicht fein punktiert, glänzend. Behaarung in gewisser Beleuchtung rot schimmernd. Schenkel und Schienen schwarz. Vorderhüften, die äußersten Knie- spitzen und die Füße mit Ausnahme der Enden rotbraun. Vorderfüße etwas dunkler. Flügel (Fig. 30, Taf. 2). Die Wurzelhälfte der Kostal- und die erste Basalzelle oberhalb der zweiten schwarzbraun. Damit hängt unter- halb der Discoidalis in der Spitze der zweiten Basalzelle die von der Mediastinamündung bis zur Analis ziehende erste schwarzbraune Querbinde zusammen. Über die kleine Querader zieht vom Vorder- bis zum Hinterrande des Flügels eine breite und fast parallelrandige Querbinde, die durchschnittlich doppelt so breit als die begrenzenden glashellen Zwischenräume ist. Die Apikaibinde hängt an der Kosta mit der dritten Querbinde zusammen, ist an der Cubitalis so breit wie der hyaline Zwischenraum vorher und reicht etwas unter die Discoidalis hinab. Schüppchen weiß. Schwinger schwarzbraun. Körper und Flügel 4*5 mm lang. f. . > I I D Q 172 Friedrich Hendel. 37. Blvellia etixestoides n. sp. (Fij?. 31). Hendel, Gen. Plat., Fig. 31. Cf 9 aus Südafrika, Mashonaland, Salisbmy (leg. Marshall), im zoolog. Museum Cambridge. Sehr cähnlich der R. latifascia, aber kleiner. Scheitelplatten dunkler. Stirnstrieme von geringerem Glänze. Das dritte Fühlerglied ist dunkler rotbraun als die Wurzel, oben geradrandig, vorne abgerundet. Arista deutlich pubeszent. Leib lebhaft metallisch glänzend, schwarzgrün. Der Rücken ist aber ziemlich auffällig graulich bereift, wodurch der Glanz einigermaßen gemildert wird. Flügel nach Fig. 31, Taf. 2. Das Schwarzbraun der ersten Basal- zelle ist mit der ersten Querbinde nicht verbunden, da die Spitze der zweiten Basalzelle glashell bleibt. Die zweite Querbinde erreicht den Flügelhinterrand nicht und ist im Durchschnitte etwas schmäler als die begrenzenden glasigen Zwischenräume. Die apikale Binde endet an der Discoidalis und ist an der Cubitalis deutlich schmäler als der hyaline Raum vorher. Alles übrige wie bei B. latifascia. Körper und Flügel 3 — 4 mm lang. Anmerkung: Bei der sonst auch ähnlichen R. mediorris ist die Querbinde der hinteren Querader weitaus schmäler als die der kleinen: hier ist dagegen der Unter- schied nur gering. Ebenso ist bei mediocns die apikale Flügelbinde nur V;i des glasigen Raumes vorher (an der Cubitalis gemessen) breit. 38. JUveUia trif/ona n. sp. (Fig. 14). Hendel, Gen. Plat., Fig. 14. 3 cf 9 aus Katona (Shirati), Ostafrika, im Ungar. Nationalmuseum. Der ganze Kopf rot, nur der Hinterkopf mit Ausnahme des Cere- brales schwarzbraun. Stirnstrieme matt, der Augenrand silberweiß; Ozellen-, Scheitelplatten und Untergesicht glänzend, letzteres nur in der Oberhälfte weißlich bestäubt. Drittes Fühlerglied oben gerade, vorne mit ziemlich scharfer Oberecke. Arista Avie nackt. Thorax metallisch braunschwarz, auf dem Rücken und der Mitte des Schildchens ziemlich dicht bräunlich tomentiert, durch die schwarzen Härchen wie punktiert erscheinend. Hinterleib glänzend metallisch schwarz, oben stark chagriniert, an der Basis manchmal etwas rötlich durchsclieinend. Hüften und Beine pechbraun, an den Gelenksstellen rot, am breitesten die Schienenwurzeln. Füße mit Ausnahme der dunklen Spitzen gelbrot, die vordersten dunkler als die vier hinteren. Die Arten der Platystominen. 1'^ Flügel mit schwarzbrauner Zeichnung nach Fig. 14. Taf. 1. Die Apikaibinde ist an der Kosta immer deutlich von der vorhergehenden Binde getrennt. Hcliüppchen gelblichweiß, Schwinger dunkelbraun. Körper und Flügel 3'5 mm lang. o9. MiveUia brifui/'ascla n. sp. 2 9 aus Kamerun. Viktoria, in der Sammlung des Herrn B. Licht- wardt in Berlin. Der ganze Kopf gelbrot, der Hinterkopf gesättigter, mehr rotbraun. Stirne wachsglänzend, an den Augenrändern schmal glänzend, ohne Aveißen Schimmer. Drittes Fühlerglied vorne stumpf abgerundet. Arista deutlich kurz behaart. Thorax dunkel rotbraun, Rücken und Schild am dunkelsten und mit etAvas gedämpftem Glänze. Hinterleib glänzend pechschwarz oder pechbraun, mit ausgeprägter, aus Hohlpunkten und Querrunzeln ge- bildeter Skulptur der Oberfläche. Beine hell rotbraun, teilweise heller und dunkler gefärbt. Füße an der Basis lichter als gegen das Ende hin. Die braune Flügelzeichnung hat die Anlage wie Fig. IG zeigt. Die dreieckige Binde über die kleine Querader ist aber nicht wie bei Epid.. rostrata an der Kosta am breitesten, sondern an der Radialis und ver- engt sich wieder etwas an der Kosta. Ferner steht die kleine Querader deutlich jenseits der Mitte der Discalzelle. Schwinger dunkelbraun, Schüppchen weiß. Körper und Flügel 3 — 4 mm lang. 40. llireUia, siicchiata A\'icd. (Fig. 18). Hendel, Gen. Plat., Fig. 18. Dacus siiccinafus Wicdeniann, Außereur. Zweifl. Ins., Vol. 2, p. 526, 20 (1830). 2 cf unbestimmter Provenienz, die Typen Wiedemanns im Wiener Hofmuseum. Ferner 1 unbestimmtes 9 vom Kap. Der „Griffel" des 9? ^o^^ tlem Wiedemann spricht, ist der Penis des cf- Das ganze Tier ist glänzend rotgell), die matte Stirne, der Thorax und Hinterleib gesättigter, mehr gelbrot. Die Fußenden sind braun. Klypeus unter den Fühlern weiß bestäubt. Augenränder schmal silberig schimmernd. Drittes Fühlerglied oben geradrandig, vorne mit sciiarfer Oberecke, Arista der ganzen Länge nach kurz behaart. Die hell ockergelbe Flügelzcichnung zeigt die Fig. 18, Taf. 1. Ihre Grenzen sind nicht scharf. Schüppchen gelblich, Schwinger rotgelb. Körper 45, Flügel 4 mm lang. 174 Friedrich Hendel. 41. jRivellia anomala n. sp. (Fig. 29). Hendel, Gen. Plat., Fig. 29. 1 cf aus Süd-Afrika, Chirinda-Forest (leg. Marshall). 1 9 aus Uganda Prot., Tal des Kafu FL, Unyoro, 25. Dezember, Ent. Res. Comm. Kopf samt Anhängen, Thorax, Beine und Wurzel des Hinterleibes rotgelb. Stirnstrieme fast matt. Drittes Fühlerglied etwas verdunkelt, oben gerade, vorne abgerundet: Arista sehr zart pubeszent. Brust, Me- tanotum und der Hinterleib glänzend pechschwarz. Flügel glashell, mit sepiabrauner Zeichnung nach Fig. 29, Taf. 2, wodurch sich diese Art sehr leicht von allen anderen unterscheiden läßt. Beim 9 bilden die drei getrennten braunen Querstriche vor der braunen Flügelspitze eine zusammenhängende Linie. Schüppchen w^eiß, Schwinger rot. Körper und Flügel 2^/^ mm lang. 42. Jiivellia floHdana Johnson. Johnson, Canad. Ent.. Vol. 32, p. 247 (1900). „Head reddish, orbits narrowdy margined with silvery-white; anten- nae yellow. Thorax and scutellum red. Abdomen, first and second Seg- ments reddish, the others black; kälteres reddish; legs yellow. Wings hyaline, veins yellow; crossbands brown or brownish-yellow, and wider than R. variabüis and allied species; the first and 2. bands are very narrowly connected at the junction of the auxiliary and first long, vein, second and third coalesce at or just below the f ourth long, vein (in the latter case there is a very small hyaline triangle, formed by the 2 bands and f ourth long, vein), and end in a point at the posterior margin near the junction of the 5. long, and transverse vein; here also the first band obscurely coalesces with the 1. and 2.; the 4. or apical band narrowly separated or more narrowly connected with the 3. at the tip of the 2. long. vein. Length 5 mm. 4 specimens were collect, by the writer on Dayton Island, Lake George, Florida." 43. Hivellia flexuosa V. d. Wulp. Biol. Centr. Americ. Dipl., Vol. 2, p. 383, 6, Tab. X, Fig. 13 (1890). 1 cf, Mexico, Omilteme in Guerrero, 8000 feet. „Black; front and antennae brownish; tarsi rufous; 1. cross-band broad, contiguous with the blackish base of the wing; 3. cross-band con- nected at the hind margin with the 2. and at the tips with the 4. band. — Length 3 o mm. — Head black; front in the middle brownish, immediately before the antennae with 2 small, rufous protuberances; face slightly con- cave; occiput shining black. Antennae rufous, on the outer side brownish. Die Arten der Platystominen. 1 '^ Thorax, scutellum nnd abclomen shining- black: sciitellum with 2 long bristles; abclomen elleptical. Legs black, the tarsi, save the last 2 or 3 joints, yellowish rnfous; tlic femora somewliat elongate; the hind tibiae slightly curved. Halteres brown. Wings hyaline, with a blackish pattern: the 1. cross-band broad, completely imited with the blackish base, on the outer side convex, inferiorly reaching to beyond the 5. vein; the other cross-bands narrower; the 2. issuing from the costa at the termination of the 1. vein, and in an ()l)liqne direction reaching the small cross-vein, where it is angulary curved and goes more perpendiculary to the hind margin of the wing; the 3. cross-band straight, at the hind mar- gin connected Avith the 2. and at the costa with the fourth, which borders the tip of the wing." 44. mvellia subtnetalllca V. d. Wulp. Biol. Centr. Americ. Dipt., Vol. 2, p. 382, 3, Tab. X, Fig. 10 (1899). 1 o", Mexico, Omilteme in Guerrero, 8000 feet. „Black, slightly metallic; front and legs rufous; tibiae brown; the tirst cross-band angular. — Length 4 mm. — Front dark rufous, a littlc broader than the eyes, with parallel sides; face distinctly excavated, greyish; the clypeus and the cheeks pale rufous; inferior portion of the cheeks larger than in the other species of the genus; occipud black. Basal joints of the antennae rufous (the 3. Joint is wanting). Thorax and scu- tellum black; thoracic dorsum with a short, dense, yellowish pilosity: pleurae with some bluish metallic reflections; scutellum with 2 bristles. Abdomen curved downward, rather broad at the base, attenuated towards the tip, somewhat metallic greenish-black, densely covered by a greyish pilosity; genitalia on the ventral side with 2 appendages. Fore coxae yellowish-rufous, middle and hind coxae black; legs yellowish-rufous, the tibiae and the terminal 2 or 3 tarsal joints brown. Halter blackish. Wings greyish-hyaline; the brown pattern generally agreeing with that of U. micans Loew, but the first cross-band is angular in shape, distinctly separated from the blackish base and, though less intense, prolonged to beyond the 5. vein." 45. Bivellia pilosula V. d. Wulp. Biol. Centr. Americ. Dipt., Vol. 2, p. 384, 1, Tab. X, Fig. 14 (1899). 1 9, Mexico, Teapa in Tabasco. „Blackish, with grey pilosity; 1. cross-band broad, connected with the blackish base of the wing and inferiorly with the much narrower 2. cross-band, the 3. and 4. bands united at the costa.— Length 25 mm.— Front brownish-rufous, as broad as the eyes, with parallel sides; face greyish, very slightly excavated; inner orbits of the eyes white. Antennae rufous; the 3. Joint more obscur, somewhat pointed towards the tip, 176 Friedrich Hendel. reaching- to near the oral margin. Proboscis black, thick. Thorax, scutellum and abdomen black, covered with short greyish liairs; the abdomen ovate, posteriorly pointed; 2. Joint of the ovipositor pale rufous. Legs piceoiis, somewhat dark rufous, the tarsi clearer. Wings hyaline; the 1. cross-band much broader than the others, connected with the blackish base, the Separation being only indieated by one or 2 small, elongate, hyaline Spots; the 2. cross-band united with the 1. just before the small cross-vein, the 2 prolonged together in a less intense infuscation in the middle of the discal cell; the 3. cross-band united with the 4. and with it forming a narrow border round the tip of the wing." 4G. Jiivellla Widplana n, sp. BivcIUa conjuncia \':ui der Wulp, Biol. Centr. Amer. Dipt., Vol. 2, p. 283, Taf. 10, Fig. 11 (1898). — Cresson, Trans. Amer. Ent. Soc., A^ol. 32, p. 279 (1906). 1 9 aus Mexiko, Orizaba (leg. Crawford), Samml. Prof. Bezzi. Von RiveUia conjuncta Loew durch folgendes gut unterscheidbar: Die dunkelrote Stirnstrieme ist zwischen den schmalen weißen Augen- randsäumen fast quadratisch, wenig länger als breit, bei conjuncta doppelt so lang wie breit, weil die Augenrandsäume viel breiter sind. — Der Hinterleib ist gelblich, an der Wurzel sogar weißlich behaart; bei confimcta sind die Härchen schwarz und schimmern dunkelrot. — Die Unterschiede in der Flügelzeichnung habe ich schon in der Tabelle er- wähnt. 47. Jtivellia conjuncta Loew. Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 88, 1, PL 8, Fig. 3 (1873). Ich kenne diese Art vorläufig nur aus den Vereinigten Staaten und glaube, daß die aus Mexiko und Zentralamerika erwähnten Stücke alle der B. Widplana angehören. Man vergleiche das dort Gesagte. 48. liiveUia connecta V. d. Wulp. Biolog. Centr. Amer. Dipt., Vol. 2, p. 383, 5, Tab. X, Fig. 12 (1899). 1 cf, Mexico, Chipancingo in Guerrero, 4600 feet. „Shining black; front and antennae brownish; legs black, the base of the tarsi yellowish; the second cross-band in the middle largely united with the first, which is connected with the blackish base. — • Length 2ü mm. — Front brownish, as broad as the eyes, with parallel sides; face cinereous, perpendicular, not excavated; clypeus large; occiput black; Antennae rufous; the 3. Joint on the forside and towards the tip infus- cated; arista pale rufous. Thorax, scutellum and abdomen shining black; the abdomen ovate. Legs black; the tarsi yellowish, but infuscated to- wards the tip. Halteres blackish. Wings hyaline; the first cross-band is broad and at the Costa largely connected with the blackish base — in 1 77 Die Alton der Platystoininon. feriorly it reaches, though less intense, to beyond thc 5. veiii, and in tlie middle it is largely iinited witli the 2. cross-band, which is miicli narrower, rather perpendiciüar, i^liglitly concave at its outer side, and terminates at the 5. vein; between the 1. and 2. cross-bands there remain only 2 trian- gulär hyaline spots — one at the costa, the other in the discal cell; the 3. cross-band is parallel with the 2., of the same breadth, but longer. bordering the posterior cross-vein and terminating near the bind niargin of the wing; at its costal end the third band is united with the fourth. which forms a rather narrow border along the terminal portion of the Costa and the tip of the wing to as far as the termination of the 4. vein." 49. Bivellkt hrevifasckita Johnson. Ent. News Philad., Vol. 11, p. 326 (1900). ^ 9, Nord-Amerika, Vereinigte Staaten. Ich besitze typische Stücke vom Autor. Stirne, Fühler, Wangen, Taster und Backengruben rotbraun: erstere am Augenrand schmal weiß gesäumt. Drittes Glied der Fühler etwas verdunkelt, Arista sehr zart pubeszent. Ozellen- und Scheitel- platten, Epistom und Praelabrum gkänzend metallisch schwarz. Thorax. Schild und Hinterleib glänzend dunkel metallisch erzgrün. Abdomen chae-riniert, rotschimmernd l^ehaart. — Hüften und Beine rotgelb. Vorder- fuße am Ende gebräunt. Flügel mit vier schmalen und verwaschenen Querbinden, die unten die Discoidalis nicht überschreiten. Flügelwurzel hyalin, mit rotgelbeii Adern. Ein bräunlicher Punkt oberhalb der Badialisgabel deutet die erste Querbinde an. Die zweite geht aus der Spitze der Subkostalzellc an die kleine Querader; die dritte liegt oberhalb der hinteren Querader, die selbst kaum die Spur eines Saumes zeigt. Die vierte ist ein isolierter Apikaifleck an der Mündung der Cubitalis und schmäler an der ersten Hinterrandzelle. — Körper und Flügel 3"5— 4 mm lang. 50. üivellia ßaviniana Loew. Monogr. N.-Amer. Dipl., Vol. 3, p. 92, 5, Tab. 8, Fig. 7 (1873). Nord- Amerika, Vereinigte Staaten. U cf 9 a"S der Sannnlung Prof, Bezzi. Diese Art ist in der Färbung der Beine und weniger in der der Flügel variabel. Man vergleiche das über R. metalUca V. d. Wulp Ge- sagte. Die dunkelste Form ist die typische R. flavimana Loew, in der Mitte steht R. meticallica V. d. Wulp, die hellste Form, auch mit stark aus- geblaßten und zum Teile reduzierten Flügelzcichnungen ist R. breii- fasciata Johnson. Ich habe R. flavimana Loew von Coquillett als Riv. Boscii Rob.- Desv. erhalten, kann mich aber nicht entschließen, diesen Namen zu akzeptieren. A.bhaiidl. d. k. k. zool.-botan. Ges. Bd. VUI, Heft 1. ^2 178 Friedrich Hendel. 51. mvelUa metaUiea V. d. Wulp. (Fig. 34). Hcrina metallica Van der Wulp, Tijdschr. v. Ent., Vol. X, p. 154, 24, PI. .5, Fig. 10 (18C7). — Hendel, Gen. Plät., Fig. 34. „Thorace lügro-caenileo iiitido; abdomine viridi aeneo vel violaceo; fronte fusco; pedibus flavis, tarsis apice infuscatis; alis fasciis tribiis angustis et margine angusto apicali siibfuscis. cf. Long, l^/g lin." Ich erhielt einige cf 9 als R. brevifasciata Johnson aus Newark, N. J., die sich von dieser Art aber dadurch unterscheiden, daß die linienartig schmalen Querbinden dunkel und scharf hervortreten. Die erste ist nicht punktförmig, sondern reicht von der Subkosta schief bis zur Discoidalis; die zweite überschreitet diese Ader unten und die dritte bedeckt auch die hintere Querader. Der Spitzenrandsaum reicht bis zur Radialismündung wurzelwärts. Kostalzelle und Basalzellen bleiben hell: auch die Subkostalzelle ist nur an der äußersten Spitze braun. An den Beinen sind die Hinterschienen, die Spitzen der Hinterschenkel und ein ähnlicher Schatten auch auf den Mittelschenkeln rotbraun. Schwinger gelbrot. Diese Stücke sind der sehr variablen R. flavimana Loew sehr ähn- lich. Bei den typischen Exemplaren dieser Art ist die Kostal- und Sub- kostalzelle mit einer hellen Unterbrechung an der Mediastinamündung jedoch ganz dunkelbraun, sind die Querbinden breiter, erfüllt die dritte Querbinde oben die Spitze der Marginalzelle ganz oder fast ganz und ist an der Kosta schmal mit dem Spitzenrandsaume verbunden. Bei anderen Stücken ist das Braun der Kostalzelle aber heller und manchmal ziemlich verblaßt. Auch die Breite der Querbinden variiert. Am meisten veränderlich ist aber die Farbe der Beine, denn ich sah auch Stücke, bei denen nur die Hinterschienen an der Wurzel braun waren. Die ScliAvinger sind meist scliwarzbraun. 52. UiveJlia oerufta V. d. Wulp. (Fig. 33). Biolo-. Ccntr. Americ. Dipt., Vol. 2, p. 382, 1, Fl. X, Fig. 8 (1899). — Hendel. Gen. Plat., Fig. 33. 7 cf 9? Mexico, Chilpancingo, 4600 feet, and Omilteme, 8000 feet, both in Guerrero. — 2 9 ^^^s Mexiko, Oaxaca, leg. Crawford, in der Sammluno- Prof, Bezzi. •& Stirn matt rotbraun, am Augenrande schmal weiß gesäumt. Wan- gen, Lunula, Backengruben und Fühler heller, mehr rot. Arista zart pubesziert. Ozellen-, Scheitelplatteii und Hinterkopf glänzend metallisch schwarz. Gesicht, Praelabrum und Taster dunkel rotbraun, letztere an der Spitze heller gefärbt. — Körper glänzend schwarz. Oberseite des Thorax und Schildes ockerig bereift, weniger glänzend. Hinterleib oben fein chagriniert, schwarz behaart, auch im Glänze .gemildert. Pleuren in einem Mittelquerbande und über den Vorderhüften weiß schimmernd. Die Arten dfr Platystominen. l«-' — Hüften und Beine gelbrot, die letzten drei Fußglieder und die liinter- schienen braun. Kostalzellc nur an der Wurzel bräunlich, sonst hyalin. Die sehr schmale Subkostalzelle dunkel. Erste Basalzelle oberluilb der zweiten braun. Die drei Querbinden der Flügelmitte sind selir schmal und enden an der Posticalis; die ersten zwei sind dort etwas wurzelwärts eingebogen und zu einem rundlichen, dunkleren Fleck erweitert. Die Querader der zweiten Basalzelle ist dunkel gesäumt. Der Apikalfleck des Flügels bildet eine rechtwinkelige Stufe an der Mündung der Cubi- talis, an die sich unten ein sclnnaler Randsaum der ersten Hinterrand- zelle, oben eine noch feinere dunkle Linie bis zur braunen Spitze der Marginalzelle anschließt. — Schwinger dunkelrot. Körper und Flügel 3 — '^'ö mm lang. — V. d. Wulp gibt nur eine Größe von 2 mm an, was wohl sehr klein ist. öB. Hiiiellia curvafa n. sp. (Fig. 27). Hendel, Gen. Plat., Fig. 27. 2 9 ^^is Peru, Callanga. im Ungarischen Nationalmuseum. Stirne und Fühler rotbraun, letztere an der Basis sogar gelt »rot. Gesicht, Praelabrum und Taster dunkler rotbraun. Stirnaugenränder schmal weiß. Drittes Fühlerglied oben vorne zugeschärft. Arista zart pubesziert. — Ozellen- und Scheitelplatten, Thorax und Schild und Hinterleib pechschwarz. Die Pleuren glänzen stärker und sind nur zarl weißlich angehaucht; der Thoraxrücken ist jedoch ziemlich dicht ocker- gelb bestäubt. Der Hinterleib oben matt schwarz, auch schwarz behaart. Hüften und Beine schwarzbraun. Schenkelringe, Füße und die Schienen gegen die Spitze hin gelbrot. Hinterschienen fast ganz dunkel- l»raun. Fußenden gebräunt. Flügel nach Fig. 27. Kostal- und Subkostalzelle braun. Daran schließt sich an der Spitze ein schiefes, schmales Querband über die kleine Querader bis zur Posticalis. Gleichartig schmal sind die Quer- binde über die hintere Querader und der vorne damit zusammenhängende Spitzenrandsaum. Cliarakteristisch für diese Art ist die in der Arten- tabelle erwähnte Bogenbinde der Flügelwurzel. — Schüppchen weiß- Schwinger dunkelbraun. Körper und Flügel 35 mm lang. ö4. liii'elUa hmf/lcotnn's V. d. Wulp. Biolog. Centr. Amer. Dipt., Vol. 2, p. 384, 8, PI. X, Fig. l.! (1899). 2 cf 9, Mexico, Omilteme in Guerrero, 8000 feet. .,Shining black: liead and antennae rufous; legs piceous, partly dark rufous; cross-bands of equal breadth. tlie third and fourth narrowly 12* 180 Friedrich Ilfiidel. iinited on tlic costa. — Leiigth 3"5— 4"5 mm. — Front dark riifous, a little broader thaii tlie eyes, with parallel sides; face clearer rufoiis, perpen- dicular; inner orbits white. Antennae rufous, longer than in most other species of the geniis, reaching the oral margin. Proboscis thick, black; palpi rufous. Thorax, scutellum, and abdomen shining black; the ab- domen ovate, pointed towards the tip, covered with greyish hairs, but less densely so than in the Rir. pUosi(Ja; male genitalia with 2 füiform appen- dages on the ventral side; ovipositor of the female rather narrow, three- jointed, the first two joints flattened and black, the third cylindrical, pale rufous. Kälteres black. Wings hyaline, with blackish cross-bands; the 1. crossband not broader than the others and connected with the blackish base, the 2. isolated, the 3. prolonged and forming a border along the end of the costa and the tip of the wing." 55. BireUia CoquiUetU n. sp. (Fig. 20). RiveUia basilaris Coquillett, Journ. N.-Y. Ent. Soc, Vol. 8, p. 21 (1900). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 26. 1 9 aus Nord-Amerika, Süd-Colorado in meiner Sammlung. Stirne, Gesicht, Backen, Fühler und Taster sowie die Beine und Hüften rotgelb. Ozellen- und Scheitelplatten, der Hinterkopf und der Thorax samt Schild metallisch blaugrün, glänzend, nur etwas weißlich überhaucht. Drittes Fühlerglied oben am Ende in eine braune, schlanke Spitze ausgezogen. Arista kurz behaart. Augenrand ziemlich breit silber- weiß. Klypeus mit Ausnahme des Mundrandes weiß bereift, am Längs- rücken etwas metallisch grün. Praelabrum und Rüssel dunkel. Hinterleib glänzend smaragdgrün, granuliert, dunkel behaart. Die Basis und die Hinterränder der vorderen Tergite schimmern rot durch, was vielleicht nur auf den unreifen Zustand zurückzuführen ist. Die Schienen werden gegen die Spitze hin allmählich dunkel rot- braun. Vorder fuße nur an der Wurzel rotgelb; die vier hinteren Füße sind an der Spitze braun. Flügel glashell, mit der Zeichnung nach Fig. 26. Das Braun der Flügelwurzel und die Querbinde über die kleine Querader, die bis zur Posticalis hinabreicht, fließen zusammen und werden vorne nur durch ein glasiges Dreieck in der Subkostalzelle getrennt, das mit der Spitze unten die Discoidalis berührt. Ein breiter Spitzenrandsaum und eine breite Querbinde über die hintere Querader hängen vorne zusammen. Der glashelle Zwischenraum davor ist nur die Hälfte der Querbinde breit. Radialis mit der Cubitalis so ziemlich parallel. Körper und Flügel 4 mm lang. 56. liiveUia f/iiadHfasciata Macquart. Herina quadrifasciata Macquart, Suit. ä Buffon, Vol. 2, p. 438, 8 (1835). - I.oew, Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 90, 3, PI. 8, Fig. :^ (lUvelUa) (1873). Nord-Amerika, Vereinigte Staaten. Die Arten der Platystominen. 181 Die mir vorliegenden Stücke messen: Körper 4 — 5 mm, Flügel 3 — 4 mm. Der Art fehlt das lebhafte Goldgrün der R. micans Loew. Be- sonders erwähnen möchte ich auch die rotgelben Schwinger. Bei R. variabilis, flavimana und viridiilans sind dieselben schwarzbraun. 57. Hivellia iiiicans Loew. Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 94, 6 (1873). Nord-Amerika, Vereinigte Staaten. Es gibt auch Stücke, bei denen der Hinterleib ganz goldgrün ist und das Gelb an der Wurzel fehlt. Diese sind wegen der braunen Wurzeln der Kostal- und ersten Basalzelle dann nur mit R. vindidans und varia- biUs zu vergleichen. Erstere ist größer, dunkelgrün, nicht hellgrün ge- färbt und hat pechbraune bis metallisch schwarze, nur an der Spitze rote Schenkel. Bei R. micans Loew sind dieselben gelb. R. variabilis Loew hat den Leib pechbraun und nicht hell metallisch grün Avie micans, über- dies dunkelbraune Schwinger. Bei R. micans sind letztere rotgelb. Körper 2^/^ — 4 mm, Flügel 2'5 — 3'5 mm lang. 58. Sivellia viridiilans Kobin.-Desvoidy. Essai sur les Myodaires, p. 729, 2 (1830). — Loew, Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 88, 2, PI. 8, Fig. 4 (1873). Nord-Amerika, Vereinigte Staaten. Meine und Prof. Bezzis Samm- lung. Die Art gehört mit R. quadrifasciata Macquart und variabilis Loew zu den größten der Gattung: Körper 5 mm und etwas darüber, Flügel meist 45 mm lang. Ihre wesentlichen Merkmale sind: schwärzlich metal- lisch blaugrüner Leib mit gleichgefärbten Hüften und Schenkeln und schwarzbraunen Schwingern; Kostal- und Wurzel der ersten Basalzelle tief dunkelbraun gefärbt. Behaarung des Hinterleibes schwarz. 59. lUvellia variabilis Loew. Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 91, 4, Fl. 8, Fig. 6 (1873). Nord-Amerika, Vereinigte Staaten. Ich liesitze 1 9 ''^"s Georgia. Flügel wie Ijei R. nridulaiis R. D., jedoch ist die Wurzel der Sub- kostalzelle nicht hyalin, sondern braungelb. Der Thorax und Hinterleib sind ganz unmetallisch glänzend pechschwarz. Die Behaarung zeigt einen helleren Schimmer. Hüften und Beine rotgelb, die vier hinteren dunkler. Hinterschienen braun. — Körper über 4 mm, Flügel 4 mm lang. 00. JliveUia j?>a??iV7a Loew. Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3. p. 9.5, 7, PI. 8, Fig. 8 (1873). Nord-Amerika, Vereinigte Staaten. Diese kleine und ganz rotgelbe Art ist leicht kenntlich. 182 Friedrich Hendel. Körper und Flügel der mir vorliegenden Stücke maßen höchstens 3"5 mm. 61. Jlivellia atriventris n. sp. 1 9 ^^s Nord-Amerika, Georgia. Diese Art gleicht bis auf folgende Unterschiede der vorigen Art. Der obere Hinterkopf ist seitlich etwas blau. Der Hinterleib ist ganz und gar metallisch blau schwarz, glänzend und fein chagriniert, schwarz behaart. Die Behaarung bei R. pallida ist gelbrot. Die Flügel- querbinden sind gesättigter braun, schärfer begrenzt, noch schmäler und gegen die Posticalis hin verjüngt. Der Spitzenrandsaum ist an der Kosta von der vorhergehenden Querbinde schmal, aber deutlich getrennt. Bei R. pallida ist die Subkostalzelle nur an der Spitze braun, die Kostal- zelle davor aber braun und nur an der Spitze hell. Bei R. atriventris ist die Kostalzelle hyalin und nur an der Wurzel gebräunt, die Subkostal- zelle aber ganz braun, an der Spitze sogar schwarzbraun. Der Körper ist 5 mm, der Flügel 45 mm lang. 62. Ilivellia syngenesiae Fabricius. Spec. Insect., Vol. 2, p. 454, 101 (Musca) (1781). — Schiner, Fauna Austriaca, Vol. 2, p. 80 (RiveUia) (1864). Die Art ist wahrscheinlich über ganz Europa verbreitet; sie ist mir aus Skandinavien, England, Spanien, Italien, Ptußland und Zentral- Europa bekannt. Eine ausführliche Beschreibung hat uns schon Schiner gegeben. Von allen bekannten Arten unterscheidet sie leicht der sehr große und vollständig isolierte Apikalfleck des Flügels. — Durch- schnittlich 25 — 3 mm lang. Stücke von über 3 mm sind selten. Flügel etwas kürzer als der Körper. Die ausführlichen Zitate habe ich mir bei dieser Art hier geschenkt. Undeutbare RiveUia- Arten sind: RiveUia Boscii Robineau-Desvoidy, Essai sur les Myod., p. 730 (1830). — NFord-Ameriku. Urophora interrupta Macquart, Suit. ä Buffon, Vol. 2, p. 459, 16. — Nord- Amerika. Ortalis ligata Say, Journ. Acad. Sei. Philad., Vol. 6, p. 83 (1829). — Mexiko. Fragliche, weil mir unbekannte RiveUia- Avien sind: Ortalis aequifera Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 6, p. 15 (1862). — Molukken. Ortalis concisivitta Walker, ibidem. Vol. 6, p. 16 (1862). — Molukken. OrfaJis (Ipcatomoides Walker, ibidem, Vol. .6, p. 16 (1862). — Molukken. Ortalis ohliqtia Walker, ibidem, Vol. 5, p. 297 (1801). — Molukken. Ortalis vaccillans Walker, ibidem, Vol. 4, p. 157 (1860). — Celebes. Ortalis bipars Walker, Trans. Ent. Soc. Lond., n. s.. Vol. 5, p. 326 (1858). — Nord-Amerika. Ortalis Isara Walker, List. Dipt. P.rit. Mus., Vol. 4, p. 994 (1849). — Bengalen. Die Arten der Platystominen. 1"^ 40. Genus Neoepidesma u. g. Syn. Epidcsma Macquart, Dipt. exot., Suppl. 1, p. 209 (1846), praeocc. Tabelle der Arten. Die Binde über die kleine Qiierader spitz dreieckig, mit der Basis die g-anze Subkostalzelle ausfüllend (Fig. Iß). Neoep. rostrata n. sp. — Obige Querbinde nur ein schmaler, gekrümmter Streifen ... 1 1. Hinterkopf und Hinterleib glänzend schwarz . 2 — Der ganze Körper rotgelb, Hinterleib gesättigter gefärbt. 2. Neoep. fascipennis Macqu. 2. Thorax rot; Abdominaltergite fast ganz glatt (Fig. 20). 3. Neoep. tlioracalis n. sp. — Thorax schwarz; Tergite durch Hohlpunkte und Querrunzeln rauh. 4. Neoep. vicina Macqu. 1. JVeoepidesma twstrata n. sp. (Fig. 16). Hendel, Gen. Plat., Fig. 16. 1 9 aus Katona (Arusha Ju), Ostafrika, im Ungar. National- museum. Kopf mit seinen Anhängen gelbrot. Stirne nur in der Mitte matt, am Augenrande und Scheitel glänzend. Drittes Antennenglied am Ober- rande flach konkav, vorne mit spitzer Oberecke und dort auch gebräunt. Arista deutlich kurzhaarig. Thorax glänzend gelbrot; der Ftücken ist durch grauliche Be- reifung etwas matt und wird nach hinten zu, wie auch das Schildchen, dunkler, mehr rotbraun. Hinterleib schwarzbraun, am Bauche und an der Rückenwurzel rot. Die Tergite sind so stark querrunzelig, daß sie fast ganz glanzlos sind. Hüften und Beine gelbrot, Schienen dunkelbraun, Fußenden braun. Flügel wie Fig. IG, Taf. 1. Die Flügelapikalbiiule ist nur durch einen linienartigen, längeren Saum an der Kosta mit der vorhergehenden Querbinde verbunden, sieht aber wie isoliert aus. Schüppchen weiß, Schwinger braun. Körper und Flügel 3o mm lang. 2. JS^eoepidesrna fascipennis Macquart. Ejndesma fascipennis Macquart, Dipt. exot., Suppl. 1, p. 210, PI. 18, Fig. 11 (1846). „Rufa. Alis fasciis duabus fuscis." „Long. 1^/4 lin. ö'. Troisieme article des antennes brunätre en dessus. Abdomen plus fonce. Alles un peu jaunätre; bandes un peu arquees, etroites, passant sur les deux marginales; la premiere ne s'etendant pas jusqu'au bord Interieur: un potit trait oblique derriere cette bände; un 184 Friedrich Hendel. autre petit trait ä la base du bord exterieiir, se prolongeant obliquement jiisqii'ä l'extremite de la basilaire exterieiire; bord exterieur briin depuis la deuxieme bände transversale jusqii'ä l'extremite. — De la Cafrerie." 3. JVeoejndesma thoracalis n. sp. (Fig. 20). Hendel, Gen. Fiat., Fig. 20, 157—158. 3 9 aus Katona (Shirati), Ostafrika, im Ungar. Nationalmuseum. 3 cT 9 aus Süd- Afrika, Durban (leg. F. Muir), im Zool. Museum Cambridge. Stirne, Fühler, Untergesicht und Cerebrale rotbraun, stellenweise dunkler. Stirnmitte allein matt oder von geringerem Glänze, die Augen- ränder glänzen stark und sind wie bei A^. rostrata nicht weiß bestäubt. Fühler an der Wurzelhälfte heller rot als der übrige Kopf, am Ende dunkler, in der Form gleich jenen der vorigen Art. Praelabrum, Rüssel und Taster schwarzbraun, Hinterkopf glänzend schwarz. Thorax glänzend rotgelb oder gelbrot, auf dem Rücken kaum merk- lich bereift. Metanotum und Sternopleuren glänzend schwarzbraun. Hinterleib in der Wurzelhälfte durchscheinend rot, hinten glänzend schwarzbraun, ziemlich glatt, nur spärlich mit Querrunzeln bedeckt. Hüften, Vorderschenkel und Füße rotgelb, Scliienen und Fußenden schwarzbraun. Die vier hinteren Schenkel dunkel rotbraun, gegen die Spitze hin heller rot gefärbt. Flügel wie Fig. 20, Taf. 1. Der Apikalfleck entsendet beiderseits je einen linienartig dünnen Saum bis zu den Mündungen der zweiten und vierten Längsader. Schüppchen weiß, Schwinger braun. Körper und Flügel zirka 4 mm lang. 4. Weoepidesnia vlclna Macqu. Tlerina vicina Maoquart, Dipt. oxot., 8uppl. 1, p. 208. PL 18, Fi^'. 9 (1846). „Nigra, nitida. Tarsis rufis. Alis fasciis tribus angustis maculaque apicali fuscis." „Long. IVo Ibi. 9- Semblable ä VH. syngenesiae. Pieds fauves; cuisses ä base jaune et extremite brune; jambes intermediaires et poste- rieures brunes. Alles claires. — De la Caffrerie." 1 cf aus Sierra Leone, W.- Afrika (leg. Major F. Smith), im British Museum in London. — 19 aus Nyasaland, Makandi Luchenja, 28./5. Ent. Res. Comm. Der Flügel gleicht dem von A''. thoracalis, Fig. 20. Die Stirne und die Fühler sind noch dunkler als bei dieser Art, das Untergesicht ist schwarz. Ebenso ist auch der ganze Thorax glänzend schwarz, auf dem Die Arten der Platystominen. 1^^ Rücken etwas tomentiert. Der Rücken des ganz schwarzen Hinterleibes ist zum Unterschiede von N. thoracaUs durch Hohlpunkte und Quer- runzeln stark chagriniert. Hüften, Schenkelspitzen, Schienen und Fußenden pechbraun. Füße rot. Schenkel gegen die Basis hin heller, allnicählich rotbraun werdend. Schüppchen weiß, Schwinger rotgelb. Körper und Flügel 35 mm lang. 41. Genus Neoardelio n. g. Syn. Ardelio Loew, Monogr. N.-Araer. Dipt., Vol. 3, p. 46 (1873). praeocc. 1. Neoardelio Uneato-coUis Thomson. Hernia Imeafo-colJis Thomson, Dipt. Frog. Eng. Resa, p. 576, 246 (1868). — Hendel, üen. Ins., Fig. 124—125. 2 ö' 9 ^^^^ dem Kaplande im Wiener Hofmuseum. Stirnstrieme matt rotbraun, mit feinem weißen Schimmer, der dunklere Schillerflecke zeigt; schwarz pubesziert. Scheitelplatten und Cerebrale hell rot. Stirnaugenrand fein weiß bestäubt, an drei Stellen fleckenartig: oben an der Scheitelplatte, in der Seitenmitte und zwischen Auge und Fühlerwurzel. Oberer Hinterkopf schwarz, der Quere nach weiß bestäubt. Der übrige Kopf ist rotgelb. Der Hinterrand der Backen- gruben und die Fühler sind gesättigter rot. Thorax und Schild glänzend schwarz. Auf dem Thoraxrücken sieht man zwei hinten abgekürzte Mittellängsstriemen und je eine an der Quernaht unterbrochene Seitenstrieme der Grundfarbe, welche linienartig weiß umrandet sind. Der übrige Rücken ist weiß bestäubt und schwarz punktiert. Der Rücken wird also im Ganzen von acht bis zehn weißen Längslinien durchzogen. Die Pleuren glänzen; die Prothorakalgegend ist dicht, die angrenzende Mesopleuralpartie schwach weiß bestäubt. Rücken sehr kurz und schwarz, Pleuren länger und gelblichweiß be- haart. Schild unbestäubt. Hinterleib metallisch schwarzblau, von geringem Glänze, schwarz behaart. Der Hinterrand des basalen Doppelsegmentes, sowie breite Vorderränder des vierten und fünften Tergites sind weiß bereift. Ovi- positor schwarz. Hüften und Schenkel pechbraun. Knie und Schenkel rot; letztere, namentlich die vorderen, in der Mitte gebräunt. Füße heller rot. Flügel hyalin, mit drei breiten braunen Querbinden und einigen Apikaiflecken. Die ersten zwei Binden sind gebogen. Die basale beginnt breit an der Kosta in der Wurzelhälfte der Kostal- und ersten Basalzelle, streicht dann durch die Spitzenhälfte der zweiten Basalzelle und reicht, über die Querader der Analzelle laufend, in den Schulterlappen hinein. Die zweite Bogenbinde ist mit ihr parallel, beginnt ebenfalls sehr breit 186 Friedrich Hendel. an der Kosta mit der Siibkostal- und der Spitze der Kostalzelle, schließt in der Mitte die kleine Querader ein, durchkreuzt die Mitte der Discal- zelle und der dritten Hinterrandzelle. Die dritte Querbinde ist gerade, am Vorderrande breiter und schließt dort einen hellen Fleck ein — manchmal auch die Subkostalzelle — und säumt unten die hintere Quer- ader. An der Flügelspitze liegen zwei bis drei braune Flecke: einer vor der Spitze der Submarginalzelle, unmittelbar jenseits der Mündung der Radialis, einer an der Mündung der Cubitalis, der auch diejenige der ersten Hinterrandzelle teilweise säumt, und nicht immer ein punktförmi- ger unter der Mitte des letzten Discoidalisabschnittes. Schüppchen gelblichweiß, Schwingerkopf braun. Körper und Flügel 25 — 3 mm lang. 2. Keoaydelio nif/Hcans n. sp. 1 9 ^us Südafrika im Wiener Hofmuseum. Stirne etwas schmäler und daher länger als bei der vorigen Art. Strieme nicht ganz matt, sondern mit Fettglanz versehen. Thorax und Schild glänzend blauschwarz, unbestäubt. Der Rücken ist dicht mit kurzen hellgelben Haaren bedeckt. Hinterleib metallisch schwarz, auf den Tergiten drei bis fünf matt. Schienen ausgedehnter und intensiver gebräunt. Im Flügel beginnt die zweite Bogenbinde etwas schmäler an der Kosta, indem die Spitze der Subkostalzelle hell bleibt. Dafür schiebt sich zwischen der zweiten und dritten Querbinde unter der Mündung der Subkosta bis zur Cubitalis ein schmälerer Quer fleck ein. Die dritte Querbinde schließt an der Kosta keinen hellen Fleck ein. Flügelspitze mit den drei Flecken der vorigen Art. Auf einem Flügel ist der braune Punkt unter der Discoidalis mit dem Randfleck gleich jenseits der Radialismündung verbunden. Der braune Fleck der Discoidalis- mündung erfüllt hier auch ganz jene der ersten Hinterrandzelle. Körper und Flügel 4 mm lang. 3. jVeoardelio altertiata Walker. Ortalis alternata Walker, Trans. Ent. Soc. Lond., n. s., Vol. 5, p. 326 (1860). „Greenish-black, shining: head red, testaceous about the eyes and beneath; antennae red, rather shorte; legs black; tarsi testaceous, with black tips; wings white, Avith 3 black bands, which are paler hindward; 1. and 2. bands slightly curved; first extending along the costa to the base of the wing; a short costal streak between the 2. and 3. bands; another beyond the 3. band, having behind it a black dot; a black apical spot; halteres white. Length of the body 2 lines, of the wings 3^/„ lin." — Kap, Süd- Afrika. Die Arten der Platystominen. 187 42. Genus Euxestomoea n. g. Tabelle der Arten. Arista gefiedert. Die vier hinteren Schenkel rotgelb. Die vorne vom Randmale ausgehende Flügelquerbinde erreicht den Flügelhinter- j.j^j^(^l 2. E. bipunctafa n. sp. — Arista nur an der Wurzel pubeszent. Beine pechbraun bis schwarz. Der braune Fleck unter der Mediastinamiindung erreicht unten höchstens die Discoidalis ^ 1. Der braune Flügelapikalfleck enthält in den Mündungen der Unter- rand- und ersten Hinterrandzelle je einen spitzdreieckigen weißen Längstleck. 3. E. discifem de Meijere. — Apikalfleck einfarbig braun. 1. E. prompta Walker. 1. JHaxt'slonioea proiujda AVulker. Ortalis prompta Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. III, p. 118, 140 (1859); de Meijere, Nova-Guinea, Vol. 9, Liv. 3, p. 377 (1913). - Hendel, Gen. Ins., Fig. 16.5. Neu-Guinea, Rivlerkamp (Februar; leg. Lorentz), und Erima, Astrolabe-Bai (leg. Birö); letzteres Stück im Ungar. Nationalmuseum. — Aru-Inseln (Walker). Stirne vorne noch deutlich schmäler als ein Auge, am Scheitel merklich verschmälert; Augenränder nicht geschweift. Strieme schwärz- lich rotbraun, wachsglänzend, kurz schwarz behaart; der breite Augen- rand, wie auch die Wangen und die Fühlergruben silberig schim- mernd. Scheitelplatten deutlich abgesetzt, glänzend schwarzbraun, et- was bereift. Das ganze Untergesicht, die Fühler, Taster, das Praelabrum und die Backengruben matt rotbraun. Fühlergruben unten erzfarbig. Tasterspitzen und das dritte Fühlerglied am Ende gebräunt. Arista an der Wurzel schwach spindelig verdickt und in der Wurzelhälfte zart pubeszent, sonst nackt. Hinterkopf dunkel erzfarbig, weiß bereift, oben hinter der Scheitelkante in einem Querstreifen aber glänzend. Thorax und Schild metallisch blaugrün, glänzend, oben leicht weißlich bestäubt, die Pleuren dagegen dichter bedeckt; letztere weiß- lich, der Rücken schwarz behaart. Schild oben nackt. Hinterleib metallisch grünlichblau, glänzend, nach hinten zu dunkler blau. Die vordere Hälfte des dritten und vierten Tergits ist dicht weiß bereift. Behaarung überall schwarz. Beine rötlich pechbraun, Schenkel etwas metalliscligrün scliim- mernd. Die äußersten Knie rot. Flügel glashell, an der Wurzel und in der Subkostab und Kostal- zelle gelblich. Eine kurze braune Querbinde erfüllt die Kostalzelle vor der Mündung der Mediastina, bedeckt die Gabel der Radialis und endet darunter an der Cubitalis. Eine breite, durchgehende Querbinde von gleicher Farbe bedeckt beide Queradern, ist vorne breiter als hinten an der Posticalismündung und läßt zwischen sich und dem symmetrischen. 188 Friedrich Hendel. braunen, isolierten Flügelspitzenfleck einen glashellen Zwischenraum, der schmäler als sie selbst, senkrecht, streifenförmig und vorne und hinten am Flügelrande etwas verengt ist. Das Braun der Flügelspitze bedeckt zirka die Endhälfte der ersten Hinterrandzelle. Die Adern der Flügelwurzel sind rotgelb. Erste Hinterrandzelle an der Mündung nur sehr wenig erweitert. Schwinger gelb, Schüppchen weiß. Körper und Flügel 5 mm lang. 2. Euxestomoea hiiyuiicldta n. sp. Hendel, Gen. Ins., Fig. 162—163. Cf 9 aus Neu-Guinea, S. 0., Moroka, 1300 m (leg. Loria), im Mus. Civ. Genova. Stirne etwas schmäler als ein Auge, fast parallelrandig. Strieme dunkel rotbraun, blau schimmernd, fettglänzend, kurz weißlichgelb behaart; an Stirne und Wangen ist ein linienartiger Augenrand weiß- schimmernd. Das ganze Untergesicht dunkel rotbraun, Klypeus erzfarbig schimmernd. Fühler und Taster rot, drittes Fühlerglied am Ende wenig verdunkelt. Arista der ganzen Länge nach kurz gefiedert. Die Fieder- breite ist nur etwas schmäler als das dritte Fühlerglied. Praelabrum meist dunkelblau. Ozellen-, Scheitelplatten und Hinterkopf glänzend metallisch blau. An letzterem sind die Augenränder weißschimmernd, oben schmäler und dichter, unten breiter und schütterer bestäubt. Thorax, Schild und Hinterleib glänzend metallisch blaugrün oder blau oder violett, auf dem Thorax rötlich, auf dem Hinterleibe gelblich behaart. Beine schwarzbraun, die vier hinteren Schlsnkel rotgelb. Flügel glashell mit einem symmetrischen braunen Apikalfleck, der etwas mehr als die Endhälfte der ersten Hinterrandzelle abschneidet und vor dem Ende dieser Zelle zwei einander gegenüberliegende schwarzbraune Punkte an den Längsadern drei und vier enthält. Über beide Queradern läuft eine streifenförmige braune, senkrechte Querbinde, die vorne und hinten mit dem braunen Apikalfleck zusammenhängt und nur wenig breiter als der dazwischenliegende glashelle Raum ist. Eine weitere Querbinde kommt aus der Wurzelhälfte der Subkostalzelle, schneidet die Discalzelle schief in der Mitte und vereinigt sich dann unter der Posticalis mit der erstgenannten Querbinde. Flügel an der Wurzel und am Vorderrande bis zur Subkosta gelblich, die Adern dort rotgelb. Eine bräunliche, schiefe Strieme beginnt breit in der Wurzel der ersten Basal- zelle, kreuzt die Spitze der zweiten und läuft spitzig an der Längsfalte der dritten Hinterrandzelle aus. Erste Hinterrandzelle an der Mündung schwach erweitert, kürzer als bei den anderen Arten. Schwinger gelb mit schwarzem Kopfe, Schüppchen weiß. Körper und Flügel 5^ — 55 mm lang. Die Alten der Platystomineii. ■^""' B. Bitoresfoinoea discifera de Mcijerc. Nova-Guinea, Vol. 9, Liv. 3, p. 377 (1913). - Hendel, Gen. Ins., Fig. 104. 1 cT aus Neil-Guinea, "Heiivelbloak (leg-. Lorentz). Stinie noch deutlich schmäler als ein Auge, gerade- und parallel- randig, am Scheitel nicht verengt. Kopfborsten länger und stärker als bei prompta Walk., der die Art in der Kopffärbung sonst gleicht. Die Fühler- und Tasterenden sind nicht verdunkelt. Die Arista (cf) zeigt am Ende eine lanzettartige Erweiterung. Die bei prompta silbrigen Stellen des Kopfes sind hier mehr bräunlich. Thorax und Hinterleib violettschwarz, metallisch glänzend. Ersterer ungefähr wie bei prompta bereift, aber nicht mehr gut konserviert. Am stark glänzenden Hinterleib ist das ganze erste Tergit, dann die Wurzel- hälften der Tergite zwei bis vier weiß bereift. Diese weißen Vorderrand- säume sind aber in der Rückenmitte schmäler als an den Seiten. Die Behaarung ist schwarz, nur an den Thoraxpleuren und auf dem basalen Doppeltergit des Abdomens gelb. Beine tief matt schwarz. Flügel glashell, an der Wurzel und am Vorderrande bis zur Sub- kosta gelblich. Ein brauner Fleck schließt die Spitze der Kostalzelle vor der Mediastina und den Gabelraum der Radialis ein. Eine dunkel- braune Querbinde bedeckt beide Queradern und ist am Vorderrande zirka dreimal so breit als hinten. Die Flügelspitze zeigt eine charak- teristische Zeichnung: an den Mündungen der Längsadern zwei bis vier dunkelbraune, mit den Spitzen die Kosta berührende Lanzenflecke, die wurzelwärts etwas vor der Mitte der ersten Hinterrandzelle (die an der Mündung deutlich verengt ist) abgebrochen und bräunlichgelb ver- waschen sind. Dadurch entstehen an den Mündungen der Submarginal- und ersten Hinterrandzelle mit der Spitze nach innen gerichtete, auf- fällige glashelle Zwischenräume. 43. Genus Clitodoca. Loew. Monnor. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 42 (1873). Syn. Emconeura Macqiiait, Dipt. Exot., Vol. 2/3, i). 2(»3 (1843). Clitodoca fenestralis Macquart. Macquait, Dipt. exot., Vol. 2/3, p. 204, PI. 27, Fig. 6 (Enicoiieura) (1843). — Loew, MonogT. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 42 (Clitodoca) (1873). — Röder, Ent. Nachr., p. 291 (1889). — Bigot, Bull. Soc. Ent. France, p. (50 (1887). — Speiser, Jahrb. Nassau. Ver. f. Naturk., Wiesbaden, Vol. 64, p. 258 (1911). — Hendel, Gen. Ins., Fig. 197—199. Irrtümlich aus Ost-Indien zitiert. West-Afrika; Gabun, Guinea, Goldküste (Assinie), Kongo. Kopf samt Anliänger feurig rotgelb bis gesättigt rot. Stirnstriemc mit Ausnahme des glänzenden Vorderrandes und das Gesicht zwischen den braunen bis schwärzlichen Fühlergruben samtartig matt. Epistom 190 Friedrich Hendel. meist heller gefärbt. Die abg-eflachte glänzende Scheitelkante trägt jecler- seits am Aiigenrande neben den Ozellen einen dunkelbraunen Fleck. Hinter diesen, schon am Hinterkopfe, stehen die zwei äußeren Scheitel- borsten auf kleinen schwarzen oder braunen Erhebungen. Hinterkopf stark glänzend, nur unten am Augenrande etwas weiß bereift. Drittes Fühlerglied größtenteils oder ganz schwarzbraun, weißlich schimmernd. Arista rot. beiderseits dicht und ziemlich lang behaart. Körper glänzend metallisch violett, Hinterleib teilweise stahlblau. Pleuren heller oder dunkler lederbraun, zart graulich überreift. Das cf hat in der Mitte des fünften Tergites ein mattes schmales, vorne etwas zipfelig ausgezogenes Querband aus bräunlichem Toment. Beine violettschwarz, manchmal an der Wurzel etwas bräunlich durchschimmernd. Flügel satt braunschwarz, metallisch violett schimmernd, mit zwei milchweißen Fenstern. Daß größere obere liegt oberhalb der kleinen Querader in der Submarginalzelle und ist außen und innen geradlinig begrenzt. Das kleinere untere wechselt etwas in Größe und Form und liegt in der dritten Hinterrandzelle, weiter wurzelwärts als das obere. Das Braun des Flügels ist längs der Adern und des Vorderrandes in- tensiver als in der Mitte der Zellen. Flügelschüppchen schwarzbraun, Thoraxschüppchen weiß. Schwin- gerkopf dunkelbraun. Flügel 17 — 23 mm lang; Körper etwas kürzer. 44. Genus Loxoneura Macquart. Suit. ä Buffon, Vol. 2, p. 446 (1835). Tabelle der Arten. Flügelvorderrand ohne rotgelbe Stellen. Hintere Querader frei, nicht in den schwarzbraunen Teil des Flügels mit eingeschlossen . . 4 — Flügelvorderrand mit intensiv rotgelben Stellen geziert. Hintere Querader in das Braun der Flügelzeichnung eingeschlossen . 1 1. Discoidalzelle ganz schwarzbraun. Flügelvorderrand mit zwei gelben Stellen, eine kleine über der Radialisgabel und eine große, ohne dunkelbraune Kerne, zwischen den beiden Queradern. Gesichts- profil geradlinig. 2. Lox. facialis Kertesz. — Discoidalzelle teilweise glashell. Gesichtsprofü konkav ... 2 2. Längs der ganzen Radialis ist der Flügelvorderrand lebhaft rotgelb, nur von verwaschenen braunen Flecken und Fleckchen durch- brochen. Flügel hinten zum größten Teile glashell, mit drei braunen Längsstriemen, zwei längs der Discoidalis und Posti- calis, die Discalzelle flankierend, der dritte längs der Analis. 4. Lox. fasci'pemus n. sp. Die Arten der Platystominen. 1"* — Flüg-elvorderrancl nur mit ein bis drei isolierten gcll)en Flecken ver- seilen; Flügel ohne Läng-sstriemen 3 8. Drei gelbe Flecke am Vorderrande des Flügels, alle ohne dunkle Kerne. Klypeuskiel breit und flach. Fühler kurz. 3. Lox. trimaculata n. sp. — Nur eine, von glashellen und braunen Flecken durchbrochene gelbe Stelle am Vorderrande des Flügels, dem vorletzten Abschnitt der Discoidalis gegenüber. KlyiKMiskio] sehinnl. oben al)gerundet. Fühler lang. 1. Lox. decora Fabr. 4. Der glashelle Raum der dritten Hinterrandzelle greift unten in die schwarze Discalzelle nicht hinein. 5. Lox. formosae Kertesz. — Reicht in die Discalzelle hinein oder noch darüber hinaus . . 5 5. Obiger glashelle Raum erreicht kaum die Discoidalis, welche nur mit der Mündung den braunen Kostalsaum berührt. Fühler kurz. 6. Lox. perilampoides Walk. — Erreicht die Cubitalis fast, dringt also selbst in die erste Basalzelle vor. Die Discoidalis bildet mit der Hälfte ihres Endabschnittes die untere Grenze des braunen Kostalsaumes. Fühler lang. 7. Lox. livida n. sp. 1. Loxoneuva decora Fabricius. Dictya decora Fabricius, Syst. Antl., p. 327, 6 (1805). — Wiedemann. Anßereur. zw. Ins., Vol. 2, p. 568, 1 (Platy Stoma) (1830). — Macquart, Suit. ä Buff.. Vol. 2, p. 446, 1. PI. 19. Fig. 10 (1835); Dipt. exot.. Vol. 2/3, p. 199, PI. 26, Fig. 7 (1843). — Van der Wulp, Tijdschr. v. Ent., Vol. XXIII, p. 178, 38, PI. 11, Fig. 1, 2 (1880); Dipt. Sumatra-Exped., Leiden, 1881, p. 49, 1. — Kertesz, Term. Füzetek, Vol. XX, p. 618. Fig. (1897); Ann. Mus. Nat. Hung., Vol. VII, p. 338 (1909). — De Meijere, Tijdsclir. v. Entom., Vol. 51, p. 118 (1908). — Speiser, Berl. Ent. Zeitschr., Vol. 48, p. 69 (1903). — Hendel. Gen. Plat.. Fig. 169. Syn. Tephritis violacea G. R. Gray in Griffith's Animal Kingdom, Vol. 15 (Ins., Vol. II), p. 779. PI. 128, Fig. 1 (1832). — Zona pictipennis Walker, List. Dipt. Brit. Mus., Vol. 4. p. 807; ibidem, p. 1162 (;i849). Zitiert aus Java, Sumatra. Nepaul. — Die mir vorliegenden Stücke stammen aus Java und Sumatra. Stirne neben den Fühlern ungefähr so breit wie ein Auge; am Untergesichte divergieren die Augenränder deutlich nach unten. Stirne matt seidig goldgelb, mehr oder weniger intensiv gerötet, der Scheitel dunkelrot bis rotbraun, der Ozellenfleck schwarzbraun. Die unschein- bare, kurze Stirnbehaarung glänzt gelb. Auf der Stirnmitte tritt nicht immer gleich stark ein rötlicher ]\londfleck hervor. Augenränder der Stirne linienartig fein gelbweiß gesäumt, vorne abgebrochen. Das ganze Untergesicht glänzend rotgelb. Backengruben röter, Wangen und Fühler- gruben dicht weißschimmernd. Hinterkopf oben mehr rot, unten mehr gelb, überall glänzend, nur am Augenrande schmal weiß schimmernd, oben linear. Oesichtsprofil stark konkav: Ejiistom stärker als bei 192 Friedrich Hendel. allen anderen Arten vortretend. Klypenskiel nur einen Teil einer FühlergTube breit, also schmal und am Rücken abgerundet. Fülller und Aristawurzel gelbrot, erste re fast so lang wie das Untergesiclit. Praelabrum, Rüssel und Taster rotgelb, ersteres matt bereift und nicht erheblich höher als breit, Thorax und Schild meist ganz und gar schwärzlich metallisch blaugrün, aber auch teilweise rotbraun. Zunächst zeigt sich die rote Grundfarbe nur am Prothorax, dann an den Schultern und Pleuren und hat sich bei dem hellsten mir vorliegenden Stücke auf die ganzen Pleuren und sogar vorne und seitlich auf den Rücken erstreckt. Thorax und Schild glänzen deutlich, soweit der Glanz nicht durch die tiefe, aber feine Punktskulptur des ganzen Chitins gemildert wird, die die Oberfläche rauh erscheinen läßt. Ganz vorne am Rücken zeigt sich in der Längsmitte eine breite, parallelrandige, nach hinten plötzlich verschwindende kurze Binde von weißem Reif. Außerdem sind, bei Be- trachtung von vorne, die Pleuren und die Gegend über dem Schulter- callus deutlich weißlich bestäubt. Die kurze und steife Behaarung des Rückens und Schildchens ist schwarz, an den Pleuren teilweise rötlich und hell. Hinterleib lebhaft glänzend violett, purpurn schimmernd mit gröberer und seichterer Skulptur als der Thorax, gleichsam wie mit Schüppchen bedeckt. Hüften und Beine bei den dunkelsten Stücken ganz und gar schwarzbraun, nur die Füße unten rötlich pubeszent. Bei den hellsten Stücken sind die Hüften und Beine mit Ausnahme der braunen Fuß- spitzen ganz rotgelb. Das Hellerwerden schreitet von der Wurzel zum Gliedmaßenende vor. Das cT hat dorsal vor dem verjüngten Ende der Vorderschienen einen stark vorspringenden stumpfen Höcker, ohne längere Behaarung. Ich finde denselben aber auch bei den 9 angedeutet. Bei ersteren zeigt auch das erste Tarsenglied der Vorderfüße dorsal einen Eindruck. Vorderschenkel postero-ventral mit 4 — 5 Dornen, nicht Dornenpaaren. Alle Schenkel lang und schlank. Flügel mit Geschlechtsdimorphismus in der Zeiclmung. Die ein- fachere Zeichnung ist die des 9- Für diese ist folgendes charakteristisch: Ungefähr die Endhälfte der Discalzelle ist braun, ohne helle Fenster und l)ildet die Vereinigungsstelle der Querbinde über die hintere Querader mit jener über die kleine laufenden, welche von dem schwarzbraunen Vorderrandsaum der Wurzelhälfte des Flügels kommt. Der glashelle Raum der zAveiten Hinterrandzelle zeigt keine braune Querbinde und der über die Posticalis ziehende braune Längsschweif hat unten in der Mitte keinen braunen Fortsatz. — Beim cf ist meist ein größerer Teil der Discalzelle braun und durch helle Fenster unterbrochen, so daß in der Regel eine mehr oder weniger vollständige Trennung der beiden Die Arten der Platystoniinen. 193 Über die Qiieradern ziehenden Binden erfolgt. Der glaslielle Rand der zweiten Hinterrandzelle hat eine schiefe braune Qiierbinde, die auch isoliert sein kann. Der braune Längssaum der Posticalis hat in der Mitte unten einen zahnartigen Fortsatz. — Die Varial)ilität, besonders der männlichen Flügelzeichnung besteht darin, daß die braunen Teile derselben durch glashelle Fenster und Striemen mehr oder weniger zer- legt und durchbrochen werden. Charakteristisch für den Flügel dieser Art ist ferner das Vorhan- densein nur einer einzigen rotgelben Stelle am Kostalrande des großen glashellen Dreieckes, dessen stumi)fer Scheitel an der Discoidalis zwi- schen den beiden Queradern liegt und dessen Basis der Kostalabschnitt von der ^Mündung der Subkosta bis jenseits derjenigen der Radialis ist. Dieses Gelb wird aber noch durcli braune und glashelle Fleckchen durch- brochen. In der Kostalzelle können außer dem normalen hellen Fleck vor der Mediastinamündung noch ein bis zwei solcher vorkommen. An der Analis zieht sich das Braune nur als ganz schmale Spitze zum Hinterrande des Flügels. — Die Cubitalis ist bis zur Mündung gleich- mäßig gebogen; der letzte Abschnitt der Discoidalis ist jenseits der hinteren Querader so stark nach aufwärts gebogen, daß die erste Hinter- randzelle vor ihrer Mündung deutlich schmäler als an dieser selbst und daß das Ende der Zelle schmäler als die Hälfte der Breite derselben vor der Querader ist. Schüppchen ganz weiß. Schwingerkopf schwarzbraun. Körper 10 — 12 mm, Flügel 11 — 135 mm lang. 2. Loiroiieiira facialis Kertesz Termesz. Füzetek, Vol. XX, p. 618, Fig. (1897). — Speiser, Berl. Eni. Zeitschr., Vol. 48, p. 69 (1903). Cf 9 aus Assam, Khasi Hills und Sikkim. Ungar. Xationalmuseum und British Museum in London. Stirne neben den Fühlern erheblich breiter als ein Auge. Augen- ränder des Untergesichtes nur sehr wenig nach unten divergierend. Stirne matt rotgelb bis rot, am Scheitel nicht dunkler. Ozellenfleck schwarzbraun. Die kurze Behaarung der Stirne ist schwarz. Stirii- augenränder schmal silberweiß, nach vorne hin breiter werdend und neben den Fühlern mit dem breiten silberigen Reif der Wangen zusam- menlaufend. Backengruben matt rot, unter dem Auge braun. Klypeus- kiel und Praelabrum matt weiß bereift, von lichtgelber Grundfarbe. Die Fühlergruben und deren Fortsetzung bis zu dem dort braunen Mund- rande scharf abgesetzt rotbraun. Hinterkopf glänzend gelbrot, nur am Augenrande, nach oben hin verschmälert, gelb bereift. Klypeusprofil geradlinig, Epistom nicht vortretend. Der Längsrücken des Kly- peus ist deutlich breiter als eine Fühlergrube, oben flach, eben und fein längsfaltig. Abba:.dl. d. k. k. zool.-botan. Ges. Bd. VUl, Heft 1. 13 194 Friedrich Heiulel. Limula und Fühler, auch die Aristawurzel, rot, die Endhälfte des dritten Gliedes schwarzbraun. Die Fühler sind nur wenig länger als die Hälfte des Untergesichtes. Taster und der größte Teil des Rüssels rotgelb. Praelabrum außergewöhnlich hoch, zweimal so hoch wie breit, so hoch wie der ganze Klypeus. Thorax und Schild metallisch blauschwarz, nur etwas grün schil- lernd und durch die tief eingestochene Punktierung sehr rauh. Der Glanz ist nur gering. In der Längsmitte des Rückens zeigt sich wie bei Lox. decora F. ganz vorne eine kurze Strieme, aber aus bräunlicher Be- stäubung, welche aber hier verwaschener und schmäler und namentlich hinten spitzig ausgezogen ist. Schulterbeulen und Prothorax bei der Mehrzahl der Stücke rot: manchmal erscheinen auch die Pleuren stellen- weise rotbraun. Die Pleuren und die Gegend über dem Humeralcallus sind matt bräunlich bereift. Bei einem Stücke, vielleicht einem besonders gut erhaltenen Exemplare, sehe ich, daß diese bräunliche Bereifung oder besser dieses zarte Toment auf den Pleuren ein Netzwerk aus feinen Maschen, die dunkle Punkte der Grundfarbe einschließen, und auf dem Rücken auch noch eine schmale Querbinde in der Verbindung der Quer- nahtsätze bildet. Die kurze Behaarung des Thorax ist schwarz oder dunkelrot. Hinterleib wie bei L. decora gefärbt, aber noch weniger rauh, stellenweise fast ohne Skulptur. Hüften und Beine pechschwarz, hie und da schwärzlich rotbraun. Vorderfüße des cf verbreitert. Der Höcker dorsal vor dem Ende der Vorderschienen des ö' ist nur flach, aber länger als die Schiene daneben behaart. Vorderschenkel ein wenig stärker als die vier hinteren, ventral mit 12 — 18 kurzen Dornen besetzt. Flügel bei cf und 9 g'leich gezeichnet. Die ganze Discalzelle ist schwarzbraun: mit ihr hängt die Querbinde und der Spitzencostalsaum, der auch einen glashellen Punkt unter der Radialismündung enthalten kann, zusammen. Dieser Punkt ist bei den meisten Arten teils vorhanden, teils fehlt er bei anderen Stücken. Am Flügelvorderrande liegt ein großer, unten abgerundet viereckiger glasheller Fleck, welcher unten fast vom vorletzten Discoidaladerabschnitte, oben vom Kostalabschnitte zwischen der Mündung der Subkosta und einem Punkte noch vor der Kadialismündung begrenzt wird. Etwas mehr als die obere Hälfte dieses Fleckes ist rotgelb. Außerdem hat der Flügel am Vorderrande, über der Radialisgabel noch eine zweite, aber viel kleinere rotgelbe Stelle. Das schmal Braun oben an der Analzelle endet unten spitzig im Zipfel der Zelle und zieht sich nicht längs der Analis herab. Die Cubitalis ist gegen- über der Aufbiegung des letzten Discoidalisabschnittes etwas in die Hinterrandzelle hineingebogen. Das Ende dieser Zelle ist so ziemlich gleichmäßig breit, schmäler aber als die halbe Zelle vor der hinteren Querader. Die Arten der Platystominen. 195 Schüppchen weiß, Schwing-erkopf schwarzbraun. Körper 12— 145 mm, Flügel 12o— 15 mm lang. 3. Loxoneura trimaculata n. sp. Hendel. Gen. Ins.. Fig. 171. 1 cf ans Ost-Indien, von der Firma Staiidinger und Bang-Haas. Der Lox. facialis Kert. sehr ähnlich. Folgendes unterscheidet die Art: Die Fühlergruben sind heller, nur matt rot gefärbt. Das Profil des Klypeus ist nicht gerade, sondern das Epistom tritt deutlich, wenn auch nicht so stark Avie bei L. decora vor. Am Thorax zeigt sich jene, bei dem einen Stücke von L. facialis, Avelches besonders gut konserviert war. angegebene gelbbräunliche Tomen- tierung auf dem Rücken und den Pleuren. Hie und da ist die Thorax- haut rötlich durchscheinend. Vorderschenkel ventral nur mit fünf, aber starken Dornen besetzt. Die wesentlichsten Unterschiede liegen in der Flügelzeichnung. Am Vorderrande derselben liegen drei rotgelbe, viereckige Flecke, wel- che durch dunkelbraune Zwischenräume scharf getrennt werden: zwei große in der Flügelmitte und ein kleiner an der Mündung der Radialis. Der erste gelbe Fleck an der Radialisgabel liegt genau über der allein glashellen Mitte der ersten Basalzelle, welche ihrerseits mit dem von der Basis bis zur kleinen Querader oben sich hinziehenden glasigen Streifen der sonst braunen Discalzelle zusammenhängt. Der zweite und dritte gelbe Fleck sind durch einen glashellen Streifen oben in der ersten Hinterrandzelle verbunden. Der ganze letzte Abschnitt der Discoidalis. die Posticalis und die Querader der Analzelle sind breit braun gesäumt, das Ende der Analis aber nur wenig. Die Flügelwurzel ist von der Kosta bis zur Längsfalte in der Analzelle herab tief schwarzbraun. Der ver- jüngte Endteil der ersten Hinterrandzelle ist parallelrandig und etwas breiter als die Hälfte der Zelle vor der hinteren Querader. Körper 13 mm, Flügel 14o mm lang. 4. Loxoneura fascijyennis n. sp. Hendel, Gen. Ins., Fig. 168. Zwei Exemplare, Geschlecht wegen teilweiser Zerstörung des Hinter- leibes fraglich, aus N.-W.-Borneo, Tutong R., im British Museum in London. Stirne neben den Fühlern fast schmäler als ein Auge; die Augen- ränder des Untergesichtes fast parallel. Stirne matt rot, kurz schwarz behaart, am Scheitel rotbraun. Ozellenfleck schwarz. Stirnaugenränder und zusammenhängend damit die linearen Wangen weißschimmernd. Der ganze übrige Kopf ist gelbrot, doch nur der Hinterkopf glänzend. Der Längsrücken des Klypeus ist schmal leistenförmig, nur einen Bruchteil einer Fühlergrube breit, oben weißlich bereift. Backen- 13* 196 Friodrioh Hendel. ö gruben dunkelrüt. Hintere Augenränder wie gewöhnlich weißlich ein- gefaßt. Klypeusprofil unter der Mitte etwas konkav, Epistom nur mäßig vortretend. Lunula, Fühler und Aristawurzel wie das Untergesicht gelbrot. Fühler fast ^j^ des letzteren lang. Auch Rüssel und Taster gelbrot. Das Praelabrum ist nur so hoch wie breit und nur die Hälfte des Untergesichtes hoch. Thorax und Schild metallisch violettschwarz, oben etwas glänzend, überall durch die eingegrabene feine Punktskulptur rauh. Die kurze Behaarung ist schwarz. An den bei L. facialis angegebenen Stellen zeigt sich hier eine nur sehr zarte Tomentierung, die beim zweiten Stücke ganz zu fehlen scheint. Das Schildchen ist in der Mitte seines Hinter- randes deutlich ausgebuchtet und zeigt beiderseits der Bucht an den Borstenwurzeln Warzen. Der Thorax ist kürzer als bei den anderen Arten, gedrungener; der Rücken ist fast kreisrund, nicht zum Kopfe hin deutlich verjüngt. Hinterleib wie bei L. decora gefärbt, mit kräftiger Skulptur. Hüften und Beine pechschwarz. Vorderschenkel nicht verdickt, ventral mit drei bis vier Dornen. Nur ein Vorderbein ist mehr ganz erhalten. Die Schiene zeigt keinen Höcker, so daß dieses Stück wahr- scheinlich ein 9 ist. Flügelwurzel von der Kosta bis herab zur Längsfalte in der Anal- zelle und spitzenwärts bis zur Radialisgabel schwarzbraun. Die Spitze und ein Schweif in der zweiten Basalzelle hell. Der restliche Vorderrand zwischen Kosta und Cubitalis ist leuchend rotgelb. Kostalzellenspitze gelb mit braunem Punkte. Subkostalzellenspitze braun; unmittelbar darunter ist auch die Marginalzelle im Gelben etwas wolkig braun. Jen- seits der Subkostamündung ist ein schmaler Vorderrandsaum über dem Gelben glashell. Die Spitzen der Marginalzelle einerseits und die der Submarginalzelle und ersten Hinterrandzelle anderseits bilden zwei braune Flecke. Unter der ersteren sieht man in der Submarginalzelle an der Cubitalis nebeneinanderliegende und teils zusammenfließende braune Punkte, die noch weiter wurzelwärts sich fortsetzen. Die genannten drei ))raunen Längsbinden der hinteren Flügelhälfte haben folgende Lage. Die erste beginnt an der Cubitalis genau unter der braunen Subkostalzellen- spitze und in gleicher Breite und umsäumt breit die schiefe kleine Quer- ader und den vorletzten Discoidalisabschnitt bis an die hintere Querader. — Die zweite Längsbinde beginnt eigentlich gelblich an der Querader der zweiten Basalzelle, über der Posticalis bis zu deren Mitte verlaufend, wird hier braun, breiter und biegt sich allmählich unter diese Ader herab, so daß das Bindenende am Flügelrande sich der Posticalismündung un- mittelbar dahinter anschließt. Die dritte Binde läuft über die Queradern der Wurzelzellen und die Analis. Die Aufbiegung der Discoidalis jenseits der hinteren Querader ist flacher als bei den anderen ,. gelbgefleckten" Die Arten der Platvstominen. 197 Arten; die erste Hinterrandzelle ist daher am Endteil zunächst etwas breiter als die Hälfte der Zelle vor dieser Querader und verengt sich dann an der Mündung ein wenig. Schüppchen weiß, Schwingerkopf schwarzbraun. Körper lOo — 11mm, Flügel 11 — 12mm lang. 5. Loxoneura fotnuosae Kertesz. Ann. Mus. Nat. Hung., Vol. 7, p. 338, Fig. 1—2 (1909). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 166—167. Cf 9 ^^is Formosa, Kosempo (April, leg. Sauter), im Ungarischen Nationalmuseum. Was ich über den Kopf und dessen Anhänge von Lox. facialis Kert. schrieb, gilt mit folgenden Unterschieden auch von dieser Art. Der Scheitel ist ein wenig intensiver gefärbt als die Stirne. Der Klypeus ist im Profile nicht geradlinig, sondern flach konkav, weil das Epistom ein wenig vortritt. Thorax und Schild metallisch schwarzblau, violett schimmernd, be- sonders das Schild, und durch Punktierung sehr rauh. Trotzdem ist der Glanz, namentlich auf dem Rücken ein relativ lebhafter, da sich bei den ganz frischen Stücken nur auf den Pleuren der Hauch eines gelblichen Tomentes zeigt. Behaarung schwarz. Hinterleib wie bei Lox. decora F. Beine pechschwarz, Schenkel glänzend, namentlich die vorderen im Vergleiche mit den anderen Arten ein wenig verdickt. Vorderfüße verbreitert. Vorderschienen des cf dorsal vor dem Ende mit einem starken, etwas rauhborstigen höckerartigen Vorsprung, ähnlich wie bei L. decora F. Vorderschenkel ventral mit fünf bis acht Dörnchen. Flügel zum größten Teile schwarzbraun. Einige glashelle Feuster- chen am Vorderrande und drei große Einbuchtungen am Hinterrande glashell. Die erste der letzteren liegt an der Flügelwurzel und umfaßt Alula, Axillarlappen und die Analzelle unterhalb der Längsfalte bis zum braunen Ausläufer, der breit über die Querader der Analzelle herab- zieht und dann gleich hinter der Analis den Flügelhinterrand, fast in gleicher Breite wie oben, erreicht. Die zweite glashelle Bucht liegt in der dritten Hinterrandzelle und berührt oben fast die Posticalis, olme sie je zu überschreiten. Die dritte Bucht umfaßt die zweite Hinterrandzellc, die Mitte der ersten und die Spitze der Discalzelle mit der ganzen hinteren Querader. Von glashellen Punkten am Vorderrande des Flügels können vorkommen: stets einer hinter der Mündung der Subkosta, eventuell ein zweiter unter der Mündung der Radialis; dann ein dritter oder sogar noch mehrere solcher Punkte zwischen diesen zweien. Die Discoidalis ist hinter der Querader steil aufgebogen. Das Ende der ersten Hinterrand- zelle ist glei<'h hroil inii'0(/aste}' vella Walker. Chromatomyia vella Walker, List. Dipt. Brit. Mus., Vol. 4, p. 803 (1849). Australien, Musquito River. ,,Body ferruginous: head thickly clothed with short tawny hairs; face and mouth ferruginous; palpi tawny, beset with black bristles: eyes pitchy: feelers ferruginous, about half the length of the face; third Joint linear, rounted at the tip, füll twice the length of the second: bristles black, tawny towards the base, nearly thrice the length of the third Joint; rather stout for about one-sixth of its length, very slender from thence to the tipe: scutcheons tawny: abdomen obconical, purplish blue, smooth, shining, a little shorter than the cheest, bluisli green towards the tip: legs ferruginous, clothed with short tawny hairs; claws black; hind thighs pitchy; wings colourless, yellow at the base, on the fore borders, and along the veins; fore borders adorned with three brown Spots; the first large, descending from the middle of the fore border into the disk; the second small, half way between the first and the tip, which is clouded with the third; middle cross-vein slightly clouded with brown: wing-ribs and veins tawny; veins pitchy towards the tips; fourth longitu- dinal vein almost straight, joining the border a little below the tip of the wing; lower cross-vein brown, slightly curved outwards; scales yellowish. Length of the body 4 lines; of the wings 10 lines." 16. Lampi'Offaster ruppes n. sp. 4 cf 9 "^'on den Kei-Inseln bei Neu-Guinea, in der Sammlung Professors Herr mann. Stirne parallelrandig, etwas länger als breit und deutlich schmäler als die doppelte Augenbreite, dunkel rotbraun, etwas längsfaltig, wachs- glänzend, sehr zerstreut behaart. Augenrandsaum an Stirne und Wangen gelbschimmernd; letztere sowie die Backengruben rot; der übrige Kopf samt allen Anhängen rotgelb. Der Hinterkopf unter der wagrechten Halsstufe sowie die breiten Backenränder hinter den Augen goldig be- reift. Die leuchtend rotgelben Fühler sind kaum länger als das halbe Untergesicht. Arista an der Basis pubeszent. Praelabrum breit und hoch, stark vortretend. Wangen kaum so breit wie das dritte Fühlerglied. Backen ein Drittel eines Auges hoch. 234 Friedrich Hendel. Thorax, Schild und Hinterleib glänzend violettschwarz, mit Aus- nahme des nackten Schildchens schwarz behaart. Schiüterbeiilen, Pleuren, Metathorax, erstes Glied des Ovipositors und die ganzen Beine samt den Hüften rotgelb. Wie im Gesichte, so ist auch auf den Pleuren stellen- weise feine braune Punktierung, die nur als schwache Verdunkelung bemerkt wird, unter der Lupe zu konstatieren. Der Flügel ist im Vergleiche mit den anderen Arten auffällig bräunlich tingiert. Die Wurzel und der Vorderrand sowie breite Säume der Längsadern an der Discalzelle intensiv gelb. Adern rotbraun; Quer- adern schwärzlich. Die Fleckung des Flügels ist nur rotbraun und nicht schwarzbraun und außerdem an den Grenzen verwischt. Der basale Fleck kann als fehlend bezeichnet werden, da nur die Radialisgabel einen kleinen braunen Schatten aufweist, die Queradern der Wurzel- zellen aber bloß selbst schwarz sind. Sonst liegen im Vorderrande drei Flecke: einer von der Subkostalzelle bis um die kleine Querader herum, an der Radialis mehr oder weniger verwischt; ein kleinerer an der Radialis in der Verlängerung der hinteren Querader, die ziemlich breit und deutlich braun gesäumt ist; endlich ein breiterer Spitzenrandsaum, der von der Mündung der Radialis bis zur Discoidalis reicht, in der Submarginalzelle aber stumpf beginnt und nicht an der Kosta spitz aus- gezogen ist. Der letzte Discoidalisabschnitt ist 2^/2 mal so lang wie der vorletzte und fast ganz gerade. Kleine Querader jenseits der Mitte der Discalzelle, hintere schwach gebogen, mit der Posticalis einen spitzen Winkel bildend. Schüppchenränder und Schwinger rotgelb. Flügel und Körper 9 — 10 mm lang. 17. Ijavnproyaster flavipennis Macquart. Macquart, Dipl, exot., Vol. 2/3, p. 211, Taf. 28, Fig. 7 (1843). 6 cf 9 ^^^s Australien, Sidney, N.-S.-Wales, wie auch West- Australien, im Wiener Hofmuseum, im Ungar. Nationalmuseum und im British Museum, London. Stirne vorne deutlich schmäler als die doppelte Augenbreite, am Scheitel merklich verschmälert, so lang wie vorne breit, oben fast flach und eben, mit Ausnahme der glänzenden Ozellen- und Scheitelplatten, matt gelbrot. Auch eine Medianlinie glänzt etwas. Behaarung zerstreut und kurz, gelb. Augenränder weißschimmernd, an den Wangen mit einem Schillerflecke. Der obere Hinterkopf ist schwarz, das Cerebrale und der untere Kopf rot. Mit Ausnahme des obersten glänzenden Querstreifens ist der ganze flache Hinterkopf weißlich bereift; desgleichen die Fühler- gruben. Der ganze übrige Kopf samt seinen Anhängen ist lebhaft orangerot gefärbt, die Backengruben am intensivsten. Fühler deutlich länger als das halbe Gesicht; drittes Glied oft ein wenig verdunkelt. Arista nackt. Gesichtsrücken glatt, im Profile konkav. Wangen so Die Arten der Platvstominen. 235 breit wie das dritte Fühlerglied. Backen etwas breiter als ein Drittel eines Auges. Praelabriim breit und hoch, innerhalb des emporgezogenen Mundrandes vorstehend. Thorax glänzend orangerot, ein breiter Mittellängsstreifen des Rückens innerhalb der Quernahtäste, das nackte Schildchen und das Metanotum dunkel stahlblau, glänzend. Auf dem Zentralstreifen des Rückens sieht man vier mattbestäubte, gelbliche Linien, von denen die zwei mittleren stark genähert und hinten mehr als die zwei seitlichen abgekürzt sind. Die goldig schimmernde Behaarung ist auf dem Rücken sehr auffallend und dicht. Gegend des Prothorakalstigmas weiß schim- mernd. Hinterleib stark glänzend grünblau, sehr zerstreut mit gelben Härchen bedeckt. Erstes Glied des Ovipositors dunkelbraun. Hypopyg rot. Hüften und Schenkel pechschwarz, letztere an der Spitze manchmal etwas rötlich: Schienen rotbraun, die vordersten am dunkelsten. Füße ganz rotgelb; bei einem Pärchen sind jedoch die letzten zwei bis drei Fußglieder geschwärzt: var. nignpes. Flügel in der Wurzelhälfte und am Vorderrande lebhaft gelb tin- giert, sonst graulich hyalin. Der basale Flügelfleck fehlt: nur gelbgraue Schatten an der Radialisgabel und der Querader der Basalzelle deuten ihn an. Subkostalzelle und eine Querstrieme von ihr bis um die kleine Querader herum schwarzbraun; letztere verbreitert sich nach oben hin nur mäßig. Ein kleiner kreisrunder schwarzbrauner Fleck an der Radialis in der Verlängerung der hinteren Querader. Ein gleichfarbiger Spitzen- randfleck ist an der Cubitalismündung am breitesten, läuft oben schmal bis zur Radialismündung aus und erfüllt auch die ganze Mündung der ersten Hinterrandzelle, welche im Teile jenseits der ungesäumten hin- teren Querader bis auf drei Viertel der größten Breite über der Querader verengt ist. Der letzte Abschnitt der Discoidalis ist gleichmäßig, aber sehr deutlich aufgebogen. Die kleine Querader steht ungefähr über der Mitte der Discalzelle. Die hintere Querader bildet mit der Posticalis einen rechten Winkel. Bei der oben erwähnten var. nignpes ist der runde Radialis rudimentär und fehlt ganz. Schüppchen hellgelb gerandet. Schwingerkopf braun. Körper und Flügel 10 — 11 mm lang. 18. Laniproffaster lepitla W^alker. Walker, Trans. Ent. Soc. Lond., Ser. 2, Vol. IV, p. 226 (1857). — Osten- Zacken, Ann. Mus. Genov., Vol. XVI, p. 472 (1881). Syn. Lamprogaster hiteipennis Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. V, p. 261, 14 (1861). Cf 9 ^iis S. Queensland, Burpengary (Dr. Bauer oft), im British Museum, London, und aus Cap York, Australien (leg. Thorey), im Wiener Hofmuseum. — Celebes (Walker, Osten-Sacken). 236 Friedlich Hendel. Stirne vorne etwas weniger als doppelt so breit wie ein Auge, oben am Scheitel etwas verschmälert; im ganzen so lang wie vorne breit. Der obere Hinterkopf stark glänzend, der Scheitel und der größte Teil in der Längsmitte der Stirne wachsglänzend schwarz. Nach den Seiten hin wird die Stirne allmählich heller, rotbraun und zeigt einige schwache Längsfalten. Ein scharf abgesetzter Randsaum an den Augen, der sich oben an den Wangen verbreitert, silberweiß schimmernd. Die äußerst zerstreut stehenden und kurzen Härchen der Stirne sind gelb. Unter- gesicht, Fühler, Praelabrum und Taster leuchtend orangerot. Wangen und Backengruben rot, die Ränder des Gesichtes neben den Spalten- ästen rotbraun. Fühlergruben weiß bestäubt. Fühler höchstens so lang wie das halbe Untergesicht. Arista an der Basis kurz behaart. Der Kly- peus ist zwischen den Fühlern zart der Quere nach gerunzelt, im Profile fast gerade und lotrecht. Praelabrum stark vortretend, breit und ziemlich hoch. Rüssel glänzend schwarz. Wangen ein wenig breiter als das dritte Antennenglied, Backen hoch, gut die Hälfte eines Auges hoch. Unterer Hinterkopf rot, von der wagrechten Halsstufe an nach abwärts und an den breiten Backenrändern dicht weiß bestäubt. Thorax, Schildchen und Hinterleib lebhaft blaugrün, mit tiefblauen und violetten Reflexen und starkem Glänze. Thoraxrücken dichter, Hinter- leib zerstreut mit gelben Härchen bedeckt. Schild nackt. Die Pleuren sind vorne und hinten teilweise, nie aber vorherrschend gelbrot. Beim ^ ist das fünfte Tergit nicht viel länger als das dritte oder vierte allein betrachtet. Hüften und Beine orangegelb. An den Vorderbeinen sind die Schenkel an der äußersten Spitze schwarz gefleckt, die Schienen dunkel- braun bis schwarz, die ganzen Füße schwarz; nur die kurzen Härchen schimmern goldig. An den hinteren vier Füßen sind ungefähr die letzten zwei Glieder dunkelbraun bis schwarz. Flügel am Vorderrande und der Wurzel gelb; Adern gelbrot, nur die Queradern braun. Dunkelbraun sind vier Flecke und ein ausge- sprochener Saum der hinteren Querader. Dunkelbraun sind ein Saum der Wurzelqueradern, der sich fleckenartig bis zur Radialisgabel hinauf erstreckt; eine halbe Flügelquerstrieme, die sich aus der Subkostalzelle bis auf die kleine Querader erstreckt; ein rundlicher Fleck an der Radialis in der Verlängerung der hinteren Querader und ein Spitzen- randsaum zwischen den Mündungen der Radialis und Discoidalis, der sich an der Cubitalis etwas erweitert. Kleine Querader auf oder etwas vor der Mitte der Discalzelle. Hintere Querader etwas bogig und mit der Posticalis einen noch spitzen Winkel bildend. Der letzte Abschnitt der Discoidalis ist nur wenig und gleichmäßig gebogen, die erste Hinter- randzelle darüber nur unbedeutend verschmälert. Schüppchen gelb ge- randet. Schwinger gelb. Körper und Flügel 8 — 10 mm lang. Die Arten der Platystommen. '^"" 19. rMmprof/astet' bicolor Macquart. Macquart, Dipteres exot., Suppl. 2, p. 89 (1847). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 188. Syn. Chromatomyia formosa Walker, List. Dipt. Brit. Mus., Vol. IV. p. 801 (1849). 3 ö' 9 aus S.- Australien, Adelaide (leg-. Wilson), N.-S.-Wales, Goulbourn R. (leg. Capt. Parry), im British Museum in London. — Australien (Walker), Tasmanien (Macquart). Stirne parallelrandig-, zirka P/smal so breit wie ein Auge, deutlich länger als breit, eben, oben niclit konkav, Scheitelkante wenig scharf. .Stirne matt gelbrot. Die Ränder, die Ozellen- und Sclieitelplatte sowie eine Medianlinie glänzen. Augenränder silberweiß. Stirnhärchen kurz, gelb und zerstreut. Am Hinterkopf fehlt die Halsstufe fast ganz; der Teil oberhalb des Halses ist mit Ausnahme des Cerebrales schwarz, der ganze übrige Kopf samt allen Anhängen lebhaft orangerot, nur das Kinn stahlblau. Fühler deutlich länger als das halbe Gesicht. Arista nackt. Gesicht glatt, im Profde konkav. Wangen ein wenig schmäler als das dritte Fühlerglied. Backen Vs eines Auges hoch. Fühlergruben weißlich. Praelabrum breit und hoch vorstehend. Thorax und Schild lebhaft glänzend orangerot; nur ersterer rot- gelb behaart. Ein breites Mittellängsband des Rückens innerhalb der Quernahtäste und ungefähr von Schildchenbreite, voll durchgehend, scharf abgegrenzt grünlich stahlblau, mit vier mattbraunen Längslinien, wovon die zwei mittleren stark genähert und hinten stärker abgekürzt sind als die zwei äußeren. Metanotum ebenfalls stahlblau. Hinterleib glänzend blaugrün, nur spärlich gelblich behaart. Erstes Glied des Ovipositors schwarz. Letztes Tergit des cf besonders stark verlängert. Die Außenseite der Hüften, die Vorderschenkel mit Ausnahme des Spitzendrittels und die Spitzen aller Schienen dunkler rotbraun bis pech- braun. An den Füßen sind die drei Endglieder schwarzbraun. An den mittleren, noch mehr an den vorderen sind auch die Spitzen der ersten zwei Fußglieder gebräunt. Flügel schwach bräunlichgrau hyalin; nur an der Wurzel und in der Kostalzelle gelblich tingiert, aber auch nicht auffallend, wie bei den meisten Arten. Adern gegen die Wurzel hin lebhaft gelbrot, sonst braun. Am Flügelvorderrande liegen vier dunkelbraune Flecke. Der basale umgibt die Radialisgabel und die Queradern der Wurzelzellen und er- füllt auch mit Ausnahme eines runden Fensters die erste Basalzelle oberhalb der zweiten. Der zweite Fleck zieht aus dem braunen Randmale breit über die Radialis und verschmälert sich als Saum der kleinen Quer- ader, wo er endet. Der kreisrunde dritte Fleck liegt an der Radialis in der Verlängerung der hinteren Querader. Der vierte ist ein schmaler Spitzen- randsaum, der das Ende der Cubitalis einschließt und bis zur Discoidalis- 238 Friedrich Hendel. mündiiiig- dünn ausläuft. Die erste Hinterrandzelle ist jenseits der hinteren Querader, die mit der Posticalis einen stumpfen Winkel bildet, unwesentlich verschmcälert. Der letzte Abschnitt der Discoidalis ist sanft gebogen und nicht viel länger als der vorletzte. Kleine Quer- ader vor der Mitte der Discalzelle. Schüppchenränder und Schwinger rotgelb. Körper und Flügel 8 — 9 mm lang. 20. Laniprogaster lyuniicata V. d. Wulp. Tijdschr. v. Eni., Vol. 28, p. 230, Taf. 7, Fig. 12 (1885). 1 cf von Neu-Caledonien. „Chalybea; capite, antennis, palpis pedibusque rufis; alis cinerascen- tibus, basi costaque fuscis, maculis quatuor nigris. — cT Long. 11 mm. Kop vuil rostkleurig; het voorhoofd en eene driehoekige vlek op de wangen zwart; de zoom längs de oogen grijsachtig rood. Sprieten en l)alpen bruinrood; de sprieten slank, nauwelijks tot halverwege het aan- gezicht reikende; het derde lid smal; sprietborstel aan de wortelhelft iets verdikt, naar het einde haarfijn; onder eene krachtige vergrooting vertoont zieh eenige beharing. Thorax blauwzwart, met aschgrauwe bestuiving en an boven eenig spoor van zwarte langsbanden. Schildje en achterlijf staalblauw; het schildje met 6 borsteis; achterlijf korter dan de thorax; eerste ring met vaalgele beharing; anus met zwarde borsteljes; hypopygium zwart, met geelachtige beharing, aan het eind met een paar kleine uitsteeksels. Pooten roodgeel; de laatste tarsenleden gebruind. Vleugels veel langer dan het achterlijf, vrij si)its toeloopend, grauw, aan den wortel en het begin van den voorrand bruinachtig." 21 . Laniproffaster Jiicunda Walker. Walker, List. Dipt. Brit. Mus.. Vol. IV, p. 802 (1849). 1 9 ^i^is Sidney (leg. Thorey), im Wiener Hofmuseum. — Au- stralien (Walker). Auch diese Art gleicht der Lampr. hicolor Macquart außerordent- lich. Die Unterschiede sind folgende. Kinn rotbraun. Thorax und Schild ganz und gar rotgelb, glänzend; Rücken mit den vier matten Reiflinien wie bei bicolor, aber schwarz behaart. Hinterleib glänzend schwarz, ohne jeden blauen oder grünen Schimmer, zart und zerstreut weißlich behaart. Hüften dunkelbraun, Beine rotgelb; die letzten drei Fußglieder schwarzbraun. Flügel wie bei Lampr. unimacula beschrieben, der Apikaifleck viel- leicht noch etwas größer. Körper und Flügel 9 mm lang. Die Arten der Platystominen. -^"^ 22. TMinprof/aster unimcicnla n. sp. 1 cf aus S. Queensland (leg-. Dr. Bancroft), im British Museum in London. Bis auf folgende Angaben der Lainprog. bicolor Macquart glei- chend: Kinn rot. — Nebst dem ]\Iittellängsbande des Thoraxrückens ist auch das glänzend nackte Schildchen d,unkel stahlblau. Die matten Längslinien des Rückens verschwimmen an den Grenzen und breiten sich derart aus, daß fast der ganze Rücken mit einem ockerigen Reife überhaucht ist. Die kurze Behaarung schimmert lebhaft rot. Das fünfte Tergit des cf ist ungefähr doppelt so lang wie das dritte und vierte zusammengenommen. An den gelben Beinen sind nur die Hüften braun, die Schienen- enden wenig merklich verdunkelt, die letzten drei Fußglieder schwarz- braun. Der Flügel ist mit Ausnahme des Hinterrandes zum größten Teile gelb tingiert, vorne und an der Basis noch lebhafter. A^on den bei bicolor angegebenen, scharf ausgeprägten dunkelbraunen Flecken ist nur der Apikaifleck vorhanden, der größer und breiter als dort ist und oben auch die Radialismündung erreicht. Die anderen drei Flecke sind nur zu erraten und sind nur als schwacher gelbbrauner Schatten teilweise an- gedeutet. Deutlicher sichtbar ist eine grauliche Umsäumung der kleinen Querader, die über der Mitte der Discalzelle steht. Körper und Flügel 10 mm lang. 23. Lani2n'Offaster itoecila n. sp. 1 cf aus Nord- Australien (leg. Thorey) im Wiener Hofmuseum. Stirne gerade- und parallelrandig, ^/omal so breit wie ein Auge, etwas länger als breit, oben ziemlich stark konkav, matt lebhaft gelbrot, am Augenrand breiter und daher auffälliger als gewöhnlich silberig- schimmernd. Ozellen- und Scheitelplatten, sowie der seitliche obere Hinterkopf dunkelbraun. Der ganze Hinterkopf, der unten wie der ganze übrige Kopf samt Anhängen rotgelb ist, ist mit Ausnahme des glänzend rotgelben Cerebrales weiß bereift. Fühler deutlich länger als das halbe Untergesicht. Arista nackt. Gesicht glänzend, im Profile fast gerade, nur sehr schwach konkav. Wangen ungefähr so breit wie das dritte Fühlerglied; Backen zirka ^/^ eines Auges hoch. Die Halsstufe des Hinter- kopfes ist deutlich ausgeprägt, der untere Kopf also merklich konvex. Kinn dunkelbraun. Thorax wie bei L. flavipennis beschrieben. Die Pleuren und die Brust sind aber fast l)is zur Sternopleuralnaht herauf pechschwarz; des- gleichen sind auch die Hüften, dann die Schenkel und Schienen pechbraun mit rötlichem Scheine. An den dunkelbraunen Füßen sind nur die Fersen heller rot gefärbt. 240 Friedrich Hendel. Hinterleib glänzend goldiggrün, mit lebhaftem blauen Schiller, zart und zerstreut, aber deutlich gelb behaart. Flügel glasig, ohne gelbe Tingierung, mit vier braunen Flecken am Vorderrande. Der basale Fleck erfüllt die erste Basalzelle oberhalb der zweiten bis hinauf an die Subkosta, also einschließlich der Radialis- wurzel, und auch noch die Kostalzelle in Form von zwei Flecken hinter der Schulterquerader, während deren Wurzel gelbbraun ist. Nach unten schließt sich daran der fleckenartig breite Saum der Queradern der Wurzelzellen. Der zweite Fleck ist der größte und ungefähr von trapez- förmiger Gestalt. Oben ist er so breit wie die lange braune Subkostal- zelle, die er mit einschließt, unten zieht er sich zu einem sehr breiten Saum der kleinen Querader zusammen und reicht bis in die Mitte der Discalzelle. Seine Innengrenze ist gerade und senkrecht, seine äußere schief und gebogen. Der elliptische Fleck an der Radialis in der Ver- längerung der hinteren Querader liegt oben auch der Costa an und ist an derselben mit dem vorhergehenden Flecke fast, mit dem Spitzenrand- saume aber deutlich zusammenhängend. Letzterer säumt unten die Mündung der ersten Hinterrandzelle und ist an der Cubitalis am brei- testen. Der letzte Abschnitt der Discoidalis ist gleichmäßig schwach ge- bogen, die Hinterrandzelle darüber aber nur unbedeutend verengt. Die ungesäumte hintere Querader bildet mit der Posticalis einen rechten Winkel, die kleine steht vor der Mitte der Discalzelle. Schüppchen weiß, Schwinger rostfarbig. Körper und Flügel 8 mm lang. 24. Lamprogaster superna Walker. Walker, Proc. Linii. Soc. Lond., A'ol. 6, p. 12 (1862). 9 von der Molukkeninsel Dijlolo. .,Taestaceous, shining; head black above, white about the eyes; mouth large; antennae short, 3. Joint not more than half the length of the face; arista bare, pubescent at the base; scutellum and disk of the scu- tellum blue; abdomen oval, purple above, a little shorter and broader than the thorax; wings cinereous, tawny at the base and along the costa, a black streak extending from the costa along the praebrachial transverse to the praebrachial vein; a black exterior dot on the radial vein, and a blackish streak at the tip of the costa; veins black, testaceous towards the base; discal transverse vein straight, oblique, parted by hardly one- third of its length from the border, and by about its length from the praebrachial transverse. Length of the body 5 lines; of the wings 10 lines." 25, Latnproffasfei' severa n. sp. 1 cf von den Kei-Inseln bei Neu-Guhiea (leg. Kühn). Stirne parallelrandig, ^/.mal so breit wie ein Auge, so lang wie breit, oben nur seicht konkav, Strieme matt gelbrot, kurz gelb behaart. Die Arten der Platystominen. 241 Ozellen- und Scheitelplatten sowie ein breiter Querstreifen oben am Hinterkopf glänzend rot. Der g-anze übrige Kopf samt seinen Anhängen ist rotgelb, nur die Backengruben sind etwas dunkler gefärbt. Augen- rand und der ganze restliche Hinterkopf sind dicht gelbschimmernd bereift. Die Fühler sind ein wenig länger als das halbe, im Profile schwach konkave Gesicht: die Arista ist an der Basis deutlich, wenn auch kurz behaart. Wangen schmäler als das dritte Fühlerglied, Backen ungefähr ein Viertel eines Auges hoch. Unterer Hinterkopf nur mäßig konvex. Praelabrum breit und hoch. Thorax orangerot; auf dem Rücken mit Ausnahme der Schulter- beulen und eines schmalen Seitenrandes oberhalb der Notopleuralnaht dunkel stahlgrün, glänzend und fein punktiert, nicht glatt, dicht rotgelb behaart. Schild nackt, violettl)lau. Hinterleib glänzend blaugrün; das basale Doppelsegment mit Ausnahme seines Hinterrandes gelbrot. Fünftes Tergit verlängert. Beine wie die Pleuren orangefarbig. Die Füße sind am Ende (ein bis zwei Glieder) gebräunt. Der Flügel ist am Vorderrande und der Wurzel lebhaft gelb fin- giert und zeigt fünf braune Striemen oder Flecke. 1. Eine schmale Quer- binde von der Subkosta über die Radialisgabel und die Queradern der Wurzelzellen. 2. Eine kurze Querbinde unterhalb der rotbraunen Sub- kostalzelle, die unten die kleine Querader umgibt, parallelrandig und unter der Subkosta schmal unterbrochen ist. 3. Ein abgerundet drei- eckiger Fleck an der Radialis etwas jenseits der Verlängerung der hinteren Querader, der oben aber der Kosta breit ansitzt. 4. Ein größerer Spitzenrandsaum, der die Mündungen der Radialis und Discoidalis gerade noch mit einschließt und an der Cubitalis am breitesten ist. 5. Ein breiter und auffälliger Saum der hinteren Querader. Die erste Hinterrandzelle ist jenseits der hinteren Querader nur wenig verengt, obwohl der letzte Abschnitt der Discoidalis deutlich, aber gleichmäßig gebogen ist. Kleine Querader jenseits der Mitte der Discalzelle; hintere mit der Posticalis einen ziemlich spitzen Winkel bildend. Schwinger und Schüppchenrand gelbrot. Körper und Flügel 9 mm lang. 26. Lamproyastev taeniata V. d. Wulp. Tijdschr. v. Ent., Vol. 28, p. 229, Tcaf. 7, Fig. 10 (1885). Cf 9 von der Molukkeninsel Morotai. „Testacea; thorace vitta lata scutelloque caeruleo-nigris; abdomine, praeter basin, chalybeo; alis flavescentibus, maculis subquatuor fuscis. — Long, cf 9 9 o mm." „Kop met sprieten en monddeelen steenrood; voorhooft donkerder; een smalle zoom om de oogen witachtig; sprieten kort; de sprietborstel namvelijks iets behaard. Thorax steenrood, op den rüg met een breeden Abhandl. d. k. k zool.-botan. Ges. \\d. VIll, Ildt 1. 16 242 Friedrich Hendel. zwartblauwen langsband; schildje zwartblauw, aan den achterrand met körte en zwakke borsteltjes. Achterlijf korter dan de tliorax, zeer glanzig staaMaiiw, met purpiiren gloed; eierbnis kort, roodgeel. Pooten roodgeel; te beide laatste tarsenleden donkergrauw, de klau wen zwart; achter- schenen iets gebogen. Vlengelschubben roodgeel. Vleugel geelachtig, aan den wortel en voorrand levendiger gekleurd; voorts met vier donker- briiine vlekjes; het eerste is niet veel mer dan eene verdonkering van de basis der schijfeel; het tweede omzoomt de middeldwarsader en loopt streepvormig opwaarts, zonder echter den voorrand te bereiken; het derde bevindt zieh op körten af stand van het einde der radiaal-ader; het laatste vlekje eindelijk vormt een smallen zoom om de vleugelspits, van de nitmonding der radiaal-ader tot taan die der discoidaal-ader; middel- dwarsader ongeveer op het midden der schijfeel; schijfdwarsader eenigs zins scheef achterover liggend en iets of wat briiin gezoomd." 27. Lamprogaste}' quadi'llinea Walker. Walker. Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. III, p. 111, 121 (1859). — Van der Wulp, Tijdschr. v. Ent., Vol. XXVIII, p. 229, Taf. 7, Fig. 9 (1885). — Kertesz, Termesz. Füzetek, Vol. XXII, p. 183, 23 (1889). — de Meijere, Nova-Guinea, Vol. 9, p.870 (1918). Syn. Lamprogaster sepsoides Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. VII, p. 220, 87 (1863). CS9 aus Neu-Guinea; Aru-Inseln, Mysol (Walker), Waigeu, Papua- Insel (V. d. Wulp). Stirne parallelrandig, merklich schmäler als die doppelte Augen- breite und ^/^mal so lang wie breit; Strieme mit Ausnahme einer etwas glänzenden Medianlinie samtschwarz. Scheitelkante, Scheitel- und Ozellenplatte glänzend dunkel rotbraun. Augenrand der Stirne und Wangen schmal goldfilzig, an der verbreiterten Stelle neben den Fühlern mit ZAvei dunklen Schatten. Lunula und Gesichtsrücken glänzend rot- braun, Epistom noch dunkler. Die schwärzlichen Fühlergruben schimmern weiß. Backengruben, oberer Hinterkopf, Praelabrum und Taster schwarz- braun. Die dunkelroten Fühler sind deutlich länger als das halbe Gesicht. Arista in der spindeligen Wurzelhälfte mittellang behaart. Praelabrum vorstehend, sehr breit, von mittlerer Höhe. Wangen schmäler als das dritte Fühlerglied. Backen zirka ein Drittel eines Auges hoch. Rüssel größtenteils gelbrot. Der Hinterkopf ist mit Ausnahme des schwarzen breiten Oberrandes dicht goldfilzig bedeckt und von dunkel rotbrauner Grundfarbe. Thoraxrücken und Schild glänzend stahlblau, ersterer schwarz be- haart. Je eine goldfilzige Längsstrieme oberhalb der Schulterbeulen bis zur Quernaht und unterhalb derselben vom Prothorakalstigma zur Flügel- wurzel. Pleuren dunkel rotbraun, oben dunkler und bläulich schimmernd. Hinterleib stark glänzend dunkelblau mit violettem und rotem Schimmer, wie nackt. Die Alten der Platvstominen. 243 Beine wie die Pleuren dunkel rotbraun, stellenweise noch mehr verdunkelt. Füße schwarz; der Metatarsus der vier vorderen Füße und die ersten zwei Glieder der hintersten Füße heller rot gefärbt und gelb- schimmernd behaart. Flügel zart bräunlichgelb hyalin. Adern vorne rot, hinten dunkel- braun. Kostalzelle gelb. Die Umgebung der Radialisgabel und der Quer- adern der Wurzelzellen samt einem Faltenschweif der dritten Hinterrand- zelle sind mit der ersten Basalzelle dunkelbraun: nur unter der Gabel liegt ein schiefes, ovales Fenster. Eine streifenartige schwarzbraune Quer- binde kommt aus der gleichfarbigen Subkostalzelle, geht über die kleine Querader und endet verwischt in der Discalzelle. Ein bandförmiger Saum der hinteren Querader und in dessen Verlängerung eine kurze Strieme zwischen Kosta und Cubitalis dunkelbraun. Endlich ein brauner schmaler Spitzenrandsaum. der im Endwinkel der Submarginalzelle abgestutzt be- ginnt und an der Discoidalismündung spitz endet. Der letzte Abschnitt der Discoidalis ist mittelstark und gleichmäßig aufgebogen, die erste Hinterrandzelle daher um zirka ^/o der größten Breite verengt. Kleine Querader um die Mitte der Discalzelle herum. Hintere Querader gerade, ihr Winkel mit der Posticalis etwas spitz. Beide Schüppchen rotgelb ge- randet und gewimpert. Schwingerkopf dunkelbraun. Körper 8 — 10 mm, Flügel 7 — 9 mm lang. 28. Lampt'ogaster placida Walker. Chromafomyia placida Walker, List. Dipt. Brit. Mus., Vol. 4, p. 802 (1849). 9; Philippinen. „Head ferruginous, thinly clothed with short tawny hairs: eyes gold-colour, not hairy: sucker ferruginous; palpi black, beset with black bristles; feelers ferruginous, not more than half the length of the face; third Joint black, slightly convex above and beneath, roundet at the tip, nearly twice the length of the second Joint; bristle black, tawny at the base, nearly twice the length of the third Joint, its third Joint stout for less than one-fourth of the length, very slender froni thence to the tip: cheest ferruginous, clothed with short black hairs; abdomen ob- conical, green, smooth, shining, ferruginous at the base, a little shorter than the cheest; legs tawny; feet nearly black; footcushions pale tawny; wings slightly tawny, darker at the base and on the fore borders, the latter adorned with four brown marks; first mark near the base, small and hidi- stinct; second and third bordering the middle and lower cross-veins; fourth blackish brown, extending along the fore border from three-fourths of the length to the tip; wing-ribs and veins tawny; veins darker on the spots of the wings; fourth longitudinal vein nearly straight, joining the border at the tip of the wing; lower cross-vein with an extremely slight outward curve, forming a very obtus angle with the fourth longitudinal vein; scales tawny. Length of the body 5 lines; of the veins 12 lines." 16* 244 Friedrich Hendel. 29. Lainpi'Of/asfer hilarls Walker. Chromatomyki hilaris Walker, List. Dipt. Brit. Mus., Vol. 4, p. 804 (1849). Australien? „Head ferriiginous, thinly clothed with short tawny hairs, tawny in front; face yellow: eyes pitchy; moiith and palpi black; feelers tawny, shorter than the face; third Joint ferruginoiis, more than twice the length of the second, pitchy towards the tip; bristle black, tawny towards the base, füll twice the length of the third Joint, rather stout for abont one- sixth of its length, very slender from thence to the tip; cheest black, clothed with short tawny hairs; sides, breast and scutcheon ferruginous; sides of the scutcheon purplishblue; abdomen obconical, greenishblue, smooth, shining, a little shorter than the cheest; legs ferruginous, clothed with Short tawny hairs; feet black towards the tips; foot-cushions pale tawny: wings colourless, tawny at the base; fore borders adorned with four brown Spots; the first irregulär, near the base; second descending towards the disk; third like a dot; fourth at the tip; wing-ribs tawny; veins black, tawny at the base: fourth longitudinal vein almost straight, joining the border just below the tip of the wing, forming a slightly obtuse angle with the lower cross-vein, which is nearly straight; scales white. Length of the body 41ines; of the wings 8 lines." 30. Lamprof/asfer laeta Gucrin. Platy Stoma laeta Guerin, Voyage de la Coquille, ZooL, p. 299 (1830?). — Macquart, Suit. ä Buffon, Vol. 2, p. 445, 5 (1835). „Long. 5 lin. D'un bleu metallique, ä reflets verts. Tete d'un rouge testace. Troisieme article des antennes brun. Thorax ä deux bandes longitudinales, larges, rouges. Pieds rouges. Alles ä base et large bord exterieur jaunes; le reste legerement brunätre; une tache en zigzag vers la base; une autre tache triangulaire au bord exterieur, vers le milieu et deux autres plus petites, vers Textremite." — Du Port Jackson, Australia. 31. Lani2)i'0(jaster violacea Macquart. Cryphiocera violacea Macquart, Dipt. exot., Vol. 2j'3, p. 212, PI. 29, Fig. 4 (1843). „Violacea. Abdomine basi flava. Pedibus rufis. Alis flavis. Long. 4 lin. cf- Trompe brun. Palpes, chaperon et face fauves, proeminence de cette derniere noirätre. Front noir. Antennes fauves. Thorax et ab- domen d'un violet brillant; base de ce dernier jaunätre. Pieds fauves. Alles jaunätres; base et bord exterieur jaunes; nervures fauves; premiere transversale un peu bordee de brunätre. • — D'(Jffak, terre des Papoux." Die Arten der Platystominen. -45 49. Genus Montrouziera Bigot. Ann. Soc. Ent. France, p. 224 (1860). Monli'oin^lera lifua Bij?ot. Ann. Soc. Ent. France, Ser. 3, Tom. 8, p. 225 (1860). — Hendel, Gen. Fat., Fig. 190—192. .,Entierement d'ün beaii bleu violet, tres luisant, excepte : antennes, large bände frontale carree, fossettes transversales siir les joues, au- dessous des yeux, en forme de croissant, d'un faiive rougeätre, style plus obscur; le reste de la tete testace, trompe brunätre, palpes testaces, semes de quelques poils courts, bruns. Un point rond, calleux, brun luisant, aux epaules. Pieds, d'un testace fauve, avec les 3 derniers articles des tarses noirs. Cuillerons testaces, balanciers noirs, avec la base de la tige fauve. Alles, d'un blanc jaunatre tres pale, presque hyalin, base, bord exterieur largement, nervures, d'un testace fauve, ime demibande exterieure, transversale, assez etroite, pres de la base, une bände ensuite, oblique, plus large, un peu convexe en avant et joignant les 2 bords de l'aile, une troisieme bände plus etroite que celle-ci, partant de son extre- mite au bord externe et atteignant obliquement, en sens oppose, le bord posterieur, convexe en arriere, passant sur les nervures transversales, enfin, une bände apicale, confondue avec le bord externe et contournant un peu l'extremite de l'aile largement et carrement tronquee en avant, graduellement attenuee en arriere, avec une tache d'un fauve pale, presque carree, situee vers la base, le tout d'un brun noirätre plus fonce exterieurement. Les deux nervures transversales posterieures notable- ment obliques et situees presque sur la meme ligne, l'externe seulement un peu moins eloignee de la base que l'interne: nullement sinueuses. Long. 9 mm. Patrie: Tile Lifu, Nouvelle-Caledonie." Anmerkung: Ich hal)e die Typen Bigots gesellen und mir seinerzeit notiert: Kupf samt Fühlern und Tastern rotgelb, Strieme matt, dunkler, mehr rotbraun. Rackengruben braun, hinten weiß gesäumt. Stirnaugenränder und Wangen Aveiß- lich bestäubt. Alle Hüften wie der Körper schwärzlich-blau, metallisch violett schimmernd. Beine rotgelb, Füße am Ende dunkler. Schüppchen gelblichweiß, gelb gerandet und bewimpelt. Schwinger mit schwärzlichem Kopfe. 50. Genus Oedemachilus Bigot. Ann. Soc. Ent. France, p. 549 (1859). Oedemachilus Coquereli Bigot. Ann. Soc. Ent. France, Ser. 3, Tom. 7, p. 549, PI. 13, Fig. 4 (1859). — Hendel, Gen. Fiat., Fig. 204—206. Cf 9 a^is Madagaskar. „Antennes: testacees, style testace, ä pointe brune. Face, joues; testacees, ä legers reflets blanchätres. Front vertex; fauves, bordes de brun ?46 Friedrich Hendel. rougeätre. Tour des orbites, et lig'iies transversales aii-dessiis de la base des antennes; blancs. Occipiit; testace. Palpes testaces. Trompe; levres brimes, base testacee. Thorax; testace en avant, jusqu'ä la suture, brimätre au delä, cotes plus fonces avec des reflets violaces et deux larges bandes transversales de reflets gris, l'anterieure, interrompue, flancs, brunätres. Ecusson; d'un bleu-violet metallique, quelques longues soies noires ä l'ex- tremite. Metathorax; d'un brun luisant, sous l'ecusson. Abdomen, cf ; Pre- mier Segment grand, d'un noir bleuätre, ä base blanchätre, largementborde de blanchätre en arriere, les autres, petits, d'un bleu-violet, ä bords posterieurs blanchätres. Organe cf, fauve, luisant; 9 deuxieme segment grand, troisieme et quatrieme petits, Caches, d'un bleu-violet luisant, ä reflets fauves. Balauciers; blanchätres. Hauches; brunes. Pieds; testa- ces, reflets sur les cuisses et extremite des tibias, brunätres, tarses, d'un blanc jaunätre ä l'extremite brune. Alles; noirätres, bord interne presque hyalin. Deux taches triangulaires, au bord externe, la posterieure plus petite, 2 larges bandes transversales, obliques, convergentes ä leur sommet, qui n'atteint pas le bord externe, et partant des 2 bords opposes, une large fache, intermediaire ä celles-ci, triangulaire, ayant sa base au bord posterieur; blanches." 51. Genus Celetor Loew, Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 41 (1873). Tabelle der Arten. Thorax und Schild glänzend schwarz, Flügelwurzel schwarzbraun, netz- artig gefleckt. Gesicht an den Seiten glänzend rotbraun. 1. C. dentipes Macquart. — Thorax und Schild lebhaft stahlblau. Flügelwurzel nicht genetzt, mit breiter, undurchbrochener schwarzbrauner Querbinde. Gesicht an den Seiten schneeweiß. 2. C. caerulea Macquart. 1. Celetor defitipes Macquart. Ortalis detitipes Macquart, Dipt. exot., Vol. 2/3, p. 210, Tab. 28, Fig. 5 (1843). Tephriüs strigipennis Macquart, ibid., Suppl. 4, p. 290, 16, Tab. 27, Fig. 2 (1850). — Schiner, Novara-Dipt., p. 285, 163 (Lamprogaster) (1868). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 117—118. ö' 9 ^^is Australien, Sydney, und aus Neu-Seeland, im Wiener Hof- museum. Die samtartige, fein schwarz pubeszierte Stirnstrieme und die Fühler orangerot. Stirnaugenrand und Wangen schmal silberweiß. Scheitelplatten, der Ozellenfleck und der obere Hinterkopf in der Mitte glänzend schwarz. Cerebrale und der übrige Hinterkopf glänzend rot- gelb. Hinter den Ozellen und jenseits hinter dem oberen Augeneck am Scheitel ein beinweißer Fleck. Der hinter den Augen vorgequollene Teil Die Arten der Platystominen. 247 des unteren Hinterkopfes breit seidenartig* weißschimmernd, fein weiß behaart. Fühlergriiben weiß bereift; Gesicht hell rotbraun; Epistom schwarzbraun, Backengruben und Praelabrum teilweise verdunkelt. Taster rot, an der Spitze heller. Thorax und Schild glänzend metallisch schwarz und glatt; Rücken und Schild schwärzlich behaart. Metanotum dicht weiß bestäubt. Hinterleib stark glänzend grünblau, hinten violett schimmernd, gelblich behaart. Die Hinterränder der Tergite zwei, drei (beim cf auch des vierten) sind weißlich bereift. Beim cf ist der Saum des vierten, beim 9 der des dritten schmäler als der vordere. Ovipositor glänzend schwarz. Bauchhaut hinten rot. Hüften und Schenkel pechschwarz bis -braun, Knie heller, mehr rot. Schienen rotbraun. Füße leuchtend rotgelb, die letzten drei Glieder braun bis schwarzbraun. Beim cf ist die Hinterschiene in der Spitzen- hälfte unregelmäßig knorrig verdickt und dorsal an der Spitze mit einem kurzen schaufelartigen Fortsatz versehen. Auf dem Knorren sieht man dorsal einen kleinen kurzborstlichen Zipfel abstehen. Flügel glashell, an der Wurzel (Kostal- bis inklusive Analzelle) mit einem schwarzbraunen Xetzwerke, in der Mitte mit einer schwarz- braunen, fast hufeisenförmigen Binde, deren Scheitel die Subkostalzelle und den darunterliegenden Teil bis zur Cubitalis ausfüllt und deren Bogenschenkel wurzelwärts an den Wurzelzellen außen vorbei, die Analis durchquerend an der Axillarfalte enden, spitzenwärts jedoch über beide Queradern zum Flügelhinterrand ziehen, und endlich mit einer breiten gleichfarbigen Spitzenrandbinde, welche schon etwas vor der Mitte des Kostalabschnittes der Randzelle beginnt und unter der Discoidalismün- dung endet. Schüppchen weiß, Schwinger dunkelbraun. Körper und Flügel 65 mm lang. 2. Celetor caerulea Macquart. Tephrifis caerulea Macquart. Dipt. exot.. Suppl. 1, p. 212, 10, Tai 18, Fig. 15 (1846). — Tnjpeta cluana Walker, List. Dipt. Brit. Mus., Vol. 4, p. 1019 (1849). — Schiner, Novara-Dipt., p. 285, 162 (Lamprogaster) (1868). Cf 9 aus Australien und Neu-Seeland, im Wiener Hofmuseum. Stirnstrieme und Fühler wie bei C. dentlpes samtartig orangerot. Die Stirne ist aber am Augenrand breit seidenweiß gerandet, die Wangen und das Gesicht mit Ausnahme des schwarzbraunen Mittellängsrückens, der viel schmäler als die Seitenteile ist, ebenfalls seidenartig schneeweiß. Praelabrum weißlich bereift, in der Mitte dunkelbraun. Backengruben rotbraun, das Peristom darunter schwarz. Taster hell rotgelb. Ozellen- und Scheitelplatten sowie der Hinterkopf glänzend schwarz; hinter den ersteren drei liegt an der Scheitelkante je ein silberiges Fleckchen. Der untere Hinterkopf ist am Augenrande breit weiß gefärbt. 248 Friedrich Hendel. Thorax, Schild und Hinterleib glänzend stahlblau, lebhaft grün und violett schimmernd. Rücken und Schild schwarz behaart. Metanotum und der obere Rand der Mesopleuren weiß bestäubt. Hinterleibstergite wie bei C. dentipes weißlich gerandet. Hüften und Beine pechschwarz, Schenkel etwas metallisch glänzend. Füße rotgelb, am Ende gebräunt. Die Hinterschienen des cf sind dorsal im Enddrittel sanft ausgebuchtet, in der Bucht abstehend steifer be- haart. Am distalen Ende derselben steht vor der Schienenspitze ein kleiner warzenartiger Höcker. Flügel wie bei C. deritipes mit der Hufeisenbinde und dem Spitzen- randsaum versehen, an der Wurzel jedoch ohne das schwarzbraune Netz- werk, sondern mit einer breiten, undurchbrochenen und durchgehenden schwarzbraunen Querbinde, die nur die äußerste Flügelwurzel freiläßt, dagegen die Basalhälfte der zwei Wurzelzellen bedeckt. Schüppchen weiß, Schwinger weißgelb. Körper und Flügel 5 mm lang. 52. Genus Scholastes Loew. Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 38 (1873). Tabelle der Arten. Stirne, von der Scheitelkante bis zu den Fühlerwurzlen gemessen, genau so lang wie breit. Lunula oben bogig begrenzt. Die scharfe Stirnquerkante liegt vorne im ersten Stirndrittel. Der Kopf ist zweimal so hoch wie lang, die Backen sind gut ^3 eines Auges hoch. Die Fühler sind nur wenig unterhalb der Augenmitte in- seriert. Das cf tiat am Aristaende eine Palette. Auf den zwei ver- tieften Längslinien des Thoraxrückens stehen immer deutlich vier oder mehr kurze Börstchen in je einer Reihe hintereinander. Vorder- rücken und Beine immer orangerot. Zwei Supraalare. 1. Scii. cinctiis Guerin. — Stirne '^/gmal so lang wie breit. Lunula oben geradlinig be- grenzt. Die scharfe Stirnquerkante liegt ganz vorne an der Stirne. Der Kopf und die Backen sind weitaus niedriger, die Augen rund- licher als bei cinctus Guer. Die Fühler stehen beträchtlich unter- halb der Augenmitte. Arista des cf meist ohne Palette. Auf den zwei vertieften Längslinien des Rückens stehen keine oder nur vereinzelt Börstchen. Drei Supraalare 1 1. Aus der durch braune Querstriemen gebildeten gleichmäßigen Flügel- zeichnung heben sich zwei braune Kostalflecke — an der Basis der Subkostalzelle und an der Mündung der Radialis gelegen — durch Größe und Dunkelheit besonders stark und kräftig hervor. Das Querstriemchen unter der Subkostamündung ist von allen am unscheinbarsten. Arista ohne Palette (cf). 5. Sch.bimaculatus i\.^\). Die Arten der Platystominen. 249 — Flügel am Vorderrande nicht zweifleckig, sondern mit gleichmäßigem Ansätze aller Qiierbinden; namentlich ist die unter der Subkosta- mündung gelegene Querbinde so breit und intensiv wie die anderen 2 2. Gesicht mit breiter schwarzer Querstrieme oberhalb des weißgelben Mundrandes. Arista mit Palette. Brust pechschwarz. 6. Sek. lo7ichifera n. sp. — Gesicht ohne schwarze Querstrieme 3 3. Brust. Hüften und Schenkel schwarzbraun. Supraalargegend unten dunkelbraun. Schildchen schmal gelb gerandet oder nur gelb gefleckt 4 — Brust (Pleuren unterhalb der Sternopleuralnaht), Hüften und Schenkel rotgelb. Supraalargegend ganz blaßgelb. Schild sehr breit blaßgelb gerandet. 2. Seh. vicarius n. sp. 4. Gesicht einfarbig gelb, ohne dunkle Flecke. An der Radialismündung liegt nur ein großer brauner Fleck. 3. Seh. Frauenfeldi Schiner. — Gesicht mit zwei braunen Punkten, am unteren Ende der Fühler- gruben gelegen. An dem Radialisende liegen zwei braune Quer- striemchen. 4. Seli. distigjna n. sp. 1. ScIioJastes cinctus Guerin. Platystoma cbictum Guerin, Voyage de la Coquille, Zool., p. 299, Taf. 21. Fig. 9. — Osten-Sacken, Ann. Mus. Genov., Vol. 16, p. 479 (1881) und Berlm. Ent. Zeitschr., Vol. 26. p. 208 (1882). — Van der Wulp, Tijdschr. v. Ent.. Vol. 28, p. 232, Taf. 7, Fig. 14, 15 (1885). — Kertesz, Termesz. Füzet.. Vol. 22. p. 183 (1899). — De Meijere. Tijdschr. v. Ent., Vol. 51, p. 120 (1908) und Nova-Guinea, Vol. 5, Zool., Dipt.. p. 92, Taf. 1. Fig. 15 (1906) und Vol. 9, p. 370 (1913). — Enderlein, Zool. Jahrb., Vol. 33, p. 358 (1912). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 275. Acinia faciestriata Doleschall, Nat. Tijdschr. v. Nederl. Ind., Vol. 14, p. 416, 40, Taf. 10, Fig. 7 (1857). — Lamprogaster fasciestriata Schiner, Novara-Dipt., p. 284. 160 (1868)! Lamprogaster marginifera Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 3. p. 111, 122 (1859). Lainprogaster transversa Walker. Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 1, p. 30, 103 (1857). Bekannt von Westen nach Osten aus: Malacca, Sumatra. Celebes, Molukken, Ambon- und Aru-Inseln, Philippinen, den Stuart-Inseln und Australien (Neu-Süd- Wales). Durch die in der Tabelle angegebenen plastischen Merkmale habe ich vorderhand Formen vereinigt, die namentlich in der Thoraxfärbung und Flügelzeichnung vielfachen Variationen unterworfen sind und noch eingehenderer Studien bedürfen. Orangegelb bis -rot sind der Kopf mit Ausnahme der Stirne, die Vorderbrust, die Pleuren und die Beine. Von diesen sind am tiefsten gefärbt, sogar bis rotbraun: die Gesichtsmitte und die Pleuren oben unter dem weißgelben Längsstreifen an der Notopleuralnaht. Die Stirne ist 250 Friedrich Hendel. rotbraun bis schwarzbraun, mit violettem Metallschimmer und Glanz auf den breiten Scheitelplatten und der gekielten Querstrieme der Vorder- stirne: quer durch die Stirnmitte zieht eine schmale, gerade, gelbe und matte Querbinde. Parallel mit ihr bilden die Scheitelkante und die Lunula samt den daneben auf den Wangen liegenden Höckerchen zwei glänzend hellgelbe Querlinien. Am vorstehenden Mundrande, unter den Fiihlergruben, sieht man eine sich beiderseits auf die Backengruben und den Augenhinterrand zu- rückziehende Bogenbinde, die sich durch die hellgelbe Farbe von der Umgebung abhebt. Fühler, Rüssel und Taster grell orangerot. Arista lang gefiedert; die Fiederfläche ist weitaus breiter als das dritte Fühler- glied. Beim cf ist die Spitze in größerer Ausdehnung als beim 9 nackt und trägt am Ende eine kleine weiße Palette. An der Thoraxfärbung bleibt Folgendes konstant: zwei beinweiße Längsstriemen, die eine unmittelbar unter der Notopleuralnaht von der Schulter bis zur Flügelwurzel, die andere als Grenze zwischen der Zentral- und Lateralregion des Rückens. Letztere wird nach hinten etwas breiter und setzt sich als Randsaum auf das Schildchen fort. Die zwischen beiden Striemen gelegene Lateralregion des Rückens ist stets glänzend schwarz- braun. Veränderlich ist die Färbung der Zentralregion des Rückens, die samt dem Schilde ganz rotgelb oder von hinten her in verschiedenem Grade und wechselnder Ausdehnung rotbraun bis schwarzbraun ver- dunkelt sein kann. Diese Bräunung nimmt gewöhnlich die Form von Längsstriemen an und zeigt häufig Metallschimmer. Stets ist aber der vorderste, dem Kopfe zugewendete Teil des Thoraxrückens rot. Hinterleib vorherrschend glänzend violettschwarz, metallisch schim- mernd. Das basale Doppelsegment ist größtenteils rotgelb bis rotbraun. Recht häufig ist bei cf, seltener bei 9? die Mitte des dritten Tergits rot. Der ganze Hinterrandsaum des vierten Tergits und die Mitte jenes des fünften ist beim cf meist hellgelb. Beim cf sieht man ferner am dritten bis fünften Tergit deutliche Randborsten. Die Behaarung des Hinter- leibes ist vorne rotgelb, hinten dunkelrot; die des Thoraxrückens schwärz- lich und schimmert rot. Ovipositor schwarz. Bauchbindehaut orangerot. An den Beinen sind die Füße heller, mehr weißgelb, deren letzte drei Glieder schwarzbraun. Die Flügelzeichnung variiert namentlich darin, daß die Breite der Querstriemen und -striemchen wechselt. Bei dem einen Extrem über- treffen die braunen Querbinden die hellen Zwischenräume an Breite und Ausdehnung, beim anderen ist das Gegenteil der Fall. Eine weitere Ver- änderlichkeit der Zeichnung wird durch das Zusammenfließen verschie- dener Querstriemchen veranlaßt. Charakteristisch für die Querbandierung ist die Gleichmäßigkeit derselben: am ehesten tritt noch die von der Subkostamündung über die hintere Querader laufende Querbinde hervor. Die Arten der Platystominen. "^'^ Schwinger rotgelb, Schüppchen weißlichgelb. Körper und Flügel 7 o— 10 mm lang. 2. ScJwlastes vicarius n. sp. Hendel, Gen. Plat., Fig. 276. 4 cT 9 von den Seychellen, G'Ause, Praslin (leg. 30. Mai P. Pv. Dupont), im British Mnseum in London. Die Stirne ist violettschwarz, der konkave Teil des Untergesichtes rotbraun. Von letzterer Farbe ist auch das dritte Fühlerglied. Arista beim ö" ohne Palette. Oberer Hinterkopf schAvarzbraun. Zentralregion des Thoraxrückens bis zum Halse und Schildchen mit Ausnahme des breiten blaßgelben Randes violettschwarz, ziemlich glänzend. Die Mesopleuren sind in der Mitte schwarzbraun, oben und unten durch blaßgelbe Längsstreifen begrenzt. Sternopleuren, Brust und Beine orangerot. Schienen im Enddrittel allmählich dunkler, braun. Hinterleib glänzend dunkelviolett. Beim cf sind die Hinterränder der Tergite zwei bis vier ziemlich breit und deutlich abgesetzt gelb ge- färbt; nur der des vierten Tergits ist in der Mitte etwas verbreitert. Die Verteilung der dunklen Flügelquerstriemen ist eine ziemlich gleichmäßige. In der Flügelspitze halten sich das Braun der Binden und die glashellen Zwischenräume in der Ausdehnung so ziemlich das Gleich- gewicht. Die kleine Querader ist nur die Länge der hinteren von dieser entfernt. Sonst wie bei c'inctus Guer. beschrieben. Körper und Flügel 6 — 65 mm lang. 3. Scholasfes Frauenfeldi Schiner. Lamprogaster Fraiienfeldi Schiner, Novara-Dipt., p. 285, 161 (1868). ? Lamprogaster sexvittata Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 5, p. 261, 15 (1861). 9 aus Java (Batavia), Schiners Typen, im Wiener Hofmuseum. Die Art unterscheidet sich durch Folgendes von S. bimaculatus H. Dem Gesichte fehlt die schwarze Querlinie. Die Stirnquerbinde ist in der Mitte unterbrochen. Die Zentralregion des Thoraxrückens ist schwarz- blau, die roten Seitenstriemen hinter der Quernaht sind sehr schmal, am Schildchenrande stellenweise sogar unterbrochen, so daß dieses dann am Pande nur drei rote Flecke zeigt. Die Pleuren unter der gelben Noto- pleuralbinde und die Brust sind schwarzbraun. Mesopleuren unten mit einer kurzen roten Längslinie. Ovipositor schwarz. Hüften, Schenkel und Fußenden schwarzbraun. Schienen und Füße weißgelb. Die äußersten Schienenspitzen, namentlich an den etwas dunkle- ren Hinterschienen gebräunt. An den Vorderfüßen nur die Ferse weißgelb. Flügel mit wenig Flecken und Binden. Die aus der Wurzelhälfte der Subkostalzelle herabziehende breite Querbinde reicht in der ersten 252 Friedrich Hendel. Basalzelle bis an die Querader der zweiten heran und ist mit dem Saum der kleinen Querader verbunden; sie ist in der Wurzel der Submarginal- zelle am breitesten. Die breite Querbinde über die hintere Querader ist an derselben wie überhaupt nirgends von weißen Flecken durchbrochen und ist am Vorderrande nur durch einen kleinen weißen Zwischenraum von dem großen viereckigen Fleck an der Radialismündung getrennt. Körper und Flügel 7 mm lang. 4. Scholastes distif/ma n. sp. 1 9 aus Batavia, Java, im Wiener Hofmuseum. Lamprogoster Frauenfeldi Schiner pro parte. Die Unterschiede von der typischen Form sind folgende: Die unteren Enden der Fühlergruben sind schwärzlich, das Gesicht daher mit zwei dunklen Funkten versehen. Die Stirnquerbinde ist ununter- brochen. Die Seitenstriemen des Rückens hinter der Quernaht sind breiter und umranden das ganze Schildchen; auch sind sie gelb. Während bei Frauenfeldi der Rücken glänzt und ganz unbestäubt ist, zeigt er hier schräg von vorne betrachtet einen zarten ockerigen Reif, der den Glanz stark mildert. Hüften und Sehenkel dunkel rotbraun. Schienen heller rotbraun, mit breiten dunkelbraunen Spitzen. An den Vorderfüßen sind nur die zwei Endglieder schwärzlich. Die zwei Querbinden des Flügels sind schmal. Die erste ist inner- halb der Radialisgabel am schmälsten und in der ersten Basalzelle schon in isolierte Flecke aufgelöst; sie ist mit dem Saume der kleinen Quer- ader nicht verbunden. Die zweite Querbinde ist um die hintere Quer- ader herum von weißen Flecken durchbrochen und an der Kosta breit von den zwei, das Radialisende durchcpierenden braunen Striemchen getrennt. Jenseits dieser Querbinde zählt man sieben bis acht Querfleck- chen, bei Frauenfeldi nur vier größere Flecke. 5. Scholastes Mniaculatus n. sp. Cf 9 von den Fidschi-Inseln (Viti-Leon) und den Samoa-Inseln (leg. Thorey), im Wiener Hofmuseum. Kopf rotgelb. Stirne braun bis schwarzbraun; eine gerade Quer- linie vor der Mitte und die Scheitelkante gelb. Gesicht mit einer schwärz- lichen Querlinie von einem unteren Augeneck zum anderen. Oberer Hinterkopf unter der Kante heller oder dunkler braun. Fühler, Taster, Praelabrum und der ganze Unterrand des Kopfes bräunJichgelb. Arista beim cf ohne Palette. Am Thorax sind hellgelb gefärbt: die Vorderbrust, die Schulter- beulen und von diesen ausgehend eine wagrechte Linie oberhalb der Notopleuralnaht bis zur Quernaht und eine breite Längsstrieme gleich unterhalb derselben bis zu den Flügelwurzeln hin; eine breite Seiten- Die Arten der Platystominen. 2o3 Strieme am Rücken, die hinter der Qiiernaht beginnt, über die Supraalar- gegend zieht und das Schildchen breit umrandet. Beim (j ist die Zentralscheibe des Rückens und Schildes gelbrot, dunkelbraun umrandet und von zwei braunen Mittellängsstriemen durch- zogen, beim 9 dunkelrotbraun bis schwarzbraun, da die genannten vier braunen Striemen so breit sind, daß sie bloß zwischen sich drei schmälere rotbraune freilassen. Die Pleuren sind unter der gelben Strieme fast schwarzbraun, nach unten hin heller, auf der Brust gelbrot. Hinterleib metallisch glänzend schwarzblau, viertes Tergit beim cT gelb gerandet. Bauch und Ovipositor rotgelb. Hüften und Beine rotgelb (cf) bis rotbraun (9), vorne die drei, hinten die zwei letzten Fußglieder geschwärzt. Ferse hellgelb. Schenkel manchmal gebräunt. Flügel wie in der Tabelle angegeben. Schüppchen weiß, Schwinger gelb. Körper und Flügel 6—7 mm lang. 6. Scholastes lonchifera n. sp. 1 cf von Cook Islands, Quarantine (Prof. Aldrich). Stirne pechschwarz, Scheitelkante, Backen und unterer Hinterkopf weißgelb; eine gerade Querbinde vor der Mitte rotgelb, schmal unter- brochen. Gesicht oben dunkelbraun, oberhalb des gelben Mundrandes mit einer breiten, geraden und durchlaufenden schwarzen Querbinde. Fühler, Praelabrum und Taster rotbraun. Arista cf mit Palette. Thorax und Schild überall glänzend pechschwarz, nur mit den bei S. bimaculatus angegebenen weißgelben Zeichnungen. — Am etwas ver- schrumpften schwarzblauen Hinterleibe sehe ich nur den Hinterrand des vorletzten Tergites gelb gesäumt. Hüften, Schenkel und Schienen rötlich gelbbraun. Die Schenkel, namentlich die vordersten gegen die Spitze hin gebräunt. Die Schienen haben eine Dorsallinie und die Spitzen von dunkelbrauner Farbe. Fersen hellgelb, Füße sonst schwarzbraun. Flügel dem von S. bimaculatus ähnlich, wenn auch am Vorder- rande nicht so deutlich zweifleckig. Der Farbton der dunklen Zeichnung ist schwärzlich und nicht rotbraun wie bei dieser. Schüppchen weiß, Schwinger gelb. Flügel 8 mm lang, Körper kürzer. 53. Genus Paryphodes Speiser. Jahrb. Nassau. Ver. f. Naturk., Wiesbaden, Vol. 64, p. 251 (1911). Tabelle der Arten. Thoraxrücken in der Mitte auf lehmfarbigem matten Grunde mit vier schwarzbraunen Längsstriemen: Schild lehmgelb gerandet . 1 254 Friedrich Hendel. — Mitte des Tlioraxrückens und das ganze Schildchen glänzend schwarzbraun 3 1. Letzter Abschnitt der Discoidalis nur um ein Geringes länger als der vorletzte. Cubitalis über der hinteren Querader wellig einge- bogen. Vorherrschend schwarzbraune Art (Fig. 5G). 4. P. conspurcatus n. sp. — Letzter Abschnitt der Discoidalis viel länger als der vorletzte. Cubitalis oberhalb der hinteren Querader gerade. Vorherrschend lehmgelbe Arten 2 2. Stirne zweimal so lang wie breit, parallelrandig. Discoidalis vor der kleinen Querader stark in die Discalzelle hineingebogen. Mittel- querbinde des Flügels fehlt (Fig. 57). 3. P. tigrimis Enderlein. — Stirne l^/oinal so lang wie breit, vorne verengt. Discoidalis vor der kleinen Querader fast gerade. Mittelquerbinde des Flügels vor- handen (Fig. 53). 1. P. pantherinus Bigot. 3. Spitzenteil des Flügels jenseits der hinteren Querader und einer nicht hell durchbrochenen breiten braunen Mittelquerbinde ganz glashell. 8. P. omega Speiser. — Spitzenteil des Flügels nicht einfach glashell 4 4. In der Mitte des sonst hyalinen Spitzenteiles ein einziger und durch- laufender schmaler brauner Streifen. Über die hintere Querader geht noch eine durchlaufende breitere braune Binde und vor der- selben ist der Flügel braun und weiß gefleckt. 9. P. perforatns Enderlein. — Flügel anders gezeichnet 5 5. Letzter Abschnitt der Discoidalis kaum zweimal so lang wie der vorletzte. Von der Subkostamündung geht über die hintere Quer- ader eine gerade und gleichbreite Flügelquerbinde, welche die breiteste und einzig durchlaufende ist. Jenseits derselben liegen in der Flügelspitze noch zwei mit ihr parallele, aus dünnen Quer- strichen zusammengesetzte. 6. P. lineatus n. sp. — Letzter Abschnitt der Discoidalis länger als der doppelte vorletzte. Jenseits der meist nur aus schmalen und isolierten Querstriemchen gebildeten Binde, die von der Subkostamündung über die hintere Querader geht oder die auch fehlen kann, liegt immer noch eine viel breitere und ununterbrochene Querbinde in der Flügelspitze 6 6. Letzter Discoidalisabschnitt dreimal so lang wie der vorletzte. Spitze der Kostalzelle glashell. Die Querbinde der Flügelspitze ist gerade und derart schief, daß das Kostalende weiter spitzenwärts liegt als das untere (Fig. 50 9 ^^^d ^2 cf). 5. P. simüis n. sp. — Letzter Discoidalisabschnitt etwas mehr als zweimal so lang wie der vorletzte. Kostalzelle an der Spitze schwarzbraun. Die Querbinde der Flügelspitze ist gebogen; das obere Ende derselben ist weiter wurzelwärts gelegen als das untere (Fig. 55). 7. P. compar n. sp. Die Arten der Platystominen. -'^^ 1. Pat'uphodes pantfierinus Bigot (Fig. 53). Palloptera? pantherina Bigot, Ann. Soc. Ent. France, p. 382, 35 (1891). Scholastes nepticiila Loew in lit., Mon. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 39 (1873). Cf 9 aus Guinea, Typen H. Loews und aus Französisch-Kongo im Wiener Hofmuseum. — Das Stück Bigot s aus Assinia. — S. Nigeria, Oshogbo, November. Ens. Res. Comm. Stirne nur am Scheitel so breit wie ein Auge, vorne deutlich ver- schmälert, anderthalbmal so lang wie im Mittel breit, ziemlich gerad- randig, eben und matt, nur schmale Augenränder und die Scheitelplatten glänzen. Die sehr kurze Stirnbehaarung ist dunkel. Zwei Paare Scheitel- borsten und je eine schwache Frontorbitalborste oben. Die Grundfarbe des ganzen Körpers ist rötlich ockergelb. Eine schmale Quer- binde vor der Stirnmitte und die zwei mondförmigen Umrahmungen vorne an den Scheitelplatten schwarzbraun. Je ein Punkt zwischen Fühlerwurzeln und Augen sowie die ersteren selbst schwarzbraun und so zu einer dunklen Querbinde vereinigt. Eine gleichfarbige Querlinie unter den Fühlergruben; ferner bilden die braunen Unterränder der Backen mit dem schwärzlichen Praelabrum abermals eine Querlinie. Am schrägen unteren Hinterrand der Augen ein dunkelbrauner kleiner Querstrich, in der gleichen Höhe mit der Querbinde unter den Fühler- gruben. Fühlergruben weiß bereift, nur durch einen niedrigen Längs- rücken unvollkommen getrennt. Hinterkopf ockerfarbig; beiderseits des Halses liegt je ein großer dunkelbrauner Fleck, der die Augenränder nicht erreicht. Drittes Fühlerglied und Taster rotgelb. Arista wie nackt. Schild und Thorax matt bereift, mit schmalen schwarzbraunen Längsstriemen von geringem Glänze und kurzer schwärzlicher Grund- behaarung. Die zwei Mittellängsstriemen des Rückens vereinigen sich auf dem Schilde zur ]\Iittelstrieme. Seitlich davon ist der gelbe Zwischen- raum vorne von einer vertieften Längslinie durchzogen. Die nächsten Striemen weiter nach außen beginnen erst hinter der Quernaht und treten auf die Schildchenseiten über. Die folgenden Striemen beginnen ganz vorne über dem Schultercallus und ziehen divergierend, hinter der Quernaht dünner werdend, zu den Supraalarborsten hin. Darunter ist die Dorsopleuralnaht schwarzbraun. Die Pleuren sind unter der Sterno- pleuralnaht schwarzbraun. Oben läuft eine schwarze gerade Längsbinde vom Prothorakalstigma bis zum Metapleuralcallus. Schild flach, am Rande sechs bis acht Borsten. Hinterleib glänzend; gelb behaart. Rücken mit zwei schwarz- braunen, nach unten etwas konvergierenden Längsstriemen in der Mitte und teilweise in Flecken aufgelösten Längsstriemen am Spitzenrande. Ovipositor ockergelb. 256 Friedrich Hendel. Beine rotgelb, Schienen mit zwei schwarzbraunen Ringen. Vorder- schenkel meist hinten, die vier hinteren vorne mehr oder weniger ge- bräunt. Flügel gelblichhyalin, mit ockerfarbigen Adern. Die Zeichnung besteht aus hellbraunen länglichen Flecken oder Punkten, die mehr oder weniger zu schiefen, schmalen Querbinden geordnet sind. Die breiteste und auffälligste Reihe geht von der Wurzelhälfte der Subkostalzelle bis über die kleine Querader. In der Submarginalzelle ist sie immer hell durchbrochen. Eine aus Punkten zusammengesetzte Reihe zieht von der Subkostamündung bis über die hintere Querader; zwei weitere derartige spitzenwärts davon von der Kosta bis zum Hinterrande, die äußerste derselben von der Mündung der Radialis abwärts. Kleine Querader etwas jenseits der Mitte der Discalzelle. Dritte und vierte Längsader in ihren einzelnen Abschnitten gerade. Letzter Abschnitt der Discoidalis nicht ganz zweimal so lang wie der vorletzte. Schwinger hellgelb, Schüppchen weiß. Körper und Flügel 4 mm lang. Bigots Beschreibung des Hinterleibes und Flügels paßt besser auf diese Art als auf tigrinus Enderl. Sollte die Typenuntersuchung mir nicht recht geben, mag diese Art nepticula heißen. 2. Paryphodes ^ehra Bezzi. Bull. Soc. Ent. Ital., Vol. 39, p. 134, 205 (1908). 1 9 s-us Ost-Afrika, Keren. Ich hielt die Art ursprünglich für gleich mit pantherina Bigot, doch scheint sie dem P. conspurcatus näher zu stehen. Speiser, durch meine Notiz über pantherhnis aufmerksam gemacht, hat auf die Verschiedenheit der Ovipositore hingewiesen. Hiezu kommen noch die Färbungsunter- schiede der Beine und des Hinterleibes. „Abdome giallo, sul ventre e nero sul dorso; l'ultimo segmento e giallo, con 4 striscie longit. nere parallele; ovipositore nere. Ai piedi le anche sono nere; quelli dell' ultimo paio sono piü scuri degli altri quattro, perche anche i due anelli delle tibie sono piü larghi; i tarsi sono interamente gialli." Long. corp. 6 mm, ter. 1 mm, alar. 3o mm. 3. Parypliodes tigrinas Enderlein. (Fig. 57). Enderlein, Zool. Jahrb., Vol. 33, p. 374, Fig. G (Simomesia) (1912). — pantherina Speiser, Deutsch. Ent. Zeitschr., p. 144 (1913). — icterodes Hendel i. litt., Gen. Ins., 1914. Cf 9 '^us West-Afrika, Yaba, Lagos (Mai, Dr. Sieger), im British Museum in London, und aus Kamerun, Victoria (Preuß), und Fernando Pöo (März, L. Conradt) in der Sammlung B. Lichtwardt, Dem pantherinus Big. sonst ganz gleich. Die Stirne ist schmäler, zweimal so lang wie breit, auch am Scheitel nur -/s eines Auges breit Die Alten der Platystominen. 257 und vorne kaum verengt, also fast parallelrandig-. Die von den Ozellen nach vorne divergierenden kurzen braunen Linien sind bei nepticula mondsichelförmig, hier gerade und berühren den Augenrand nicht. — Arista zart pubeszent. Die ganz vorne beginnende Querbinde über dem Schultercallus endet an der Quernaht. Rücken und Schild sind beim cf gelb, beim Q schwärzlich behaart. Beim cT sind die Pleuren ausgebreiteter gelb als beim 9; Sternopleuren oben gelb gerandet, die Naht vorne mit einem schwarzen Strich. Die Längsbinde in der Mitte der Mesopleuren besteht aus einem Punkte und einem Strich; sie ist vorne und hinten abgekürzt. Beim 9 geht sie vom Stigma bis zum Metapleuralcallus; auch ist die Sternopleura hier ganz schwarz. Die vier Längsstriemen des Hinterleibes haben verschiedene Breite und lassen manchmal denselben fast ganz schwarzbraun erscheinen. Hypopyg und Ovipositor gelb. Viertes und fünftes Tergit auch beim 9 sichtbar, zirka die Hälfte des vorhergehenden Ringes lang, beim cf länger. Beine des cf hellgelb. Mittelschenkel vorne in der Endhälfte mit einem schwarzen Längsstreifen; Mittelschienen mit zwei braunen Ringen in der Mitte, Vorderschienen mit einem. Hinterschienen ohne deutlichen Ring. Selten sind die Vorderschenkel hinten braun. Beim 9 sind die Beine wie bei pantherbms gefärbt, aber noch etwas dunkler. An den Schienen sind auch die beiden Enden noch schwärzlich. Flügel gelblich hyalin. Adern teilweise ockergelb, an den dunklen Flecken auch dunkel. Die hellbraune Fleckenzeichnung zeigt weniger deutlich die Anordnung in schiefen Querbinden; wenigstens bleiben die Flecke immer gut isoliert und fließen nicht zusammen. Vor allem fehlt die breite Querbinde der Flügelmitte. Besonders charakteristisch für diese Art ist die bauchige Einbiegung des Abschnittes der Discoidalis vor der kleinen Querader in die Discalzelle. Aderung sonst wie bei pantherinus. Schüppchen und Schwinger gelb. Körper und Flügel 4 mm lang. 4. ParypJiodes coiisjmrcafns n. sp. (Fig. 56). 1 cS aus Ost- Afrika, Uganda, Entebbe (leg. Gowdey, 25. XL), im British Museum in London. Dem P. zebra Bezzi ähnlich, unter anderem durch die Abdominal- färbung verschieden. Stirne fast parallelrandig, etwas schmäler als ein Auge, ungefähr l^/.mal so lang wie breit, dunkel behaart, bis auf die glänzenden Scheitelplatten matt, rotgelb, mit einer breiten schwarzen durchgehenden Querbinde im vorderen Drittel und zwei L-förmigen breiten Umrahmungen der Scheitelplatten von gleicher Farbe, die nur eine gelbe Linie vor den Ozellen freilassen. Zwei Paar Scheitelborsten und je zwei Frontorbitalbörstchen. Oberer Hinterkopf schwarz, Scheitel- Abhandl. d. k k. zool.-botan. Ges. Bd. Vm, Heft 1. ^'^ 258 Friedrich Hendel. kante und Ang-enränder sowie der untere Hinterkopf gelb. Lnnula. Unterg-esiclit und Backen heller gelb als die Stirne, unter den Fühlern weißlich bereift. Die ersten zwei Fühlerglieder und je ein Punkt daneben auf den Wangen schwarz. Eine gerade Querbinde oberhalb des Epistoms und in gleicher Höhe ein breiterer Fleck am hinteren Augenrande, ferner endlich auch der Unterrand der Backen und das Praelabrum schwarz. Drittes Fühlerglied rotbraun, Arista wie nackt. Taster dunkelbraun. Thorax und Schild genau wie bei panthennus Big. gezeichnet, doch sind die schwärzlichen Längsstriemen sehr breit; sie lassen nur schmale gelbe Zwischenräume frei und fließen teilweise zusammen. Eigentlich wäre der Thorax hier gelb gestriemt zu nennen. Die Grundbehaarung ist schwarz. Hinterleib glänzend pechschwarz, seitlich an der Basis etwas rot. Behaarung dunkel, rot schimmernd. Die Tergite drei bis fünf sind von nach hinten zu abnehmender Länge, der dritte und vierte am Hinter- rande fein gelb gesäumt. Schenkel, Schienen und die letzten drei Fußglieder schwarzbraun. Schienen in der Mitte und am Ende mit einem rotgelben Ringe, was nur an den Vordertarsen unregelmäßig erscheint. Flügel mit dunkelbraunen Adern und ebensolcher Zeichnung; letztere ähnlich wie bei panthennus. Die breite schiefe Querreihe der Flügelmitte ist hier aber schon zu einer Querbinde zusammengeflossen, die über beide Queradern zieht und so auch die Punktreihe von der Subkosta- mündung abwärts in sich aufnimmt. Weiter spitzenwärts davon zählt man noch drei Punktquerreihen. Die Radialis und Cubitalis sind der hinteren Querader gegenüber erheblich nach unten eingedrückt, nicht gerade. Die kleine Querader steht nur wenig hinter der Mitte der Discal- zelle. Der letzte Abschnitt der Discoidalis ist nur um ein Geringes größer als der vorletzte. Schüppchen weiß, Schwinger hellgelb. Körper 55 mm, Flügel 5 mm lang. 5. Paruphodes similis n. sp. (Fig. 50 u. 52). 6 9 ^^^s W.- Afrika, Ashanti (Obnasi; Oktober, leg. Dr. Graham), S.-Nigeria (leg. Dr. Annett) und Yaba, Lagos (Dr. Sieger). 4 cf aus Obnasi und aus Sierra Leone. Alle Stücke aus dem British Museum. Ferner cf und 9 ^^is N.-Nigeria, Zungern, Mitte November (Dr. Scott). Ent. Res. Comm. Stirne am Scheitel ungefähr so breit wie ein Auge, vorne etwas verschmälert, l^/omal so lang wie breit, eben, matt, nur die Scheitel- platten und die Augenränder glänzen, geradrandig, von Farbe schwarz- braun. Eine Linie an der Scheitelkante und eine gerade Querbinde in der Stirnmitte, die sich oben in der Längsmitte der Stirne gegen die Ozellen hin und seitlich am Augenrande etwas weiter hinaufzieht. Zwei Die Arten der Platystominen. ^^*^ Paar Scheitelbürsten und ein l^leines Frontorbitalbörstchen. Grnndbe- haarung schwarz. Liinula und der begrenzende Stirnrand schmal rot. Untergesicht bräunlich rotgelb, Fühlergruben weiß bereift. Darunter eine Querlinie über dem Epistom, der untere Rand der Backen und ein Saum unter den Augen auf den sonst gelblichen Backengruben schwarzbraun. Ebenso der ganze Hinterkopf und die Fühler mit Ausnahme des rot- braunen dritten Gliedes. Arista fast nackt. Taster und Praelabrum dunkelbraun. Thorax und Hinterleib glänzend pechschwarz, überall schwarz be- haart; nur am Schildchen und am Hinterleibsende schimmert die kurze Behaarung dunkelrot. Die Notopleuralnaht wird oben und unten durch eine gelbe Linie flankiert, die vorne den Humeralcallus umfaßen: die obere erreicht aber kaum die Quernaht, während die untere bis unter die Flügelwurzel geht. Etwas höher als erstere Längslinie liegt eine weitere von gleicher Farbe, die sich von der Quernaht über die Supra- alargegend bis zu den Schildchenseiten hinzieht und dort verbreitert ist. In der Dorsozentralgegend sind zwei feine Längslinien eingepreßt. Ein gelbroter schmaler Randsaum an den Seiten des Schildchens ist nicht bei allen Stücken zu sehen. Hinterleib an der Basis rötlich, am Hinterrande des zweiten Tergits erweitert, seitlich vorstehend und dort mit einem runden gelben Fleck geziert, in der Mitte deutlich zipfelig vorstehend. Drittes Tergit länger als das doppelte vierte, in der Längsmitte firstartig gekielt; fünftes unsichtbar. Bauch und Ovipositor hell rotgelb. Beine pechschwarz. Vorderschienen gegen das Ende hin rötlich. Spitzen der Mittelschienen und alle Füße rotgelb. Die zwei cf, die ich für dazugehörig halte, unterscheiden sich ziem- lich auffällig durch die Flügelzeichnung, gleichen aber sonst ganz den oben beschriebenen 9. Taster am Ende rötlich, Beine im ganzen etwas heller. Am Abdomen sind die Tergite drei bis fünf sichtbar und werden nach hinten zu kürzer. Hypopyg rotgelb. Flügel glashell, Adern je nach der Fleckung braun oder gelb. Die dunkelbraune Zeichnung ist bei cf und 9 etwas verschieden. Wesentlich für diese Art ist das gleichbreite schmale Querband, das von der Spitze der Marginalzelle aus fast geradlinig nach unten zieht und unter der Mitte des letzten Discoidalisabschnittes endet. Beim cT (Fig. 52) werden beide Queradern durch eine schiefe und fast gerade Querbinde, die von der Wurzelhälfte der Subkostalzelle aus- geht, überzogen. Beim 9 (Fig. 50) ist diese Binde in isolierte Punkte aufgelöst und sind auch die Punkte an der hinteren Querader gleichzeitig in einer Reihe mit den drei darüberliegenden anderen Punkten an der ersten bis dritten Längsader, die zur Mündung der Subkosta führen. Beim cT sind nur die oberen zwei dieser Punkte sichtbar. Die kleine Querader steht ungefähr im letzten Drittel der Discalzelle, die beiden 17* 260 Friedrich Hendel. Queradern sind daher besonders genähert. Der letzte Abschnitt der Discalis ist daher auch dreimal so lang wie der vorletzte. Schwinger graulich, Schüppchen gelb. Körper und Flügel 4 mm lang. 6. Par'yplioäes Hneatus n. sp. 2 9 aus West- Afrika, Insel Fernando-Pöo (St. Isabel) (März; L. Con- radt), in der Sammlung B. Lichtwardt. Stirne selbst am Scheitel noch deutlich schmäler als ein Auge, vorne verengt, ziemlich geradrandig, l'^l^mal so lang wie im Mittel breit, eben und matt, nur am Scheitel etwas glänzend, dunkel behaart. Zwei Paar Scheitelborsten und ein kleines Frontorbitalbörstchen. Stirne schwarzbraun. Mitte der Scheitelkante, Innenränder der Scheitelplatten, eine in der Mitte schmal unterbrochene gerade Querbinde unmittelbar vor der Stirnmitte und der Stirnvorderrand gelb. Untergesicht gelb, Fühlergruben weiß bereift. Fühlerwurzeln und je ein Punkt zwischen diesen und dem Auge schwarzbraun. Desgleichen eine Querlinie über dem Epistom und der Kopfunterrand. Wangen und Backengruben jedoch gelb. Hinterkopf schwarz. Drittes Fühlerglied bräunlichrot, Arista zart pubeszent. Praelabrum schwarz. Der ganze übrige Körper ist schwarz und ziemlich glänzend. Das Schildchen ist schwach punktiert und glänzt daher weniger. Parallel mit der Dorsopleuralnaht laufen von der Schulter bis zur Flügelwurzel zwei gelbe Linien. Die Behaarung ist überall schwarz. Vorne auf dem Thorax- rücken sind in den Linien der Dorsozentralen zwei feine Längslinien ein- gepreßt. Tergitlängen wie bei icterodes angegeben. Hüften |Und Beine pechschwarz. Füße und die vier vorderen Schienenspitzen hellgelb. Die zwei letzten Glieder der Hinterfüße braun. Flügel glashell, mit brauner Zeichnung. Die Kostalzelle ist in der Wurzelhälfte bis über die Queradern hinaus braun. Zweite Basal- und Analzelle hell, nur außen an den Queradern dunkel gesäumt. Die Mittel- querbinde des Flügels reicht von der Kosta nur bis zur Radialis. Darunter ist sie in punktartige Fleckenpaare aufgelöst. Solche Paare liegen zwi- schen der dritten und vierten Längsader — der äußere Fleck deckt die kleine Querader — in der Mitte der Discalzelle und unter der Posticalis in der dritten Hinterrandzelle. Unpaare Flecke sieht man noch in dieser Zelle, an der Posticalis und Analis. — Charakteristisch ist eine gerade, streifenförmige und schmale Querbinde, die von der Mündung der Sub- kosta senkrecht über die Längsadern und die hintere Querader säumend zum Hinterrande des Flügels zieht. Die kurzen Querstriemchen der Flügelspitze sind davon isoliert. Zwei keilförmige derselben liegen in der Mitte und am Ende des Radialisabschnittes jenseits der Querbinde und reichen von der Kosta bis, respektive fast bis an die Cubitalis. Auch der letzte Abschnitt der Discoidalis wird in seinen Dritteln von zwei schmalen Die Arten der Platystominen. 261 Striemchen geqiiert; das erste ist länger und liegt beiderseits der Ader, das zweite, kürzere, nur über derselben. Auch beiderseits der Cubitalis- mündung ist die Kosta braun gesäumt. Erste Hinterrandzclle am Ende etwas erweitert. Kleine Querader vor der Mitte der Discalzelle. Die Querader der zweiten Basalzelle ist deutlich länger als der unten an- schließende Abschnitt der Posticalis. Schüppchen gelbbraun. Schwinger dunkelrot. Körper und Flügel 35 mm lang. 7. Pavyi}hodes comjyar n. sp. (Fig. 55). 7 cf 9 aus Kamerun (Viktoria) (Preuß), in der Sammlung B. Li cht war dt in Berlin; 1 9 aus W.- Afrika, Ashanti-Obuasi (leg. Dr. Gra- ham, 25. VI.), im British Museum in London. Stirne fast parallelrandig, zirka ^/^ eines Auges breit, vorne kaum merklich verschmälert, zirka zweimal so lang wie breit, eben, dunkel behaart, vorne matt, oben wachsglänzend, Scheitelplatten stark glänzend. Sie ist samt der Lunula gelb. Eine in der Mitte unterbrochene und manch- mal auch verwaschene Querbinde im vorderen Drittel der Stirne, dann zwei L-förmige Linien, symmetrisch im oberen Drittel liegend (.ILj. schwarzbraun. Zwei Paar Scheitelborsten und je zwei Frontorbitalborsten vorhanden. Oberer Hinterkopf mit Ausnahme der gelben Augenränder und der Scheitelkante schwarz; unterer gelb. Die Zeichnung und Ban- dierung des Untergesichtes wie bei pcmthermus Big. beschrieben. Doch ist hier das zweite Fühlerglied wie das dritte noch ganz gelbrot. Arista wie nackt. Taster rot, an der Spitze braun gerandet. Der ganze Körper schwarz, mäßig glänzend, schwarz behaart. Parallel der Dorsopleuralnaht laufen von den Schultern bis zur Flügel- wurzel zwei gelbe Linien. Je eine weitere gelbe Linie hinter der Quer- naht in der Supraalargegend und unter dem Prothorakalstigma auf den Pleuren. Schultern ganz vorne gelblich. Die Längslinien der Dorso- zentralen sind deutlich eingepreßt. In gewisser Beleuchtung zeigt sich auf dem Rücken und dem Schilde der Hauch einer hellbräunlichen Tomentierung. Die Seitenränder des Schildes sind unscharf abgegrenzt rotbraun. Bauch und Ovipositor leuchtend hell rotgelb. Beim cf ^md 9 ^"^^^ die Tergite drei bis fünf sichtbar; beim 9 kürzer. Alle Füße ganz und die Enden der vier vorderen Schienen hellgelb. Schenkel und Schienen von vorne nach hinten zu rot- bis schwarzbraun, letztere heller als die ersteren. Die drei cf, die ich für dazugehörig betrachte, unterscheiden sich von den 9 durch folgendes. Die vordere Querstrieme der Stirne fehlt ganz oder fast ganz. Thorax allein oder selbst auch der Hinterleib sind stellenweise bis vorherrschend rotbraun gefärbt. In wie weit dabei die Unreifheit dieser Exemplare eine Rolle spielt, kann ich nicht entscheiden. 262 Friedrich Hendel. Die Flügelqiierbinde von der Mündung- der Subkosta bis über die hintere Querader ist beim cT zwischen der zweiten bis vierten Längsader unter- brochen. Die Beine sind im allgemeinen heller als beim 9- Die Flügelzeichnung hat bei den hellen cf eine gelbbraune Farbe, bei den dunklen 9 ist sie dunkelbraun. Kostalzelle bis auf zwei Flecke ganz braun. Dagegen sind die zweite Basal- und die Analzelle fast ganz glashell. Die große Mittelquerbinde des Flügels schließt oben keine hellen Funkte ein und ist von unten her bis über die Discoidalis hinauf gespalten. Die Äste sind in Flecke aufgelöst; jene der äußeren hängen unter sich und in der Discalzelle auch mit dem dunklen Saum der hinteren Querader mehr weniger zusammen. Letztgenannter Saum ist manchmal nach oben bis zur Cubitalis verlängert und bildet beim 9 sogar meist mit dem von der Subkostamündung nach unten hin an die Radialis reichenden Streifchen eine einzige, schmale Querbinde. Beim cf ist sie zwischen der zweiten und dritten oder der zweiten bis vierten Längsader unterbrochen. Eine vollkommene und durchlaufende Querbinde von mittlerer Breite geht durch die Mitte der ersten Hinterrandzelle und läßt die Spitze der Marginalzelle glashell; sie ist etwas gebogen und oben ein wenig breiter als unten; am Hinterrande endet sie spitz und verwaschen. Unter der Mündung der Ftadialis liegt ein kurzer brauner Strich, der selten ganz fehlt. Die erste Hinterrandzelle ist am Ende etwas erweitert; die kleine Querader steht nur wenig jenseits der Mitte der Discalzelle. Die Quer- ader der zweiten Basalzelle ist noch etwas länger als der sich unten an- schließende kurze Abschnitt der Posticalis. Schüppchen bräunlichgrau. Schwinger rotbraun. Körper und Flügel 5 mm lang. 8, Varypliodes ornega Speiser. Speiser, Jahrb. Nassau. Ver. f. Naturk.. Wiesbadon, Vol. 644, 252 (1911). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 245. 1 9 aus Kamerun in der Sammlung des Deutschen Entomologischen Museums, von Conradt gesammelt. „4 mm lang, doch ist der Hinterleib stark zusammengetrocknet. Kopf scherbengelb mit schwarzer Zeichnung und schwarzer Behaarung, auch der ganze Hinterkopf außer seiner Umrandung schwarzbraun. Die Stirne trägt ein Stück über der Fühlerwurzel ein glattes, schmales schwarzes Querband, ein weiteres Stück darüber eine omegaförmige Zeichnung, in deren Scheitel das Ozellendreieck liegt und jederseits von diesem am Augenrande einen rundlichen schwarzen Fleck. Quer über dem Klypeus läuft ein schwarzer Strich von einem unteren Augen- ecke zum anderen. Der Rüssel ist graubraun, die Taster gelbbraun und schwarz behaart. Die Fühler sind gelbbraun mit schwarzer Borste, das Die Arten der Platystominen. 263 dritte Glied gegen das Ende etwas verselimälert, fast dreimal so lang als das glänzende, knopfförmige zweite. Der schwarze ThoraJc ist leicht zimt- braun bestäubt und hat folgende rahmgelbe Zeichnung: Jederseits an der inneren Verstreichungsstelle der Quernaht beginnt eine solche Linie, welche nach hinten läuft, hier das Scutellum erreicht und dieses mit einem rahmgelben Rande umgibt. Ein zweiter gerader Strich geht von der Schulterschwiele zur Flügelwurzel, ein dritter weiter abwärts, genau wagrecht, also parallel zu diesem von der unteren Kante der Schulter- schwiele ebenfalls zum unteren Ende des Flügelgelenkes. Die Hüften und Beine sind schwarzbraun, nur die Enden der Tibien und sämtliche Tarsen sind rahmgelb. Die Zeichnung des Flügels besteht in einer Schrägbinde, welche am Vorderrande den Zwischenraum zwischen der Mündung der Subcostalis und Radius ^ ausfüllt, wurzelwärts noch etwas über die Subcostalis hinübergreift und dann schräg nach hinten außen zieht, wo die spitzenwärtsige Begrenzung die oberste Außenecke der Discoidalzelle eben streift, dann über die hintere Querader ein wenig hinausgeht; doch erreicht die Binde den Hinterrand nicht ganz, sondern endet zipfel- oder fleckenartig unterhalb der hinteren Querader. Von dort bis zur kleinen Querader hinauf reicht ein glashelles Stück der Grund- farbe, grenzt einen länglichen Fleck, der hier über den Cubitus streift, von der beschriebenen Querbinde ab und macht auch ihr inneres Ende zipfelförmig. Dieser Zipfel endet in der Discoidalzelle genau auf dem Cubitus. Dunklere, rauchgraue Flecke stehen dann noch in der Vorderrandzelle dicht hinter der Wurzelquerader sowie zwischen diesem Flecke und der Schrägbinde, ferner an der Gabelungsstelle des Radial- raumes, in der vorderen Basalzelle und zwei kleinere in der dritten Hinterrandzelle. Durch leichter rauchgraue Säumung des Anfangsstückes der Media, der Querader zwischen hinterer Basal- und Discalzelle und des Anfangsstückes des Cubitus hängen diese weiteren Flecke etwas miteinander zusammen, auch ist das Wurzelfeld vorne im ganzen grau. Die Schüppchen sind rahmgelb, die Schwinger gelbgrau, der Hinterleib pechschwarzbraun, etwas glänzend." 9. Painjphodes perforatiis Enderlein. Systellodiscus perforatus Enderl., Zool. Jahrbüclier, Vol. 33, p. 372, Fig. F (1912). Cf 9 a^is West-Afrika. Fernando-Po. Die Stirne ist fast parallelrandig, wenig breiter als V2 eines Auges. — Die Type ist etwas fettig, daher die Färbung nicht mit Sicherheit an- zugeben. Siehe Enderleins Arbeit! Das Enddrittel des Flügels ist glashell und enthält nur eine durch- laufende braune Querlinie in der Mitte, von der Radialismündung durch die Mitte des letzten Discoidalisabschnittes. Die zwei Wurzeldrittel des 264 Friedrich Hendel. Flügels sind braun, mit weißen Flecken; die äußere scharfe Grenze bildet eine intensive ununterbrochene braune Querbinde von der Subkostalis- mündung über die hintere Querader. — Die kleine Querader steht vor der Mitte der Discalzelle, die Discoidalis ist vor ihr gerade. Körper 3^4 — 4^5 mm, Flügel 3o — 3-^/4 mm lang. 54. Genus Parardelio Hendel. Wiener Entomol. Zeitung, Vol. 31, p. 1 (1912). Parai'delio inlosa Hendel, Hendel, Wien. Ent. Zeitschr., Vol. 31, p. 2 (1912) und Gen. Plat., Fig. 272—274. Cf 9 von den Seychellen-Inseln, Mähe, im Zool. Museum Cam- bridge. Stirnstrieme mattschwarz, schwarz behaart, am Augenrande, wie auch auf die linearen Wangen und der Lunula weißschimmernd. Scheitel- platten und der übrige Kopf samt Praelabrum metallisch blauschwarz, mäßig glänzend. Hinterkopf und Gesicht unter den Fühlern weißlich- grau bereift. Backengruben matt schwärzlich. Fühler dunkel rotbraun. Taster schwarz. Thorax und Schild glänzend stahlblau, Hinterleib mehr schwarz- blau und etwas violett schimmernd; beide zeigen an manchen Stellen in gewisser Beleuchtung einen Schimmer von rötlichem Reife. Auf dem Rücken sieht man vorne auch Spuren eines weißlichen Reifes. Be- haarung überall schwarz; am Hinterleibe schimmert sie seitlich dunkel- rot. Ovipositor schwarz. Hüften und Beine glänzend pechbraun; Füße gelb, das letzte Glied braun. Flügel glasig, mit schwarzbraunen Adern und folgender brauner Zeichnung. Von der ganz schwarzbraunen Subkostalzelle zieht eine nach unten heller und schmäler werdende Zickzackbinde vor der kleinen Querader durch die Discalzelle und endet verwischt unter der Posticalis. Eine zweite gleichartige, spitz dreieckige Querbinde beginnt vorne breit mit der ganzen Spitze der Marginalzelle, geht durch die Mitte der ersten Hinterrandzelle und endet unterhalb der Discoidalis. Beide Quer- adern sind an der Innenseite breit braun gesäumt. Von der Subkosta- mündung zieht eine schmale, etwas gebogene Querbinde zur Discoidalis und erreicht diese gleich jenseits der kleinen Querader. Ein deutlicher brauner Fleck liegt in der Mitte der Wurzelhälfte der ersten Hinterrand- zelle, ein verwaschener im Wurzelteile der dritten und ein brauner Wisch oberhalb der zweiten Basalzelle. Schüppchen braun, Schwinger gelb. Körper und Flügel 35 mm lang. Die Arten der Platystominen. 265 55. Genus Ostracocoelia Giglio-Tos. Boll. R. Univ. Torino, Vol. 8, Nr. 158, p. 10 (1893). Ostracocoeiia mirabills Giglio-Tos. Ibidem, p. 11 (1893). — Ditt. del Messic, P. 4, p. 44, Fig. 13 (1895). — Van der Wulp, Biol. Centn Amer., Dipt., Vol. 2, p. 392, P. 10, Fig. 27, 28 (1899). — Cresson, Trans. Amer. Ent. Soc, Vol. 32, p. 279 (1906). Mexiko. „Nigra nitens: capite flavo, proboscide nigra, palpis rufis; thorace vittis quattuor brimneis; pedibiis tarsis flavis, halteribus basi flavescente; alis nigris, fascia lata integra ante medium, maciila lata trigona postica, et altera trigona angusta proxima, albis. — Long. 9 mm." (1893.) Van der Wulp schreibt 1. c.: „I must observe, that the specimens before me are of smaller size, their length being no more than 7 mm, one of the females measuring barely 6 mm, Moreover, the blackish pattern at the base of the wings is more or less interrupted by small hyaline spots, which are not mentioned in the description of the author nor represented in his figure. The markings of the wings, howewer, seem to Vary individually; I therefore give a figure of the wing from 3 different specimens." 56. Genus Goniaeola Hendel. Gener. Insect, Dipt., Subfam. Pterocallinae, p. 44, 18 (1909). Goniueola foi'eolata Hendel. Deutsch, Entomol. Zeitschr. Beih., p. 71, 72 (1909). — Gen. Insect. Pterocall., Taf. 4, Fig. 82—83 (1909). Ich erwähne diese Art auch hier mit, weil sie viele Ähnlichkeiten mit den Platystominen hat. 57. Genus Agrochira. Enderlein. Zoolog. Jahrbuch., Abt. f. System., Vol. 31, p. 450 (1911). Tabelle der Arten. Flügel unterhalb der Posticalis und Analis ungefleckt hyalin. Vorder- schenkel zweizeilig bedornt. Schienen ungeringelt. 1. A. achiodes Enderlein. — Flügel unterhalb der Posticalis und Analis mit braunen Querflecken versehen. Vorderschenkel nur mit einer Reihe von Dornen. Schienen braun geringelt. 2. A. fephritinum Enderl. 1. Af/i'ocJiira achiodes Enderlein. Zool. Jahrbuch., Abt. f. System, etc., Vol. 31, p. 451 (1911). „1 cf, Kamerun. Barombi (leg. Conradt), Stett. Ent. Museum. 266 Friedrich Hendel. Kopf, Fühler und Mimdteile ockergelb. Zwischen den Augen eine schwarze Querbinde, die den hinteren Teil der Stirn einnimmt. Ungefähr in der Mitte jeder Stirnhälfte je zwei lange schwarze Borsten; an den Ozellen zwei kurze Borsten. Pubeszenz sehr kurz. Augen halbkugelig. Schläfenborsten fehlen. Drittes Fühlerglied doppelt so lang wie breit. Fühlerborste schwarz kurz pubesziert. Thorax etwas dunkler ockergelb, mehr rostgelb; Rückenschild vorn mit zwei schwarzen Seitenflecken, Borsten schwarz, mäßig lang; Pu- beszenz ziemlich kurz, dicht und gelb. Scutellum und Hinterrücken schwarz, beide mit breitem ockergelben medianen Längsstreif. Ventral- seite an der Basis der zweiten Coxe mit einem schwarzen Fleck. Ab- domen kurz und breit, tiefschwarz mit Spuren eines bläulichen Glanzes, die beiden ersten Tergite und die Unterseite rostgelb. Beine hell ocker- gelb, auf der Oberseite der Vorderschenkel etwas näher der Basis ein langgestreckter schwarzer Fleck. Spitzendrittel des Hinterschenkels mit Ausnahme der Spitze schwarz. Auf der Unterseite der Endteile des Hinterschenkels einige winzige Dörnchen. Halteren sehr blaß gelblich. — Flügel dunkelbraun, hinterer Teil ganz zerrissen begrenzt hyalin. Am Vorderrand sechs hyaline Flecke, im Außenrande zwei. Queradern ge- rade, die Radiomedianquerader relativ kurz. Die vordere Basalzelle re- lativ schmal. Pubeszenz von Costa und r^ kurz und diclit, von r^ + r, weniger dicht und das Enddrittel unpubesziert. Axillaris kurz und deut- lich. Membran stark glänzend und im hinteren Teil schwach rot bis grün irisierend." „Körperlänge 5^4, Flügellänge 5'5, Hinterschienenlänge 21 mm. Kopf breite (mit den Augen) 5^/4 mm." 2. Af/rochira tej^hritimmi Enderlein. Enderlein, Zool. Jahrbuch., 1912, Vol. 33, p. 369, Fig. D. (Memnopin). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 68—70. 2 ö* aus Südafrika, Durban (leg. M u i r), im Zool. Museum in Cambridge. — Kamerun (Ender lein). Scheitel und oberer Hinterkopf glänzend gelb; die Spitzen der Scheitelplatten und des Ozellendreieckes dunkelbraun. Stirnstrieme seidenartig matt gelbrot, am Augenrande weißgelb. Wangen mit zwei braunen Flecken; der obere, dunklere zwischen Fühler und Auge, der untere in der Höhe des unteren Augenrandes. Klypeus und der Ober- rand und Spitze des dritten Fühlergliedes kaffeebraun. Fühlerwurzeln rotgelb. Epistom, Backen, unterer Hinterkopf und Praelabrum weißgelb mit Seidenglanz. Rüssel und Taster gelb. Seitlich am oberen Hinterkopf je ein dunkelbrauner Winkelfleck, dessen Scheitel am Halse liegt. Ober- halb des letzteren am Cerebrale ein kleiner silberschimmernder Fleck. Arista rot, dicht und kurz behaart. Die Arten der Platystominen. 267 Thoraxrücken, Schild und Wurzelhälfte des Hinterleibes orange- rot, glänzend. Auf dem Thoraxrücken sieht man je eine breite, durch- gehende, an der Quernaht unterbrochene schwarzbraune Seitenlängs- strieme, bei der auch der vordere Teil verschwunden sein kann, und eine kurze Medianstrieme hinter der Naht, die nicht bis zum Schildchen reicht. Schild nur seitlicli an der Basis schwarzbraun gefleckt. Pleuren schwarz- braun, hellgelb gefleckt. Diese Flecke sind auf den Meso- und Ptero- pleuren weiß schimmernd bereift. Metanotum schwarz, in der Mitte rot. — Borsten schwarz. Härchen auf den gelben Teilen des Rückens und Hinterleibes gelb, sonst schwarz. Am Hinterleib sind die ersten drei Tergite orangerot. Das dritte Tergit hat einen runden Mittelfleck und an den Seiten breite Hinter-, ränder von schwarzer Farbe. Der übrige Hinterleib ist glänzend schwarz, mit violettem Scheine. Hüften und Beine hellgelb. Die Schenkelspitze, je ein schmaler Ring an der Wurzel und etwas vor der Spitze der Schienen braun. Vorder- schenkel posteroventral mit drei kräftigen Dornen, wovon der mittlere der längste ist. Flügel dunkelbraun, nach hinten zu heller, weiß gefleckt. So liegt je ein weißer Fleck am Kostalrande der Subkostal-, Submarginal- und örsten Hinterrandzelle; zwei an dem der Marginal-, drei an der Kostal- zelle. Beiderseits der kleinen Querader ein weißer Fleck und oberhalb derselben meist ein weißer Punkt. Zwei solcher Punkte in der Längs- mitte der ersten Hinterrandzelle, Discalzelle im Mitteldrittel hyalin. Die Zellen am Hinterrande des Flügels hyalin, von meist je zwei queren hell- braunen Ausläufern durchzogen. Schüppchen grau, schwärzlich gerandet. Schwinger hellgelb. Körper und Flügel 35 mm lang. 58. Genus Pseudorichardia Hendel. Wytsman, Gen. Ins., Dipt., Subfam. Richardnnae, p. 21 (1911). Pseudorichardia flavitarsis Maequart. Macquart, Dipt. exot., Suppl. 5, p. 121, PI. 7, Fig. 3 (Richardia) (1850). — Hendel, Gen. Fiat., Fie:. 200. 'to' Richardia angulata Thomson, Freg. Eug. Resa Dipt., p. 576, 247 (1868). Cf 9 von den Samoa-Inseln im Wiener Hofmuseum. — Taiti (Thom- son) und Marquise-Inseln (Macquart). Stirne und Gesicht rotbraun, glänzend, letzteres fast schwarzbraun. Augenrandsaum der Stirne und Wangen sowie die Fühlcrgruben unhes pulliis Wiedemann. Trypeta pulla Wiedem., Außercur. zweifl. Ins., Vol. 2, p. 506 (1830). — Osten- Sacken, Berlin. Ent. Zeitschr., p. 298 (1883). — Johnson, Proc. Acad. Philadelph., p. 336 (1895) et Ann. Rep. New Yersey Stat. Mus., p. 799 (1909). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 223—224. Syn. Amphicnephes pertusus Loew, Monogr. N.-Amer. Dipt., "Vol. 3, p. 84, 1,' Taf. 8, Fig. 1 (1873). Cf 9 aus Nord-Amerika, Vereinigte Staaten. Ich besitze sie aus Georgia. Stirne dunkel rotbraun, wachsglänzend, Augenrand undWangen schmal silberig gesäumt. Ozellen- und Scheitelplatten glänzend stahlblau. Gesicht glänzend schwarz. Wangen und Backengruben rot. Fühler gelb- rot, drittes Glied dunkler, an der Spitze geschwärzt. Arista kurz behaart. Taster an der Spitze rot, weiß schimmernd, sonst schwarz. Körper dunkel metallisch blaugrün, glänzend; Thoraxrücken und Schild fein punktiert, Hinterleib deutlich chagriniert. Letzterer rot schimmernd behaart. Beine schwarz, Knie und die vier hinteren Füße mit Ausnahme deren brauner Spitzen sowie die Vorderferse rot. Flügel dunkelbraun, Schulterlappen und Flügelhinterrand nur bräunlichgrau. Unmittelbar jenseits der Radialismündung liegt vor der Flügelspitze ein durchlaufendes" weißes Querband, das unten etwas breiter als oben ist. Mit ihm parallel läuft von der Subkostamündung abwärts eine Querreihe von sechs weißen Funkten. Innerhalb dieser Reihe und unterhalb der Cubitalis zeigen alle Zellen Längsreihen weißer Punlde. Außerdem sieht man noch in der Radialisgabel einen solchen Punkt. Im Geäder unterscheidet sich diese Art von A. stellatus V. d. Wulp dadurch, daß sich die erste Hinterrandzelle allmählich gegen die Mündung verbreitert, während sie bei jener jenseits der hinteren Querader etwas schmäler ist. Schwinger schwarz. Körper 2^/3 bis über 3 mm lang, Flügel etwas kürzer. 2. Anipldcnejjhes stellatus Van d. Wulp. Biolog. Centr.-Amer., Dipt., Vol. 2, p. 390, 1, Tab. X, Fig. 23 (1899). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 224. Cf 9, Mexico, Chilpancingo in Guerrero, 4600 feet, Northern Yu- catan. 1 cf aus Vera Cruz (leg. Crawford) in der Samml. Prof. Bezzi. „Shining black; thorax with bluish reflections; Avings black, hyaline at the tip and with hyaline dots. — Length 4 mm. 284 Friedlich Hendel. Front brown, fiilly as broad as the eyes and with parallel sides; face blackish, excavated; clypeiis shining black. Antennae riifous, elon- gate, reaching- to near the clypeiis; third Joint slightly attenuated towards the tip (verdunkelt); arista microscopically pubescent.i) Proboscis and palpi thick, blackish. Thorax shining bluish-black; sciitelliim with four bristles, black, flattened, finely pimctured, trnncated behind. Abdomen ovate, shining black, pimctured (fein querrunzelig); ovipositor of the females slender. Legs black: the first Joint of the middle and hind tarsi pale yellow. Kälteres black. Wings broad, rounted ad the apex blackish, with a rather large hyaline patch at the tip and several hyaline dots; four of these dots along the costa are a little larger than the others, the first of them being placed at the end of the first vein, with a smaller one imder it in the cubital cell, the second forming the commencement of a transverse row of dots; there are also several small dots in the basal cells and their neighboiirhood; small cross-vein on the middle of the discal cell, which is very broad; posterior cross-vein straight and long; third and fourth veins parallel; the 3. basal cell shorter than the second, and closed by a rounded cross-vein." 3. AmpMcnephes fasciola Cof|uillett. Journ. New- York Ent. Soc, Vol. \1II, p. 21 (1900). 1 9 ^us Kansas. „Front blackish brown, the orbits whitish pruinose, their upper part and a small ocellar triangle polished bluish-black, antennae black, the first two joints yellowish, face on lower part polished black, the remainder opaque, white pruinose, next the eyes narrowly yellowish, cheeks black, next the eyes yellowish, proboscis black, palpi brown, occiput greenish black; body dark green, more blackish green below, abdomen coarsely punctured, legs black, tarsi brown, 1. Joint of the front ones and first three joints of the others, light yellow; wings hyaline mottled with brown, costal cell brown, Stigma, except its apex, yellowish hyaline, bases of marginal and submarginal cells brown to slightly bey- ond apex of auxiliary vein, first basal cell brown except a subhyaline spot near its first third, second basal cell hyaline except a brown spot beyond its middle, anal cell hyaline except a brown border not extending along the 6. vein, axillary angle hyaline, discal cell brown except 3 hyaline spots, 3. posterior cell hyaline except 3 brown spots along the 5. A^ein, balance of wing hyaline, marked with 3 brown fasciae, the first extending from apex of stigma to small cross vein, the 2. crosses the wing from before apex of 2. vein to apex of the 5., the 3. fills the apex of first posterior cell and lower second thirds of apex of submarginal cell. — L. 4 mm." ^) Kurz behaart. oörs Die Arten der Flatystomincn. 65. Genus Tropidogastrella n. g. Tabelle der Arten.^) Das Braun der Flügelwurzel reicht ungefähr bis zur Höhe der kleinen Querader heran. Gesicht und Backen schwarz. Thoraxrücken mit gelber Mittelhnie ^ — Das Braun der Flügelwurzel geht nicht über die Höhe der Wurzel- zellen hinaus. Unter den Fühlern ein halbkreisförmiger gelber Fleck. Backengruben hellgelb. Thoraxrücken ohne Medianlinie, aber mit einem halbkreisförmigen Querfleck vor dem Schildchen. 2. T. aistivenfris Gerstäcker. 1. Hinter der Quernaht des Thoraxrückens liegen fünf gelbe oder weiße Längsstriemen — Hinten am Thorax nur drei gelbe Längsstriemen; die zwei kurzen Striemchen neben der Medianstrieme fehlen. 1. T. fropkla n. sp. 2. Hinterleib ohne gelbe Quersäume und Längslinie. Thorax mit weißer Zeichnung, auch in der vorderen Hälfte jederseits durch eine weiße Längslinie begrenzt. Fühler ganz gelb. 3. T. albofasciata de Meij. — Hinterleib mit gelbem Randsaum am zweiten Tergit und einer gelben Medianlinie in der Endhälfte. Thoraxrücken nur hinter der Quer- naht und gelb längsgefleckt. Drittes Fühlerglied oben schwarz- braun. 4. T. decora de Meij. 1. Trojndogasti'ella troinda u. sp. Hendel, Gen. Fiat., Fig. 226—227. Zahlreiche cT 9 aus Formosa, Taihorinsho (leg. H. Saut er), im Ungarischen Nationalmuseum und Deutsch. Ent. Museum. Stirne glänzend schwarz, fast nackt, doppelt so breit wie ein Auge, gerade- und parallelrandig, anderthalbmal so breit wie lang, in der Längsmitte oben mit einem auffallenden Kiel, der oben die Ozellen trägt und etwas über die Stirnmitte nach vorne reicht. Zwischen seinem vorderen Ende und dem Auge liegt jederseits eine große rundliche Kon- kavität, deren Oberrand schärfer abgegrenzt ist und in der Mitte einen gelben Fleck trägt. Ein gelber Punkt jederseits im vordersten Drittel des Stirnaugenrandes, etwas warzenartig konvex. Der Längskiel und der Stirnvorderrand scheinen manchmal rötlich durch. Die Scheitelkante und eine feine Linie am hinteren Augenrande hellgelb. Außer den äußeren Scheitelborsten ist auch noch ein Paar stärker genäherter innerer vorhanden. Der ganze übrige Kopf ist glänzend schwarz, die Backengruben nur mit Seidenglanz. Die Fühler sind an der Wurzel weit von- ^) Vielleicht gehören hieher auch die bei Pterogenia eingereihten Arten zonata Walker und basUutea Walker. 286 Friedrich Hendel. einander getrennt und stehen in den Stirndritteln. Die Fühlergruben sind gerade Rinnen, die divergierend bis zum unteren Kopfrand reichen. Der Klypeus dazwischen ist ein breiter, konvexer Rücken, der aber in der Mitte von einer tiefen Querfurche geteilt wird. Die sehr breiten Wangen haben eine erhabene, schiefe Falte. Fühler länger als das Untergesicht, die zwei ersten Glieder rotbraun, das lineare, an der Spitze abgerundete dritte, schwarzbraun, Arista nackt, an der Wurzel rotgelb. Taster und Praelabrum schwarz. Thorax und Schild glänzend blauschwarz, letzteres mehr violett- schwarz. Die feine Granulation der Oberseite ist vorne am schwächsten, auf dem Schilde am deutlichsten. Letzteres ist an der Spitze eingekerbt. Von leuchtend bein weißer bis hellgelber Farbe ist folgende Zeichnung: die kleine Beule der hinteren Notopleuralborste; je eine Längsstrieme hinter der Naht über der Flügelwurzel, welche sich hinten hakenförmig zur Schildchen Wurzel einbiegt und so die Gestalt der Ziffer 1 erhält; eine Längsmittelstrieme des Thorax in dessen hinterer Hälfte und seitlich davon je ein Punkt fast unmittelbar vor dem Schildchen. Gleichgefärbt ist ein großes Dreieck an den Mesopleuren hinter der Diagonale. Hinterleib glänzend metallisch blau mit violettem Schimmer. Die gelbe Hinterrandsmitte des zweiten und die Längsmitte des dritten Ter- •gits sind zu einem scharfen und hohen Kiele emporgezogen. Außerdem sind auch noch oft die Hinterleibswurzel und immer die etwas erhabene Längsmittellinie der gleichlangen Tergite (cf) vier und fünf gelb. Beim 9 sind die Tergite vier und fünf verdeckt. Behaarung hellbräunlich. Hüften und Beine glänzend pechschwarz oder pechbraun. Knie oft etwas rötlich, schwarz behaart. Füße ganz und gar hellgelb gefärbt und licht behaart. Schienen verbreitert, gebogen, Dorsalrand stark konvex, namentlich an den Vorderschienen. Flügel glashell mit einem kurzen braunschwarzen Kostalstreifen an der Wurzel, der unten durch die Discoidalis begrenzt wird und sich jen- seits der zweiten Basalzelle zu einem noch intensiveren, fast runden Fleck erweitert. Dieser läßt die Spitze der Subkostalzelle frei, erreicht die kleine Querader nicht und dringt nur etwas in die Discalzelle ein. Kleine Querader ziemlich weit vor der Mitte der Discalzelle; erste Hinterrandzelle gerade- und parallelrandig, unter der Flügelspitze ge- legen, da die Cubitalis an dieser mündet. Die Mediastinamündung ist durch ein glashelles Querstrichlein ausgezeichnet und der Stamm der Radialis und Cubitalis beiderseits hell gesäumt. Die Querader der zweiten Basalzelle ist zirka doppelt so lang wie der unten anschließende Quer- abschnitt der Posticalis. Anmerkung: G. Gray beschreibt in Griffiths The Aniraal Kingdom, Class Insect. arrang. by Cuvier, Vol. II, p. 774 (1832) seine Trigonosoma perlampiformis wie folgt: „has the thorax subquadrate, the abdomen triangulär and short, the general colour is brown". Nach dieser Beschreibung ließe sich wohl nichts über Die Arten der Platvstominen. 287 diese Fliege sagen, wenn nicht die Fig. 2 auf Taf. 128 eine Art unserer Gattung mit großer Wahrscheinlichkeit erkennen ließe. Der Genus-Namen ist vergeben, die Art selbst nicht zu deuten. Schüppchen grau, braun gerandet. Schwinger rotgelb. Körper und Flügel 5 mm lang. 2. Tro2>iclogasti'eUa cristiveutris Gerstäcker. Gorgopsis crlstiventris Gerstäcker, Stett. Ent. Zeit., Vol. 21, p. 185, 2 (1860). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 228—230. „Capite thoraceque nigris, flavo-pictis, abdomine violaceo, longi- tudinaliter alte cristato, macula transversa basal! flava: pedibus nigris, tarsis flavis, alis hyalinis, vitta costali ante medium abbreviata fusca. Long. corp. 4'5 mm. — Patria: Amboina (Molukken)." Kopf so breit als der Thorax, von oben gesehen dreimal so breit als lang; Stirne von der Breite der Augen, nach hinten sehr leicht verengt, ihr Vorderrand in schwacher Rundung über den Augen etwas hervor- tretend; das Untergesicht nach unten dreieckig erweitert, die Backen zwischen ihm und den nach außen tiefer herabgezogenen Augen schmal, von der Form eines gleichschenkeligen Dreieckes, übrigens wie bei der vorigen Art auf die Vorderfläche des Kopfes gerückt. Hinterhaupt, Stirn und Untergesicht glänzend schwarz, der Scheitelrand, zwei quere seitliche Flecke in der Mitte der Stirnhöhe, ein halbkreisförmiger Fleck unter der Insertion der Fühler und der auf der Vorder- seite liegende Teil der Backen hellgelb. Fühler lebhaft rostgelb (das dritte Glied fehlt). Rüssel schwarzbraun mit rostgelben Endlippen. Thorax bis zum Schildchen kaum um die Hälfte breiter als lang, vorn ebenfalls rechtwinkelig abgeschnitten, die Schulterblätter aber viel klei- ner als bei Gorg. bucephala, der Rücken mit Einschluß des Schildchens durch sehr dichte und feine, körnige Punktierung matt schwarz, auf dem Schildchen jedoch mit leichtem violetten Schimmer; eine schmale gerade Längsbinde zu jeder Seite von der Quernaht bis zum Hinter- rande des Mesonotums und ein halbkreisförmiger Querfleck vor dem Schildchen hell goldgelb, mit sehr kurzer und feiner, gleichfarbiger Be- haarung. Brust glänzend blauschwarz, die Pleuren mit einem großen, goldgelben Keilfleck. Hinterleib fast doppelt so breit als lang, das zweite Segment seitlich am stärksten erweitert; seine schräg nach oben ge- richtete Vorderseite zum Einlegen des Schildchens dreieckig ausgehöhlt, jedoch so, daß sich hinter diesem Eindruck die Mittellinie keilartig er- hebt. Ein gleicher mittlerer Längskiel, der gegen den Vorderrand hin sich sehr hoch erhebt, ist dem dritten Segmente eigen und setzt sich auch noch, obwohl schwach, auf die beiden letzten Segmente fort. Die Farbe des Hinterleibes ist schön lebhaft violettblau, glänzend, ein querer Fleck am Hinterrande des zweiten Segmentes und die Mittellinie auf den beiden letzten und am Ende des dritten goldgelb. Beine mit Einschluß der 288 Friedrich Hendel. Hüften glänzend pechschwarz, Tarsen hell und rein gelb mit schwarzen Klauen; die ganzen Beine sind merklich derber und kürzer als bei Gorg. bucephala, besonders die Vorder- und Mittelschienen dicker, letztere stärker erweitert. Flügel ganz wasserhell, nur die Basis zwischen der Kosta und den beiden Analzellen bis zum Einschnitte des Vorderrandes tief schwarzbraun, die Flügeladern hier braun, auf der Spitzenhälfte gelb; die Schüppchen düster braun, die Schwinger ganz hellgelb." Ich sah die Type aus dem Berliner Museum und habe dieselbe in den „Genera Platystominarum" abgebildet. Stirne vorne so breit wie ein Auge und querwulstartig gewölbt, in der Mitte mit zwei runden Mulden, die durch einen Längskiel, der bis zum Scheitel hinaufzieht, getrennt werden. Zwei parallele innere Scheitel- borsten in den Dritteln der scharfen Kante und zwei äußere wie normal. Augenrandwinkel, genau neben den Fühlerwurzeln, 120°. Von letzteren laufen, etwas schwächer als die Augenränder nach unten hin diver- gierend, zwei ganz gerade, schmale, aber scharf eingeschnittene Fühler- rinnen fast bis zum Mundrande. Außerhalb dieser Rinnen treten die Wangen ziemlich konvex vor. Am Außenrande derselben verlaufen die Äste der Stirnspalte, die oben von einer Fühlerwurzel zur anderen zieht, ohne eine Lunula freizulassen. Der Klypeus innerhalb der Rinnen hat in der Mitte eine tiefe Querfurche. Oberhalb derselben ist der die Fühler tragende Teil konvex und tritt etwas vor. Die Fühler stehen in den Dritteln der dortigen Gesichtsbreite. Unterhalb der Querfurche springt das Epistom, aber mit konvexer Wölbung, stark vor. Der unterste Mundrand ist, besonders seitlich, leistenartig abgesetzt. Praelabrum niedrig, aber breit, von vorne deutlich sichtbar; nicht mit dem Mundrande verwachsen. Taster vorne sehr breit. Fühler fehlen. Backenseitenrand scharf. Hinterkopf wie normal hinten oben stark ausgehöhlt. 3. Tropidogastrella albofasciata de Meijere. Zygaenula ablofasciata de Meijere, Neue u. bekannt. Süd-asiat. Dipt., Bijdrag. tot de Dierkunde, 17. w. 18. Autl., p. 108, Taf. 8, Fig. 21 (1904). „Aus Betelnußpalmen gezüchtet, Backergunge (Vorder-Indien), einige Exemplare, Indian Museum, Calcutta. Kopf glänzend schwarz, zwischen Scheitel und Hinterkopf ein braungelber Querstreifen und auf der Stirne zwei längliche, braungelbe, dreieckige Fleckchen. Namentlich Stirne und Untergesicht stark glän- zend. Fühler mit braungelben Wurzelgliedern, das dritte Glied lang und schmal, wenigstens oben und am Ende schwarzbraun. Borste ungefiedert. Thorax schwarz, mit einigem Glänze, zu beiden Seiten und in der Mitte mit einem die Quernaht nicht überschreitenden, weißen Längs- streifen. Zu beiden Seiten des Mittelstreifens liegt ein spitzer, drei- eckiger Fleck als Andeutung zweier weiterer Längsstriemen, gerade vor dem Schildchen. — Thoraxseiten glänzend schwarz mit großem, läng- Die Arten der Phitystouiiiieii. 289 licliein, weißem Flecke. Dann findet sich noch ein kleiner ebensolcher gerade vor der Flügel wiirzel. Schildchen und Hinterrücken glänzend schwarz. Hinterleib an der Wurzelhälfte gelblich, die Endhälfte metall- glänzend, violettschwarz, auf der Mitte scharf gekielt. — Beine schAvarz, die Knie etwas bräunlich, die Tarsen gelblichweiß. — Flügel glashell, die Wurzelhälfte dunkelbraun, mit lichteren Kernen in den Zellen. Körperlänge 5 mm, Flügel G mm." In der Tijdschr. v. Entomol., Vol. 54, p. 372, fügt de Meijere hinzu: „Hinterleib nirgends gelb (?), Thorax mit weißer Zeichnung, auch in der vorderen Hälfte jederseits durch eine weiße Längslinie begrenzt; Fühler ganz gelb." 4. Tropidoffastrella decora de Meijere. Tijdschr. v. Entomol., Vol. 54, p. 371 (Zygaemda) (1911). „cS von Java, Tandjong Priok (leg. Jacobson), November, auf der Unterseite der Blätter des Warve-Baumes (Hibiscus ßliaceus Linn.). Stirne glänzend schwarz, mit zwei schiefliegenden schmalen gelben Flecken, welche den Augenrand fast berühren; Scheitel schmal gelb ge- gesäumt. Wurzelglieder der Fühler rötlich, das schmale, verlängerte dritte Glied nur an der Wurzel und am unteren Rande von dieser Farbe, im übrigen schwarzbraun. Borste nackt, schwarzbraun. Untergesicht glänzend schwarz. Rüssel und Taster schwarz, letztere an der Spitze schmal gelb gerandet. Thorax glänzend schwarz, fein punktiert, äußerst kurz anliegend behaart, die Behaarung unmittelbar vor der Quernaht gelblich, im übrigen meistens schwarz. Hinter der Quernaht finden sich fünf gelbe Längstlecke, von welchen der mittelste am breitesten und von längsovaler Gestalt ist, die beiden jederseits des letzteren befind- lichen sind nur halb so lang wie die übrigen. Die beiden äußeren sind striemenartig und erreichen fast die Quernaht. Schildchen schwarz, etwas ins Purpurne ziehend, wie der Thoraxrücken fein und dicht punktiert. l)isweilen am Rnnde mit zwei kleinen gelblichen Fleckchen. Brustseiten glänzend schwarz, mit großen gelben Flecken auf dem Mesopleurum. Oberhalb derselben ein kleines gelbes Fleckchen am Seitenrande des Thoraxrückens. Hinterleib glänzend stahlblau, mit zerstreuter, kurzer, gelber Behaarung; der erste Ring öfters in der Mitte breit gelb, der zweite mit in der Mitte ziemlich breitem gelben Hinterrandsaume, welcher den Seitenrand nicht ganz erreicht: vom Ende des dritten Ringes bis zur S])itze des Hinterleibes eine gelbe Mittelstrieme, welche bisweilen un- vollständig ist. Beine bläulichschwarz, mit gelblichen Tarsen. Flügel größtenteils glashell, die Wurzelhälfte vom Vorderrande bis zur vierten Längsader schwarzbraun; die Bräunung erstreckt sich distal - IQ Abhaiidl d k. k. zool.-botan. Gos. Bd. VIU, lieft 1. 290 Friedrich Hendel. wärts bis zur kleinen Qiierader und zeigt am Ende einen hakenförmigen Fortsatz, welcher die Wurzel der Discoidalzelle einnimmt. Schwinger gelblichweiß. Körper- und Flügellänge 5 mm." 66. Genus Asyntona Osten-Sacken. Bull. Soc. Ent. France, p. 135 (1881). 1. Asyntona tetyroides Walker (Fig. 69). Lamprogaster tetyroides Walker,^) Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 3, p. 112, 126 (1859). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 246—251. Syn. Asyntona Doleschalli Osten-Sacken, Berlin. Ent. Zeitschr., Vol. 26, p. 224, Fig. 7 (1882). — Kertesz, Termesz. Füzetek, Vol. 22, p. 185, 30, Fig. 7 (1899). Syn. Asyntona paradoxa de Meijere, Tijdschr. v. Entomol., Vol. 51, p. 124, Taf. 4, Fig. 4 (1908) und ibid., Vol. 54, p. 373 (1911). Mir liegen zahlreiche Stücke aus Amboina, Neu-Guinea, den Key- und Aru-Inseln, sowie aus Nord-Australien, Kap York, vor. Kopf beim cf verbreitert, aber von wechselnder Breite: etwas breiter als der Thorax bis gut doppelt so breit wie derselbe. Beim 9 ist der Kopf immer noch etwas schmäler als bei den schmalköpfigen cf und auch die Stirne, namentlich vorne, schmäler. Von vorne gesehen sind aber die äußeren Augenränder des 9 abgerundet, beim cf scharf spitz- winkelig. Kopf, Thorax und Schild metallisch glänzend schwarzblau, die Scheitelplatten und die Oberseite der letzteren dicht fein punktiert. Die dunkel rotbraune bis schwarzbraune, gröber punktierte Stirnstrieme ist auf eine schmale Mittelstrieme und einen schmalen Rand der Vorder- stirne beschränkt. Vom hinteren Augenrande zieht an der Seitenkante der Backen eine rotgelbe Strieme zum Mundrande, die bei den breit- köpfigen cS am breitesten und längsten ist und bei den normalköpfigen cf aber vielfach nur auf einen kurzen und schmalen Saum unten am Hinterrande des Auges beschränkt ist. Die ersten zwei Fühlerglieder glänzend blauschwarz, manchmal rötlich durchscheinend; das dritte Glied heller oder dunkler rotbraun, weißlich oder mit gelblichem Stiche tomentiert, matt. Das zweite Fühlerglied hat oben beim 9 ^"^ 296 Friedrich Hendel. 1. Körper metallisch erzgTÜn. Discal-, zweite Basal- und dritte Hinter- randzelle durch zahlreiche mehr oder weniger zusammengeflossene dunkle Flecke marmoriert (Fig. 58). 8. A^. inscripta Speiser. — Körper schwarz. Flügel n i c h t marmoriert, dritte Hinterrandzelle nie dicht gefleckt 2 2. Erste Hinterrandzelle an der Mündung verengt. Kleine Querader weit vor der Mitte der Discalzelle 3 — Erste Hinterrandzelle an der Mündung erweitert. Kleine Queradci- meist deutlich jenseits der Mitte der Discalzelle 4 3. An der Mündung der ersten Hinterrandzelle liegt ein mit dem dunkel- gesäumten Kostalabschnitte paralleler feiner schwarzer Strich, da- vor ein winziger Punkt und darüber in der Unterrandzelle ein kleiner schwarzer Winkelfleck (Fig. 59). 6. A^. puella n. sp. — Obige Flügelzeichnung fehlt. 7. A^. geminata n. sp. 4. Zweite Basalzelle glashell. Queradern stark geucähert, fast über- einander stehend. Dritte und vierte Längsader am Ende außerge- wöhnlich stark auseinander gebogen. 2. iV. ypsilon V. d. Wulp. — Zweite Basalzelle ganz braun oder braun gefleckt. Queradern einan- der nicht auffällig genähert 5 5. Der Posticalisabschnitt der Discalzelle ist so lang wie der vorher- gehende: zweite Basalzelle ganz braun. 1. N. platessa Osten-Sacken. — Der Posticalisabschnitt der Discalzelle ist gut zweimal so lang wie der vorhergehende; zweite Basalzelle glashell mit braunem Kern- fleck (Fig. 72). 3. A^. regina n. sp. G. Beide Queradern einander außerordentlich genähert, nur ein Drittel der hinteren Querader entfernt. Die Querader der Analzelle ist länger als der folgende Abschnitt der Posticalis. 4. A'. contractn n. sp. — Die kleine Querader steht ungefähr oberhalb der Mitte der Discal- zelle. Die Querader der Analzelle ist kürzer als der folgende Ab- schnitt der Posticalis (Fig. 60). 5. A^. puncüfascia Speiser. 1. N^aujyoda 2^lcitessa Osten-Sacken. Noupoda platessa Osten-Sacken, Berl. Ent. Zeitschr., Bd. XXVI, p. 223, Fig. G (1882). Cf 9 ^'"^^ ^1^1^ Philippinen. „Front and face reddish, or yellowish-brown; antennae scapus ))rownish-yellow; third Joint brownish; face shining; on the vertex, on each side of the ocelli, a large, shining square space, with a little pit, or depression below it; the rest of the front opaque. Revived on met sand, the eyes appeared green, with eleven transverse purple stripes. Thorax and abdomen black, shining, microscopically pubescent. Tegulae and halteres yellowish. Legs yellow, bind femora brownish at the root. Die Alton der Platvstominen. 297 Whigs ting-ed with yellowish: proximal half brownish, which color is especially distiiict in tlie first basal cell, from which it extends and be- comes gradiially evanescent, towards the costa, the discal and the third posterior cell. There are faint, small, grayish clonds at the tip of the auxiliary, tirst and second veins and also about the middle of the last section of the 3. and 4. veins. Length, about 4 mm." L. c. p. 221: Front and vertex broad, even, nearly flat; about as broad as each eye; a little narrowed, anteriorly, not swollen above the lunule; the space on each side, between front and lunule, very narrow: profile not projecting-; ocelli near the edge of the vertex. 2 pair of verti- cal bristles; no other cephalic bristles. Arista microscopically pubescent. Thorax broader than long; the lateral transverse sutures are very near the humeri, ending on each side in a feeble longitudinal furrow. — Abdomen short and broad, fmely pubescent, but without bristles; con- sisting apparently only of two segments; the first is transverse and vi- sible on the sides of the scutellum only (das basale Doppelsegment); the second occupies the remainder of the upper side of the abdomen and is nearly as long as it is broad, convex, smooth; under it, the short basal Segment of the ovipositor, with its protruding second segment. In the specimen which I take for the male, the 2. segment seems to be less large, and a third, short segment is distinctly visible under it. Wings: Costa and first vein distinctly hairy; the 3. is glabrous. Auxiliary in close contact, with the first; is ending rather instinct. The first vein ends nearly opposite the posterior crossvein; the 2. soon after it; the bifurcation of second and third takes place about the middle of the length of the wing; anterior crossvein very short; second basal cell unusually broad and long, reaching beyond the middle of the wing; as a consequence, the discal cell is shortened and nearly Square; anal cell cut off Square at the end; alulae large. The wings are not expanded horizon- tally, their distal half being somewhat beut (as in Stegana). 2. Naupoda ypsilon V. d. Wulp. Naupoda ypsilon Van der Wulp, Tijdschr. v. Entomol., Vol. 41, p. 206, PI. X, Fig. 2 (1898). „Glanzig zwart; kop, sprieten en scheuen roodachtig; tarsen bleek- geel; vleugels met twee smalle bruine dwarsbanden, die zieh in de dis- coidal-cell vereenigen. — Lengte 4 mm. De geheele kop, zoomede de sprieten, roodachtig bruin; het voor- hoofd ZOO breed als de oogen, met körte bleekgele beharing; ter weder- zijde van de bijoogen (even als in A^. platessa O.-S.) eeine glanzige vlek, welker voorrand iets ingedrukt is; twee paar verticaal-borsteles. Thorax, schildje en achterlijf glanzig zwart, met nauwelijks merkbaren blauwen gloed; het achterlijf korter dan de thorax; de ringen vrij duidelijk af- gscheiden. Pooten kort, zwart: de scheenen roodachtig; de tarsen bleek 298 Friedrich Hendel. • roodgeel. Vleugels naar verhondiiig groot en breed, gLasachtig met iets bruinachtige tint; twee smalle briiine banden gaan van het midden van den voorrand nit, en vereenigen zieh in de discoidal-cel, onder de middel- dwarsader, die door den tweeden band omzoomd is, van daar zieh voort- zettende als een zoom aan den binnenkant der zeer scheef geplaatste achterdwarsader; eene teeicening, die eenigszins op eene gricksche Y ge- lijkt. Het aderbeloop wijkt in sommige opzichten af van dat van A^. pla- tessa O.-S.; de mediastinaal-cel ofschoon smal, is toch te herkennen; de middelste wortelcel strekt zieh niet tot het midden der vleugellengte uit en is slechts weinig langer dan de onderste wortelcel; de discoidal-cel is niet Vierkant, maar in eene punt tot vrij dicht bij den achterrand uit- gerekt. 2 9 van Tji Bodas, Goenong Gede, 4000 voet, op Jova (Kanne- gieter) in de coli, van de Poll." d. Waux^oda regina n. sp. (Fig. 72). 5 ö' 9 aus Neu-Guinea, Insel Bertrand (leg. Birö), Paumomii, Dilo, Ighiberei (leg. Loria), und N.-Queensland, Townsville (leg. Dodd), im Ungarischen Nationalmuseum, Mus. Civ. Genova und British Museum in London. Stirne am Scheitel noch schmäler als ein Auge, vorne bis auf 2/3 einer Augenbreite verschmälert, etwas länger als oben breit, eben, matt gclbrot, die vorne zugespitzten, bis zur Stirnmitte vorreichenden Scheitel- platten glänzend. Behaarung rot. Zwei Paar Vertikal- und eine deutliche Frontorbitalborste. Bei zwei Stücken sind die Scheitelplatten dunkler braun gerandet. Oberer Hinterkopf schwarzbraun, der ganze übrige Kopf gelbrot, auch die Fühler. Drittes Glied der letzteren manchmal etwas gesättigter. Arista sehr zart pubeszent. Die Quermulde des Klypeus stark glänzend. Mundrand im Profile vorstehend, etwas hinaufgezogen; Praelabrum daher gut sichtbar. Rüssel meist schwärzlich, Taster rot mit schwarzem Spitzenrande, bei dem einzigen cf rotgelb. Augenränder der Wangen fein weißlich gesäumt. Thorax und Schild glänzend blauschwarz, schwarz behaart. Humeralcallus oben und unten gelb gerandet. Rücken deutlicher das Schildchen fein punktiert. In der Linie der Dorsozentralborsten zwei eingepreßte Längslinien. Hinterleib in der Wurzelhälfte beim ö" metallisch schwarzviolett, dann orangegelb, hinten gelb behaart; drittes Tergit so lange wie das vierte und fünfte zusammengenommen. Beim 9 ist der ganze Hinter- leibsrücken und der Ovipositor glänzend violett; vor letzterem ist nur das dritte Tergit sichtbar. Behaarung gelblich schimmernd. Bauclibinde- haut rotgelb. Hüften und Schenkel violettschwarz, Schienen und Füße rot- gelb. Schienen vor der Mitte mit einem mehr oder weniger deutlichen Die Arten der Platystominen. 299 braunen Ring. Selten sind die Vorderschenkel auch in größerer Aus- delinung rot. Flügelwurzel braun. So die Kostalzelle vor der Querader und zwei Flecke jenseits derselben; der darunterliegende Teil der ersten Basalzelle; ein meist in zwei Flecke aufgelöster Längsstreifen der zweiten Basalzelle, der in der Mitte der Zelle oben und unten die begrenzenden Längsadern berührt, das Zellenende aber, parallel mit der braun ge- säumten Querader, glashell läßt. Braun sind ferner noch ein Mittelfleck in der Analzelle, eine aus der Subkostalzellenwurzel über die Radialis- gabel bis in die Discalzelle ziehende Querbinde, die oben sehr intensiv, unten viel schmäler und heller ist und vor der kleinen Querader liegt: drei tiefbraune Funkte untereinander: vor der Radialismündung und je in der Mitte der letzten Abschnitte der dritten und vierten Längsader. Von der Subkostamündung zieht eine aus rostbraunen Flecken gebildete, gewundene Querbinde bis zur Posticalismündung. Gegen die Flügel- spitze hin sind diese Flecke in gelben Wolken ausgewischt. Kleine Quer- ader etwas vor der Mitte der Discalzelle. Erste Hinterrandzelle am Ende merklich erweitert. Hintere Querader wie bei contracta beschrieben. Die Querader der zweiten Basalzelle ist so lange wie der sich unten an- schließende Querabschnitt der Posticalis. Dieser ist ebenfalls braun ge- säumt und in seiner Mitte mit dem braunen Punkte, der ihm gegenüber in der dritten Hinterrandzelle liegt, verbunden. Schüppchen graubraun, Schwingerkopf braun. Körper und Flügel 45 mm lang. 4. Kaupoda contracta n. sp. 3 cf 9 aus Formosa, Kosempo und Fuhosho (leg. Saut er), im Ungarischen Nationalmuseum. Stirne am Scheitel ungefähr so breit wie ein Auge, vorne 2/3 so breit, etwas länger als oben breit, eben, schwarzbraun; Behaarung rot. In der Mitte mit einer gelben, unterbrochenen und etwas erhabenen Quer- binde, die am Augenrande verbreitert ist und sich dort nach oben hin bis zur gelben Scheitelkante hinzieht. Auch der Stirnvorderrand ist gelb. Nur die Scheitelplatten glänzen. Lunula, Untergesicht und unterer Hinterkopf sowie Praelabrum und Taster bräunlich-rotgelb. Die Kon- kavität des Klypeus ist glänzend schwarzbraun. Fühlergruben weißlich bereift. Augenränder der Wangen silberweiß. Fühler etwas gesättigter gefärbt, bräunliclu-ot. Arista deutlich kurz und fein behaart. Untergesicht im Profile fast lotrecht, Mundrand nur sehr wenig vortretend, unten ziemlich gerade, Praelabrum daher nur mäßig vorstehend. Zwei Paar Scheitelborsten und je zwei deutliche, wenn auch feine Frontorbital- borsten. Thorax und Hinterleib glänzend pechschwarz, nur zart punktiert, dunkel behaart. Die Behaarung schimmert dunkelrot, am Abdomen noch 300 Friedrich Hendel. heller. Bindehaut des letzteren schwarz. Die Tergite drei bis fünf in nach hinten etwas abnehmender Länge sichtbar. Vorderhiiften und Vorderschenkel, alle Schienen und die breiten Spitzen der vier hinteren Schenkel gelbrot: Füße heller gelb, letztes Glied braun. Flügel bräunlichgelb tingiert. Die Wurzel und ein Fleck in der Mitte der Kostalzelle, die darunter liegenden Basalteile der Marginal- und Basalzelle, die ganze zweite Basal- und die Discalzelle mit Ausnahme eines kleinen Teiles unterhalb der kleinen Querader zusammenhängend braun gefärbt. Aus der Wurzel der Subkostalzelle führt eine fleckige Querbinde über die Radialisgabel in die Discalzelle. Unter der Mündung der Subkosta liegt in der Submarginalzelle ein verwaschener kleiner gelb- brauner Fleck. Die kleine Querader ist der hinteren stark genähert und liegt über dem letzten Viertel der Discalzelle. Die Discoidalis divergiert gegen die Mündung hin stark gegen die Cubitalis, so daß die erste Hinterrandzelle am Ende stark verbreitert ist. Die hintere Querader bildet mit der Posticalis einen spitzen Winkel, ist schief und etwas wellig gebogen und länger als die Querader der 2. Basalzelle; letztere Querader wieder ist doppelt so lang wie der sich anschließende Querabschnitt der Posticalis. Schüppchen graulich, Schwinger rotbraun. Körper und Flügel 45 — 5 mm lang. 5. J^aupoda jnmctifascia Speiser (Fig. 60). Naupoda punctifascia Speiser, Jahrb. Nassau. Ver. f. Naturk., Wiesbaden, Vol. 64, p. 257 (1911). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 244. 2 0^9 ausW.-Afrika, Ashanti, Obuasi (leg. Dr. Grab am, VI.— VIII.), im British Museum in London. — Speiser zitiert die Art aus Deutsch- Ostafrika und Kamerun. Stirne am Scheitel fast so breit wie ein Auge, nach vorne hin merk- lich verschmälert und dort ^j^ eines Auges breit, nicht viel länger als oben breit; schwarzbraun, nur an den Scheitelplatten glänzend, in der Mitte mit einer unterbrochenen gelben Querbinde; Vorderrand der Stirne rot, Scheitelkante schmal gelb. Behaarung in gewisser Richtung gelb schimmernd. Zwei Paar Scheitelborsten und eine Frontorbitalborste vorhanden. Lunula und Fühler rotbraun, Arista der ganzen Länge nach deutlich kurz behaart. Untergesicht schwärzlich rotbraun, unter den Fühlern weißlich bereift. Hinterkopf schwarz, die Augenränder des- selben und die der Wangen fein weiß eingefaßt. Thorax und Hinterleib glänzend bläulichschwarz, nicht ganz glatt, sondern fein punktartig chagriniert, mit dunkler Behaarung, die in be- stimmter Richtung rotbraun schimmert, dicht bedeckt. Die Schildchen- spitze schließt sich dem H'nterrande des hohlen zweiten Tergits dicht an. Die Arten der Flatystomineii. 301 Beim 9 sind nur die langen und fast gleichen Tergite drei und vier vor dem Ovipositor sichtbar, beim cf auch noch ein schmaler Saum des fünften. Hüften und Beine pechschwarz, Füße weißlichgelb. Die vier hinteren Schienen von der Wurzel her bis über die Mitte rotbraun. Flügelwurzel mit Ausnahme der Analzelle und der Spitze der Kostalzelle dunkelbraun. Das Braun setzt sich noch als kurzer Wisch über die zweite Basalzelle hinaus fort. Von der Wurzelhälfte der Sub- kostalzelle zieht sich eine schiefe, aber fast gerade Querbinde, die nach unten hin heller wird, über beide Queradern zur Posticalismündung. Unter der Subkostamündung liegt ein kurzes braunes Querstrichlein, das die Radialis etwas überschreitet. Endlich durchquert der Schatten einer schmalen Querbinde die helle Flügelspitze; deutlicher sind darin nur Punkte an der Radialismündung und ungefähr in den Mitten der letzten Abschnitte der dritten und vierten Längsader zu sehen. Die hellen Flügelteile sind etwas rauchbraun tingiert. Die etwas erweiterte Mündung der ersten Hinterrandzelle liegt fast genau an der Flügelspitze, die kleine Querader ungefähr über der Mitte der Discalzelle. Die hintere Querader ist kürzer als die Querader der zweiten Basalzelle, diese etwas länger als der unten anschließende Teil der Posticalis. Schüppchen grau, Schwingerkopf dunkelbraun. Körper 3 mm, Flügel 4 mm lang. 6. Naiipoda pneUa n. sp. (Fig. 59) 1 cT aus W.-Afrika, Ashanti, Obuasi (leg. Dr. Graham, VI.), im British Museum in London. Stirne in der Breite wie bei pimctifascia, aber wie der ganze Koiif hell rotgelb. Die Scheitelplatten heben sich durch stärkeren Glanz ab. Zwei Paar Scheitelborsten und eine kleine Frontorbitalborste. Der obere Hinterkopf ist hier besonders stark ausgehöhlt, die Backen treten plötz- lich hinter den Augen hervor, das Epistom steht erheblich weiter vor als die Fühlerwurzeln, fast schnauzenartig, der Mundrand ist etwas in die Höhe gezogen und umschließt das deutlich vorstehende, relativ große Praelabrum. — Bei pimctifascia ist das Profil des Untergesichtes fast gerade und lotrecht, nur etwas konkav, der Mundrand unten gerade, vom Praelabrum ist nichts zu sehen. — Die Arista ist nur sehr fein pubeszent. Der Thöraxrücken ist hier besonders breit. Der ganze Leib ist pechschwarz, nur fein und zart ])unktiert, stark glänzend. Die dunkle Behaarung hat einen bräunlichen Schimmer. Hüften und Schenkel pechbraun. Schienen und Füße gelb. Die Vorderschienen sind an der Wurzel breiter, die vier hinteren nur schmal gebräunt. Die Hinterschienen sind an der äußersten Spitze braun. 302 Friedrich Hendel. Flüg-elwurzel, d. i. die Kostalzelle mit Ausnahme ihrer Spitze, der darunterliegende Teil der Marginalzelle und der ersten Basalzelle sowie die ganze zweite Basalzelle hellbraun, etwas wolkig. Eine schmale, am Flügelvorderrande intensiv braune Querbinde zieht aus der Sub- kostalzellenbasis schief über die kleine Querader, gabelt sich unter der- selben und wird verschwommen. Der innere Gabelast ist sehr kurz, der äußere geht bis zur Mündung der Posticalis. In der Flügelspitze, gleich jenseits der hinteren Querader liegen in allen Zellen von vorne bis hinten braungelbe Querstriche oder Punkte übereinander, welche spitzenwärts hin schweifartig ausgewischt sind. In der Marginal- und Submarginal- zelle sind je ein Querstrich, in der ersten und zweiten Hinterrand- zelle je zwei Punkte. Vor den ausgewischten Querstrichen der beiden Marginalzellen sieht man auch noch je einen nicht verwischten. Der Kostalrand zwischen der zweiten und vierten Längsader ist schmal dunkelbraun gesäumt. Damit ist in der äußersten Spitze der Submarginal- zelle ein sehr kleiner, der Cubitalis anliegender schwarzer Bogenstrich verbunden. Unter diesem liegt in der Mündung der ersten Hinterrand- zelle ein schwarzer Punkt und weiter außen ein schwarzer Querstrich, parallel der Kosta. Die erste Hinterrandzelle ist am Ende auffällig verengt. Die kleine Querader steht ungefähr über dem ersten Drittel der Discalzelle. Schüppchen graulich, Schwinger hellbraun. Körper 3"5 mm, Flügel 4 mm lang. 7. Waupoda geminata n. sp. 1 9 aiis Kamerun (Dr. Preuß), in der Sammlung B. Lichtwardt in Berlin. Gleicht bis auf die Flügelzeichnung und Aderung ganz der" puella und ist vielleicht das 9 dazu. Die Querflecke der Zellen in der Flügel- spitze sind aber spitzenwärts nicht in Schweife ausgewischt, die Zeich- nung der äußersten Flügelspitze fehlt ganz und nur an der Mündung der zweiten und dritten Längsader sind schwache Schattenflecke zu sehen. Die erste Hinterrandzelle ist gegen die Mündung hin nur sehr wenig und nicht auffällig verengt. Körper und Flügel 4 mm lang. 8. Wauj^oda inscripta Speiser (Fig. 58). Naupoda inscripta Speiser, Sjöstedts Kilim.-Meru-Exped., 10 (5), p. 17C (1910V — Hendel, Gen. Plat., Fig. 281. C? 9 ^^is Natal, Verulam (Juni leg. Marshall), im British Museum und aus Durban, Süd- Afrika (leg. F. Muir), im zool. Museum Cambridge. — Ost- Afrika (Speiser). Die Arten der Platystominen. 303 Kopf orangerot bis rotbraun. Stirne am Scheitel schmäler als ein Auge, vorne merklich verschmälert, nur 2/3 eines Auges breit, zirka 172^^3.1 so lang wie am Scheitel breit; matt, der schmale Augenrand und die breiten Scheitelplatten, die bis zu den gelbweißen, punktartigen Höckerchen an der Mitte des Augenrandes vorreichen, glänzend. Be- haarung rötlich. Zwei Paar Scheitelborsten und je eine schwache, weit hinaufgerückte Frontorbitalborste vorhanden. Untergesicht glänzend, in den Fühlergruben weiß bereift. Fühler rotgelb, drittes Glied am Ober- rande gebräunt. Arista der ganzen Länge nach fein behaart, die Fieder- breite kommt zirka der halben Breite des dritten Fühlergliedes gleich. Praelabrum, Rüssel und Taster von gleicher Farbe wie der Kopf. Oberer Hinterkopf mit Ausnahme des Cerebrales dunkelbraun. Thorax und Hinterleib glänzend dunkel blaugrün, letzterer etwas lebhafter gefärbt; beide dicht granuliert, dunkel behaart, die Haare schimmern rotbraun. Humeralcallus unten rotgelb gerandet. Pleuren pechschwarz, weniger metallisch glänzend. Beim cf sind das vierte und fünfte Tergit von gleicher Länge, beide zusammen zirka 2/3 des dritten lang; beim 9 reicht dieses bis an den Ovipositor heran. Das Schild paßt genau in die scharf begrenzte Konkavität des basalen Doppelsegmentes des Abdomens. Hüften und Schenkel dunkel gelbbraun, auf der Oberseite, nament- lich anterodorsal der Länge nach heller gefärbt. Schienen bräunlichg-elb, mit zwei dunklen Ringen, von Avelchen aber nur der vor dem Enddrittel deutlich abgegrenzt ist. Füße hellgelb. Vorderste Ferse in der Mitte braun. Endglied des Vorderfußes etwas verdunkelt. Flügel schwach bräunlich tingiert, an der Wurzel braun. Doch ist nur die erste Basalzelle einfach braun, die Kostal- und die zweite Basal- zelle sind hell gefleckt, die letztere in scheinbar unregelmäßiger Anlage. Die um die braune Wurzel sich herumgruppierenden Zellen sind durch braune Flecke, die mehr oder weniger zusammenfließen, marmoriert ge- zeichnet. Charakteristisch ist eine Längsreihe von vier Flecken, parallel dem Hinterrande in der dritten Hinterrandzelle. Sehr dunkel ist eine kurze schiefe Querbinde von der Mediastinamündung zur Radialisgabel. Flügelspitze nur spärlich und verwaschen gefleckt. Kleine Querader un- gefähr auf der Mitte der Discalzelle. Hintere Querader gerade, auf der Posticalis senkrecht stehend, kürzer als die Querader der zweiten Basal- zelle, die ihrerseits so lang wie der unten sich anschließende Querab- schnitt der Posticalis ist. Erste Hinterrandzelle am Ende stark erweitert. Die Cubitalis mündet viel weiter oberhalb der Flügelspitze als die Dis- coidalis unterhalb derselben. Schwinger braun, Schüppchen bräunlichgrau. Körper und Flügel 3—4 mm lang. •"04 Friedrich Ileudel. 69. Genus Pterogenia Bigot. Revue et Magas. d. Zool., p. 309 (1859). Tabelle der Arten. ^; Schildchen entweder gelb gerandet oder doch mit zwei gelben Linien an den Seiten 9 — Schildchen einfarbig rot bis schwarz 1 1. Thorax ganz einfarbig schwarz 2 — Thorax mit gelben und grauen Längsstriemen, mindestens mit einer solchen längs der Notopleuralnaht G 2. Die durch die Spitze der Subkostalzelle gehende braune Fltigelquer- binde ist breit und in der Gegend der kleinen Querader mit der durch die Discalzellenmitte laufenden breiten Mittelquerbinde dep; Flügels verbunden 3 — Obige Flügelquerbinde ist sehmal, von der Mittelquerbinde isoliert und meist nur kurz 4 3. Der braune Saum längs der hinteren Querader liegt vor der durch das Radialisende gehenden Flügelquerbinde und bleibt isoliert. Flügelwurzel gelb. Arista kurz gefiedert. 5. P. (jlabrella n. sp. — Der braune Saum der hinteren Querader ist ein Teil der durch das Radialisende gehenden Flügelquerbinde. Flügelwurzel schwarz- braun. Arista sehr lang gefiedert. 4. P. fuliginosa n. sp. 4. Rücken und Schild schwarz behaart; Kostalzelle vorherrschend dunkelbraun 5 — Rücken und Schild gelbschimmernd behaart. Kostalzelle fast ganz glashell. Arista lang gefiedert. 2. P. mveitarsis Bigot. 5. Arista nur behaart. Der braune Saum der hinteren Querader ist isoliert und liegt in der Verlängerung des Querstriemchens unter der Subkostamündung. Die Querbinde durch das Radialisende liegt weiter spitzenwärts davon. 3. P. luctuosa n. sp. — Arista lang gefiedert. Die Querbinde durch das Radialisende läuft auch über die hintere Querader (Fig. 47). 1. P. singularis Bigot. 6. Thorax und Schild glänzend schwarz, nur mit einer gelben Seiten- strieme von der Schulter bis zur Flügelwurzel. Hintere Querader deutlich braun gesäumt (Fig. 48). 6. P. hologasfer n. sp. — Der Thoraxrücken hat außerdem zwei bis fünf graue und gelbe Längs- striemen. Hintere Querader nicht braun gesäumt 7 7. Analzelle vorne bauchig begrenzt. Flügel ohne deutliche Querbinden, am Vorderrande in der Wurzelhälfte gelb, in der Spitzenhälfte ver- ^) Ich habe in dieselben nur die mir bekannton Arten aufgenommen. Die Be- sclircibung der anderen folgt anhangsweise, Nr. 15 — 27. Die Arten der Platystoininen. ^^^ waschen braiinfleckig. Um die kleine Qiierader ein brauner Fleck. Rücken nur noch mit zwei gelben Scitenstriemen hinter der Naht. 9. P. dayak Bigot. — Analzelle vorne gerade begrenzt. Flügel mit deutlichen Querbinden. Thoraxrücken mit drei grauen Striemen vor und fünf grauen und gelben Längsstriemen hinter der Quernaht ^ 8. Stirne und Rücken schwarz behaart; Untevgesicht und unterer Hinter- kopf schwarzbraun. 8. P. nubecida n. sp. — Stirne und Rücken goldig behaart; Untergesicht und unterer Hinter- kopf rot behaart (Fig. 49). 7. P. latencia n. sp. 9. Flügel nur mit einem dunkelbraunen Kostalsaum jenseits der Kostal- zelle. Hinterrand des zweiten Abdominaltergits in einen spitzen Keil ausgezogen. 14. F. albovittata Rond. — Flügel mit Fleckenquerljinden; zweites Tergit nicht spitz gekielt 10 10. Stirne schmal, erheblich nach vorne hin verengt. Arista lang ge- fiedert. Die Querbinde durch das Radialisende bedeckt auch die hintere Querader (Fig. 54). 10. P. pectoralis n. sp. — Stirne breiter, vorne nicht verengt. Arista behaart oder kurz ge- fiedert. Der braune Saum der hinteren Querader ist isoliert und liegt weiter wurzelwärts von oben genannter Querbinde ... 11 n. An den vier Vorderfüßen sind die drei letzten Glieder dunkelbraun. Mundrand rotgelb. Discalzelle vor der hinteren Querader mit zwei braunen Flecken. Schild und Thorax vorherrschend rotgelb . 12 — An den vier Vorderfüßen sind die vier letzten Glieder dunkelbraun. Mundrand breit schwarzbraun. Discalzelle vor der hinteren Quer- ader glashell, ungefleckt. 11. P. glabrina n. sp. 12. Lunula schwarzbraun. Der braune Fleck des Gesichtskieles liegt in einer Geraden mit den zwei braunen Flecken am Unterrande der Fühlergruben. Auf den Pleuren fließen die zwei gelben Längs- striemen hinten breit zusammen (Fig. 51). 12. P. eurysterna n. sp. — Lunula gelb. Der braune Fleck des Gesichtskieles liegt höher als die zwei Flecke unten an den Fühlergruben. Die zwei gelben Längsstriemen der Pleuren bleiben voneinander getrennt. 13. P. ruficrus n. sp. 1. Pterof/enia sinf/ularis Bigot^) (Fig. 47). Pterogenia singularis Bigot. Revue et Mag. Zool., 2. Ser., Tom. 11, p. Slf), PI. 11, Fig. 2 a— c (1859). — Hendel, Gen. Fiat., Fig. 235—237. Typen Bigots aus der Koll. G. H. Verrall von Celebes. 1 cf von der Molukkeninsel Amboina von Dole schall, im Wiener Hofmuseum. ^) Eine genauere Beschreibung der plastischen Merkmale dieser Art als Type der Bigotschen Gattung Pterogenia findet man in den Genera Platystominarum. Abhandl. d. k. k zool.-botan Ges. lid.VHl, Heft 1. '^^ 306 Friedlich Hendel. . Stirne bei d" und 9 viel breiter als ein Auge, bei manchen cf aber breiter als die doppelte Aiigenbreite, parallel- und geradrandig, fein hellbraun behaart; der gelbe Stirnvorderrand ist etwas wulstig; bei manchen cj" sieht man in der Vorderhälfte der Stirne deutliche Längs- falten. Strieme mattbraun, Scheitelplattengegend glänzend schwarz. Scheitelkante und eine in der Mitte unterbrochene Querbinde der Stirne gelb. Nur das innere Scheitelborstenpaar vorhanden. Oberer Hinterkopf schwarz. Der schmale Augenrand und der ganze untere Hinterkopf gelb. Über die Lunula, die Gegend der Fühlerwurzeln und die Wangen zieht von einem Auge zum anderen eine ziemlich breite matte schwarz- braune Binde. Darunter sind die Wangen und der Klypeus mit den Fühlergruben gelb. Die Grenze zum oben gelben Epistom jedoch und seitlich anschließend der Grenzrand der Backenflügel oder manchmal auch die ganzen Backen schwarz. Beim cf sind die Backen seitlich mehr oder weniger stark flügelartig verbreitert und nach vorne ge- bogen, so daß die Backengruben in einer nach vorne gerichteten Kon- kavität liegen. — Fühler an der Wurzel dunkelbraun. Die Spitze des zweiten und das ganze dritte Glied rotgelb. Arista sehr lang gefiedert. Taster meist dunkelbraun. Thorax, Schild und Hinterleib glänzend schwarz. Die vier ersteren zwei oben fein punktiert und ganz schwarz behaart. Der ganze Schild- rand beborstet. Hinterrand des zweiten bis vierten Tergits schmal gelb gerandet. Hinterleibswurzel manchmal rötlich. Behaarung schwarz. Mitte des zweiten Tergits hinten nur etwas zipfelig. Beim cf ist das vierte Tergit länger als die Hälfte des dritten, beim 9 gar nicht sichtbar, sondern vom dritten verdeckt. Hüften und Beine pechbraun; Schienen von der Wurzel her zum größten Teile rotbraun, besonders hell die hintersten zwei. Vorderbeine dicht zottig und ziemlich lang schwarz behaart. Füße weißlich gelb, hellschimmernd behaart, am Ende schwärzlich. Flügel groß und auch breit. An der Flügelzeichnung ist charakte- ristisch, daß die Wurzelhälfte des Flügels vorherrschend schwarz- braun ist. In der Kostal-, den zwei Basalzellen und der Analzelle sieht man nur kleinere, hellere Fenster als das Braun dazwischen beträgt, von ockeriger Farbe. In der Kostalzelle jenseits der Wurzelquerader zwei schiefe, helle gelbliche Flecke, von welchen der äußere einen Teil einer hellen Querbinde bildet, welche das Braun der Flügelwurzel außen um- gibt. Unmittelbar daran schließt sich nach außen die große dunkle Mittelquerbinde des Flügels, die unten bis zur Discoidalis hinauf in zwei divergierende Äste gespalten ist. Der äußere, längere Ast geht fast geradlinig über die kleine Quer- ader und etwas jenseits der Mitte der Discalzelle zum Flügelliinterrand; Die Arten der Platystominen. 'J^* der innere, kürzere Ast löst sich gleich in Flecken auf. Kleine, etwas lichtere Fenster findet man in dieser Querbinde in der Subkostal- und Marginalzelle nicht immer deutlich. Weiter spitzenwärts zieht eine schmale, hellbraune Querbinde von der Subkostamimdung bis zur Mitte der ersten Hinterrandzelle nach abwärts. Eine breitere und namentlich unten intensiver gefärbte braune, fast gerade und gleichbreite Quer- binde durchzieht über die hintere Querader den ganzen Flügel. Die vorige Querbinde und der oberhalb der Discoidalis gelegene Teil dieser Querbinde sind ebenso wie die in der Flügelspitze liegenden fünf kleinen braunen und fast gleichgroßen Flecke manchmal verwaschen. Die fünf Flecken bilden zwei Querreihen, die erste mit drei, die zweite mit zwei Flecken. In der ersten Reihe liegt der oberste Fleck unter der Radialis- mündung, der unterste, längste in der Mitte der zweiten Hinterrandzclle. Die kleine Querader liegt deutlich vor der Mitte der Discalzelle. Das Ende der ersten Hinterrandzelle ist ungefähr parallelrandig. Die Querader der hinteren Basalzelle ist deutlich länger als der sich unten anschließende Abschnitt der Posticalis. Schüppchen gelblichweiß, Schwinger braungelb. Körper und Flügel 7 mm lang. 2. JPterogenia niveitarsis Bigot. Agastrodes niveitarsis Bigot, Revue et Mag. de ZooL, Vol. 11, p. 312 (1859). Elachigaster albitarsis Rondani, Ann. Mus. Genov., Vol. 7, p. 432 (1875). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 241—243. 9 aus Ceylon und Borneo. Ich hatte die Typen Bigqts und Ron- danis vor mir. Stirne so breit wie ein Auge, erheblich länger als breit, parallel- und geradrandig. Der Vorderrand der Stirne und die in der Mitte unter- brochene Querbinde sind glänzend gelb und treten über die schwarz- braune Stirnstrieme wulstig erhaben vor. Scheitelkante und Ozellen- dreieck gelb, die Gegend der Scheitelplatten aber glänzend schwarz und etwas längsfaltig. Die kurze Behaarung der Stirne. ist scliAvarz. Von Kopfborsten sind nur innere Scheitelborsten vorhanden. Hinterkopf glänzend schwarz, ein schmaler Rand hinten an den Augen und ein breiter am unteren Hinterkopfe hinter den Backen gelb. Lunula, die Waagen und Backengruben rotbraun, glänzend; die letzteren zwei fein, aber tief quergerunzelt. Wangen zirka Vs des glänzend schwarzen Klypeus breit. Fühlergruben dicht weiß bereift, nicht durch eine auf- ragende Längsleiste getrennt, sondern in eine große Konkavität des Untergesichtes vereint. Epistomseiten manchmal rot. Fühler rotbraun. Arista lang gefiedert, Fiederfläche breiter als die doppelte Breite des dritten Fühlergliedes. Praelabrum versteckt. Taster rotbraun, am Ende noch dunkler. 20* 308 Friedric-li Hendel. Thorax, Schild und Hinterleib glänzend schwarz, oben hell gelb- schimmernd behaart; die ersteren zwei nur zart und fein, zerstreut punktiert. Schild am Rande rund herum beborstet. Pleuren schwarz und dunkelrot behaart. Hinterleib mit drei sichtbaren Segmenten. Hinter dem dritten Tergit (9), das länger als die Hälfte des Abdomens ist, folgt das fast konische erste Glied des Ovipositors. Hinterrandsmitte des zweiten Tergites etwas zipfelig, aber nicht kielartig gestaltet. Hüften und Beine pechschwarz, teilweise rotbraun. Füße weißlich- gelb, mit weißschimmernden Härchen bedeckt, an den Enden braun. Flügel mit folgender Zeichnung. Subkostalzelle braun. Unten schließt sich daran die breite Mittelquerbinde des Flügels, welche über die kleine Querader fast bis zum Flügelhinterrande geht, unten aber bis in die Discalzelle hinein gegabelt wird. Der hintere der beiden Gabel- arme kurz und oft undeutlich. Weiter spitzenwärts liegen außerdem drei schmälere Querbinden. Eine von der Subkostamündung über die hintere Querader, die zweite, ebenfalls fast durchgehende etwas hinter der Mitte der ersten Hinterrandzelle und die kurze dritte, ein Striem- chen unter der Radialismündung. Diese drei schmalen Querbinden sind meist in Flecke aufgelöst. Kostalzelle ungefleckt, fast glashell. Ein größerer brauner Längsfleck liegt an der Grenzader der ersten und zweiten Basalzelle; eine Reihe kleinerer, undeutlicher Flecke an der Längsfalte der dritten Hinterrandzelle. Erste Hinterrandzelle am Ende etwas erweitert, die sie begrenzenden Längsadern sanft wellig geschwun- gen. Kleine Querader etwas jenseits der Mitte der Discalzelle. Radialis- mündung näher der Flügelspitze als der hinteren Querader. Die Quer- ader der zweiten Basalzelle ist länger als der unten anschließende kurze Abschnitt der Posticalis. Schüppchen gelblichweiß, Schwinger rot. Körper 6 mm, Flügel über 5 mm lang. 3, Pterofjenia luctuosa n. sp. 1 cf aus Formosa, Kosempo (leg. H. Sauter), im Deutsch. Ent. Nat. Museum. Durch folgendes von P. nlreltarsis Bigot verschieden. Die Arista ist nur behaart, die Fiederfläche kommt nur ungefähr der halben Breite des dritten Fühlergliedes gleich. Wangen und die Backengruben größten- teils rotgelb. Nur der Augenrand des Hinterkopfes schmal gelb, der untere Hinterkopf ganz glänzend schwarz, ohne die lotrechte gelbe Strieme. Die Stirne ist kürzer, aber immer noch länger als breit. Thorax, Schild und Hinterleib schwarz behaart. Mesopleuren unten vorne mit einem rotbraunen Längsstriemchen. Hinterleib glän- zend blauschwarz, am Hinter rande des dritten und des vierten Tergits schmal gelb gesäumt; die gelben Säume in der Mitte etwas erweitert. Die Arten der Platystominen. '^"^ Das vierte Tergit (cS) ist Vs des dritten lang. Hinterrand des zweiten Tergits in der Mitte mit einem Zipfel. Fünftes schmal sichtbar. Alle Schienen, besonders aber die vier hinteren sind in der Mitte deutlich rot. Am Flügel ist die Quorbinde über die hintere Querader in der ersten Hinterrandzelle unterbrochen. Zu den Querbinden der Z. nivei- tarsis kommen noch ein Fleck an der Discoidalis vor deren Mündung und drei braune Flecke, welche fast die ganze Kostalzelle ausfüllen. Kleine Querader auf der Mitte der Discalzelle. Die Querader der zweiten Basal- zelle ist kürzer als der sich unten anschließende Abschnitt der Posticalis. Schüppchen grau, schwarzbraun gerandet; Schwingerkopf braun. Körper Go mm, Flügel G mm lang. 4. I^et'ogenia fuliginosa n. sp. 1 9 aus Neu-Guinea, Moroka, 1300 m (leg. Loria, VII— XL), im Museum in Genua. Stirne etwas breiter als ein Auge, deutlich länger als breit, gerade- und parallelrandig, fein und kurz hellgelb behaart; Strieme matt schwarzbraun, an den Scheitelplatten glänzend und etwas faltig. Die Scheitelkante und der hintere Augenrand hellgelb, die in der Mitte unterbrochene Querbinde der Stirne braungelb. Vorderstirne, Wangen und das ganze Untergesicht rötlich schwarzbraun, wachsglänzend. Zwischen Fühlerwurzeln und Auge ein breiter samtartig matter Fleck, der oben und unten weißschimmernd begrenzt wird. Die unteren Wangen und die ganzen Backengruben runzelig. Fühlergruben weiß bestäubt. Ge- sichtsform wie bei P. singulans Big. Wangen von mittlerer Breite. Fühlergruben in eine Konkavität vereinigt. Hinterkopf ganz schwarz. Fühler und Taster schwärzlich rotbraun. Arista sehr lang gefiedert. Thorax, Hinterleib und Beine wie bei F. sinyiilaris Big. Beim 9 ist aber das vierte Tergit schmal sichtbar. Die Behaarung des Hinterleibes ist rotbraun, die gelben Säume sind nur sehr schmal und die Wurzel ist ganz schwarz. Bei P. singuhnis Big. sind die letzten zwei, hier die letzten drei Tarsenglieder schwarz. Flügel mit ausgebreiteter, tief dunkelbrauner Zeichnung. In der Kostal-, zweiten Basal- und Analzelle sind die Wurzel und Spitze hell, die Mitte dunkelbraun. Die breite Mittelquerbinde des Flügels, die von der Wurzelhälfte der Subkostalzelle ausgeht, ist hinten bis zur Posticalis gespalten, beide Aste erreichen aber den Flügelhinterrand. Die äußere Grenze dieser Binde geht über die kleine Querader, die innere liegt etwas jenseits der dunkel gesäumten Queradern der Wurzelzellen und verschwimmt am Hinterrande mit dem helleren Braun der Axillarzelle und der Alula. Jenseits der Analis sieht man darin drei, diesseits der- selben zwei helle, isolierte Flecke. Die schmälere Querbinde, die an 310 Friedrich Hendel, der Mündung der Subkosta beginnt, vereinigt sich mit der Mittelquer- binde des Flügels unmittelbar an der kleinen Querader. Eine im Mittel damit gleichbreite durchgehende Querbinde zieht über die hintere Quer- ader. Sie ist am Vorderrande breiter, füllt fast die Spitze der Marginal- zelle aus, wird unter der Cubitalis schmäler und macht oberhalb der hinteren Querader eine kleine Stufe. An dieser Stelle ist mit ihr ein durch die Mitte der zweiten Hinterrandzelle gehender Querstreifen ver- bunden, so daß man die Querbinde unten gegabelt nennen könnte. Der kleine Querstrich unter der Radialismündung ist auf einem Flügel iso- liert, auf dem anderen mit der eben beschriebenen Querbinde oben ver- schmolzen. Außerdem sind noch die Spitzen der Submarginal- und der zweiten Hinterrandzelle hellbraun und liegt im Ende der ersten Hinter- randzelle ein runder brauner Fleck. Alle Zeichnung ist am Kostalrande fast schwarzbraun, nach hinten zu aber heller braun. Kleine Querader über der Mitte der Discalzelle. Erste Hinterrandzelle gegen die Mün- dung hin nur schwach erweitert, genau an der Flügelspitze mündend. Der letzte Abschnitt der Discoidalis ist nicht ganz zweimal so lang wie der vorletzte. Schüppchen bräunlichgrau, Schwinger rot. Körper und Flügel fast 8 mm lang. 5. Ptevogenia glabrella n. sp. Lamprogaster glabra Walker. Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 1, p. 131, 145 (1857), p. p. 1 9 aus Sarawak (leg. Wallace), im British Museum in London. Siehe auch Pterogenia glabrina. Auch auf dieses Stück läßt sich die loc. cit. p. 30 (1857) gegebene Beschreibung der Lamp. glabra nicht beziehen. Stirne merklich schmäler als ein Auge, gerade- und parallelrandig, gut IVomal so lang wie breit, matt, nur am Scheitel schwach glänzend, schwarzbraun. Scheitelkante rotgelb. Jederseits in der Mitte des Stirn- augenrandes ein nach innen und vorne gerichtetes Querstrichlein, dann der vorderste Augenrand und in dessen Fortsetzung die schmalen, aber nicht linearen Wangen rotgelb, über die Stirnfläche erhaben und fein punktiert. Die inneren Enden der erwähnten gelben und konvexen Quer- striche der Stirne sind mit schmalen und flachen Längsleisten der Ober- stirne verbunden, die in den Dritteln der Stirnbreite liegen und durch etwas stärkeren Glanz auffallen. Lunula und Untergesicht dunkel rot- braun. Die dicht und fein gerunzelten Backengruben, die Fühler, das Epistom und die Taster heller rotbraun. Arista kurz gefiedert; Fieder- fläche fast so breit wie das dritte Antennenglied. Unterer Hinterkopf hell rotbraun, oberer über dem Halse dunkelbraun. Von Scheitelborsten scheint nur das äußere Paar vorhanden gewesen zu sein. Die Arten der Platystominen, ^^1 Thorax und Schild schwarz, oben fein punktiert, schwach glänzend, dunkel behaart. Humeralcallus und ein kleiner Fleck an den Pleuren vor der Flügelwurzel rotbraun. Hinterleib pechschwarz, glänzend, dunkel rotschimmernd behaart. Hinterrand des zweiten Tergits nur in der Mitte schmal, der des dritten etwas breiter und der ganzen Breite nach gelb gesäumt. Hinter dem dritten Tergit ist auch noch das vierte sichtbar, das etwas länger als die V2 des vorhergehenden ist und am Vorderrande einen gelben Fleck hat. Ovipositor schwarz. Hüften und Beine pechschwarz. Schienen und Knie etwas rötlich durchscheinend. Füße gelbweiß, die letzten drei Glieder schwarzbraun. Flügelwurzel ockerig gelb, nur mit sehr verwaschenen und lichten grauen Flecken. Über die Flügelmitte laufen von der Kosta aus zwei gleichbreite braune Querbinden, die erste von der Wurzel, die zweite von der Spitze der Subkostalzelle ausgehend. Beide Binden berühren sich an der kleinen Querader, um dann wieder auseinanderzurücken. Die erste verjüngt sich und endet gleich spitz unter der Posticalis, die zweite jedoch erreicht der Flügelhinterrand. An den Falten der dritten Hinterrandzelle und der Axillar zelle liegen je zwei braune Flecke. Ein brauner Saum an der hinteren Querader. Eine dritte durchgehende Quer- binde, die fast gleich breit mit der zweiten ist, gegen hinten zu aber mit dieser etwas divergiert, beginnt noch vor der Radialismündung und kreuzt das erste Drittel des letzten Discoidalisabschnittes. Unter der Radialismündung ein brauner Querfleck in der Submarginalzelle. Ein gleicher vor der Mündung der ersten Hinterrandzelle, der oben mit dem Braun, das die Spitze der Submarginalzelle ausfüllt, zusammenhängt. Kleine Querader ungefähr über der Mitte der Discalzelle. Die zweite Basalzelle tritt nur wenig über die Analzelle vor; ihre Querader ist länger als der Querabschnitt der Posticalis. Schüppchen gelblichgrau, Schwinger rostfarbig. Körper und Fülgel 5 mm lang. 6. Pterofjenia hologaster n. sp. (Fig. 48). cS aus Formosa, Kosempo (leg. H. Sauter), im Ungarischen Nationalmuseum. Stirne so breit wie ein Auge, parallel- und geradrandig, weitaus länger als breit, glatt und ziemlich eben. Der breite Vorderrand und die in der Mitte unterbrochene Querbinde sind hellgelb, wachsglänzend, aber nicht wulstig erhaben. Gegend der Scheitelplattcn glänzend schwarz, etwas faltig. Die übrige Strieme matt dunkelbraun, Scheitel- kante schmal gelb. Die kurze Behaarung der Stirne ist gelb. Von Kopf- borsten sind nur äußere Scheitelborsten vorhanden. Hinterkopf glän- zend schwarz, der schmale Augenrand und der breite umgebogene Teil der Backen — mit Ausnahme des untersten Kopfrandes, der sich als 312 Friedrich Hendel. schwarzer Saum längs der Peristomalien bis unter die Fühlergruben fortsetzt, dort aber in der Mitte unterbrochen bleibt — glänzend gelb. Wangen hellgelb, glatt, fast so breit wie eine Fühlergrube, zwischen Fühlerwurzel und Auge ein braunes Querstrichlein. Backengruben rot- gelb bis rot; ihr Rand nach hinten braun. Fühlergruben dicht weiß bereift, in der Längsmitte ein rotgelber niedriger Kiel, der eine Trennung derselben andeutet. Trotzdem bilden beide eigentlich nur eine große Vertiefung. Epistom weißgelb, oben und unten schwarz gerandet. Lunula, Fühler und Taster rotgelb, diese zweilappig, da sie am Innen- rande stark ausgebuchtet sind. Drittes Fühlerglied am Spitzenrand etwas gebräunt. Arista lang gefiedert; Fiederbreite doppelt so breit wie das dritte Fühlerglied. Thorax, Schild und Hinterleib glänzend blauschwarz; die ersteren zwei oben fein punktiert und vorherrschend schwarz behaart. Die Ober- seite des Schildchens aber und der Rücken vor demselben haben auch hellschimmernd gelbe Härchen. Der Humeralcallus und eine Längsbinde bis zur Flügelwurzel glänzend gelb. Pleuren schwarz behaart. Hinterleib mit schmalen gelben Hinterrandsäumen am dritten und vierten Tergit. Viertes Tergit zirka Vs des dritten lang. Der Hinter- rand des zweiten Tergits hat in der Mitte nur einen kurzen Zipfel und zeigt dort einen gelben Punkt. Hüften und Beine schwarz, Füße hellgelb, die vier hinteren am Ende etwas verdunkelt; alle weiß behaart. Spitzen der Vorderhüften rot. Die vier hinteren Schienen, besonders die hintersten zeigen an der Vorder- und Hinterseite von der Wurzel bis über die Mitte hinaus einen rotbraunen Längsstreifen. Flügel fast ganz so wie bei F. luctuosa gezeichnet. Die Querbinde über die hintere Querader hat aber in der ersten Hinterrandzelle einen Verbindungspunkt. Die Querbinde weiter spitzenwärts ist hier intensiver und breiter als bei P. tüveitarsis und P. luctuosa, namentlich an der Radialis; sie ist nicht in Flecke aufgelöst. Außer den bei P. luctuosrt angegebenen Flecken ist hier noch die Flügelspitze an der Cubitalis- mündung deutlich grauwolkig und schließt auch die Analzelle einen rundlichen braunen Kern ein. Sehr gut sichtbar sind auch zwei Flecke an der Axillaris. Die äußerste Basis der Kostalzelle ist aber glashell, während sie bei P. luctuosa braun ist. Schüppchen weißlich, hell gesäumt. Schwinger rotgelb. Körper und Flügel fast 7 mm lang. 7. I*teroffenia latericia n. sp. (Fig, 49). 2 c? ^^is S.-Queensland, Burpengary (leg. Dr. BanQroft), im British Museum in London; 1 9 aus N.-S.-Wales, im Ungarischen National- museum, und zwei schlecht konservierte 9 ^^s Australien, im Wiener Hofmuseum. Die Arten der Platystominen. ^^'^ Stirne ungefähr so breit wie ein Auge, etwas länger als breit, fast parallel- und geradrandig, matt und eben, nur die Spitzen der Scheitel- l)kitten eingedrückt und der schmale wachsglänzende Augenrand sowie die oberen Wangen fein und zart punktiert; Behaarung gelbrot. Die Schcitelkante, die Scheitelplatten mit Ausnahme der roten Spitzen, zwei spitze Flecke in der Verlängerung der ßcheitelplatten in der Stirnmitte und der Stirnvorderrand gelb, der Rest der Stirne in Form eines verkehrten T matt dunkel rotbraun. Die Lunula und ein breiter Fleck zwischen Fühlerwurzel und Auge auf den Wangen schwarzbraun. Von Kopfborsten sind nur die äußeren Scheitelborsten da. Untergesicht und Wangen gelbrot bis rotbraun, letztere stark gerunzelt. Fühler- gruben so ziemlich in eine große Konkavität vereinigt, größtenteils weißlich bereift, nur unten schwarzbraun. Desgleichen ist das Epistom rundherum, namentlich aber an den Seiten schwarzbraun gerandet. Auch die Grenzkante zwischen dem roten unteren Hinterkopf und den Backen- gruben ist fast der ganzen Länge nach dunkelbraun. Oberer Hinterkoijf mit Ausnahme des schmalen Augenrandes schwarz. Fühler gelbrot, Arista gefiedert, Fiederfläche zirka so breit wie die Breite des dritten Fühlergliedes. Taster rot, Spitze derselben dunkelbraun. Thorax und Schild glänzend rostrot bis schwarzbraun. Der Rücken vor der Quernaht, die Pleuren unter der Sternopleuralnaht, die Meta- pleuren und das Metanotum immer schwarzbraun. Unmittelbar unter der Sternopleuralnaht und parallel damit etwas weiter oben sieht man je eine heller rotgelbe Längsbinde von unscharfen Grenzen. Humeral- callus und ein schmaler Streifen von ihm bis zum Höcker der zweiten Notopleuralborste hellgelb. Hellrotgelb gesäumt ist der äußere Rand des Thorax über der Flügelwurzel und je ein kleines Fleckchen hinten am Rücken, gleich vor den Schildchenseiten und ein ebensolches seitlich hinter der Quernaht über der Flügelwurzel. Auf der Mitte des Rückens sieht man vor der Quernaht drei deutliche Längsstriemen aus weiß- grauem Reif, welche an der Naht unterbrochen sind und sich unvoll- ständig weiter nach hinten fortsetzen. Die Behaarung des Rückens und Schildes ist dicht, leuchtend goldigrot. Hinterleib rostrot, eine breite Längsbinde vom zweiten Tergit an schwarzbraun. In derselben ist aber der Hinterrand des zweiten und dritten Tergits sowie dessen gekielte Längsmitte rot. Behaarung rot- gelb, an den schwarzbraunen Stellen dunkel. Viertes Tergit (9) fast ganz schwarzbraun und über die Hälfte des dritten lang. Hüften und Beine rotgelb. Vorderhüften, -Schenkel und -Scliienen größtenteils schwarzbraun. An den Mittelbeinen sind die Spitzen der Schenkel und Schienen intensiver und ausgedehnter gebräunt als an den hinteren. Füße hellgelb, licht behaart, am Ende nur gesättigter gefärbt. Die hellen Teile des Flügels sind in der Wurzelhälfte ockerig tingiert; in der Spitzenhälfte sind sie glashell. Auffällig ist hier be- 314 Friedrich Hendel. sonders die zahlreiche Fleckiing der dritten Hinterrand- und der Achselzelle, namentlich ein intensiver Fleck unter der Analzellenspitze; ferner der Umstand, daß die hintere Querader völlig ungesäumt ist. Die Kostalzelle ist bis auf zwei braune Flecke hell. Die große Mittelquerbinde ist unten bis zur Discoidalis gespalten; der innere Ast geht bis zur Posticalis, der äußere ungeteilt bis zum Hinterrande des Flügels. An der Cubitalis hat die Binde am Außenrande eine Stufe, zu welcher von der Mündung der Subkosta zwei kleine Fleckchen hinführen. Die braunen Flecken an der Flügelspitze sind heller. Unterhalb der Mündung der Radialis bilden zwei dieser Flecke, der größere von der Costa bis zur Discoidalis, der kleinere darunter in der zweiten Hinter- randzelle eine Flügelquerbinde. Isoliert davon ist ein kleinerer Fleck noch vor der Mündung an der Radialis. Außerdem sieht man noch einen kleinen, verwaschenen Fleck etwas vor der Cubitalismündung und einen größeren vor der Discoidalismündung. Letzterer ist oben mit einem dunklen Funkt in der Mitte der ersten Hinterrandzelle verbunden. Kleine Querader auf der Mitte der Discalzelle. Erste Hinterrandzelle am Ende sanft erweitert. Schüppchen bräunlichgrau, Schwinger rot. Körper und Flügel 65 mm lang. 8. JPterogenia nuhecula n. sp. 1 cf aus Queensland (leg. F. P. Dodd), im British Museum in London. Der P. kfferida sehr ähnlich und vielleicht das cf hiezu. Die Stirnbehaarung ist dunkel. Das ganze Untergesicht ist schwarz- braun, nur ein Teil der Wangen rot. Fühler und unterer Hinterkopf dunkel rotbraun. Rücken und Schild schwarz behaart. Pleuren ganz rot, nur die Metapleuren dunkler braun. Hinterleib ganz glänzend gelbrot, wie poliert; die Hinterränder der Tergite zwei und drei schmal schwarzbraun gesäumt. Das vierte und fünfte Tergit ist zirka ^/g des vorhergehenden lang. Beine heller und ausgedehnter rotgelb und rot gefärbt als bei P. latericia. Flügel genau wie bei der verglichenen Art. Die Flügelwurzel ist aber nicht braungelb tingiert und die drei untereinanderliegenden Flecken unterhalb der Radialismündung viel kleiner und ganz isoliert. Alles übrige wie bei P. latericia angegeben. 9. Pterogenia dayak Bigot. Pterogenia dayak Bigot, Revue et Mag. de Zool., 2. Ser., Vol. XI, p. 316, PI. 16, Fig. 2 bis (1859). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 238—246. Ditomogaster xanthomera Rondani, Ann. Mus. Gen., Vol. VII, p. 438 (1875). Die Arten der Platystominen. 315 Ich hatte 2 9? ^^^ Typen Bigots und Rondanis vor mh\ Beide stammen aus Sarawak, Borneo. Mus. Civic. in Genua und Coli. G. H. Verrall. Stirne paralleh-andig (Ränder gerade), ein wenig breiter als ein Auge, weitaus länger als breit, flach, ohne Runzeln, Falten oder Punkte; sehr kurz bräunlich, teilweise hellschimmernd behaart. Die eigentliche Stirnstrieme ist hellbraun. Die Gegend der Scheitelplatten am Augen- rande, aber noch vor der Scheitelkante, glänzend schwarz. Die ab- geschrägten Stirnseiten werden nach vorne hin breiter, sind fein punk- tiert und wie die oben querrunzeligen Wangen, mit welchen sie breit zusammenlaufen, glänzend hellgelb. Vor den glänzend schwarzen Flecken greifen hellgelbe Dreiecke mit den Spitzen schräg nach vorne in die braune Stirnstrieme hinein. Scheitel, Hinterkopf und Untergesicht glän- zend rotgelb. Auf dem Cerebrale liegt ein großes, glänzend schwarzes Trapez, dessen größere Parallelseite ein wenig unter der Scheitelkante liegt. Backengruben glatt, glänzend braun. Backenwulst querrunzelig. Fühlergruben oben weiß bereift, unten glänzend schwarz. Auch die sich anschließende Grenzlinie der Peristomalien von dem Epistom ist schwarz. Mundrand gebräunt. Lunula gelb, oben braun, in der Mitte mit einem Längseindruck. Wangen zirka die Hälfte des Klypeus breit. Fühlergruben nicht durch eine Längsleiste getrennt, in eine große Kon- kavität des Untergesichtes vereinigt. Von Kopfborsten sind nur innere Scheitelborsten vorhanden. Fühler an der Wurzel eng beisammen, gelb- rot, drittes Glied rotbraun; Arista beiderseits lang gefiedert, die Fieder- breite kommt ungefähr der doppelten Breite des dritten Gliedes der Fühler gleich. Praelabrum versteckt. Die Taster können am Stücke nicht gut gesehen werden. Thorax, Schild und Hinterleib glänzend schwarz, oben blauschwarz. Rücken und Schild dicht und fein punktiert und dicht kurz hell gelb- schimernd behaart. Supraalargegend und in der Fortsetzung ein breiterer Streifen bis zur Quernaht nach vorne rotgelb. Der beulenartig vor- stehende Pleurenrand gleich unter der Dorsopleuralnaht von den schwar- zen Schulterbeulen bis zur Flügelwurzel breit rotgelb. Am Schildchen- rande zwölf gleichlange Binden. Der Hinterrand des zweiten und dritten Tergits ist rotgelb ge- rundet. Der gelbe Rand des dritten ist in der Mitte ausgebuchtet. Hinterleib oben nicht dachig gekielt. Zweites Tergit hinten nur mit schwachem Zipfel; erste nur wenig für das Schildchen ausgehöhlt. Hinter dem großen dritten Tergit (9) ist nur ein schmaler Saum des vierten zu sehen, dann kommt schon das dreieckige erste Glied des Ovi- positors. Vorderhüften schwarzbraun, hintere und alle Schenkel gelbrot. Schienen rotbraun, am Ende am dunkelsten. Füße hell rötlichgelb, glänzend weiß behaart, an der Spitze schwärzlich. 316 Friedrich Hendel. Flügel in der Kostal- und vorderen Basalzelle, teilweise auch in der zweiten hell rotgelb, gegen dunklen Grund gehalten, schimmernd. Die Subkostalzelle ist wenig gesättigter gefärbt. Auch die Marginal- und Submarginalzelle ist größtenteils gelb. Unter dem Randmale liegt ein dunkelbrauner Fleck, der sich über die kleine Querader bis in die Discalzelle hineinstreckt, mehr weniger in Flecke aufgelöst und an den Grenzen verwaschen ist. Jenseits der hinteren Querader werden die Längsadern zwei und drei oder nur zwei allein deutlich bis zur Mündung hin von einem dunkelbraunen Spitzenrandfleck bedeckt. Zwischen diesem und jenem Fleck in der Mitte besteht aber teils durch Schatten, teils durch intensivere Flecke eine unterbrochene Verbindung am Flügel- vorderrande. Der übrige Flügel ist bräunlich hyalin, die Analzelle glas- hell. An der Nervatur ist eigentümlich, daß die Längsader zwei bis vier fast gerade sind und nur schwache Biegungen zeigen und daß die erste Hinterrandzelle fast parallelrandig ist. Die kleine Querader steht deutlich vor der Mitte der Discalzelle. Die Adern sind rot, die Cubitalis und die kleine, verdickte Querader schwarzbraun. Die Pterogenia Dayak Bigot zeigt außerdem noch einen braunen Fleck an der Wurzel der Basalzellen und eine breite braune Säumung der Queradern der Wurzelzellen. Bei der Rondanischen Type, die einen viel helleren, verwascheneren Flügel hat, sind diese Teile gelb. Bei Dayak sind auch die Schenkel von der Wurzel her gebräunt und dunkler als bei der Xanthomera im allgemeinen. Vorderhand halte ich beide Tiere spezifisch nicht für verschieden. Obiger Beschreibung lag die Type Rondanis zugrunde. Schüppchen wachsgelb. Schwinger rot. Körper und Flügel 9 — 10 mm lang. 10. Pterogenia pectoralis n. sp. (Fig. 54). 4 cf 9 aus Neu-Guinea, Stephansort, Astrolabe-Bai (leg. Birö), im Ungarischen Nationalmuseum. Stirne erheblich nach vorne hin verengt, am Scheitel deut- lich schmäler als ein Auge, vorne nur die Hälfte eines Auges breit, fast doppelt so lang wie breit und geradrandig, matt und eben, nur in der Scheitelplattengegend schwach faltig, hellgelb behaart. Der schmale Augenrand glänzt. Scheitelkante und die vorderen zwei Stirndrittel gelb. In der Mitte der letzteren liegen zwei runde schwärzlich rotbraune Flecke, die hinten miteinander und durch eine kurze Längsbinde mit dem dunkelbraunen oberen Stirndrittel verbunden sind. Zwischen Fühler und Auge ein kleiner dunkler Fleck. Hinterkopf schwarz, nur die Augen- ränder gelb. Das Schwarz des Hinterkopfes zieht sich unten an den Peristomalien nach vorwärts und einwärts und erfüllt auch die oben weißlich bereiften Fühlergruben; bis dorthin sind die Backen auch weißlich behaart. Der Zwischenraum zwischen den letzteren, die am Q 1 7 Die Alton der Plcatystominen. "^ ^ • Allgenrande weißschimmernclcn schmalen Wangen, die oberen glatten Backengriiben, das Epistom und die Taster gelb. Fühler gelbrot, das erste und zweite Glied an der Wurzel schwarzbraun. Arista sehr lang gefiedert. Thorax und Schild so ziemlich matt schwarz, oben dicht chagriniert. Der schmale, fast viereckige Rand des flachen Schildchens, der Humcral- callus, die Notopleural- und Mesopleuralnaht und der Höcker der zwei- ten Notopleuralborste gelb. Über den Rücken laufen fünf gelbgrau be- stäubte Längsstriemen, die mittlere breiter, die zwei äußeren nur hinter der Quernaht. Die kurze Behaarung des Rückens und Schildes ist gelb bis bräunlich. Am Hinterrande des Schildes sieht man vier stärkere Borsten. Hinterleib schwarzbraun, die Hinterränder der Tergite zwei bis vier, wenigstens an den Seiten schmal rotgelb gesäumt. Diese Säume und die Längsmitte der Tergite drei und vier sind heller gelb behaart. Zweites Tergit hinten nur etwas zipfelig. Bei cf ""d 9 ist das vierte Tergit über die Hälfte des dritten lang; beim cf ist auch das fünfte sichtbar. Beine und Hüften dunkelbraun, nur die Knie und die ganzen Füße gelb. Bei helleren Stücken sind an den vier hinteren Beinen die Schenkel- spitzen und oft ein beträchtlicher Teil der Schienen von der Wurzel an gelb. Varietät: Das eine Stück von den vieren unterscheidet sich da- durch, daß das ganze Untergesicht, die Fühler und die Seiten des unteren Hinterkopfes gelb sind. Auch die Beine sind rotgelb. Die Schenkelwurzeln bräunlich. Ein Fleck posteroventral jenseits der Mitte der Älittelschenkel schwarz. Hinterschenkel und Schienen vor und hinter der Mitte breit schwarzbraun. In allen übrigen Merkmalen, namentlich im Flügel völlig mit den drei anderen Exemplaren übereinstimmend. Flügel ohne gelb, hell, mit dunkelbrauner Zeichnung. Kostalzelle bis auf ein bis zwei kleine, unscheinbare Fleckchen jenseits der Schulter- querader glashell. Zweite Basal- und Analzelle an der Wurzel glashell, sonst braun und vor dem Ende mit einem runden hellen Fleck. Die Mittelquerbinde des Flügels ist sehr breit, fast senkrecht, an der Kosta die ganze Länge der Subkostalzelle breit — nur vor dem Ende der letzteren ein glashelles Dreieck, das mit der Spitze bis zur Radialis, selten bis zur kleinen Querader reicht — unten nur bis zur Posticalis oder wenig darüber gespalten. Dritte Hinterrandzelle außerdem noch mit zwei isolierten Flecken und einem Punkte. Charakteristisch ist, daß die ganze braune Flügelspitzenzeichnung jenseits des querbandähnliclien glashellen Zwischenraumes zwischen der Mittelquerbinde und der Spitzen- zeichnung zusammenhängt. Die innere Grenze der letzteren geht gerad- linig und senkrecht über die Längsadern und gehört zunächst einer die hintere Querader einschließenden Querbinde an. An der Kosta reicht 318 Friedrich Hendel. diese bis zur Cubitalis und sendet unter der Radialismtindung einen dunklen Zacken bis zur Cubitalis; fast unmittelbar darunter, nur etwas weiter spitzenwärts liegt ein schmaler Querstrich in der ersten Hinter- randzelle. Jenseits der hinteren Querader ist die Querbinde von unten bis fast zur Discoidalis gegabelt. Erste Hinterrandzelle am Ende etwas erweitert. Kleine Querader auf der Mitte der Discoidalzelle. Die Quer- ader der zweiten Basalzelle ist länger als der unten anliegende Abschnitt der Posticalis. Schüppchen gelblichweiß. Schwinger rotgelb. Körper und Flügel 4'5 — 5 mm lang. 11. F'teroffeiiia f/labrhta n. sp. Lamprogaster glabra Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 1, p. 131, 145 (1857), p. p. Die drei, mir aus dem British Museum in London mit dem Zettel „On decaying timber" A. R. Wallace, Sarawak, vorliegenden Stücke, 3 9, kann ich nicht mit der ursprünglichen, loc. cit.. p. 30, gegebenen Beschreibung Walkers identifizieren; es sei denn diese völlig unge- nügend. Die drei Stücke gehören aber auch zwei verschiedenen Arten an, da das eine 9 weitaus abweicht. Folgende Beschreibung bezieht sich auf die zwei anderen 9^ Sehr ähnlich der enrysterna. Stirne ungefähr so breit wie ein Auge, etwas konkavrandig, etwas länger als breit, matt und eben, nur die Scheitelplatten ein wenig glänzend. Die kurze Stirnbehaarung ist schwärzlich. Äußere und innere Scheitelborsten vorhanden. Stirne rötlich schwarzbraun. Die Scheitelkante schmal, ein in der Mitte unter- brochener gerader Querstreifen in der Stirnmitte und der damit unge- fähr gleichbreite Vorderrand rotgelb. Die Lunula und die Gegend um die Fühlerwurzeln sowie der Raum zwischen diesen und dem Auge schwarzbraun. Untergesicht größtenteils schwarzbraun. Rotgelb sind die Wangen, die nackten Backengruben, die Fühlergruben und die Quer- mitte des dazwischenliegenden Längskieles. Die Umrandung der Backen- gruben und der nach vorne gerichtete, behaarte Teil der Backen schwarz- braun. Mundrand, Fühler und Taster rotbraun. Erstes Fühlerglied und Wurzel des zweiten schwärzlichbraun. Arista dicht behaart; die Fieder- breite kommt der halben Breite des dritten Antennengliedes gleich. Hinterkopf rotgelb, nur der Teil über dem Halse dunkelbraun. Wangen linear. Thorax und Schild schwarzbraun, fast ganz matt, mit kurzer schwärzlicher Behaarung bedeckt, die dem Rücken und Schilde in ge- wisser Beleuchtung einen roten Schimmer verleiht. Rücken mit fünf dunkel ockergelben Längslinien, von denen die drei mittleren mehr durch die grauliche Bereifung als durch die hellere Grundfarbe auf- fallen. Die Medianlinie ist in der Richtung der Quernaht etwas ver- Die Arten der Platystomincn. ^^^ breitert, vorne und hinten aber etwas verkürzt. Die nächsten zwei Linien gehen ganz durch, erreichen hinten die Schildseiten, vorne die gleiclifarbigen Quernahtäste. Die äußersten zwei Striemen ziehen von den Schildseiten über die Supraahirgegend, wo sie am breitesten sind, bis zur Quernaht. Sie sind wie der schmale Randsaum des Schildes gelbrot. Von gleicher Farbe ist auch die Schulterbeule, eine schmale Längslinie über und eine etwas breitere unter der Notopleuralnaht; beide führen zur Flügelwurzel. Hinterleib pechschwarz, ziemlich glänzend; Behaarung rot, in der Längsmitte gelbschimmernd. Der seitlich erweiterte Hinterrand des zweiten Tergits und ein schmaler Seitenrand des langen, bis an den schwarzen Ovipositor heranreichenden dritten Tergits gelbrot. Hüften und Beine schwarzbraun. Die Wurzeln aller Schienen und ein Mittelring auf den vier hinteren dunkelrot. Alle Fersen und auch noch das zweite Glied der Hinterfüße weißgelb; Füße sonst schwarz. Flügel an der Wurzel etwas ockergelb tingiert, mit folgenden Unter- schieden sonst wie bei eurysterna gezeichnet und geädert. Jenseits der Mittelquerbinde liegen in der Discoidalzelle keine dunklen Flecke. Die Querbinde der Flügelspitze ist von vorne bis hinten gleichbreit und fast gleich intensiv braun. Unter der Radialismündung ein kleiner brauner Querstrich. Die Flügelspitze ist symmetrisch braun und von der vorgenannten braunen Querbinde durch einen hyalinen Streifen getrennt. Sie enthält zwei verwaschene helle Flecke. Die Radialis ist etwas länger als bei eurysterna und die Querader der zweiten Basalzelle kürzer als der unten sich anschließende Querabschnitt der Posticalis. Körper und Flügel 75 mm lang. 12. Pterogenia eurysterna n. sp. (Fig. 51). ^ 9 aus Formosa, Kosempo (leg. S auter, Juni), im Ungarischen Nationalmuseum in Budapest. Stirne ungefähr so breit wie ein Auge, parallel- und etwas konkav- randig, deutlich länger als breit, matt und eben, nur die Scheitelplatten und der schmale Augenrand glänzen. Die kurze Behaarung ist auf der Strieme schwärzlich, von Kopf borsten sind äußere und innere Scheitel- borsten vorhanden. Stirne gelb; unmittelbar vor der Mitte ein aus zwei runden Flecken, die den Augenrand nicht erreichen, gebildetes Querband von schwarzbrauner Farbe; dieses hängt oben durch eine gleichfarbige Längsstrieme mit der pfeilförmigen Zeichnung zusammen, deren Schenkel vorne die Scheitelplatten umranden und deren Spitze hinter den Ozellen abgestutzt ist. Diese dunkle Zeichnung ist oft so ausgebleicht, daß wohl die Konturen noch erkennbar, schwarz- braun aber nur noch die drei äußersten Punkte sind. Je ein Punkt zwischen Fühler und Auge, die Lunula und damit zusammen- hängend ein viereckiger Fleck unter den Fühlerwurzeln schwarzbraun. 320 Fi-iudiidi Heudol. Letzterer Fleck sowie zwei in der Längsmitte des Klypeus darunter liegende gleichfarbige Punkte und zwei ebensolche auf den Wangen bilden ein genau quadratisches Kreuz. Wangen linear. Untergesicht und unterer Hinterkopf matt gelb, Backen und Peristomalien bis an die weiß bestäubten Fühlergruben heran teilweise schwarz behaart. Diese sind durch einen breiten, konvexen Lcängsrücken von oben bis unten getrennt. Grenzlinien zwischen Epistom und Peristomalien schwarz. Backen nicht runzelig. Taster und Fühler gelbrot. Fühler an der Wurzel schwarzbraun. Arista kurz gefiedert. Fiederfläche etwas schmäler als das dritte Fühlerglied. Die Mittelscheibe des oberen Hinterkopfes und der hintere Mundrand des unteren schwarzbraun, sonst gelb. In der Mitte des schrägen Augenrandes der Backen ein brauner Punkt. Thorax und Schild ockergelb, matt bereift, am Rücken schwarz- braun gefleckt: Vorderrücken schwarzbraun, zwischen den gelben Schultern mit vier breiten, kurzen nach hinten ungefähr bis zur Quer- naht reichenden stumpfen Strahlen. In der Verlängerung der zwei mittleren liegen hinter der Naht zwei gleichbreite rundliche Flecke, in jener der zwei äußeren Strahlen zwei Längsstriemen. Ein großer ei- förmiger Fleck liegt teils auf dem Schilde, teils vor demselben auf dem Rücken. Das abgerundet viereckige, flache Schildchen ist sehr breit gelb gerandet, hat hinten nur zwei starke Borsten und ist ausschließlich gelb behaart, während der Rücken teilweise auch schwärzliche Haare zeigt. An der Dorsopleuralnaht ist ein Streifchen vor und hinter dem gelben Höcker der zweiten Notopleuralborste schwarz. Mesopleuren gelb, nur ein von vorne hereindringendes Dreieck und ein Punkt an der Meso- pleuralnaht schwarzbraun. Pteropleuren vorne gelb. Die übrigen Pleuren pechschwarz. Hinterleib vorherrschend glänzend pechschwarz, gelblich behaart. Der Zipfel des zweiten Tergits, die in der Mitte mehr oder weniger er- weiterten Hinterrandsäume des dritten und vierten Tergits (cf) gelb. Die Seiten des zweiten Tergits breit, die des dritten und vierten Tergits nicht immer rotgelb. Beim cf ist auch noch das fünfte Segment sichtbar; beim 9 werden die folgenden Tergite vom langen dritten ganz überdeckt. Vorderhüften und Schenkel schwarzbraun, am dunkelsten die vordersten; die vier hinteren sind an der Wurzel, die hintersten auch posterior in verschiedener Ausdehnung rot oder rotbraun. Schienen rot, mit zwei braunen Ringen, vor der Mitte einer und einer am Ende. Tarsen weißgelb, hellschimmernd behaart, die letzten drei Glieder braun. Flügel in der Wurzelliälfte heller als spitzenwärts davon; im all- gemeinen ist die dunkle Zeichnung sehr gleichmäßig verteilt. Nur die hellen Teile der Subkostalzelle und teilweise die Flügeladern sind ocker- gelb gefärbt. Kostalzelle bis auf zwei verwaschene Flecke jenseits der Schulterquerader glashell. Die große Mittelquerbinde des Flügels ist von unten bis zur Cubitalis und oft noch weiter hinauf gespalten; darunter Die Arten der Platystominen. »^^1 lösen sich der innere kürzere und auch der längere äußere Arm in zu- einander verschobene und meist aber zusammenhängende Flecke auf, die bis zum Hinterrande des Flügels führen. In der Subkostalzelle ist immer ein hellgelber Fleck gleich hinter der Mediastina sichtbar; oft auch ein gleicher darunter in der Marginalzelle. Die isolierten dunklen Flecke im Spitzenteil der Discalzelle, die an der hinteren Querader und die darüber bis zur Subkostamündung liegen nicht in einer Reihe. Die durchgehende Spitzenquerbinde des Flügels geht also nicht wie bei singularis über die hintere Querader, sondern beginnt an der Kosta vor der Radialismündung und zieht noch vor der Mitte des letzten Discoidalis- abschnittes zum Flügelhinterrand. Beim cf ist es Regel, daß der braune Querfleck unter der Radialismündung mit dieser Querbinde verschmilzt, so daß die Spitze der Marginalzelle ganz braun ist, während er beim Q vollständig isoliert bleibt und deshalb diese Querbinde an der Kosta nicht verbreitert ist. Außer dem genannten Querfleck liegen in der Flügelspitze noch je ein runder Fleck an der dritten und vierten Längs- ader vor deren Mündung, der letztere unten mit der braunen Ecke der zweiten Hinterrandzelle verbunden, dann noch zwei rundliche Flecke nebeneinander in der Längsmitte der ersten Hinterrandzelle. Die kleine Querader ein wenig jenseits der Mitte der Discalzelle. Die erste Hinterrandzelle ist an der Mündung etwas erweitert. Die Quer- ader der zweiten Basalzelle ist kaum länger als der sich unten an- schließende kurze Posticalisabschnitt. Schüppchen gelblichweiß, Schwinger rotgelb. Körper und Flügel 4o — 6 mm lang. 13. I^terofjenia rujicrus n. sp. 1 9 a,us Ost-Java, Montes Tengger (leg. Fruhstorf er), im Wiener Hofmuseum. Stirne deutlich schmäler als ein Auge, gleichbreit, mit etwas ge- bogenen Rändern, ockerfarbig, hellbraun behaart, nur mit einem Paar Scheitelborsten versehen. In der vorderen Stirnhälfte liegen schief zwei große, eiförmige, samtschwarze Makeln nebeneinander; dieselben be- rühren sich in der Längsmitte nicht, wohl aber den Augenrand. Etwas vor den Ozellen liegen zwei kleinere, dunkelbraune Flecke, die durch dunkle Linien mit gleichfarbigen Ozellenfleck zu einer pfeilförmigen Figur, deren Stiel eine schmale braune Medianstrieme der Stirne bildet, verbunden sind. Zwischen den beiden Fühlerwurzeln und zwischen diesen und dem Augenrande dunkelbraune Flecke. Lunula, das ganze Unter- gesicht, Backen und der untere Hinterkopf ockergelb. Oberer Hinter- kopf mit Ausnahme der breiteren Scheitelkante und des schmalen Augen- randes schwarz. Untergesicht mit sechs schwarzen Flecken: drei un- mittelbar am Mundrande, davon einer in der Mitte; je einer am unteren Rande der Fühlergruben und endlich der letzte etwas höher auf dem Abh:indl. d. k. k. zool.-botan. Ücs. Hd. VUI, Heft 1. '^1 322 Friedrich Hendel, Längsrücken zwischen den Gruben. Der Grenzrand zwischen Backen und unterem Hinterkopf dunkelbraun. Fühler und Taster hell rotbraun. Arista kurz gefiedert, etwas schmäler in der Fiederbreite als das dritte Antennenglied. Mundrand ausgeschnitten, Fraelabrum gut sichtbar. Thorax hell ockerfarben, fast genau so wie bei eurysterna schwarz- braun gefleckt und ebenso behaart. Der große eiförmige schwarze Fleck, der bei dieser Art auf und etwas vor dem Schildchen liegt, ist aber hier in der Längsmitte von vorne her durch einen gelben Streifen gespalten und daher hufeisenförmig. Pleuren schwarzbraun; Mesopleuren ocker- gelb, mit einem schwarzbraunen Längsbande durch die Mitte vom Stigma bis nach hinten gehend. Hinterleib (9) pechschwarz, glänzend, an den Seiten der Wurzel rotgelb und dort auch hell behaart. Drittes Tergit bis an den schwarzen Ovipositor reichend. Bauch gelb. Der Zipfel des zweiten Tergits et- was gelb. Hüften und Beine rötlich ockergelb, Füße weißlichgelb, die letzten drei Glieder dunkelbraun. Alle Schenkel sind anterior von der Wurzel her in größerer Ausdehnung gebräunt. Alle Schienen haben ungefähr das Enddrittel schwarzbraun und außerdem weiter oben ventral einen schmalen braunen Wisch. Flügel an der Wurzelhälfte deutlich rostgelb, an der Spitze grau- lich tingiert. Die grauen Flecke der Kostal- und der zwei Basalzellen sind nur verschwommen begrenzt und wenig intensiv. In der Wurzel- hälfte der Subkostalzelle beginnt mit einem tiefbraunem rundlichen Fleck, der unten vor der kleinen Querader die Discoidalis erreicht, eine nach hinten sich in zwei Fleckenreihen auflösende Querbinde. Die eine Fleckenreihe geht über die kleine Querader, die zweite liegt weiter wurzelwärts davon. Beide Flecken sind deutlich dunkler als die der Flügelwurzel. Spitze der Subkostalzelle rotgelb, Marginalzelle ver- waschen gelb gefärbt. Die Flügelspitze jenseits der kleinen Querader durchziehen vier Fleckenquerbinden von hellbrauner Farbe. Kleine Querader über der Mitte der Discalzelle. Die hintere Querader bildet mit der Fosticalis einen spitzen Winkel. Die Querader der zweiten Basalzelle ist etwas länger als der unten anschließende Querabschnitt der Fosticalis und nur die Hälfte der hinteren Querader lang. Erste Hinterrandzelle am Ende mäßig, aber deutlich erweitert. Schüppchen grell ockergelb, Schwinger rotgelb. Körper und Flügel 6 mm lang. 14. I^teroyeivia albovittata Rondani. Hemigaster albovittatus Rondani, Ann. Mus, Gen., Vol. VII, p. 431 (1875). 1 9 ^us Sarawak, Borneo, Type Rondanis. Mus. Civ. in Genua. Stirne im Mittel etwas breiter als ein Auge, deutlich länger als breit, oben parallelrandig mit vorne konkaven, etwas zusammenneigen- Die Arten der Platystominen. ^^^ den Rändern, flach, ohne Runzeln u. dgl., aber der ganzen Länge nach etwas konkav unter die Augenfläche gedrückt, sehr kurz schwarz be- haart. Strieme matt schwarzbraun, Vorderrand schmal rotbraun. In der Stirnmitte eine in der Mitte unterbrochene gelbe Querbinde; auch die Scheitelkante gelb. Scheitelplattengegend breit glänzend schwarz. Die abgeschrägten Seitenränder der Vorderstirne glänzend gelb, zart punk- tiert. Oberer Hinterkopf mit Ausnahme je eines gelben Dreieckes außer- halb der Scheitelborste glänzend schwarz; der übrige Kopf rotgelb. Backen mit einer breiten lotrechten glänzend schwarzen Querstrieme von der Ausbuchtung des hinteren Augenrandes bis in die Nähe des unteren Kopfrandes. Wangen linear. Von Kopfborsten sind nur immer Scheitel- borsten vorhanden. Fühler an der Wurzel deutlich getrennt, auch die Fühlergruben durch einen breiten Längsrücken deutlich geschieden. Gru- ben weiß bereift; der Längsrücken, das ganze Epistom und das Prae- labrum matt schwarzbraun. Mundrand in der Mitte rot. Peristomalien schwarz behaart. Lunula und Fühler rot, deren drittes Glied etwas dunkler. Arista soweit ersichtlich zum mindesten deutlich behaart; doch kann sie vielleicht auch gefiedert sein. Die Type läßt dies nicht klar erkennen. Taster gelbrot. Thorax und Schild von pechschwarzer Grundfarbe und nur stellen- weise von geringem, wachsartigem Glänze. Eine Punktierung ist kaum wahrnehmbar. Die äußerst kurze Behaarung beider ist schwarz. Hell wachsgelb sind: die Schulterbeulen und in ihrer Fortsetzung die Meso- pleuren hinter der Diagonale; ein schiefes Fleckchen seitlich in der Guturaldepression; seitlich je eine Längsstrieme in der Linie der „In- traalaren", vorne bis zur Quernaht reichend und je ein kurzes Striemchen seitlich vor dem Schilde, das auch auf dieses übertritt, so daß es von zwei schmalen gelben Längsstriemen durchzogen wird. Schild am Rande rund herum beborstet; doch ist dies nicht genau mehr festzustellen. Hinterleib glänzend pechschwarz. Der Hinterrand des zweiten Ter- gits hellgelb gesäumt und in der Mitte, weniger auch der Vorderrand des dritten, zu einem scharfen und hohen Kiel emporgezogen. Hinter dem die Hälfte des Hinterleibes langen dritten Tergite und über dem herz- förmigen ersten Gliede des Ovipositors sieht man nur die gelbe Binde- haut. Das basale Doppelsegment ist bis zum Kiele für das Schildchen eingedrückt, dort rotbraun gefärbt und seitlich rotgelb behaart. Beine und Hüften pechbraun, nur die Fersen aller Füße abstechend gelblichweiß gefärbt und weißschimmernd behaart. Spitzen der Vorder- hüften und der Schenkel rotbraun. Flügel schwach bräunlich hyalin. Vorderrand desselben mit Aus- nahme der Kostalzelle bis zur Cubitalis herab ziemlich gleichmäßig und nur in der Subkostalzelle intensiver dunkel rotbraun gefärbt. Nur in der Endhälfte der ersten Hinterrandzelle überschreitet das Braun ein wenig die Cubitalis. Die anderen Adern bräunlichgelb gesäumt. Erste 21* 324 Friedrich Hendel. Hinterrandzelle parallel- und fast geraderandig. Kleine Querader vor der Mitte der Discalzelle. Radialis an der Mündung der Flügelspitze näher als dem oberen Ende der hinteren Querader. Die Mündung der ersten Hinterrandzelle liegt ganz unter der Flügelspitze. Schüppchen und Schwinger wachsgelb. Körper und Flügel zirka 8 mm lang. 15. I*tero(jenia glabra Walker. Lamprogaster glabra Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 1, p. 30, 102 (1857). Singapore. „q'. Nigra, antennis piceis, abdominis fascia subapicali flava, tarsis albis, alis sublimpidis maculis basalibus fasciisque quatuor fuscis. — Black, shining. Antennae piceous, in structure like of L. zonata. Ab- domen with a slender yellow band near the tip. Tarsi white, with black tips. Wings nearly limpid, with 4 brown bands, slightly testaceous and with some indistinct brown marks at the base; Ist and 3rd bands entire: Ist broader and darker than the others; 2. and 4. interrupted; veins black, testaceous towards the base; discal transverse vein straight, upright, prated by onefourth of its length from the border, and by more than its length from the praebrachial transverse vein, which is also upright. Halteres tawny. Length of the body 3 lines; of the wings 6 lines." Zu Punkt 2 der Tabelle. 16. I*tei'0{/enia divisa Walker. Lamprogaster divisa Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 1, p. 131, 147 (1857). 9, Borneo. „Nigra, tibiis testaceis nigro-fasciatis, tarsis albis apice nigris, alis nigricantibus guttis plurimis fasciaque interlineata limpidis, halteribus pallidis. — Black. Abdomen shining. Tibiae testaceous, with black bands; tarsi white, with black tips. Wings blackish, with numerous limpid dots, and with a limpid band which includes the discal transverse vein, and is intersected by an interrupted blackish line. Halteres pale. Length of the body 2 lines; of the wings 4 lines." Zu Punkt 2 der Tabelle. 17. JPferof/eina i>MiiC/afa Walker. Lamprogaster punctataW al^er, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 1, p. 132, 148 (1857). Cf, Borneo. „Nigra, capite antice testaceo, orbitis albidis, antennis halteribus- que testaceis, pectore vittis duabus testaceis, pedibus piceis, alis nigro- fuscis guttis decem discalibus luridis guttaque apicali alba. — Black, slightly shining. Head very shining in front, testaceous about the mouth, whitish about the eyes. Antennae testaceous. Pectus with a testaceous stripe on each side. Legs piceous. Wings blacldsh-brown, with about Die Arten der Platystominen. 325 ten lurid dots on each, and with a larger white dot on each tip. Halteres testaceous. Length of the body 1^/^ liiie: of the wing 3 lines." Zu Punkt 5 der Tabelle. 18. I^erogenia truncatula Walker. Lmnprogaster truncatula Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 1, p. 31 (1857). 9, Singapore. „Nigra robusta, abdominis apice compresso lanceolato, tarsi albis, alis subcinereis lituris transversis fuscescentibus fasciisque duabus nigro- fuscis. — Black, stout, slightly shining. Arista pubescent. Abdomen compressed and lanceolate at the tip. Tarsi white, with black tips. Wings slightly greyish, with several slight transverse brownish marks, and with two. blackish-brown bands; the 1. broad, basal, not extending beyond half the breadth from the eosta; the 2. narrow, entire, near the first: veins black; discal transverse vein straigth and upright, parted by one-third of its length from the border, and by very much more than its length from the praebrachial transverse vein. Halteres testaceous. Length of the body 2^/^ lines; of the wings 5 lines." Gehört zu Punkt 3 der Tabelle; ähnlich P. fidiginosa. 19. JPferof/enia hvevis Walker. Platy Stoma breve Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 8, p. 120, 49 (1865). Neu-Guinea. „Cf. Black, broad, short, stout. Head whitish about the eyes; bind border of the vertex and fore border of the front and two dots between the eyes whitish: face shining; epistoma slightly retuse, whitish-bordered. Antennae much shorter than the face; third Joint nearly linear, about twice the length of the second, which is piceous; arista slightly plumose. Thorax with two whitish humeral calli and with 3 slender cinereous stripes, which are obsolete hindward. Abdomen oval, a little shorter and nar- rower than the thorax; bind borders of the segment whitish. Legs short, stout; tarsi white; fore tibiae slightly dilated and fringed, with a whitish protuberance on the inner side. Wings whitish, with numerous blackish transverse Spots which form incomplete bands; subapical band and apical band entire, the former including the discal transverse vein; veins black; discal transverse vein straight, parted by one-third of its length from the border, and by twice its length from the praebrachial transverse vein; halteres whitish. Length of the body 4V2 Imes, of the wings 9 lines." Gehört zu Punkt 6 der Tabelle. 20. JPteroqenia ffuttata Walker. Lamprogaster guttata Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 1, p. 31, 105 (1857). 9. Singapore. „Cinerea, capite nigro trimaculato antice testaceo, antennis fulvis, thorace cano-quinquevittato. lateribus testaceis, abdominis fascia antica 326 Friedrich Hendel. fulva, tarsis albidis, alis subcinereis fasciis octo subinterruptis fiiscis. — Black, with cinereous tomentum. Head partly diill testaceoiis in front; Vertex with 3 black spots, two in front and one behind. Antennae tawny; arista pubescent. Thorax with 5 hoary stripes which are connected in front by a transverse band; sides testaceous. Pectus with an oblique dull testaceous stripe on each side. Abdomen with a tawny band on the hind border of the first Segment; oviduct slender, lanceolate. Tarsi whitish, with black tips. Wings greyish, with about eight irregulär and partly interrupted brown bands; veins and halteres testaceous; discal transverse vein nearly straight and upright, parted by about one fourth of its length from the border, and by more than its length from the praebrachial transverse vein. Length of the body 3 lines; of the wings 6 lines." Zu Punkt 8 der Tabelle. Vielleicht ein Scholastes. 21. J^tet'Of/enia f/uftata Walker. Lamprogaster guttata Walker, Proc, Linn. Soc. Lond., Vol. 1, p. 132, 149 (1857). (3f, Borneo. „Nigra, orbitis albidis, epistomate antennis halteribusque testaceis, pectore vittis duabus vix determinatis testaceis, pedibus piceis, alis nigro- fuscis guttis plurimis apicibusque limpidis. — Black, slightly shining. Head very shining in front, testaceous about the epistoma, whitish about the eyes. Antennae testaceous. Pectus with an indistinct testaceous stripe on each side. Legs piceous. Wings blackish-brown, with many limpid dots, the largest on the hind border; tips limpid. Halteres testa- ceous. Length of the body Vl._,yine; of the wings 2^/2 lines." Nach der Beschreibung zu urteilen, ist es nicht wahrscheinlich, daß diese Art und die schon loc. cit. p. 31, 105 (1857) als 9 beschriebene identisch sind. 22. I*teroff('nia variipennis Walker. Pterogenia varüpennis Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. V, p. 292 (1861). cf, Batchian, Molukken. „Nigra, nitens, lata, crassa, capite albido fascia nigra, facie maxima, thorace vittis quattuor albidis, abdomine brevi-conico, pedibus fulvis, femoribus nigris, tarsis albis, alis limpidis guttis plurimis transversis fuscis fascia obliqua abbreviata e guttis nigris, halteribus luteis. cf. Black, shining, broad, thick. Head whitish, black beneath and with a black band on the front; face very large. Antennae black, much less than half the length of the face; arista simple, much more than twice the length of the 3. Joint. Thorax with two whitish stripes on each side; scutellum whitish along each side. Abdomen short-conical, shorter than Die Arten der Platystominen. ^^* the thorax. Legs tawny; feniora mostly black; tarsi white, with black tips. Wings limpid, with a luteous tiiige along the costa, with numerous transverse brown dots, and with an oblique middle band which is ab- breviated hindward, and is formed of two separate lines of bhick dots; veins black, luteous towards the base; discal transverse vein straight, upright, parted by hardly one-fourth its length from the border, and by very niuch more than its length from the praebrachial transverse vein; halteres luteous. Length of the body 3 lines; of the wings 6 lines." Gehört zu Punkt 10 der Tabelle. 23. Pteyof/enia scutellarls Walker. Lamprogaster scutellaris Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 3, p. 112, 124 (1859). Platystoma devocatum Walker, ibidem, Vol. 8, p. 121, 51 (1865). cf, Aru-Inseln. — Neu-Guinea. ,,Subcinereo-nigra; oculis albido submarginalis; thorace vittis tribus cinereis, vittis duabus lateralibus, scutelli subquadrati margine, tibiis intermediis tarsisque albidis; alis nigricantibus, fasciis duabus integris duabusque macularibus incompletis albidis. — Black, with a slight cinereous tinge; eyes partly bordered with whitish; 3. Joint of the anten- nae elongate-conical; arista plumose, the bristles few, thorax with three indistinct cinerous stripes, and with 2 whitish lateral stripes; scutellum nearly quadrate, with a whitish border; middle tibiae, knees and tarsi whitish, the latter with black tips; wings blackish, whitish at the base, and with 4 whitish bands, 1. and 3. bands entire, 2. and 4. macular, very irregulär and incomplete; veins black; discal transverse vein straight, parted by about one-fourth of its length from the border, and by hardly more than its length from the praebrachial transverse. Length of the body 2 lines; of the wings 4 lines." Zu Punkt 10 der Tabelle. 24. Ptei'Oifenia vittfßnis Walker. Pterogenia vittifinis Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. V, p. 292 (1861). (^ 9? Batchina. „Nigra, lata, crassa, capite albido, facie maxima, arista subplumosa, scutelli lateribus luteis, femoribus crassis, tarsis flavescenti-albis, alis albis costa basali lutea fasciis duabus guttisque nigricantibus. Mas. Abdomine ovato. Foem. Abdomine lanceolato vittis tribus luteis. — Male and female. — Black, broad, thick. Head whitish, black beneath and with a black band on the front; face very large. Antennae black, not more than half the length of the face; arista minutely plumose, more than twice the length of the 3. Joint. Scutellum rather small, not ascending, luteous along each side. Femora rather thick; tarsi yellowish white. Wings white, luteos along the costa towards the base, with 328 Friedrich Hendel. many blackish dots, some of which are confliient along the bind border, and with 2 blackish bands, which are connected on the bind border; veins black; discal transverse vein straight, parted by one-fourth of its length from the border, and by much more than its length from the praebrachial transverse vein; halteres whitish. cT- Abdomen oval, not longer than the thorax. 9- Abdomen lanceolate, shining, much longer than the thorax, with 3 liiteous stripes. Length of the body 3 lines; of the wings 6 lines." Zu Punkt 10 der Tabelle. 25. JPteroffenia vittata Walker. Lamprog'aster vittata Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. I, p. 31, 104 (1857); Enderlein, Zool. Jahrb., Vol. 33, p. 361 (1912). (j' Singapore. — Sumatra (Enderl.). „Black, shining. Head yellow in front, beneath and about the eyes. Antennae tawny. Thorax with 2 yellow stripes; scutellum with a yellow border. Pectus with an oblique yellow band on each side. Abdomen with a yellow dorsal stripe. Tarsi white, with black tips. Wings blackish, whitish at the base, and with 4 whitish bands; Ist band irregulär; 2nd and 3rd entire; 4th interrupted; veins black; discal transverse vein straight, upright, parted by about one-fourth of its length from the border, and by much more than its length from the praebrachial trans- verse vein, which is slightly oblique. Halteres testaceous. Length of the body 3 lines of the wings 6 lines." Zu Punkt 10 der Tabelle. 26. Pferof/enia Sonata Walker. Lamprogaster zonata Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. I, p. 30, 101 (18.57). 9, Singapore. „Black shining. Head pale yellow, with 4 black shining stripes in front; vertex, with a broad dull black stripe which occupies the whole breadth behind, is notched on each side between the eyes, and is narro- wer in front. Antennae piceous; 3. Joint nearly linear, rounted at the tip; arista minutely plumose, more than twice the length of the 3. Joint. Thorax with 4 yellow stripes, one each side in front of the wings, and one on each side of scutellum. Abdomen with 2 yellow bands; Ist slender; 2nd apical, dilated in the middle of the fore border; knees tawny; tarsi Avhite, with blackish tips. Wings greyish, slightly lurid and with brown marks at the base and along the costa, and with a brown band which extends along the praebrachial vein to half the space between the latter and the border; discal transverse vein straight, upright, parted by about one-third of its length from the border, and by much more than its length 'from the praebrachial transverse, which is oblique. Halteres tawny. Length of the body 5 lines, of the wings 10 lines." Die Arten der Platystominen. '^-'^ Es ist möglich, daß diese und die folgende Art zum Genus Tropido- gastrella gehören. 27. J^tevoffeniu basilutea Walker. Lamprogaster basilutea Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. I, p. 131, 146 (1857). cf Borneo. ,,Very nearly allied to L. zonata and perhaps the male of that species. Black shining. Head testaceous about the eyes, and with two testaceous stripes in front. Antennae piceous. Thorax with 4 pale yellow stripes, one on each side in front of the wings, and one on black tips. Wings grey, partly and very slightly clouded with broTVTi, luteous along the basal part of the costa, veins black, tawny towards the base and along the costa; discal transverse vein like that of L. zo?iata. Halteres testaceous. Length of the body 3 lines, of the wings 6 lines." 70. Genus Euprosopia Macqiiart. Dipteres exot., Suppl. 2, p. 89 (1847). Tabelle der Arten.^) Thorax matt schwarzbraun, mit fünf breiten, parallelrandigen goldockeri- gen Längsstriemen, wovon zwei auf die Pleuren fallen. 1. Eu. figrina Ost.-Sack. — Thorax nicht derartig gestriemt 1 1. Schildchen am Hinterrande konkav, ausgebuchtet 2 — Schild hinten konvex, nicht ausgerandet 6 2. Flügel mit braunen Querbinden in der Endhälfte, deren Zwischen- räume ungefleckt sind. Thorax schwarz behaart 5 — Flügel gefleckt und bandiert. Thorax gelb behaart 3 3. Hinterleib grau '^ — Hinterleib rostfarbig (Fig. 44). 3. Eu. rufiventris n. sp. 4. Fühler merklich kürzer als das halbe Gesicht.^) 4. Eu. brevicornis n. sp. — Fühler länger als das halbe Gesicht 2.Eu. curia Ost.-Sack. 5. Flügelapikalfleck isoliert (Fig. 37). 6. Eu. separata n. sp. — Flügelapikalfleck mit der vorhergehenden Querbinde verbunden (Fig. 35). 7. Eu. conjuncta n. sp. G. Oberseite des Thorax und Hinterleibes schwarz, unbestäubt, matt chagriniert. Über die Fühlerwurzeln läuft quer ein violettschwarzes Band. 6. Eu. dorsata n. sp. *) Die Arten 25 — 33 sind mir unbekannt geblieben und daher in der Tabelle nicht mit berücksichtigt. -) Bei dieser Art sind die Schenkel schwarz, das erste und zweite Füldersilieil rot; ist die Färbung umgekehrt, so liegt Eu. punctulafa de Meij., in lit. vor. 330 Friedrich Hendel. — Oberseite des Thorax und Hinterleibes graulich bereift, gefleckt oder gestriemt. An den Fühlerwurzeln keine schwarze Querbinde . 7 7. Arista an der Wurzel nackt oder fast nackt 8 — Arista an der Wurzel abstehend behaart bis lang gefiedert . . 14 8. Flügel mit streifenartigen und scharf begrenzten dunklen Querbinden (Fig. 40). 5. Eu. tenuicornis Macquart. — Flügel ohne solche Querbinden, nur gefleckt und punktiert . . 9 9. Scheitel zwischen den Augen deutlich eingesattelt 10 — Scheitel nicht eingesattelt H 10. Erste Hinterrandzelle am Ende verengt. Pleuren punktiert (Fig. 46). 23. Eu. nigropunctata n. sp. — Erste Hinterrandzelle am Ende parallelrandig. Pleuren nicht punk- tiert (Fig. 42). 24. Eu. macuUpennis Guer. 11. Über die beiden Queradern sind die Flecke bindenartig angeordnet 12 — Flügel ganz gleichmäßig braun punktiert, ohne jede bindenähnliche Anreihung der Punkte (Fig. 41). 20. Eu. müiaria n. sp. 12. Fühlergruben unten ohne schwarze Flecke 12«) — Fühlergruben unten mit schwarzen Flecken 13 12a) Stirne länger als breit, nicht viel breiter als ein Auge, Fühler ^/^ des Gesichtes lang, Backen ^4 eines Auges hoch (Fig. 43). 22. Ell. platystomoides n. sp. — Stirne so lange wie breit, Vj^mvil so breit wie ein Auge, Fühler V2 des Gesichtes lang, Backen V3 eines Auges hoch. — Eu. robusta de Meij. i. litt. 13. Fühler ^1^ des Gesichtes lang; Backen ^/g eines Auges hoch. 19. Eu. latifrons n. sp. — Fühler kürzer als V2 cles Gesichtes; Backen V3 eines Auges hoch. 21. Eu. planiceps n. sp. 14. Kopf von vorne gesehen höher als breit, von eiförmigem Umrisse, Stirne VIomixl so lang wie breit. Thoraxrücken erheblich länger als breit (Fig. 45). 18. Eu. longifacies n. sp. — Kopf breiter als hoch, von rundlichem Umrisse. Thoraxrücken mehr quadratisch 1^ 15. Untergesicht an den Seiten bis aufs Praelabrum herab breit schwarz- braun gestriemt 1^ — Untergesicht nicht schwarz gestriemt 18 IG. Flügel in der Spitzenhälfte mit zwei bis drei breiten und durch- laufenden braunen Querbinden, die durch scharf abgegrenzte glas- helle Zwischenräume getrennt werden 16^) — Flügel dort nur mit einer vollkommenen Querbinde über die hintere Querader, sonst nur mit schmalen und kurzen Querstriemchen und Flecken, ohne hyaline, ungefleckte Binden. 17. Eu. calypterata Enderl. Die Arten der Platystominen. 331 16 y) Durch die Mitte der Discalzelle geht keine dunkle Flüg-clquerbinde. 16. Eu. büineata de Meij. — Durch die Mitte der Discalzelle geht über die kleine Querader eine vollständige dunkle Querbinde 17 17. Die zwei Endquerspitzen der Flügelspitze hängen am Hinterrande an der Posticalismündung zusammen. Stirnmitte mit einem isolier- ten, rotbraunen Flick von rundlicher Gestalt. Innere Vertikal- borsten fehlen (Fig. 38). 14. Eu. impingens Walk. — Obige Flügelquerbinden bleiben hinten voneinander getrennt. Stirne ohne abgesetzten rotbraunen Fleck. Innere Vertikalborsten vor- handen (Fig. 39). 15^) Eu. fusifacies Walk. 18. Füße ganz schwarz 19 — An den Füßen sind wenigstens die Fersen hell gefärbt ... 21 19. Querbinde über die hintere Querader in Flecke aufgelöst. Beine rotgelb. 11. Eu. penicülata n. sp. — Obige Querbinde ganz, nicht in Flecke aufgelöst. Schenkel pech- schwarz (Fig. 36) 20 20. Rücken grau mit zwei breiten dunklen Längsstriemen. 13. Eu. albolineata de Meij. — Rücken grau mit drei schmalen dunklen Längsstriemen. 12. Eu. protensa Walk. 21. Hinterleibstergite hinten verwaschen braun gesäumt. Hinterschenkel unten ausgebuchtet. 9. Eu. potens Walk. — Hinterleibstergite mit vier braunen Flecken. Hinterschenkel unten nicht ausgebuchtet. 10. Eu. ventraUs Walk. 1. Eitprosopia tir/rina Osten-Sacken. Ann. Mus. Genov., Vol. XVI, p. 473, Fig. (1881). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 258. 1 cf aus Neu-Guinea, Dorei (leg. Beccari), im Mus. Civ. Genova, Type Osten-Sackens. Der Kopf ist, von vorne gesehen, nach oben etwas eiförmig ver- jüngt, die Stirne iVomal so lang wie vorne breit, vorne breiter, am Scheitel schmäler als ein Auge, rot behaart. Arista (cf) am Ende schwach lanzettlich erweitert. Die Mitte des Schildes und der Rücken vor dem- selben gelb, der Rest des Rückens schwarz behaart. Am Hinterleib ist nur das basale Doppelsegment und die gelbe Medianstrieme gelb be- haart. Schwinger hellgelb, Schüppchen gelbweiß; Thoraxschüppchen gelb. Flügelschüppchen dunkelbraun gerandet. Innere Scheitelborsten fehlen. ^) Eu. squamifera de Meijere, unterscheidet sich nur dadurch von fusifacies Walk., daß die beiden braunen Flügelquerbinden über die Queradern von der vierten Längsader abwärts fast oder teilweise zur Berührung genähert sind, während sie bei fusifacies durch einen hyalinen Zwischenraum getrennt bleiben. 332 Friedrich Hendel. „Black, tliorax, with longitiidinal bright yellow stripes, abdomen with one such stripe; wings with 3 brown cross-bands on their distal half; apex brown, calescent with the third cross-band. Long. corp. 8 mm. — (Flügel 7 mm.) Face and front brownish-red: cheeks and orbits of the eyes silvery; palpi dark brown, reddish at the base; antennae brownish-red; arista black, reddish at the base, short-pliimose on its proximal third only. Thorax (matt) black, with five fulvous stripes; one in the middle of the dorsiim, rimning from the collare to the end of sciitellum; one each side between the humerus and the lateral corner of the sciitellum (without encroaching npon the latter): one each side across the pleiirae (oberhalb der Stern opleuralnaht); these stripes, especially the three middle ones, have perfectly parallel sides (und sind nur wenig schmäler als die schwarzbraunen Zwischenräume). Fectus grayish hoary in the middle, which color also invades the coxae. Abdomen black (braun) above, with a longitudinal pale yellow dorsal stripe of equal breath; male genitals black; venter grayish. Legs black; first tarsal joints white, their tip black. Wings subhyaline; the distal half with 3 blackish- brown cross-bands, attenuated behind, separated by very narrow inter- vals along the costa; apex black, coalescent on the costa with the third band." 2. Euprosojna curia Osten-Sacken. NotopsUa curia Osten-Sacken, Berl. Ent. Zeitschr., 1882, p. 210. 2 cf 9 ^us Formosa, Koshun (Sept. leg. Saut er), im Ungarischen Nationalmuseum. — Philippinen (O.-S.). Kopf von vorne gesehen so hoch wie breit, nach oben hin eiförmig verjüngt. Stirne schmal, l^/omal so lang wie vorne breit, am stark ein- gesattelten Scheitel so breit wie ein Auge, vorne nur etwas breiter; ßtirnaugenränder fast gerade. Stirne einfarbig samtartig goldgelb. »Scheitelplatten dunkel rotbraun, jedoch fast völlig weiß bereift. Augen- ränder silberig schimmernd. Stirnhärchen gelb. Untergesicht und unterer Hinterkopf matt ockergelb. Backengruben nach hinten zu bräunlich. Gesichtsrücken glatt, nur oben mit schwachen Längsfalten, weißlichgelb, im Profile sehr schwach geschwungen, fast gerade. Epistom und Praela- brum beiderseits wie bei Jongifacies H. braun gestriemt. Wangen schmäler als das dritte Fühlerglied. Lunula ungefleckt weißgelb. Fühler kurz, kaum merklich länger als die Hälfte des Untergesichtes, eingezogen, gelbrot, das dritte Glied wenig intensiver, dreimal so lang wie breit. Arista lang, nur an der gelben Wurzel schwach behaart. Augenränder des Untergesichtes mäßig divergierend. Praelabrum breit. Taster rötlichgelb. Oberer Hinterkopf mit Ausnahme des gelben Cere- brales dunkelgrau, hell gelblichgrau bereift, am Augenrande nur sehr Die Arten der Platystomincn. 333 fein schwarz punktiert. Backen im Profile etwas hölier als V3 des Auges. Dieses zweimal so hoch wie lang. Innere Scheitelborsten fehlen; äußere klein. Thorax und Schild von schwarzbrauner Grundfarbe, dicht grau bestäubt und überall dicht schwarz punktiert. Diese Punkte sind auf den Mesopleuren am größten. Auf dem Rücken zeigen sich zwei aus je drei hintereinanderliegenden Strichen gebildete schwärzliche Längs- striemen, eine wenig deutliche Medianlinie und verschiedene, von den Punkten gebildete Flecke und Striemen. Auf der Mitte des Schildes zwei schwarze Punkte nebeneinander (cf) oder drei schwache Längs- striemen (9)-^) Das Schildchen ist am Hinterrande ausgerandet, konkav. Die Behaarung ist überall hell goldgelb. Sechs Schildchenborsten, die zwei äußersten etwas nach oben gerückt. Hinterleib von dunkler Grundfarbe, gelbgrau bereift und auf allen Tergiten mit gelben, etwas lanzettlich erweiterten Borsten zerstreut be- setzt. Während sich beim cf dunklere sepiafarbige Flecke auf den Ter- giten kaum unterscheiden lassen, treten solche beim 9 in eiförmiger Ge- stalt in einem nach hinten konvergierenden, also schief liegenden Paare auf dem dritten und vierten Ringe deutlich hervor. Außerdem erscheint der Hinterrand des zweiten und der Vorderrand des fünften Tergites braun. Vorderhüften und Beine rotgelb, graulich bereift. Schenkel in der Wurzelhälfte, Schienen am Ende dunkelbraun. Füße schwarzbraun, Ferse weißgelb. An den vier hinteren Füßen ist auch noch das zweite Fußglied rötlich. Vorderschenkel nur kurz beborstet. Flügel mit Ausnahme der Wurzelzellen und eines durchgehenden Querzwischenraumes zwischen den beiden Queradern, die sparsamer gefleckt sind, ziemlich gleichmäßig und so dicht mit braunen Punkten und teilweise der Quere nach zusammengeflossenen Flecken bedeckt, daß die hyaline Grundfarbe des Flügels kaum überwiegt. Über die hintere Querader geht eine teilweise unterbrochene braune Querbinde zum Hinterrande des Flügels, welche vorne breiter ist und in der Rand- und Unterrandzelle mit je drei Flecken in einer Querreihe auf gelblichem Grunde beginnt. Eine gleiche Querbinde, nur noch mehr in Flecke auf- gelöst, geht über die kleine Querader bis an die Posticalis herab und beginnt in der Subkostal- und dem darunterliegenden Teil der Marginal- zelle ebenfalls mit je drei braunen, intensiveren Flecken auf gelblichem Grunde. Die erste Hinterrandzelle ist in der Endhälfte ganz parallelrandig, Schwinger gelb. Schüppchen weißlich. Flügelschüppchen außen bräunlich gerandet. Körper 7 mm, Flügel 6 mm lang. ^) Da ich nur je 1 (J und ? besitze, kann ich nicht angeben, ob diese Schild- chenzeichnung konstant ist. 334 Friedrich Hendel. 3. JEuprosopia rußventris n. sp. (Fig. 44). 6 cf 9? Key-Inseln bei Neu-Guinea, in der Sammlung des Herrn Prof. Herr mann in Erlangen. Kopf von vorne gesehen etwas höher als breit, nach oben hin etwas eiförmig verjüngt. Stirne deutlich länger als vorne breit, vorne ^/gmal so breit wie ein Auge, am stark eingesattelten Scheitel nicht viel schmäler. Stirnaugenränder fast gerade. Stirne wie bei ciirta O.-S. ge- färbt und behaart. Untergesicht samt Praelabrum nach hinten zu bräun- lich. Untere Enden der Fühlergruben dunkelbraun; von dort ziehen zwei nach unten hin kaum konvergierende braune Linien bis zum Mundrande. Gesichtsrücken unten glatt, oben mit einigen schwachen Längsfalten, im Profile fast gerade. Wangen breiter als das dritte Fühlerglied. Fühler kurz, nur so lang wie das halbe Untergesicht oder selbst kürzer erscheinend, eingezogen, gelbrot, das dritte Glied dreimal so lang wie breit. Arista an der gelben Wurzel deutlich, abstehend behaart. Praela- brum breit. Taster gelbrot. Hinterkopf wie bei curia O.-S. bestäubt und punktiert, außerdem noch mit zwei schwärzlichen Striemen, die vom Augenrande konvergierend zum Halse verlaufen. Dieselben erscheinen jedoch auch bei curia O.-S. angedeutet. Backen ^/^ eines Auges hoch, dieses zweimal so hoch wie lang. Innere Vertikalborsten fehlen; äußere sehr klein. Thorax und Schild wie bei curia O.-S. gezeichnet, doch deutlich gelblich bestäubt. Die von den schwarzen Punkten gebildeten Flecke und Striemen des Rückens treten hier deutlicher hervor als bei den zwei Stücken von curia O.-S. So sieht man in den zwei Zwischenräumen beiderseits der Medianlinie je eine hinten abgekürzte und dort fast fleck- artig verdichtete breite Punktstrieme, zwei solcher Striemen übereinan- der in der Supraalargegend und einen derartigen Fleck hinter dem Schultercallus. Das Schild zeigt bei manchmal rötlicher Grundfarbe die drei Längsstriemen wie beim 9 roso2)ia jyrotensa Walker (Fig. 36). Platystoma protensa Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. VII, p. 228, 30 (1864). 4 cf 9 ^^^ Neu-Guinea, Seleo, Berlinerhafen (leg. Biro), im Un- garischen Nationalmuseum. — Waigeu, Papua-Insel (Walker). Kopf von vorne gesehen deutlich breiter als hoch, aber noch rund- lich. Stirne breit, etwas länger wie breit, vorne iVomal so breit wie ein Auge, oben am Scheitel so breit wie eines, dort nicht eingesattelt und nur etwas konkav. Stirnaugenränder mäßig gebogen. Stirnstrieme seidenartig goldgelb, am Augenrande und an den Wangen breit silber- weiß schimmernd. Desgleichen sind die Scheitelplatten weiß bereift. Stirnhärchen hellgelb. Gesichtsrücken und Praelabrum rotgelb, glatt, ziemlich glänzend. Lunula und Backengruben mattgelb. Im Profile zeigt der Gesichtsrücken eine fast gerade Linie. Fühler ^/^ des Untergesichtes lang, gelbrot, das dritte Glied etwas dunkler, zirka viermal so lang wie breit. Arista lang, an der roten Wurzel abstehend fein behaart, an der Spitze beim cf mit lanzettlicher Palette. Wangen so breit wie das dritte Fühlerglied, unten nicht verschmälert. Die Augenränder des Unterge- sichtes divergieren nur sehr wenig. Praelabrum breit und hoch. Taster rotgelb. Unterer Hinterkopf und Cerebrale gelb, oberer Hinterkopf olivengrau, alles weißlich bereift. Backen nur wenig höher als ^/4 eines Auges. Dieses im Profile nicht ganz zweimal so hoch wie lang. Beide Paare Vertikalborsten gut entwickelt. Thorax und Schild von dunkelbrauner Grundfarbe, manchmal das letztere etwas rötlich, beide dicht hell olivengrau bereift. Rücken in der Zentralregion mit drei dunkelgrauen durchgehenden Längsstriemen, die sich weniger deutlich auf das Schildchen fortsetzen. Die zwei äußeren sind breiter. Außerdem sieht man in der Supraalargegend einen Längs- striemenrest. Vorne auf den Mesopleuren ein schief nach unten ge- richteter schwärzlicher Strich. Die längeren Haare an den Pleuren und einige wenige hinten am Rücken gelb, die übrige kürzere Behaarung ist durchaus schwarz. Schild mit sechs Borsten, die zwei äußeren höher. Die Arten der Platystominen. »^^^ Hinterleib dunkel, wie der Thorax heller olivengrau bereift, aber doch etwas glänzend. Gegen den Hinterrand 7ai werden die Tergite zwei bis fünf allmählich dunkler, sepiafarbig. Die Hinterleibswurzel und die Hinterränder der Tergite sind deutlich gelb behaart. Die übrige, kürzere Behaarung erscheint schwärzlich. Das allein rotbraune fünfte Segment des 9 ist gelbrot behaart. Hüften und Beine wie bei Eupr. impingens Walk, gefärbt. Die Vorderschenkel sind ziemlich lang beborstet. Flügel in der Wurzelhälfte glashell, vorne etwas gelblich, nur mit wenigen verwaschenen Flecken bedeckt. Subkostalzelle gelb, mit braunem Punkt an der Mediastinamündung; darunter liegen in der Marginalzelle vier bis fünf intensiver braune Punkte und in der Submarginalzelle be- ginnt dann eine über die kleine Querader und durch die Discalzellenmitte laufende schmale Querbinde, die an der Querader etwas fleckig erweitert und am intensivsten ist, unterhalb der Posticalis aber verwaschen wird und oberhalb der Anaiismündung endet. Eine zweite Querbinde läuft über die hintere Querader, ist scharf begrenzt, hinten verengt und an der Kosta in der Marginalzelle, eventuell auch in der Submarginalzelle gelb gegittert. Zwischen ihr und der vorhergehenden Querbinde liegt eine vorne abgekürzte Querstrieme, die vom Flügelhinterrand bis in die Discalzelle hineinreicht. Die dritte Querbinde ist isoliert, parallelrandig, vorne nicht gegittert und zieht von der Radialismündung durch die Mitte der zweiten Hinterrandzelle. Ebenso isoliert ist der symmetrische, innen senkrecht begrenzte Apikaifleck. Die zwei hyalinen Zwischen- räume der Flügelspitze sind schmäler als die braunen Querbinden. Die erste Hinterrandzelle ist an der Mündung durch sanftes Zusammen- neigen der zwei Längsadern etwas verengt. Schwinger rostgelb mit braunem Kopfe. Schüppchen weiß. Flügel- schüppchen bräunlich gerandet. Körper 8 — 10 mm, Flügel 75 — 10 mm lang. 13. Eiipi'osopia albolineata de Meijere. Nova-Guinea, Vol. 9, Livr. 3, p. 367, tab. 10, Fig. 39 (1913). 1 9 ^^is Neu-Guinea, Heuvel-Biwak. Während bei voriger Art der Rücken hell olivengrau ist und drei schmale dunkelbraune Längsstriemen zeigt, sieht man auf ihm hier nur zwei, aber sehr breite dunkelbraune Striemen. Die Medianlinie fällt hier in eine hellgraue Strieme, dort in eine dunkelbraune Linie. Sonst gleichen sich die zwei Arten. 14. Euprosopia ijnpingens Walker (Fig. 38). Platystoma impingens Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. VIII, p. 134, (1865). — Euprosopia fusifacies de Meijere, Nova-Guinea, Vol. V, Zool. Dipt., p. 92. Taf. 1, Fig. 12—13 u. Vol. IX, p. 367 (1913). 346 Friedrich Hendel. cT 9 aus Neu-Guinea, Simbang im Hiion-Golf, Insel Niisa und Insel Thiar, in der Astrolabe-Bai (leg. Birö), im Ungarischen Nationalmuseum. — Papua-Insel Salawati (Walker). Kopf von vorne gesehen etwas breiter als hoch, fast kreisrund. Stirne breit, so lang wie breit, vorne fast zweimal so breit wie ein Auge, am Scheitel nur etwas konkav, nicht eingesattelt und ^/omal so breit wie ein Auge. Stirnaugenränder stark gebogen. Stirne seidenartig gold- gelb, in der Mitte mehr rötlich. Scheitelplatten rotbraun, weiß bereift; häufig innen in einen kurzen roten Strich nach vorne ausgezogen. Auf der Stirnmitte liegt ein auffälliger, satt rotbrauner Fleck von rundlicher Gestalt. Vorderrand der Stirne schmal rot. Stirn- härchen gelblich. Gesichtsrücken schwach glänzend, ziseliert, gelb. Die untere Hälfte der Wangen und die vordere der Backengruben kaffee- braun; die sich unmittelbar nach innen anschließenden Seiten des Epistoms bis zu den Fühlergruben und das untere Ende dieser schwarz- braun. Die hintere Hälfte der Backengruben und der untere Hinterkopf gelb. Im Profile tritt der Mundrand deutlich etwas vor. Die Wangen sind so breit wie das dritte Fühlerglied, nach unten hin etwas schmäler. Lunula rotgelb. Fühler kurz, die Hälfte des Unter- gesichtes lang, ziemlich gleichmäßig gelbrot, das dritte Glied zirka drei- mal so lang wie breit. Arista an der Basis rot, bis auf die Spitze sehr lang und abstehend gefiedert. Die Fiederbreite ist zweimal so breit wie das dritte Fühlerglied. Das cf scheint am Ende keine Palette zu tragen. Die Augenränder des Untergesichtes divergieren erst unterhalb der Fühlerwurzeln. Praelabrum groß, breit und hoch, wulstig, schwarzbraun, nur in der Mitte gelb. Taster schwarz, an der Wurzel rot. Hinterkopf am Scheitelrande bräunlich, sonst hell gelbgrau bestäubt. Backen niedri- ger als ^/g der Augenhöhe. Das Auge ist im Profile kürzer als die Hälfte der Höhe. Innere Scheitelborsten fehlen. Thorax und Schild von schwarzbrauner Grundfarbe, dicht bräun- lichgrau bestäubt; die längeren Haare hinten auf dem Rücken, oben auf dem Schilde und an den Pleuren gelb, die kurzen Härchen jedoch schwarz. Auf dem Rücken sieht man vier gleichbreite dunkelbraune Längsstriemen, die vor dem Schilde undeutlich werden; die zwei inneren sind kürzer als die äußeren, aber etwas intensiver. Auf der Supraalar- gegend des Rückens liegt ein runder schwarzer Fleck und vor dem- selben, meist weniger deutlich der Rest einer weiteren Längsstrieme. Oberseite des Schildes mit drei dunkelbraunen Längsstriemen. Die Meso- pleuren sind etwas braunfleckig, was zumeist wohl durch Abschaben hervorgerufen wurde. Immer aber sieht man unterhalb der Mitte ein kleines braunes Mondchen. Schild hinten mit vier Borsten, von welchen die äußeren etwas nach oben gestellt sind. Hinterleib von dunkler Grundfarbe, an der Basis heller oliven- grau, nach hinten zu allmählich dunkler, ins Sepiabraune, bereift, doch Die Arten der Platystominen. 347 noch etwas glänzend. An den Hinterrändern der Terglte. sowie auf der Fläche derselben stehen in ziemlich gleicher Verteilung gelbe, lanzett- förmige Schüppchen. Auf der Längsmitte dieser Tergite ist die Grund- behaarung dicht und hell gelb, sonst schwarz. Die längeren Haare der Abdominalwurzel sind gelblich. Hüften und Beine pechschwarz, mäßig glänzend. Die vier hinteren Schienen von der Wurzel her mehr oder weniger ausgedehnt rotbraun. Die Schenkel ventral in der Mitte vielfach etwas dunkelrot schimmernd. Alle Füße schwarz, die hintersten an den zwei Gliedern posterior rot- gelb schimmernd behaart. Vorderschenkel nur sehr kurz beborstet. Flügel glashell, in der Wurzelhälfte ziemlich stark schwarz gefleckt, so auch der Schulterlappen und die dritte Hinterrandzelle, nur die zwei Wurzelzellen und die Basis der Discalzelle fast glashell, nur mit ein bis zwei Punkten bedeckt. Eine spitzdreieckige Flügelquerbinde beginnt vorne mit der Breite des Randmales, ist bis an die kleine Querader herab gelb gegittert, verjüngt sich darunter stark und löst sich unterhalb der Posticalis in Flecke auf. Gleichfalls keilförmig ist die über die hintere Querader ziehende Querbinde, die am breiten vorderen Ende bis zur Cubi- talis herab lebhaft gelb gefleckt ist und am hinteren schmalen Ende voll- kommen und breit mit der schief von der Radialismündung herabziehen- den dritten Querbinde zusammenhängt. Diese selbst wieder ist von dem braunen, nur das Ende der ersten Hinterrandzelle ausfüllenden Apikal- fleck nur durch ein oder zwei kleine glashelle Punkte ganz unvollständig getrennt. Von dieser Verbindungsstelle aus zieht ein schiefes braunes Striemchen quer durch die Spitze der zweiten Hinterrandzelle. Die erste Hinterrandzelle ist an der Mündung deutlich verengt. Schwinger gelb. Schüppchen weiß, das des Flügels schwärzlich gerandet. Körper und Flügel 7 — 10 mm lang. 15. Enprosojna fusifacies Walker (Fig. 39). Platystoma fusifacies Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. III, p. 113, 127 (1859). — Euprosopia fusifacies Osten-Sacken, Ann. Mus. Genov., Vol. XVI, p. 473 (1881). Syn. Euprosopia squamifera de Meijere, Nova-Guinea, Vol. 9, Livr. 3, p. 868, Tab. 10, Fig. 40 (1913). 7 cf 9 aus Neu-Guinea: Simbang und Sattelberg. — Huon-Golf, Friedrich Wilhelmshafen, Stephans-Ort. — Astrolabe-Bai (leg. B i r 6), im Ungarischen Nationalmuseum; aus Neu-Guinea, Moroka, Dilo, Pau- momu-Fluß (leg. Loria), im Mus. Civ. Genova. — Ara-Inseln (Walker). Kopf von vorne gesehen etwas breiter als hoch, fast kreisrund. Stirne breit, so lang wie breit, vorne iVsmal so breit wie ein Auge, am Scheitel nicht eingesattelt, nur etwas konkav und ein wenig schmäler als ein Auge. Stirnaugenränder stark gebogen. Stirnstriemenmitte gelbrot, 348 Friedrich Hendel. nach vorne hin aUmählich dunkler bis rotbraun werdend, an den Seiten gelb. Aug-enränder und Scheitelplatten weißschimmernd. Stirnhärchen gelb. Gesichtsrücken gelb, schwach glänzend, ziseliert. Die unteren Wangen und die Backengruben rotbraun, letztere nach hinten etwas heller. Die nach innen sich anschließenden Seiten des Epistoms bis zu den Fühlergruben und das untere Ende dieser schwarzbraun. Diese dunklen Seiten des Epistoms sind ausgedehnter als bei Eupr. impingens Walk, und berühren sich fast am Mundrande, während die Mundrand- mitte bei der genannten Art breiter gelb ist. Der Hinterkopf ist mit Ausnahme des rötlichen Cerebrales schwarzbraun, grau bereift, manch- mal unten etwas rötlich oder gelblich. Oben am Augenrande liegt parallel mit ihm jederseits ein kurzer schwarzer Strich. Im Profile tritt der Mundrand deutlich vor. Die Wangen sind nur oben so breit wie das dritte Fühlerglied, in der Mitte aber schon schmäler. Lunula rot. Fühler nur etwas länger als die Hälfte des Untergesichtes, rot, das dritte Glied rotbraun und zirka dreimal so lang wie breit. Arista an der Wurzel rot, bis auf die Spitze lang und abstehend gefiedert. Die Fiederbreite zwei- mal so breit wie das dritte Fühlerglied. Das cf hat am Ende eine lanzett- förmige Palette. Die Augenränder des Untergesichtes divergieren erst unterhalb der Fühlerwurzeln. Praelabrum groß, breit und hoch, wulstig, schwarzbraun, nur in der Mitte gelb. Taster schwarz, an der Wurzel rot; die äußerste Spitze weiß bereift. Backen ^/^ eines Auges hoch. Auge ungefähr zweimal so hoch wie lang. Beide Scheitelborstenpaare deutlich entwickelt. Thorax und Schild von schwärzlicher Grundfarbe, dicht, meist asch- grau oder weniger bräunlichgrau bestäubt, wie bei Eupr. impingens Walk, behaart. Rücken der Länge nach dunkler, grau oder schwärzlich gestriemt, die Zeichnung aber nicht scharf abgesetzt. Innerhalb der zwei Dorsozentralborsten und den Quernahtästen drei solche Striemen. Die mittlere ist linienartig, in der Mitte unterbrochen, die zwei seit- lichen sind breiter und hinten abgekürzt, manchmal nach vorne heller grauschimmernd und dann dort undeutlicher. Alle drei bilden vor dem Schilde keilförmige Flecke, deren Spitzen nach vorne zeigen. Außer- halb dieser Striemen liegen in der Lateralregion jederseits noch zwei solche, an der Quernaht unterbrochen und vor derselben vereinigt. Pleuren schwärzlich und aschgrau schillernd, seltener rötlich durch- scheinend und heller. Schild an den Seiten dunkler als in der Mitte, am Hinterrande mit vier Borsten in einer Reihe. Hinterleib an der Wurzel heller, sonst dunkel sepiafarbig, schwach glänzend, schwach olivengrau bereift. Die Tergite drei bis fünf sind zerstreut und ziemlich gleichmäßig mit hellgelblichen, lanzettlichen Schüpiichen besetzt. An diesen Tergiten ist die kurze Behaarung dunkel, am basalen Doppelsegmente und am Bauche länger und gelblichweiß. Die Arten der Platystominen. ^^^ Beine wie bei Eupr. impingens Walk, beschrieben, nur in der Regel dunkler, namentlich das Braun an den Schienen. Die Vorderschienen des cT haben eine eigene Verzierung; sie sind nämlich posteroventral mit Ausnahme der Wurzel mehrreihig mit längeren und kürzeren schwarzen Borsten besetzt, welche sich am Ende spatelartig verbreitern und dort weiß gerandet sind. Die Flügelzeichnung gleicht bis auf folgende Unterschiede ganz der von Eupr. impingens Walk. Die erste Querbinde ist an der Kosta nur ganz wenig, die zweite gar nicht gelb gegittert, so daß die gelbe Farbe, die vorne an den Querbinden bei impigeus so stark auffällt, hier nicht in Betracht kommt. Die erste Querbinde erreicht fast den Flügcl- hinterrand und löst sich dort nicht in Flecke auf. Die zweite und dritte Flügelbinde bleiben hinten vollkommen getrennt voneinander. Schwinger, Schüppchen und Größe wie bei Eupr. itnpingens Walk. Eupr. squamifera de Meijere halte ich für eine hiehergehörige Form, bei der die zwei braunen Flügelbinden, die über die Queradern laufen, sich hinten teilweise berühren. 16. Euprosoxna hilineata de Meijere. Nova-Guinea, Vol. 5, Zool., Dipt., p. 92, Taf. 1, Fig. 14 (Flügel) (1906) und Vol. 9, p. 367 (1913). 1 9 aus Neu-Guinea, oberes Jamur-Gebiet, 5. August. „Kopf gelblichweiß, Stirn matt gelbbraun, gleich oberhalb der Fühler etwas dunkler rotbraun. Augenränder weiß. Untergesicht gelb, mit einigem Glänze, an den Seiten schwarz, indem sich eine Strieme von den Augen bis zum Mundrande erstreckt und dabei zum Teil auch über das Untergesicht verläuft. Die Oberlippe dadurch ebenfalls an den Seiten schwarz, nur in der Mitte schmal gelb. Fühler rotbraun, Fühler- borste lang, an der Wurzelhälfte jederseits schwarz gefiedert. Taster schwarz, desgleichen der breite Rüssel. — Thorax hell gelblichgrau, mit zwei Längsstriemen, die lichtgraue Mittelstrieme fast gleichbreit. Gleich hinter den Schulterbeulen findet sich eine dunklere Stelle, welche sich bis zur Flügelwurzel erstreckt. Brustseiten mehr weißlichgrau. Schildchen mit vier Borsten; vor demselben die zwei einzigen Dorsozentralborsten. Hinterleib hell gelblichgrau, an den vorderen Ringen zu beiden Seiten der Mittellinie etwas verdunkelt. Legeröhre glänzend schwarz. Der Hinterleib ist kurz, aber dicht gelblich behaart. Von Schuppen findet sich keine Spur. Beine schwarz, nur die Wurzel der Hinterschienen, namentlich an der Innenseite, rötlichgelb. Flügel mit zwei vollständigen Querbinden, von welchen die innere am Vorderrande breit anfängt und über die hintere Querader läuft; die äußere, schmälere erreicht den Hinterrand nicht ganz. Sie ist an der Außenseite eingebuchtet; vor derselben liegt an der Flügelspitze ein 350 Friedrich Hendel. rundlicher Fleck. Die Wurzelhälfte des Flügels zeigt mehrere kleine, dunkle Fleckchen. Flügellänge 9 mm; der Körper ist infolge Zusammenschrumpfung schwer meßbar." 17. Biiprosoxyid calijpterata Enderlein. Zool. Jahrb., Vol. 33, p. 359, Fig. D (1912). cT 9 ^^^s Sumatra, Soekaranda, Januar. Kopf von vorne so hoch wie breit. Stirne ungefähr so lange wie vorne breit, hier deutlich breiter, am Scheitel kaum breiter als ein Auge und eingesattelt. Ozellen- und Scheitelplatten dunkelbraun. Backen Vo eines Auges hoch. Fühler rot, kürzer als ^2 ^^^s Gesichtes. Arista in der Basalhälfte fein gefiedert, die Fiederbreite kommt ungefähr der des dritten Antennengliedes gleich. Klypeus mit Längsfurchen, im Profile fast gerade. Augen doppelt so hoch wie lang. — Thoraxrücken kaum länger als breit. Schild hinten konvex. Im übrigen siehe Enderleins Beschreibung. Körper 10 — 11 mm, Flügel 9 mm lang. 18. Eujyt'osojna lougifacies n. sp. (Fig. 45). Hendel, Gen. Plat., Fig. 254. 2 9 aus Formosa, Fuhosho (leg. Saut er), im Ungarischen National- museum, Kopf von vorne gesehen deutlich höher als breit, eiförmig, nach oben hin verjüngt. Stirne schmal, gut Vj^mdA so lang wie vorne breit, ^/gmal so breit wie ein Auge, am stark eingesattelten Scheitel weitaus schmäler als ein solches. Stirnaugenränder gebogen. Stirne samtartig rotgelb. Zwei braune, von den Scheitelplatten ausgehende Linien ver- einigen sich vorne in der Stirnmitte. Scheitelplatten und Augenränder scharf abgesetzt weiß bereift. Stirnhärchen gelb. Das ganze Unterge- sicht matt wachsgelb, der glatte Gesichtsrücken am hellsten, im Profile eine fast gerade Linie zeigend. Vom unteren Ende der Fühlergruben zieht eine braune Strieme zum Mundrande, die sich selbst auf das Prae- labrum hin fortsetzt. Die Backengruben sind am Hinterrande etwas ge- sättigter gefärbt. Die Wangen sind so breit wie das dritte Fühlerglied. Lunula beiderseits bräunlich gefleckt. Fühler kurz, etwas kürzer als die Hälfte des Untergesichtes, eingezogen, rot, das dritte Glied mehr braun, fast viermal so lang wie breit. Arista lang, an der Wurzel rot, im Basal- viertel dicht und fein abstehend behaart, sonst nackt. Augenränder des Untergesichtes schwach divergierend. Praelabrum breit und groß. Taster breit, rotgelb, an der Wurzel braun gefleckt. Hinterkopf über dem Halse weiß schimmernd, beiderseits des Cerebrales dunkler grau bestäubt, nach unten hin dann gelblichweiß bereift. Backen nur ^4 eines Auges Die Arten der Platystominen. 351 hoch, dieses doiipelt so hoch wie lang. Innere Scheitelborsten fehlen, äußere lang und kräftig. Thorax und Schild von dunkelbrauner Grundfarbe, aber dicht mäusegrau bestäubt und überall hell goldgelb behaart. Rücken mit drei dunkelbraunen Längsstriemen, die auch auf das Schildchen übertreten. Die zwei seitlichen derselben sind breiter und intensiver und an der Quernaht unterbrochen. Außer diesen deutlichen Längsstriemen sieht man auch die Spur einer solchen jederseits in der Lateralregion des Rückens. Mesopleuren etwas unter der Mitte mit einem kleinen schwarz- braunen Flecke. Schulterbeulen etwas rötlich schimmernd. Schild mit sechs Borsten, wovon die äußeren nach oben gerückt sind. Das basale Doppeltergit des Hinterleibes wie der Rücken mäuse- grau, seitlich am Hiiiterrande jedoch, sowie auch die ganzen Seiten der Tergite drei bis fünf sepiabraun. Ein breiter Längsstreifen von hell graugelber Farbe läuft über die Tergite drei bis fünf und verbreitert sich nur ganz hinten etwas. Die Behaarung desselben ist leuchtend hell- gelb, die des übrigen Hinterleibes matter oder mehr rötlich. Erstes Glied des Ovipositors scliwarz, gelb behaart. Hüften und Beine rötlich ockergelb, graulich bereift. Vorder- schenkel größtenteils gebräunt, die vier hinteren nur fleckenartig in geringer Ausdehnung. Alle Schienen am Ende braun. Füße schwarz- braun, Ferse in den zwei Wurzeldritteln rotgelb. An den hintersten Füßen ist auch noch das zweite Glied etwas rötlich. Vorderschenkel posterodorsal der ganzen Länge nach, posteroventral in der Spitzenhälfte mit langen schwarzen Borsten besetzt. Die Flügelzeichnung ist in der Anlage und Farbe fast die gleiche wie bei Eiqjr. potens Walk, angegeben. Die Subkostalzelle ist aber bis auf die äußerste rote Spitze ganz schwarz, der darunterliegende Teil der Marginalzelle intensiv gelblichrot und schwarzbraun punktiert, ebenso das obere Ende der oberhalb der hinteren Querader in Flecke aufgelösten dortigen Querbinde in dieser Zelle. Bei potens heben sich diese zwei Stellen am Flügelvorderrande nicht dunkler ab. Die Querbinde zwischen dem Apikaiflecke und derjenigen über die hintere Querader ist undeut- lich, w^eil vollständig in Flecke aufgelöst. Die erste Hinterrandzelle ist am Ende parallelrandig. Schwinger gelb. Flügelschüppchen weiß, schmal dunkelbraun ge- randet, Thoraxschüppchen weiß, breit hellbraun gesäumt. Körper 12 mm, Flügel 11mm lang. 19. Euproso^^ia latlfvons n. sp. 1 c? '^us Ceylon (leg. T. Bainbrigge-Fletcher), im British Museum in London. Kopf von vorne gesehen ungefähr kreisrund. Stirne vorne sehr breit, "^/^ der Länge breit, ungefähr doppelt so breit wie ein Auge, oben 352 Friedrich Hendel. Stark verengt, so breit wie ein Auge. Augenränder der Stirne stark bogig. Scheitel niclit eingesattelt. Stirnfläche flach gewölbt, nicht punk- tiert, matt rotbraun, fein gelb behaart; Scheitelplatten nicht dunkler. Vorderrand der Stirne, Lunula, Fühlergruben, Wangen und Backen- gruben schwärzlich rotbraun; untere Ecken der Fühlergruben mit einem schwarzen Fleck, der sich nach unten und innen als schiefe Querstrieme bis zum Mundrand fortsetzt. Klypeus rotgelb, matt chagriniert, ohne Längsfalten. Backengruben nur uneben. Epistom und Klypeus bilden zusammen eine etwas zurückweichende Fläche, die am unteren Ende der Fühlergruben schmäler als die Stirne ist; der äußerste Mundrand jedoch wird durch eine scharfe Querrinne abgegrenzt.^) Wangen schmäler als das dritte Fühlerglied, oben silberig. Fühler rotbraun, an der Wurzel noch dunkler. Drittes Glied dreimal so lang wie breit. Arista nackt, in der spindeligeh Wurzel rot, am Ende mit weißer lanzettförmiger Palette. Die Fühler sind % des Untergesichtes lang. Praelabrum von mittlerer Breite, schwarzbraun. Taster schwarz, an der Wurzel rot; das Ende schimmernd silberweiß. Backen nur ^/g einer Augenhöhe hoch. Augen im Profile deutlich breiter als die Hälfte der Höhe. Innere Scheitelborsten fehlen. Thorax schwarzbraun, matt. Rücken mit fünf ockerigen Längs- binden; die äußersten am breitesten und weniger gut abgegrenzt, die Medianstrieme breiter als das danebenliegende Paar. Pleuren weißgrau bereift und wie der Rücken dicht schwarz punktiert. Schildchen rot- braun, oben etwas dunkler. Der ganze Thorax und das Schild sind dicht mit goldgelben Haaren bedeckt. Schild mit sechs Borsten, die äußeren zwei nach oben gerückt. Hinterleib in der Wurzelhälfte und am Bauche gelbrot, sonst dunkel kaffeebraun, matt, mit einer breiten dorsalen Längsbinde aus ocker- gelbem Reife und gelben Haaren. Außerdem sieht man gleichmäßig zer- streut auf den Tergiten lanzettliche gelbe Haare. Die vier hinteren Beine samt Hüften ockergelb; deren Schenkel ventral in der Spitzenhälfte schwarz, deren Schienen am Ende breit schwarz und ventral an der Wurzel schwarz gestreift. An den Vorder- beinen sind Schenkel und Schienen an der Vorderseite gegen die Wurzel hin rötlich, sonst samt den Hüften schwarzbraun. Alle Füße schwarz, die Ferse mit Ausnahme der äußersten Spitze schneeweiß. Die Flügel des einzigen Stückes sind verrunzelt. Doch ist zu sehen, daß dieselben jenen von Eupr. platystomoides fast gleichen. Schwinger, Schüppchen und Größe wie bei dieser Art. Die Thorax- schüppchen sind aber ganz bräunlichgrau. ^) Unreifes Exemplar? Die Arten der Platystominen. ^^^ 20. Euprosopia millaHa n. sp. (Fig-. 41). Platystoma pectorale Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 6, p. 13, 44 (1862). Syn. Euprosopia cUminuUva Walker, in de Meijere, Nova-Guinea, Vol. 9, Livr. 3, p. 368, Tab. 10, Fig. 41 (1913). 2 9 aus dem papiianischen Gebiete, Insel Deslacs (leg. Biro), im Ungarischen Nationalmuseum. — Djilolo, Molukken (Walker). Kopf von vorne gesehen so hoch wie breit, fast kreisrund. Stirne IV^mal so lang wie breit, ungefähr so breit wie ein Auge und oben und unten fast von gleicher Breite, mit schwach konvexen Augenrändern. Strieme matt gelb; Scheitelplatten und ein schmaler Augenrandsaum gelbweiß, je ein Punkt vor den ersteren und der Ozellenhöcker schwarz; eine vorne sich gabelnde Medianlinie der Strieme rotbraun. Gesicht, Wangen, Backen, Fühler, Praelabrum und Taster ebenfalls matt gelb. Die unteren Ecken der Fühlergruben und die gerade Fortsetzung der- selben zum Mundrande als Linie dunkelbraun. Auch der Mundrand und das Praelabrum zeigen eine feine braune Mittellinie. Fühler zirka 2/3 des Gesichtes lang; drittes Glied oben ein wenig gebräunt, Arista lang, nackt. Wangen sehr sclnnal, Backen nur Vs eines Auges hoch. Beide Scheitelborstenpaare gut entwickelt. Oberer Hinterkopf dunkelgrau be- reift. Cerebrale gelbgrau. Leib von dunkler, schwärzlicher Grundfarbe. Thoraxrücken und Schild dicht gelbgrau bereift, ersterer mit sieben dunkler braunen, wenig deutliclien Längslinien in gleichen Abständen versehen, kurz schwarz, ganz hinten aber und auf dem Schilde glänzend goldgelb behaart. Hinter- rand des Schildes etwas rötlich. Pleuren dunkel aschgrau mit drei leb- haften, goldfilzigen Längsbinden; je eine schmale auf der Notopleural- naht und durch die Mitte der Sternopleuren und eine breite durch die Mitte der Mesopleuren. Schildchen mit vier Borsten. Der Hinterleib ist leider bei den zwei Stücken verschimmelt und kann ich nur so viel wahrnelnnen, daß er dunkelbraun oder graubraun ist, seitlich sogar einigen Wachsglanz und in der gekielten Längsmitte eine gelb bestäubte breite Medianstrieme zeigt. Ovipositor dunkel, breit herzförmig. Vorderhüften und Schenkel dunkel aschgrau; an den vier hinteren Schenkeln sind die Spitzen und eine posterodorsale Längsstrieme rot- gelb. Schienen rotgelb, an den vorderen die Endliälfte, an den vier hinteren das Endviertel schwarz. Füße schwarz, Ferse weißlich. Der ganze Flügel ist überall fast gleichmäßig braun punktiert und nimmt die Größe und Intensität der Punkte nur allmählich gegen den Flügelhinterrand zu ab. Diese Flecke liegen zwischen der Kosta und der dritten Längsader einreihig, darunter zweireihig und unter der Posticalis mehrreihig in den Zellen und herrschen gegenüber den hellen Zwischen- räumen vor. Die kleine Querader liegt beträchtlich vor der Mitte der AblKuidl. d. k. k zool.-botan. Ges. Bd.VII], Heft 1. "^-^ 354 Friedrich Hendel. Discalzelle; die beiden letzten Absclniitte der Discoidalis sind von un- gefähr gleicher Länge und der letzte ist an seiner Mündung etwas auf- gebogen. — Schwinger rostgelb. Körper und Flügel 45 — 5 mm lang. Anmerkung: In der Beschreibung von Platyst. diminutiva Walk., Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 8, p. 121 (1865) widerspricht mir die Angabe „face short" einer Identifikation, obwohl die Kennzeichnung sonst passen würde. 21. Miiprosojnci idaniceps n. sp. 2 cT 9 aus Ceylon (leg. Col. Yerbury), im British Museum in London. Kopf von vorne gesehen etwas breiter als hoch. Stirne vorne breit, deutlich länger als dort breit, l^s^ial so breit wie ein Auge, oben am Schild so breit wie eines und gar nicht eingesattelt. Augenränder der Stirne nur sehr wenig gebogen, fast gerade. Stirnstrieme matt bräunlichrot, in der Mitte dunkler, fein gelb behaart. Die kurzen Scheitel- platten und die Augenränder der Stirne und die Wangen gelblichweiß bereift. Lunula, der Rücken des Untergesichtes, das Praelabrura und der untere Hinterkopf matt rotgelb. Fühler- und Backengruben rot- braun, erstere unten schwarz gefleckt, letztere glatt, nicht gerunzelt. Gesichtskiel rauh chagriniert, aber ohne Runzeln und Falten. Die Fläche des Klypeus und Epistoms ist unter den Fühlergruben so breit wie die Stirne und im Profüe flach konvex. Wangen nur etwas schmäler als das dritte Fühlerglied. Fühler kurz, kaum die Hälfte des Unter- gesichtes lang, rotbraun, an der Basis mehr gelb; drittes Glied zirka dreimal so lang wie breit. Arista lang, nackt, an der spindeligen Wurzel rot, ohne Palette. Augenränder des Untergesichtes schwach divergierend. Praelabrum relativ klein, schmal und niedrig. Taster rotbraun. Oberer Hinterkopf rotbraun, graulich bereift, dunkel punktiert, nicht gefleckt. Backen Vs eines Auges hoch. Augen im Profile doppelt so hoch als lang. Innere Scheitelborsten vorhanden, aber klein. Thorax und Schild von dunkel rotbrauner Grundfarbe, gelblich- grau bereift, auf dem Rücken und den Pleuren dicht dunkelbraun punk- tiert. Über den Rücken laufen, im Abstände der Schildbreite voneinander, zwei schwarzbraune Längsstriemen. Beim cf ist die kurze Behaarung des Rückens vorherrschend gelb, beim 9 schwarz. Die längere Be- haarung ist bei beiden Geschlechtern gelb. Schild vierborstig (?). Hinterleib matt dunkel kaffeebraun, die Rückenlängsmitte heller rot- braun. Nicht nur die Hinterränder der Tergite, sondern auch die Flächen der Tergite drei bis fünf sind mit stärkeren gelben Haaren besetzt. Beine matt rotgelb. Schienenenden und ein Fleck ventral in der Spitzenhälfte der Schenkel, sowie das letzte Fußglied dunkelbraun. Vorderschenkel auch oben an der Wurzel etwas gebräunt, nur kurz be- borstet. Die Arten der Platystominen. »^5& Die Flügelzeichnung- ist der von Eiipr. nigropiinctata sehr ähnlich, nur dunkler und auch in der Wurzelhälfte weitaus intensiver. Der schwarze Fleck der Subkostalzelle feiilt, diese ist ganz braun, mit ein bis zwei gelben Punkten. Der Flügelapikalfleck ist stärker von hyalinen Stellen durchsetzt. Die erste Hinterrandzelle ist völlig gerade- und parallelrandig. Schwinger, Schüppchen und Größe wie bei Eil nigropunctata. 22. Eiipvosopia platffstonioides n. sp. (Fig. 43). 2 cT 9 '^us Ceylon, Udagama (leg. E. Green), im British Museum in London. Kopf von vorne gesehen etwas breiter als hoch, fast kreisrund. Stirne breit, fast parallelrandig, am Scheitel kaum merkbar verengt, 2/4 der Länge breit, nicht viel breiter als ein Auge und oben nicht ein- gesattelt. Kopf matt hell rotbraun, Untergesicht lichter, Wangen und Backengruben gesättigter gefärbt. Oberer Hinterkopf mit Ausnahme des roten Cerebrales schwarzbraun, dicht grau bereift. Die lotrechten Hinterränder der Backengruben am unteren Hinterkopf breit silber- schimmernd. Stirnfläche flach, unpunktiert, zart gelbschimmernd be- haart, Scheitelplatten eingedrückt, aber nicht dunkler. Lunula und Fühlerwurzeln rot, drittes Glied rotbraun, zirka viermal so lang wie breit. Die Arista scheint mir auch an der roten spindeligen Wurzel nackt zu sein. Die Fühler sind '"^jr, des Untergesichtes lang. Backengruben uneben, Klypeus nur matt chagriniert, ohne Fältchen. Fühlergruben unten nicht dunkler gefleckt. Epistom und Klypeus bilden zusammen eine lotrechte Fläche, welche am unteren Ende der Fühlergruben so breit wie die Stirne ist. Wangen nur die Hälfte des dritten Fühlergliedes breit, oben silbrig schimmernd. Genau neben den Fühlerwurzeln weichen die Augenränder des Untergesichtes in einem nur wenig abgerundeten Winkel von über 120" nach außen. Praelabrum rotbraun, von mittlerer Breite, deutlich vortretend. Taster schwarzbraun, nur an der Wurzel rot. Backen V4 einer Augen- höhe hoch. Augen im Profile V2 der Höhe breit. Beide Paare Schcitel- borsten vorhanden, aber klein. Thorax und Hinterleib schwarz; Pleuren völlig matt und dicht schwarz behaart. Die Oberseite des Thorax ist matt ockerig bereift und vorherrschend goldgelb bereift. Dieser Reif ist hinten am Rücken und auf der Oberseite des Schildchens abgewetzt, so daß die gekörnte schwarze und etwas glänzende Grundfläche zum Vorschein kommt. Auf dem Schilde sind die Härchen meist schwarz. Über der Flügelwurzel liegt ein rotbrauner Strich. Der Hinterleib zeigt nur geringen Glanz und feine Punktierung an den Wurzeln der schwarzen Härchen; außer diesen sieht man aber auch zerstreut auf den Tergiten. namentlich aber an den 23* 356 Friedrich Hendel. HinteiTäiidern derselben lanzettliche gelbe Haare. Schild mit sechs Borsten, die äußeren höher. Hüften und Beine pechschwarz, nur alle Fersen mit Ausnahme der Spitze weißlichgelb. Vorderschenkel posterodorsal mehrreihig kurz be- borstet. Schenkel etwas verdickt. Der Flügel ist im ganzen dunkelbraun zu nennen, vorne dunkler als hinten. Durch schmale, glashelle, gewundene und vielfach verzweigte Gänge und Flecke ist dann dieses Braun zu einer meist unter sich zu- sammenhängenden Zeichnung verbunden. Ganz braun ist die äußerste Flügelwurzel. Ein größerer brauner Fleck liegt unter dem Randmale um die kleine Querader herum. Eine an den Rändern zerrissene, aber innen ungefleckte braune Querbinde zieht von der Kosta über die hintere Querader. Randmal schwarz mit zwei gelben Flecken. Erste Hinterrand- zelle am Ende nur mäßig verengt, die begrenzenden Längsadern aber gerade. Schwinger rostfarbig. Schüppchen weiß, das des Flügels dunkel gerandet, jenes des Thorax an der Wurzel gebräunt. Körper 11mm, Flügel 10 mm lang. 23. lAiprosopia 7iigi'opunctata n. sp. (Fig. 46). 3 ö' 9 ''^"s Ceylon (leg. Col. Yerbury), im British Museum in London. Kopf von vorne gesehen so hoch wie breit. Stirne vorne breit, nur etwas länger als breit, iV^mal so breit wie ein Auge, oben am Scheitel verengt und stark eingesattelt. Augenränder der Stirne stark bogig. Stirnstrieme matt rötlich ockergelb, fein weißlichgelb behaart. Die kurzen Scheitelplatten und die Augenränder der Stirne und Wangen weiß bereift. Von den Spitzen der ersteren ziehen auf der Stirne zwei aus braunen Punkten gebildete Linien konvergierend nach vorne; auch innerhalb derselben ist die Stirne etwas braun genetzt. Untergesicht samt Lunula und Praelabrum, Wangen, Backen, sowie der untere Hinter- kopf matt hell ockergelb! Gesichtskiel rauh chagriniert, weißlich bereift und der Länge nach von zirka sechs feinen Falten durchzogen. Fühler- und Backengruben unmerklich gesättigter gefärbt als die Umgebung; letztere glatt. Die Fläche des Klypeus und Epistoms ist unter den Fühlergruben so breit wie die Stirne und ist im Profile eine fast gerade, unten etwas nach hinten zurückweichende Linie. Wangen schmäler als das dritte Fühlerglied. Fühler fast ^1^^ des Untergesichtes lang, rötlich ockergelb, drittes Glied viermal so lang wie breit. Arista nackt, sehr lang, an der W^irzel spindelig, rotgelb, ohne Palette. Die Augenränder des Untergesichtes divergieren unterhalb eines flachen Bogens mäßig nach unten. Praelabrum breit, niedrig. Taster rotgelb. Hinterkopf oben mit Ausnahme des ockerigen Cerebrales schwarzbraun, dicht gelbgrau ^fS7 Die Arten der Platystominen. ^^' bereift, außen am Kandc dunkel punktiert und jederseits mit zwei schwarzbraunen Flecken versehen. Backen etwas niedriger als Vs ^'^^^^ Auges. Augen im Profile doppelt so hoch als lang. Innere Scheitel- borsten fehlen. Thorax und Schild von schwarzbrauner Grundfarbe, überall aber dicht graugelb bereift. Auf dem Thoraxrücken sieht man eine rotbraune durchgehende Medianlinie, außerhalb derselben jederseits zwei dunkel- graue, wenig auffallende breite Längsbinden, von denen das innere Paar hinten abgekürzt ist. Noch weiter außen liegt auch noch eine schmale, nur wenig sich abhebende, ebenfalls dunkler graue Längsstrieme. Schild undeutlich gestriemt. Nur die Pleuren sind dicht schwarz punk- tiert. Die kurze Behaarung ist auf dem Thorax und Schilde überall hell goldgelb. Rücken und Schild am Hinterrande etwas länger behaart, des- gleichen die Pteropleuren und die Mesopleuralnaht. Schild mit sechs Borsten, die äußeren nach oben gerückt. Hinterleib dunkler matt ockergelb, was namentlich in der Basal- hälfte auffällt, überall dicht gelb bereift. In der Längsmitte der Tergite drei bis fünf je zwei unscharf abgegrenzte große Flecke von hellbrauner, wenig lebhafter Farbe, die am fünften Tergit am größten sind. Gleiche Flecke liegen auch an den Seitenrändern der Tergite. Die kurze Be- haarung aller Tergite ist schwarz. Die längeren Haare an der Basis des Hinterleibes, an den Seiten und den Hinterrändern der Tergite sind goldgelb. Die gelben Haare, die auf der Mitte der Tergite vier und fünf stehen, sind stärker als die anderen, aber doch nicht lanzettförmig. Beine matt rotgelb, die Schienenenden liraun. Füße dunkelbraun, Metatarsus mit Ausnahme der Spitze weißlichgelb. Die Vorderschenkel tragen posterodorsal eine Reihe mittellanger, ziemlich kräftiger und nach außen gebogener Borsten. Flügel zart graulich glashell, vorne oberhalb der roten Radialis gelblich. Randmal gelb, mit einem runden, tiefschwarzen und auffallen- den Fleck neben der :\rediastinamündung. Auch die Radialisgabel ist schwarz. Sonst sind die zahlreichen, meist rundlichen Flecke der Wurzel- hälfte sehr verwaschen, hellbraun und isoliert. An der kleinen Querader zeigt sich nur die Spur einer kurzen, aus einigen Flecken gebildeten Querbinde. Sehr deutlich jedoch hebt sich eine über die hintere Quer- ader laufende Querbinde ab, die oberhalb derselben aus Flecken ge- bildet wird. Der Apikalfleck ist nur klein und etwas hell punktiert. Das äußerste Ende der ersten Hinterrandzelle, die an der Mündung durch d a s A u f b i e g e n d e r D i s c o i d a 1 i s stärker ver- engt ist, ist glashell. Die übrige Spitzenhälfte des Flügels ist ziem- lich gleichmäßig mit braunen Flecken bedeckt, die, wie schon angedeutet, gegen die Wurzel hin heller und sparsamer werden. Schwinger und Schüppchen wie bei Eupr. potens Walk, Körper 8 mm. Flügel 7 mm lang. 358 Friedrich Hendel. 24. Eiiprosopia ^naculipeyinis Gut^rin (Fig. 42). Platystoma macuUpenne Guerin, Voyage de la Coquille. — Macquart, Suit. ä Buff., "Vol. II, p. 444, 2 (1835). — Platystoma austräte Macquart, Dipt. exot., Suppl. 1, p. 205, PI. 18, Fig. 5 (1846). 1 cf aus Australien im Wiener Hofmuseum. — Port Jackson, Tas- manien (Macquart). Kopf von vorne gesehen kaum breiter als hoch. Stirne vorne breit, l^/^mal so breit wie ein Auge und ^/^mal so lang wie dort breit, aber auch oben am Scheitel, wo die Stirne eingesattelt ist, erheblich breiter als ein Auge. Stirnaugenränder gebogen. Stirne in der Längsmitte matt gelbrot, mit zwei dunkelbraunen verwaschenen Striemen von den Spitzen der grau bereiften Scheitelplatten nach vorne hin. Stirnseiten und Wan- gen hell wachsgelb. Augenränder silberweiß. Die feinen Stirnhaare gelblich. Das ganze Untergesicht und der untere Hinterkopf rötlich wachsgelb; die unteren Enden der Fühlergruben und in deren Fort- setzung Striemen an den Seiten des Epistoms und Praelabrums dunkel- braun. Der obere Hinterkopf ist mit Ausnahme des Cerebrales schwarz- braun, aber graulich bereift; nur an den Seiten in je einem größeren, verwaschen begrenzten Flecke am Augenrande tritt die dunkle Grund- farbe hervor. Gesichtsrücken ohne Runzeln. Wangen so breit wie das breite dritte Fühlerglied, das etwas über zweimal so lang wie breit ist. Die Fülller sind deutlich länger als die Hälfte des Untergesichtes, rot, das dritte Glied dunkler. Arista nackt, an der dickeren Wurzel rot, am Ende (cf) mit einer Palette. Die Augenränder des Untergesichtes diver- gieren stärker als gewöhnlich. Praelabrum breit, vorstehend. Im Pro- file ist die Hälfte der Augenhöhe etwas größer als die Backenhöhe und etwas kleiner als die Länge eines Auges. Innere Vertikalborsten fehlen. Thorax und Schild rotbraun, gelbgrau bereift. Die Zentralregion des Rückens ist bis auf zwei kleinere rote Flecke hinten vor den Dorso- zentralborsten dunkel aschgrau und ähnlich wie bei Eupr. tenuicornis Macqu. angegeben, schwarzbraun der Länge nach gestriemt, an der Quer- naht unterbrochen. Schild oben mit drei braunen Längsstriemen. Meso- pleuren oben mit einem großen Fleck und darunter mit einem Punkte von roter Farbe. Brust und Hinterrücken schwarzbraun. Behaarung wie bei tenmcomis Macqu. Schild mit sechs Borsten, die äußeren nach oben gerückt. Hinterleib olivengrau, die in der Mitte nach vorne verbreiterten Hinterränder der Tergite sepiabraun, der zweite Ring in geringster, der fünfte in größter Ausdehnung. An den Hinterrändern der Tergite stehen lanzettliche gelbe Borsten, einige zerstreut auch auf der Fläche des vierten und fünften. Die längeren feinen Haare in der Medianlinie aller Tergite und an der Hinterleibswurzel sind gelb, die kurzen sonst schwarz. Die Arten der Platystominen. 359 Hüften und Schenkel peelibraun, ehvas graulich bereift. Schienen und Füße wie bei termicornis Macqu. ang-eg-eben, dem cf fehlen aber die bandartigen Borsten der Vorderferse. Vorderschenkel niittellang beborstet. Flügel hyalin, vorne etwas gelblichgrau, mit verwaschenen hell- braunen, meist rundlichen isolierten Flecken von mittlerer Größe, die in Längsreihen in den Zellen liegen und nirgends zu deutlichen Quer- binden geordnet sind. Die größten Flecke liegen am Ende der zweiten und dritten Längsader. Charakteristisch für die Art ist ein größerer schwarzer Fleck, der die Wurzelhälfte der Subkostalzelle und den darunterliegenden Teil der Marginalzelle ausfüllt. Die Spitze der ersteren Zelle ist gelb. Das Ende der ersten Hinterrandzelle ist kaum merklich verengt, fast parallelrandig. Schwinger gelb. Flügelschüppchen weiß, dunkel gerandet. Thorax- schüppchen bräunlich weiß. Körper und Flügel zirka 10 mm lang, 25. JEuprosojna sexpiincfata Osten-Sacken. Notopsüa sexpimctata Oslen-Sacken, Berl. Ent. Zeitschr., Bd. XXVI, p. 210 (1882). — Platystoma atomarmm^) Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. 9, p. 293, 84 (1861). 1 9 von den Philippinen. — Batchian, Molukken-Insel (Walker), „Head yellowish-red, the middle of the face paler and longitudinally wrinkled: on each side of the vertex, near the eye, a comma-shaped, black depression; antennae scapus deep black; another black spot at the bottom of the antennae furrow below the tip of the antenna; a third on the facial orbit, at the same hight as the root of the antenna; the 3, Joint of the latter is yellowish-red, about four times as long as it is broad; arista glabrous, brown, reddish at base. Thorax and abdomen grayish-black, microscopically punctata and chagreened, clothed with sparse, short, appressed golden-yellow pile. Femora grayish-black, grayish-pillinose, the tips of the four posterior ones, as well as the tibiae yellowish-red; first tarsal Joint j^ellowish-white; the others brown. Wings subhyaline, sparsely mottled with pale brown spots, arranged longitudinaly in the cells; some of them assume the appearence of irre- gulär crossbands. Length 8 — 9 mm. — NB. The eyes, in life, arc pur- plish green, with a Single narrow longitud. stripe near the fronto-facial orbit." 26, Euprosopia MoJinikei Dolcsch. Pachycyphala Mohnikei Doleschall, Nat. Tijdschr. Nederl. Ind., Vol. 17, p. 116, 72 (1858). — Nofopsila Mohnikei Osten-Sacken, Berl. Ent. Zeitschr., 1882, p. 209, ^) Nomen bis lect., — nee Plntyst. atomarium Walker, 1. c. Vol. IV, p, 148 (1860), ein Synonym zu Platyst. rigidum Walker. 360 Friedrich Hendel. „Nigro-cinerea, tota siibtiliter aureo pilosa, fronte riifa; alis magnis nigro reticiilatis, pedibus nigris, tarsis albicantibiis. Long. 3'". Kort en dik: geheel met zeer körte bijna schubvormige gond- kleurige metaalachtig glinsterende haartjees bedekt. De kop in het oog- vallend groot; het voorhoofd breed, bruinrood, gondhaarig. — De oogen groen en rood gevlekt. De sprieten klein, zwart; aan den bnitenkant van elken spriet, op de hoogte van het eerste lid, een zwart gekleurd punt- vormig groefje; eene tweede streepvormige groef dient om het 3de lid der sprieten op te nemen. — Het epistomium dik en een weinig om gekruld. — De thorax zoo breed als long, hoog, met eene zeer duidelijke scheiding tusschen het scutellum. — Het achterlijf zoo lang als de thorax; naar voren zeer breed, puntig eindigende. — De pooten zwart, het eerste lid der tarsen wit; alle kort en sterk, met groote tarsen. — De alulae grot, geelachtig; de halteres klein, roodbrnin. — De vlengels zoo lang als het achterlijf, bread, grijs, met talrijke zwartbruine gelijkmatig ver- deelde punten." Molukkeninsel Amboina. 27. Muprofiopia alhi fades Dolesch. Pachycepliala albifacies Doleschall, Nat. Tijdsch. Nederl. Ind., Vol. 17, p. 117, 72 (1858). „Olivaceo-cinerea, vix pilosa, fronte rufa, ocnlis viridibiis, antennis rufis, facie alba, thorace albicante vittulato; alis sublimpidis fusco reti- ciilatis; pedibus concoloribiis fuscis. Long. 4'". lets slanker van gedaante dan de voorgaande soort (Mohnikei). Groenachtig-grijs zonder den minteen glans. De oogen groen; de Vertex bruinrood, evenzoo de sprieten; de plaats tusschen de sprieten en het epistomium geelachtig wit. — Aan de zijvlakten van den thorax eenige stijve lange zwarte borstelharen; overigens is de thorax bijna kaal; op de riigvlakte eenige on duidelijke lichtere fijne längs strepen. — Het achterlijf klein, spits eindigend, het eerste segment digt roodhaarig, de achterrand hoekig nitgesneden. — De pooten zwartbruin, de tibiae bruinrood. De halteres geelachtig. — De vleugels veel langer dan het achterlijf, breed; grijsachtig-donker- bruin gevlekt, vooral in de bruitenhelft waar de vlekken eenige dwars- banden vormen." Molukkeninsel Amboina. 28. Eiiprosojda tavsalis Walker. Platystoma farsale Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. VII, p. 237, 37 (1864). 9, Serang-Insel, Molukken. „Black dull. Head white; frontalia red, black in front; peristoma piceous on each side. Proboscis and palpi black. Antennae piceous, not reaching the epistoma. Thorax with four sligth cinerous stripes; sides and pectus cinereous; scutellum shining. Abdomen whitish, abruptly Die Alten der Platystominen. ^"^ styliform at the tip, not longer than tlie thorax, with tAvo l)lack bands, of which the second is apical. Tarsi white towards the base. Whigs cinereous, with foiir black bands; Ist band incomplete hindward, bent inward an dilated in front, where it is accompanied by some little trans- verse black streaks; 2nd and 3rd bands transversely streaked with yel- lowish in front: 4th band angular in front, and extending along the costa to the tip of the wing; veinsblack; discal transverse vein nearly straight, parted by one-fourth of its length from the border, and by much morc than its length from the praebrachial transverse vein; halteres pale yellowish. Length of the body G lines; of the wings 12 lines." 29. Euprosojyia hasalis Walker. Platystoma basale Walker. Proc. Linn. Soc. LoncL, Vol. IV, p. 148, 175 (1860). 9, Celebes, Makessar. „Cinereous; head white about the eyes and beneath, and with 3 whitish lines on the front; epistoma not prominent; proboscis large; antennae black towards the base, not near reaching the epistoma; 3nd Joint elongate-conical, about twice the length of the 2nd; arista plumose; thorax with indistinct brown stripes, and on each side with black shining testaceous-bordered spots; scutellum black, shining, with a cinereous stripe: abdomen cinereous-black. oval, tawny on each side at the base, a little shorter and narrower than tlie thorax: bind borders of the Seg- ments whitish; legs black; tibiae an fore femora with a whitish band on each; wings slightly greyish, with several irregulär transverse blackish marks near the base, with a broad exterior blackish band, which is dilated and contains a wiiitish streak towards the costa and with an irregulär subapical blackish band; veins black; discale transverse vein nearly straight and upright, parted by more than half its length from the border, and by nearly twice its length from the praebrachial trans- verse; halteres white. Length of the body 2^, lines; of the wings 41/2 lines." 30. Ettprosojna producta W^alker. Platystoma productum Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. V, p. 293 (1861). 9, Batchian, Molukken-Insel. „Cinereous black, stout, elongate. Head luteous, brighter above than in front, white beliind and about the eyes; a ferruginous point on each side of the vertex; face with a black stripe between the white groo- ves for the antennae. Antennae tawny, a little more than half the length of the face; 3rd Joint linear, slender, füll six times the length of the 2nd; arista simple, füll twice the length of the 3rd Joint. Thorax with four slender cinereous stripes; sides and pectus also cinereous: humeral calli tawny. Abdomen a little shorter and narrower than the thorax, reddish on each side and beneath: oviduct black short. Posterior femora 362 Friedrich Hendel. red towards the tips; posterior tibiae red, with black tips; fare femora and fore tibiae slightly streaked with red. Wings cinereoiis, with mime- roiis blackish points and transverse dots; apical part with three blackish bands, the Ist interrupted; veins black; discal transverse vein straight, iipright, parted by füll one-third of its length from the border, and by niore than its length from the praebrachial transverse vein; halteres piceous. Length of the body 41ines; of the wings 8 lines." 31. Euprosojna miiltivitta Walker. Platystoma mulüvitta Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. III, p. 113, 128 (1859). Aru-Islands. Cf; cinereous. Head white behind and about the eyes, vertex luteous; face and antennae tawny, 3. Joint of the latter long, slender, linear; arista very slightly phimose; thorax with eight hoary stripes; pectus hoary; abdomen with a hoary band on the fore border of each Segment; legs black; wings limpid, with four blackish bands, and with some blackish marks nearer the base; two blackish streaks between the first and second bands; veins black; discal transverse vein straight, parted by one-fourth of its length from the border, and by very mncli more than its length from the praebrachial transverse; halteres black. Length of the body 4 lines; of the wings 8 lines." 32. Buprosopia frontalis Walker. Platystoma frontale Walker, Proc. Linn. Soc. Lond., Vol. V, p. 268, 20 (1861). Cf, Tond, Celebes. „Cinereous. Head testaceous; front black, slightly oblique; face flat, very long, slightly retracted, forming an obtuse angle with the front, with a black spot on each side of the epistoma. Antennae about half the length of the face; 3rd Joint linear, very long; arista hare, hardly longer than the 3rd Joint. Disk of the thorax blackish, with four slender cinereous stripes, the inner pair almost contiguous. Abdomen black, elongate-oval, much shorter and rather narrower than the thorax, cine- reous towards the base, with two cinereous Spots on each side of the middle part, and with a broad subapical cinereous band. Legs darkred; femora black towards the tips; tibiae streaked with black; tarsi black except towards the base. Winge pale cinereous, with a luteous tinge about the slightly dilated basal part of the costa, with numerous black Spots and dots, most of which form four irregulär bands; veins black, luteous towards the base; discal transverse vein almost straight, parted by one-fourth of its length from the border, and by nearl twice its length from the praebrachial transverse vein. Length of the body 8 lines; of the wings 16 lines." Die Arten der Platystomiiion. 363 33, Eupi'osopid aiistralls Walker. Platystoma australe Walker (nom. bis lect.), List. Dipt. Brit. Mus., Vol. 4, p. 1061 (1849). Geschlecht ? Australien. „Head pale yellow, adorned with broad deep brown stripes between the eyelets and the base of the feelers, and having a short brown stripe on each side towards the epistoma: eyes darkred; fore part rather flat, its facets a little larg-er than those elsewhere: sucker black, clothed with tawny hairs: palpi black, beset with black bristles: feelers ferruginous, aboiit half the length of the face, their grooves pitchy; 3. Joint nearly linear, conical at the tip, about foiir times the length of the second; bristle black, bare, tawny towards the base, near thrice the length of the 3. Joint: ehest pale reddish brown, adorned with 2 regulär black stripes, and with 4 irregulär hoary stripes: abdomen obconical, dark brown or black, dull, clothed with white hairs, not longer than the ehest, hind borders of the Segments hoary; legs pitchy; shanks dark tawny with pitchy tips; feet black, white at the base: wings colourless, adorned with many small brown spots, which are chiefly along the fore border and the hind border; a blackish-brown band extends across the middle of the wing and be- comes narrower and paler as it approaches the hind border; near the tip there is another brown band of equal breadth, and a little beyond the latter a brown irregulär stripe runs along the fore border to the tip of the wing; wing-ribs and veins black; lower cross-vein nearly straight: scales dingy white; poisers tawny. Length of the body 41ines; of the wings 9 lines." 71. Genus Engistoneura Loew. Monogr. N.-Amer. Dipt., Vol. 3, p. 43 (1873). Tabelle der Arten. Die hellen Striemen des Rückens werden durch die gelbe Grundfarbe des Thorax hervorgebracht 3 — Die hellen Striemen des Rückens werden nur durch weißliche Be- reifung der sonst schwarzbraunen Grundfarbe erzeugt ... 1 1. Die braune Querbinde von der Kosta bis um die kleine Querader herum ist wurzelwärts durch einen glashellen Zwischenraum isoliert ^ — Obige Querbinde hängt wurzelwärts breit mit dem Braun des Flügel- vorderrandes zusammen. 3. E. obscura n. sp. 2. Taster gelb, Stirnc länger als breit. Die äußere der zwei glashellon Querbinden des Flügels gerade, senkrecht und schmäler als die vorhergehende. 1. E. maerens Fabricius. — Taster an der Spitze schwarz. Stirne kaum so lang wie breit. Die 364 Friedrich Hendel. äußere der zwei glashellen Querbindcn der Flügelspitze ist an den Enden nach außen gebogen und so breit wie die vorhergehende. 2. E. catogastera Bigot. 3. Schildchen in der Mitte gelb, an den Seiten dunkelbraun; jenseits der hinteren Querader zwei gelbe Querbinden. 4. E. flavipennis n. sp. — Schildchen am Rande gelb, oben in der Mitte dunkelbraun . . 4 4. Jenseits der hinteren Querader zwei helle Querbinden. Über die kleine Querader geht eine schmale braune Querbinde von der Kosta bis zum ununterbrochen braunen Längsschweif des Flügelhinter- randes. 5. E. paraUela Wiedemann. — Jenseits der hinteren Querader nur eine helle Querbinde. Die braune Querbinde über die kleine Querader endet an der Discoidalis. Unter derselben durchbricht eine glashelle Querbinde das Braun des Flügelhinterrandes. 6. E. lugens Fabricius. 1. JEnf/isfoneura niaerens Fabricius. Fabricius, Ent. Syst., Vol. IV, p. 349, 151 (Musca) (1775). — Syst. Antl., p. 327, 8 (Bictya) (1805). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 263. Wiedemann, Analecta ent., p. 16, Fig. 11 (Ortalis) (1824) und Außereur. zweifl. Ins., Vol. 2, p. 457, 1 (Ortalis) (1830); Enderlein, Zool. Jahrb., Vol. 33, p. 375 (1912). Syn. Trypeta albovaria Walker, Dipt. Saund., Vol. 4, p. 383, Taf. 8, Fig. 4 (1852). — Loew, Berl. Ent. Zeitschr., 1861, p. 256. 1 9 aus Guinea, die Type Wiedemanns im Wiener Hofmuseum. — Kamerun (Enderlein). Kopf glänzend rötlichgelb. Auf der Stirne sind die Ozellen- und Scheitelplatten pechschwarz, die Augenränder und ein spitzes Dreieck vor den Ozellen hellgelb; der Rest ist bräunlich, am gesättigtsten die konvexe Vorderstirne. Neben den Fühlerwurzeln am Augenrande zwei silberschimmernde Flecke. Die untersten Enden der Fühlergruben glän- zend schwarz. Darunter ist der Mundrand jederseits breit rotbraun ge- fleckt. Auch das Praelabrum ist beiderseits pechbraun. Taster, Fühler und Rüssel rotgelb. Pleuren ockergelb. Ein vorne und hinten gerade begrenzter Fleck auf der Mitte der Mesopleuren, die Brustseite der Sternopleuren und die hinteren Pleuren, sowie die Seiten des Metanotums dunkelbraun. Auf der Oberseite des Thorax tritt die Grundfarbe in vier, durch gleichbreite, weißgrau bestäubte Längsstreifen getrennte sepiabraune Longitudinalstriemen, die sich nach vorne hin etwas einander nähern und verjüngen, hervor. Die äußeren ziehen vom Humeralcallus beider- seits der Notopleuralnaht bis zur Flügelwurzel; die zwei inneren setzen sich nach hinten auf die Schildchenseiten fort. Die Oberfläche des Rückens ist fein chagriniert, glänzt etwas und hat schwach metallisch Die Arten (l(!r Platystominen. ^"^ violetten Schimmer. Die kurze Behaarung auf Rücken und Schild ist schwarz. Hinterleib lebhaft violett gefärbt, an der Wurzelhälfte gelb, hinten rot behaart. Vorderhüften und die vier hinteren Beine hellgelb. Die Schenkel- spitzen und die beiden Schienenenden der letzteren schwarzbraun. Die vier hinteren Hüften braun. Vorderbeine schwarzbraun, nur der Fuß am Ende rötlich. Vorderschenkel ventral an der Spitze mit zwei Dornen. Die vier hinteren Füße rotbraun, deren Fersen mit Ausnahme der Spitze rotgelb. Die zwei glashellen Querbinden der Flügelspitze sind gerade, senk- recht und parallel; die äußere ist schmäler. Die von der Kosta über die kleine Querader laufende braune Querbinde endet an der Discoidalis und wird beiderseits von glashellen Zwischenräumen begrenzt, die sich unten in der Discalzelle vereinigen. Letztere ist in den zwei Wurzel- dritteln glashell. Das Braun des Flügelvorderrandes in der Wurzelhälftc ist ungefleckt. Die kleine Querader steht etwas jenseits der Mitte der Discalzelle. Erste Hinterrandzelle an der Mündung stark verengt. Schüppchen und Schwinger hellgelb. Körper 9 mm, Flügel 10 mm lang. 2. Miif/istofieura ccito(jastera Bigot. Megaglossa catogastera Bigot, Ann. Soc. Ent. France, p. 384, 38 (1891). 2 9 aus West-Afrika, Togo (Amedzowe), in der Sammlung Prof. Herr mann. Bigot s Stücke stammen aus Assinia. — 1 9 ^^s West- Afrika, Ashanti, Obuasi (leg. Graham), im Zool. Mus. Cambridge. Der Eng. maerens F. bis auf folgende Unterschiede gleich. Die Färbung des Kopfes, Leibes und der Beine ist überall dunkler. Die Stirne ist größtenteils schwarzbraun, weniger konkav in der Mitte und auch breiter. Während dieselbe bei E. maerens F. deutlich länger als breit ist, ist sie liier kaum so lang wie breit. Taster an der Spitze breit schwarzbraun. Pleuren dicht graulich tomentiert. Am Flügel ist die äußere der zwei glashellen Spitzenquerbinden nicht gerade, sondern derart gebogen, daß das obere Ende mit der vor- hergehenden hyalinen Querbinde beträchtlich divergiert. Der glashelle Zwischenraum vor der braunen Querbinde über die kleine Querader er- reicht breit die Subkosta und nicht verschmälert wie bei E. maerens F. Körper und Flügel 13 mm lang. B. Bn(/istofieiira obsciiia n. sp. cT 9 aus W.-Afrika, Kribi und Buea, in der Sammlung des Herrn B. Lichtwardt. 366 Friedrich Hendel. In der Flügelzeichnung der E. inaerens Fab. sehr ähnlich. Die zwei parallelen, geraden und senkrechten glashellen Qiierbinden der Flügelspitze haben aber gleiche Breite und die braune Querbinde der kleinen Querader ist nicht isoliert, sondern hängt breit mit dem Braun des basalen Flügelvorderrandes zusammen. Der glashelle Zwischenraum vor der kleinen Querader reicht oben nur bis zur Cubitalis hinauf. Die Färbung des ganzen Leibes ist wie bei E. catogastera viel dunkler als bei der Fabricius sehen Art, der Rücken und das Schild schwarzbraun. Die rote Längsmitte der Stirne hebt sich besonders deut- lich ab. Die Stirne ist etwas länger als breit. Körper 95 — 10 mm, Flügel 10 — 105 mm lang. 4. Engistoneiira ßavipemiis n. sp. Hendel, Gen. Plat., Fig. 260—262. 3 cT 9 ^us West- Afrika, Kumasi, Ashanti (leg. Dr. G r a h a m, 18. Oktober), im British Museum. Kopf glänzend rotgelb. Scheitelplatten, Ozellendreieck und Scheitelkante- sowie die Vorderstirne vor der Mulde pechschwarz. Die unteren Enden der weißbereiften Fühlergruben mit glänzend schwarzem Fleck. Epistom und Praelabrum seitlich rotbraun gefleckt. Fühler gelb- rot, drittes Glied derselben etwas intensiver. Taster und Rüssel rotgelb. Stirne länger als breit. Epistom im Profile deutlich vortretend, Fühler- gruben etwas länger als das halbe Gesicht. Thorax und Schild von glänzend rotgelber Grundfarbe. Auf dem fein chagrinierten Rücken dieselben vier sepiabraunen Längsstriemen wie bei E. maerens F. Die zwei seitlichen sind aber nach vorne hin fast linienartig verschmälert. Die mittleren treten auch hier auf die Schild- seiten über und setzen sich sogar auf das Metanotum fort. Die Zwischen- räume sind nicht weiß bereift, sondern zeigen die rotgelbe Grundfarbe. Die kurze und feine Behaarung des Thorax und des Schildes ist schwarz. Hinterleib glänzend metallisch blaugrün, glatt, vorne gelb, hinten mehr rot behaart. Eine Längsstrieme durch die Rückenmitte und die Seiten in der Wurzelhälfte sowie der Bauch rotgelb. Erstere ist in der Wurzelhälfte des Hinterleibes breit und wird nach hinten zu linienartig schmal. Hüften und Beine rotgelb. Füße mit Ausnahme der Ferse der vier hinteren Beine schwarz. Vorderschenkel unten nur mit einem Dorn ver- sehen. Flügel intensiv und lebhaft gelb tingiert. Die zwei hellen, schiefen und etwas gebogenen Querbinden der Flügelspitze sind so breit oder breiter als die begrenzenden braunen, was besonders an der braunen Binde über die hintere Querader auffällt, die bei den anderen Arten sehr breit ist. Diese Binde ist meist auch an der Kosta durch einen Die Arten der Platystominen. 367 gelben Keilfleck gespalten. Der braune Längswisch parallel dem Flügel- hinterrande gelagert berührt gerade an der Posticalis die genannte Quer- binde. Der Flügelvorderrand ist nur bis zur Radialis herab braun. Von der Spitze der Subkostalzelle zieht eine braune Linie bis zur kleinen Querader herab und Scäumt diese auch oft. Die kleine Querader ist die Länge der hinteren von dieser entfernt. Die erste Hinterrandzelle ist an der Mündung weniger als bei der Verwandtschaft der E. maerens F. verengt. Schüppchen und Schwinger hellgelb. Körper und Flügel 10 — 11 mm lang. 5. Euißistmieura parallela Wiedemann. Wiedemann, Außereur. zweifl. Ins., Vol. 2, p. 458, 2 (Ortalis) (1830). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 265. 1 9 aus Sierra Leone, West- Afrika, die Type Wiedemanns im Wiener Hofmuseum. Kopf glänzend rotgelb. Stirne und Fühlergruben wie bei E. flavi- pennis gefärbt. Stirne so breit wie lang. Der Mundrand ist in der Mitte gebräunt; seine Seiten und das Fraelabrum sind ganz gelb. Fühler, Rüssel und Taster gelbrot, letztere an der Spitze breit schwarz. Thorax wie bei E. flavvpennis gefärbt. Die zwei mittleren braunen Längsstriemen des Rückens treten aber nicht auf die Schildseiten über, das Schildchen ist vielmehr in der Mitte der Oberseite mit einem großen Basalfleck geziert. Metanotum aber mit zwei lotrechten braunen Seiten- striemen. Hinterleib glänzend metallisch violett, wie bei E. flavipennis be- haart. Hüften und Beine rotgelb. Schienenenden verwaschen gebräunt. Die Schenkelspitzen feind schwarzbraun, was an den mittleren und hinteren Beinen stark abgeschwächt erscheint. Vorderschenkel auch hinten gebräunt und ventral mit drei Dornen besetzt. An den Füßen sind die drei Endglieder schwarz. Die zwei glashellen Querbinden der Flügelspitze sind gerade, parallel und gleich breit, auch breiter als bei E. maerens F. Die braune Binde über die hintere Querader ist aber parallelrandig und nicht unten verbreitert. Charakteristisch für die Art ist, daß die braune Querbinde über die kleine Querader sich nach unten fortsetzt, dort mit dem braunen Längswisch des Hinterrandes zusammenhängt und auch oben beiderseits durch glashelle Zwischenräume isoliert wird. Im Braun des Flügelvorder- randes sieht man einige hellere, aber verwaschene Flecke. Die kleine Querader steht etwas jenseits der Mitte der Discalzelle. Erste Hinter- randzelle weniger als bei E. maerens F. verengt. Schüppchen und Schwin- ger hellgelb. Körper 11 mm, Flügel 11 "5 mm lang. 368 Friedrich Hendel. 6. JEnffistoneura luf/ens Fabricius. Fabricius, Ent. Syst., Vol. IV, p. 348, 150 (Musca) (1775). — Wiedemann, Außereur. zweifl. Ins., Vol. 2, p. 459, 3 (Ortalis) (1830). — Hendel, Gen. Plat.. Fig. 264. 1 cf aus West-Afrika, Sierra Leone, die Type Wiederaanns im Wiener Hofmuseum. Kopf rotgelb. Stirne ungefähr so lang wie breit, vorne etwas verschmälert. Ozellen- und Scheitelplatten schwarz. Stirnlängsmitte heller als die Seiten gefärbt. Die roten Füliler und deren Gruben nur so lang wie das halbe Gesicht, letztere unten nicht schwarz gefleckt; Gesicht im Profile fast gerade und lotrecht, wie das Praelabrum und die Taster einfarbig rotgelb. Thorax und Schild wie bei E. jmrallela Wied, gefärbt und ge- striemt; nur das Metanotum ist einfach gelb und entbehrt der zwei braunen Längsstriemen. Hinterleib metallisch violett schimmernd, teilweise rotbraun durch- scheinend. Das basale Doppelsegment ist an den Seiten und oben in Form eines spitzen gleichsclienkeligen Dreieckes hellgelb. Die Behaarung ist an der Hinterleibswurzel gelb, sonst dunkler, mehr rot. Hüften und Beine rotgelb; die letzten drei Fußglieder schwarz. Vorderschenkel ventral an der Spitze mit drei schwarzen Dornen besetzt. Flügel dunkelbraun mit zwei durchgehenden hyalinen Querbinden. Die erste geht über die kleine Querader, ist aber oberhalb der Discoidalis durch zwei schmale braune Striemen in drei Teile gespalten. Die zweite liegt jenseits der hinteren Querader. Der breite braune Zwischenraum zwischen beiden ist hinten stark verbreitert und enthält vorne und hinten ein weißes Striemchen. Auch die braune Flügelspitze ist hinten in der zweiten Hinterrandzelle weiß gefleckt. Hyalin sind ferner auch noch die zwei Wurzelzellen, ein Fleck um die Discalzellenwurzel herum und das Spitzenende der Kostalzelle, wenn auch etwas getrübt. Die Mündungen der Subkosta und Radialis fallen fast zusammen, so lang ist die erstere ausgezogen. Schüppchen hellgelb. Schwinger fehlen der Type. Nach Wiede- mann ist deren Kopf braun. Körper 11 mm, Flügel 12 mm lang. 6 cf 9 ^us Sierra Leone, Moyamba, 26. September (J. J. Simpson, Ent. Res. Comm.), sind im Vergleiche mit der unreifen Type ausgefärbte Stücke. Die Vorderstirne ist mit Ausnahme der Mitte dunkel violett- braun an den Seiten, welche Verdunkelung sich nach oben hin verjüngt. — Der Hinterleib ist tief metallischblau, an den Seiten und in der Mitte rotgelb. Die Arten der Platystominen. 369 Die helleren Stellen des Flügels sind an der Wurzel und in der vorderen Plälfte des Flügels gelb, ganz vorne sogar gelbrot und nur am Hinterrande weiß. Schwinger gelb, der Kopf dunkelbraun. Körper und Flügel 11 — 12 mm lang. 72. Genus Peltacanthina Enderlcin. Zool. Jahrb., Vol. 33, p. 363 (1912). Tabelle der Arten. Flügel nur mit einigen weißen Querlinien in der Spitzenhälfte, nie aber gitterartig weiß punktiert oder gefleckt. Thorax und Schild un- bestäubt, glänzend. Subgen. Engistoneurokles. — Flügel von weißen Punkten und Flecken gitterartig durchbrochen oder es sind wenigstens einige solche Punkte angedeutet. Subgen. PeltacantMuü s. str.^) 1 1. Wangen so breit wie das dritte Fühlerglied oder nur wenig schmäler, unten nicht linear 2 — Wangen sehr schmal, unten neben dem Auge linear 6 2. Hinterleib mit gelbschimmernder Behaarung bedeckt. Tasterspitzen breit schwarz 3 — Hinterleib schwarz behaart. Taster ganz rot. An der Mündung der ersten Hinterrandzelle kein weißer Fleck 4 3. An der Mündung der ersten Hinterrandzelle ein weißer Fleck. Vorder- füße ganz schwarz (Fig. 61). 3, P. mythodes n. sp. — Dort kein weißer Fleck. Vorderferse rot. Rücken und Schild ganz matt. 4. F. paramythodes n. sp. 4. Flügel von großen weißen Flecken, die in der ersten Hinterrand- und Discalzelle normal einreihig liegen, durchbrochen. Füße ganz rotbraun. 5. P. asthenes n. sp. — Flügel von kleinen weißen Flecken, die in obengenannten Zellen normal zweireihig liegen, durchbrochen 5 5. Füße am Ende schwarz. Schienen schwarz. 1. P. stictica Fab. — Füße ganz rot. Schienen teilweise rotbraun. 2. P. simiirwia n. sp. 6. Flügel einfarbig rauchbraun, vorne und an der Wurzel rot, in der Mitte des Vorderrandes mit einigen kaum merklichen helleren Punkten. 10. F. fumipennis n. sp. — Flügel überall deutlich von zahlreichen weißen Punkten durch- brochen " 7. Eine über die hintere Querader durchlaufende ungctleckte, einfarbig braune Querbinde hebt sich von der daneben dicht weiß gegitterten Flügelfläche dunkel ab 8 ^) Hieher gehört auch die wegen zu kurzer Beschreibung nicht einreihbare Art P. fjuttatum Bezzi, siehe Nr. 32. Al.h:uicll. d. k, k. zool.-botan. Ges. Bd. VUI, Heft 1. 24 370 Friedrich Hendel. — Flügel ohne diese ungefleckte Querbinde . 10 8. Erste Hinterrandzelle parallelrandig. Die weißen Flecke des Flügels laufen größtenteils ineinander und bilden ein zusammenhcängendes Masclienwerk mit braunen Kernen. Hinterleib glänzend. G mm lang (Fig. 66). 20. P. monotaenia n. sp. — Erste Hinterrandzelle stark verengt. Flügel von zahlreichen isolierten weißen Punkten durchbrochen. Hinterleib matt bereift . . 9 9. 7— 8 mm. Rücken und Beine rotbraun. Die weißen Punkte größer und weniger zahlreich: zweite Hinterrandzelle mit 20 — 25 Punkten, erste Hinterrandzelle mit drei Längsreihen von Punkten. 15. P. 7ninor n. sp. — 10—12 mm. Rücken und Beine dunkler, mehr pechbraun. Flügel- punkte kleiner und zahlreicher: zweite Hinterrandzelle mit un- gefähr 50 Punkten, erste Hinterrandzelle mit vier Reihen von Punkten (Fig. 64). 14. P. pectoralis Loew. 10. An der Mündung der ersten Hinterrandzelle liegt ein weißer Fleck 11 — Dieser Fleck fehlt 18 11. Flügel in der Spitzenhälfte mit ein bis zwei, aus aneinandergereihten weißen Linien gebildeten Querbinden, wovon die jenseits der hinteren Querader sehr auffällig ist, versehen 12 — Flügel ohne weiße Linienquerbinden 15 12. Arista lang gefiedert 13 — Arista behaart. Vorderschenkel in der Endhälfte ventral nur mit drei bis vier Dornen besetzt. 21. P. punctipennis n. sp. 13. Taster an der Spitze oder auch die unteren Enden der Fühler- gruben am unteren Ende schwarzbraun. Vorderschenkel mit sechs bis sieben Dornen 14 — Taster und Fühlergruben einfarbig rot. Vorderschenkel ventral mit zehn Dornen. 18. P. surnnpenms Speiser. 14. Die erste Hinterrandzelle wird außer dem weißen Flecke jederseits an den Enden nur noch von zwei weißen Linien oder Punktreihen durchquert. 19. P. cohaesa Speiser. — Die erste Hinterrandzelle außerdem noch von fünf bis sechs weißen Punktreihen in der Mitte durchquert (Fig. 62). 17. P. nervosa Becker. 15. Größte Art, 18 mm lang, mit feurig gelbrotem Thorax, Schild und Flügelwurzeln und glänzend schwarzen Beinen. Flügel sparsam weiß punktiert. 11. F. magnifica Walker. — Kleinere Arten, 6 — 8 mm lang, mit schwarzem oder unauffällig rot- braunem Thorax. Flügel dicht weiß punktiert 16 16. Thorax, Beine und Epistom schwarz. Subkostalzelle erweitert. Hinterleib schwarz pubesziert 17 Dio Alton der Platystominon. 371 — Thorax und Schienen rotbraun, Epistom nur an den Seiten braun. Subkostalzelle schmal. Hinterleib gelb behaart. 6. P. epixantha n. sp. 17. Subkostalzelle g-anz schwarz. Flügel kurz und stumpf, vorne stark konvex gerandet. 8. P. cribrosa Enderlein. — Subkostalzelle mit ein bis zAvei hellen Punkten. Flügel schlanker, vorne mehr gerade. 7. P. synapta n. sp. 18. Arista nur kurz gefiedert, beim cf mit Endpalette: Fiederbreite ge- ringer als die des dritten Fühlergliedes. Die vier Hinterbeine mit Ausnahme der Fußenden ganz rotgelb. 7 mm lang. 9. P. rerberif/er Speiser. — Arista lang gefiedert, beim cf ohne Palette, Fiederbreite größer als die des dritten Fühlergliedes. Schenkel und Schienen nie ganz ein- farbig rotgelb. Größere Arten. 14 — 16 mm lang 19 19. Thoraxrücken und Schild einfarbig rot oder braun. Schenkel und Schienen schwarz 20 — Rücken und Schild deutlich schwarz getleckt. Sclienkel und Schienen gelbrot, erstere mit schwarzer Spitze (Fig. 05). 16. P. splendide/ n. sp. 20. Thoraxrücken gelbrot. In der dritten Hinterrandzelle liegen außer den weißen Flecken unten an der Posticalis auch solche am Flügel- hinterrande. Axillarlappen mit weißem Mittelfleck. 12. P. Falkensteini Karsch. — Thoraxrücken schwarzbraun, ockerig bereift. In der dritten Hinter- randzelle nur weiße Flecke unter der Posticalis: jene des Flügel- hinterrandes fehlen ebenso wie der ]\littelfleck des Schulterlappens. 13. P. cervina n. sp. 21. Thorax ockerfarbig 27 — Thorax schwarz oder schwarzblau^) 22 22. Kopf mit allen seinen Anhängen schwarzbraun. 28. P. frUineata Macquart. — Kopf orangerot 23 23. Taster ganz rotgelb 25 — Taster an der Spitze breit schwarz 24 24. Die weiße Querbinde zwischen den beiden Queradern ist an der Discoidalis nicht unterbrochen, jene jenseits der hinteren Quor- ader oben gegabelt (Fig. 68). 22. P. gamma n. sp. — Die weiße Querbinde zwischen den beiden Queradern ist an der Discoidalis unterbrochen, jene jenseits der hinteren Querader oben nicht gegabelt. 25. P. albolineata ]\Iacquart. ^) Hieher gehört auch Nr. 26 P. concolor Bezzi, eine wegen zu kurzer Diagnose nicht einreihbare Art. •T 4* 372 Friedrich Hendel. 25. Endhälfte des Flügels mit drei weißen durchgehenden und fast parallelen Linien, eine vor, zwei jenseits der hinteren Querader. 29. P. parallela n. sp. — Jederseits der hinteren Querader nur eine weiße und durch- laufende Querlinie 26 2C). In der Verlängerung der hinteren Querader reicht eine weiße Quer- linie von der Mitte der ersten Hinterrandzelle bis zur Kosta hinauf. 24. P. octodecim Speiser. — Obige Querbinde fehlt (Fig. 67). 23. P. geminata n. sp. 27. Schildchen mit dem Thorax gleichfarbig 28 — Schildchen schwarzblau. Das basale Doppelsegment des Abdomens hinten schmal weiß gerandet. 31. F. Bezzii n. n. 28. Vorderfüße ganz schwarz. 27. P. bicolor Bezzi. ■ — Vorderfüße an der Basis rotgelb. 30. P. thoracica n. sp. Subgenus Peltacanthina s. str. 1. Peltacantimia stictica Fabricius (Fig. 63). PlatysLoma sücticum Fabricius, Syst. Antliat., p. 327, 9 (1805). — Wiede- mann, Außereur. zweifl. Ins., Vol. 2, p. 569, 3 (1830). — Hendel, Gen. Plat., Fig. 270. 8 cf 9 aus Nyasaland, Zombadistrikt (leg. Dr. Noi'ris) und nächst der Nkata-Bai (Ent. Res. Comm.), Brit. Central-Afrika (leg. Major Barce), Congo-Staat, Lualaba R. (leg. Dr. Massey), im British Museum in London. S. Rhodesia, 14. Dezember. — Guinea (Wiedemann). Kopf im allgemeinen hell rotbraun; Stirne so lang wie breit, in der Mitte mit einer Quermulde, vorne etwas wulstig, überall mehr oder weniger grob gerunzelt. In der Färbung ist die Stirne dunkler als der Klypeus, namentlich vorne an den Seiten. Ozellenfleck und die Spitzen der kurzen Scheitelplatten sind in der Regel schwarz. Neben den Fühler- wurzeln eine kleine Beule auf den Wangen; ober- und unterhalb derselben liegt je ein silberweißer Fleck und noch weiter unten an den Wangen ein dritter. Der Längsrücken zwischen den Fühlergruben matt rotgelb, sehr fein und dicht punktiert. Die Backengruben sind wie die Wangen etwas beulig. Fühlergruben weiß bereift. Fühler, Praelabrum und Taster rot. Arista lang dunkel gefiedert; die Fiederfläche ist fast so breit wie das dritte Fühlerglied. Rüssel rotbraun. In der Verlängerung des hinteren Augenrandes läuft ein Silberband am Hinterrande der Backengruben bis nach unten. Wangen so breit wie das dritte Fühlerglied. Backen ungefähr ^3 eines Auges hoch. Die Fühler sind nur die Hälfte des Untergesichtes lang. Thorax samt Schildchen metallisch blauschwarz, dicht rauh cha- griniert. Der Thoraxrücken ist dicht ockerfarbig bereift, matt. Die Grundfarbe zeigt sich nur in der dichten feinen Punktierung und meist am Hinterrande des Schildchens. Bei gut konservierten Stücken sieht Die Arten der Platystominen. •'•^ man in der Längsmitte des Rückens zwei sehr breite, nach hinten noch breiter werdende und auf die Schildbasis übertretende matt sepia- braune Striemen und außerhalb derselben noch je eine vorne und hinten abgekürzte und an der Quernaht unterbrochene gleichfarbige Längs- strieme. Die Zwischenräume zwischen denselben sind nur schmale Linien der ockerfarbigen Bereifung. An den Pleuren ist die Längsmitte der Mesopleuren von der Stigmatikalgegend bis nach hinten ockerfarbig bereift. Darüber, darunter und dahinter glänzen die Pleuren in der Grundfarbe. Beborstung und Behaarung schwarz. Schild mit sechs Borsten; vier Randwarzen deutlich. Hinterleib glänzend schwarzblau, nur sehr zart punktiert. Das basale Doppelsegment ist mit Ausnahme der Mitte weißgrau bereift. Diese Bereifung ist auch in geringer Intensität auf den Seitenrändern der Tergite drei und vier erkennbar. Die Behaarung des Hinter- leibes ist schwarz. Beine glänzend pechschwarz. Die äußersten Kniespitzen und die ersten zwei Fußglieder rot; letztere auch glänzend rot behaart. Vorder- schenkel in der Endhälfte ventral nur einreihig mit zirka vier kurzen Dornen besetzt. Flügel schwarzbraun, vorne dunkler als hinten, von milchweißen elliptischen Querfleckchen in allen Zellen, mit Ausnahme der an der Spitze rotbraunen Subkost alz eile, unterbrochen, aber derart, daß die Fläche des Braunen weitaus überwiegt. Zwischen Kosta und Cubi- talis liegen die Flecke einreihig, darunter zweireihig in den Zellen. Der Zahl nach in der Kostalzelle zwei; in der Marginalzelle fünf; in der Sub- marginalzelle sieben bis acht; in der ersten Hinterrandzelle fünf bis sechs Paare, teilweise miteinander verschmolzen oder auch nur ein Fleck entwickelt — ein weißer Fleck an der Zellenmündung fehlt stets; in der zweiten Hinterrandzelle am Rande des Flügels drei bis vier, innen auch drei bis vier; in der dritten Hinterrandzelle ebenfalls am Rande drei bis vier, innen drei bis sechs Flecke; in der Discalzelle fünf bis sieben Flecke. Flügelwurzeln und Adern dort schwarz. Die kleine Querader steht meist etwas vor der Mitte der Discal- zelle. Die erste Hinterrandzelle ist an der Mündung durch die starke Biegung der Cubitalis beträchtlich verengt. Schüppchen weiß, Schwingerkopf schwarzbraun. Körper 8"5 — 10 mm, Flügel 9—11 mm lang. 2. Peltacanthina simiUima n. sp. 11 cT 9 aus Nyasaland, Mt. Mlanje, Oktober-November, und Zomba; aus S.-Rhodesia. Inyamakuga. Dezember. Ent. Res. Comm. Die Art steht der Pelt. sficfica Fab. äußerst nahe und ist durch folgendes kenntlich. 374 Friedrich Hendel. Ihre Füße sind ganz und gar hellrot, am Ende nicht schwarz. Die Schienen und manchmal auch die Schenkel sind teilweise rotbraun. Der letzte Abschnitt der Cubitalis ist ganz deutlich weniger gebogen als bei süctica Fab. Die Größe beträgt nur 8 — 9 mm. ^. J*elfacnnt7ihi*f nnfthinh-s n. sp. (Fii:. ♦>1V 4 cf 9 •'^^'•'^ Nyasaläud (uc-ir Tpper Songwe River. Eut. Rps. C o III 111.). (laiiii \(nii l''iil.»e des Ncliisi-Berges. Marimba-Distr. (leg. Dr. I' a s k), und von den Abhängen des Nyika-Flateaus (leg. Dr. N r r i s), im British Museum in London. Der Kopf ist dunkelrot. Die Stirne dunkelrotbraun; vorne an den Seiten, dann die Wangen und Backengruben, das dritte Fühlerglied, das Epistom in verschiedener Ausdehnung, das Ende der Fühlergruben, das Praelabrum und die Tasterspitzen schwarzbraun. Auch der Hinter- kopf ist in der Halsgegend dunkelbraun. Fühler etwas länger als die Hälfte des Untergesichtes. Thorax und Schild metallisch stahlblau, dicht rauh chagriniert, überall aber glänzend und nur auf dem Rücken in einigen wenigen Linien braun tomentiert. Es sind dies eine Querlinie in der Vertiefung vor dem Schildchen, dann zwei Längslinien an den Rückenseiten, die an der Quernaht unterbrochen sind, sich vor derselben vereinen und ober- halb des glänzenden Humeralcallus enden. Pleuren ganz unbestäubt. Schild mit sechs Borsten, vier Randwarzen deutlich. Hinterleib glänzend erzgrün, seitlich am basalen Doppelsegment nur schwach weißlich bereift. Die Behaarung schimmert deutlich gelblichweiß. Beine glänzend pechschwarz, Schenkel etwas metallisch schim- mernd. Vorderfüße ganz schwarz: an den vier hinteren sind die zwei Wurzelglieder rotbraun. Vorderschenkel in den zwei Enddritteln ventral außen mit ungefähr sieben starken und ziemlich langen Dornen besetzt; die innere Reihe ist viel schwächer und kürzer. Flügel im allgemeinen wie bei stictica gezeichnet, jedoch sind die milchweißen Flecke weitaus größer, so daß sie vielfach dem Braunen an Ausdehnung das Gleichgewicht halten. Die Subkostalzelle ist rot und hat drei braune Flecke. In der Marginal-, Submarginal- und ersten Hinterrandzelle sind durchschnittlich mehr weiße Flecke als bei stictica zu sehen. An der Mündung der ersten Hinterrandzelle, die deutlich weiter als bei stictica ist, ist stets ein größerer weißer Fleck zu sehen. Die kleine Querader steht meist etwas jenseits der Mitte der Diskal- zelle. Die Cubitalis ist weniger stark gebogen als bei stictica, die Sub- marginalzelle daher lange nicht so stark verengt und auch die Mündung der ersten Hinterrandzelle weniger zusammengezogen. Alles üluige wie bei stictica angegeben. Die Alten der Platystominen. 375 4. Peltacanthina parantfßthodes n. sp. 1 cT aus Nyasaland, Zomba (Dr. Stannus). Ent. Res. Comm. Auf das Stück paßt die Beschreibuug; von P. myihodes mit folgen- den Unterschieden. Vordcrstirne. Gesicht und Praelnbnim rot. T]i(ir;\xriicke,ii. Scliild und eine Tvängsstrienie ilinch die .VIesn- pleiiifii diclit nuitt ockerii:- licstiinbt: ersterer mit vier iiiattschAvarzen hvpitpn l'iuiktläng'sstriemen. Voi-derfersen hell rotbraun. — Im Flügel fehlt der weiße Fleck an der Mündung der ersten Hinterrandzelle und ist die Subkostalzelle bis auf die rote Spitze ungefleckt schwarz. Körper und Flügel 10 mm lang. 5. JPeltacanthlna (fstJieues n. sp. 5 cf 9 «'^"s Brit.-Zentralafrika (leg. Major Barcc) und aus Nyasa- land, Zombadistrikt (leg. Dr. Norris). Auch der stictica Fabr. sehr ähnlich, aber viel kleiner und schlanker und noch durch folgendes verschieden. Hinterkopf meist schwarzbraun: Kopf dunkler rot. Arista länger gefiedert. Füße ganz und gar rot- braun. Schild auch wie bei stictica Fabr. Die weißen Flecke des Flügels sind in geringer Zahl vorhanden, aber weitaus größer als bei stictica und in der ersten Hinterrandzelle und der Discalzelle normal nur einreihig. In letzterer liegt ein Fleck an der Wurzel und zwei, die sich manchmal berühren, in der Mitte. Die Rand- tlecke der zweiten und dritten Hinterrandzelle fließen mit den inneren znsammen. Die Wurzelzellen sind weiß, mit einem braunen Mittelfleck. Körper und Flügel 6'5 — 7"5 mm lang. 6. Peltacantliina epLrantha n. sj). cf 9 aus Guinea im Wiener Hofmuseum; aus Ashnnti. Kumasi (leg. Dr. Graham) und aus dem Kongo-Staate, Leopoldvillc (,,im tiefen Busch"), im British Museum in London. N. Nigeria, Mai— August (Dr. Scott). Ent. Res. Comm. Kopf rostbraun. Stirne so lang wie breit, runzelig punktiert, in der Mitte mit seichter Quermulde. Die kleine Beule neben den Fühler- wurzeln dunkelbraun, beiderseits von einem silberschimmernden Fleck begrenzt. Wangen linear, Backengruben schmal, Backen V5 der Augen- höhe hoch. Fühlergruben weiß bereift, am Unterrande mit einem glän- zend schwarzen Fleck. Seiten des Mundrandes und des Praelabrum manchmal dunkler l)raun. Auch die Ozellen- und Scheitelplatten können dunkler braun sein. Fühler rot; drittes Glied größtenteils schwarzbraun. Arista lang dunkel gefiedert: die Fiederbreite übertrifft deutlich die Breite 376 • Friedrich Hendel. des dritten Antennengliedes. Taster rot, mit breiter scliwarzer Spitze. Hinterrand der Augen bis unten silberschimmernd. Thorax und Schild hell rotbraun bis dunkel kaffeebraun, dicht rauh chagriniert. Rücken und Oberseite des Schildchens matt ockerfarbig be- reift; ersterer mit undeutlichen dunkler braunen Längsstriemen ver- sehen. Die Pleuren glänzen etwas; nur die Mesopleuren sind in der Längsmitte mit Einschluß der Stigmatikalgegend dichter hell ockerig bereift. Die kurze Grundbehaarung des Rückens und Schildchens ist gold- gelb. Schild mit sechs Borsten und vier deutlichen Randwarzen. Hinter- leib schwarzblau oder violett, chagriniert oder unreif dunkel rotbraun, aber stark violett schimmernd, metallisch glänzend. Alle Tergite, am stärksten das basale Doppelsegment und das letzte, sind seitlich und am Hinterrande weißlichgrau bereift. Behaarung vorne gelblich bis hellbraun, hinten dunkler. Hüften und Schenkel hellbraun bis pechbraun. Schienen hell rot- braun, am Ende breit schwärzlich. Füße hellrot, die letzten drei Glieder schwarz, Vorderfüße an der Wurzel nur dunkel rotbraun. Vorderschenkel in der Spitzenhälfte ventral einreihig mit drei mittelstarken Dornen besetzt. Flügel nicht schwarzbraun wie bei stictica und Verwandten, sondern heller rötlichbraun, namentlich an der Wurzel und am Hinterrande. Die Verteilung der weißen Flecke und die Größe derselben ist die gleiche wie bei mythodes, die Nervatur mehr wie bei stictica F. Schüppchen weiß. Schwingerkopf dunkelbraun. Körper und Flügel 6 — 8 mm lang. 7. Peltacauthiiia synapta n. sp. 19 aus Mashonaland, Salisbury (leg. Marshall), im British Museum in London und 1 cf derselben Provenienz im Zool. Mus. Cambridge. Stirne, Wangen, Backengruben, oberes Untergesicht, der ganze Hinterkopf, Fühler und Tasterwurzeln gelbrot. Drittes Fühlerglied am Oberrande gebräunt; Arista lang dunkel gefiedert; die Fiederbreite über- trifft fast die Breite des dritten Fühlergliedes. Das untere Ende der Fühlergruben, fast das ganze Epistom, das Praelabrum und die breiten Tasterspitzen schwarz. Wangen mit drei Silberpunkten. Thorax und Schild glänzend schwarz, dicht rauh chagriniert. Der Thoraxrücken ist wie bei mythodea nur mit einigen Tomentlinien ge- zeichnet und scheint sonst normal die Grundfarbe zu zeigen und zu glänzen. Die Pleuren glänzen bis auf einen grauen Bestäubungswisch, der sich von den Vorderhüften bis in die Mitte der Mesopleuren hinauf- zieht. Schild mit sechs Borsten und vier deutlichen Randwarzen. Hinterleib wie bei stictica. Die Art(!ii der Platystoiiiiiien. ^'* Hüften und Beine schwarz, nur die zwei Wurzelglieder der vier hinteren Füße rot. Vorderschenkel in der Spitzenhälfte ventral ein- reihig- mit drei bis vier starken und relativ langen Dornen besetzt. Flügel wie bei stictica. Die Subkostalzelle ist aber auch an der Spitze schwarz und hat in der Mitte ein bis zwei hellere Punkte. An der beträchtlich verengten Mündung der ersten Hinterrandzellie ein größerer weißer Fleck. Die kleine Querader steht jenseits der Mitte der Discalzelle. Schüppchen, Schwinger und Größe wie bei stictica. Besonders charakteristisch für diese Art ist die er- weiterte Subkostalzelle, die durch ein Abwärtsbiegen der der hinteren Querader gegenüber mündenden Subkosta jenseits der Mediastina bedingt wird. 8. PelfacantJiina cHhrosa Enderlein. Zool. Jahrb., Vol. 33, p. 365, Fig. B (1912). (j' 9 -^"s Transvaal, Zontpansber. Ich habe vorige Art nicht mehr zum Vergleiche vor mir. P. cribrosa scheint mir durch folgendes verschieden zu sein. Der Flügel ist kürzer und breiter, mehr abgestumpft, am Kostalrande auffallend konvex. Die Subkostalzelle ist noch stärker erweitert und ganz schwarz, ohne helle Flecke. Thoraxrücken mit noch weniger Spuren von Striemen; er kann auch rostbraun sein. Pleuren ganz glänzend schwarz. Körper und Flügel 8 — 85 mm lang. 9. JPeltacanthlna verheriger Speiser. Scholastes verberiger Speiser, Jahrb. Nassau. Ver. f. Naturk. Wiesbaden, Vol. 04, p. 253 (1911). 2 cT Q aus Deutscli-Ost-Afrika, Usambara, Neguelo. im British Museum in London. Kopf samt Anhängen gelbrot, nur die Tasterspitzen breit schwarz und die Fühlergruben unten schwarz gefleckt. Die Form des Kopfes genau wie bei epixantha. Arista dunkel gefiedert; beim cf trägt die nackte Spitze eine kleine Palette. Thorax und Schild glänzend orangerot bis rotbraun, dicht rauh chagriniert, auf der Oberseite matt ockerig bereift. Die Reifstrieme der Mesopleuren ist nur kurz und geht von der Stigmatikalgegend, wo sie am breitesten ist, nur bis zur Mitte der Mesopleuren nach hinten, wo sie spitz endet. Grundbehaarung des Rückens und Schildes goldgelb. Schild mit sechs Borsten und vier deutlichen Randwarzen. Das basale Doppelsegment und die Bauchseite des Abdomens sind mit dem Thorax gleich gefärbt; etwas dunkler der Vorderrand des dritten Tergites in der Mitte. Die Seiten und der Hinterrand des zweiten Ter- 378 Friedrich Hendel. gites sowie der ganze übrige Hinterleib metallisch glänzend dunkel- violett. Ovipüsitor rot. Behaarung rotgelb. Beine ganz rotgelb, nur die letzten drei Fußglieder schwarz (das Q), oder die Vorderhüften und Vorderschenkel schwarzbraun, die Vorderschienen dunkler rotbraun (das cf). A'orderschenkel in (]rv EnH- liiilfte ventral einreihig mit drei schwachen Dörnchen besetzt. Die Größe und Verteilung der weißen Flügeltlecke ist so ziemlicli die gleiche wie bei asthenefi. Die Kostalzelle und die Flügelwurzel ist aber rotgelb, nicht schwarzbraun. Die Spitze der Subkostalzelle ist auch rot wie bei asthenes, enthält aber noch einen schwarzen Punkt. Die Analzelle ist dunkelbraun mit einem weißen Fleck vor der Spitze. Der Schulterlappen ist braun und hat in der Mitte eine weiße Querstrieme. Bei asthenes ist er mehrfach weiß gefleckt und an der Basis fast ganz Avciß; ferner ist bei dieser Art die dritte Hinterrandzelle an der äußersten Wurzel weiß, bei verberiger aber braun. Die weißen Randflecke der zweiten Hinterrandzelle sind mit den inneren nicht zusammengeflossen. Wie bei asthenes fehlt in der Mündung der ersten Hinterrandzelle der weiße Fleck. Geäder wie bei stictica F. Schüppchen gelblich, Schwingerkopf hellgelb. Körper und Flügel 8 mm lang. 10. JPeltaeanthina fnmipennis n. sp. 8 cf 9 '"^iis Nyasaland, R. Charo, Deep-Bay (Dr. Sanderson). Ent. Res. Comm. Stirne breiter als lang. Wangen unten linear. Mundrand stark vorspringend. Backen niedrig. Auge doppelt so hoch wie lang. Fieder- breite der Arista gleich der des dritten Fühlergliedes. Der ganze Kopf, der Thorax und das Schildchen lebhaft orange- gelb oder nur die letzteren sind ins Lederbraune verdunkelt. Taster- spitzen breit schwarz, w^eiß gerandet. Schild sechsborstig, mit vier starken Randwarzen. — Hinterleib an der Basis rotgelb, auch gelb be- haart, sonst metallischblau oder violettschimmernd, erzfarbig und schwarz pubesziert. Beine glänzend schwarz, vorne die letzten vier, hinten die letzten drei Glieder der sonst roten Füße schwarz. Vorderschenkel ventral mit drei bis vier Dornen. Flügel gleichmäßig gelblichbraun tingiert, an der Wurzel und am Vorderrande gelbrot, ohne weiße Tropfen und Flecke. Nur unter und jenseits der Subkosta stehen am Vorderrande einige wenige lichtere, nur mit der Lupe auffallende Punkte. Erste Hinterrandzelle an der Mündung stark zusammengezogen. Schwinger rotgelb, nur am Halse braun. Körper und Flügel 10'5 — 16 mm lang. Die Arten der Platystominen. •^•° 11. l*eltacantltui(i maf/nf/ica Walker. NotaravIhiiKt niagtiifica Walker, List. Dipt. Brit. Mus., Part. IV, p. 1062 (1849). — Hendel, (Jen. Fiat., Fig. 266—268. Peltaranfklna excellens Enderlein, Zool. Jahrli.. Vol. .".", p. 36:? (1012). 1 O aus Nord-KaniPnni. .Toltnini AHirr'clitslir.lip. L.. foiiradl. Nacli Wal kor cf ^'^if^ 9 '^'""' '"»■•"'ii'"- Die ,i:'rr>ßtr tiiitfi- ilieseii <:-n»ß^'ii Arten. Der ganze Ko[)f samt Anliängen gelbrot. Der Oberrand des dritten Fühlergliedes ist rotbraun und die Fühlergruben sind unten nur gebräunt. Die glänzende Stirne ist erheblich breiter als lang, hat vor der Mitte eine Querfurche und gleich oberhalb derselben vier rundliche Erhebungen in einer Querreihe — je zwei am Augenrande. Die schwach wulstige Vorder- stirne ist punktiert. Untergesicht matt ziseliert. Fühlergi'uben weiß be- reift. Wangen unten linear. Backen kaum V^ eines Auges hoch. Fühler etwas länger als die Hälfte des Untergesichtes: dieses gleich unter der Mitte winkelig gebrochen, so daß das Epistom stark vortritt. Arista lang dunkel gefiedert: die Fiederfläche ist weitaus breiter als das dritte Fühler- glied. Die breiten Tasterspitzen sind schwarz. Thorax samt Schild lebhaft gelbrot, rauh punktiert, nur unter der Sternopleuralnaht glatt, glänzend. Die Rückenseite sowie die Längs- mitte der Mesopleuren von den Vorderhüften her sind goldockerig be- stäubt, daher nur von geringem Glänze. Außer den schwarzen Borsten ist die kurze Behaarung goldigrot. Schildchen mit sechs Borsten und vier kräftigen Randwarzen. Hinterleib glänzend violettschwarz, metallisch schimmernd: dunkel, an der Basis rotschimmernd behaart. Hüften und Beine glänzend schwarz. Füße schwarzbraun. Vorder- ferse dunkelrot. Das erste Glied der Mittelfüße und die ersten zwei Glieder der Hinterfüße hellrot. Vorderschenkel unten mit drei bis vier mittelstarken Dornen in der Endhälfte. Flügel an der Wurzel mit den Wurzelzellen und dem Vorderrande bis zur Subkostamündung lebhaft gelbrot, nur stellenweise dunkler rot- braun Avie z. B. an der Basis der Subkostalzelle und in den Basalzellen. Sonst ist der Flügel dunkelbraun, am Vorderrande intensiver als hinten und in sranz ähnlicher Weise wie bei stictica von weißen Flecken durch- brochen, die aber den roten Stellen fehlen. In der Marginalzelle fünf weiße Flecke: in der Submarginalzelle acht bis neun; in der ersten Hinterrandzelle drei Paare, davon das basale meist zusammengeflossen, und noch ein Mondfleck an der Mündung; in der zweiten Hinter- randzelle zwei am Rande und einer in der Mitte: in der dritten Hinterrand- zelle drei am Rande und drei innen; Schulterlappen mit einem weißen Mittelfleck. Letzter Abschnitt der Cubitalis stark gebogen, Unterrand- zelle daher verschmälert und Mündung der ersten Hinterrandzelle stark 5La T». 380 Friedrieh Hendel. verengt. Kleine Querader wenig schief stellend, etwas jenseits der Mitte der Discalzelle. Schüppchen am Rande rot; Schwinger rot. Körper und Flügel 18 mm lang. 12. I*eltacanthina Falkensteini Karsch. Platy Stoma Falkensteini Karsch, Zeitschr. f. ges. Naturw. (3), IV, p. 382, PI. 4, Fig. 7 (1879). 2 Q aus Uganda, Ost-Afrika, im Ungarischen Nationalmuseum. Karsch beschreibt die Art aus Chinchoxo. Stirne dunkel rotbraun, Untergesicht etwas heller. Fühlergruben unten schwarz gefleckt. Drittes Fühlerglied schwarzbraun. Auf dem Rücken des Thorax zeigen sich unter der gelbroten Bestäubung und Pubeszenz Spuren von in Längsreihen geordneten dunkleren Flecken. Flügel an der Wurzel und am Vorderrande tief schwarzbraun, nach hinten zu in dunkelbraun übergehend. Die Flügelwurzel hat schwarze Adern und in der Kostal-, der Basal- und der Analzelle gelbrote Flecke. Die Anordnung der weißen Flügelflecke ist dieselbe wie bei der vorher- gehenden Art, nur sind dieselben in der Marginal- und Submarginalzelle in geringerer Anzahl vorhanden (vier, respektive fünf) und fehlt auch der weiße Mondfleck an der Mündung der ersten Hinterrandzelle. Im übrigen gleicht diese Art ganz der vorhergehenden und ist es möglich, daß beide zusammenfallen. Da mir zu wenig Material darüber vorliegt, kann ich diese Frage nicht entscheiden. Körper und Flügel 14 — 16 mm lang. 13. Peltacantliina cervina n. sp. 7 cf aus Kamerun und NataL, Durban, in der Sammlung des Herrn B. Lichtwardt. Auch diese Art ist den magnifica Walk, sehr ähnlich. Der ganze Kopf ist rot; das untere Ende der Fühlergruben glänzend schwarz. Meist ist auch der an die Fühlergruben unten anstoßende Teil des Epistoms mehr oder weniger ausgedehnt schwarzbraun. Fühler ganz rot. Taster- spitzen breit schwarz. Die Fiederfläche der Arista ist so breit wie das dritte Fühlerglied. Thorax und Schild gelbrot, auf der Oberseite aber ganz schwarz- braun und durch die ockerige Bestäubung von dunkel rehbrauner Farbe. Die kurze Behaarung der Oberseite ist schwarz und nur hinten auf dem Rücken und dann auf dem Schildchen teilweise rötlich. Bei einigen Stücken sind auch die Mesopleuren von oben her gebräunt. Das basale Doppelsegment des Hinterleibes ist mit Ausnahme des Hinterrandes und der Mitte gelbrot. Von gleicher Farbe sind die Sternite und die Genitalien. Die übrigen Tergite sind glänzend violettschwarz. Die Behaarung ist auf den roten Stellen gelbrot, sonst schwarz. Die Arten der Platystominen. «^"^ Flügelwurzel rötlichbraun mit roten bis schwarzen Adern. Sonst gleicht die Färbung und die Verteilung der weißen Flecke mit folgen- den Unterschieden jener des Falkensteim. In der dritten Hinterrandzelle liegen nur drei Flecke unter der Posticalis. Der weiße Fleck des Schulter- lappens und der gelbe der zweiten Basalzelle fehlt ganz. Ferner heben sich die weißen Flecke überhaupt viel weniger scharf vom dunklen Grunde ab. Bei einigen Stücken sind die Wurzeln der Mittel-, noch ausge- dehnter die der Hinterschenkel rotbraun. Alles übrige wie bei Falkensteim. Als Varietät betrachte ich vorläufig vier Stücke, ebenfalls cf, aus Natal, bei denen der Thorax samt Schild fast ganz und gar schwarz- braun gefärbt ist und nur die Pleuren unten und hinten dunkelrot sind. Dem Hinterleibe fehlt die rotgelbe Wurzel; er ist stark glänzend stahl- blau. Das Schildchen ist länger, steht daher weiter nach hinten vor und zeigt am Rande weitaus längere Dornen an den Borstenwurzeln. Die Farbe der Flügel hat leider durch Liegen im Spiritus viel gelitten; die sichtbare Fleckung gleicht aber der normalen Form, nur scheint sie ver- waschener zu sein. Anmerkung: Da mir von Falkensteini nur ?, von cervina nur $ zu Gesicht kamen, so liegt die Vermutung nahe, ob dies nicht die beiden Geschlechter einer Art seien. Ob dies wirklich der Fall ist und ob überhaupt nur eine Art, nämlich magnifica Walker vorliegt, bleibt künftigen Untersuchungen vorbehalten. 14. l^eUacmithina pectoralis Loew (Fig. 64). Platystoma pectorale Loew, Sitz.-Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 660, 30 (1852), Peters' Reise nach Mozambique, p. 30, Taf. 1, Fig. 10 (1862). 3 cf 9 aus Nyasaland, Zomba-Distrikt (leg. Dr. Norris), im British Museum in London. — Mozambique (Peters). Stirne deutlich breiter als lang, bräunlichgelb, oben mit seiden- artigem Glänze und längsrunzelig, vorne glänzend, grob und dicht punk- tiert. Die glatte Beule zwischen Fühlerwurzeln und Auge dunkelbraun, oben und unten von einem silbrigen Flecke begrenzt. Untergesicht rot- braun, matt ziseliert. Aus dem unteren Ende der Fühlergruben zieht sich je ein schwarzbrauner Fleck nach innen und unten auf das Epistom hinüber. Dieses hat weiter außerhalb davon noch einen zweiten, größeren solchen Fleck. Hinterkopf rot; der gewölbte Teil am Halse pechschwarz, mit einer breiten silberigen Querbinde bedeckt. Auch der untere Hinter- kopf zeigt am hinteren Augenrande und in der Verlängerung desselben die gewöhnliche silberweiße Bestäubung. Wangen unten linear. Backen zirka Vg eines Auges hoch. Fühler ein wenig länger als die Hälfte des im Profde etwas konkaven Untergesichtes. Arista sehr lang und dicht gefiedert. Die Fiederfläche ist doppelt so breit wie das schwarzbraune dritte Fühlerglied. Fühler sonst rotbraun; desgleichen das Praelabrum 382 Friedrich Hendel. mit Ausnahme der schwärzlichen Seiten und die an der Spitze schwarzen Taster. Thorax von schwarzer Grundfarbe, dicht und rauh punktiert, über- all aber, namentlich auf dem Rücken dicht graulich ockerfarben be- reift. Der gleiche Reif bedeckt auch das auf seiner Oberseite rotbraune Schildchen, dessen Hinterrand aber mit Ausnahme einer Unterbrechung in der Mitte glänzend schwarz ist. Die kurze Behaarung des Thorax- rückens und Schildes ist vorherrscliend goldgelb, die der Pleuren dunkel- braun bis schwarz. Der Rücken erscheint durch die in Gruppen zu- sammenstehenden dunklen Punkte gefleckt, und zwar kann man vor und hinter der Quernaht neben kleineren vier größere Längsflecke, frei- licli nur undeutlich abgegrenzt, erkennen. Schild mit sechs Borsten und vier kräftigen Randwarzen. Hinterleib stahlblau, violett schimmernd, dicht punktiert, rauh, durch kurze weißgelbe Behaarung, die dicht anliegt, und durch eine zarte weißliche Bereifung, die die ganze Oberseite bedeckt, fast allen Glanzes beraubt. Hüften und Beine pechschwarz. Die zwei Wurzelglieder der Füße vorne rot, an den vier hinteren Beinen gelbrot; alle am Ende gebräunt, an den vier vorderen Füßen so stark, daß fast nur die Mitte des zweiten Gliedes mehr rot ist. Vorderschenkel ventral an der Spitze mit drei ziemlich langen und starken Dornen besetzt. Flügel schwarzbraun, fast überall von kleinen, sehr dicht stehenden runden weißen Punkten durchbrochen. Einfarbig braun, unpunktiert ist eine breite braune Querbinde, die von der Mündung der Subkosta über die hintere Querader läuft und den ganzen Flügel durchquert, sowie die äußerste Flügelwurzel. Weniger punktiert und daher dunkler erscheint ein breiter Querstreifen, der sich von der Subkostalzelle in die Basal- liälfte der Discalzelle herabzieht. Die weißen Flecke des Flügelvorder- randes sind viereckig, jene des Hinterrandes länglich und sehr regel- mäßig verteilt. Die vier hellen Flecke der Subkostalzelle sind meist rot- gelb. Unmittelbar unter der Mündung der Cubitalis liegt ein größerer weißer Fleck. — Die erste Hinterrandzelle ist durch die Biegung des letzten Cubitalisabschnittes an der Mündung stark verengt. Die kleine Querader steht jenseits der Mitte der Discalzelle. Schwinger braun, Schüppchen weiß. Körper und Flügel 10 — 12 mm lang. 15. I*eltacanthina nvhiov n. sp. 3 cf 9 ^us Mozambique, Jänner (leg. Muir), im Zool. Mus. Cam- bridge. Diese Art ist der P. pectoralh Loew sehr ähnlich und nur durch folgendes zu unterscheiden. Sie ist weitaus kleiner und nur 7 — 8 mm Die Arten der Platystomineii. ■^"-'^ lang-. Der Rücken ist heller gefärbt, rotbraun, desgleichen die Schenkel und Schienen. Die Punktierung des Flügels ist größer und daher weniger zahlreich; so liegen z. B. die weißen Punkte in der ersten Hinterrand- zelle nur in drei, bei pectoralis Loew in vier Längsreihen und zählt man in der zweiten Hinterrandzelle nur 20—25, bei pectoralis Loew aber zirka 50 weiße Punkte. Die erste Hinterrandzelle ist an der Mündung weniger stark verengt und der Kostalabschnitt dort gleich der halben hinteren Querader, während er bei pectoralis Loew nur den dritten Teil derselben lang ist. lö. l^eltavantiüna aplendlda n. sp. (Fig. 65). 2 9 aus Brit.-Nyasaland, Zomba (April), im British Museum in London. Kopf rotgelb. Stirne fast breiter als lang, in der Mitte mit einer Quermulde, oben längsrunzelig, vorne punktiert. Zwischen Fühler und Auge mit dunkler Beule; beiderseits derselben am Augenrande ein silbriger Punkt. Untergesicht matt, feinkörnig. Die weißbestäubten Fühlergruben haben am unteren Rande einen schwarzen Fleck. Fühlei- rot; drittes Glied dunkelbraun. Arista langgefiedert; die Fiederbreite gleich der des dritten Antennengliedes. Fühler nur die Hälfte des Unter- gesichtes lang. Wangen linear; Backengruben schmal. Backen kaum ein Sechstel eines Auges hoch. In der Verlängerung des Augenhinter- randes nach unten eine Silberbinde. Tasterspitzen breit schwarz. Thorax und Schild hell rotbraun, rauh chagriniert, auf der Ober- seite und den Mesopleuren mit einer schütteren gelbgrauen Bestäubung bedeckt, welche von zahllosen kleinen dunklen Punkten durchbrochen ist. Auf dem Thoraxrücken liegen zehn größere schwarze Flecke. Zwei ganz vorne am Rücken und zwei vor dem Schilde; je vier vor und hinter der Quernaht in je einer Querreihe. Die vier mittleren sind die größten. Auch auf der Oberseite des Schildchens liegen zwei längliche, gegen hinten zusammenneigende schwarze Flecke. Außerdem sind die vier Höcker am Hinterrande glänzend schwarz. Die Farbe der Pleuren geht nach vorne und hinten zu in dunkelbraun bis pechschwarz über. Die kurze Behaarung des Thorax ist vorwiegend gelb. Schild mit sechs Borsten und vier kräftigen Randwarzen. Hinterleib glänzend stahlblau, violett schimmernd, weißlich be- haart, am basalen Doppelsegment mit Ausnahme der Mitte zart weiß bereift. Beine gelbrot. Vorderhüften, breite Schenkelspitzen — namentlich ventral — die äußersten Spitzen der vier vordeven und breitere der hinteren Schienen schwarz. Vorne drei, an den vier hinteren Füßen zwei Ende-lieder schwarzbraun. Vorderschenkel in der Endhälfte ventral mit drei kurzen Dornen. 384 Friedrich Hendel. Flügel schwarzbraun, mit zwei Quergruppen dicht zusammenge- drängter weißer und viereckiger Flecke, über die Wurzelqueradern und über die kleine Querader gelagert. Außerdem mit viereckigen weißen Flecken längs der Kosta bis zur Flügelspitze und mit größeren, rundlichen längs des ganzen Flügelhinterrandes. Ferner liegen auch in der Mitte der an der Mündung sehr stark verengten ersten Hinterrand- zelle drei bis vier weiße Flecke. Die Kostalzellenbasis und die äußerste Flügelwurzel ist hellgelb. Die Subkostalzelle schwarzbraun, vor der Mitte mit einem, an der Spitze mit zwei gelben Flecken. Die drei ersten Längs- adern und die Adern an der Flügelwurzel rot. Das Ende der Radialis bleibt bis zur Mündung der stark gebogenen Cubitalis genähert, ohne aufzubiegen. Die Discoidalis mündet deutlich oberhalb der Flügelspitze. Erste Hinterrandzelle an der Mündung auffällig verengt. Der innere Winkel zwischen Fosticalis und hinterer Querader ist hier stumpf, sonst meist spitz. Schüppchen weiß, Schwingerkopf dunkelbraun. Körper und Flügel 14 mm lang. 17. PeUacatithina nervosa Becker (Fig. 02). Megaglossa nervosa Becker, Bull. Mus. Hist. nat. Paris, p. 118 (1909) und Ann. Soc. Ent. France, p. 28 (1910). 4 9 ^^is Brit.-Ostafrika, Samburu (leg. C, S. Betton), im Britisli Museum in London. — Shimba Hills, Mombrasa, 4. Juni, Ent. Res. Comm, Kopf samt Anhängen rot. Dunkler sind der Unterrand der Fühler- gruben und die Backengruben. Stirne so lang wie breit, grob gerunzelt, mit Querfurche vor der Mitte; vorne punktiert. Untergesicht matt. Fühlergruben weiß bereift. Wangen, Backen und Fühler in den Dimensio- nen wie bei magnißca. Das Epistom tritt nur schwach vor. Arista breiter gefiedert als die Breite des dritten Fühlergliedes. Tasterspitzen schwarz. Thorax metallisch schwarz, oft erzschimmernd, rauh chagriniert. Oberseite desselben und des Schildchens bräunlichgrau bereift. Auf dem Rücken sieht man undeutlich einige nach hinten divergierende Längs- linien von dieser Bestäubung gebildet; desgleichen solche Querlinien in den Nahtästen und vor dem Schilde. Die ganzen Pleuren glänzen bis auf die Gegend des Prothorakalstigmas. Schild mit sechs Borsten und "sier kräftigen Randwarzen. Hinterleib glänzend stahlblau, vorne an den Seiten zart weißlich bereift und auch gelblich behaart. Hinten ist die kurze Behaarung* dunkelrot. Hüften und Schenkel glänzend pechschwarz. Die äußersten Knie und die Schienen sind rotbraun, das Enddrittel der letzteren schwarz- braun. Füße rot, die vordersten dunkler, gegen das Ende hin braun. An den vier vorderen Füßen sind die drei, an den hintersten die zwei End- glieder dunkler braun. Vorderschenkel ventral mit sechs bis sieben Die Arten der Platystominen. ^"^ Starken und ziemlich langen Dornen besetzt, die nur die Wurzel frei lassen. Flügel schwarzbraun, gegen den Hinterrand zu heller, von kleinen weißen Flecken durchbrochen, welche an zwei Stellen zu zusammen- hängenden Querreihen verbunden sind. Die erste Querreihe liegt gleich hinter der kleinen Querader, ist gebogen und vorne, noch stärker aber hinten abgekürzt. Die zweite Querreihe liegt etwas jenseits der hinteren Querader, ist flach gebogen und durchgehend. In der ersten, noch deutlicher aber in der zweiten Hinterrandzelle bilden die Flecke eine weiße Querlinie. Die Flecke in der Kostal- und in der Wurzel der Marginalzelle sind rot. Die Subkostalzelle ist ganz schwarz. Besonders erwähnen möchte ich sechs Paar weiße Fleckchen am Posti- calisabschnitt der Discalzelle, je einen runden Mittelfleck in der dritten Hinterrand- und in der Schulterzelle; in ersterer außerdem noch einige längliche Flecke am Hinterrande des Flügels. Ein weißer Fleck liegt an der Mündung der ersten Hinterrandzelle und ein schief nach außen gestellter weißer Strich darunter in der zweiten Hinterrandzelle. In der Submarginalzelle zählt man neun bis zehn weiße Punkte. Der letzte Ab- schnitt der Cubitalis ist stark gebogen, so daß einerseits oben die Unter- randzelle schmal und anderseits die Mündung der ersten Hinterrandzelle stark verengt wird. Kleine Querader um die Mitte der Discalzelle herum. Schüppchen weiß, Schwingerkopf braun. Körper und Flügel 80 — 11 mm lang. 18. Peltacanthina surniljyeiinis Speiser. Engistoneura surnnpennis Speiser, Jahrb. Nassau, Ver. f. Naturk. Wiesbaden, Vol. 64, p. 255 (1911). 9 aus Deutsch-Ostafrika. „Länge 11 mm. Die Art steht der Megagl. nervosa Beck, äußerst nahe und unterscheidet sich wesentlich nur dadurch, daß die Spitze der Taster nicht schwarz ist, sondern die ganzen Taster nicht die ge- ringste Verdunkelung der Spitze aufweisen. Kopf mitsamt den Fühlern und Tastern rötlich braungelb, nur unter den Augen etwas dunkler. Das zweite und dritte Fühlerglied sind gleich lang, die Borste mittellang gefiedert. Thorax schwach glänzend blauschwarz, dicht punktiert und dicht mit kurzen schwarzen Härchen besetzt. Borsten T\ie gewöhn- lich, das Scutellum mit sechs Borsten, die auf nur ganz niedrigen warzi- gen Erhabenheiten stehen. Hüften und Beine schwarz, an den Vorder- beinen der Metatarsus hell braungelb, an den Hinterbeinen die beiden ersten Tarsenglieder bräunlich rahmgelb, alle übrigen Tarsenglieder schwarz. Die Flügel sind schwarzbraun, mit zahlreichen kurz querstrich- artigen weißen Sprenkeln, die sich namentlich um den Cubitus, sowie um die Endstücke der Media und der beiden Radiusäste gruppieren, eine Abbaiidl. d. k k. zool.-botan. Ces. Bd. VIII. Hefi i. "•^ö 386 Friedrich Hendel. Zone von der Mündung von Rj bis zur Mündung des Cubitus aber ganz bindenartig frei lassen, anderseits sich sowohl wurzelwärts als spitzen- wärts von dieser Binde einigermaßen so gruppieren, daß eine unregel- mäßige weiße Querlinie entsteht. Schüppchen mäßig groß, weiß, Schwin- ger graugelb. Hinterleib obenauf schwarzblau mit feiner Punktierung und schwarzen Härchen, vielfach metallisch und stellenweise auch golden schimmernd. Bauch grau." 19. Peltacanthina cohaesa Speiser. Engistoneura cohaesa Speiser, Jahrb. Nassau. Ver. f. Natiirk., Wiesbaden, Vol. 64, p. 256. 9 aus Deutsch-Ostafrika. „10 mm lang. Die Art steht dem surnUpennis sehr nahe und weicht fast nur durch die Flügelzeichnung ab. Der Kopf hat einen mehr lackroten Ton, wobei allerdings wieder die Stirn und die Gegend unter den Augen mehr braun ist. Der Thorax ist ausgesprochener schwarz, der Hinterleib obenauf mehr dunkelgrün und dieser weist auf den Seiten des zweiten Segmentes jederseits die grauen Bestäubungen auf, die Th. Becker bei seiner Art beschreibt. Die Zeichnung der Flügel ist spärlicher, so daß sie im ganzen dunkler aussehen; insbesondere ist das ganze vordere Wurzelgebiet bis zur Media und der Mündung von Rj heran fast schwarz und hat in der Wurzelzelle einige gelbe Punkte. Etwas wurzelwärts von der Mündung von R2 :;- 3 entspringt am Vorderrande eine ganz schmale, aber vollkommen durch- laufende weiße Querbinde, die ungefähr parallel zur hinteren Querader etwas spitzenwärts von der Mündung des Cubitus in den Hinterrand ausläuft. Spitzenwärts von dieser Querbinde stehen nur noch drei Fleckenpaare, eines zu beiden Seiten von R4 + 5, zwei um die Mesta, wovon das eine fast an der Spitze des Flügels, und außerdem ein einzelner Fleck am Hinterrande etwas spitzenwärts von dem hinteren Ende der Querbinde." 20. PeltacantJiina vrionotaenia n. sp. (Fig. 66). 3 cf 9 ^us Fort Hill, Karonga Road, Lufira-Fluß (Februar), im British Museum in London. — S.-Rliodesia, Mt. Chirinda, 30. März. Ent. Res. Comm. Stirne so lang wie breit. Die vor der Quermulde konvexe Vorder- stirne ist bis auf die Wangen herab seitlich breit glänzend schwarz, die schmale Längsmitte dazwischeij sowie die Oberstirne, die unteren Wan- gen, Backengruben und das Untergesicht rotbraun. Am Augenrande der Wangen drei silberige Punkte. Ozellenfleck und Scheitelplatten, der ganze Hinterkopf, das untere Ende der weißschimmernden Fühlergruben, teilweise das Praelabrum und die Tasterspitzen schwarz. Backen in der Die Arten der Platystominen. 387 Verlängerung des hinteren Aiigenrandes weiß gerandet. Fühler gelbrot; drittes Glied oben braun, an der Wurzel goldig bereift. Arista gelb, dicht weißlich gefiedert; die Fiederfläche ist so breit wie das dritte Fühlerglied. Fühler V5 des Untergesichtes lang; die Gruben enden in geringer Höhe über dem Mundrande. Wangen unten linear. Backen Ve der Augenhöhe hoch. Thorax und Schild erzfarbig schwarz, rauh chagriniert, überall schütter gelblichgrau bereift und überdies hellgelblich behaart. Auf dem Rücken treten in der Längsmitte drei Tomentlinien stärker hervor; diese trennen die vor und hinter der Quernaht zu je vieren in zwei Quer- reihen gelegenen länglichrunden Flecke von der Grundfarbe. Zwei gleiche Flecke liegen auch ganz vorne am Ptücken; weniger deutlich sind solche vor dem Schilde zu sehen. Auf den Pleuren ist die Bereifung durch dicht gestellte Punkte der Grundfarbe netzartig durchbrochen. Schild mit vier Borsten auf kräftigen Randwarzen. Hinterleib glänzend stahlblau, überall ganz zart weißlich überreift, nur vorne dichter als hinten. Behaarung weißlichgelb. Hüften und Beine pechbraun, vordere ganz schwarz; die vier hinteren Schenkel mehr rotbraun. An den vier hinteren Füßen sind die zwei W^irzelglieder rotgelb, nur an den Spitzen schwarz geringelt. Vorder- und Mittelschenkel in der Spitzenhälfte ventral mit meist drei kurzen Dornen einreihig besetzt. Flügel weiß, mit einem braunen Maschenwerk überzogen. Über die hintere Querader durchzieht eine breite ununterbrochene braune Quer- binde den Flügel von vorne bis hinten, welche beiderseits weiß flankiert ist. Die Subkostalzelle ist an der Wurzel braun, an der Spitze rotgelb. Die Flügelwurzel ist braun, die Adern dort sind schwarz. Die Discoidalis mündet an der Flügelspitze. Die erste Hinterrandzelle ist in der End- hälfte vollkommen parallelrandig. Die kurze Radialis mündet schon der hinteren Querader gegenüber. Die kleine Querader steht ungefähr auf der Mitte der Discalzelle. Schüppchen weiß. Schwingerkopf dunkelbraun. Körper und Flügel 6 mm lang. 21. I*eltacauthina punctipennis n. sp. 1 cf aus Ostafrika, Katona (Shirati, Mai), im Ungarischen National- museum. Kopf samt Anhängen rotgelb; Stirnmitte und die Seiten zu den Wangen dunkler. Untergesicht matt, die unteren Ränder der Fühler- gruben rotbraun. Stirne so lang wie breit, glänzend, in der Mitte mit Querfurche, vorne punktiert, oben längsrunzelig. Die Wangen sind unten nur wenig schmäler als das dritte Fühlerglied, die Backen V4 eines 25* 388 Friedrich Hendel. Aiig-es hoch. Das Gesichtsprofil ist fast gerade. Fühler merklich länger als das halbe Untergesicht. Drittes Glied derselben am Oberrande ge- bräunt. Die Arista ist nur behaart; die Fiederbreite ist schmäler als die Hälfte der Breite des dritten Antennengliedes. Taster an der Spitze breit schwarz. Thorax und Schild glänzend grünschwarz, rauh chagriniert, auch oben durch Bestäubung im Glänze nicht alteriert. Auf dem FJicken sieht man vier aus weißgrauem Reife gebildete, nach hinten divergierende und allmählich verschwindende Längslinien. Die zwei mittleren sind ganz vorne vereint: die zwei seitlichen beginnen fleckenartig über der blauschwarzen Schulterbeule. Von gleicher Farbe wie diese Längslinien sind zwei runde Flecke an den oberen Enden der Quernahtäste und Querstriemen in der Vertiefung vor dem Schilde. Die kurze Behaarung des Rückens und Schildchens ist gelbrot. Schild mit vier Borsten an deutlichen Randwarzen. Hinterleib glänzend stahlblau, vorne hellschimmernd behaart. Die Tergite drei und vier sind sehr schmal und zusammen nur zirka V3 des langen fünften lang. Hüften und Beine pechschwarz, die vier hinteren Schienen braun und nur im Enddrittel schwarz. Die vier hinteren Füße rotgelb, an den zwei Endgliedern dunkelbraun. Vorderfüße schwarzbraun, Ferse dunkelrot. Vorderschenkel ventral mit sieben bis acht Dornen be- setzt. Flügel schwarzbraun, nach hinten zu heller, von mittelgroßen, wenig zahlreichen weißen Flecken durchbrochen, die in der Spitzenhälfte des Flügels zu Querreihen angeordnet sind. Die auffälligste dieser Quer- reihen liegt gleich hinter der hinteren Querader und bildet eine nur an den Längsadern unterbrochene vollständige weiße Querbinde. Vor ihr, weiter wurzelwärts, eine kurze, aus vier Punkten gebildete Querreihe von der Mündung der Subkosta zum oberen Ende der hinteren Querader. Noch weiter wurzelwärts eine schiefe Querreihe, vier bis fünf Punkte, über die kleine Querader zur Posticalismündung. Aber auch noch außer- halb der oberwähnten vollständigen Querstrieme liegen noch drei Reihen weißer Flecke, von denen auch einer an der Mündung der ersten Hinter- randzelle liegt. Weniger dicht liegen die weißen Flecke in der Wurzel- hälfte des Flügels. So erwähne ich nur zwei in der Kostalzelle jenseits der Querader; vier Paare am Posticalisabschnitt der Discalzelle; einen weißen Querstrich in der Spitze der dritten Hinterrandzelle, nebst anderen dortigen Flecken. Subkostalzelle ungefleckt, schwarz. Analzelle hyalin, nur oberhalb der Längsfalte braun. Schulterlappen mit einem weißen Mittelfleck. Die erste Hinterrandzelle ist fast gerade- und auch parallelrandig, am Ende nicht verengt. Die senkrechte kleine Querader jenseits der Mitte der Discalzelle. Die Arten der Platystominen. 389 Schüpi)chen weiß. Scliwingerkopf braun. Körper und Flügel 6 mm lang. Subgenus Engistoneuroides n. subg. 22. JPeJtacantJiina ffanima n. sp. (Fig. 68). 1 cf aus W.-Afrika, Sierra Leone (leg. Major A. Pearse, 12. März), im British Museum in London. Kopf samt Anhängen rotgelb. Stirne breiter als lang, vor den Ozellen mit einer Quermulde. Fühler nur wenig länger als die Hälfte des Untergesichtes. Arista kurz gefiedert: die Fiederbreite ist nur die Hälfte des dritten Fühlergliedes breit. Wangen sehr schmal. Backen zirka V4 eines Auges hoch. Fühlergruben unten nicht dunkel gefleckt. Taster an der Spitze breit schwarz. Thorax und Schild blauschwarz, rauh chagriniert, aber trotzdem stark glänzend, unbestäubt. Schild mit vier Borsten auf kräftigen Rand- Avarzen. Hinterleib dunkelviolett, metallisch stark glänzend, schwach punk- tiert, unbestäubt, wie der Thorax mit schwarzen, teilweise dunkelrot schimmernden Härchen bedeckt. Hüften und Beine pechbraun. Füße rotgelb, an den vordersten die drei, an den vier hinteren die zwei Endglieder dunkelbraun. Vorder- schenkel ventral in der Spitzenhälfte mit zwei bis drei kurzen Dornen besetzt. Flügel dunkelbraun, am Vorderrande dunkler als hinten, in der Spitzenhälfte mit zwei durchgehenden schmalen weißen Querstriemen, von denen die äußere oben gegabelt ist, und mit zwei kurzen weißen Querbändchen. Die erste Querstrieme läuft im Bogen von der Subkosta- mündung zwischen den beiden Queradern durch. Dann folgt weiter spitzenwärts das erste weiße Querbändchen. das oben in der Ver- längerung der hinteren Querader von der Kosta bis an die Cubitalis herabreicht und nur sehr schmal ist. Etwas vor dem letzten Drittel der ersten Hinterrandzelle gabelt sich von der Discoidalis nach aufwärts die zweite durchgehende Querstrieme, die parallel mit der hinteren Quer- ader die zweite Hinterrandzelle kreuzt. Beide Gabelarme erreichen die Kosta beiderseits der Radialismündung. Das zweite kurze Querbändchen endlich liegt etwas vor der braunen Flügelspitze, vor den Mündungen der ersten und zweiten Hinterrandzelle. Ein hellerer Fleck liegt an der Wurzel der Discal-, zwei bis drei solche an jener der dritten Hinterrand- zelle. Die erste Hinterrandzelle ist fast parallelrandig und selbst an der Mündung nur kaum merklich verengt. Schüppchen weiß, Schwingerkopf dunkelbraun. Körper und Flügel 5 mm lang. 390 Friedrich Hendel. 23. Peltacanthina geniinata^) n. sp. (Fig. 67). •2 cf aus W.-Afrika, Goldküste (leg. Miß King*sley). und aus dein Kongo-Staate, Lualaba Riv. (leg. Dr. Massey), im British Museum in London. Kopf samt allen Anhängen ziemlich gleichmäßig rotgelb bis rot. Stirne etwas breiter als lang, in der Mitte mit flacher Quermulde. Wangen sehr schmal, Backen zirka V5 eines Auges hoch. Gesichtsprofil wenig konkav. Fühler etwas länger als die Hälfte des Untergesichtes. Arista mittellang gefiedert; die Fiederbreite ist merklich schmäler als das dritte Fühlerglied. Fühlergruben unten nicht dunkel gefleckt. Taster ein- farbig rotgelb. Thorax samt Schild glänzend violettschwarz, rauh chagriniert, un- bestäubt, auf den Pleuren bei einem Stücke stellenweise rotbraun. Schild- chen mit vier Borsten auf deutlichen Ftandwarzen. Hinterleib dunkelviolett, metallisch glänzend, zart punktiert, un- bestäubt, wie der Thorax schwarz behaart. Die kurzen Haare haben höchstens dunkelroten Schimmer. Hüften und Beine glänzend schwarz. Vorderschenkel in der Spitzen- hälfte ventral mit drei kurzen Dornen. Vorderfüße ganz schwarzbraun. An den Mittelfüßen ist das erste, an den hinteren sind die ersten zwei Glieder rotgelb. Bei einem Stücke sind auch die Schienen von der Wurzel her in größerer Ausdehnung rotbraun. Flügel dunkelbraun, am intensivsten in der Basalhälfte des Vorder- randes, mit zwei schmalen weißen, durchgehenden Querbinden in der Spitzenhälfte, die gegen den Flügelhinterrand hin konvergieren. Die erste geht in einem Bogen von der Mündung der Subkosta zwischen den beiden Queradern hindurch. Die zweite ist ziemlich gerade und schneidet die erste Hinterrandzelle im Spitzendrittel. Vor der Spitze der zweiten Hinterrandzelle liegt ein weißer Querfleck. Die kleine Querader liegt ein erhebliches Stück jenseits der Mitte der Discalzelle. Die erste Hinter- randzelle ist an der Mündung deutlich verengt. Schüppchen weiß, Schwingerkopf dunkelbraun. Körper und Flügel 7 — 8 mm lang. 24. JPeltacanthina octodeci^n Speiser. Engistoneura octodecim Speiser, Jahrb. Nassau. Ver. f. Naturk., Wiesbaden, Vol. 64, p. 254 (1911). Gleicht bis auf folgende Unterschiede der P. (jeminata. Die zwi- schen den beiden Queradern durchgehende weiße Bogenquerbinde ist vor der Kosta in der Marginalzelle in zwei ungleich starke Äste gegabelt. Vor der Mündung der Radialis liegt auch noch eine kurze weiße Quer- ^) Vielleicht dieselbe Art wie Engistoneura concolor Bezzi, siehe p. 371, deren Diagnose aber zu kurz ist, um die Art erkennen zu können. Die Arten der Platystominen. ^^1 binde, welche in der Verlängerung der hinteren Querader von der Kosta bis zur Mitte der ersten Hinterrandzelle herabreicht. 25. PeUacmithina alhoUiieata Macquart. Platystoma albolineatum Macquart, Dipt. exot., Suppl. 4, p. 281, Taf. 26, Fig. 2 (1850). 9, Senegal. „Viridi nigra. Capite rubro. Alis fuscis lineis albis. Long. 4 lin. Palpes noires, ä base fauve. Face, front et antennes rouges. Thorax et abdomen noirs, ä reflets verts. Pieds noirs. Alles brunes, ä lignes blanches, irregulieres, formant des bands transversales interrompues." 26. Peltacanthina concolor Bezzi. Ann. Soc. Ent. Belg., Vol. 52, p. 385, 40 (Engistoneura) (11)08). 9. _ Caerulea, nitida, thorace concolore non vittato, capite anten- nisque luteis, pedibus nigris tarsorum posteriorum articulis tribus basali- bus luteis, alis fuscis, faciis duabus integris aliaque apicali parva ab- breviata albohyalinis pone medium exornatis. — Long. corp. 8 mm, alar. Tmm, — Une 9 de Boma Sundi, Afrique (F. Rolin). 27. Teltacanthina bicolor Bezzi. Ann. Soc. Ent. Belg.. Vol. 52, p. 385, 41 (Engistoneura) (1908). ^ 9. _ Ochracea, thorace concolore non vittato, abdomine chaly- bescente, pedibus nigris. intermediorum metatarsis posteriorumque ar- ticulis duobus basalibus luteis, alis fuscis fasciis duabus integris duabus- que abbreviatis alternis albohyalinis pone medium exornatis. — Long, corp. 9—10 mm, alar. 9 — 10 mm, expansio alarum 24—26 mm. — Deux cj* 9 de Banana, Afrique (F. Busschodts). — Entebbe, Uganda, 22. November. Ent. Res. Comm. 28. Peltacanthina trilineata Macquart. Macquart, Dipt. exot., S. 5, p. 120, PL 7, Fig. 1 und 2 (Platystoma) (1855). „Thorace nigro. Abdomine viridi nitido. Tarsis testaceis, apice nigris. Alis nigris, tribus lineis transversis, hyalinis. Long. 4 lin. 9. Tete, trompe, palpes et antennes d'un noir brunätre. Thorax (denude) d'un noir mat. Abdomen d'un vert noirätre. brillant: un petit oviducte. Pieds noir; tarses intermediaires: les deux premiers articles testaces; pieds posterieures manquant. Alles d'un noir un peu brunätre; trois bandes hyalines lineaires obliquement transversales; la Premiere aux deux tiers de la longueur, longeant la premiere nervure transversale; la deuxieme au-delä de la deuxieme nervure transversale: 392 Friedrich Hendel. la troisieme pres de l'extremite; une petite tache au bord exterieur, entrc la premiere et la deuxieme; un point hyalin ä l'extremite. De la Guinee. M. Bigot." 29. Beltacantliina x>arallela n. sp. 1 9 aus Uganda, Toro-Distr. März. Ent. Res. Comm. Stirne etwas länger als breit. Kopf und Anhänge gelbrot. Stirne mit Ausnahme des Scheitels, der Seiten und einer Mittellinie gebräunt. Auch die unteren Ecken der Fühlergruben und die Backengruben braun. Fiederbreite der Arista fast gleich der des dritten Fühlergliedes. Thorax und Schild glänzend blauschwarz, chagriniert, mit kurz- geschorener schwarzer Grundbehaarung. Schild sechsborstig, mit vier Warzen. Hinterleib metallisch violettblau, kurz gelbschimmernd behaart. — Beine glänzend schwarz, Vorderfüße ganz schwarz, mittlere mit zwei, hintere mit einem gelben Wurzelgliede, sonst schwarz. Vorderschenkel ventral mit sechs Dornen. Flügel braun, in der Spitzenhälfte mit drei parallelen weißen Quer- linien, eine vor, zwei jenseits der hinteren Querader. Ein weißer Fleck an der Mündung der ersten Hinterrandzelle. Zwischen der ersten und zweiten weißen Querlinie am Kostalrande ein stufiger weißer Einschnitt. Die Analzelle und ein winkelig aufwärts gebogener Hakenfleck außer- halb derselben von der Analis bis zur Cubitalis weiß. Dritte Hinterrand- zelle hinten mit weißem Einschnitt. — Schwingerkopf dunkelbraun. Körper und Flügel 11 mm lang. 30. JPeltacantJiina thoi'acica n. sp. 1 cf ai's W.-Afrika, Gabun, im Ungarischen Nationalmuseum. Stirne so lang wie breit, quadratisch, in der Mitte mit Quermulde, vorne etwas konvex, grob runzelig, wie die Wangen rotbraun. Kopf sonst samt Anhängen, sowie der Thorax und das Schildchen lebhaft rotgelb. Fühlergruben unten schwarzbraun gefleckt. Drittes Fühlerglied oben etwas gebräunt. Arista lang gefiedert, die Fiederbreite ist größer als die des dritten Fühlergliedes, beim cf ohne Palette. Wangen linear. Backen schmal, nur einen geringen Bruchteil des Auges hoch. Thorax und Schild goldgelb behaart; die Borsten sind dünn und schwarz. Schild mit vier Randwarzen und sechs Borsten. Hüften und Beine braun, die ersten zwei Fußglieder rotgelb. Vorderschenkel ventral mit zwei bis drei schwächeren Dornen. Da das Exemplar ein frisch ausgeschlüpftes ist, kann die Hinter- leibsfarbe nicht mit Sicherheit angegeben werden. Sie ist an dem ein- geschrumpften Abdomen dunkel rotbraun. Flügel braun mit 8 weißen Flecken, respektive Binden: ein Fleck in und beiderseits der Wurzel der Discalzelle; eine vollständig durch- laufende Bogenlinie, die von der Spitze der Submarginalzelle beginnt, Die Arten der Platystominen, ^^^ jenseits der kleinen Querader vorüberzieht und sich etwas wurzelwärts zum llinterrande liinbiegt. Die übrig-en Flecke sind aus der Figur zu entnehmen. Schüppchen gelb, Schwingerkopf dunkelbraun. Körper und Flügel 10 mm lang. 31. Peltacanthina Bex^ii nom. nov. Engistoneura alboUneata Bezzi, Ann. Soc. Ent. Belg., Vol. 52, p. 385, 42 (1908). Cf. — Affinis bicolori, differt statura minori, scutello nigrocaeruleo, abdominis segmento primo apice linea alba angusta marginato, alarum denique vitta prima alba minus arcuata. — Long. corp. 7 o mm, alar. 7 mm, expansio alar. 18 mm. — Un cf du Congo (Mayumbe ?), dans le Musee du Congo. 32. PeJtacantliina f/iiffafum Bezzi. Ann. Soc. Ent. Belg., Vol. 52, p. 385, 39 (Engistoneura) (1908). ^. — Nigra, opaca, capite ochraceo, thoracis dorso non vittato, abdomine chalybeo nitido, scutello tuberculis 4 setigeris valde productis insigni, pedibus nigris tarsorum basi lutea, alis fuscis, dimidio basali maculis luteis apicali guttis plurimis albohyalinis ornato, nervo tertio apicem versus infra valde inclinato. — Long. corp. 18 mm; alar. 15 mm; expansio alar. 35 mm. — Un cf du Congo beige dans le Musee du Congo. Diese Art gehört zur ersten Gruppe mit gefleckten Flügeln, kann aber nach der vorliegenden zu kurzen Diagnose nicht erkannt werden. 73. Genus Lambia n. gen. Lamhia coelocephcild n. sp. Hendel, Gen. Plat., Fig. 181—184. Cj* 9 aus Mozambique (leg. Muir), im Zool. Museum in Cambridge. Stirne gLänzend rotgelb, am Augenrande schmal silbrig schimmernd. Ozellenfleck schwarz. Oberer Hinterkopf in der Mulde grünschwarz, ober dem Halse ein silbriger Fleck: unterer, gepolsterter Hinterkopf, dann die Wangen. Backen und Fühlergruben rötlichgelb, die beiden letzteren weiß schimmernd. Gesichtskiel glänzend schwarz. Praelabrum glänzend rot- braun. Taster und Fühler rotgelb, drittes Glied gegen die Spitze hin etwas rotbraun. Arista nackt. Hinterleib, Thorax und Schild grünlichblau, dunkel erzfarben, glän- zend. Der Thorax ist auf den Pleuren und der Lateralregion des Rückens sowie auf dem Teil desselben vor dem Schildchen dicht weiß bereift